Autor: Gerd Junker 16. Januar 2014

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als nie zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft (ab 17.1.2014)

 

 

Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds

 

Auch in 2014 sind die Umstände für eine Geldanlage in Immobilien zunächst gut: niedrige Zinsen, aufgrund stabiler Wirtschaftsbedingungen kalkulierbare, stabile Löhne und Gehälter, und als Sachwert sind Immobilien auch vor extremer Inflation oder Währungsturbulenzen gut geschützt.

 

Die Zinssituation sollte – wie in Teil 2 unserer Serie besprochen – auch in 2014 stabil bleiben oder nur leicht ansteigen. Finanzierungen für 10 Jahre lassen sich bereits für unter 2,5% p.a. erzielen, bei 15 Jahren liegt der unterste Wert bei aktuell 3,14% p.a.

 

Allerdings hält der Immobilien-Boom in Deutschland bereits seit einigen Jahren an. In Städten wie München (+48,8% seit 2008), Nürnberg (+48,2%) oder Hamburg (+47,4%) entkoppeln sich bereits seit einiger Zeit die Preisentwicklungen zum Immobilien-Kauf und den Mieten: Die Kaufpreise steigen spürbar schneller als die Mieten. Das sind Anzeichen einer Überhitzung. Hier die Entwicklung des Immobilien-Index IMX seit 2007:

 

Immobilien Index IMX von Immobilienscout24.de

Steigt spürbar: Immobilien-Index IMX (Quelle: Immobilienscout24.de)

 

Fazit: Günstige Einstiegspreise in guten Regionen sind aktuell sicher nicht geboten. Trotzdem kann aufgrund der tiefen Zinsen eine Immobilie sinnvoll sein – speziell wenn sie zum Eigengebrauch genutzt wird. Für Mietwohnungen gilt: Wer Immobilien-Fan ist und sich gerne auch um die unangenehmen Details einer vermieteten Immobilie kümmert (Mietausfall, Reparaturen, Streitigkeiten, etc. ), kann eine Immobilie auch weiterhin als Geldanlage in Betracht ziehen. Nur steht hier den Risiken wie Mietausfall oder niedriger Verkaufspreise ein realistisch gerechnete Rendite von oftmals nur 3-4% gegenüber. Das ist für ein so langfristiges Investment wie eine Immobilie kaum angemessen. Außerdem: für viele Anleger verschiebt sich die Asset-Allocation stark in Richtung Immobilien, wenn Sie ein Objekt für 100.000 €, 200.000 € oder 300.000 € erwerben. Die Vermögensverteilung wird einseitig – ein Kardinalsfehler, den man unbedingt vermeiden sollte.

 

Alternativ dazu kann sich der Anleger auch gemeinsam mit vielen anderen Anlegern zusammentun und sich an einem größeren Immobilienprojekt beteiligen. Vorteile sind die professionelle Projektbetreuung, die dem Anleger alle lästigen Immobilien-Arbeiten abnimmt, sowie die Möglichkeit, schon ab 10.000 € ein direktes Immobilien-Investment abzuschließen. Allerdings muss er den Projektverantwortlichen für viele Jahre sein Vertrauen schenken und ist von Mehrheitsbeschlüssen aller Anleger abhängig. Empfehlenswerte nachhaltige Projekte sehen wir aktuell 2 Stück am Markt:

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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Ein Kommentar zu “Sichere Geldanlage 2014 – Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds”

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