Archiv für Dezember 2011

Grünes Geld zu Gast im BIO-Energiedorf Oberrosphe

Samstag, 24. Dezember 2011

Mit Holz Wärme gewinnen und bis zu 50% CO2 einsparen - Das ist möglich im Biomasse Heizwerk in Oberrosphe

Tobias Engel, Mitarbeiter der Grünes Geld GmbH, war am 16. Dezember 2011 zu Gast im BIO-Energiedorf Oberrosphe (Mittelhessen) um sich direkt vor Ort einen Eindruck über die Anwendung von Erneuerbaren Energien in der Praxis zu verschaffen. Die Gemeinde zählt ca. 800 Einwohner und fast die Hälfte hat keine eigene Heizungsanlage im Keller stehen – dennoch wird es bei Ihnen auch im Winter mollig warm.

 

Verantwortlich dafür ist das, etwas außerhalb stehende, Biomasseheizwerk, welches die Gemeinde mit grüner Energie versorgt. Über ein sieben Kilometer langes Nahwärmenetz werden die Haushalte mit Wärme versorgt. Durchschnittlich etwa 50% der gesamten CO2- Emissionen der im Ort angeschlossenen Haushalte werden durch das Heizwerk eingespart und damit ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Erreicht wird dies durch die Nutzung von Holzhackschnitzeln, die überwiegend aus der nahen Umgebung kommen. Auch überegional erhalte man zahlreiche Anfragen Holzhackschnitzel abzunehmen; vor dem Hintergrund der Energiebilanz greift man aber möglichst auf umliegende Zulieferer zurück, so Hans Bertram, Mitglied des Vorstands der Betreibergenossenschaft.

 

Initiiert durch den Pfarrer der Gemeinde, stand am Anfang eine Bürgerinitiative, die sich 2006 zusammengefunden hat um die zukünftige Energieversorgung der Gemeinde zu überdenken. In 2008 ging die Anlage erstmalig in Betrieb. Der Betrieb wird von einer Genossenschaft gesichert, welche durch die Bürger selbst ins Leben gerufen wurde. In einem kurzen Video von „mittelhessen.de“ erläutert deren Vorsitzender Hans-Jochen Henkel die Hintergründe. Das Besondere am Energiedorf ist die Tatsache, dass die Bürger dieses Vorhaben weitgehend in Eigenleistung erbracht haben – Beispielhaft für eine starke Gemeinschaft.

Auch vor der Stromversorgung haben die Oberrospher nicht zurückgeschreckt. Die Dachfläche des Heizwerkes wurde genutzt um auf einer Fläche von 1300 m² eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 77 kWp in Eigenleistung zu montieren. Seit dem 5. Dezember 2008 ist diese am Netz ist und speist Strom ein. Seit Kurzem sorgt außerdem eine nahgelegene Biogasanlage für zusätzliche Wärme und Strom.

 

Nicht nur das Klima wird in Oberrosphe geschont, sondern auch der Geldbeutel der angeschlossenen Mitglieder der Genossenschaft. Durchschnittlich spart jeder Haushalt alleine bei den Heizkosten ca. 450 – 500 EUR im Jahr.

 

Erneuerbare Energien und unabhängige Energieversorgungen werden in Zukunft immer wichtiger. Die Gemeinde in Oberrosphe zeigt deutlich, dass auch außergewöhnliche Ideen in die Tat umgesetzt werden können und sich nicht nur für die Umwelt lohnen.

 

Für interessierte Anleger empfehlen wir den Energiewald.

 

 

 


 

Unser Tipp für den Sie: Energiewald

 


Anlage Energiewald
Laufzeit 10 Jahre
Mindestanlagesumme 3.400EUR
Ausschüttungen Jahr 5: 78%
Jahr 10: 133%
Besonderheit – investiert in nachwachsende Rohstoffe (CO2 neutral)
– Sachwerte
– Sie helfen dem Ausbau der erneuerbaren Energien

 

 


 

Solarfonds Anbieter Chorus zieht Bilanz: 50 Anlagen gebaut – mehr als jeder andere

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Der Münchner Anbieter von Erneuerbare Energien Fonds Chorus GmbH zieht eine positive Bilanz des Jahres 2011. Während viele Anbieter aus dem Bereich der geschlossenen Fonds mit Schiffen oder Immobilien-Angeboten auch 2011 ein Jahr der Tränen erlebten, ist Chorus als spezialisierter Solarfonds Anbieter auf der Sonnenseite. Solarfonds bieten eine der letzten wirklich attraktiven Anlage-Klassen in Jahren mit niedrigem Zinsniveau und hohen Unsicherheiten bei der Währungsstabilität. Außerdem sind sie das klassische, zuverlässige nachhaltige Investment in Umweltfonds.

