Archiv für Januar 2013

Sichere Geldanlage 2013 Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Donnerstag, 31. Januar 2013

Wie wird 2013 und wie kann ich mein Geld in 2013 sicher anlegen? Natürlich nachhaltig … denn nachhaltige Unternehmen denken langfristig und entwickeln sich stetiger.

 

 

Aber wie sieht es in den einzelnen Asset-Klassen nachhaltigen Investments aus? Ich möchte einen Blick in die Glaskugel wagen und Ihnen meinen persönlichen Ausblick für 2013 geben. In jedem Teil eine andere Anlageklasse:

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Auch in 2012 haben die Geldwerte, speziell der Euro, Vertrauen verloren. Besonders bis Mitte des Jahres 2012 musste man um den Euro fürchten, nicht wenige gingen von einem baldigen Ende aus. Bis am 20. August der Präsident der Europäische-Zentralbank (EZB) , Draghi, die magischen Worte sprach und sagte, dass die EZB alles zum Erhalt des Euro tun würde. Und man solle ihm glauben, dass dies reichen werde.

 

Damit war das Vertrauen in den Euro kurzfristig wieder hergestellt und die Finanzmärkte waren beruhigt. Natürlich sind die Mittel der EZB in Deutschland äußert unbeliebt: die EBZ druckt Geld, eine äußerste Maßnahme die man in der Bundesrepulik und innerhalb der Bundesbank nie zugelassen hätte.

 

Waldbild eines naturbelassenen Waldes

Wie kann Geld schöner, sicherer und stabiler angelegt werden als in Wälder und Holz?

 

Mittel- und langfristig führt die Überflutung der Märkte mit Geld nämlich zu einem Anstieg der Geldmenge und in der Folge zu einem weiter schwindenden Vertrauen der Bevölkerung in die Papierwährung. Entsprechend wichtig bleibt der Kapitalschutz durch die Investition in Sachwerte.

 

Dabei wird der nachhaltige Anleger natürlich behutsam vorgehen. Gold wird er meiden, denn der Abbau von Gold ist eine große Umweltsünde und er erfolgt nahezu immer unter ausbeuterischen Bedingungen für die Arbeiter in den Minen. Und das alles nur, wegen einem an und für sich nutzlosen Metall, denn die Verwendung von Gold ist primär für Schmuck oder als Geldanlage. Aber auch der Kapitalanleger ist Gold zunehmend mit Vorsicht zu genießen, denn nach einem steilen Anstieg in den vorherigen Jahren ist der Goldpreis 2012 nahezu konstant geblieben. Die Aussichten für 2013 sind ungewiss: es sowohl ein Rückgang als auch ein starker Preisanstieg denkbar.

 

Das nachhaltige Rohstoff-Investment schlechthin ist Holz. Als nachwachsender, natürlicher Rohstoff ist seine Verwendung positiv zu sehen. Seine Struktur, Wärme und Festigkeit machen ihn für den Menschen in vielen Bereichen attraktiv. Interessante Angebote gibt es dabei sowohl im Bereich der Holznutzung im  Energiesektor (z.B. das Energieholz, 10 Jahre Laufzeit) als auch im Bereich der Holznutzung, z.B. für den Baumsparvertrag ab 33 Euro Monatlich oder 360 € für ein Jahr.

 

Und last-but-not-least die klassischen grünen Investments: Windkraft (z.B. Cleantech Wind 10 oder Leonidas XI), Fotovoltaik oder Wasserkraft-Projekte. Alles sind Sachinvestments, die den Strom auch nach einer etwaigen Abwertung des Euro oder gar eines Zusammenbruchs der Währung kontinuierlich weiter produzieren. Dieser Strom wird immer verkauft werden können, d.h. diese Sachinvestments behalten immer einen Wert. Und natürlich sind Sie nicht nur in Bezug auf die Sicherheit interessant, sondern bieten auch interessante Rendite-Chancen im Bereich 5 bis 8 Prozent pro Jahr.

 

Ich hoffe meine kleine Serie über die Einschätzung der wichtigsten Kapitalmärkte in 2013 hat Ihnen etwas gebracht. Für alle, die mehr wissen möchten, treten Sie in Kontakt mit uns. Oder melden Sie sich zu unserem monatlichen Newsletter an und erhalten Sie aktuelle Tipps, informieren Sie sich über Termine oder erhalten Sie exklusive Vergünstigungen.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wir gratulieren Goldman Sachs und Shell!

Montag, 28. Januar 2013

And the Oscar goes to… Naja, der Oscar, oder eine andere rühmliche Auszeichnung ist es nicht gerade. Wir reden hier vom „Public Eye Award“ der am vergangenen Donnerstag anlässlich des Managergipfels in Davos verliehen wurde. Bei dieser Auszeichnung handelt es sich – ähnlich wie bei der „Goldenen Himbeere“ als Pendant zum begehrten Oscar – um einen Schmähpreis. Genauer gesagt um eine Negativauszeichnung für unverantwortliches Konzernverhalten, welche von Greenpeace Schweiz und der Erklärung von Bern verliehen wird! Und es wurden zwei wirklich würdige Preisträger ausgewählt.

 

Der „Public Eye Award“ wird seit 2000 anlässlich des Managergipfels in Davos verliehen.

