Autor: Gerd Junker 20. Januar 2015

Sichere Geldanlage 2015: Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraftanlagen

 

wasserkraft

Wasserkraft: saubere Energieform, guter Sachwert

Im August letzten Jahres tagten die wichtigsten Zentralbanker der Welt im amerikanischen Jackson Hole, um die langfristigen Aussichten zu beurteilen und ihre Strategien abzugleichen. Dabei wurde eines deutlich: die lockere Geldpolitik wird fortgesetzt. In der Zwischenzeit wurde diese Worte bestätigt, Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank EZB hat durchgesetzt, dass Staatsanleihen von der EZB gekauft werden dürfen.

 

Er äußerte am Rande der Sitzung in Jackson Hole auch die Meinung, dass negative Realzinsen im Europa des Jahres 2020 noch gelten werden. In den USA sieht er positive Realzinsen etwas früher, bereits 2019.

 

Negative Realzinsen bedeuten für die Anleger, dass die Inflationsrate höher als der Zinssatz auf ihr Spareinlagen ist. Real bedeutet das für den Bürger, dass sein Vermögen jedes Jahr abnimmt. Der Wirtschaftsprofessor Max Otte geht von einer tatsächlichen Inflationsrate von aktuell 4 bis 5 Prozent pro Jahr aus, also einer realen negativen Verzinsung von rund 4 Prozent pro Jahr. 10.000 Euro Anlagesumme werden so nach 10 Jahren also nur noch rund 6.500 Euro wert sein.

 

Alternative zu Niedrigzinsen bis 2020: Sachwerte

Entgehen kann der Anleger dieser Enteignung (auch: Financial Repression, siehe unseren Blogbeitrag dazu aus dem Jahr 2012) mit Sachwerten, das gilt auch für das kommende Jahr 2015. Er muss sich nur dessen bewusst sein, dass Sachwertinvestitionen etwas aufwendiger sind, da man die Investition verstehen sollte.

 

 

Sachwert Gold in 2015: Der Goldpreis hängt stark von der Angst der Menschen ab. Zum Höhepunkt der Immobilien-, Finanz- und Staatsschuldenkrise in den Jahren 2008 bis 2011 stieg der Goldpreis bis auf 1.881 US-Dollar pro Feinunze. Seitdem haben sich die Zukunftsängste der Menschen beruhigt, entsprechend fiel der Goldpreis wieder auf aktuell 1.290 US-Dollar (Stand: 20.1.2015, 10:00 Uhr). Der Goldpreis bleibt entsprechend unberechenbar und Gold sollte nur als Versicherung gegen extreme Krisenfälle gehalten werden. Denn physisches Gold, direkt zugreifbar, kann im Notfall immer gegen Nahrungsmittel getauscht werden. Ich sehe für 2015 keine wesentliche Erholung des Goldpreises voraus.

 

Sachwert Holz in 2015: Ich stehe weiterhin zu dem Gedanken, dass jeder Anleger 10% seines Vermögens in Holz halten sollte. Ähnlich wie Gold ist es ein extrem lange genutzter Sachwert, der seinen Preis kaum verlieren kann. Holz wird auf absehbare Zeit von den Menschen dringend benötigt, sei es zum Möbelbau oder zur Energiegewinnung. Im Gegensatz zu Gold nimmt der Wert eines Waldes jedoch stetig zu, denn das Holzvolumen wächst automatisch. Der Holzanleger gewinnen deshalb auch bei konstanten Preisen.

 

Windkraft, Solar, Wasserkraft: Der Betrieb von Sachwerten wie Windkraftanlagen, Solaranlagen oder Wasserkraftwerken bleibt auch 2015 attraktiv. Allerdings spielt bei Erneuerbaren Energien die staatliche Förderung eine Rolle, so dass menschliche Handlungen zu beachten sind. Wasserkraft benötigt zum Beispiel keine Zuschüsse, da Strom aus Wasserkraftwerken ohne Förderungen konkurrenzfähig ist. Allerdings gibt es für Wasserkraft nur wenige neue Standorte und entsprechend wenige Projekte, aktuell gefällt uns ein Wasserkraftprojekt in Kanada. Windkraft ist noch auf staatliche Förderung angewiesen, interessante Projekte gibt es aktuell in England und in Finnland.

 

 

 

Fazit: In der Niedrigzinsphase, die auch noch die nächsten Jahre anhalten wird, bieten Sachwerte eine gute Alternative um Vermögen aufzubauen. Bei den Sachwerten muss unterschieden werden: Gold und Rohstoffe sind spekulativ und generell kein nachhaltiges Investment, andere Formen wie Wald, Windkraft oder Wasserkraft bleiben aussichtsreich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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