Archiv für Februar 2013

Die Türkei und Europa – ein interessantes Verhältnis

Mittwoch, 27. Februar 2013

Zwei Tage besuchte Frau Merkel die Türkei und beide Seiten wurden nicht müde, ihre tiefe Freundschaft und Verbundenheit zu betonen. Angela Merkels Weg führte nicht nur zu politischen Gesprächen in die Türkei. Sie legte auch eine kurze Stippvisite bei den knapp 300, nahe der syrischen Grenze stationierten Bundeswehrsoldaten ein. Diese unterstützen im Rahmen eines Nato-Auftrages die Türkei dabei, sich vor syrischen Angriffen zu schützen. Kulturelles stand mit den Höhlen von Kappadokien auf dem Programm. Sie zeigte somit, dass sie nicht nur zu den üblichen Gesprächsterminen in die Türkei kommt, sondern auch dass sie sich Zeit für das Land nimmt. Bei aller Freundlichkeit stand aber nach wie vor das Thema EU-Beitritt der Türkei im Vordergrund. Dass Angela Merkel weiterhin eine „privilegierte Partnerschaft“ einer Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union vorzieht, dürfte die Gespräche mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und dem Staatspräsidenten Gül nicht gerade vereinfacht haben. Dabei ist die  Entwicklung in der Türkei äußerst positiv, was die Beitrittswünsche verstärkt.

 

Wirtschaftsboom und wachsender Energiebedarf

 

Die Wirtschaft in der Türkei boomt und kürzlich wurde die Kreditwürdigkeit des Landes von der Ratingagentur Fitch heraufgestuft. Auch für Deutschland ist die Türkei ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor. Bereits 2011 exportierten deutsche Firmen Wirtschaftsgüter im Wert von 20 Milliarden Euro in das Land am Bosporus. Somit ist die Türkei für die Exportwirtschaft in Deutschland inzwischen bedeutender als zum Beispiel Japan. Der Hunger nach Konsum und vor allem nach deutschen Produkten wächst bei der jungen, kaufkräftigen Bevölkerung in der Türkei. Sogar deutsche Handelsketten wie Rossmann, Deichmann, Tchibo oder Saturn erobern den Markt vor Ort. Mit der steigenden Wirtschaftskraft steigt auch der Energiebedarf des Landes und somit boomt auch dieser Sektor. Ein jährliches Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 8 % in den letzten Jahren steigert die Nachfrage nach Energie mindestens im gleichen Maße. Um das Land in dieser Frage unabhängig zu machen wird der Ausbau erneuerbarer Energien in der Türkei stark gefördert. Bis 2023 soll der Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung auf 30 % steigen. Ungenutztes Potential ist ausreichend vorhanden. Im Bereich der Wasserkraft zum Beispiel schöpft die Türkei Berechnungen zufolge bislang nur 22 % der möglichen Stromerzeugung aus. Auch durch Investoren aus dem Ausland wie zum Beispiel Aquila Capital sollen die Bestrebungen im Bereich der erneuerbaren Energien in der Türkei vorangetrieben werden (das aktuelle Projekt HydropowerInvest IV von Aquila Capital wird sogar mit einer Investitionsgarantie der Bundesrepublik abgesichert).

 

Moderne, Tradition und Wirtschaftswachstum - die Türkei ist ein Vielseitiges Land.

Moderne, Tradition und Wirtschaftswachstum – die Türkei ist ein Vielseitiges Land.

 

Unter diesen Aspekten wäre es nur fair, die Türkei durch einen Beitritt in die Europäische Union auch von den daraus entstehenden, wirtschaftlichen Vorteilen profitieren zu lassen. Der Vorläufer der EU war schließlich die EWG – die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Mit Sicherheit wurden bereits Länder in die europäische Staatengemeinschaft aufgenommen, die wirtschaftlich bedeutend schlechter aufgestellt waren. Doch die Erfahrungen der jüngsten Zeit mit Griechenland und Spanien legitimieren das zögerliche Verhalten bezüglich der EU Aufnahme.