 

 

Sonne - die Basis des Erfolges für Solarfonds Anbieter

Chorus aus München: einer der führenden Anbieter für Solar Fonds in Deutschland und Italien

Gründe hierfür sind zum einen,  dass Solarfonds als  Sachwertinvestments zu betrachten sind  und somit auch bei hoher Inflation oder einem Währungs-Schnitt ihren Wert behalten. Zum anderen gilt weiterhin: der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültige Einspeisetarif ist für 20 Jahre staatlich garantiert. Damit lassen sich die Einnahmen der Solarfonds für 20 Jahre genau kalkulieren – beste Ausgangsbedingungen für hohe Planungssicherheit. Weiterhin gilt: dank der Förderung sind auch die Ausschüttungen attaktiv. Während Privatleute mit kleinen Dachanlagen kaum über 2-5 % Rendite kommen, schütten Solarfonds der Spezialisten oder der Umwelt Banken in der Regel zwischen 7 und 9 % pro Jahr aus.

 

 

 

Chorus ist nach eigenen Angaben mit 50 realisierten Solarparks der erfahrenste Initiator im Bereich der Erneuerbaren Energien Fonds. Erfahrung zahlt sich aus, denn ein Großteil der Chorus Projekte erreichte den Jahres-Sollwert der Stromproduktion bereits Ende September – folglich wurden auch schon vorzeitige Auszahlungen an die Anleger vorgenommen.

 

Besonders stolz ist Chorus auf die Tatsache, dass alle Chorus-Fonds sich planmäßig oder besser entwickeln. In der Tat eine Tatsache, die nur die wenigsten Anbieter (z.B. Wattner) von sich behaupten können.

 

Entsprechend sind die Chorus Fonds auch attraktive Investments für die Anleger. Diese investierten rund 30 Millionen Euro in Chorus Sachwertinvestments. Mit dem Erwerb der Solar-Dachanlage auf dem Fritz-Walter-Stadion konnte in 2011 auch die 100 Megawatt-Grenze an installierten Solaranlagen-Leistung übersprungen werden.

 

Dazu herzlichen Glückwunsch an die Geschäftsführer Peter Heidecker, Heinz Jarothe und Thomas Laumont sowie das gesamte Chorus Team.

 


 

 

 

 

Schwere Zeiten in der Solarbranche

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Alternative Anlagen sind mit den Jahren immer beliebter geworden. Wenn man schon sein Geld in etwas investieren möchte, dann zumindest in Projekte, die man mit gutem Gewissen unterstützen kann, so sahen es viele Investoren. Und gerade die Solarbranche, die in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebte, war bei den Anlegern äußerst beliebt. Die Aktien verkauften sich gut. Ausschlaggebend war hierfür, dass sie wenig risikoreich schienen, da man davon ausging, dass die Branche, als der Energielieferant der Zukunft, keinen Abbruch in ihrer Beliebtheit erleben würde. Diese Einschätzung waren zwar relativ realistisch, doch weit gefehlt. Inzwischen stehen mehrere große Konzerne vor dem Aus, Investoren springen ab oder interessieren sich gar nicht erst für die Papiere. Die Preise verschiedener Aktien haben mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

 

Vielleicht hätte man sich von Vornherein nicht so sehr auf einen unumstößlichen Erfolg der Branche verlassen sollen. Wie auch Jürg Zeltner, der als CEO beim Wealth Management der UBS tätig ist, meint. Er ist der Meinung, dass Marktprognosen in der heutigen Zeit eine äußerst heikle Angelegenheit sind. Manche Entwicklungen sind einfach unmöglich voraus zu sagen.

