Archiv für Februar 2016

Update zu Zukunftsenergien Deutschland 4, Leonidas XVIII und BHKW Deutschland 3

Mittwoch, 24. Februar 2016

 

Drei der interessantesten Erneuerbare Energien Projekte für Geldanleger sind aktuell die Projekte Zukunftsenergien Deutschland 4, Leonidas XVIII und Blockheizkraftwerke Deutschland 3. Zu allen drei gibt es positive Neuigkeiten zu berichten.

 

Zukunftsenergien Deutschland 4: Weiterhin attraktive Photovoltaik-Bedingungen in Deutschland

 

neitzel-und-cie-zukunftsenergie-deutschland-4Neue Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sind seit 2011 eine Rarität. Zu abrupt ist damals die staatliche Förderung in Form der Einspeisevergütung, also eines auf 20 Jahre festgelegten Abnahmepreises für den erzeugten Strom, gekürzt worden. Doch seitdem ist viel Zeit vergangen, die Photovoltaik-Anlagen wurden deutlich preiswerter – nicht zuletzt durch den starken Zuwachs in Ländern wie den USA oder in Asien. Mittlerweile kann man auch mit den deutschen Fördersätzen wieder rentable Photovoltaik-Anlagen bauen.

 

Positiv ist für Geldanleger deshalb die Nachricht, dass statt der ursprünglich geplanten 2,4 bis 2,6 Gigawatt nur 1,45 Gigawatt Photovoltaik-Leistung im letzten Jahr (2015) in Deutschland zugebaut wurden. In der Folge wurden die Fördersätze der Bundesregierung nämlich nicht nach unten angepasst, die Rendite-Situation bleibt deshalb  interessant.

 

Anleger des Zukunftsenergien Deutschland 4 freut das. Denn das Projekt investiert rund 1/3 des Kapitals in Blockheizkraftwerke, rund 2/3 in Photovoltaik-Anlagen. Die Bedingungen bleiben also günstig. Zumal in dem Projekt mittlerweile die ersten Zielinvestitionen getätigt wurden und bekannt sind.

 

So stehen ein Blockheizkraftwerk in Weida zu 5,8 Mio. Euro  und eine Photovoltaik-Anlage in Dortmund zu 2,1 Mio. Euro bereits fest. Daraus können neue Rendite-Kalkulationen aufgemacht werden, denn die Projekte bieten günstigere Konditionen als im Prospekt angenommen. Damit kann von 6% Rendite im Rumpfjahr 2016, von 10% Rendite in den Jahren 2017 / 2018 und 11% in den Jahren 2019 bis 2025 ausgegangen werden. Zusammen mit der Schlussauszahlung von 103% in 2025 prognostiziert der Anbieter damit rund 172% Gesamtrückfluss (inkl. Rückzahlung der Einlage).

 

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Leonidas XVIII Windkraft Frankreich: Leonidas Windparks in 2015 über Plan

 

leonidas-associates-leondias-xviii-windkraft-frankreichDer Anbieter Leonidas aus Kalchreuth im Großraum Nürnberg hat sich in den letzten Jahren zum Windkraft-Spezialist für Frankreich gemausert. Rund 8% der neu installierten Windkraft-Kapazität in Frankreich wurde im vergangenen Jahr von Leonidas errichtet.

 

Jetzt hat der Anbieter die Produktionszahlen der Windkraft-Anlagen veröffentlicht. Statt der erwarteten 217 GWh haben die von Leonidas betriebenen Windparks 223 GWh elektrische Energie geliefert, womit rechnerisch ca. 200.000 Menschen ein Jahr versorgt werden können. "Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis" kommentiert Max-Robert Hug, Vorstand und Gründer der Leonidas Associates AG. "Denn nach 2014, dem seit 2002 windschwächsten Jahr überhaupt in Frankreich, zeigen unsere Anlagen, dass die Prognosewerte bei entsprechenden Windverhältnissen eingehalten bzw. übertroffen werden können."

 

Die Anleger in allen Beteiligungen ab Leonidas VIII bedeutet die gute Stromproduktion aus 2015, dass die im Prospekt genannten Ausschüttungen Mitte diesen Jahres von bis zu 8 Prozent voraussichtlich an die Anleger ausgekehrt werden. Das besondere High-Light der Leonidas Frankreich Beteiligungen: durch das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich sind diese Ausschüttungen für deutsche Anleger praktisch steuerfrei.

 

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Blockheizkraftwerke Deutschland 3: Attraktiver Kurzläufer nur noch kurze Zeit verfügbar

 

luana-capita-blockheizkraftwerke-deutschland-3Nur noch 6 Jahre Laufzeit und die höchste Rendite aller aktuellen Projekte: das Blockheizkraftwerke Projekt von Luana aus Hamburg ist seit Monaten Anlegers Liebling. Besonders da Luana in den beiden Vorgängerprojekten bewiesen hat, dass das Konzept aufgeht.

 

Jetzt hat Luana bekannt gegeben, dass aufgrund des sehr starken Jahresendgeschäftes 2015 nun nur noch 15% das geplanten Anlagekapitals fehlen. Da die letzten Gelder erfahrungsgemäß meist schnell zusammen kommen, sollten sich Interessenten deshalb beeilen.

 

Mit dem eingeworbenen Geld konnten weitere Blockheizkraftwerke angebunden werden. So wurden 2 Blockheizkraftwerke in einer Wohnwirtschaft in Hamburg, ein Blockheizkraftwerk in einer Seniorenanlage in Mecklenburg-Vorpommern und eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in einem Hotel in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Ich möchte monatlich 100 Euro sparen – wie geht das am besten?

Mittwoch, 17. Februar 2016
Zusammenfassung: Welche Wege gibt es, um mit 100€ monatlich etwas Sinnvolles und Rentierliches für die Altersvorsorge zu tun? Direkte Fondsanlagen und fondsgebundene Renten bieten die besten Chancen.

Die private Altersvorsorge und das Sparen für die Zukunft ist nach wie vor Bestandteil im Leben vieler Bundesbürger. Vor allem in der zweiten Lebenshälfte, in den Lebensjahren zwischen 40 und 60, stellen sich Anleger die Frage, wie sie Geld für einen guten Lebensabend beiseite legen können. Dabei geht es vor allem darum, nicht auf den gewohnten Standard verzichten zu müssen und trotzdem die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf zu schließen.

 

Wer Geld beiseite legen und monatlich Sparen möchte, und dazu einen festen Betrag plant, der sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – aufgrund der Vielzahl der Anlagemöglichkeiten. Längst hat das alte Sparbuch, das früher so beliebt war, ausgedient und neue Wege der Geldanlage müssen gegangen werden, um für später eine gute Vorsorge zu betreiben.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage

 

 

Monatliches ansparenUm einen Betrag von 100 Euro monatlich Sparen zu können gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die vor allem eines aufweisen: unterschiedliche Sicherheiten, Laufzeiten und Renditechancen.