 

Kulturelle Differenzen schaffen Vorbehalte

 

Jedoch spielen nicht nur um wirtschaftliche Interessen eine Rolle,  wenn ein Land das Beitrittsverfahren der EU anstrebt. Die kulturellen Unterschiede zwischen der bestehenden Europäischen Union und der Türkei sind groß und das Land ist teilweise nicht in der Lage oder nicht gewillt überfällige Reformen einzuleiten. Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen der reichen und vom Wachstum profitierenden Bevölkerung – vorzugsweise in den Großstädten oder touristisch relevanten Gebieten – und der armen Landbevölkerung  immens. Gerade auf dem Land ist es für Mädchen noch immer so gut wie unmöglich an Bildung zu gelangen. Von knapp 6 Millionen Analphabeten in der Türkei sind rund 80% Mädchen. Auch Zwangsehen und Gewaltverbrechen innerhalb der Familie im Namen der Ehre sind nach wie vor an der Tagesordnung. Und auch die Kurdenfrage ist nicht gelöst.

 

Die Europäische Staatengemeinschaft ist schon jetzt bunt und vielfältig

 

Die Türkei scheint ein Land zu sein, welches im Zwiespalt zwischen Moderne und Fortschritt auf der einen, und Tradition und alten kulturellen Zwängen auf der anderen Seite gefangen ist. Allerdings zeichnet sich inzwischen in der türkischen Bevölkerung selbst ein Stimmungswechsel an. Wurde ein EU-Beitritt vor einigen Jahren noch von über 70 % der Türken befürwortet, so würde heute nur noch knapp die Hälfte für einen türkischen Beitritt in die Staatengemeinschaft stimmen, wenn es zu einem Referendum käme. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise im EU-Raum und der stark wachsenden Konjunktur in der Türkei ist das nicht verwunderlich. Die Türken fragen sich immer offener, ob ein Bittstellen für ein ehrliches Aufnahmeverfahren – wie es in den vergangenen Jahren der Fall war – tatsächlich noch notwendig ist. Wirtschaftlich steht die Türkei als Wachstumsland stabiler da als viele Mitgliedsstaaten der EU und rein kulturell ist die Europäische Union längst kein homogener Raum mehr, sondern sie ist bunt und vielfältig. Es scheint die Zeit gekommen zu sein, in ehrliche Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu treten.

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Die neue Pflegeversicherung – Pflege Bahr auch in grün?

Mittwoch, 27. Februar 2013

Seit Jahresanfang steht mit der Reform der Pflegeversicherung eine weitere staatlich geförderte Form der Vorsorge zur Verfügung.

 

Neben Riester- und Rürup- ist nun ein weiterer Politiker Namensgeber einer Vorsorgelösung. Eingeführt wurde der Pflege-Bahr.

Doch was ist das eigentlich?

 

Daniel Bahr von der FDP

FDP Politiker Bahr: Absicherung der Pflege eingeführt.

Hintergrund der Einführung ist, dass Deutschland aufgrund des Demographischen Wandels enormen Herausforderungen gegenübersteht. Immer mehr Menschen werden immer länger pflegebedürftig, doch die Renten reichen hierfür nicht aus. Und auch die bestehende gesetzliche Pflegepflichtversicherung kommt angesichts der Pflegewelle, die sich aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er, ankündigt an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Nach dem Barmer GEK Pflegereport 2011 werden jeder zweite Mann und zwei von drei Frauen im Laufe des Lebens pflegebedürftig.

 

 

Obgleich dieser düsteren Aussichten ist es verwunderlich, dass nur ganz wenige Menschen in Deutschland bisher Pflegeversicherungen abgeschlossen haben. Doch deshalb wurde jetzt seitens der Bundesregierung die/der oder das Pflege-Bahr eingeführt. Die Abschlussfreudigkeit hinkt jedoch den Erwartungen hinterher. So wurden bislang erst 10.000 Verträge abgeschlossen. Erwartet wurde ein Vielfaches.

 

 

 

Was sind die Merkmale der Pflege – Bahr Versicherung?

 

 

–        Pro Jahr gibt es eine Förderung von max. 60€ pro Jahr

–        Der eigene Beitrag muss mindestens 10€ pro Monat also 120€ pro Jahr betragen

–        Mindestabsicherung 600€ Pflegerente in Pflegestufe 3

–        Ohne Gesundheitsfragen

–        Kontrahierungszwang (Anbieter muss den Vertrag annehmen)

–        Keine Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge aufgrund Gesundheitsrisiken

–        Alle Pflegestufen werden abgesichert (auch Demenz)

 

 

Derzeit gibt es nur wenige  Versicherer die bereits mit einem Tarif auf dem Markt sind. Barmenia, Central, Deutscher Ring, HUK-Coburg, Münchener Verein und Signal Iduna, DKV  im Februar kam die Deutsche Familienfürsorge hinzu.