 

Besonders hart getroffen hat es den deutschen Solarmodulhersteller Solon. Die Firma musste inzwischen die  Insolvenz einreichen und hofft nun darauf, durch das Gewinnen neuer Investoren doch noch zu retten, was zu retten ist.  Die Aktien des Solarkonzerns haben insgesamt mehr als sechzig Prozent ihres Werts verloren und das Unternehmen hat mit einer Nettoverschuldung von über 396 Millionen Euro zu kämpfen. Doch noch immer glauben die deutschlandweit 530 angestellten Mitarbeiter daran, dass sich vielleicht alles zum Guten wenden könnte.  Ob dieser Wunsch realistisch ist, bleibt jedoch fraglich. Der gesamten Branche geht es nämlich derzeit so schlecht wie noch nie. Auch andere Unternehmen haben zu kämpfen und es ist davon auszugehen, dass noch mehrere unter ihnen im kommenden Jahr Insolvenz werden anmelden müssen. Das ist unter anderem darauf zurück zu führen, dass Anfang des nächsten Jahres noch einmal die Vergütung für Solarstrom in Deutschland sinken wird. Ein möglicher Anlass für viele Investoren, sich weiter zurück zu ziehen und damit die Branche hinter sich zu lassen.

Facebook will nachhaltig werden

Montag, 19. Dezember 2011

9% des gesamten Datenverkehrs in den USA gehen auf eine Anwendung zurück: Facebook (Klimaretter.info). Während sich der Konzern um den jugendlichen CEO Marc Zuckerberg gern zukunftsorientiert gibt, erzeugt er mehr und mehr Treibhausgase – die „Gerneration Facebook“ wird’s ausbaden müssen.

 

Sollte Facebook nun tatsächlich umdenken? Wie in unserem Artikel „Facebook: Grüner Engel oder Datengau“ bereits im November berichtet, will Facebook ein neues Rechenzentrum in Lappland bauen. Nur 110 km vom Nordpolarkreis entfernt, wird die Kühlung des Rechenzentrums weitgehend durch die Natur selbst erfolgen – klimaschonend. Doch allein dadurch kommt Facebook noch nicht in Umweltfonds.

 

Greenpeace Protest-Aktion über der Facebook Firmenzentrale (Copyright Greenpeace)

Um die Energiewende bei Facebook zum Thema zu machen hat Greenpeace vor 2 Jahren die Kampagne „Unfriend Coal“ auf Facebook gestartet. Nachdem sich 700.000 Aktivisten der Kampagne angeschlossen haben, sieht man sich bei Greenpeace in diesen Tagen am Ziel. Am 15. Dezember 2011 haben Facebook und Greenpeace nämlich eine Zusammenarbeit zur Förderung der Erneuerbaren Energien in und um die Cloud beschlossen und bekannt gegeben.

 

Ziel von Facebook ist die 100% – Versorgung der Seite mit Erneuerbaren Energien. Dazu wurden eine ganze Reihe von Maßnahmen in die Wege geleitet, unter anderem

 

 

– Infrastrukturelle Entscheidungen sollen die Versorgung neuer Standorte (Server, Rechenzentren) mit sauberen Energieträgern bevorzugen.
– Facebook ist am “Open Compute Project” beteiligt, das effiziente Server, Speicher und Rechenzentren entwickelt und Technologien öffentlich verfügbar macht. Greenpeace wird das Projekt unterstützen.
– Über einen ständigen Dialog mit den Energieversorgern, die Facebooks Rechenzentren mit Strom versorgen, soll der Anteil der Erneuerbaren an der Stromversorgung erhöht werden.

 

Der erste Kommentar auf dem Greenpeace-Blog dazu war übrigens auch recht witzig: DIE BESTE ENERGIESPARAKTION IST, FACEBOOK NICHT MEHR ZU BENUTZEN.

 

Wer Facebook trotzdem mag und nutzt, wird sich über die Intiative natürlich freuen. Umso mehr, als dass andere IT-Größen mit Ihren Cloud-Computing-Projekten nun unter Zugzwang stehen. Ob IBM, Microsoft, SAP oder Neulinge wie Salesforce.com: Die Nutzer wird in Zukunft nicht mehr nur das Thema Datensicherheit interssieren, sondern auch das Thema Erneuerbare Energieen, Wärmedämmung oder kühler Standort des Rechenzentrums. Insofern hat die Facebook Initiative schon einen Sinn, denn auch anderen investieren dadurch eher in grüne Energie.