 

Die wichtigsten Möglichkeiten sind der Banksparplan und der Bausparvertrag, die klassische Lebensversicherung und das Tagesgeldkonto, sowie der Fondssparplan, die fondsgebundene Lebensversicherung und die fondsgebundene Rentenversicherung.

 

Im Folgenden wollen wir die Hauptmerkmale dieser Anlagemöglichkeiten für Sie unter die Lupe nehmen, um für Sie die bestmögliche Anlageart für einen regelmäßigen Betrag von 100 Euro zum monatlich Sparen zu finden.

 

 

Der Banksparplan als Vorsorgemöglichkeit?

 

 

Nachdem die Bundesbürger nachlassendes Interesse am Sparbuch zu zeigen begannen und statt dessen ihr Geld lieber auf dem Girokonto beließen, kamen die Banken auf die Idee, etwas Neues für die Sparer einzuführen. Geboren war der Banksparplan, den es mittlerweile bei fast allen Banken und Sparkassen in ganz Deutschland gibt.

 

Banksparpläne gibt es mit unterschiedlichen Konditionen und Laufzeiten, ihnen allen ist jedoch eines gemein: das regelmäßige Sparen eines (meist festen) Betrags.

 

Dabei zeichnet einen Banksparplan oft aus, dass die Zinsen, die es dafür gibt, sehr niedrig sind. Zwar steigen diese nach einer bestimmten Zeit, oder es gibt nach Ablauf eines bestimmten, mehrjährigen Zeitraums, eine Bonusverzinsung obendrauf.

 

Doch wirklich lohnenswert sind solche zwar sicheren, dafür aber mit sehr niedrigen Zinsen versehenen Banksparpläne nicht. Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie Jahr für Jahr 100 Euro im Monat auf die hohe Kante legen, aber nach mehreren Jahren, oder gar zwei Jahrzehnten, unter dem Strich kaum eine Rendite erwirtschaftet haben? Der aktuelle Zinssatz zum Beispiel der Ethikbank ist quer durch die Bank 0,0 Prozent.

 

Ein Vermögen lässt sich mit einem Banksparplan nicht aufbauen – und wirklich vorsorgen für das Alter auch nicht. Eher möglich ist dies mit der fondsgebundenen Lebensversicherung, die wir weiter unten vorstellen wollen.

 

Statt einem Banksparplan bietet sich auch ein Fondssparplan an, mit dem es wesentlich attraktivere Möglichkeiten gibt, um im Laufe der Jahre Geld für das Alter auf die hohe Kante zu legen.

 

Ein Bausparvertrag ist zum Bauen vorgesehen – nicht zum Vorsorgen!

 

Neben dem Banksparplan gibt es zum monatlich Sparen die Möglichkeit, einen Bausparvertrag abzuschließen. Früher hat sich dies noch gelohnt, denn es gab für das eingezahlte Kapital noch hohe Zinsen und die Darlehenszinsen für den Baukredit waren niedrig.

 

Inzwischen hat sich das längst geändert. Anders als bei fondsgebundenen Lebensversicherungen, fondsgebundenen Rentenversicherungen und beim Fondssparplan ist der Bausparvertrag inzwischen eine Anlageart, bei der mit den Guthaben-Zinsen niemand mehr glücklich ist. Auf der anderen Seite sind die Zinsen für Baudarlehen aus dem Bausparvertrag teilweise höher, als es die Zinsen für herkömmliche Baufinanzierungen sind.

 

Die klassische Lebensversicherung hat längst ausgedient

 

 

Es gab Zeiten, da wurden den Versicherungsgesellschaften die so genannten Kapitallebensversicherungen regelrecht aus der Hand gerissen. Es war ja auch sinnvoll, die Absicherung im Todesfall mit der Möglichkeit, für spätere Zeiten monatlich Sparen zu können, zu kombinieren.

 

Die Zeiten hoher Zinsen sind bei Lebensversicherungen jedoch längst Geschichte. Bei Neuverträgen gibt es oft gar keinen Garantiezins mehr, die Überschusszinsen gingen nach unten, und der Beteiligungsüberschuss ist deutlich geringer als früher.

 

Das bedeutet: wer heute eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, muss viel dafür bezahlen, monatlich Sparen zu können, um am Ende unter dem Strich wenig dafür zu erhalten. Stattdessen bietet sich die fondsgebundene Lebensversicherung an, bei der während der Laufzeit die getätigten Investments gewechselt werden können und spürbar höhere Renditen erzielbar sind.

 

Tagesgeldkonto zum monatlich Sparen nutzen?

 

Neben dem Girokonto, für das es nur sehr selten Zinsen gibt, ist das Tagesgeldkonto eine der beliebtesten Anlagearten überhaupt geworden. Ein Tagesgeldkonto ist auf den ersten Blick praktisch, da das Geld darauf jederzeit zur Verfügung steht und diese Anlagemöglichkeit für den Sparer keine (sichtbaren) Kosten aufwirft.

 

Der Nachteil: in Zeiten eines allgemein niedrigen Zinsniveaus, wenn der Leitzins für die Euro-Zone die Sparzinsen nach unten drückt, gibt es für Tagesgeldkonten in den meisten Fällen nur noch sehr niedrige Zinsen – womit sich die Tagesgeldkonten kaum mehr lohnen.

 

Außerdem wird, und dies ist ein weiterer wichtiger Faktor, bei einem Tagesgeldkonto das regelmäßige Sparen nicht belohnt, wie es beim Fondssparplan und der fondsgebundenen Lebensversicherung der Fall ist. Dort entfalted der Cost-Average-Effekt nämlich seine volle Wirkung, bei Banksparplänen nicht.

 

 

Festgeldkonto nicht zum monatlichen Sparen geeignet

 

 

 

Während ein Tagesgeldkonto bedingt für das regelmäßige Sparen geeignet ist, bietet das Festgeld eine solche Möglichkeit nicht. Bei Festgeldanlagen wird ein fester Betrag über eine vorab bestimmte, feste Laufzeit anlegt.

 

 

Fondssparplan zum monatlichen Sparen sehr gut geeignet

 

 

SparschweinEine Möglichkeit, monatlich Geld anzulegen, und im Laufe der Zeit eine schöne Summe anzusparen, bietet der Fondssparplan.

 

Schön dabei: es gibt in diesem Bereich zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Die Auswahl ist komfortabel groß.

 

Bei einem Fondssparplan wird nicht auf ein Bankkonto eingezahlt, und dort gespart, sondern die regelmäßigen Einzahlungen fließen in einen Investmentfonds.

 

Durch das regelmäßige Sparen, das je nach Sparplan bereits ab wenigen Euro monatlich möglich ist, ergibt sich im Laufe der Zeit eine angesparte Summe, mit welcher dann „gearbeitet“ wird. Die Gewinne ergeben sich, anders als beim Banksparplan, nicht aus einer vorab festgelegten Verzinsung, sondern aus der Wertentwicklung der im Investmentfonds enthaltenen Wertpapiere. Dies können Kursgewinne sein, aber auch Dividenden oder Zinszahlungen, falls beispielsweise in Aktienfonds investiert wird.