Die Unterschiede betreffen hauptsächlich den Preis und die Höhe der Rente in Pflegestufe II. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Anzahl der Produktanbieter steigen wird. Verbraucherschützer warnen bereits vorschnell Entscheidungen zu treffen. Bei dieser Warnung sollte man jedoch berücksichtigen, dass dann auch die Wartezeit von 5 Jahren erst später zu laufen beginnt. Gerade für ältere Personen kann dies wichtig sein.

 

Gibt es Pflege-Bahr auch in grün?

 

 

Bislang brilliert die deutsche Versicherungswirtschaft nicht mit Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage, so ist dies auch bei der neuen staatlich geförderten Pflegeversicherer.

Die Barmenia, unternimmt zumindest Anstrengungen in Richtung Nachhaltigkeit. Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis wurden sie 2008 mit dem Sonderpreis in der Kategorie „nachhaltigster Vertrieb Deutschlands“ ausgezeichnet. Seit 2009 wird ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Die Altersrückstellungen ausgewählter Tarife (VCN, VZN, VEN, AN) werden zu 100% in nachhaltige Kapitalanlagen investiert.

Hier ist zumindest Anstrengung bezüglich Nachhaltigkeit zu erkennen.

 

Einen Beitragsrechner finden Sie unter www.pflegeversicherungprivat.de

 

Der Kabarettist Erwin Pelzig nimmt den Pflegnotstand und die Reaktionen der Politik in einem Beitrag aufs Korn:

 

http://www.youtube.com/watch?v=7rw8MVAM9J4

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Chorus leistet Ausschüttungen

Freitag, 22. Februar 2013

Im vergangenen Jahr konnten sich Anleger der Chorus-Fonds bereits über Sonderausschüttungen freuen. Jetzt folgen die Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2012:

 

– CHORUS CleanTech Solar 2: 6,00 %

– CHORUS CleanTech Solar 3: 6,20 %

– CHORUS CleanTech Solar 4: 6,00 %

– CHORUS CleanTech Solar 5: 7,25 %

– CHORUS CleanTech Solar 6: 6,50 %

– CHORUS CleanTech Solar 7: 7,00%

– CHORUS CleanTech Solar 8: 6,50 %

 

Die genannten Ausschüttungen erfolgen somit wie geplant in Höhe der Prospektkalkulation.

 

Der CHORUS CleanTech Solar 1 hatte im Jahr 2012 extern verursachte Ertragsausfälle zu verzeichnen, welche allerdings vollständig von der Versicherung übernommen werden. Die Anlagen wurden inzwischen wieder hergestellt und die Ausschüttung an die Anlerger erfolgt nach Auszahlung der Versicherungsleistung.

 

Investieren Sie in Windkraft!

Investieren Sie in Windkraft!

 

Interessierte Anleger haben aktuell noch die Chance in den Windfonds CHORUS CleanTech Wind 10 zu investieren. Hier wird bei einer Laufzeit von nur 8 Jahren eine Rendite von durchschnittlich 8% p. a. erwartet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Video: Ökoworld – Wir machen ausschließlich nachhaltige Investmentfonds

Mittwoch, 20. Februar 2013
Ökoworld: Alleinstellungsmerkmal voll Konzentration auf Nachhaltigkeit

 

 

In diesem Video-Interview gehen wir der Frage nach, was die Kult-Marke Ökoworld dem nachhaltigen Anleger wirklich bringt. Die Konzentration auf ausschließlich nachhaltige Investmentfonds seit 1996 ist ein Qualitätsmerkmal. Doch halten die Produkte auch was Sie versprechen? Was kann der Anleger von dem neuen “Growing Markets” Angebot von Ökoworld erwarten, wo liegen die Unterschiede zu den “Emerging Markets”?

