Archiv für April 2016

Filmtipp: Die große Stromlüge

Freitag, 22. April 2016

 

Ich möchte einen Filmtipp weitergeben, auf den ich durch den den Newsletter von Hans-Josef Fell, einem der beiden Väter des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, aufmerksam geworden bin. Wirklich sehenswert.

 

Ich zitiere einfach den Newsletter von Herrn Fell, Präsident der Energy-Watch-Group (und im übrigen unser Video-Interview-Partner vor ein paar Monaten) :

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

hans-josef-fell

Hans-Josef Fell (Bild: hans-josef-fell.de)

 

Die große Stromlüge“ ist ein Film, den jeder sehen muss, wenn er verstehen will, warum es den Erneuerbaren Energien in der EU und Deutschland so schlecht geht.

Die Frankfurt School of Finance hatte erst vor kurzem aufgezeigt, dass die Investitionen in der EU und Deutschland massiv und entgegen dem Welttrend eingebrochen sind (siehe meine Schlagzeile vom 26. März: http://bit.ly/1pPeV1t). Arte hat eine einzigartige Dokumentation produziert, die schonungslos und exzellent beschreibt, wer die Schuldigen hinter dem massiven Einbruch sind: Politiker, die selbst mit der konventionellen Energiewirtschaft kooperieren und aktiv deren Bestandschutz organisieren.

Beispielhaft werden politische Entscheidungen und Verquickungen der maßgeblichen Entscheidungsträger in Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und auf der EU Ebene beleuchtet, die den einst blühenden Erneuerbare-Energien-Sektor in Europa weitgehend zu Fall brachten.

Der Film ist ein Muss für jeden, der verstehen will, was die wirkliche Interessenslage hinter der europäischen Energiepolitik ist. Wer ihn gesehen hat, wundert sich nicht mehr, warum immer noch auf sündhaft teure und höchst gefährliche Atomkraft, sowie schmutzige, klimaschädliche, aber auch Terror und Kriege befördernde fossile Energien gesetzt wird, obwohl doch alle angeblich den Klimaschutz und damit den Ausbau der Erneuerbaren Energien befürworten.

Der Film ist es wert, zusammen mit dem Kinofilm „Power to Change“ von Fechner Media, der die Lösungen aufzeigt, von möglichst vielen Menschen gezeigt und gesehen zu werden.

Vielleicht entsteht dann endlich wieder eine große breite Bürgerbewegung, die sich wehrt gegen eine willfährige Politikerklasse, die sich schützend vor die Interessen der alten Energiewirtschaft stellt und dafür sogar die ökologische, soziale und friedenspolitische Destabilisierung der gesamten Gesellschaft in Kauf nimmt.

Der Film läuft morgen, 19. April um 8:55 Uhr und Mittwoch, 11. Mai um 10:45 Uhr auf Arte:

http://www.arte.tv/guide/de/052400-000-A/die-grosse-stromluege

Die komplette Sendung ist auch bis 28. Mai in der Mediathek des enorm Magazins abrufbar:

http://enorm-magazin.de/die-grosse-stromluege

Berlin, den 18. April 2016
Ihr Hans-Josef Fell
Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG Gesetzentwurfes
fell@hans-josef-fell.de
www.hans-josef-fell.de
Twitter: @HJFell
Bei mir werden Erneuerbare Energien groß geschrieben!

 

Wer mit seiner Geldanlage direkt den Klimaschutz unterstützen möchte, kann sich hier informieren:

 

musterdepot-klima_thumb.png

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Neue Hühner angekommen

Freitag, 22. April 2016

Nach den positiven Erfahrungen mit unseren ersten Hühnern haben wir uns entschlossen, nun wieder neue Hühner bei uns einziehen zu lassen.

Um natürliche Komplikationen – wie beim letzten Mal mit einem Marder – in Zukunft zu vermeiden, haben wir mit intelligenter Technik reagiert. Eine automatische Hühnerklappt mit Dämmerungs-Sensor sorgt nun für die Sicherheit der Hühner.

 

Helena

Bild 1 von 6

Helena ist unser mutigstes Huhn. Abends länger draußen und immer an Türe, um auch mal aus dem Gehege raus zu schlupfen.

