Autor: Gerd Junker 27. Oktober 2015

Gastbeitrag: Wo Bausparen heute Sinn macht

Noch nie war finanzieren so preiswert wie heute. Kostete in den 80iger Jahren ein Wohnungsbaudarlehen noch knapp 10% Zinsen und mit 1% Tilgung ca. DM 1.000 monatlich, so ist das Geld heute schon für rund 1.5% zu haben. Bei 2.5% Tilgung sind dies nur monatlich 333 €.

 

Dabei hat in den letzten Tagen die EZB erneut den Leitzins auf dem bisher tiefsten Stand belassen und somit die Politik des billigen Geldes verlängert. Doch wie lange hält sie an, die Niedrigzinsphase, wann kosten die Wohnungsbaudarlehen wieder 3, 4 oder gar mehr als 5%?

 

Helmut Rausch, Bezirksleiter bei der LBS in Hösbach (www.lbs-bayern.hoesbach.de) erklärt deshalb in drei Punkten, an welchen Stellen Bausparen heute attraktiv und wichtig ist:

 

 

  1. Sie sind Immobilieneigentümer: Egal ob es sich um ein erst kürzlich bezogenes Neubauobjekt oder um einen Altbau handelt, es werden in den kommenden Jahren Investitionen und Reparaturen anfallen (Heizung, Dach, Fenster, Bad, Anstrich usw.). Wer dann einen zuteilungsreifen Bausparvertrag mit einem Nominalzins ab 1.4% (effektiv ab 1.91%) hat, kann seine Reserven gut angelegt für sich arbeiten lassen.
  2. Sie haben Kinder im Schulalter: Es ist sicher Ihr Wunsch als verantwortungsbewusste Eltern, dass Ihr Kind später in der eigenen Immobilie wohnt und keine Miete zahlen muss. Die eigene Immobilie zählt zu den besten privaten Altersvorsorgen und ist eine der wenigen, die noch steuerfrei ist. Auch hier ist der jetzige Abschluss eines Bausparvertrages die beste Wahl, um sich heute die billigen Kapitalmarktzinsen für später (in 5, 10 oder ….Jahren) zu sichern. Der Einstieg liegt bei einem Festzins von nominal 1.4% bis 2.35%, je nach gewünschter Laufzeit von knapp 5 Jahren bis 18 Jahren für das Bauspardarlehen. Effektiv sind das zwischen 1.91% und 2.5%.
  3. Sie haben Anspruch auf die staatliche Förderung von Bausparen: Bausparen ist eine der wenigen Geldanlagen, die vom Staat, unter Beachtung von Einkommensgrenzen und dem beruflichen Status, noch gefördert wird. Dem Staat ist es wichtig, dass die Eigenheimquote in Deutschland gesteigert wird. Diese liegt zur Zeit nur bei rund 43%. Dies ist ein schlechter Wert im Vergleich mit anderen europäischen Ländern (Gesamteuropa ca. 60%).

    Dabei sind drei Förderungen möglich:
    1.) Anlage der vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers (vL).
    2.) Nutzung der Wohnungsbauprämie, maximal € 90 jährlich.
    3.) Riesterförderung über Bausparen als Teil der Finanzierung einer selbstgenutzten Immobilie.

    Bausparen ist bei den derzeit niedrigen Zinsen kein klassisches Anlagemedium. Die Rendite ist sehr gering, es steht als Priorität in der zweiten Phase das zinsgünstige Darlehen im Vordergrund. Durch die oben genannte Kombination mit den staatlichen Förderungen kann der Ertrag jedoch gesteigert werden.

 

 

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Helmut Rausch Helmut Rausch ist Bezirksleiter der LBS Bausparkasse in Hösbach. Der gelernte Bankkaufmann war zuvor viele Jahre in leitenden  Funktionen bei einer mittelständischen Bank tätig, bevor er sich dem Thema Bausparen und Baukredite widmete. Er gilt als einer der erfahrensten Experten in diesem Bereich in Bayern.
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