Archiv für September 2017

Energieeffizienz – Die Kennzeichnung von Elektrogeräten wird neu geordnet

Freitag, 29. September 2017
Zusammenfassung: Energieeffizienz beschreibt die optimale Ausnutzung der Energie bei elektrischen Geräten. Durch die EU-Kennzeichnung mit der farbigen Effizienzskala, können Verbraucher zuverlässig den Verbrauch eines Gerätes ermitteln und so Stromkosten sparen und die Umwelt schonen. Die EU hat in diesem Jahr die vereinfachte Einstufung der Geräte in eine Skala von A bis G beschlossen. Besonders wichtig dabei – die Energieeffizienz von Heizgeräten und Warmwasserbereitern.

 

 

Nicht von den Energiekosten auffressen lassen.

Energiesparen schont die Umwelt und die Haushaltskasse. Aber während Sparsamkeit immer auch mit einem Verzicht verbunden ist, sorgt Effizienz für eine optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Mittel.

 

Das Zauberwort lautet daher Energieeffizienz. Und die hat sich in der Tat in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen stark verbessert.

 

 

Wer heute ein neues Elektrogerät anschaffen will, sollte nicht nur die unterschiedlichen Preise vergleichen, sondern auch den Energieverbrauch des Produktes im Blick haben. Denn sonst kommt ein scheinbar günstiges Gerät – durch einen hohen Energieverbrauch – schnell teurer,  als ein sparsameres Gerät zum höheren Preis.

 

Der Energieverbrauch von Haushaltsgeräten durch eine entsprechende Kennzeichnung leicht ersichtlich. Durch den niedrigeren Energiebedarf lassen sich zum einen die privaten Kosten senken, zum anderen wird auch die Energienachfrage eingedämmt. So können die Energieeffizienzziele der Europäischen Union erfolgreich umgesetzt werden.

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Wattner Sunasset 7 offiziell gestartet

Donnerstag, 28. September 2017
Zusammenfassung: Nach fast einem Jahr Wartezeit darf das neueste Solar-Deutschland-Projekt von Wattner nun von Anlegern gezeichnet werden. Aufgrund der sehr positiven Erfahrung mit dem Hause Wattner haben sich vorab bereits über 200 Anleger per Reservierung Anteile im Wert von mehr als 3 Millionen Euro gesichert.

 

Das neueste Projekt von Solar-Pionier Wattner aus Köln ist seit heute offiziell gestartet. Der Wattner SunAsset 7 ist bereits das 7. Projekt dieser Reihe und wurde mit Sehnsucht erwartet, nachdem Wattner das Projekt bereits im Oktober 2016 angekündigt hatte.

 

Für die Verzögerung sorgte – wie bei vielen anderen Emissionshäusern auch – die wesentlich umfangreicheren Prüfungen der Behörden. Während früher eine Prospektprüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) rund 2 Wochen dauerte, musste Wattner fast 1 Jahr mit der Behörde an der Gestaltung des Verkaufsprospekts arbeiten.

 

Die Rahmendaten des SunAsset 7

 

Was wird mit dem Geld der Anleger gemacht? Kauf, Betrieb und eventuell Verkauf von Solarkraftwerken in Deutschland. Die Kraftwerke stehen bereits (weitgehend) fest und sind von Wattner veröffentlicht (siehe Detailinformationen).

 

Was ist daran so überzeugend? Solarkraftwerke haben 2 Vorteile. Sie sind eine der Lösungen, wenn es um eine 100% Energieversorungen mit Erneuerbaren Energien geht. Und sie werden über 20 Jahre mit einem festen Einspeisetarif für jeder erzeugte Kilowattstunde Energie vergütet. Da die produzierte Strommenge ebenfalls gut bestimmt werden kann, ein ideales Geschäftsmodell. Man weiß schon 20 Jahre im voraus, wie die Einnahme-Situation aussieht.

 

Wie lange ist der Anlagezeithorizont? Analog der Förderung für deutsche Photovoltaik-Kraftwerke, also knapp 20 Jahre.

 

Wie ist die Verzinsung? Die Zinsen beginnen bei 4,5 Prozent und steigen bis 6 Prozent p.a an. Gleichzeitig mit den Zinszahlungen wird auch der Kredit zurückgeführt. Der Anleger erzielt eine prognostizierte IRR-Rendite von 5,1 Prozent.

 

Wie sicher ist das Projekt? Die Sicherheit kommt aus dem Investitionsobjekt: die staatliche Förderung der Photovoltaik-Anlagen in Deutschland ist über einen sehr langen Zeitraum garantiert und entsprechend einfach ist das Geschäftsmodell zu rechnen. Trotzdem könnten technische Risiken oder wirtschaftliche Risiken, wie z.B. eine nachträgliche Kürzung zugesagter Fördermittel zu Problemen führen. Selbstverständlich informiert Watter SunAsset 7 ausführlich im Verkaufsprospekt über alle möglichen Risiken.