 

Ein Fondssparplan kann aus ganz unterschiedlichen Fonds bestehen, wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Mischfonds, Garantiefonds oder Indexfonds. Dazu wird beim Fondssparplan oft in vorab konfigurierte Musterdepots investiert, so dass bereits ideale Zusammensetzungen bestehen, ohne dass der Anleger das Rad nochmals neu erfinden müsste.

 

Ein großer Vorteil des Fondssparen liegt neben den Ertragschancen darin, dass die Verteilung der Investments im Laufe der Dauer des Sparplans verändert werden kann. Damit kann den jeweiligen Trends auf den Kapitalmärkten gefolgt werden, beispielsweise wenn bestimmte Papiere eine ganze Zeitlang nur Verluste schreiben, oder sich neue Wertpapiere in einem Fonds auftun, die größere Renditechancen bieten.

 

Eine häufig genutzte Möglichkeit des Fondssparen ist das Balance Monatssparen, bei dem das monatliche Sparen bereits ab 100 Euro möglich ist. Das Balance Monatssparen ist eine „grüne Geldanlage“, bei der die Anleger nicht nur profitieren, sondern gleichzeitig etwas Gutes tun. Dieses grüne Monatssparen bietet in Sachen Geldanlage die goldene Mitte, was heißt: obwohl es nur moderate Kursschwankungen nach unten und oben gibt, ist unter dem Strich eine gute Rendite möglich.

 

Der Vorteil des Fondssparplans Balance Monatssparen ist die Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Anders als bei einem Banksparplan, wo das Geld über Jahre oder gar Jahrzehnte angelegt bleiben muss, um einen wirklichen Ertrag zu erwirtschaften, bietet dieser Fonds eine börsentägliche Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Dennoch empfehlen die Anbieter für grünes Fondssparen eine Mindestanlagedauer von fünf Jahren, um Schwankungen besser ausgleichen zu können.

 

Fest vorgeschriebene Vertragslaufzeiten gibt es beim Fondssparen Balance Monatssparen nicht, doch je länger die erwirtschafteten Zinsen investiert werden, umso größer ist natürlich auch der Zinseszinseffekt.

 

 

Sorgenfreier-Lebensabend

 

Fondsgebundene Rentenversicherung

 

 

Eine weitere Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen, und monatlich 100 Euro zu sparen, ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Mit dieser Art von Versicherung wird gezielt für das Rentenalter vorgesorgt, indem Geld in einer Privatrente angelegt werden.

 

Dadurch ist es möglich, die Deckungslücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf im Ruhestand, zu schließen, um später nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen.

 

Eine solche fondsgebundene Rentenversicherung ist die „Grüne Privatrente“, deren Mindestanlagesumme bei 50 Euro liegt. Großer Vorteil: statt jährlich 25 Prozent an Abgeltungssteuer zu zahlen, bleibt die Versteuerung in der Anzahlungsphase bei Null. In der Auszahlphase greift die sehr günstige Ertragsanteilsbesteuerung.

 

Bei der fondsgebunden Rentenversicherung wie der grünen Privatrente gibt es verschiedene Auswahl-Möglichkeiten. Die Versicherten können sich aussuchen, ob sie ihr Kapital lieber sicherheitsorientiert anlegen wollen, ausgewogen oder wachstumsorientiert.

 

Die Anlagen werden dann in entsprechende ethisch-ökologisch Geldanlagen getätigt, wodurch der Anleger auch noch etwas Gutes für die Welt tut und sein Geld für positive Dinge arbeiten lässt.

 

Die Steuerbefreiung bei der fondsgebundenen Rentenversicherung mit einer Laufzeit ergibt den großen Vorteil gegenüber allen anderen monatlichen Sparformen. Dadurch ist während der Dauer der Laufzeit ein starker Zinseszinseffekt möglich, bei dem die Zinsen immer wieder im Vertrag angelegt werden und nachfolgend neue Erträge mit sich bringen.

 

Die Grüne Privatrente bietet außerdem den Vorteil, dass trotz der langen Vertragslaufzeit jederzeit flexible Auszahlungen möglich sind. Dies ist auch bei den Einzahlungen der Fall, wodurch es dem Anleger selbst überlassen ist, wie viel Geld er zu Beginn, und während der Dauer der Anlage in den Vertrag einlegen möchte. Dadurch können auch höhere Beträge, die kurzfristig zur Verfügung stehen, in die fondsgebundene Rentenversicherung eingezahlt werden.

 

 

Fazit: Die beste Anlageart für sich selbst wählen

 

Möglichkeiten, 100 Euro monatlich anzulegen, um für später Geld auf der hohen Kante zu haben, gibt es viele. Doch nicht alle sind gleich gut und haben nennenswerte Renditechancen. Unter allen genannten Anlagearten, dem Banksparplan, dem Bausparvertrag, der klassischen Lebensversicherung, dem Tagesgeldkonto, dem Fondssparplan, der fondsgebundenen Lebensversicherung und der klassischen Rentenversicherung, haben wir festgestellt, dass die Anlagearten, bei denen Investments in Fonds getätigt werden, heutzutage weitaus mehr Renditechancen bieten als herkömmliche Anlagearten.

 

Das niedrige bis sehr niedrige Zinsniveau, das für alle Geldanlagen ohne Risiko gilt, fordert Anleger dazu heraus sich andere, an Risiko reichere, aber dafür zugleich an Ertragschancen stärkere, Anlagearten zu suchen.

 

Die für sich beste Anlageart zu wählen, bedeutet heutzutage auch, das Risiko nicht zu scheuen, und das Geld der monatlichen Sparrate auch entsprechend gewinnbringend einzusetzen. Mit dem Anlegen in Investmentfonds mittels fondsgebundener Versicherungen und dem Fondssparen ist dies auch in diesen Zeiten möglich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Bilanz 2015: Solar und Wind legen zu, Atomkraftwerke stagnieren

Montag, 15. Februar 2016

 

In einem Rückblick auf das Jahr 2015 ziehen die sonnenseiten.com von Franz Alt in Ihrem Beitrag vom 13. Februar 2016 eine insgesamt positive Jahresbilanz für die Energiewende im Jahr 2015. Die teilweise beschworene Wiederbelebung der Atomkraft ist ausgeblieben, Solar und Windkraft dagegen legen global stark zu. Getreu dem Motto Franz Alt’s Motto “Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung” also nicht nur vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz Paris in 2015 ein gutes Jahr für die Menschheit.

 

In Deutschland bleiben Alt-AKW’s eine Gefahr

 

Es ist Deutschlands größtes Atomkraftwerk und hat trotzt seines Alters von rund 50 Jahren auch in 2015 noch 20,3 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Dabei wurde soviel Atommüll erzeugt, dass rechnerisch alle Menschen unseres Planten getötet werden könnten. Insgesamt wurden seit der Errichtung in rund 2.000.000 kg hochradioaktiven Atommülls in Grundremmingen erzeugt. Davon wurden bis heute entsorgt: 0 kg. Die Kosten und die Gefahren für unsere Nachfahren sind nicht abschätzbar.