Erneuerbare Energien: Weltweiter Boom

Donnerstag, 21. April 2016

solar-panel-1175819_640Weltweit flossen 2015 umgerechnet fast 245 Milliarden Euro in erneuerbare Energien, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland dagegen brachen die Investitionen in Solar, Windkraft und Biogas um fast 50 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro ein. Dies ergab eine Untersuchung vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Frankfurt School of Finance & Management, wie das Magazin Euro in seiner Ausgabe 05|16 berichtet.

 

In den Entwicklungs- und Schwellenländern wurde dabei erstmals mehr in den Bau alternativer Energieerzeugungsanlagen investiert als in den Industrieländern. Dazu beigetragen hat in erster Linie China, das mehr als ein Drittel der weltweiten Ausgaben für erneuerbare Energien stemmte – so viel wie kein anderes Land.

 

Der rückläufige Trend in Deutschland geht vor allem auf eine sinkende Nachfrage nach Solarkleinanlagen auf Häuserdächern zurück. Diese werden staatlich nicht mehr so stark gefördert. Dagegen nehmen die Ausgaben für große Meereswindanlagen und Stromspeicher zu.

 

 

 

 

 

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Blockheizkraftwerke: Anbieter Luana veröffentlicht Leistungsbilanz

Dienstag, 19. April 2016

Grünes Investoren haben eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Geldanlage. Eine eher selten angebotene Nische besetzen dabei Investments in Blockheizkraftwerke (BHK’s), wie sie Luana Capital aus Hamburg seit einigen Jahren anbietet. Umso interessanter ist deshalb die gerade veröffentlichte Leistungsbilanz für das Jahr 2015. Die Ergebnisse erfreuen durch die Bank die Anleger.

 

 

 

Was hat Luana bisher angeboten?

 

 

luana-capitalLuana Capital hat sich einen Namen mit den 3 aktuelle laufenden Blockheizkraftwerks-Projekten gemacht:

 

1.) Blockheizkraftwerke Deutschland, Emission 2012

2.) Blockheizkraftwerke Deutschland 2, Emission 2014

3.) Blockheizkraftwerke Deutschland 3, Emission 2015

 

Darüber hinaus gab es bereits zuvor 2 öffentliche, bereits komplett abgeschlossene Angebote für Solarkraftwerke:

 

1.) Photovoltaikanlage Italien, 3,5 Jahre Laufzeit, 126% Gesamtausschüttung, Auflösung in 2015

2.) Photovoltaikanlage Deutschland, 1,5 Jahre Laufzeit, 107% Gesamtausschüttung, Rückabwicklung wg. rechtlicher Risiken

 

Wer ist Luana Capital Hamburg?

 

 

Luana Capital ist ein auf Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiespeicher ausgerichtetes Emissionshaus und Projektentwickler mit Sitz in Hamburg. Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter sind Marcus Florek und Marc Banasiak.

 

Neben den bisherigen 5 öffentlichen Beteiligungsangeboten hat Luana auch mehrere Private Placements durchgeführt. Nach dem Start im Bereich der Photovoltaik-Kraftwerke in Italien und Deutschland hat sich Luana Capital seit 2012 als Spezialist für Blockheizkraftwerks-Beteiligungen positioniert.

 

 

Wie ist die Entwicklung bei den wichtigen Blockheizkraftwerks-Projekten?

 

 

Alle Blockheizkraftwerks-Projekte entwickeln sich plangemäß. Auch die Ausschüttungen erfreuen die Anleger:

 

 

Kalenderjahr 2012 2013 2014 2015 Total bis 2015
BHKK Deutschland 1
GEPLANT
2,0% 8,0% 10,0% 15,0% 35,0%
BHKK Deutschland 1
ERFOLGT
2,0% 8,0% 10,0% 15,0% 35,0%
BHKK Deutschland 1
Planerreichung
100% 100% 100% 100% 100%
BHKK Deutschland 2
GEPLANT
    4,0% 8,0% 12,0%
BHKK Deutschland 2
ERFOLGT
    6,0% 8,0% 14,0%
BHKK Deutschland 2
Planerreichung
    150% 100% 116%
BHKK Deutschland 3
GEPLANT
      3,0% 3,0%
BHKK Deutschland 3
ERFOLGT
      5,0% 5%
BHKK Deutschland 3
Planerreichung
      166% 166%

 

 

 

Wie sieht die aktuelle Beteiligung aus?