 

Was gefällt sonst noch am SunAsset 7? Aus der Erfahrung von vielen Jahren in der Branche können wir beurteilen, wie sich Photovoltaik-Projekte in Deutschland in der Vergangenheit entwickelt haben. Da die Sonneneinstrahlung in Deutschland auf Jahresbasis sehr konstant, die Rechtssicherheit in Deutschland hoch und die Technik mittlerweile sehr ausgereift ist, sind wir grundsätzlich begeistert von PV-Projekten in Deutschland.

 

Die bisherigen Leistungen des Emissionshauses

 

Wer Grünes Geld kennt, weiß dass wir nicht unbedingt Freund von „Nachrangdarlehen“ sind. Man trägt als Anleger die Risiken in voller Höhe, bei den Gewinnen wird jedoch nur der vereinbarte Zinssatz ausgezahlt.

 

Außerdem haben feste Zinszusagen in der Vergangenheit Emissionshäuser dazu bewogen, um jeden Preis die Zinszusagen einzuhalten um aufgebrachte Anleger zu vermeiden – auf Kosten der langfristigen Tragfähigkeit der Projekte.

 

Wir sehen es hier allerdings differenzierter. Zum einen hat Wattner als Emissionshaus bereits eine halbe Million Euro an nicht zu verzinsender Einlage zur Verfügung gestellt. Diese darf nur ausgezahlt werden, wenn die Ansprüche der Anleger bedient wurden.

 

Zu jedem Zeitpunkt im Projektverlauf sind mindestens 0,4 Mio. Euro an Reserven auf den Konten des Projektes vorgesehen. Das ist komfortabel kalkuliert.

 

Wattner hat in den Vorgänger-Projekten SunAsset 1 bis 6 bewiesen, dass sie PV-Projekte in Deutschland beherrschen. Eines der ersten komplett abgewickelten PV-Projekte in Deutschland ist der Wattner SunAsset 1 – er hat dem Anleger mehr Rendite eingebracht, als ursprünglich versprochen.

 

Und schließlich hat ein Nachrangdarlehen auch einen zählbaren Vorteil: die Gewinne werden nur mit der relativ günstigen Abgeltungssteuer belegt, statt wie bei Kommandit-Beteiligungen mit dem persönlichen Steuersatz.

 

Hoher Andrang: schon 3 Millionen reserviert

 

Der gute Ruf eilt den Wattner-Projekten mittlerweile voraus: noch bevor die Zeichnung überhaupt möglich war, wollten schon über 200 Anleger über eine Reservierung am neuen Projekt teilhaben. Über 3 Millionen der insgesamt geplanten 8,7 Millionen Euro an Kapital wurden darüber schon praktisch eingesammelt.

 

Der Vorteil: durch die Reservierung steht fest, dass der Anleger auch tatsächlich berücksichtigt wird. Aller Anleger mit Reservierung werden in den nächsten Tagen von Wattner angeschrieben und informiert.

 

Um sich am Wattner Sunasset 7 beteiligen zu können sollten Sie sich also bald entscheiden. Nicht zuletzt der erstmals bei Wattner gewährte Frühzeichnerbonus ist eine kleine Motivationshilfe, denn damit wird Ihr Geld zwischen Zahlungseingang und 31.12.2017 mit einem Prozent p.a. verzinst. In Zeiten negativer Zinsen auf Sparkonten und Tagesgeldkonten eine interessante Idee.

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die 7 wichtigsten Punkte für einen sonnigen Ruhestand

Mittwoch, 27. September 2017

Die langjährige Niedrigzinsphase wird uns noch einige Jahre begleiten. Das zwingt viele Menschen zu Umdenken und Neu-Berechnen, denn jedes Jahr Null-Zins frisst weitere gefährliche Lücken in die privaten und betrieblichen Altersvorsorge-Lösungen.

 

Deshalb muss umfassend geprüft werden, wie der Ruhestand konkret für die einzelne Person aussieht – und zwar unter Einbeziehung aller Vermögenswerte. Mit dazu gehört die Prüfung von Themen wie Nachlassregelung und Vollmachten für den Ernstfall.

 

Mit den 7 wichtigsten Punkten für einen sonnigen Ruhestand möchten wir einen guten Überblick in das komplexe Thema geben. Sie werden sehen, dass die einzelnen Inhalte gut zu verstehen und im Einzelfall meist schnell beherrschbar sind. Bei Fragen kommen Sie gerne auf uns zu (Kontakt).