 

AKW Grundremmingen: Rückbau Block A auf 1 Milliarde Euro geschätzt.

AKW Grundremmingen: Rückbau Block A auf 1 Milliarde Euro geschätzt.

Exemplarisch zeigt Grundremmingen auch die immer größeren Gefahren durch die veralteten AKW’s auf. 2 Störfälle alleine in 2015 zeigen, dass die Anlagen nicht nur wirtschaftlich abgeschrieben sind, sondern dass sie auch die Arbeitsfehler immer mehr häufen. So wurde im März 2015 beim Versuch, die Druckluft des stillstehenden Reaktors B abzuschalten, die für die Betriebssicherheit existenzielle Druckluft des in Betrieb befindlichen Reaktors C ausgeschaltet wurde.

 

Im Reaktor A ereignete sich 1977 einem der größten bekannten Unfälle in deutschen AKW’s, bei dem 2 Arbeiter ums Leben kamen und der zur Stillegung des Blocks A führte. Seit 1983 wird dieser Reaktor zurück gebaut. Laut Wikipedia soll die Abwicklung bis zu 1 Milliarde Euro kosten und führt zu 1.400 Tonnen radioaktivem Abfall, der einer Endlagerung zuzuführen ist.

 

Im November 2015 schließlich kam es beim Transport eines Spaltelements zum Abriss des Kopfes, was kraftwerksintern zur Freisetzung gefährlicher Strahlung hätte führen können. Der Bayerische Landtag hat nun die Aufsichtsbehörde aufgefordert, im Landtag darüber zu berichten.

 

 

Belebung bei AKW’s weltweit blieb aus

 

Nach den Zahlen der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und des FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. zeigt sich, dass die Anzahl der Atomkraftwerke weltweit praktisch konstant bleibt:

 

 

 

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Anzahl der Atomkraftwerke global bleibt unverändert (Grafik: Grünes Geld GmbH; Quelle: sonnenseiten.de)

 

 

 

Auch der Blick auf die Veränderung der Kraftwerkskapazität stimmt positiv, wenn gleich diese Zahlen noch bei weitem nicht ausreichend zur Erreichung der Klimaziele sind:

 

 

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Zubau findet praktisch nur noch im Bereiche der Erneuerbaren Energien statt (Grafik: Grünes Geld GmbH, Quelle: sonnenseiten.de)

 

 

 

Dabei muss man bedenken, dass ein Megawatt Kapazität bei Atomkraft bezüglich der tatsächlich erzeugten Strommenge etwas anderes bedeuten als bei Photovoltaik oder Windkraft. Denn die Kapazität eines Atomkraftwerkes kann zu einem höheren Anteil ausgenutzt werden als die einer Photovoltaik oder Windkraftanlage, die von den natürlichen Energieträgern abhängig sind.

 

Schön zu erkennen im Diagramm ist der Einbruch der Atomkraftwerkskapazität in 2011 – dem Jahr des Reaktorunglückes von Fukushima. Ansonsten ist ein  gleichmäßiger, kleiner Zuwachs bei AKW’s zu beobachten, der jedoch nicht vergleichbar mit dem wesentlich höheren Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien ist. Windturbinen und Photovoltaikzellen sind im Jahr 2015 zu einer Standard-Technologie heran gereift, die weltweit millionenfach eingesetzt wird.

 

 

 

 Meine-sauberen-Klimaschutzinvestments

 

 

 

 

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Grünes Geld Green Hearts wirken in Indien

Montag, 15. Februar 2016

Indienprojekt 2016

Gastbeitrag von Andrea Zettel und Wolfgang Schramm (creacting.net)

 

Mit einem Koffer voller green hearts im Gepäck ist das Team von CreActing.net gerade wieder in Bodhgaya, Indien, um mit den Kids aus den Dörfern Theater zu machen.

 

Dieses Jahr geht es geht darum, die Hathi-Show, die im letzten Jahr entstanden ist, erneut aufzunehmen und die Gruppe bereit zu machen für die Deutschlandtournee mit der Kinderkulturkarawane im kommenden Herbst. Dabei sollen die Dreamcatchers nicht nur ihre Aufführung zeigen, sondern auch Workshops geben und gemeinsam mit deutschen Jugendlichen die Hathi Show erneut bearbeiten. Umso erfreuter sind wir, als wir einige Tage nach unserer Ankunft erfahren, dass zwei der älteren Jungs bereits angefangen haben, eigene Theaterworkshops zu leiten.

 

Ramu unterrichtet an einer Schule Englisch und Naturwissenschaften, und gibt den Kindern Workshops in Yoga und Theater. Laxman, der vor zwei Jahren noch unbedingt von hier weg wollte um in Delhi ein neues Leben zu beginnen, ist inzwischen in sein Heimatdorf zurückgekehrt und ist stolz und glücklich, dort eine Schule mit aufzubauen. Dort hat er sogar eine Theatergruppe ins Leben gerufen, deren erste Aufführung wir heute zum Sarasvati-Feiertag gemeinsam mit 200 weiteren Zuschauern sehen durften! Laxman war total aufgeregt und hatte die ganze Bühne bis tief in die Nacht vorbereitet. Der Aufwand hat sich gelohnt, das ganze Dorf war begeistert.

Grünes Geld Green Hearts spenden Freude

 

Für unsere Hathi-Show involvieren wir wie im letzten Jahr wieder die jungen Frauen aus dem benachbarten Nähzentrum in die Gestaltung der Kostüme für die Show. Wir besprechen das Design für die Naturkräfte Feuer, Wasser, Wind und Erde, und peppen die Baum-Kostüme etwas auf. Das Nähzentrum ist eines der vielen Projekte unseres Gastgebers Siddharta, in dessen Guesthouse wir uns seit 4 Jahren jedesmal sehr wohl fühlen. Ziel des Nähzentrums ist es, jungen Frauen und Müttern eine Perspektive zu geben. Sie können dort gleichzeitig ein Handwerk lernen, gemeinsam kreativ sein und Geld verdienen. Das kommt laut Siddharta letzendlich wieder ihren Kindern zugute – zufriedene Mütter, glückliche Kinder.

 

Dieses Jahr ist die Stimmung hier sehr gut. Wir erinnern uns an das Auf und Ab der letzten Jahre und stellen fest, dass in all der Zeit seit 2008 hier ein richtiges Netzwerk gewachsen ist, in dem sich verlässliche Kontakte herauskristallisiert haben. Die Beziehung mit Nikesh, die sich vor zwei Jahren zwischenzeitlich recht schwierig gestaltet hatte, ist in diesem Jahr offen und voller gegenseitiger Unterstützung. Anup, der uns im allerersten Jahr als junger Student auf der Straße aufgelesen und zur AO Zora Schule gebracht hatte, ist inzwischen selbst Direktor an einer Schule. Wir haben dort bereits einen Workshop gemacht, und er selbst hat an einem Erwachsenenworkshop teilgenommen.