 

Goldman Sachs und die griechische Finanzkrise

 

Der Jury-Preis geht in diesem Jahr an die US-Bank Goldman Sachs. Die Jury würdigt mit dieser Wahl einen herausragenden Fall von Profitgier. „Die Derivate-Deals von Goldman, die Griechenland in die Eurozone schummelten, verpfändeten die Zukunft der Griechinnen und Griechen. Zudem sind die Manager von Goldman Sachs Meister der Drehtür – durch den Wechsel in politische und öffentliche Ämter sichern sie der Bank die Geschäfte von morgen!“, so die Begründung von Andreas Missbach (Finanzexperte der Erklärung von Bern) für die Entscheidungsfindung der Jury.

Goldman Sachs ist nicht nur bekannt für besonders fragwürdige, unmoralische Finanzgeschäfte in den letzten Jahren der Finanzkrise, sondern auch für unzählige Verflechtungen ehemaliger Topmanager in Politik und Wirtschaft. Diese besetzen dort Spitzenpositionen und fällen auffällig oft Entscheidungen, die Goldman Sachs zugutekommen, oder zumindest nicht schaden.

Der Jury-Vorsitzende der Public Eye Awards, Michael Baumgartner ergänzt noch, dass die Bank zudem  einer der wichtigsten globalen Player im Rohstoff-Handel ist. Die US-Bank hat diese Märkte als neue Geldquelle erschlossen und destabilisiert die Rohstoffpreise. Sollten die Spekulationen erneut wie schon 2008 die Preise für Nahrungsmittel in rekordverdächtige Höhen treiben, werden Millionen Menschen in Hunger und Elend gestürzt.

 

Goldman Sachs und Shell erhalten den "Public Eye Award 2013

Goldman Sachs und Shell erhalten den „Public Eye Award 2013

 

Shell auf der Jagd nach dem „schwarzen Gold“ in der Arktis

 

An der Wahl für den Publikumspreis haben sich per Internet knapp 42.000 Menschen beteiligt. Mit 16.446 Stimmen ging dieser Preis an Shell für seine besonders agressive und hochriskante Jagd nach fossilen Brennstoffen in einem sensiblen Ökosystem wie der Arktis. Shell setzt somit eines der letzten Naturparadiese unserer Erde aufs Spiel und gefährdet den Lebensraum von Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt.

 

Seit 2012 setzt sich Greenpeace für einen Abzug von Shell aus der Arktis ein.

Seit 2012 setzt sich Greenpeace für einen Abzug von Shell aus der Arktis ein (http://www.savethearctic.org/).

 

Shell entgegnet Kritikern, dass das Unternehmen bereits seit Jahren in arktischen Gewässern nach Öl bohrt und somit über die nötige Erfahrung und den neuesten Stand der Technik verfügt, um fossile Rohstoffe sicher fördern zu können. Fakt ist allerdings, dass die neuen Bohrstellen in einer Gegend liegen, die bislang für solche Bohrungen nicht zugängig waren, da das eisfreie Zeitfenster schlichtweg zu klein war. Durch den anhaltenden Temperaturanstieg und die damit verbundene Eisschmelze in der Arktis werden aber immer mehr Gebiete für Konzerne wie Shell in der Arktis zugänglich. Anhand der fortlaufenden Pannenserie bei Probebohrungen in der Arktis ist allerdings Skepsis angebracht, ob der Konzern tatsächlich, wie er behauptet „die Einzigartigkeit und Bedeutung der Arktis“ respektiert. Selbst das US-Innenministerium hat inzwischen massive Bedenken zu diesem Projekt geäußert und überprüft erneut die Sicherheitsvorkehrungen zu den geplanten Bohrungen. Und auch Experten sind sich sicher, dass eine Ölkatastrophe in diesen Gewässern jederzeit möglich ist und unter den, in der Arktis vorherrschenden klimatischen Bedingungen nicht einzudämmen ist. Ein Unfall mit dem Ausmaß dessen der Deepwater Horizon hätte für das gesamte ökologische System in der Arktis katastrophale Folgen. Im Hinblick darauf, dass laut Experten die zu erwartenden Ölvorräte in der Arktis nur ca. 3 Jahre ausreichen, ist es umso unverständlicher, dass Shell hier ein derart großes Risiko in Kauf nimmt.

 

 

 

Die Verleihung des „Plublic Eye Awards“ findet bewusst als Gegengewicht zum World Economic Forum in Davos statt. Die Teilnehmer dieses Treffens sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Entscheidungen, die hinter verschlossenen Türen und im kleinen Kreis über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden, durchaus sehr kritisch hinterfragt und beäugt werden. In diesem Sinne sollten wir alle weiterhin kritisch bleiben!

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Sichere Geldanlage 2013 – Teil 4: Immobilien- und Immobilienfonds

Montag, 28. Januar 2013

Wie wird 2013 und wie kann ich mein Geld in 2013 sicher anlegen? Natürlich nachhaltig … denn nachhaltige Unternehmen denken langfristig und entwickeln sich stetiger.

 

 

Aber wie sieht es in den einzelnen Asset-Klassen nachhaltigen Investments aus? Ich möchte einen Blick in die Glaskugel wagen und Ihnen meinen persönlichen Ausblick für 2013 geben. In jedem Teil eine andere Anlageklasse:

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Haus von Bil Gates in Washington

Öko-Haus der Superlative: angeblich 147 Mio. US$ kostete das Haus von Microsoftgründer Bill Gates

 

Immobilien und Immobilienfonds

 

Auch wenn die wenigsten, wie Bill Gates, 147 Mio US$ in eine Immobilie investieren werden, stellen sie sich doch die eine Frage: Immobilen-Blase oder keine Immobilien-Blase? Denn Immobilien sind in Deutschland seit einigen Jahren im Trend. Die Zinsen sind historisch niedrig (selbst 15jährige Darlehen sind unter 3,0% zu bekommen) und die Furcht vor einem Bruch des Euro-Raumes lässt viele an vermeintlich sichere Immobilien denken. 

