Archiv für Mai 2016

Wie Sie sich Ihre Altersvorsorge ohne Riester und trotz Nullzins aufbauen

Freitag, 20. Mai 2016
Zusammenfassung: Wer auf staatliche Zuschüsse verzichtet kann in kostengünstigere Geldanlagen einsteigen. Damit erhält er mehr Rente und vererbt sogar noch Kapital.

 

Die Sachlage ist klar: immer mehr Rentner müssen von immer weniger Arbeitnehmern getragen werden. Die Folge: eine gesetzliche Rente, die für einen auskömmlichen Lebensabend sorgen könnte, wird es nicht mehr geben. Obwohl ein heute 30jähriger sein ganzes Leben lang arbeitet, wird er aus der Rentenkasse nur noch eine Art Grundsicherung erhalten, zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Wer aber statt Wasser und Brot lieber Pasta, Salat und Fruchtsäfte genießen möchte, muss zusätzlich etwas tun.

 

Für die immer mehr werdenden Selbstständigen stellt sich die Frage ohnehin. Diese haben zwar meist das Glück, nicht in die gesetzlichen Rentensysteme gezwungen zu werden, müssen dafür aber entsprechend selbst vorsorgen.

 

 

Wer blickt noch durch beim Förder-Dschungel?

Auch der Staat hat das erkannt und viele Wege geschaffen, wie man privat zusätzliches Kapital zur Seite legen kann und dafür staatliche Förderungen erhalten kann. Die Anzahl ist kaum noch zu überschauen: Riester-Versicherung, Riester-Bausparvertrag, Riester-Banksparplan, Riester-Fondssparplan, Rürup, Pensionskasse, Direktversicherung, Pensionszusage, vermögenswirksame Leistungen, usw.

 

Richtig analysiert und angewendet, kann mit den staatlichen Wegen tatsächlich ein finanziell interessantes Ergebnis erzielt werden. Doch mit Einschränkungen und Restriktionen sind die staatlichen Förderungen immer verbunden, kompliziert und unverständlich sind die Regelungen darüber hinaus, und so mancher Durchführungsweg stellt sich als Irrweg heraus. Nicht erst Hort Seehofer erkannte zum Beispiel: „Die Riester-Rente ist gescheitert.“ (Merkur, 9. April 2016)

 

Doch es geht auch ohne die Fallstricke, Restriktionen und Nullzinsen der staatlich geförderten Produkte. Mit recht einfachen Mitteln kann man sich eine Altersvorsorge selbst aufbauen, die sicher und flexibel ist. In den meisten Fällen kommt dabei auch das beste finanzielle Ergebnis heraus.

 

 

 

Phase 1: Die Ansparphase

Frage 1: Wieviel soll ich sparen?

 

Der lange Weg zum Ruhestand: Nachdenken zahlt sich aus.

Die klassische Anwort auf die Frage, wieviel soll ich monatlich zur Seite legen, ist kompliziert und unscharf: man überlegt, wieviel zusätzliche Rente braucht man, und rechnet dann zurück, wieviel man monatlich sparen muss. Ich habe diese Übung in der Praxis schon ausreichend durchgeführt – und viele Enttäuschungen erlebt. Denn wer kann seriös abschätzen, wieviel Zusatzbedarf in der Zukunft besteht? Wer kann abschätzen, wie sich sein Einkommen in den nächsten 20, 30 oder 40 Jahren verändern wird? Welche Erbschaften stehen an, welche Krankheiten, Ausbildungen etc. müssen finanziert werden? Welche Inflationsrate gilt für die nächsten 20 Jahre?

 

 

Deshalb hier ein pragmatischer Ansatz:

 

 

Für Arbeitnehmer: Schauen Sie sich Ihr Netto-Gehalt an. Davon nehmen Sie 10 Prozent für die Altersvorsorge her. Warum? Das ist lediglich ein Zehntel des Geldes, das sie monatlich zur Verfügung haben. Von 10 Euro also nur 1 Euro. Das muss jeder leisten können. Jetzt kommt Teil 2: Von jeder zukünftigen Lohn-Erhöhung nehmen Sie 50% zur Erhöhung Ihrer Beiträge für die Altersvorsorge. Die anderen 50% behalten Sie für die schönen Dinge des Lebens.

 

 

Für Selbstständige: Die für Arbeitnehmer geltenden 10% des Netto-Gehaltes sind zu wenig – schließlich fehlen bei Ihnen ja die gesetzliche Rente bzw. sonstige gesetzlich vorgeschriebene Rentensysteme. Der normale Arbeitnehmer zahlt 18,7 Prozent – gerundet 20 Prozent seines Brutto-Lohnes. Damit lässt sich eine Grundabsicherung erreichen. Wenn Sie jedoch ein bisschen mehr im Alter haben wollen, dann satteln Sie hier noch etwas obendrauf. Dann sind wir bei 30% Ihres Unternehmerlohns (also tatsächliche Lohn-Zahlungen plus Ihren Unternehmensgewinn). Auch hier gilt: von Lohnerhöhungen oder höherem Gewinn zahlen Sie 50% in die Rente ein, die anderen 50% bleiben Ihnen selbst.