 

Streit zwischen Rösler und Röttgen: Deutschland blockiert Umweltschutz weltweit

Freitag, 09. Dezember 2011

Wie gerne rühmen wir Deutschen uns wegen unserer ach so umweltfreundlichen Gesinnung. Und tatsächlich, große, nach außen sichtbare Dinge gelingen uns auch recht gut. CO2 Ausstoß seit 1990 um 20% gesenkt, Atomausstieg als erste Industrienation beschlossen, Mehrwegpfand-System klingen gut.

 

Doch leider ist die praktische Umsetzung in der täglichen Arbeit nicht immer so flüssig. Im Moment bremsen wir bei einem wichtigen Thema nämlich die gesamte EU aus. Grund: kleinlicher Koalitionsstreit zwischen FDP und CDU. Die Financial Times Deutschland berichtet in ihrer heutigen Ausgabe ausführlich darüber.

 

Um was geht es? Im von der Natur so reich gesegneten Kanada macht man sich seit einigen Jahren daran, Wälder abzuholzen, Landschaften umzupflügen, große Mengen giftiger Stoffe auszubreiten und riesige Gebiete Natur auf Jahrzehnte zu verwüsten. Der Hintergrund: ab einem Ölpreis von ca. 60 Dollar rechnet sich die extrem aufwendige Gewinnung von Öl aus Teersand. Weiteres dazu können Sie auch in unserem Blog vom 21.9.2011 „Teersandabbau: Das dreckige Geschäft Kanadas“.

 

In der EU gilt seit 2009 eine Richtlinie, nach der die Kraftstoffanbieter zur Reduktion von Treibhausgasen Ihren CO2 Anteil um 6% bis 2020 reduzieren müssen. Dabei ist wichtig, wieviel Gramm CO2 pro Megajoule eine bestimmte Art Kraftstoff zur Produktion benötigt. Normales Öl wie es derzeit in der Golfregione gefördert wird, kommt auf 87,5 Gramm pro MJ. Öl aus Teersanden wird mit 107 g pro MJ gewertet, 20% mehr.

 

Denn die Gewinnung ist rund 5x CO2-schädlicher als die von herkömmlichem Öl. Denn Teersande müssen mühsam im Tagebau ausgebaggert und dann ausgepresst werden. Der Umweltkämpfer und frühere US Vizepräsident Al Gore: „Wer einen Toyota Prius mit Teersanden fährt hat eine Ökobilanz wie ein Hummer.“

 

Wer einen Prius mit Teersand Benzin fährt, hat eine Ökobilanz wie ein "Hummer".

Mit dem hohen Wert von 107 g pro MJ wäre das kanadische Öl quasi unverkäuflich in der EU. Bei einem Marktanteil von nur 0,01 % in  Europa zwar kein direktes Problem, aber: der Imageschaden wäre weltweit enorm, die globalen Absatzschancen langfristig geschrumpft.

 

In den EU-Gremien wird derzeit um den für Teersand festzulegenden Wert gestritten. Wirtschaftlich mit dem Teersand verbundene Länder wie Großbritannien (durch BP und Shell), die Niederlande, Polen und Estland sind für einen niedrigen Wert. Die meisten anderen Ländern sind für einen hohen Wert. Entscheidend ist jetzt die Haltung Deutschlands.

 

Da wir zum einen keine wirtschaftlichen Interessen haben, zum anderen ökologische Musterknaben sein wollen, eigentlich eine klare Sache. Doch als am vergangenen Freitag entschieden werden sollte, hatte Deutschland noch keine Meinung (!). Die Entscheidung wurde vertagt, nach Angaben der FTD auf den 19. Dezember 2011.

 

Der Grund ist trival – in der Koalition wird wieder gestritten. Dieses Mal zwischen Umweltminister Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP). Greenpeace Beobachter sehen die Lage klar: „Das Wirtschaftsministerium bremst“.