 

Auf der Straße treffen wir viele Menschen, die uns kennen, bereits einige der Shows der Dreamcatchers gesehen haben, und es richtig gut finden wenn wir erzählen, dass die Hathi Show bald nach Deutschland geht. Die Schattenseite ist, dass nur 8 Personen kommen können – und viel mehr gern kommen würden. Da gibt es natürlich auch Neid und schlechtes Gerede, und die Nachbarn reden den Eltern Ängste ein, damit sie ihre Kinder – besonders die Mädchen – lieber nicht nach Deutschland schicken. In den nächsten Tagen planen wir einen ausgiebigen Elternabend mit viel Information und Zeit für Fragen.

 

Nächste Woche läuft dann ein fünftägiger Intensivworkshop, wo die ganze Gruppe bei uns im Guesthouse übernachtet und wir schon mal üben können für Deutschland. Die Hathi-Show, die wir letztes Jahr mit 30 Kindern und einem echten Elefanten gespielt hatten, muss so geändert werden, dass sie von acht Spielern und ohne Elefant gespielt werden kann. Inhalt der Show in Kurzfassung: “Hathi! Hathi?” rufen die Mahuts (Elefantenführer) verzweifelt. Doch alle Elefanten sind verschwunden, da die Menschen den Regenwald abgeholzt haben. Ganesha, der Gott mit Elefantenkopf, erklärt ihnen, dass jedes Lebewesen seinen Lebensraum braucht: Der Fisch das Wasser, der Vogel die Luft, und der Elefant den Dschungel. Nach langen Diskussionen, was nun am besten wie zu tun sei, rufen die Mahuts “Stop talking, start planting!”, und alle helfen mit, den Regenwald wieder wachsen zu lassen.

 

Grünes Geld unterstützt

Mit dieser Show nehmen die Dreamcatchers im Herbst am einem mehrwöchigen Projekt „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ an verschiedenen Schulen in Hamburg teil, das von der Kinderkulturkarawane organisiert wird. Darüber hinaus kann die Gruppe bei der Kinderkulturkarawane für Workshops und Aufführungen gebucht werden (www.kinderkulturkarawane.de).

 

Direkt auf der Startseite gibt es fast tägliche Blogeinträge von der Praktikantin Pauline: www.creacting.net

Wir freuen uns schon sehr darauf, unsere indischen Freunde in Deutschland zu Gast zu haben!

Ganz viele liebe Grüße und vielen Dank für eure großartige Unterstützung!

Andrea, Wolfgang & Team

Vergleich der wichtigsten Geldanlagen

Freitag, 05. Februar 2016

In den heutigen Zeiten der niedrigen Zinsen wird teilweise sogar in der Bild-Zeitung die Frage aufgeworfen, wie ein Sparer sein Geld investieren soll, um langfristig sein Kapital zu steigern oder zumindest dessen Wert zu halten. Derzeit ist die Inflation bei ungefähr null Prozent, doch darf das Ziel der Europäischen Zentralbank, eine Inflation von mindestens zwei Prozent, nicht aus den Augen gelassen werden.

 

Sollten die Konjunkturprogramme irgendwann tatsächlich einen realen Effekt entfalten, könnte die Wirkung sogleich auf den Kapitalmärkten große Spuren hinterlassen. Bei einem eingehenden Vergleich einer Geldanlage muss im Hinblick auf dieses bedrohende Szenario sichergestellt werden, dass der Investor Sicherheit über sein Geld behält.

 

Was ist eine Geldanlage?

 

vergleich-geldanlageAls Geldanlage oder Kapitalanlage wird die Investition von Geld in Produkte bezeichnet, die dazu bestimmt sind, langfristig das Einlagekapital zzgl. eines Aufschlags zurückzuzahlen. Eine Kapitalanlage kann vieles sein. Die Definition reicht vom Sparbuch über Immobilien bis hin zu Optionen. Im Nachfolgenden soll ein Vergleich der unterschiedlichen Formen einer Kapitalanlage dargelegt werden.

 

Spezielle derzeitige Zinssituation

Zu den Zielen der Europäischen Zentralbank (EZB) gehört die Vermeidung der Deflation. Ferner versucht die EZB unter dem Einfluss der derzeitigen Krise den betroffenen Staaten wie Griechenland oder Spanien durch eine expansive Geldpolitik unter die Arme zu greifen, um Investitionen anzuregen.

 

Dazu zählt auch die Maßnahme, dass der Leitzins, zu dem sich Banken bei der EZB refinanzieren können, auf nunmehr nur noch 0,05 Prozent gesenkt wurde. Dies bedeutet, dass sich die Geschäftsbanken von der EZB quasi zum Nullzins Geld leihen können.

 

Das hat den allgemeinen Zins enorm gesenkt. Die Umlaufrendite befindet sich derzeit bei etwa 1,5 Prozent, was historisch einmalig niedrig ist. Um einen exakten Vergleich der richtigen Anlageformen darstellen zu können, ist es wichtig, die makroökonomische Lage der EU nicht außer Acht zu lassen.

 

Festverzinsliche Anlagen

Unter dem Begriff „festverzinsliche Anlagen“ sind mehrere Anlageprodukte erfasst, die dadurch gekennzeichnet sind, dass nach der Investition in den Folgejahren fixe Zahlungen an den Investor fließen. Zu den festverzinslichen Anlagen zählen unter anderem die altbewährten Lebensversicherung, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen.

 

Kurz möchten wir ebenso auf den Charakter des Tagesgeldkontos und des Sparbuchs eingehen, wobei Letzteres für die Deutschen seit jeher von größter Sicherheit zeugt.

 

Das Sparbuch und das Tagesgeldkonto verloren deutlich aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus ihren Reiz, da es sich bei einem Zins von 0,05 Prozent für keinen Menschen lohnt, einem Institut sein Geld anzuvertrauen. Selbstverständlich können Sie als Investor freigewordenes Kapital in Ihr Tagesgeldkonto stellen, solange Sie sich im Unklaren sind, wie Sie dieses Kapital investieren möchten. Dennoch stellt das Tagesgeldkonto selbstverständlich keine Dauerlösung dar

 

Die Lebensversicherung gilt den Deutschen auch als Beispiel der Sicherheit. Sie wurde in der Regel zusätzlich zur gesetzlichen Rente aufgenommen, um die staatliche Rente um eine private zu ergänzen. Diese Anlage erscheint unter dem derzeitigen Zinsniveaus allerdings nicht mehr zeitgemäß, bieten Lebensversicherungen derzeit nur noch knapp 2 bis 4 Prozent. Diese Zahlen erscheinen Ihnen vielleicht zum derzeitigen Zinsniveau überaus attraktiv, doch dürfen Sie nicht vergessen, dass Sie Ihr Kapital über mehrere Jahrzehnte ausleihen und sich durchaus Phasen ergeben können, in denen der Zins und die Inflation wieder enorm steigen. Wenn dies passiert, würde Ihnen im Falle der Investition in eine Lebensversicherung ein Verlust drohen.