 

 

Frage 2: Wie soll ich ansparen?

 

 

Ich habe Ihnen in der Überschrift versprochen, dass ich Ihnen ein Weg anbieten kann, der die Nullzinsen umgeht. Denn von den Null-Zinsen sind die allermeisten der aktuellen und üblichen, staatlich geförderten Ansparformen betroffen. Selbst fondgebunden Varianten, zum Beispiel bei Riester-Verträgen, leiden unter den Null-Zinsen. Denn der Gesetzgeber verlangt eine Garantie für die eingezahlten Beiträge – in der Folge muss ein Teil der Beiträge in den sogenannten Deckungsstock des Versicherers gehen, der aber nur noch mit aktuell 0,9 % Verzinsung angesetzt wird. Entsprechend gehen auch in fondsgebundenen Riester-Verträgen oftmals 70 oder 80 Prozent der Gelder in den Deckungsstock.

 

 

Um die Nullzinsen zu umgehen sollten Sie deshalb in den Sachwert Aktien investieren. Aktien sind Anteile an Unternehmen – diese profitieren von den Nullzinsen sogar, denn die Konjunktur wird durch niedrige Zinsen angekurbelt.

 

 

Sie glauben Aktien seien risikoreich? Kurzfristig haben Sie damit völlig recht. Doch je länger Ihr Anlagehorizont ist, umso kalkulierbarer werden Aktien. Und dank Investmentfonds können auch Laien in Aktien investieren, denn ein Fondsmanager kümmert sich dann um den Kauf- und Verkauf von Einzeltiteln.

 

 

In der folgenden Grafik sehen Sie den Zusammenhang: wer 30 Jahre in einen Aktienfonds anspart, wird immer sehr zufrieden sein:

Fondssparplan: Bei 30 Jahren Spardauer super sicher. Bei kürzeren Anlagedauern sollten Rentenfonds hinzugenommen werden (Grafik: BVI)

Fondssparplan: Bei 30 Jahren Spardauer super sicher. Bei kürzeren Anlagedauern sollten Rentenfonds hinzugenommen werden (Grafik: BVI)

 

 

Man kann am Diagramm aber auch erkennen: Bei einer 10jährigen Anspardauer kann in Extremfällen wie der Finanzkrise 2008 die Rendite negativ werden. Deshalb empfehlen wir bei Zeiträumen von 20 und weniger Jahren die Beimischung von festverzinslichen Wertpapieren. Je kürzer die Anlagedauer, desto niedriger sollte der Aktienanteil sein.

 

 

Die Ansparung sollte also in eine Auswahl von Investmentfonds erfolgen. Damit lassen sich Renditen deutlich oberhalb der Bank-Zinsen mit einer hohen Sicherheit erzielen, wenn man die empfohlenen Spardauern einhält. Hier mein Vorschlag:

 

 

Anspardauer bis 5 Jahre: Monatssparen Sicherheit (hier klicken)

Anspardauer von 5 bis 9 Jahren: Monatssparen Balance (hier klicken)

Anspardauer ab 10 Jahre: Monatssparen Wachstum (hier klicken)

 

Extra Tipp: Steuern sparen durch Fondspolice

 

Wer in einen Fondssparplan anspart, wird mit einer hohen Sicherheit eine gute Rendite, langfristig zwischen 6 und 8 Prozent, erzielen. Doch eine Tatsache trübt die Freude – die Besteuerung der Gewinne. Für alle Ausschüttungen aus den Fonds und bei allen Umschichtungen zwischen Fonds greift nämlich der Fiskus zu. Die Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer summieren sich auf gewaltige 28 Prozent, die von den Gewinnen einbehalten werden. Dieses Geld fehlt besonders für den Zinseszins-Effekt, denn dieses Geld ist verloren und kann nicht mehr für Sie arbeiten.

 

 

Deshalb mein Tipp: sparen Sie bei der Altersvorsorge nicht in einem Wertpapierdepot an. Sparen Sie bei der Altersvorsorge in eine sogenannte Fondspolice an. Dabei wird Ihr Geld ebenfalls wieder in Fonds angelegt, diese unterliegen aber keiner ständigen Besteuerung. Erst wenn Sie sich zum Rentenbeginn Ihr Kapital auszahlen lassen, wird die Steuer erhoben. Und dann nur nach dem Halbeinkünfteverfahren (bei Verträgen mit mind. 12 Jahren Laufzeit und Mindestalter 62 Jahre).

 

Gleiche Rendite der Geldanlage, aber weniger Steuern: Vorteil der Fondspolice (Berechnungen: Helvetia)

Gleiche Rendite der Geldanlage, aber weniger Steuern: Vorteil der Fondspolice (Berechnungen: Helvetia, Basis 30 Jahre Anspardauer, 30-Jähriger, 250 Euro monatlicher Sparbetrag)

 

 

Wichtig: In unserem Fall nutzen Sie keine Rentenzahlung, sondern lassen sich das Kapital zu Rentenbeginn auszahlen.

Für mehr Informationen zur Fondspolice, klicken Sie hier.

 

Phase 2: Die Rentenphase

Sie haben sich also in den vergangen Jahren ein hübsches Sümmchen zusammen gespart. Bleiben wir bei den Zahlen aus dem obigen Beispiel, wären das 183.000 Euro (Halbeinkünfteverfahren).