 

 

 

beispiel-fuer-oekoworld-fonds

Video: Windkraft in Frankreich – Inflationsschutz und für Deutsche hohe Netto-Rückflüsse

Dienstag, 19. Februar 2013
Interview mit Rainer Schumaier: Windkraft in Frankreich bietet finanzielle Vorteile

 

 

Wir fühlen im Interview dem Direktor Vertrieb vom Anbieter Leonidas auf den Zahn: wo liegen die Vorteile eines Frankreich Windfonds tatsächlich, was kann der Anleger vom entsprechenden Angebot Leonidas XI wirklich erwarten?

 

 

Button Alle Informationen CacaoInvest

Vor Ort: Wir sind auf der Messe Grünes Geld in München am 13. April 2013

Freitag, 15. Februar 2013

Wer uns persönlich kennen lernen möchte und im Raum München wohnt, kann dies gerne am Samstag, dem 13. April 2013, Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz, tun. Dort findet die Messe „Grünes Geld“ statt, bei der eine breite Auswahl der verschiedensten Anlagemöglichkeiten „in Grün“ gezeigt werden. Wir sind mit unserem kompletten Programm von über 300 nachhaltigen Anlagemöglichkeiten auf der Messe und führen individuelle Berechnungen gratis für Sie durch.

 

Als besonderes High-Light kann man dort auch die Diskussion der Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell (Die Grünen) und Josef Göppel (CSU) über die Frage „Ob die Energiewende fast vollendet ist oder die Atomkraft still und heimlich zurückkehrt?“ beiwohnen. Moderiert wird die Diskussion von einem intimen Kenner der Szene, von ECOreporter Chef-Redakteur Jörg Weber

 

Wir freuen uns auf Sie im schönen Künstlerhaus in München – 13. April 2013 von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

 

Die Messe Grünes Geld findet am 13.4.2013 im schönen Künstlerhaus in Münschen statt (Anfahrt durch Klick auf das Bild)

Die Messe Grünes Geld findet am 13.4.2013 im schönen Künstlerhaus in Münschen statt (Anfahrt durch Klick auf das Bild)

 

Pflege-Bahr eingeführt

Freitag, 08. Februar 2013

Vielleicht kennen Sie es aus dem Bekanntenkreis, vielleicht waren auch schon Ihre Eltern betroffen: Pflegebedürftigkeit. Sie nimmt ab dem Alter von 75 Jahren deutlich zu, und in Kombination mit dem glücklicherweise immer weiter ansteigenden Lebensalter der Menschen gibt es entsprechend auch immer mehr Pflegebedürftige.

 

Die Pflege kann aber in immer weniger Fällen von Angehörigen übernommen werden. Da auf der einen Seite die Pflegezeiten immer länger werden und auf der anderen Seite die Kinder der Pflegebedürftigen heutzutage meist berufstätig sind, müssen externe Lösungen gefunden werden. Mobile Pflegedienste oder Pflegeheime sind die Lösungen.

 

Hierfür reicht jedoch der Beitrag aus der staatlichen Pflicht-Pflegeversicherung nicht aus. Oftmals werden hiermit nicht einem die Hälfte der Kosten gedeckt. Ein Risiko, das sich bei mehrjähriger Pflegebedürftigkeit schnell mir 30.000 bis 50.000 Euro und veranschlagen lässt.

 

Hier hat der Gesetzgeber reagiert und zum 1.3.2013 den sogenannten Pflege-Bahr eingeführt. Wer in einen Vertrag zur privaten Pflegeversicherung einzahlt, kann von nun an einen Zuschuss von bis zu 50% der selbst gezahlten Beiträge erhalten.

 

Rechnen Sie doch selbst einmal aus, welche Leistungen Sie aus der geförderten Pflegeabsicherung erwarten können:

 

zum-online-rechner

5 Jahre Waldinvestment mit Kapitalgarantie und 7% Rendite

Freitag, 08. Februar 2013

Einen ganz besonderen Weg geht der deutsche Anbieter MillerForest bei seinem Angebot Energieholz. Um den Naturwald in Paraguay zu schützen, bauen die Oberschwaben vor Ort ihr Energieholz an. Damit haben die Menschen in Paraguay eine Alternative zum Abholzen des wertvollen Naturwaldes, dessen Flächen seit Jahrzehnten immer geringer werden.