 

Abschnitt 1: Wer erbt was?

Ein Erbe: hoffentlich interessanter als dieses Fahrzeug

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer eigentlich Ihr Vermögen erben wird? Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, von wem Sie selbst noch eine Erbschaft erwarten?

 

Falls es kein Testament gibt, greift die gesetzliche Erbfolge. Falls es ein Testament gibt, gilt für die Berechnung des Pflichtteils eines Erben: mindestens die Hälfte dessen, was ihm laut gesetzlicher Erbfolge zugestanden hätte (als Barabfindung).

 

Einen Anspruch auf einen Pflichtteil haben zum einen die sogenannten Abkömmlinge. Das sind die leiblichen oder adoptierten Kinder oder – sofern diese nicht mehr leben – die jeweils nachfolgende Generation, also Enkel oder Urenkel. Ein Anrecht auf einen Pflichtteil sieht das Gesetz außerdem für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner sowie bei kinderlosen Paaren auch für die Eltern vor. Geschwister dagegen können keinen Pflichtteil geltend machen.

 

Die gesetzliche Erbfolge geht nach dem Ordnungsprinzip, oder einfacher: Das Gut rinnt wie das Blut.

 

Im einfachsten Falle erben die Kinder (oder deren Kinder), gemeisam mit dem Ehepartner, das Vermögen eines Verstorbenen. Das nennt man Erben 1. Ordnung. Ohne Abkömmlinge erbt die sogenannte 2. Ordnung, also Eltern, Geschwister und Nichten/Neffen.

 

Ein weitverbreiteter Irrtum ist die 100-Prozent Vererbung an den überlebenden Ehepartner. Wie würden Sie zum Beispiel die Frage beantworten, wer verstorben sein muss, damit er Ehepartner wirklich alles erbt?

 

Das wäre nur dann der Fall, wenn es keine Kinder / Enkel / Urenkel gibt, keine Eltern, keine Geschwister, keine Nichten/Neffen und keine Großeltern mehr. Wie wahrscheinlich ist das? Wie sähe es in Ihrem eigenen Fall aus?

 

Hier eine Tabelle zum Erbe des Ehepartners in einer Zugewinngemeinschaft (häufigste Form der Ehe in Deutschland; es gibt daneben noch die sogenannte Gütertrennung):

 

 

Zugewinngemeinschaft

1. Ordnung

(Kinder, Enkel)

2. Ordnung

(Eltern, Geschwister)

3. Ordnung

(Großeltern)

Weitere Ordnungen
Anteil des Ehegatten am Erbe 1/2 3/4 3/4  voll (1/1)

 

 

 

 

 

 

 

Abgesehen vom Pflichtteil können Sie die Erbschaft jedoch mit einem Testament nach Ihrem Willen recht frei gestalten.

 

Dabei gilt im Todesfall immer das jüngste aufgefundene Testament. Ein Testament können Sie beim Notar verfassen und hinterlegen lassen, aber auch ein selbst erstelltes, (komplett) handschriftliches Testament hat die gleiche Gültigkeit. Häufig spart man übrigens Kosten, wenn man das Testment selbst verfasst, sich jedoch von einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt beraten lässt.

 

Tipp: Bedenken Sie beim Themen Erben nicht nur das eigene Vermögen. Häufig ist auch ein Vermögen zu erwarten, das Sie als Erbe erhalten. Vielleicht von den Eltern, vielleicht von Tante oder Onkel. Gehen Sie auch diese Themen offen an und besprechen Sie mit den Vererbenden die Strategie.

 

Bei ausreichender Zeit lässt sich möglicherweise viel Erbschaftssteuer sparen. Die Freibeträge für Ehepartner (500.000 €) oder Kinder (400.000 €) sind grundsätzlich gut und werden häufig nur bei Immobilienvermögen überschritten, aber schon nicht verheiratete Lebensgefährten oder Nichten und Neffen haben nur 20.000 Euro Freibetrag.

Abschnitt 2: Den Staat beim Erbe leer ausgehen lassen

Der Staat braucht Geld … viel Geld, um seinen umfangreichen Aufgaben vom Straßenbau über die Ausbildung der Kinder bis hin zur inneren und äußeren Sicherheit nachzukommen. Entsprechend lässt er sich die Chance nicht entgehen und erhebt Steuern beim Erben (und in gleicher Höhe beim Schenken).