Sie könnten sich damit eine lebenslange Rente einer Versicherung auszahlen lassen. Im obigen Beispiel einer Fondspolice würde dann keine Steuer zum Ende der Ansparphase anfallen, es würden also 206.010 Euro für die Rente zur Verfügung stehen. Daraus errechnet beispielsweise die Helvetia eine lebenslange Rente von rund 600 Euro (Stand 2016). Nachteil: Wenn Sie versterben, ist das Kapital verbraucht – Hinterbliebene erhalten dann nichts mehr (es gibt einige kostenpflichte Optionen, um das zu vermeiden; im Normalfall ist das Geld aber komplett oder zum größten Teil verbraucht).

Es gibt aber eine andere Lösung, die das Kapital nicht verzehrt und für Ihre Hinterbliebenen erhält. Die sogenannte 4% Regel.

Was besagt die 4% Regel?

Wer sein Geld zu 60% in Aktien, zu 40% in Rentenpapiere anlegt, kann jährlich 4% des Kapitals entnehmen, ohne dass sich das Kapital aufzehren würde. Okay – im Gegensatz zur lebenslangen Rente einer Lebensversicherung kann ich mir also nicht nur regelmäßig eine Rente auszahlen lassen, sondern ich kann auch jederzeit über meine Gesamtsumme verfügen? Und wenn ich versterbe, bleibt das Geld für meine Hinterbliebenen, zum Beispiel meinem Ehepartner, erhalten? Die verblüffende Antwort darauf ist: ja.

 

Die 4% Regel ist von vielen berechnet und überprüft worden. Trotzdem habe ich selbst auch nochmal eine Überprüfung vorgenommen – und zwar erstmals mit nachhaltigen Renten- und Aktienfonds. Ich habe dabei gleich mit einem kräftig negativen Jahr begonnen und habe die Weltfinanz-Krise von 2008, in der erstmalig sowohl die Renten- als auch die Aktienmärkte kräftig verloren, mit einbezogen.

 

Hier das Ergebnis in Tabellenform:

4Prozent-Regel-funktioniert-praechtig

Die 4%-Regel funktioniert auch in schwierigen Phasen (Berechnung: Grünes Geld, die Entnahme im Jahr 2002 ist erhöht durch der Ausgabeaufschlag der Fonds).

 

Interessant ist auch die Entwicklung des Kapitals über die Jahre:

 

 

Klar erkennbar: trotz extremer Bedingungen bleibt das Kapital erhalten (Berechnung: Grünes Geld GmbH)

Gut erkennbar: trotz extremer Bedingungen und jährlichen Auszahlungen i.H.v. 4% bleibt das Kapital erhalten (Berechnung: Grünes Geld GmbH, ohne Gewähr, Vergangenheitsbetrachtungen lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu)

 

Fazit:

Wer es geschickt anstellt, kann ohne staatliche Restriktionen sicher und lukrativ eine Altersvorsorge aufbauen. Im Gegensatz zu den gesetzlich geförderten lebenslangen Renten bleibt dann das Kapital auch noch für die Hinterbliebenen erhalten. Der Ansatz: in einer Fondspolice monatlich 10% des Netto-Einkommens (bei Selbstständigen: 25% des Einkommens) ansparen. Zu Rentenbeginn die Kapitaloption wählen und nach der 4%-Regel das Geld anlegen.

 

 

Mehr-zum-Rentenplan-ohne-Staat

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Stromriese RWE weiter im Sinkflug: Bonität fast auf Ramsch-Niveau

Donnerstag, 19. Mai 2016

 

Noch vor wenigen Jahren waren die großen deutschen Energieversorger für Kapitalanleger eine sichere Bank. Sie galten als Witwen und Waisen-Papiere, also Aktien, die auch von sehr sicherheitsbedürftigen Anlegern bedenkenlos gekauft werden konnten. Doch wie das Handelsblatt am 17. Mai 2016 berichtete, hat die Rating-Agentur Moody’s jetzt die Bewertung für RWE gesenkt: auf die letzte Stufe vor Ramsch-Niveau.

 

 

 

Was ist mit RWE geschehen?

Energiewende: die Stromerzeugung wird de-zentral

Auch solche Überland-Leitungen werden weniger: Erneuerbare Enerigen sind de-zentral, wir müssen weniger Strom übertragen.

Der zweitgrößte deutsche Stromversorger nach EON, die RWE AG,  hat lange auf Kohle, Gas und Atom zur Stromgewinnung gesetzt.  Die Erneuerbaren Energien wurden lange Zeit bekämpft, denn damit kommt die dezentrale Energieversorgung, eine große Furcht der Energieriesen: die Großkonzerne verlieren damit nämlich ihre Macht. So sind rund die Hälfte der ca. 25.000 Windkrafträder in Deutschland bereits in Bürgerhand. Die Großkraftwerke dagegen waren immer in der Hand der 4 großen Energiekonzerne.

 

Mittlerweile wurde sogar die Aufspaltung von RWE beschlossen: Die RWE AG behält die Alt-Kraftwerke mit Atom, Kohle und Gas sowie den Energiehandel. Die neue RWE, genannt NewCo, soll dafür die Erneuerbaren Energien, die Netz und den Vertrieb erhalten.