 

Schade, schade: Unsere Fasade glänzt, doch wer in den Hinterhof der Alltags-Politik und Entscheidungen Deutschlands schaut, wird enttäuscht. Dabei ist der Abbau von Teersanden eine der größten Umweltsünden die wir kennen.

 

Stimmen Sie mit den Füßen ab: mit unseren Musterdepots sind sie auf der sicheren Seite – ohne Shell, BP oder wie die Sündenfälle der Ölbranche auch immer heißen. Investiern in grüne Energie – das ist unsere Aufgabe. Vielleicht ist unser Musterdepot Sicherheit 2000+ Ethik für Sie interessant. Oder unser Waldprojekt „Energiewald“ – denn dort werden keine Naturwälder abgeholzt, sondern vor der Abholzung geschont.

1 Milliarde Euro im Nachhaltigkeitsbereich und 20 Jahre Erfahrung können nicht lügen

Donnerstag, 08. Dezember 2011

 

 

Video: Einer der größten und am längsten existierenden Nachhaltigkeits Fonds ist der Pioneer Global Ecology. Pioneer selbst ist bereits seit den 1920er Jahren als Anbieter von Investmentfonds tätig und gehört damit global zu den erfahrensten Anbietern. Selbst die ersten Pioneerfonds kannten schon Ausschlusskriterien und investierten nicht überall.

 

Mit 1 Milliarde Volumen ist der Pioneer Global Ecology für einen nachhaltigen Fonds sehr groß. Beim Nachhaltigkeits-Research nutzt Pioneer die etablierten Größen MSCI und Oekom.

 

Im Interview erklärt Herr Norbert Welp, Generalbevollmächtigter von Pioneer, dass die Aussage „Nachhaltigkeit kostet Rendite“ eine Mär ist. Wie bei allen solchen Aussagen reicht es manchmal, dass einen solche Aussage gemacht wird und sich dann hartnäckig hält. Pioneer als Anbieter von sowohl nachhaltigen als auch nicht nachhaltigen Wertpapieren hat den Vergleich. Eine Rendite-Unterschied ist nicht festzustellen.

 

Der Pioneer Global Ecology ist in mehreren Musterdepots von Grünes Geld vertreten:

 

Monatssparen Wachstum 500+ Ethik

Monatssparen Standard 500+ Ethik

Einmalsparen Wachstum 10000+ Ethik

Einmalsparen Standard 10000+ Ethik

 

 

 

 

 

Tschüß Deutz, GEA und Gildemeister: Ethikbank setzt sie auf Negativliste

Montag, 05. Dezember 2011

Was macht ethisch-ökologische Geldanlagen aus? Wie gehen nachhaltige Banken vor, wenn sie über die Vergabe von Krediten oder die Investition in grüne Investments entscheiden?

 

Meist kommt ein Mix von Strategien zusammen. Neben dem Best-in-Class-Ansatz wird meist auch noch eine Negativ-Liste verwendet, also Staaten oder Unternehmen, die nicht für die Ökofonds oder nachhaltigen Investments der Umweltbanken in Frage kommen.

 

Höchste Transparanz: Ethikbank veröffentlicht Negativ- und Positivlisten für Länder und Unternehmen

Im Gegensatz zu anderen Umwelt Banken veröffentlicht die Ethikbank diese Negativliste sowohl für die Staaten als auch für die Unternehmen. Eine wirklich hohe Transparenz – so sollte grüne Geldanlage funktionieren. Die Listen sind die Basis dafür, dass die gelisteten Staaten und Unternehmen eben kein Geld der Sparer mehr erhalten, damit geschwächt werden und langfristig zu sauberem Handeln gezwungen werden.

 

Gerade aktuell hat die Ethikbank die Listen überarbeitet und mehrere Firmen aus MDAX und DAX verbannt. Zu Ihnen gehören

 

 

Grund für alle genannten Unternehmen: die Beteiligung an Rüstungsgeschäften. Hier zeigt sich die Exportstärke der deutschen Wirtschaft, denn Deutschland ist 3. (!) größter Waffenexporteuer der Welt (Wirtschaftswoche, 26.03.2010). Es ist also bei uns weiterhin geduldet und gefördert, dass wir aus Deutschland heraus die Kriege und Auseinandersetzung auf der Erde mit unserer Technologie verschlimmern.