 

Die gute Nachricht vorweg: nahe Verwandte wie Kinder oder Ehepartner müssen häufig nichts bezahlen. Die Freibeträge sind üppig gestaltet, bei Ehepartnern zum Beispiel 500.000 Euro:

 

Verwandtschaftsgrad Freibetrag Steuersatz
(abhängig von der Höhe des Vermögens)
Ehegatten 500.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Kinder und Stiefkinder 400.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Enkel und Stiefenkel 200.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eltern im Erbfall 100.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eltern bei Schenkung 20.000 Euro 15 bis 43 Prozent
Geschwister, Nichten, Neffen 20.000 Euro 15 bis 43 Prozent
Übrige Personen (z.B. nicht eheliche Lebengefährten, Patenkinder, Freunde) 20.000 Euro 30 bis 50 Prozent

 

Lassen Sie uns ein Beispiel für Menschen betrachten, die möglicherweise gar nicht an Erbschaftssteuern dachten – und trotzdem plötzlich viel zahlen müssen:

 

Zur Immobilienfinanzierung hat ein Mann einen Risiko-Lebensversicherung über die Todesfallsumme von 200.000 Euro abgeschlossen. Seine Lebensgefährtin ist nicht mit ihm verheiratet, jedoch als Begünstigte im Vertrag eingetragen – sollte er also versterben, möchten man das Geld aus der Lebensversicherung ihr zugute kommen lassen, damit sie den offenen Kredit damit abbezahlen kann. Eine übliche Vorgehensweise.

 

Außerdem erbt sie auch das Haus, sollte ihr Partner versterben.

 

Sollte der Mann jetzt tatsächlich versterben, geht das Finanzamt wie folgt vor: Der Wert der Immobilie wird festgesetzt, zum Beispiel auf 250.000 Euro. Abzüglich der offenen Kredite von z.B. 200.000 und zuzüglich der ausgezahlen Lebensversicherung in Höhe von 200.000 Euro erbt die Lebensgefährtin also 250.000 Euro.

 

Abzüglich ihres Freibetrages als „Übrige Person“ von 20.000 Euro muss sie demnach 230.000 Euro versteuern; bei einem Steuersatz von 30 Prozent sind das 69.000 Euro alleine an Erbschaftssteuer. Möglicherweise muss sie jetzt sogar das Haus verkaufen.

 

Tipp: Bei der korrekten Gestaltung der Risiko-Lebensversicherung hätte die Steuerlast auf Null Euro reduziert werden können. Dieser und weitere Fälle lassen sich einfach so gestalten, dass Erbschafts- oder Schenkungssteuer vermieden werden. Übrigens lassen sich die Freibeträge durch Schenkung alle 10 Jahre neu ausschöpfen.

 

Abschnitt 3: Selbst bestimmen, was im Fall eines Unfalls oder Krankheit getan werden soll

 

Unfälle kommen überraschend und haben manchmal langwierige Folgen

Erst vor wenigen Wochen erreichte mich persönlich morgens im Büro eine Nachricht per WhatsApp: ein sehr guter Freund, den ich seit Kindestagen an kenne, war auf seinem Arbeitsweg verunglückt.

 

Der Fahrer eines entgegenkommendes Fahrzeuges war eingeschlafen und auf seine Fahrbahnseite geraten. Mein Freund erlitt sehr viele Knochenbrüche, auch lebensbedrohliche, und wurde in ein künstliches Koma versetzt.

 

Er als Patient war nicht mehr ansprechbar, trotzdem mussten medizinische Entscheidungen getroffen werden. Häufig geht es dabei um Fragen um Leben und Tod. Immer ist die Frage präsent: wie hätte wohl der Betroffene entschieden? Wie lässt sich hier das Recht auf medizinische Selbstbestimmung wahren?

 

Die Lösung stellt die Patientenverfügung dar; ein Dokument, in dem man in guten Tagen und wohlüberlegt festlegt, welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden sollen und welche nicht.

 

Tipp: Die Patientenverfügung sollte auf jeden schriftlich verfasst sein und unterschrieben werden. Sie ist jederzeit widerrufbar und änderbar. Damit im Notfall auch der Zugriff auf die Verfügung gewährleistet ist, sollten Kopien bei Vertrauenspersonen und dem Hausarzt hinterlegt werden.

 

Abschnitt 4: Noch einen Schritt weiter – wer darf sich kümmern wenn was passiert?

 

Im Abschnitt 3 haben wir den Fall behandelt, dass man seinen Willen nicht mehr äußern kann und medizinische Entscheidungen getroffen werden müssen.

 

Doch gerade bei länger anhaltenden Situationen, zum Beispiel bei einem langjährige Schwerstpflegefall, müssen über die direkten medizinischen Entscheidungen hinaus noch weitere Entscheidungen gefällt und Unterschriften geleistet werden.