 

Doch wie sieht es wirklich aus – sind die teilweise stark gestiegenen Preise für Wohnungen und Häuser bereits die Vorboten einer Blase wie in den USA oder Spanien im letzten Jahrzehnt?  Zu einer Immobilienblase braucht es einige Voraussetzungen:

 

1.) Kaufpreise steigen stärker als die Mieten

 

Das ist ein typischer Indikator für Immobilienblasen, denn eigentlich sollten die Kaufpreise und die Mieten in etwa im Gleichschritt steigen. Auf breite Basis ist das in Deutschland allerdings nicht zu beobachten. Nur in einigen Vierteln Münchens, Hamburgs oder Berlin ist das bisher der Fall. Hier gab es bei Mietpreissteigerungen von 5% teilweise Kaufpreissteigerungen von 20%. Im restlichen Bundesgebiet ist an der Stelle also Entwarnung angesagt.

 

2.) Sehr günstige Hypothekenkredite

 

Obwohl sich die Wirtschaft in Deutschland stabil entwickelt, kann man sich derzeit Geld für historisch niedrige Zinsen leihen. Das ist den schwächelnden Euro-Krisenländern geschuldet, die eine höhere Zinslast nicht mehr tragen könnten. Niedrige Zinsen führen in der Theorie dazu, dass sich mehr Menschen die Kredite für eine Immobilie leisten können und entsprechend mehr gebaut wird. Allerdings gehen die Deutschen sehr vernünftig mit den niedrigen Zinsen um und versuchen derzeit vor allem, die Kredite möglichst schnell zurück zu führen. Das ist auch sinnvoll, denn wer sich die Hypothekenkredite nur aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen leisten kann, geht ein hohes Risiko ein – bei der Anschlussfinanzierung in 10 Jahren könnte es nämlich sein, dass er sich den nächsten Kredit nicht mehr leisten könnte.

 

3.) Ungünstiges wirtschaftliches Umfeld

 

Wenn ein Land wirtschaftsschwach ist, verliert es Vermögen und Gelder ins Ausland. Wenn Geld ins Ausland wandert, platzen Immobilienblasen und die Preise verfallen. Allerdings ist das derzeit in Deutschland nicht der Fall – Deutschland gilt weiterhin als wirtschaftlich sehr robust und zieht Gelder aus dem Ausland an. Teilweise führt das zu so hohen Kaufpreisen, dass die Miete kaum noch die notwendigen 5% Rendite bringt. Nach Abzug von Nebenkosten, Instandhaltung und Teuerung die Untergrenze eines rentablen Immobilien-Investments. Aber für so manchen gilt eben, dass die Immobilie nur als sicherer Anker für den Vermögenserhalt dienen soll.

 

Was soll der Privatanleger also in 2013 bezüglich Immobilieninvestments erwarten?

 

In Deutschland sind bisher nur leichte Anzeichen einer Blase zu sehen. Ein Investment in eine selbst genutzte Immobilie macht entsprechend Sinn. Als Geldanlage sind deutsche Immobilien nur noch bedingt geeignet. Bessere Chancen sehe ich im europäischen Ausland. Bevorzugt im Euro-Raum, damit Währungsrisiken außen vor bleiben. Natürlich in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit bonitätsstarken Mietern. Ein Green-Building, das nach höchsten ökologischen und sozialen Standards erstellt wurde und damit Natur wie Mensch dient, ist das z.B. das Angebot Holland 72. Günstiges Umfeld und Ökologie verbinden sich hier ideal. Das besondere: die Laufzeit ist nur 6 Jahre.

 

 Fuer-mich-interessante-Green-Buildings

 

 

 

Nächster Teil:    Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die Jahressieger 2012 stehen fest – So entwickelten sich die Grünes Geld Musterdepots

Freitag, 25. Januar 2013

Das Jahr 2012 ist für die Anleger der Grünes Geld Musterdepots insgesamt positiv verlaufen. 18 der Musterportfolios legten sogar zweistellig zu, 12 verzeichneten Zuwächse im einstelligen Bereich.

 

Lediglich die beiden Musterportfolios Sonne lagen mit max. -2,57% moderat im Minus.

 

Spitzenreiter im vergangenen Jahr war die Anlage im Musterportfolio Holz Einmalsparen. Mit einer Jahresrendite von 25,6% Wertentwicklung erzielten Anleger mit diesem Themeninvestment einen satten Zuwachs.

 

Investiert wird in Unternehmen welche, die Finanzierung, Bepflanzung und Verwaltung von Wäldern und Waldflächen als Geschäftszweck haben, sowie in Hersteller von Produkten und Dienstleistungen entlang der forstwirtschaftlichen Wertschöpfungskette.

 

 

 Wertentwicklung Tabelle 2012

 

 

Platz 2 in der Rangliste der erfolgreichsten Grünes Geld Musterportfolios belegt Wasser Einmalsparen 5000+ Ethik mit 18,74% Rendite.

 

Das Portfolio beeinhaltet 100% Aktien. Die Gelder fließen in Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Wasseraufbereitung und –recycling und Wasserinfrastruktur anbieten. Weiter beeinhaltet sind Firmen die zum Erhalt der Qualität natürlicher Wasserspeichersysteme beitragen, z. B. durch die Vermeidung bzw. Verringerung von Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer. Auch der Bereich effiziente Wassernutzung ist ein Investitionsfeld.
Die Unternehmen, in die investiert wird, müssen zudem strenge Kriterien für ökologische,
soziale und makroökonomische Nachhaltigkeit erfüllen.