 

Es gibt allerdings auch positive Entwicklungen bei der Beurteilung der Ethikbank. Neu in die Positivliste der Unternehmen sind die Hamburger Hafen und Logistik AG  (HHLA) und der Maschinenbauer Krones. Beide Unternehmen haben die Umweltpolitik mittlerweile auf die Vorstandsebene gehoben. Beim Logistiker HHLA geht man sogar soweit, dass die Vergütung der Vorstände und Führungskräfte auch nach Umwelt- und Klimaschutzzielen gezahlt wird. Vorbildlich!

 

Allerdings wird bei dieser Form des nachhaltigen Investments eines deutlich: es wird immer darum gehen, ist der eine Großkonzern nachhaltig oder nicht. Die Graustufen sind vielfältig und die Entscheidungen häufig schwierig. Viele Anleger gehen deshalb auf Nummer sicher, und investieren in ganz konkrete Projekte wie Waldprojekte, grüne Immobilien oder investieren in grüne Energie.

Weiterer wichtiger Punkt für die „neue Bank“

Freitag, 02. Dezember 2011

Die nachhaltige Triodos Bank stellt in Ihrem Blog-Beitrag „Wir fordern zu neuem Denken über Bankwesen auf“ 6 Thesen und Forderungen für eine „neue Bank“ auf. Hier die 6 Forderungen.

1. Die Bank konzentriert sich wieder auf ihre Kernaufgabe, für die sie durch die Gesellschaft beauftragt worden ist: Einlagen einsammeln und hiermit Kredite vergeben.

Alle weiteren Aufgaben, die viele Banken heute betreiben, speziell riskante Investments, müssen von diesem Kerngeschäft abgespalten werden. Selbst dann gilt jedoch: Keine Spekulation. Derivative Produkte sind aufzugeben, solange sie nicht unmittelbar der Finanzierung der Realwirtschaft dienen. Der Eigenhandel ist einzustellen.

2. Die Bank ist transparent. Dem Kunden und anderen Interessensgruppen ist zu jeder Zeit klar, was die Bank finanziert bzw. in was sie investiert, wie sie ihre Erträge und Rendite erwirtschaftet, welche Risiken sie hierbei eingeht und wie sie diese managt.

3. Die Bank ist mittelständisch. Dies geht einher mit einer thematischen (Bsp. Nachhaltigkeit)  bzw. geographischen Spezialisierung.

Denn Größe ist kein Selbstzweck. Deshalb sollte gelten: Umso größer eine Bank, umso mehr Eigenkapital muss sie vorweisen. Mit Größe der Bilanzsumme sollten insgesamt die Eigenkapitalanforderungen steigen.

4. Die Bank handelt nicht nur im Interesse ihrer Anteilseigner, aber auch im Interesse anderer Anspruchsgruppen, insbesondere Kunden und Mitarbeiter.

Die Bank ist sich ihres gesellschaftlichen Auftrages bewusst. Ihr Ziel ist nicht die kurzfristige Profitmaximierung, sondern die Maximierung der Nachhaltigkeit als Einklang von Mensch, Umwelt und Wirtschaft.

5. Die Bank hat klare Ausschlusskriterien, was sie aus ethisch-ökologischen Gründen nicht finanziert. Diese werden veröffentlicht und die Bank lässt sich hieran messen. Die Bank sollte in ihrer Finanzierungs- und Investitionstätigkeit auch nachhaltige Unternehmen und Projekte einschließen.

Risiken müssen minimiert und kontrolliert werden. Denn es ist die oberste Pflicht der Bank, ihre kontinuierliche Rolle als Finanzierer der Realwirtschaft nicht unnötig zu gefährden.

6. Die Bank wird von Bankern geführt, die sich ihrer wichtigen gesellschaftlichen Rolle bewusst sind und diese auch erfüllen können. Sie denken in Beziehungen, nicht in Transaktionen. Sie denken langfristig, nicht kurzfristig und machen ihre Handlungen transparent.

 

Die Punkte sind wichtig und richtig. Gerade der 1. Punkt, nämlich die Rückbesinnung auf die Kernaufgabe „Vergabe von Krediten“, ist der Dreh- und Angelpunkt. (Weshalb Einlagen einsammeln eine Kernaufgabe sein soll, ist mir dabei allerdings nicht bewusst – aber das ist möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass die Authorin von einer Bank ist und Banken nach Eigenkapital suchen).