 

Nicht selten sind zum Beispiel Immobilien für einen Pflegebedürftigen nicht mehr bewohnbar. Doch ein Verkauf der Alt-Immobilie und der Erwerb einer geeigneten Immobilie oder der Umzug in ein Pflegeheim erfordern wirtschaftlichen Sachverstand und Entscheidungsbefugnisse. Dafür reicht die Patientenverfügung nicht aus

 

Um jemanden zu bevollmächtigen, dass er in Ihrem Namen handeln darf, benötigen man eine Vorsorgevollmacht. In diese werden alle notwendigen Details geregelt.

 

Lassen Sie sich also von einem spezialisierten Anwalt dazu beraten. Es gibt jedoch auch Vorlagen, die die häufigsten Konstellationen und Fragestellungen bearbeiten – möglicherweise sind solche Vorlagen ausreichend. Bei Buchung einer Ruhestandsplanung von Grünes Geld wird Ihnen dazu eine Vorlage übergeben.

 

Tipp: Seit über 10 Jahren gibt es das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Dort können Sie Patientenverfügung und Betreuungsverfügungen eingetragen werden, so dass diese auch für im Notfall und nach vielen Jahren, in denen man gar nicht mehr an diese Papiere dachte, schnell gefunden werden.

 

Abschnitt 5: Neben Sicherheit muss in der Altersvorsorge auch die Rendite stimmen

 

Das Ausland hat für die Einstellung der Deutschen sogar einen Begriff geprägt: German Angst. Es geht um ein difuses Angstgefühl der Deutschen, was sich unter anderem in der sehr zurückhaltenden deutschen Außenpolitik äußert.

 

Die vielleicht bedeutendere Ausprägung ist das Geldanlage-Verhalten der Deutschen: vermeintliche Garantien und vermeintlich feste Zinsen werden überbewertet, langfristige Chancen damit außen vor gelassen.

 

Dabei bieten gerade die meist sehr langen Ansparzeiträume für die Altersvorsorge ideale Vorraussetzungen für schwankungsintensive Anlageformen, die dafür aber auch die höchsten Renditen erwirtschaften. Lassen Sie uns das an einem Beispiel erkennen.

 

Beispiel: Eine 37jährige Frau mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro. Davon gehen aktuell 18,7% in die gesetzliche Rentenversicherung, also 7.480 Euro jährlich. Eine grundsätzliche Faustformel besagt, von diesem Betrag 50% zu nehmen und in eine private Altersvorsorge zu investieren, also in unserem Fall 50% von 7.480 Euro, also 3.740 Euro jährlich oder 310 Euro monatlich.

 

Einzahlung 310 Euro monatlich über 30 Jahre

Altersvorsorge ohne Wertschwankungen

(klassischer Rentenvertrag, Renditeannahme 3% p.a.)

Altersvorsorge mit Wertschwankungen

(Fondgebundener Rentenvertrag, Renditeannahme 6% p.a.)

Kapital nach 30 Jahren

181.100,06 Euro

312.956,66 Euro

Ergibt monatliche garantierte Rente von

(Abschätzung, unverbindlich)

543 Euro

939 Euro

 

Übrigens gibt es gerade bei der ethisch-ökologischen Geldanlage sehr gute, langfristige Möglichkeiten im Aktienmarkt. Denn Aktien nachhaltiger Unternehmen bieten den Menschen Lösungen, die immer mehr nachgefragt und immer mehr gebraucht werden.

 

Entsprechend sollte eine günstige Geschäftsentwicklung die Folge sein, so dass die Unternehmenswerte und damit auch die Aktienkurse der Unternehmen überproportional steigen (siehe auch unser Musterdepot Wachstum).

 

Tipp: Wer die Zahlen analysiert kommt bei der langfristigen Geldanlage an Aktien nicht vorbei (mehr: Rendite-Dreieck) . Lassen Sie sich von Experten beraten, wie Sie typische Fehler bei der Aktienanlage vermeiden und gleichzeichtig die Steuern auf den Gewinn gering halten.

 

Abschnitt 6: Das fiese Geheimnis … Ihre Rente wird jährlich weniger

 

Stellen Sie sich vor, Sie haben alles richtig gemacht: Sie haben Ihre gesetzliche Rente ausgerechnet, Sie haben eine Rentenlücke identifiziert und Sie haben über Jahre hinweg monatlich etwas zur Seite gelegt, um diese Lücke zu schließen.

 

Schließlich sind Sie 67 Jahre alt und gehen in Rente. Und in der Tat, die Berechnungen waren richtig, Sie konnten Ihre Lücke schließen, alles ist perfekt. Für viele Menschen enden an dieser Stelle Ihre Überlegungen.