 

Interessant ist hierbei, dass die Themenportfolios Wasser ohne zusätzliche Anwendung von Ethikkriterien 2% weniger gut abgeschnitten haben. Somit ist wieder einmal belegt, dass ethische Investition nicht zu Renditeeinbußen führt.

 

Eine weitere Anzahl unserer Investoren freuten sich über die Zuwächse im Grünes Geld Themenportfolio Einmalsparen Klima 2000+ Ethik. Dieses lag mit 16,02% im Plus. Der Klimawandel war auch 2012 beherrschendes Thema und so konnten Unternehmen die im Bereich Klimaschutz tätig sind davon profitieren.Die Fonds im Musterportfolio investieren in Unternehmen, die sich mit den immer größer werdenden Auswirkungen der globalen Erderwärmung auseinandersetzen. Schwerpunktmäßig gehören dazu regenerative Energien, der Wassersektor, die Baubranche, Versicherer, Versorger sowie der Anlagenbau. Die Unternehmensauswahl erfolgt in drei Schritten. Zuerst werden Branchen mit
signifikantem Nachfragepotential identifiziert. Im zweiten Schritt geht es um die Qualität der Unternehmen: Zum Beispiel eine gesunde Bilanzstruktur, eine überdurchschnittliche Gewinndynamik oder eine überzeugende Unternehmensstrategie. Eine Nachhaltigkeitsprüfung schließt den Auswahlprozess ab.

 

Das Gros unserer Anleger ist sehr ausgewogen investiert im Musterdepot Einmalsparen Sicherheit 10.000+ Ethik und Einmalsparen Standard 10.000+ Ethik.
Statt magerer Sparbuchzinsen bekamen die sicherheitsorientierten Geldanleger Renditen von 8,63%, den etwas moderaten Risikofreudigen flossen 11,15% Wertentwicklung zu. Chancenorientierten Mandanten brachte das Wachstumsdepot bei einer Aktienquote von maximal 80% einen Zuwachs von 12,05%.

 

Bei den Anlagen handelt es sich um breit aufgestellte Renten- und Aktienfonds die sich zur Basisanlage eignen. Grundsätzlich wird hier weltweit nach interessanten Unternehmen und Staaten Ausschau gehalten, die durch positive soziale, ökologische und ethische Nachhaltigkeitsarbeit glänzen. Die Anwendung von Ausschlusskriterien, wie Rüstung, Waffen, Prostitution und ausbeuterischer Kinderarbeit versteht sich bei den Grünes Geld Musterportfolios + Ethik von selbst.

 

 

Wertentwicklung 2012 Musterportfolios

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und, weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Sichere Geldanlage 2013 – Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Freitag, 25. Januar 2013

Wie wird 2013 und wie kann ich mein Geld in 2013 sicher anlegen? Natürlich nachhaltig … denn nachhaltige Unternehmen denken langfristig und entwickeln sich stetiger.

 

 

Aber wie sieht es in den einzelnen Asset-Klassen nachhaltigen Investments aus? Ich möchte einen Blick in die Glaskugel wagen und Ihnen meinen persönlichen Ausblick für 2013 geben. In jedem Teil eine andere Anlageklasse:

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Lebens- und Rentenversicherungen 

 

Während Lebens- und Rentenversicherungen für die Deutschen wegen hoher Zinsen und komplett steuerfreier Ausschüttungen eine klare Sache waren, sind sie aktuell oftmals wegen hoher Kosten in der Kritik. Trotzdem bleibt eine steuerliche Bevorzugung und auch die langfristige Zinsgarantie (nur bei kapitalgebundenen Verträgen) über Jahrzehnte hinweg ist ein Alleinstellungsmerkmal. Insgesamt gibt es in Deutschland weiterhin über 90 Millionen Policen, so dass statistisch auf jeden Einwohner mehr als 1 Lebens- / Rentenversicherung kommt.

 

 

Seit 21.12.2012 gilt dabei, dass Lebens- und Rentenversicherungen keine Unterschiede in den Tarifen für Mann und Frau mehr machen dürfen. Das Zeitalter der sogenannte Unisex-Tarife ist angebrochen – Frau und Männer erhalten exakt den gleichen Vertrag. Das wirkt sich z.B. auf die garantierte monatliche Rente aus, die zuvor bei Männern aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung höher war als bei Frauen.

 

 

Man unterscheidet zwischen fondsgebundenen- und klassischen Lebens- und Rentenversicherungen. Bei den fondsgebundenen Policen wird das Geld in Fonds investiert, so dass hierfür die Aussagen aus Teil 1 – Aktien und Aktienfonds und Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds gelten. 

 

 

Bei den klassischen Lebens- und Rentenversicherungen wird das Geld der Anleger im sogenannten Deckungsstock (nach Abzug der Kosten) angelegt. Darauf garantieren die Gesellschaften eine Verzinsung (aktuell 1,75%), erzielen aber in aller Regel eine spürbar höhere Rendite.

 

 

Hier eine Auswertung von Assekurata bezüglich der in 2012 tatsächlich erzielten Renditen im Deckungsstock:

 

Unternehmen

 

2013    

Garantiezins

1,75 %

2012

Garantiezins

1,75 %   

2011

Garantiezins

2,25 %

Quelle

2013

AachenMünchener Lebensversicherung AG  3,75 % 4,20 %  4,20 % PM des Unternehmens

Allianz Lebensversicherungs-AG

3,60 %  4,00 %  4,10 % PM des Unternehmens

ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.