 

Gleiches gilt für die Staatsanleihe. Einjährige Staatsanleihen von Deutschland sind auf dem Markt teilweise sogar nur für nominelle Minusrenditen zu erwerben. Bei zehnjährigen deutschen Staatsanleihen besteht ein Zins von etwa 1,5 Prozent. Der Erwerb von Staatsanleihen von Spanien oder Griechenland bietet im Vergleich leicht höhere Renditen, doch darf nicht vergessen werden, dass bei diesen Ländern das Ausfallrisiko ungleich höher ist. Generell ist derzeit von der Anlage in festverzinsliche Anlageformen abzuraten.

 

Eine eventuelle Ausnahme bildet die Unternehmensanleihe, die auch an den Erfolg des jeweiligen Unternehmens gebunden ist.

 

Zumeist bieten diese immer noch eine höhere Rendite. Auch in diesem Zusammenhang allerdings ist auf das höhere Risiko und auf die feste Bindung an fixe Zahlungen zu erinnern.

 

Aktien, Fonds und Optionen

 

Verfechter von einer Kapitalanlage in Aktien betonen stets, im Gegensatz zu jeder anderen Geldanlage hätten diese Inflation und Kriege überstanden. Tatsächlich hat die Siemens-Aktie die chaotische deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert überstanden und stellt auch heute noch einen stabilen Wert dar. Die Aktie als ein Anteil an einem Unternehmen vermittelt auf diese Weise ein Zeichen von Sicherheit. Über Dividenden oder spätere Veräußerungsgewinne können Anleger am Erfolg ihres Unternehmens partizipieren.

 

Tatsächlich haben empirische Studien ergeben, dass die Investition in Aktien im Vergleich zu anderen Anlage weitaus überlegen ist. Dennoch besteht bei der Aktie das enorme Schwankungsrisiko einzelner Aktien, weshalb die Investition in Aktien spätestens seit der letzten Krise im Jahr 2008 von der Öffentlichkeit nur mit allzu großem Argwohn betrachtet wird.

 

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Auch wird ein eigentlich profitables Unternehmen von einer allgemeinen Marktbewegung nach unten miterfasst und wird ebenso an Wert verlieren. Daraus ergibt sich, dass die Aktie als Kapitalanlage nichts „für schwache Nerven“ ist.

 

Dennoch sei gesagt, dass ein Anteilseigner bei einer Anlage in Aktien sein Geld letztlich in einen Firmenwert investiert, der je nach individueller Lage des Unternehmens mehr oder weniger solide ist und eine überdurchschnittliche Rendite bietet. Problematisch allerdings sind derzeit die bereits hohen Kurse der Aktien. Selbstverständlich kann der Anleger weiterhin von Dividenden profitieren, doch ist die Einschränkung weiterer Kursgewinne eher eingeschränkt und es besteht das Risiko, im Falle eines Crashs hohe Einbußen zu erleiden.

 

Aus diesen Gründen empfiehlt sich eher die Investition in einen Aktienfonds, da dadurch einerseits das individuelle Risiko der Aktien gestreut wird. Andererseits werden Fonds von professionellen Verwaltern gemanagt, die im Ernstfall die Aktien frühzeitig verkaufen können und bei passender Gelegenheit wieder einsteigen können.

 

Nachteil dieser Kapitalanlage ist, dass für den Fondsverwalter zusätzliche Gebühren anfallen, doch erhält man dafür ein deutlich größeres Maß an Sicherheit.

 

Kurz muss noch auf den Charakter von Optionen eingegangen werden. Diese knüpfen an bestimmte Kapitalanlagen wie Aktien oder Indices und entfalten einen Hebelcharakter. Diese werden im Internet häufig als besonders gewinnbringend beworben, doch bieten diese Anlagen von allen wohl das geringste Ausmaß an Sicherheit. Während sich eine Option von einer Sekunde auf die andere im Wert verdoppeln kann, kann es ebenso leicht passieren, dass die gesamte Option verfällt und der Anleger sein eingesetztes Kapital verliert.

 

Dennoch kann die Option auch ein Instrument zur Risikoreduzierung darstellen, was am Beispiel der Put-Option erklärt werden kann. Hierbei sichert der Investor gegen eine Abschlagszahlung das Risiko nach unten ab. Dennoch sollte die Option nicht als normale nachhaltige Geldanlage betrachtet werden, da ihr Wert viel zu sehr schwankt.

 

Geldanlage in Immobilien

Immobilien werden ebenso nach wie vor als sehr konservative Wertanlage betrachtet, die im Rahmen der jetzigen Niedrigzinsphase ebenso ein wichtiges Investitionsgut darstellt. Noch vor fünf Jahren wurde von der Investition in Immobilien noch abgeraten, da sie aufgrund der Alterungsstruktur Deutschland langfristig nicht rentabel sein könne, da immer weniger Wohnraum benötigt werde.

 

Dieser demographische Effekt wird durch den derzeitigen Zuzug von Flüchtlingen umgekehrt. Vielmehr wird für mehr als eine Million Menschen Wohnraum benötigt. Immobilien sind auch steuerlich interessant, da sie nach einem Zeitraum von 10 Jahren verkauft werden können, ohne dass der sich ergebende Veräußerungsgewinn versteuert werden muss.

 

Wird die Immobilie vermietet, können derzeit aufgrund der Niedrigzinsphase in aller Regel die Mieten in vollem Umfang Zins und Tilgung tragen.

 

Es muss allerdings darauf geachtet werden, Leerstandszeiten zu minimieren, um die Rendite nicht zu mindern. Eine Immobilie zur Eigennutzung bietet gleichfalls eine gute Geldanlage, da in diesem Zusammenhang das Geld für eine Mietwohnung gespart werden kann.

 

Es empfiehlt sich jedoch, die Immobilie in einem dicht besiedelten Gebiet zu kaufen, da hier langfristig die größten Wachstumschancen zu erwarten sind.

 

Ein großer Nachteil im Rahmen des Immobilienkaufs besteht jedoch darin, dass der Käufer über ein umfangreiches Finanz- und Immobilienwissen verfügen sollte, um nicht eine Fehlkalkulation einzugehen. Im Immobilienbereich gibt es allerdings auch umfangreiche Immobilienfonds, die durch ihr breites Portfolio einerseits sehr gut streuen können, andererseits verfügt ein Immobilienfonds ebenfalls über professionelle Fondsmanager, die das Risiko eines Immobilienfonds minimieren können und so den Anlegern ein höheres Maß an Sicherheit versprechen.

 

Durch die Geldanlage in einen Immobilienfonds wird jedoch im Vergleich einer der größten Vorteile eines Immobilienkaufs nicht genutzt: Die Möglichkeit der Fremdfinanzierung.

 

Aufgrund der niedrigen Zinsen kann der Anleger mithilfe der Fremdfinanzierung durch die Zinsvorteile seine Rendite deutlich erhöhen.

 

Kapitalanlage in Rohstoffe

 

Als konservativste Maßnahme wird häufiger die Anlage in Edelmetalle wie Gold oder Silber beworben. In allen Zeiten der menschlichen Geschichte wurde Gold immer ein immenser Wert zugewiesen. Während der Krise im Jahre 2008 sind die Anleger in zunehmendem Maß an dem Edelmetall interessiert gewesen. Und nicht nur Gold oder Silber, auch Metalle wie Palladium scheinen Potential zu bieten.