 

Möglicherweise ein geschickter Schachzug, denn die Folgen der Atomstrom-Produktion sind überhaupt nicht abschätzbar – und damit die Kosten. Vor wenigen Wochen hat die Trittin-Kommission einen Vorschlag vorgelegt: die Stromkonzerne sollen 23 Milliarden Euro in einen öffentlich-rechtlichen Fonds einzahlen und sich damit der Altlasten für Atommüll entledigen können.

 

Das sind jedoch 6 Mrd. Euro mehr, als die Konzerne erhofften. Das war einer der Mosaik-Steine, weshalb die Rating-Agentur Moody’s RWE herabstufte, denn RWE müsste dafür 5 Mrd. Euro Rückstellungen auflösen und rund 1,7 Mrd. zusätzlich aufbringen, um ihren Anteil am Fonds zahlen zu können.

 

Trotzdem sieht die Lage bei RWE düsterer aus als bei EON. Denn trotz der gleichen Thematik mit dem Altlasten-Fonds bleibt die Bewertung von EON auf dem 2 Stufen besseren Niveau von Baa1 (Rating-Stufen), während RWE nun von Baa2 auf Baa3 abgesenkt wurde. Das ist auf der Moodys-Skala nur noch die 10. Stufe und die letzte Stufe für eine mittlere Bonität. Eine weitere Abstufung würde die ehemals so angesehene RWE auf Junk-Status bringen und damit als hochspekulativ einstufen. Viele Investoren würden diese Anleihen verkaufen beziehungsweise gar nicht erst kaufen.

 

Die Probleme von RWE

Während RWE noch vor 5 Jahren ein solides A2-Rating (6. Stufe) hatte, ist nun bald der Ramsch-Status erreicht. Der Reaktor-Unfall von Fukushima (hier unser Bericht zum 5. Jahrestag) hat für eine Trendwende nach unten gesorgt. So ist der Konzern heute hoch verschuldet. Zum 31. März 2016 summierten sich die Netto-Schulden auf 28 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 11 Prozent in den vorangegangenen 12 Monaten.

 

Hintergrund sind vor allem die weggebrochenen Gewinne, weil sich die großen Kohle- und Gaskraftwerke kaum noch profitabel betreiben lassen. Die Erneuerbaren Energien haben den Strompreis an der Strombörse in Leipzig stark fallen lassen. So sind die Großhandelspreise für die Megawattstunde elektrischer Energie von früher 50 Euro auf mittlerweile weniger als 24 Euro gesunken.

 

Hinzu kommen die Belastungen aus dem oben erwähnten Atom-Ausstiegs-Fonds, die höher als von den Konzernen erwartet ausfallen. Kritiker hingegen bemängeln, dass die nicht absehbaren Kosten für die Atommüll-Lagerung sogar noch wesentlich höher sein könnten, und der Staat, also damit alle Bürger, für die Mehr-Kosten gerade stehen müssen.

 

 

 

 

 

geldanlagen-energiewende

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

ForestFinance veröffentlicht Forst-Bericht 2015: gutes Wachstum

Freitag, 13. Mai 2016
Gute Nachricht von ForestFinance: Der älteste Aufforstungs-Anbieter in unserem Angebot hat seinen Forstbericht für 2015 für das wichtigste Anbau-Land, für Panama, jetzt veröffentlicht. Der Bericht ist positiv und informiert ausführlich und transparent.

 

ForestFinance gut unterwegs

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Die Wälder von ForestFinance unterliegen ständigen Kontrollen. So werden Volumenzuwachs und Höhe festgehalten (Bild: ForestFinance)

 

In Panama wurden in der Provinz Chiriquí bereits 1995 die ersten Anpflanzungen von ForestFinance gestartet. Chiriquí liegt im Westen Panamas und grenzt an Costa Rica. In der Kordillere liegen das wichtigste Kaffeeanbaugebiet und der höchste Berg Panamas, der 3.477 Meter hohe Vulkan Barú. Mittlerweile wurden in den Pflanzjahren seit 1995 insgesamt 20 Fincas mit zusammen 1.054 ha, davon 303 ha als Schutzgebiet, angepflanzt.

 

Was beinhaltet der Forstbericht ganz konkret?

Auf insgesamt 83 Seiten gibt der von Sabine Wischnat verfasste Bericht einen sehr detaillierten Eindruck von den Aufforstungen in Panama, aufgeteilt nach den einzelnen Themen:

 

– Standort Panama,
– forstwirtschaftlichen Aktivitäten in den Projektregionen,
– soziale Engagement,
– die Wachstumsdaten der ForestFinance-Fincas in Panama sowie
– die ökologischen Grundsätze bei der Bewirtschaftung

 

Einen großen Teil nehmen die ausführlichen Monitoring-Daten von den einzelnen Fincas ein. Detailliert wird für jeden Standort die Entwicklung der Holzmenge pro Hektar und die erreichten Baumhöhen, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Baum-Sorten, im zeitlichen Verlauf der letzten Jahre sowohl tabellarisch als auch grafisch dargestellt.