 

 

Aktuell können sich Anleger am Projekt Blockheizkraftwerke Deutschland 3 beteiligen. Dabei werden in bereits identifizierten Standorten in ganz Deutschland Blockheizkraftwerke eingebaut, betrieben und der erzeugte Strom und die erzeugte Wärme beziehungsweise Kälte, werden verkauft. Mit dem Anlegergeld werden die Blockheizkraftwerke finanziert, die plangemäß 6,5 Jahre innerhalb des Projektes gehalten werden. Anschließend erfolgt der Verkauf.

 

 

luana-capital-blockheizkraftwerke-deutschland-3

 

 

 

 

 

 

alles-zum-blockheizkraftwerke-deutschland-iii

 

 

 

 

 

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Adidas: revolutionäre Nachhaltigkeitsstrategie setzt auf recycelten Plastikmüll

Montag, 18. April 2016

 

Mit Nachhaltigkeit haben es Sportartikel-Hersteller traditionell schwer. Immer wieder berichten angesehene Medien über unhaltbare Zustände bei der möglichst billigen Herstellung von – möglichst teuer zu verkaufenden – Sportartikeln. Auch Adidas wurde dessen beschuldigt, zum Beispiel bezüglich des Spielballes beim Sommermärchen, der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Der “Teamgeist” genannte Ball wurde nach Berichten des Berliner Kuriers unter harter Arbeit für Hungerlöhne produziert. Bei 60 Stunden pro Woche erhielt eine Näherin gerade einmal 100 Euro Lohn pro Monat und konnte ihren eigentlichen Platz auf dem Feld als Bäuerin nicht mehr ausfüllen – hier mussten dann Ihre Kinder zu Feldarbeit heran. Jetzt stellt Adidas eine neue Nachhaltigkeitsstrategie vor.

 

 

 

Adidas Artikel künftig aus recyceltem Material: Kreislauf geschlossen

 

 

 

Adidas CEO Herbert Hainer

DAX-Konzernlenker H. Hainer beim Sport (Quelle: Unternehmen)

Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 15. April 2016 berichtet, sollen Adidas T-Shirts und Adidas Schuhe in der Zukunft aus wiederverwertetem Kunststoff gefertigt werden. Wann das sein wird, lies der Konzern um Chef Herbert Hainer allerdings noch offen. Die organisatorischen und technischen Hürden sind hoch, und an anderer Stelle lässt sich leichter etwas für die Umwelt tun.

 

Dreh- und Angelpunkt sind offensichtlich Materialien, die recycelt noch genauso gute Eigenschaften haben wie neue Rohstoffe. Erste Schritte werden bereits 2017 gegangen, wenn eine Kollektion in die Läden kommt, die aus Plastikmüll aus dem Meer hergestellt ist. Mit Partnern wie BASF hat Adidas das Projekt Sport Infinity gegründet, um genau so ein beliebig wiederverwertbares Material zu entwickeln. Fördergelder der EU fließen ebenfalls in das Projekt, wann damit der Kreislauf allerdings geschlossen werden kann, ist noch unklar.

 

 

 

Auch aktuelle Ziele verkündet: Adidas macht bei Zulieferern ernst

 

Die wichtigsten Lieferanten bei Adidias stehen für 80 Prozent der Produktion. Diese sollen bereits in 4 Jahren rund 20 Prozent Ihres Wasserverbrauches reduzieren. Adidas produziert nicht selbst, kann also nur über Druck auf die Lieferanten Verbesserungen erzielen.

 

Bei Herstellern von Stoffen sind die Vorgaben noch härter: In fünf Jahren sollen die Hersteller von Stoffen nur noch die Hälfte des Wassers verbrauchen. Weil Wasser in vielen Hersteller-Länden besonders knapp ist, ist das ein bedeutender Schritt.

 

In Ländern, in denen kein gut organisiertes Altkleider-Sammelwesen existiert, will Adidas ein eigenes aufbauen. Bei derzeit 346 Millionen Kleidungsstücken und 113 Millionen Stück Sportzubehör, die Adidas jährlich produziert, kann das lohnend sein.

 

Ganz konkret wird Adidas schon kurzfristig: derzeit verschwinden die Plastiktüten aus den Läden des DAX-Konzerns. Wie von uns schon im März 2015 berichtet, zieht auch die EU in Kampf gegen die unnötige Umweltverschmutzung, ist sie doch einer der Hauptverursacher von Plastikverschmutzungen in den Weltmeeren, in deren Folge zum Beispiel Schildkröten oder Fische beim Verschlucken ersticken.