 

Dennoch ist hier unter allen Bankern der Grundsatz bekannt: Gold zahlt keine Zinsen.

 

Ein Goldbarren, der zuhause im Tresor liegt, generiert keine laufenden Einnahmen. Dem Investor verbleibt nur die Möglichkeit durch einen späteren Verkauf einen finanziellen Vorteil zu erzielen. Dieser ist übrigens steuerlich sehr günstig gestellt, denn Veräußerungsgewinne im Rahmen von Gold sind bereits ab einem Jahr von der Besteuerung freigestellt.

 

Dennoch ist zu betonen, dass der Goldpreis sich seit der Krise äußerst negativ entwickelt hat. Er fiel von etwa 1.900 USD pro Unze auf nur noch 1.100 USD pro Unze.

 

Hinzu  kommt, dass Gold oder Silber beim Abbau große Probleme bereiten. Die Mienenarbeiter haben einen gefährlichen und gesundheitsschädlichen Beruf und die Erde wird oft auf das schlimmste ausgebeutet und zerstört.

 

Fazit:

 

Abschließend ist festzuhalten, dass vor allem von der Anlage in festverzinsliche Anleihen wie Staatsanleihen oder Lebensversicherungen abzusehen ist, da der derzeitige extrem niedrige Zins anfällig für Verwerfungen auf dem Markt ist. Das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto jedoch stellen keine langfristige Investition dar.

 

Aktien und Immobilien dagegen erscheinen im Vergleich interessant. Die laufenden Einnahmen werden in diesen Fällen entweder in Form von Dividenden oder in Form von Mieteinnahmen erlangt und sichern dem Investor eine ansprechende Rendite.

 

Auch in puncto Sicherheit können sie sich insbesondere bei einer des öfteren diskutierten drohenden Inflation behaupten. Bei der Auswahl der entsprechenden Wertpapiere oder Immobilien ist jedoch größte Vorsicht an den Tag zu legen und das Hinzuziehen eines Experten ist ratsam sein.

 

Edelmetalle sollten im Portfolio allenfalls als Ergänzung erworben werden und sind unter sozial-ökologischen Aspekten nicht vertretbar.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Leonidas XVIII Windkraft Frankreich gestartet

Freitag, 05. Februar 2016

 

Das Emissionshaus Leonidas aus der Region Nürnberg ist der wohl führende Anbieter von Windkraft-Investments in Frankreich. Alleine im Jahr 2014 wurden mehr als  8 Prozent alles Netzanschlüsse von Windkraftanlagen in Frankreich durch Leonidas durchgeführt. Das neue Angebot Leonidas XVIII stößt auf großes Interesse bei den Anlegern.

 

frankreich-windkraft-leonidas

Frankreich bietet aufgrund guter Aufstellplätze attraktive Bedingungen für Windkraft.

Hohe Frankreich-Expertise sorgt für Sicherheit

Unser Nachbarland Frankreich hat seine Besonderheiten. Der französische Markt gilt generell als eher abgeschottet, die Verhandlungen werden auch mit internationalen Partnern noch am liebsten auf französisch geführt. Das gilt insbesondere im Energie-Sektor, einem staatsnahen Bereich mit langjährig aufgebauten Netzwerken und Gepflogenheiten.

 

Deshalb ist ein guter Zugang zum französischen Markt für erfolgreichen Windkraftprojekte wichtig. Den besitzt Leonidas, eine Gruppe aus dem Großraum Nürnberg mit mittlerweile 50 Mitarbeitern.

 

Leonidas hat bereits 2010 mit Erneuerbaren Energien Projekten in Frankreich begonnen und investierte mittlerweile in 27 Photovoltaik-Anlagen in Frankreich. Von den im Jahr 2014 in Frankreich ans Netz gegangenen Windenergieparks mit einer Leistung von 1.042 MW stammten 84 MW oder gut 8 Prozent von Leonidas.

 

Frankreich bietet zweitgrößtes Potential für den Bau von Windturbinen in Europa

Im Vergleich zu Deutschland bietet die Geografie Frankreichs viele Vorteile für die Windenergienutzung: 54 Prozent größere Staatsfläche und eine um fast 600 Prozent längere Küste machen Frankreich zu einem hervorragenden Windkraft-Standort.

 

Laut dem Global Wind Report hat Frankreich deshalb “das zweitgrößte Potential für den Bau von Windkraftanlagen in Europa”. Trotzdem decken die Windenergieanlagen in Frankreich nur 3 Prozent des Strombedarfs – in Deutschland decken sie rund 12 Prozent. Es sind also noch jede Menge lukrative Standorte an den Küsten Frankreichs vorhanden.

 

Die Presse ist von Leonidas’ Frankreich-Serie angetan

frankreich-windkraft-leonidas-pressekommentareNicht nur der rege Zuspruch der Anleger zeigt die Attraktivität der Leonidas Windkraft-Projekte (meist sind sie nach nur wenigen Wochen ausverkauft). Auch die Fachpresse zeigte sich in der Vergangenheit angetan von den Leonidas-Aktivitäten. Drei führende Fachpublikationen äußerten sich zur  Vorgänger-Beteiligung Leondias XVII:

 

 

 

 

 

“Die Initiatorin Leonidas hat sich auf den französischen Windkraftmarkt spezialisiert und verfügt inzwischen über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse.“ und weiter „Der vorliegende Fonds ist insgesamt solide kalkuliert und bietet eine angemessen hohe Renditeerwartung“ – ECOreporter

 

 

„Wenn der Netzanschluss erfolgt ist und Frankreich zu seinen versprochenen Vergütungssätzen auch in den nächsten 15 Jahren steht, dann kann dem Fonds nicht viel passieren.“ — Fondstelegramm

 

 

„Ausgewogene, risikoadjustierte Rendite liegt bei der Beteiligung Leonidas XVII vor” — Scope

 

Institutionelle Investoren sorgen für Fantasie: Verkauf vielleicht schon nach wenigen Jahren?

Die Attraktivität von Windkraft-Projekten in Frankreich ist kein Geheimnis: wenn die Errichtung und der Netzanschluss erfolgt sind, kann der Investor über viele Jahre gut kalkulierbare Einnahmen erwarten. Die Institutionellen Investoren wie Pensionskassen oder Versicherungen nutzen die Vorteile deshalb konsequent aus. So will Europas größter Versicherungskonzern, die Allianz aus München, sein aktuelles Portfolio an Erneuerbaren Energien Anlagen von 2 auf 3 Milliarden Euro ausbauen. Schwerpunkt: Windkraft in Frankreich.

 

Es kann deshalb sein, dass nach der erfolgreichen Installation der Windkraft-Anlagen des Leonidas XVIII ein attraktives Übernahmeangebot den Anlegern vorgelegt wird. Entscheiden diese sich für einen Verkauf, könnte der Anleger bereits nach wenigen Jahren mit einer lukrativen Rendite aussteigen. Statt den bisher prognostizierten 15 Jahren Laufzeit könnten so schnell nur noch 3 oder 4 Jahre werden.

