Archiv für Dezember 2009

Grüne Privat-Equity-Investments jetzt?

Dienstag, 29. Dezember 2009

Zunächst einmal schrecken viele bei Private-Equity zurück – das sind doch die Heu-Schrecken, wie passt das zu ethischen Investments?!?


Nun, während sich in Deutschland eine starke Meinung gegen Private-Equity gebildet hat, geht man im Ausland damit viel differenzierter um. Denn un-ethisch und un-sozial handeln nur wenige Private-Equity-Investoren – die große Mehrheit sind gute, aktive Unternehmer die den Wert Ihres Unternehmens nachhaltig steigern wollen. Und das ist im besten Sinne ethisch-sozialen Investments.

Privat-Equity heißt nämlich wirklich nur, dass in nicht-börsennotierte Unternehmen investiert wird. Wenn Sie also Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn bei der Gründung eines Ladengeschäftes finanziell helfen, dann sind auch Sie Private-Equity-Investor. Und das ist ein sehr positive Sache.

Und gerade deshalb gibt es auch im grünen Sektor Private-Equity-Fonds, wie z.B. von Wölbern oder aktuell von Ökorenta, den Zukunftsenergien I.

Allerdings ist der Private-Equity Markt in Deutschland in letzter Zeit zusammen gebrochen. Von 2 Milliarden Investitionsvolumen in 2007 auf nur noch ca. 0,4 Milliarden in 2009. Als Folge der Finanzkrise wollten die Deutschen nicht mehr in für sie neuere Investments gehen – obwohl das Anlagesegement natürlich schon sehr alt ist und gerade im angelsäsischen Raum zu den Basisinvestments zählt. Auch die Kreditfinanzierung vieler Abschlüsse wurde in Zeiten der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sehr schwer. Sicher sind auf absehbare Zeit Abschlüsse, die zu 80 oder 90 % über Kredite finanziert wurden, vorbei.

Aber gerade in solchen Zeiten können antizyklische Investoren einen Einstieg mit sehr guten Erfolgsaussichten wagen. Die abgeschlossenen Geschäfte sind in solchen Zeiten sehr solide (niedrige Kredit-Anteile, intensive Prüfungen) und historisch zeigt sich, dass in Krisenzeiten die Unternehmen extrem günstig eingekauft werden konnten. Damit ist die Basis gelegt, um bei einem Ausstieg in 7-10 Jahren eine sehr gute Rendite zu erzielen.

Für Investoren, die auch gegen den Strom schwimmen können und antizyklisch investieren, ist also jetzt Schnäppchen-Zeit!

Holz-Investments: nur etwas für Außenseiter oder reelles Investment?

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Adlige und Vermögende tun es schon immer, Bauern und Waldbesitzer sowieso, aber auch Elite-Universitäten mit hohen zu verwaltenden Vermögen machen es seit mehr als 20 Jahren: in Holz investieren.


Holz ist neben Öl und Gas der wichtigste Rohstoff der Erde, die Anwendungsfälle von Papier über Möbel oder einfach als CO2-neutraler Brennstoff sind unzählbar. Und: je mehr Bevölkerung es auf unserem Planeten gibt, umso mehr Holz wird verbraucht. Täglich verbraucht jeder Mensch 1,3 Kilogramm Holz und Holzprodukte und bis 2030 gibt es rund 2 Milliarden Menschen mehr auf der Erde. Das ist ein schöner Wachstumsmarkt.

Um einfach uns professionell an diesem Wachstumsmarkt teilnehmen zu können, werden seit einigen Jahren Holz-Fonds aufgelegt. In der Regel sind das geschlossene Fonds. Wer statt nur auf die Rendite zu schauen auf einen hohen ökologischen Wert erzeugen will, wird Holz-Fonds auswählen, die Aufforsten statt nur bestehende Wälder zu ernten.

Die Laufzeiten hängen stark von der Wachstumsgeschwindigkeit der angepflanzten Hölzer ab. Nach frühestens 8 Jahren kann dann die Ernte beginnen, was natürlich nur bei gleichzeitigem Pflanzen frischer Bäume Sinn macht.

Ein „natürlicher Wertzuwachs“ entsteht, denn das Baum-Volumen vergrößert sich jährlich. Gekoppelt mit einer niedrigen Inflation kann man dann mit einer Rendite des eingesetzten Kapitals von ca. 7-8% rechnen. Höhere Inflation treibt auch den Rohstoff und damit den Holzpreis, so dass ggf. auch höhere Renditen zu erzielen sind.

Die Anlageklasse Holz ist also zur Beimischung ins Depot absolut zu empfehlen, zumal auch gegen eine Hyper-Inflation mit extremer Geldentwertung ein guter Schutz besteht.

Allerdings gibt es viele Anbieter auf dem Markt. Viele setzen auf südamerikansiche Regionen, da wegen Hitze und Nässe sehr gute Wachstumsbedingungen herrschen. Oftmals ist dort aber ein Währungs-Schwankungs-Risiko mit einzukalkulieren, was die Holz-Renditen schnell schmälern kann. Andere Anbieter bleiben in der Euro-Zone, um das zu umgehen. Dann wird allerdings mit einem kleineren Wachstum zu rechnen sein.