 

Eine solche Transparenz ist vorbildlich und wird von keinem anderen Anbieter erreicht. Lediglich MillerForest kann mit dem Waldrat e.V. eine qualitativ ähnliche, wenn auch in der Ausführung ganz andere, Art der Transparenz für die Investoren darstellen.

 

Er wird jedem Kunden von ForestFinance kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Alle Informationen Energiewald 5 Jahre

 

 

 

 

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Hypermiling: was auch Sie von diesem Sport lernen sollten

Freitag, 13. Mai 2016

 

Den Tank gefüllt und 2000 Kilometer weit kommen – Sprit sparen bis zum Extrem. Was sich für den normalen Autofahrer wie Utopie anhört, ist für die sogenannten Hypermiler sportliche Herausforderung. Und mit ihren Tricks wird das Spritsparen auch für normale Fahrer alltäglich.

 

Was ist Hypermiling?

 

Dank alternativer Antriebstechniken – und damit einhergehend ökologischen Kraftstoffen – besitzt ein besonderer Sport wieder mehr Aufmerksamkeit: Hypermiling. Der Begriff stammt aus den USA, wo er die Herausforderung an Fahrer beschreibt, mit nur einer Tankfüllung möglichst viele Meilen zurückzulegen. Das erfordert natürlich kraftstoffsparendes Fahren und einiges an Überlegungen, das auch zu erreichen.

 

Der Sport ist alles andere als neu, auch nicht hierzulande, wobei die Gemeinschaft dank Internet heute größer und vernetzt ist. Bereits vor mehreren Jahrzehnten haben die ersten Fahrer an Tricks gearbeitet, möglichst weit mit einer Tankfüllung zu kommen. Immer ausgefeilter wurden die Strategien und die Fahrtechnik, um möglichst viel Sprit zu sparen. Erst seit wenigen Jahren hat dieser Sport mit dem Begriff Hypermiling überhaupt einen Namen bekommen.

 

Ein Europäer mischt in der Spritspar-Szene kräftig mit

 

Felix Egolf aus der Zentralschweiz ist seit Jahren auf den Straßen als Spritsparer unterwegs. Leidenschaft fürs Thema und Ehrgeiz kennzeichnen den 59jährigen ehemaligen Piloten. Genau das, was ein Hypermiler mitbringen muss. Sein neuester Streich: Hinter dem Lenkrad eines Opel Insignia 1.6 CTDI ecoFlex (Effizienzklasse A+) fuhr er von den Alpen bis an die Nordsee und wieder zurück – 2.111 Kilometer mit nur einer Tankfüllung.

 

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Felix Egolf bei Opel in Rüsselsheim. Mit einem Insignia 1.6 CTDI ecoFlex hat er 2.111 Kilometer zurückgelegt: ohne zu tanken! (Bild: opelpost.com)

 

Umgerechnet macht das einen Verbrauch von 3,46 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Ein neuer Langstreckenrekord für Egolf. Allerdings kein neuer Verbrauchsrekord – den hat Egolf mit einem VW Polo erreicht: 2,94 Liter auf 100 Kilometer.

 

Hypermiling hat die Neugier der Autoindustrie geweckt

 

Egolf hat mittlerweile mehr als 30 Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller getestet. Die Autoindustrie ist auf die Hypermiler aufmerksam geworden und nehmen gerne die Tipps der Hypermiler an. Auf seiner Reise hat Egolf so auch einen Zwischenstopp in Rüsselsheim, dem Hauptsitz Opels, eingelegt und mit den Verantwortlichen dort beratschlagt. Hypermiler zeigen schließlich, dass der angegebene Normverbrauch tatsächlich erreicht, in vielen Fällen gar problemlos unterboten werden kann.

 

Jeder kann Hypermiler werden

 

Egolfs Meinung ist dabei ganz klar: Jeder kann Hypermiler werden. Seine Forderungen an die Autofahrer sind dabei zunächst denkbar einfach und fasst sie als verantwortungsbewusstes Fahren zusammen.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sprit sparen, Kohlendioxitaustoß mindern, Stress reduzieren. Das spart dann am Ende Geld und Nerven und die Umweltbelastung wird auch noch gesenkt.

 


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Die Menschen müssten eine neue Langsamkeit entdecken, so Egolf.

 

Für Egolf gehört dazu auch, besonders schöne Fahrtstrecken auszuwählen und nicht immer die kürzeste. So kombinierte er auf seiner Alpen-Nordsee-Alpen-Tour Autobahn und Landstraße, Stadt und Natur. Auch Staus bezieht er in seinen Planungen stets mit ein.

 

Was vom Hypermiling gelernt werden kann

 

Egolf und die anderen aus der Hypermiling-Szene haben aber auch noch einige handfeste Tricks parat, die sie weitergeben. Die meisten von ihnen sind dabei überraschend alltagstauglich, einige bekannt. Die Kunst besteht auch darin, sie auch konsequent anzuwenden.

 

 

Ein Tipp: Auf der Autobahn immer zwischen 80 und 90 Stundenkilometer fahren. Das erfordert durchaus Disziplin, spart aber sehr viel Treibstoff. Insgesamt fördert eine ruhige Fahrweise – auf Autobahnen wie Landstraßen und auch in der Stadt – das kraftstoffsparende Fahren ungemein.