 

Leider begehen sie damit einen fatalen Fehler. Denn eine Frau, die mit 67 Jahren in Rente geht, hat noch laut aktueller Vorgabe (Sterbetafel 2004R) eine Lebenserwartung von weiteren 24 Jahren (!).

 

Was wird in diesen 24 Jahren geschehen? Die schleichende Inflation wird an der Kaufkraft ihrer Rente knappern.

 

In den 24 Jahren wird die Kaufkraft von zum Beispiel 100 Euro absinken, bei 2% jährlicher Inflation auf nur noch 62,17 Euro.

 

Theoretisch gibt es dafür die jährlichen Rentensteigerungen. Doch lassen Sie uns ansehen, ob diese die Inflationsraten in der Vergangenheit ausgleichen konnten:

 

Netto-Rentenentwicklung in Deutschland

Tatsächliche Rentenentwicklung nach Inflation: meist negativ (Quelle: Helvetia)

 

Das Diagramm zeigt deutlich, dass die Rente in den meisten Jahren effektiv weniger wird. Das muss auch so sein, denn immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Rentenempfängern gegenüber (Demografische Entwicklung); die Rente muss abnehmen.

 

Tipp: Um die abnehmende Renten auszugleichen sollten Sie schnell reagieren. Zwei Möglichkeiten kommen meist in Frage. Möglichkeit 1: Sie sparen einen zusätzlichen Betrag fürs Alter an. Möglichkeit 2: Sollten Sie Ihre bisherige private Altersvorsorge auf klassischen Produkten aufgebaut haben, prüfen Sie den Wechsel in Anlagen mit höherer Renditeerwartung.

 

Abschnitt 7: Verdrängt oder Problem angegangen … wahrscheinlich werden Sie pflegebedürftig.

 

Das Schöne ist, dass wir alle immer älter werden. Durchschnittlich rund 15 Jahre im Vergleich zu den Großeltern. Wurden Ihre Großeltern zum Beispiel 75 Jahre alt, können Sie schon mit rund 90 Jahren Lebensalter rechnen.

 

Das weniger Schöne ist, dass die Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Lebensalter auch deutlich zunimmt. Besonders in den Jahren ab 80 – dort ist jeder 5. von Pflegebedürftikeit betroffen. Ab dem Lebensalter 85 sind es sogar 4 von 10 Menschen.

 

Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt dabei rund 5 Jahre. Nimmt man aktuell rund 3.000 Euro für stationäre Pflege pro Monat an, kommen erhebliche Summen zusammen.

 

Beispiel: 3.000 Euro im Monat sind in der Rentenphase eine stattliche Summe. Zieht man eine staatliche Rente von z.B. 1.200 Euro ab und geht von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung von 2.005 Euro (Pflege Grad 5), berücksichtigt für die Versorgung des Partners für Mieter und Lebensunterhalt 700 Euro, bleibt eine Einkommenslücke im Pflegefall von 495 Euro.

 

Tipp: Diese Lücke kann durch spezielle private Pflegeversicherungen gedeckt werden. Der Nachteil: die Verzinsung in der Einzahlungsphase ist meist sehr gering und, sollte kein Pflegefall eintreten, hat man umsonst eingezahlt.

 

Alternativ kann der Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge in Erwägung gezogen werden. Schließlich steigt das Risiko einer Pflegebedürftigkeit erst ab dem Alter von 70 Jahren an, so dass in der Regel ausreichend Zeit für den Aufbau bleibt.

 

Die Rendite in der Ansparphase kann deutlich höher sein als bei einer Pflegeversicherung und die Auszahlung erfolgt eben auch dann, wenn nie eine Pflegebedürftigkeit auftreten sollte.

 

Moderne Verträge lassen dabei auch die Entnahmen von Einmalsummen (z.B. wegen Umbaumaßnahmen bei auftretender Pflegebedürftigkeit) zu, z.B. als sogenannte Cash-Option.

 

Wie geht’s weiter:

 

–> ZUM RUHESTANDSPLANER (ganzheitliche Ruhestandsplanung) <–

 

–> ZUM GRÜNES GELD TEST (Geldanlage, monatliches Ansparen) <–

 

–> KONTAKT ZU GRÜNES GELD (persönliches Gespräch) <–

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Altersvorsorge – Gut geplant in den Ruhestand

Dienstag, 26. September 2017
Zusammenfassung: Die Zeit nach dem Erwerbsleben wird zwar auf der einen Seite sehnlichst erwartet, auf der anderen Seite treibt auch viele Menschen die Sorge, für das Alter nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein. Hinzu kommen viele Fragen zu Testament, Versicherungen und Pflege, die am besten frühzeitig geklärt werden sollten. Eine solide Ruhestandsplanung sollte daher frühzeitig angegangen werden, am einfachsten mit dem Grünes Geld Ruhestandsplaner.