 3,35 %  3,85 %  4,10 % PM des Unternehmens
ARAG Lebensversicherungs-AG 3,50 %
3,50 % 
4,00 % PM des Unternehmens
Asstel Lebensversicherung AG 3,50 %  3,80 %  4,00 % Assekurata Überschussstudie 2013
Axa Lebensversicherung AG 3,65 % 3,80 % 4,00 %  PM des Unternehmens
Barmenia Lebensversicherung a.G.  3,75 %  4,00 %  4,00 % Assekurata Überschussstudie 2013

Basler Lebensversicherungs AG (Ehemals

Deutscher Ring

Lebensversicherungs-AG)

 3,50 % 4,00 %  4,30 % Assekurata Überschussstudie 2013
Bayern-Versicherung Lebensversicherung Aktiengesellschaft 3,10 %  3,50 %  3,80 % Assekurata Überschussstudie 2013
Concordia Lebensversicherungs AG 3,60 %  4,00 %  4,20 % Assekurata Überschussstudie 2013
Condor Lebensversicherungs-AG  3,50 %  3,85 %
 4,10 % Assekurata Überschussstudie 2013
Continentale Lebensversicherung AG 3,85 %  4,15 %  4,30 % Assekurata Überschussstudie 2013
Cosmos Lebensversicherungs-AG 3,85 %  4,05 %  4,25 % PM des Unternehmens
Debeka Lebensversicherungsverein auf Gegenseitigkeit 3,70 %  4,10 %  4,30 % Assekurata Überschussstudie 2013
Deutsche Ärzteversicherung AG 3,85 % 4,05 %  4,00 % Assekurata Überschussstudie 2013
Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG 3,65 % 3,80 %  4,00 % PM des Unternehmens
DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft 4,00 %  4,10 %  4,10 % PM des Unternehmens
DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G. 4,00 %  4,10 % 4,40 %  PM des Unternehmens
DIREKTE LEBEN Versicherung AG    4,00 % 4,30 %   
ERGO Direkt Lebensversicherung AG 3,60 % 4,00 % 4,10 % Assekurata Überschussstudie 2013
ERGO Lebensversicherung AG 3,20 % 3,80 % 4,00 % PM des Unternehmens
EUROPA Lebensversicherung AG 4,00 %  4,35 % 4,50 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Familienfürsorge Lebensversicherung AG im Raum der Kirchen 3,25 %  4,00 % 4,10 %  Assekurata Überschussstudie 2013
GENERALI Lebensversicherung AG 3,50 %  3,60 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Gothaer Lebensversicherung AG 3,50 %  3,80 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013

Hannoversche Lebensversicherung AG

3,55 %  3,75 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
HanseMerkur Lebensversicherung AG 3,65 %
 4,00 % 4,25 %  PM des Unternehmens

HDI Lebensversicherung AG

3,25 %  3,50 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Heidelberger Lebensversicherung AG 4,00 %  4,00 % 4,00 %  PM des Unternehmens
Helvetia Schweizerische Lebensversicherungs-AG 3,60 %
3,80 %  4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
HUK-COBURG-Lebensversicherung AG  3,75 %
 4,00 % 4,25 %  Assekurata Überschussstudie 2013
IDEAL Lebensversicherung a.G.  4,00 %  4,00 %  4,00 % PM des Unternehmens
IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe  3,60 %  4,00 % 4,10 %  Assekurata Überschussstudie 2013
INTER Lebensversicherung AG 3,60 %  3,75 % 3,75 %  Assekurata Überschussstudie 2013
InterRisk Lebensversicherungs-AG 4,05 % 4.40 % 4,40 % Assekurata Überschussstudie 2013
Itzehoer Lebensversicherungs-AG

 

 4,00 % 4,10 %   
Karlsruher Lebensversicherung AG  3,75 %  4,00 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Lebensversicherung von 1871 a.G. München

 3,20 %

 3,50 % 3,85 %  Assekurata Überschussstudie 2013

LVM Lebensversicherungs-AG

3,75 %  4,00 % 4,25 %  Assekurata Überschusssstudie 2013
Mecklenburgische Lebensversicherung AG  3,80 %  4,00 % 4,25 %  Assekurata Überschusssstudie 2013
MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung a.G.        
mylife Lebensversicherung AG (ehemals Ageas) 4,05 % 4,25 % 4,50 % Assekurata Überschussstudie 2013
Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG  3,80 %  3,80 % 4,10 %  PM des Unternehmens
neue leben Lebensversicherung AG 3,75 %
 4,20 % 4,40 %  Assekurata Überschussstudie 2013
NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG 4,00 % 
 4,00 % 4,00 %  Assekurata Überschusssstudie 2013
NÜRNBERGER Lebensversicherung AG 4,00 %  4,00 %  4,00 % Assekurata Überschussstudie 2013

oeco capital  lebensversicherung AG

3,10 %  3,50 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013

Öffentliche Lebensversicherung

Berlin Brandenburg AG

3,10 %

 3,30 % 3,40 %  Assekurata Überschusssstudie 2013
Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig 3,50 %  3,80 % 4,00 %  Assekurata Überschusssstudie 2013
Öffentliche Versicherungen Oldenburg 3,25 % 3,80 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013