 

Viel hilft auch das Vorausschauen. An Ampeln frühzeitig vom Gas gehen, Kreisverkehre so anfahren, dass man möglichst gar nicht bremsen muss. Generell zurückhaltend mit der Bremse umgehen, um übermäßig viele Beschleunigungen und Verzögerungen zu vermeiden. Bei der Beschleunigung schnellt der Verbrauch jedes Fahrzeugs schließlich deutlich in die Höhe.

 

Zwei weitere Tipps bringen in Summe auch hohe Ersparnisse: Motor bei jedem Anhalten ausschalten und möglichst zügig in den höchsten Gang schalten und fahren. Viele neue Fahrzeuge haben hier bereits Hilfen verbaut – Start-Stopp-Automatik oder Anzeigen, wann der Gang optimalerweise gewechselt werden sollte. Doch auch ohne lassen sich die beiden Tipps einfach umsetzen und unnötiger Spritverbrauch vermeiden. Verbraucher wie Klimaanlage oder Radio sollten bestenfalls ausbleiben.

 

Eine regelmäßige Wartung des Fahrzeugs und dessen Pflege helfen zudem. Dazu zählt auch die Verwendung eines guten Motorenöls – gut geschmiert läuft der Motor besser und verbraucht weniger. Ein leicht erhöhter Luftdruck verringert zudem den Rollwiderstand der Reifen – und spart Sprit. Gleich ganz zu rollwiderstandsarmen Leichtlauf-Reifen zu wechseln, bringt da natürlich noch mehr. Diese stehen allerdings nicht für jedes Modell zur Verfügung.

 

Nur für Profis – mit dem Auto segeln

 

Viel Übung und besondere Konzentration erfordert ein letzter Tipp: das Engine-off-coasting, kurz EOC, bei den Hypermilern auch als „segeln“ bekannt. Hierbei wird der Motor während der Fahrt ausgeschaltet. Braucht das Fahrzeug wieder Schub, wird der Wagen im fünften Gang wieder gestartet. So lässt sich noch einmal eine erstaunliche Menge Sprit sparen. Diese Fahrweise ist aber tatsächlich nur etwas für die Profis. Allerdings gibt es mittlerweise Hybrid-Fahrzeuge, die mit diesem Prinzip automatisch arbeiten – und so einen geringeren Verbrauch realisieren.

 

Auch Teslafahrzeuge in Hypermiler-Hand

 

Aber nicht nur mit Hybridfahrzeugen werden Hypermilingrekorde aufgestellt. Hypermiler haben auch reine E-Autos, Fahrzeuge mit ausschließlich elektrischem Antrieb, für sich entdeckt. Auf einem Tesla Model S wurde jüngst der Langstreckenrekord für diese Kategorie Fahrzeuge gebrochen: Knapp über 300 Meilen, umgerechnet gut 480 Kilometer mit einer Akkuladung. Dabei war der Fahrer mit durchschnittlichen 104 km/h unterwegs.

Fazit

 

Viele Tricks und Fahrtechniken der Profis hören sich für den Laien einfach an – und so mancher lässt sich sicherlich auch im Alltag anwenden. Die faszinierenden Ergebnisse, die die Profis aufweisen können, sind sicherlich schwer nachzuahmen – aber eine Sprit sparende Fahrweise kann sich jeder aneignen. Und so zumindest zum Hypermiling-Amateur werden.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Luana Capital weiter im Plan: bereits 11 Blockheizkraftwerke im Projekt angebunden

Freitag, 13. Mai 2016

Der Hamburger Anbieter Luana Capital hat berichtet, dass er für sein Projekt “Blockheizkraftwerke Deutschland 3” fünf weitere Standorte vertraglich gesichert hat und noch im Sommer diesen Jahres die Blockheizkraftwerke dort installiert. Insgesamt sind nun 11, der auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen genannten Systeme, im Projekt eingebunden. Anleger können sich nur noch bis 26. Juni 2016 beteiligen.

 

 

 

Einzigartige Projekt-Idee bietet Anlegern viele Vorteile

 

 

 

 

Dass Blockheizkraftwerke ökologisch wie ökonomisch viele Vorteile bieten, ist seit Jahren bekannt. Schließlich nutzen sie die Energie (meist Erdgas) zweimal – für die Gewinnung von Strom und von Wärme oder Kälte. Der Wirkungsgrad kommt damit teilweise über 90 Prozent. Auch die Zuverlässigkeit und der tägliche Betrieb überzeugen.

 

 

 

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BHKW’s erzeugen neben Wärme auch Strom

Doch öffentliche Angebote für Kapitalanleger blieben rar, denn meist sind die Anlagen zu klein und damit zu kostengünstig, als dass man ein Angebot daraus machen könnte. Schließlich muss ein gewisses Projektvolumen vorhanden sein, damit sich die Einbindung externer Kapitalgeber lohnt. Luana hat sich mit einem besonderen Konzept, niedrigen Kosten und hoher Kompetenz hier eine interessante Nische geschaffen und bereits das 3. Blockheizkraftwerks-Projekt auf den Weg gebracht.