 

 

Gut geplant in den Ruhestand.

Auf das Berufsleben bereiten Schulen, Ausbildungsstätten und Hochschulen vor. Auf den Ruhestand bereitet jedoch nur die Schule des Lebens vor – und dabei gibt es keinen verbindlichen Lehrplan.

 

Ein persönlicher Plan für die Zeit nach der Erwerbsarbeit ist jedoch mittlerweile eine wichtige Aufgabe im Leben, denn kaum ein Berufsstand kommt ohne eine solide private Altersvorsorge aus. Was früher fast nur Selbstständige betraf, ist mittlerweile ein wichtiges Thema für nahezu alle Erwerbstätigen geworden.

 

 

 

Ruhestand – Grund zur Freude oder zur Sorge?

Der Ruhestand zählt zu den freiesten Abschnitten im Leben. Keine festen Verpflichtungen mehr, Zeit für die Dinge, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind, zwanglos neuen und alten Interessen nachgehen – kaum jemand, der sich nicht auf diese Zeit freut.

 

Eine bittere Pille müssen jedoch viele Schlucken: das reguläre Renteneintrittsalter ist angestiegen. Und wenn die Zahl der Beitragszahler weiter sinkt, ist es gut möglich, dass die Altersgrenze weiter angehoben wird. Wer nach 1964 geboren wurde, muss derzeit bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Dennoch verkürzt sich – statistisch gesehen – die Zeit des Ruhestands nicht. Denn die Lebenserwartung steigt weiter an. Auch führt die moderne medizinische Versorgung dazu, dass viele Menschen ihren Ruhestand bei guter Gesundheit genießen können.

 

Mind the gap – Versorgungslücken schließen.

Der Ruhestand bringt jedoch auch finanzielle Veränderungen mit sich. Das Einkommen entfällt. An seine Stelle treten Rentenzahlungen, die – je nach Art der Rente, der früheren Höhe des Einkommens und der Zeit, in der Rentenbeiträge eingezahlt wurden – höher oder niedriger ausfallen.

 

 

Wird das Geld also im Ruhestand ausreichen? – Werden mögliche Pflege- und Gesundheitskosten höher ausfallen als gedacht? Werden unvorhergesehene Ereignisse Rücklagen angreifen oder die Inflation das Sparvermögen minimieren? Wie werden sich die Kapitalmärkte entwickeln? Wird mein aufgebautes Vermögen für den Rest meines Lebens als Zusatzversorgung ausreichen?

 

Fragen, die sich viele zukünftige Rentner besorgt stellen. Sicher gibt es kaum pauschale und allgemeingültige Antworten auf diese Fragen. Dennoch sollte der Ruhestand keine Reise ins Ungewisse darstellen. Denn auch auf diesen Lebensabschnitt kann sich jeder vorbereiten. Je früher, desto besser.

 

 

Neuen Lebensabschnitt gut vorbereiten in fünf Schritten

Jeder neue Lebensabschnitt muss gut vorbereitet sein. So wie vor der Berufs- oder Studienwahl eingehende Informationen eingeholt, Perspektiven ermittelt und Vergleiche angestellt wurden. Viele werden auch bei der Familiengründung unzählige Ratgeber gelesen und Kurse besucht haben, um gut vorbereitet und kompetent in die neue Lebensphase einzutreten. Warum also nicht auch den Ruhestand in Ruhe planen?

 

 

Erster Schritt: Wieviel Geld steht mir im Ruhestand zur Verfügung?

Am Anfang der Ruhestandsplanung steht die Analyse. Dafür wird eine Finanzübersicht aus allen voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben erstellt, mit denen im Alter zu rechnen ist.

 

Frühzeitig Ordnung in die eigenen Angelegenheiten bringen.

Im Allgemeinen bestehen die Einnahmen aus der gesetzlichen Rente. Die genaue Höhe bemisst sich nach der Anzahl der erworbenen Rentenpunkte. Je nach dem, wieviele Beitragsjahre gearbeitet wurde und ob die Einkünfte oberhalb oder unterhalb des Durchschnittsverdienstes gelegen habe, werden Entgeltpunkte auf dem Rentenkonto gutgeschrieben. Wie hoch die zu erwartende Rentenzahlung voraussichtlich einmal sein wird, teilt die Deutsche Rentenversicherung ihren Mitgliedern jährlich mit, sofern sie über 27 Jahre alt sind und bereits fünf Jahre beitragspflichtig gearbeitet haben. Mit 43 Jahren kommt zudem eine Erinnerung, um die Vollständigkeit des Rentenkontos zu gewährleisten. Ein wichtiger Zeitpunkt, um fehlende Angabe ergänzen zu lassen. Außerdem besteht dann bis zum 45. Lebensjahr die Möglichkeit, auch nachträglich freiwillige Beiträge einzuzahlen, um etwa eine längere Ausbildungszeit nachzuversichern.