 

Miller-Mitarbeiter beim Entästen in Paraguay.

Miller-Mitarbeiter beim Entästen in Paraguay.

Neu ist nun die 5-Jahres-Variante des Energieholzes. Neben dem seit Jahren bewährten Konzept Energieholz 10 Jahre (mit gut 9% p.a. Renditeprognosse) als Angebotserweiterung bietet das Energieholz 5 Jahre nun den Vorteil, dass die Anlagedauer halbiert wurde. Damit deckt die traditionelle 5-Jahres-Garantie von Miller nun den kompletten Anlagezeitraum ab. Bei Anlagesummen bis 13.500 € pro Anleger gilt jetzt, dass Miller eine Kapitalgarantie ausspricht und der Anleger jederzeit sein Geld zurückhaben kann – inklusive einer Verzinsung von 2,5%.

Achtung: Aufgrund sehr hoher Nachfrage bietet MillerForest die Kapitalgarantie nur noch für Anträge bis Eingang 14.3.13 bei Grünes Geld! 

 

Alle Informationen Energiewald 5 Jahre

 

 

 

Die Agenda21 in Aschaffenburg

Donnerstag, 07. Februar 2013

Bereits 1992 wurde die Agenda21 im Rahmen der Umwelt- und Entwicklungskonferenz UN in Rio de Janeiro von 170 Staaten unterzeichnet. Ein Auszug aus der Präambel zur Agenda21 lautet: „In der Agenda21 werden die dringlichsten Fragen von heute angesprochen, während gleichzeitig versucht wird, die Welt auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten. Die Agenda21 ist Ausdruck eines globalen Konsenses und einer politischen Verpflichtung auf höchster Ebene zur Zusammenarbeit im Bereich von Entwicklung und Umwelt.“

 

Bereits 1995 entschloss sich die Stadt Aschaffenburg zur Ausarbeitung einer lokalen Agenda21. Im Rahmen dieser wurde das Projekt „Eine-Welt-Bilanz“ für Aschaffenburg von der Stadt Aschaffenburg und dem Nord-Süd Forum erstmals 2003 aufgelegt. Wissenschaftlich begleitet wird dieses Projekt von der evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg. Dieses Projekt soll das Bewusstsein dafür wecken, dass beim lokalen Handeln globale Auswirkungen folgen. Der Kauf von Fleisch, Kaffee, eines Fußballs oder einer Rose kann im Süden der Welt schlimme folgen haben. Insgesamt gibt es seit 2003 eine positive Entwicklung. So hat das Aschaffenburger Streuobstprojekt Schlaraffenburger ebenso zugelegt, wie der Absatz von Partnerkaffee. Gleichzeitig ist aber z. B. die Anzahl der Flugreisenden aus Aschaffenburg gestiegen. Das Stichwort „Sanfter Tourismus“ ist insgesamt weniger bekannt als noch 2003.

 

Regionales und saisonales Obst und Gemüse vom Markt oder fair gehandelte Fußbälle und Rosen - unser lokaler Konsum hat auch globale Auswirkungen.

Regionales und saisonales Obst und Gemüse vom Markt oder fair gehandelte Fußbälle und Rosen – unser lokaler Konsum hat auch globale Auswirkungen.

 

Frau Rike Schweizer von der evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg betreut das Projekt. Wir haben ihr zu diesem Thema einige Fragen gestellt:

 

 

„Nachhaltigkeit“ und „Bio“ sind aktuell sehr präsente Begriffe. Auch – oder erst recht – im Bereich der Lebensmittel. Immer mehr Menschen möchten sich bewusst ernähren und auch verstärkt regional einkaufen – das ist ein klarer Trend. Trotzdem betrug 2011 der Anteil der Bio-Lebensmittel am gesamten Lebensmittelumsatz in Deutschland gerade mal 3,7 %. Und die Umsatzsteigerung in Höhe von 9 % im Vergleich zu 2010 ist zu einem großen Teil auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Was muss ihrer Meinung nach getan werden, damit das Bewusstsein für biologisch produzierte, bevorzugt regionale Lebensmittel wächst?