 

 

 

Es werden an vor-definierten Standorten im gesamten Bundesgebiet Blockheizkraftwerke installiert. Immer gerade so viele, wie Anlegergelder eingeworben wurden. Mittlerweile sind das im aktuellen Projekt 11 Stück.

 

 

 

Da der Betrieb von richtig eingesetzten Blockheizkraftwerken finanziell sehr interessant ist, hat der Anleger viel Vorteile:

 

 

 

– Sachwerte am Standort Deutschland

– sehr gute Risiko-Streuung durch viele unabhängige Einzel-Projekte

– nur 6,5 Jahre Laufzeit

– Gesamtauszahlung 160% mit jährlichen Rückzahlungen

– Beteiligung ab 10.000 Euro

 

 

Aktueller Platzierungsstand: 135% und 11 Kraftwerke

 

 

 

 

Wie Luana Capital aktuell meldet, hat sich der Platzierungsstand auf 135% erhöht. Während man ursprünglich knapp 5 Mio. Euro einsammeln wollte, ist man nun schon fast bei 7 Millionen Euro platziertem Eigenkapital angelangt. Für das Konzept kein Problem – es werden einfach entsprechend mehr Standorte identifiziert und mit Blockheizkraftwerken ausgestattet.

 

 

 

Trotzdem bleibt das Limit 26. Juni 2016 für die Anleger relevant, denn dann muss Luana Capital das Projekt für neue Anleger schließen. Das verlangt das seit letztem Jahr eingeführte Kleinanlegerschutzgesetz.

 

 

 

Während 6 Kraftwerke bereits installiert sind, werden die nächsten 5 Kraftwerke vom Hersteller RMB in den Monaten Juni und Juli geliefert. Alle tragen zum Konzept der dezentralen Energieerzeugung bei – einer Idee, die unabhängiger macht und Leitungsverluste minimiert.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Rente: Welche Formen der privaten Vorsorge gibt es? Was sind die Unterschiede zwischen Basis-Rente, Riester-Rente und Privater Rente?

Montag, 09. Mai 2016
Zusammenfassung: Die private Absicherung des Lebensstandards im Alter will gut überlegt sein. Wir erklären die Unterschiede der möglichen Formen wie Riester, Rürup oder Privatrente einfach und für jeden verständlich.

 

Die große Koalition hat das Thema Rente wieder auf den Tisch gebracht. Seit vielen Jahren ist klar, dass die gesetzliche Rente nur noch eine der unterschiedilchen Komponente der Einkünfte im Alter sein wird, zusätzliche Komponenten müssen privat aufgebaut werden. Deshalb wurden unter Bundeskanzler Hr. Schröder und in den Anfangsjahren der Kanzlerschaft von Fr. Merkel grundlegende Reformen eingeführt, die eine private Absicherung (Riesterrente, Basisrente, private Rente) ermöglichen sollten.

 

fragendes-maedchen

Für’s Alter vorsorgen: viele Möglichkeiten sind verfügbar. Nur: welche passt?

Die grundsätzlichen Herausforderungen sind seit Einführung dieser Absicherungs-Wege gleich geblieben: höhere Lebenserwartung und niedrigere Geburtsraten sorgen dafür, dass immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren müssen. Vor rund 50 Jahren betrug das Verhältnis Arbeitnehmer zu Rentnern 6:1, vor zwei Jahrzehnten noch 2,7:1 und bereits 2030 kommen auf einen Rentner nur noch 2 einzahlende Arbeitnehmer.

 

Zusätzlich hat sich die Rentensituation geändert, denn die erzielbaren Zinsen der Vorsorgeprodukte sind mit Einführung der Niedrigzinsen ebenfalls spürbar gesunken. Die sogenannte Rentenlücke des Einzelnen nimmt also weiter zu.

 

Ich möchte deshalb die gängigen Formen der privaten Altersvorsorge aufzeigen. Dabei verzichte ich auf die Details und vermittle den grundlegenden Überblick. Eine individuelle Beratung kann das natürlich nicht ersetzen, es sollte aber einen guten Überblick geben.

 

 

Welche 3 grundsätzlichen Formen der privaten Altersvorsorge gibt es überhaupt und wie funktionieren diese?

Wer privat vorsorgen möchte kann das auf unterschiedlichste Arten tun. Immobilien kaufen, Aktien kaufen, Sparbriefe bedienen, Oldtimer sammeln, Gold kaufen, Bausparverträge ansparen usw.

 

Die genannten Wege haben allerdings mindestens 1 dieser Nachteile:

 

– man muss sich in dem Themengebiet gut auskennen

– man muss kontinuierlich Zeit aufwenden, um die gewünschten Erfolge zu erzielen

– die Verzinsung ist entweder sehr niedrig oder langfristig schwer kalkulierbar

– es gibt keine “Langlebigkeits-Absicherung”: unter Umständen wird man älter, als das Geld reicht

 

Bequemer und besser kalkulierbar geht die Altersvorsorge deshalb mit dafür vorgesehenen Renten-Verträgen. Alle haben dabei einen Vorteil: die Rentenzahlungen sind Leibrenten, das heißt, sie werden auch tatsächlich bis zum Lebensende gezahlt.