 

Guter Ansatz – Umsetzung anspruchsvoll

 

Lederbearbeitung bei Adidas (Quelle: Unternehmen)

Lederbearbeitung bei Adidas (Quelle: Unternehmen)

Was gut klingt ist in der Praxis anspruchsvoll. Gerade nach den negativen Berichten in den der Vergangenheit versuchen alle Sportartikelhersteller, beim für Konsumenten immer wichtigeren Themengebiet Nachhaltigkeit vorne zu sein. Auch bei Nike, Under Armour oder Puma stehe Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda, so das Handelsblatt.

 

Neue ressourcenschonende Materialen zu entwickeln sei aufwendig, so die Zulieferer. Alle Bemühungen fußen auf wissenschaftlichen Untersuchungen, die sehr komplex, langwierig und erklärungsbedürftig sind. Über allem stehe außerdem der Kundenwunsch nach Funktionalität – bei Gore-Tex müssen deshalb alle Materialen zuerst dauerhaft wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv sein.

 

 

 

Adidias will nicht nur Umweltschutz: auch Arbeitsbedingungen sollen verbessert werden

 

Bei den sogenannten ESG-Themen (Enviromental, Social, Governance) will Adidas auch das „S“ und das „G“ nicht vergessen, also die guten sozialen Bedingungen und die gute Unternehmensführung.

 

Ein interessanter Ansatz der Franken ist dabei die Möglichkeit für Mitarbeiter bei Lieferanten, sich per SMS vertraulich an Adidas wenden zu können, falls die Arbeitsbedingungen zu schlecht sind. Rund 1/4 aller Mitarbeiter der Lieferanten sind an das System angebunden, das entspricht rund 250.000 Menschen.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die Waffen meiner Bank

Montag, 11. April 2016
Zusammenfassung: Die Studie Die Waffen meiner Bank zeigt die umstrittenen Finanzierungs-Praktiken von Banken auf. Ohne mit dem Finger zu zeigen, liefert Sie gute Entscheidungshilfen für ethisch orientierte Geldanleger.
 

Die Studie „Die Waffen meiner Bank“, herausgegeben von Facing Finance und urgewalt, liefert Ihnen die Grundlagen für Ihre Entscheidung, ob Sie Ihr Geld bei einer Umweltbank anlegen sollen, die keine Waffengeschäfte finanziert.
 

die-waffen-meiner-bank-gewehrschussAktuell wird um die Frage in der politischen Diskussion heftig und kontrovers gestritten, ob Waffengeschäfte grundsätzlich erlaubt sein sollen und wie Lieferungen in die Krisenherde dieser Welt zu beurteilen sind. Auch die Politsatire „Die Anstalt“ hat sich mit diesem Thema befasst (ZDF, 5. April 2016 ). Die Studie „Die Waffen meiner Bank“ ergänzt und versachlicht diese Auseinandersetzung, indem sie sich mit der Aufbereitung von Fakten den unterschiedlichen Verknüpfungen von Rüstungsindustrie und Bankenwelt widmet. Sie fokussiert zwar die entscheidenden Problemstellungen, vermeidet aber jede Art von Belehrung oder Indoktrination. Dadurch ist sie für Sie eine wohltuende Entscheidungshilfe, ob Sie grünes Banking bei einer Ökobank betreiben oder bei einer anderen Bank Waffengeschäfte fördern wollen. Wie auch immer Sie sich nach der Lektüre entscheiden, Sie haben Ihren Entschluss bewusst getroffen.
 

Die Herausgeber – Förderer des grünen Bankings

 

 

Facing Finance e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen und verantwortungsbewussten Einsatz von Kapital in ökologische und soziale Projekte zu fördern. International anerkannte Standards der Menschenrechte, der Arbeitswelt und der Umwelt sollen eingehalten werden. Deshalb spricht Facing Finance die Bankkunden aller Größenordnungen an, bei ihren Einlagen auf die Einhaltung sozialer, ökologischer und ethischer Kriterien zu dringen. Der Verein ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler NGO(Nichtregierungsorganisationen)-Netzwerke. Spenden sind willkommen.

urgewalt e. V. sucht den direkten Einfluss auf Industrie und Banken, um für Mensch und Umwelt schädliche Aktivitäten zu unterbinden. Der Geldgeber trägt die Verantwortung; deshalb ist er zur Rechenschaft zu ziehen. Mit sorgfältiger Recherche, mutigem Einsatz und unkonventionellen Überlegungen wurde so manche Finanzierung von schädlichen Großvorhaben unterbunden. Dazu werden Kampagnen aufgelegt, damit sich die Verbraucher und Bürger auf ihre Macht als Konsumenten besinnen. Spenden sind willkommen.