 

Prozentual ist der Absatz an biologisch erzeugten Produkten in den vergangenen Jahren zum Teil zweistellig gestiegen. Etwas mehr Sorgen macht dann eher, dass der ökologische Landbau in Deutschland nicht in gleichem Maße gestiegen ist. Das bedeutet also, dass Bioprodukte verstärkt aus dem Ausland importiert werden – häufig sogar außereuropäisch was dann nicht mehr unbedingt so ökologisch ist. Fest steht, dass „Bio“ nicht mehr nur noch als für „dauerstrickende Ökos“ verschrien ist. Nicht zuletzt der teilweise Einzug in Discounter, die Ausweitung von Bio-Supermärkten hat hier bereits einiges bewirkt. Dennoch haben Sie Recht, dass der Absatz noch zu gering ist. Und auch das, was in Discountern als bio verkauft wird, entspricht häufig nicht sonderlich strengen Kriterien.

 

Um den Absatz, besonders von streng zertifizierten biologischen, saisonalen und regionalen Produkten zu erhöhen, ist meiner Meinung nach – wie so oft – weiter und verstärkte Aufklärungsarbeit wichtig. Biologischer Landbau bedeutet ja nicht nur positive Effekte für Gesundheit und Bodenqualität sondern z.B. auch für das Klima. Schließlich kann man seine nahrungsbedingten Treibhausgasemissionen durch Umstellung auf biologisch, saisonal, regional und Reduktion von tierischen Produkten gut um die Hälfte und mehr reduzieren. Aufklärung hierüber sollte sowohl in den Schulen, als auch medial kontinuierlich stattfinden und aufgebauschte vereinzelte „Bio-Skandale“ aus der Prioritätenliste verbannen.

 

Biologisch, regional und nachhaltig: Schlaraffenburger Apfelsaft von regionalen Streuobstwiesen.

Biologisch, regional und nachhaltig: Schlaraffenburger Apfelsaft von regionalen Streuobstwiesen.

 

In der Eine-Welt-Bilanz wird in der Summe bis dato ein positives Fazit zur Entwicklung in puncto Nachhaltigkeit für den Raum Aschaffenburg gezogen. Ein Rückschlag ist allerdings zum Beispiel in der CO2 Bilanz zu verzeichnen. Verkehrszunahme und vermehrte Fernreisen sind dafür verantwortlich. Die Stadt Aschaffenburg ist derzeit an der Planung, die Verkehrsführung so zu gestalten, dass mehr Einwohner das Fahrrad nutzen. Wie können solche Konzepte aussehen?

 

Verkehrszunahme ist ja leider nicht nur in Aschaffenburg ein verbreitetes Phänomen.

 

Mit Projekten wie dem „Stadtradeln“ setzt die Stadt Aschaffenburg schon gewisse Zeichen. Doch um daraus Regelmäßigkeiten zu machen, müssen sicher die Radwege weiter ausgebaut werden. Der Bereich um den Bahnhof bietet Verbesserungspotenzial, auch gibt es immer noch kein durchgehendes Radwegenetz.

 

Was den Nachhaltigen Tourismus angeht könnten die lokalen Reisebüros noch einiges tun. Blickt man stichprobenartig auf einige Internetpräsenzen der Reisebüros ist da nirgendwo etwas über nachhaltigen Tourismus zu sehen. Selbst wer Fernreisen anbietet hat – z.B. über CO2-Kompensation – die Möglichkeit die Reisen etwas weniger umwelt- und klimaschädlich zu gestalten.

 

Die Verkehrssituation für Fahrradfahrer gestaltet sich nicht nur am Bahnhof in Aschaffenburg kritisch.

Die Verkehrssituation für Fahrradfahrer gestaltet sich nicht nur am Bahnhof in Aschaffenburg kritisch.

 

Die Auswirkungen von persönlichem Konsum auf die Umwelt und Menschen in anderen Ländern, meist aus der dritten Welt sind nach wie vor vielen Menschen nicht bewusst. Muss hier nicht ganz gezielt schon an der Aufklärung von Kindern gearbeitet werden?