 

Um die Wirksamkeit der aufgeführten Punkte sicherzustellen, fehlt ein entscheidender Gedanke. Die Situation ist nämlich vergleichbar mit einem Kind, das mit der Mutter vereinbart, was es im Spielzimmer alles machen darf, und was nicht. Zum Beispiel ist das Bemalen der Wände verboten. Solange die Mutter dabei ist, wird sich das Kind sicher daran erinnern, die Wände nicht zu bemalen. Aber wenn die Mutter zum Telefon geht und z.B. 1 Stunde mit einer Freundin telefoniert, dann könnte das Kind doch auf die Idee kommen, in einer schlecht einsichtigen Ecke die Wände zu bemalen. Weil die Kontrolle fehlt. Das Verhalten ist nur allzu menschlich.

 

Deshalb sollte die „neue Bank“ unbedingt auch Punkt 7 erfüllen:

 

7. Das Funktionieren des Bankwesens in der Volkswirtschaft ist elementar wichtig. Es liegt deshalb im vitalen Interesse des Staates, diesen Bereich stark zu reglementieren und stark zu kontrollieren. Es wird deshalb eine strenge Regulierung und eine strenge Kontrolle des Finanzsektors direkt durch den Staat eingeführt.

 

Denn eines ist klar: ein Kind, das gesehen hat wie schön es ist Wände zu bemalen, wird eher dazu neigen, die Wände nochmals zu bemalen. Dieses Kind braucht für eine Übergangszeit eine recht häufige Aufsicht durch die Mutter. So müssen die Banken für die nächsten Jahre ebenfalls sehr stark regulierte und kontrolliert werden – es muss wieder das Bewusstsein des „banking is boring“ entstehen. Dann werden die „Zocker-Naturen“ die Branche auch wieder meiden und es wird eine Normalisierung einkehren.

 

 

Wertbaum zu verschenken …

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Achtung: die Verlosung ist geschlossen – neue Teilnehmer können nicht mehr angenommen werden. Die glücklichen Gewinner wurden bereits informiert! Vielen Dank für die Teilnahme … Wertbäume sind natürlich weiterhin verfügbar unter: Wertbäume

 

 

Nun, es wird so langsam Weihnachten und die Frage nach Geschenken rückt immer näher in die Köpfe. Vielleicht merke ich daran, dass ich älter werde – denn früher habe ich mich frühestens am 23.12. um die Geschenke gekümmert. Übrigens hat man dann meist die gleichen Gesichter in den gleichen Geschäften getroffen. Aber da heute ohnehin jeder online bestellt, wäre das jetzt wohl auch nicht mehr so.

 

Wie auch immer, um zumindest 3 Menschen die Frage nach passenden Geschenken ein bißchen einfacher zu machen, verschenke ich einfach mal 3 „Wertbäume“ an Euch.

 

Der Wertbaum: nachhaltiges Geschenk für Weihnachten. 3 Stück werden verlost!

Ich finde den Wertbaum recht cool als Geschenkidee. Damit verschenkt man nämlich einen echten Baum, der wirklich gepflanzt und in 12 Jahren geerntet wird. Die Arbeit macht natürlich ein anderer – der Beschenkte erhält eine Urkunde mit persönlicher Widmung und muss sich um nichts kümmern. Nach 12 Jahren erhält er den Ernte-Erlös. Details finden Sie hier.

 

Damit es nicht zu einfach wird, möchte ich von Euch noch wissen, in welchem Land der Wertbaum angepflanzt wird!

 

Wie gehts:

 

1.) Schreibt einfach einen Kommentar (rechts oben auf „Comments“ klicken) zu diesem Blog und nennt dort Eure Lösung.

2.) Innerhalb einer Woche werde ich nach dem Zufallsprinzip die 3 Gewinner auswählen.

3.) Ich maile die Gewinner an sage ihnen bescheid. Ich übernehme auch die Versandkosten der Urkunde.

 

Also – Kommentar hinterlassen mit dem Land in dem der Baum gepflanzt wird und auf die Benachrichtigung warten!