ÖSA – Öffentliche Lebensversicherung

Sachsen-Anhalt

3,60 % 4,00 % 4,15 %  Assekurata Überschusssstudie 2013
PB Lebensversicherung AG

3,80 %

 4,20 % 4,20 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Provinzial NordWest Lebensversicherung Aktiengesellschaft 3,50 %  3,80 % 4.00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG 3,30 % 3,50 % 3,75 %
Assekurata Überschussstudie 2013
R+V Lebensversicherung a. G.  4,00 %
 4,00 % 4,30 %  Assekurata Überschussstudie 2013
R+V Lebensversicherung AG  3,85 % 3,85 % 4,10 %  Assekurata Überschussstudie 2013
RheinLand Lebensversicherung Aktiengesellschaft        
SAARLAND Lebensversicherung AG

3,10 %

 3,60 % 3,80 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG  3,05 % 3,40 % 4,00 %  Assekurata Überschussstudie 2013
Stuttgarter Lebensversicherung a.G. 4,00 %  4,20 % 4,40 %  PM des Unternehmens

Süddeutsche Lebensversicherung a.G.

3,40 %  3,90 % 4,10 %  Assekurata Überschussstudie 2013

SV SparkassenVersicherung

Lebensversicherung AG

 3,05 %
3,55 % 3,75 %  Assekurata Überschussstudie 2013

Swiss Life AG,

Niederlassung für Deutschland

3,30 % 3,50 % 3,80 %  Assekurata Überschussstudie 2013
TARGO Lebensversicherung AG 4,30 % 4,60 % 4,80 % Assekurata Überschussstudie 2013
Uelzener Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft        
uniVersa Lebensversicherung a.G. 3,50 % 
3,50 % 3,50 %  Assekurata Überschussstudie 2013

VGH Provinzial Lebensversicherung Hannover

3,50 %  4,00 % 4,10 %  Assekurata Überschussstudie 2013
VHV Lebensversicherung AG 3,75 %  4,00 % 4,10 %  Assekurata Überschussstudie 2013
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a. G. 3,65 %  4,05 % 4,35 % PM des Unternehmens
VPV Lebensversicherungs-AG        
WGV-Lebensversicherung AG 3,70 % 4,00 %  4,10 %  Assekurata-Überschussstudie 2013
Württembergische Lebensversicherung AG 3,25 %  3,50 % 3,50 % PM des Unternehmens
WWK Lebensversicherung a.G.     3,80 %
 
Zurich Lebensversicherung AG 3,00 % 3,35 % 3,70 % Assekurata Überschussstudie 2013
(Quelle: Assekurata

 

Der Trend ist klar: die Gesellschaften können das Zinsniveau im Moment nicht halten; die Verzinsung des Deckungsstocks fällt. Der Grund ist klar: die Gesellschaften müssen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen das meiste Geld in Staatsanleihen anlegen. Die Zinsen stabiler Staaten wie z.B. der Bundesrepublik Deutschland sind aber auf niedrigstem Niveau angelangt – entsprechend werden auch die Versicherungen nur immer niedrigere Zinsen erzielen können. Sicherlich profitieren sie noch von Altbeständen an Staatsanleihen die vor vielen Jahren ausgegeben wurden und noch höherer Zinsen bringen. Doch je länger das niedrige Zinsniveau anhält, um so mehr werden die Renditen absinken.

 

Da bei den Zinsen in 2013 keine wesentliche Änderung erwartet wird, werden die Lebens- und Rentenversicherungen auch 2013 eher niedrigere Verzinsungen erreichen. Das ist allerdings ein schleichender Prozess, d.h. ich rechne nicht mit erdrutschartig niedriger werdenden Zinsen.

 

Nächster Teil:    Teil 4 – Immobilien- und Immobilienfonds

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2013 – Teil 2 Anleihen und Anleihenfonds

Donnerstag, 24. Januar 2013

Wie wird 2013 und wie kann ich mein Geld in 2013 sicher anlegen? Natürlich nachhaltig … denn nachhaltige Unternehmen denken langfristig und entwickeln sich stetiger.

 

 

Aber wie sieht es in den einzelnen Asset-Klassen nachhaltigen Investments aus? Ich möchte einen Blick in die Glaskugel wagen und Ihnen meinen persönlichen Ausblick für 2013 geben. In jedem Teil eine andere Anlageklasse:

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Allgäuer Berg: Das Rubihorn (links das Nebelhorn)

Anleihefonds: Werden auch 2013 wieder Stabilität ins Depot bringen   —  (Bildquelle:  allgaeu-erleben.com)

 

Wie in unserer Prognose für 2012 bereits vor einem Jahr vorausgesagt, wurde das vergangene Jahr ein gutes Jahr für nachhaltige Anleihen. Nachhaltige Anleihefonds wie der ESPA Vinis Bond (Info’s hier) konnten um 10,58% zulegen, andere wie der Swisscanto Green Invest Income (Info’s hier) haben ein Plus von 5,75% erzielt. Im Vergleich zu den Bankzinsen in 2012 von in der Regel unter 1% sicher eine ordentliche Entwicklung.

 

Auch in 2013 gilt, dass als sicher geltende Staatsanleihen die Inflation nicht ausgleichen werden. 10jährige Anleihen der Bundesrepublik rentieren bei 1,4% – der Kaufkraftverlust beträgt 1,9%. Damit verliert das Geld jährlich 0,5% an Wert. Ziemlich sicher bleiben Italien und Spanien stabile Staaten, trotzdem bieten sie rund 3 Prozentpunkte mehr Rendite als deutsche Staatsanleihen. Aber Achtung: Länder wie Spanien oder Italien gelten nach keiner Bewertung als nachhaltig. Ihr Umgang mit Umweltverschmutzung, Korruption und Nachhaltigkeit ist verschroben. Nicht zu letzt deshalb sind sie ja in die Krise geraten. Für nachhaltige Anleger bedeutet das: Auch in 2013 sind nachhaltige Staatsanleihen nicht in die erste Wahl.