 

 

Eckdaten der Beteiligung

  • – Mindestbeteiligungssumme: EUR 10.000 zzgl. 5 Prozent Agio

  • – Eigenkapitalvolumen: EUR 10,4 Mio.

  • – Investitionsquote: über 96 Prozent

  • – Ausschüttung für das erste volle Betriebsjahr: 7 Prozent vor und 6,75 Prozent nach Steuern

  • – Gesamtausschüttungsprognose über 15 Betriebsjahre: 214 Prozent vor und über 210 Prozent nach Steuern

  • – Konsequente Ausnutzung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Frankreich und Deutschland

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie nachhaltig ist der Vorzeige-Staat Costa Rica wirklich? 3 Fragen an unseren Anleger Edgar Fürst

Mittwoch, 03. Februar 2016

 

Costa Rica gilt vielen als bemerkenswertes und nachhaltiges Land. Schließlich verzichtet man dort auf Militär und setzt auf Wiederaufforstung. Zuletzt hat das Magazin Öko-Invest in seiner Ausgabe 1 / 2016 über Costa Rica, die “reiche Küste”, berichtet. Laut Öko-Invest hat Costa Rica’s ehemaliger Präsident und Friedensnobelpreisträger Óscar Arias Sánchez neben Bildungs- und Gesundheitsprogrammen auch die Initiative “Frieden mit der Natur” gestartet, mit der er zum 200. Geburtstag als erster Staat eine ausgeglichene CO2 Bilanz erreichen möchte.

 

Grünes Geld Anleger Edgar Fürst war viele Jahre vor Ort und ist familiär mit Costa Rica verbunden. Wir haben die Chance genutzt und ihm 3 Fragen zum Land Costa Rica gestellt. Solche Informationen aus erster Hand sind unbezahlbar und runden das Bild über Costa Rica sehr gut ab.

 

faultier-costa-rica

Auch für uns außergewöhnliche Tiere leben in den Wäldern Costa Ricas, hier ein Faultier.

1.) Grünes Geld: Herr Fürst, Costa Rica gilt als ein besonders nachhaltiges Land und zieht deshalb auch immer wieder das Interesse sozial-ökologisch orientierter Anleger auf sich. Auch Sie interessieren sich für solche Geldanlagen – deshalb möchten wir Sie gerne zu Ihren Erfahrungen zu Costa Rica befragen. Zunächst: wie lange waren Sie in Costa Rica, wie gut kennen Sie das Land?

 

Ich war insgesamt 25 Jahre, zuletzt von 1992-2012  (mit Unterbrechungen von insgesamt etwa einem Jahr) in Costa Rica. Da ich in dieser Zeit als beratende Fachkraft in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit im Schnittfeld Umwelt & Entwicklung, und zuletzt (1999-2012) direkt integriert in Lehre und Forschung auf dem Gebiet der ökologischen Ökonomie tätig war, denke ich dieses Land gut zu kennen (auch dadurch bedingt, daß ich dort durch meine costarikanische Frau einen Teil meiner Familie habe).

 

 

2.) Grünes Geld: Ein ganz besonders interessanter Punkt ist immer wieder, dass Costa Rica seit den 1950er Jahren keine Armee mehr hat – während in Nachbarländern teilweise Kriege herrschten. Wie funktioniert das in der Praxis und wie sicher fühlt man sich in Costa Rica dann? Ist dieses Modell auch für andere Staaten empfehlenswert?

 

In der Praxis sieht das so aus, dass es eine relativ effektive Bundes- und Kommunalpolizei, eben ohne armee-, luftwaffe- und marinegemäße Kriegsbewaffnung, gibt, die u.U. auch repressiv wirken kann. Die persönliche Sicherheit ist in den letzten Jahren infolge Einbruchskriminalität, Drogenhandel, Geldwäschemafias kritischer geworden – wie auch überall in Mittel- und Südamerika und auch unabhängig davon, ob Militär besteht oder nicht. Unbenommen davon ist es als Modell für andere Staaten empfehlenswert (auch und gerade wegen der dadurch möglichen Umschichtung der Staatsausgaben in prioritärere Bereiche, wie Naturschutz im Fall von CR), was ja auch teilweise seit den 2000er Jahren von Panama und El Salvador übernommen wurde.

 

 

3.) Grünes Geld: Darüber hinaus möchte Costa Rica bis zum 200. Geburtstag im Jahr 2021 als erster Staat eine ausgeglichene CO2 Bilanz aufweisen, hat offensichtlich über 50% der Fläche des Landes wieder bewaldet und 27% der Fläche des Landes unter Naturschutz gestellt. Das stellt man sich als Europäer dann als eine Art grünes Paradies vor. Wie ist das Leben in Costa Rica – fühlt man diese Umweltbemühungen, oder sind das alles Aktionen des Staates, die die einfachen Menschen nicht weiter interessieren?

 

Es ist richtig, dass schon fast traditionsmäßig Naturschutz – vor allem durch Naturparks, Biosphären-Reservate und Schutzzonen mit insgesamt knapp 30% – in CR im Vordergrund steht, worauf auch die einfachen Menschen stolz sind. Dazu kommt, das durch Wasserkraftnutzung – und neuerdings durch Sonnen-, Wind- und Geothermie-Energie -die Bedeutung von fossilen Energieträgern relativ gering gehalten werden konnte.

 

 

Dem steht jedoch eine weiterhin schlechte Bilanz hinsichtlich der sog. grauen Umwelt – sprich: Abwasser-, Luft- und Müllverschmutzung – sowie hinsichtlich der Agrarlanddegradation durch traditionellen  Düngemittel- und Pestizideneintrag entgegen. Auch gibt es keine überzeugende Mobilitätspolitik zur Förderung von öffentlichem Nahverkehr mit emissonsärmeren  Transport- und Verkehrsträgern anstatt dem derzeit äußerst energieintensiven und luftverschmutzenden PKW-, LKW- und Busverkehr, v.a. im wild urbanisierten Hauptstadtgebiet.

 

 

Somit schätze ich eher die Einhaltung einer neutralen CO2-Bilanz bis 2021 durch Dekarbonisierung vor Ort als unrealistisch ein. Zudem soll sie ja wohl vor allem durch klimapolitische Zertifikate von international aufrechenbaren Emissionsreduktionen durch unterlassene Entwaldung, Wiederaufforstung und Projekten von erneuerbarer Energiegewinnung im ökologisch problematischen Kompensationsgeschäft mit Emissionen in den Industrieländern erreicht werden, was tendenziell einem von mir kritisierten „Ablaßhandel“ („Karbonkolonialismus“) im Rahmen eines „grünen Kapitalismus“ mit zweifelhafter Klimanachhaltigkeit im globalen Maßstab entspricht.

 

 

4.) Grünes Geld: Herr Fürst, wir danken Ihnen herzlich für Ihre Informationen, die für unsere Leser sicher sehr interessant sind.

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.