 

Unter den Rentenverträgen gibt es die viele Varianten. Zunächst einmal eingeordnet nach staatlicher Förderung – also zum Beispiel Riesterrente oder Basisrente. Danach nach der Unterscheidung “klassisch” oder “fondsgebunden”. Da die “klassische” Variante allerdings aufgrund der niedrigen Verzinsung kaum noch interessant ist, beziehe ich mich in allen weiteren Ausführungen auf die fondsgebundene Varianten.

 

Hier die grundlegende Übersicht:

 

 

Wie funktioniert’s?

Wie ist die Förderung gestaltet?

Für wen am interessantesten?

Basis-Rente
(= Rürup-Rente)

 

 

 

 

 

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Man zahlt monatliche Beiträge oder Einmalbeiträge ein, und erhält dafür im Ruhestand eine “lebenslange” Rentenzahlung. Die Beiträge zur Basis-Rente können steuerlich geltend gemacht werden. Je nach Steuersatz erstattet der Staat damit rund 20 bis 50 Prozent der Steuern. Achtung: die ausgezahlten Renten sind voll zu versteuern (nachgelagerte Besteuerung) Die absetzbaren Beiträge begrenzt und bei normalen Arbeitnehmern meist schon durch die Einzahlungen in die gesetzlichen Sozialsysteme ausgeschöpft sind, ist die Basis-Rente meist nur  für Selbstständige interessant.

Riester-Rente

 

 

 

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Man zahlt monatliche Beiträge oder Einmalbeiträge ein, und erhält dafür im Ruhestand eine “lebenslange” Rentenzahlung. Auf Wunsch können bis zu 30% zu Rentenbeginn auch als Kapitalausgezahlt werden. Bei voller Einzahlung in den Vertrag zahlt der Staat 154 Euro jährlich an direktem Zuschuss. Für Kinder werden ebenfalls Zuschüsse gezahlt. Zusätzlich “Günstigerprüfung”, d.h. falls die Einzahlungen bei steuerlicher Berücksichtigung mehr Ersparnis gebracht hätten als die Zuschüsse, dann gilt diese Ersparnis. Achtung: die ausgezahlten Renten sind voll zu versteuern (nachgelagerte Besteuerung) Menschen mit vielen Kindern (wegen direkter Zuschüsse) oder Menschen mit hohem persönlichem Steuersatz (wegen Absetzbarkeit).

Private Rente

 

 

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Man zahlt monatliche Beiträge oder Einmalbeiträge ein und erhält dafür eine lebenslange Rente, oder Kapitalauszahlungen. Während der Ansparphase keine Besteuerung. In der Auszahlphase niedrige Besteuerung. Wer mit Basis-Rente oder Riester-Rente finanziell nicht gut fährt oder deren Nachteile (mangelnde Flexibilität) nicht akzeptieren möchte, sollte zur Privaten Rente greifen. In der Praxis der für die meisten sinnvollste Weg zum Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge.

 

 

 

Fazit: Private Rente meist am besten geeignet

Jeder der privat vorsorgt, sollte sich zunächst die Private Rente ansehen. Moderne Verträge sind sehr flexibel: sie lassen jederzeit Zuzahlungen zu, Auszahlungen sind meist ebenfalls jederzeit möglich, eine Kündigung ist in der Ansparphase innerhalb von 30 Tagen durchführbar, und die Kostenquoten sind gering. Auch Erben haben etwas vom privaten Rentenvertrag: das Kapital in der Ansparphase ist praktisch immer vererbbar, in der Rentenphase durch verschiedene Optionen ebenfalls werthaltig (Renten-Garantiezeit, Rest-Kapitalauszahlung, etc.)

 

Auch die Förderung ist attraktiv – die steuerlichen Ersparnisse in der Ansparphase sind hoch, die steuerliche Belastung in der Rentenphase sehr gering.

 

Die Basisrente ist als Abbild der staatlichen Rente gedacht. Sie ist, einmal abgeschlossen, nicht mehr kündbar (lediglich die Beitragszahlungen können eingestellt werden). Sie wird immer als Rente auf Lebenszeit ausgezahlt. Sie ist nicht vererbbar, nicht beleihbar und im Todesfall kann das Vertragskapital für die Angehörigen verloren sein. Sie kann sich über die Absetzbarkeit der Einzahlungen – bei Verheirateten derzeit immerhin bis zu rund 45.000 Euro jährlich – jedoch rechnen. Aber Achtung: im Gegensatz zur gewöhnlichen Besteuerung von Kapitalanlagen wird bei der Basisrente nicht der Gewinn besteuert, sondern die komplette Auszahlung!

 

Die viel gescholtene Riester-Rente überzeugt auch in der Praxis nur selten. Sehr komplizierte Förder-Regeln und hohe Kosten, unter anderem durch unnötige Garantien, machen Sie zum Mauerblümchen. Nur bei vielen Kindern oder hohen individuellen Steuersätzen kann sie interessant sein. Auch hier gilt: im Gegensatz zur gewöhnlichen Besteuerung von Kapitalanlagen wird bei der Riester-Rente nicht der Gewinn besteuert, sondern die komplette Auszahlung!

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.