 

Bleiben im Anleihebereich noch die Unternehmensanleihen. Hier wird der nachhaltige Anleger fündig, denn es gibt weiterhin ethisch-ökologisch wirtschaftende Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten und ordentlichen Zinszahlungen. Aber auch hier stehen höhere Zinsen höheren Risiken gegenüber. Um vor üblen Überraschungen geschützt zu sein, sollten Anleger deshalb auf ethisch-ökologische Rentenfonds setzen. Dort wird das Geld auf die Schultern mehrerer Dutzend Schuldnern verteilt. Wenn einer schwächelt, merkt das der Fonds so gut wie nicht.

 

Nachhaltige Musterdepots mit hohem Rentenanteil können Sie unseren Musterdepots Sicherheit 500+, Sicherheit 2000+ oder Sicherheit 10000+ finden. 

 

Nächster Teil:    Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die Deutsche Bank und die Frage nach der Moral

Mittwoch, 23. Januar 2013

Am 19.03.2012 kündigte die Deutsche Bank an, sich vorläufig nicht mehr an Spekulationsgeschäften in Agrarrohstoffen zu beteiligen. Diese Absichtserklärung hat keine 12 Monate gehalten. Der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Finanzunternehmen, Jürgen Fitschen, verkündete dies am vergangenen Samstag am Rande der Grünen Woche in Berlin. Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bank sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich“.

 

Aussicht auf Profit sticht die moralische Bedenken aus

 

Sicher gibt es auch andere Faktoren, die sich auf den kontinuierlichen Preisanstieg für Grundnahrungsmittel auswirken. Der seit Jahren sehr hohe, und inzwischen auch in Schwellenländern immer größere Hunger nach Fleisch und der damit verbundene Bedarf an immer größeren Anbauflächen für Futtermittel ist ein Grund. Die große Nachfrage nach Biosprit zum Beispiel ein anderer. Es gibt viele Ursachen, die zu Preissteigerungen führen können. Gemäß einer Studie des Volkswirtschaftsprofessors Hans Heinrich Bass ist der, durch Termingeschäfte entstehende Nachfragedruck für etwa 15 % des Preisniveaus von Grundnahrungsmitteln zuständig. Die Deutsche Bank sagt nun, dass es „kaum“ eindeutige Beweise für einen Zusammenhang zwischen steigenden Preisen und Nahrungsmittelspekulationen gibt, und überträgt somit die Verantwortung für den Nachweis an ihre Kritiker. Das bedeutet aber doch offensichtlich auch, dass es durchaus Argumente gegen Nahrungsmittelspekulationen gibt, die selbst die Arbeitsgruppe der Deutschen Bank nicht abstreiten kann – sie kehrt sie aber dezent unter den Tisch. Schließlich ist es die Aufgabe der Bank, sich dieses Wachstumsgeschäft nicht entgehen zu lassen und nimmt dafür offensichtlich sogar Imageschäden in Kauf. Das Unternehmen befindet sich mit dieser Einstellung offenbar in guter Gesellschaft. Nestle´ zum Beispiel – der größte Lebensmittelkonzern der Welt – setzt sich seit einiger Zeit für eine Privatisierung des Wassermarktes ein. Vor nicht allzu langer Zeit äußerte der Chef des Verwaltungsrates, Peter Brabeck, die Meinung, dass es sich bei der Wasserversorgung um kein Grundrecht handelt. Natürlich steckt auch hier das Interesse und die Notwendigkeit eines Weltkonzernes dahinter, Geld zu verdienen. Aber darf sich dieses Interesse der Wirtschaft über jede Moralvorstellung hinwegsetzen, während laut der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO 870 Millionen Menschen weltweit hungern?

 

 

Agrarrohstoffe Collage_kl

Weizen, Soja und Mais – Spekulationsgeschäfte verteuern die Weltmarktpreise

 

 

Den Fluss des Kapitals lenken

 

Wenn die Deutsche Bank nun zu dem Ergebnis kommt, dass es „kaum“ Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Spekulationsgeschäften mit Agrarrohstoffen und steigenden Preisen gibt, dann gibt sie doch gleichzeitig zu, dass es sehr wohl Hinweise dafür gibt, die sie aber im Hinblick auf die zu erwartenden Gewinne ignoriert. Hier ist keine freiwillige Regulierung des Marktes zu erwarten. Solange mit Geschäften wie Wetten auf steigende Lebensmittelpreise Renditen erzielt werden können, wird es auch Banken geben, die solche Transaktionen tätigen. Und auch wenn diese nicht alleinig für den weltweiten Preisanstieg verantwortlich sind, so kann der Einfluss auf den Marktpreis nicht abgestritten werden. Wenn ein Finanzunternehmen auf steigende Preise bei Agrarrohstoffen wettet, dann wird es doch mit Sicherheit auch ein großes Interesse daran haben, dass dieser Fall auch eintritt. Schließlich erwarten die Aktionäre ein profitables Geschäft. Warum sollte eine Bank also so moralisch handeln, und sich für stabile Weltmarktpreise einsetzen? Die logische, und vor allem ethisch verantwortliche Konsequenz wäre, sich aus solch spekulativen Geschäften herauszuhalten. Das Streben nach Profit geht hier aber mal wieder zu Lasten der Ärmsten in unserer Welt. Allerdings kann jeder einzelne von uns handeln – indem wir solchen Instituten das Kapital entziehen und unser Geld ethisch-ökologischen Banken zur Verfügung stellen.