 

Bestandsaufnahme für grünes Banking

 

Zu Beginn weist die Studie auf die durch repräsentative Umfragen bestätigte Tatsache hin, dass die Verkaufsorganisationen der Großbanken, Sparkassen und Volksbanken sehr genau wissen, dass zwei Drittel ihrer Kunden Rüstungsgeschäfte ablehnen. Ein Teil davon würde zu einer Ökobank wechseln, wenn er wüsste, dass sein Kreditinstitut Waffenexporte finanziere. Deshalb sind die Banken an aufgeklärten Kunden nicht interessiert, zumal diese Geschäfte hoch lukrativ sind. Ihr Volumen betrug 2014 immerhin 143 Billionen US-Dollar. Laut Veröffentlichungen des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitutes (SIPRI) lagen die Rüstungsverkäufe 2011 – 2015 um 14 % über denen des vorherigen Zeitraumes von fünf Jahren. 4,7 % entfallen davon auf Deutschland, das von China (5,9 %) vom vierten auf den fünften Platz verdrängt wurde. An der Spitze stehen die USA (33 %) und Russland (25 %).

 
 
 

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Maßnahmen des grünen Bankings

 

Eine grüne Bank einmal anders

Eine grüne Bank einmal anders

Wenn Sie nicht in die Rüstungsindustrie investieren oder ohne Ihr Wissen Anteilseigner eines Waffenlieferanten werden wollen, zeigen Ihnen die dargestellten Geldflüsse den richtigen Weg. Ein Institut ist dann eine wirkliche Umweltbank, wenn für alle Geldanlagen wie vergebene oder gekaufte Anleihen, direkt oder über andere Banken emittierten Gelder das Erreichen der Rüstungsindustrie ausgeschlossen ist. Dasselbe gilt für Fonds und Versicherungen. Banken geben sich gern den Anschein, eine Ökobank zu sein, indem sie sich auf die Gesamtkreditvergabe zurückziehen. Wenn ein Konzern eine Rüstungssparte hat, soll das gesamte Unternehmen der Kreditnehmer sein. Ob Geld bei der Abteilung Waffen ankomme, sei Sache des Kunden und nicht die der Bank. Aber das Prädikat Ökobank kann nur beanspruchen, wer jeglichen Geldstrom in die Rüstungsindustrie ausschließt.
 

Freunde des grünen Bankings

 

Umweltbanken sind die Freunde der nachhaltigen ökologischen Kapitalanlage. Sie schließen aus, dass Ihr Geld bei der Rüstungsindustrie ankommt. Deshalb setzt sich die Studie im Einzelnen mit vielen Kreditinstituten auseinander und beschreibt, ob und welche Beziehungen zu Waffengeschäften bestehen. Sie kommt so zu folgenden Ergebnissen: Die Kirchenbanken sind Ökobanken; denn sie vergeben keine Kredite an die Rüstungsindustrie. Ob Sparkassen oder Genossenschaftsbanken möglicherweise Umweltbanken sind, erschließt sich nur aus der Prüfung des Einzelfalles. Normale Geschäftsbanken sind jedenfalls nie Ökobanken.

 

Feinde des grünen Bankings

 

Ein eigenes Kapitel ist den weltweit großen Playern der Rüstungsindustrie unter Beteiligung der deutschen Unternehmen gewidmet. Es liefert die sachliche Grundlage, damit Sie sich Ihr Bild von den Waffengeschäften machen können.

 

Fazit

 

Die Studie verleiht Ihnen den Anstoß, Ihr grünes Banking gegen Waffengeschäfte zu entwickeln, sofern Sie nach der Lektüre diesen Weg gehen wollen. Sie will überzeugen, nicht überreden. Zur Auswahl der richtigen Umweltbank helfen dann die Darstellungen der Banken.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.