 

Zweifelsohne. Generell müssen Themen zum bewussten Konsum in den bayrischen Lehrplan besser platziert werden. Außerschulisches Lernen, das Kennenlernen des hiesigen Weltladens, die Beschäftigung mit globaler Gerechtigkeit, etc. sind Elemente, die man in die Schulbildung kaum genug integrieren kann. Hier bietet es sich an mit Einheiten zu Produkten zu beginnen, die Kindern besonders am Herzen liegen, weil sie Teil ihres Alltags sind. Sei es die Kinderarbeit in Pakistan zur Massenproduktion von Fußbällen für den Weltmarkt, die Unmengen an Pestizide, die jedes Kind täglich an seiner Kleidung trägt, die unfairen Arbeitsbedingungen, die in der Schokoladenproduktion Alltag sind usw.

 

Das Aschaffenburger Streuobstprojekt „Schlaraffenburger“ hat sich zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt. Viele, die im Bereich der Nachhaltigkeit selbständig tätig werden wollen, scheitern an bürokratischen Hürden oder bereits am mangelnden Glauben in den wirtschaftlichen Erfolg der Idee. Welche Tipps können Sie Unternehmensgründern mit auf den Weg geben?

 

Das ist eine sehr allgemeine Frage. Es hängt natürlich maßgeblich von der Branche ab, in der man sich die Nachhaltigkeit auf die Fahne schreiben will. Nachhaltigkeit ist auch ein so weites Feld, dass sich in bestimmtem Maß in fast jede Selbstständigkeit integrieren lässt. Wichtig ist dann allerdings meiner Meinung nach glaubwürdig zu sein. Sich nur einen öffentlichkeitswirksamen Aspekt rauszusuchen und mit diesem auf der Fahne dann vermeintlich nachhaltig zu wirtschaften wird (hoffentlich) schnell vom Kunden erkannt und geht dann gegebenenfalls nach hinten los.

 

Es kann helfen andere „Pioniere“ zu finden und nach deren Schwierigkeiten und Erfolgen zu fragen. Auch wenn man hier unter Umständen Gefahr läuft als Konkurrent betrachtet zu werden. Dann gibt es Stellen (auch direkt in Aschaffenburg), die Beratung für Umweltmanagement, Corporate Social Responsibility oder ähnliches anbieten. Größeren Unternehmen empfehle ich ein solides Umweltmanagement anzustreben (z.B. EMAS) – allerdings ist das für kleinere in der Tat sehr aufwendig. Kleinere Unternehmen bzw. Projekte leben von der Einbeziehung lokaler Einrichtungen. Gute Erfahrungen bei kleinen Lebensmittelproduzenten wurden gemacht, wenn für einzelne Elemente (z.B. Layout von Produktetiketten, etc.) Wettbewerbe ausgeschrieben werden – an Schulen der Region beispielsweise. Das integriert und schafft gleichzeitig einen Namen und die ersten Kunden.

 

Der wirtschaftliche Erfolg ist nie garantiert – doch der positive Ruf von „nachhaltigen“ Produkten scheint noch eine Weile anzuhalten, sodass man mit ein paar pfiffigen Marketingstrategien am Aspekt „Nachhaltigkeit“ nicht scheitern wird.

 

Rike Schweizer betreut das Projekt "Eine-Welt-Bilanz" im Rahmen der Aschaffenburger Agenda21.

Rike Schweizer betreut das Projekt „Eine-Welt-Bilanz“ im Rahmen der Aschaffenburger Agenda21.

 

Zur Person: Rike Schweizer, Diplom Sozialwissenschaftlerin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und der Klima-Kollekte zu den Themen „Nachhaltige Entwicklung“, „Klimaschutz“ und „Biodiversität & Kirche“. Sie ist Mitautorin der 2012 erschienenen „Eine-Welt-Bilanz Aschaffenburg“ und nebenberuflich in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätig.

 

 

 

 

 

Die Eine-Welt-Bilanz liegt als Broschüre vor. Interessierte können sie im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Pfaffengasse 11 bestellen: Tel. 06021 330-17744 oder per E-Mail: agenda21@aschaffenburg.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Helau und Alaaf!

Mittwoch, 06. Februar 2013

Zum Start in die närrische Zeit möchten wir euch mit einem Helau und Alaaf grüßen und viel Spaß für die nächsten Tage wünschen! Vorsicht Weiberfasching – liebe Männer, gebt acht auf euere Krawatten!

 

Büro Fasching

Grünes Geld im Faschingsfieber: Carmen Junker, Gerd Junker und Jasmin Messina-Hamann