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Sichere Geldanlage 2013 – Teil 1 Aktien und Aktienfonds

Mittwoch, 23. Januar 2013

Trotz aller Krisen in Europa und einer insgesamt schwachen Weltwirtschaft war 2012 ein gutes Jahr für nachhaltige Anleger. Grüne Aktien, Anleihen oder Projekte entwickelten sich prächtig. Doch wie wird 2013 – auf was sollten nachhaltige Anleger setzen, wenn sie eine sichere und trotzdem rentable Geldanlage wünschen?

Lesen Sie in meiner kleinen Serie den Ausblick auf die 5 wichtigsten Anlageklassen grünen Investments. Bedenken Sie dabei immer die goldene Regel jeder Geldanlage: niemals alle Eier in einen Korb legen, sondern das Geld immer verteilt anlegen. Das gleicht Schwächen einzelner aus und erhöht die Sicherheit ganz wesentlich.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 1: Aktien und Aktienfonds, ethisch-ökologische Aktienfonds

 

Bei Aktien ist eine wichtige Lebensweisheit zu beachten: fast alles in der Welt läuft zyklisch. So wie auf Regen Sonne folgt, wie auf auf Streit Versöhnung folgt und folgt auf eine Wirtschaftskrise ein Aufschwung. Genauso wechseln sich auch an der Börse steigende und fallende Kurszyklen ab. Glücklicherweise ist es an den Aktienmärkten so, dass die Abschwungphasen kürzer und kleiner sind als die Aufschwungphasen – so kommen die langfristig guten Gewinne zustande.

 

Das Jahr 2012 war ein gutes Aktienjahr. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die nachhaltigen Aktienmärkte in 2012 weltweit entwickelten:

 

Chart-Darstellung Dow Jones Sustainability Indizes Europa, Asien, Amerika und Welt.

Dow Jones Sustainability Index: in allen wichtigen Märkten kräftige Gewinne in 2012 (Quelle: onvista.de)

 

2012 war also ein sehr gutes Jahr für nachhaltige Aktien und nachhaltige Aktienfonds. Da das Jahr zuvor, 2011, ein durchwachsenes Jahr mit Verlusten war, droht noch keine Kurskorrektur aus zeitlicher Sicht.

 

Das andere wesentliche Kriterium ist, ob Geld in die Aktienmärkte fließt. Wichtigstes Kriterium: steigen die allgemeinen Zinsen, fließt Geld eher ab; fallen die allgemeinen Zinsen, fließt Geld eher in die Aktienmärkte zu. Die Zinsen befinden sich aktuell auf historisch niedrigem Niveau, so dass höchstens eine Zinssteigerung in Frage käme. Allerdings sind sich derzeit nahezu alle Experten einige, dass das Zinsniveau niedrig bleiben muss, da sonst die hoch verschuldeten Länder Südeuropas oder auch die führende Wirtschaftsnation USA, zu hohe Zinszahlungen für die Staatsanleihen zahlen müssten. Man kann also sagen, dass 2013 ausreichend Geld für die Aktienmärkte zur Verfügung stehen sollte.

 

Bleibt noch die Frage, ob Aktien derzeit eher günstig oder eher teuer sind. Auch hier droht keine Gefahr, denn die Gewinne der Aktien im Verhältnis zu Ihren Aktienkursen sind weiterhin auf normalem Niveau, von einer Überhitzung kann nicht die Rede sein  (so  z.B. der größte Vermögensverwalter der Welt, Blackrock).

 

Könnte es trotz der positiven Anzeichen zu einem Kurseinbruch an den Börsen kommen? Ja, denn die Aussichten sind derzeit so eindeutig positiv, dass nahezu jeder von einem guten Aktienjahr 2013 ausgeht. Und genau das ist häufig ein Indikator für sich ändernde Vorzeichen; für fallende Märkte!

 

Trotzdem bleibt mein Fazit: 2013 wird ein gutes Aktienjahr, auch und ganz besonders für nachhaltige Aktien. Denn Nachhaltigkeit ist wichtig und sorgt für eine gesunde Entwicklung langfristig orientierter, nachhaltiger Unternehmen. Die Kursentwicklung folgt dieser Entwicklung dann zwangsläufig.

 

Innerhalb der wichtigsten Kategorien für nachhaltige Aktien sehen wir die Entwicklung wie folgt:

 

Wasserinvestments: Bleiben attraktiv und werden besser als der Weltaktienmarkt abschneiden.

Holzinvestments: Hatten mit +22,% in 2012 ein sehr gutes Jahr. Auch hier die Prognose: Überperformance gegenüber den Standard-Aktienmärkten.

Mikrofinanz: Bleibt das ruhige, kontinuierlich steigende Investment mit 2-4 Prozent Gewinn pro Jahr.

Erneuerbare Energien (Sonne-Musterdepots):  Wegen dem Niedergang der Solar-Hersteller in Europa weiterhin schwer einzuschätzen. Talsohle könnte durchschritten sein.

Klimaschutz: Enthalten neben Erneuerbare Energien Unternehmen auch Wärmeschutz oder Infrastrukturanbieter. Wohl auch in 2013 die bessere „Erneuerbare Energien“ Variante.

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Wachstums-Depots): Die Alleskönner unter den Musterdepots bieten in den Abstufungen Sicherheit, Standard und Wachstum Zuwächse in der Größenordnung wie 2012.

 

 Nächster Teil:    Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.