Autor: Gerd Junker 15. Januar 2015

Sichere Geldanlage 2015: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

 

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Sichere Geldanlage 2015: Anleihen und Anleihefonds

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen 
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Bei vielen Anlegern spielen Anleihen nur eine Nebenrolle. Bankeinlagen kennt jeder, Lebensversicherungen auch und selbst die bei Deutschen unbeliebten Aktien sind bei großen Teilen der Bevölkerung ein Begriff. Anders sieht es bei Anleihen und Anleihefonds aus, ein Segment, das oftmals von großen, institutionellen Anlegern genutzt wird.

 

Anleihen sind zunächst Papiere um einen Kredit zu gewähren. Ein Unternehmen oder ein Staat benötigt Geld für Investitionen und begibt daraufhin eine Anleihe. Der Käufer der Anleihe erhält regelmäßige, festgeschriebene Zinszahlungen und am Ende der Anleihe-Laufzeit sein Geld zurück.

 

Damit nicht jeder Anleger immer bis zum Laufzeitende warten muss, können Anleihen an den Börsen gehandelt werden. Der Handelskurs wird kontinuierlich an gepasst und verändert sich entsprechend. Neben der Einschätzung der Bonität des Anleihe-Anbieters (wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät, sinken die Kurse der Anleihen dieses Unternehmens) ist vor allem das allgemeine Zinsniveau wichtig. Denn wenn die allgemeinen Zinsen z.B. steigen, dann wird eine Anleihe mit festgeschriebenen Zinsen logischerweise weniger wert, denn relativ zu den allgemeinen Zinsen ist die Anleihe unbeliebter geworden.

 

 

 

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Der wichtigste Einflussfaktor für die Kurse der Anleihen sind die Zinsen. Erhöht die Europäische Zentralbank EZB also die Zinsen, so ist das schlecht für die Anleihen.

 

Wie werden sich die Zinsen in 2015 entwickeln?

Nach jahrelangem Gleichklang (sinkende Zinsen) entwickelt sich der Markt in 2015 wahrscheinlich auseinander. Derzeit ist es noch so, dass die letzten Zinsschritte der großen Zentralbanken wie EZB oder der amerikanischen Notenbank FED nach unten gingen. Doch ein weiteres Senken ist nicht mehr möglich, eine Zunahme der Zinsen steht an.

 

Ganz konkret ist die Situation in den USA. FED-Chefin Yellen denkt laut darüber nach, die Zinsen vielleicht Mitte oder Ende des Jahres 2015 anzuheben. Abhängig ist das von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA, die im Moment sehr stabil erscheint. Entsprechend wäre das Anheben der Zinsen also gut denkbar. Also schlecht für Anleihen, die auf US-Dollar lauten.

 

In Europa ist die Situation anders. EZB-Chef Draghi kämpft eher gegen eine Deflation und hat deshalb angekündigt, die Zinsen auf Jahre niedrig zu lassen. Also gut für die Anleihen.

 

Anleihen und Anleihefonds im Euro-Raum können also auf ein günstiges Zinsumfeld hoffen. Anleihen auf US-Dollar könnten negativ von den Zinsen beeinflusst werden. Allerdings liegt darin auch eine Chance für die europäischen Anleger, denn die Stärke der USA zieht Geld aus aller Welt an. In der Folge steigt der Dollar-Kurs. Wer also heute eine auf US-Dollar laufende Anleihe kauft und sie nach einem Jahr wieder verkauft, könnte in der Zwischenzeit von einem gestiegenen Dollar profitieren.

 

 

 

Fazit: Seit vielen Jahren entwickeln sich gute, nachhaltige Anleihefonds prächtig. In 2015 lauern zwar erste Zinsanhebungen mit ihren entsprechenden negativen Auswirkungen. Aber mein Tipp sieht anders aus: Die Zinsen bleiben auf beiden Seiten des Atlantiks konstant und die Anleihen erleben ein mittleres- bis gutes Jahr. Aufgrund eines möglicherweise ansteigenden Dollars können auf US-Dollar notierte Anleihen darüber hinaus noch von Währungsgewinnen profitieren.

 

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die keine Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank gibt. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% des Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit oftmals zweistelligen Renditen (in 2014: 9 Prozent) und guten Aussichten auch in 2015.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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