 

Ein regelmäßiger und kritischer Blick auf dieses Scheiben ist ratsam. Denn wer seine Ausgaben im Alter ermittelt hat – und diese können sehr unterschiedlich ausfallen, je nach dem, ob Miete gezahlt werden muss, regelmäßige Verpflichtungen, wie beispielsweise Unterhaltszahlungen bestehen – kann hier leicht seine Versorgungslücke ermitteln.

 

Dass eine Lücke besteht, ist zur Normalität geworden. Um die Versorgungslücke zu schließen, muss also noch geprüft werden, welche weiteren Einnahmen im Ruhestand zur Verfügung stehen. Gibt es beispielsweise eine zusätzliche betriebliche Rente und welche privaten Vorsorgeprodukte, beispielsweise eine private Rentenversicherung, wurden bereits abgeschlossen. Aus diesen Angaben kann dann errechnet werden, ob noch weiterhin eine Versorgungslücke besteht und wie groß diese ist.

 

 

Zweiter Schritt: Versorgungslücken schließen

Wer nach der Prüfung seines Finanzplans für den Ruhestand eine Einkommenslücke ermittelt hat, sollte sich umgehend mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge befassen.

Hier bieten sich dann unterschiedliche Lösungen an. Je nach dem, wieviel Geld aktuell angelegt werden kann, wie hoch die Versorgungslücke ist und wieviel Zeit bis zum Ruhestand noch bleibt.

 

Eine einfache Möglichkeit, auch mit kleinen Summen ein Sparvermögen zu erzielen, ist das Monatssparen. Auch eine fondsgebundene Lebensversicherung kann ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge sein.

 

Welches Produkt am besten passt, sollte frühzeitig mit einem unabhängigen Finanzberater geklärt werden. Dieser sollte zudem auch eine Expertise im Bereich der Ruhestandsplanung mitbringen, wie beispielsweise Gerd Junker von Grünes Geld. Denn zu einer soliden und tragfähigen Planung des Ruhestandes gehört mehr, als das gegeneinander aufaddieren von Einkünften und Ausgaben. Ebenso wichtig ist es, über die Besteuerungen von Renteneinkünften und Auszahlungen aus Versicherungen im Klaren zu sein und auch die Absicherung der Familie nicht zu vergessen.

 

 

Dritter Schritt: Nicht die Augen verschließen

Wer noch fit und agil den Ruhestand antritt, hat kaum Lust, sich jetzt ausführlich mit Krankheit und Tod zu befassen. Denn zum einen tut das niemand gern, zum anderen bekommt die freudig erwartete freie Zeit im Alter durch diese Fragen einen kleinen unangenehmen Beigeschmack. Aber wie heißt es so schön im Plattdeutschen „Wat mutt, dat mutt!“

 

Umgehen lässt sich dieses unangenehme Thema im Ruhestand, wenn es einfach vorher geklärt wird. Optimalerweise im Rahmen der Ruhestandsplanung. Denn Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind auch „Mitten im Leben“ eine sinnvolle Dokumentation, damit Ehepartner, Lebensgefährte oder Kinder im Ernstfall Entscheidungen im gewünschten Sinne treffen können.

 

 

Vierter Schritt: Erben und Vererben

Die Vorbereitung auf den Ruhestand ist nicht allein auf die grundsätzliche finanzielle Absicherung beschränkt. Denn gerade auch ausreichende finanzielle Mittel fordern Entscheidungen. Kommt es beispielsweise günstiger, sein Vermögen zu vererben oder ist eine Schenkung vorteilhafter für die Nachkommen?

 

Wer etwas zu vererben hat, sollte sich außerdem überlegen, ob die gesetzliche Nachlassregelung für die Familien- und Verwandtschaftsverhältnisse passend ist, oder ob eine abweichende Regelung getroffen werden soll. Ist dies der Fall, muss ein rechtssicheres Testament verfasst werden. Sinnvoll ist es zudem, das Schriftstück sicher zu hinterlegen. Das Testament lässt sich jederzeit wieder ändern.

 

Manch ein Ruheständler kann aber auch selbst mit einem Nachlass rechnen. Sprechen Sie rechtzeitig und offen mit den Personen, von denen Sie ein Erbschaft erwarten können: oftmals Eltern oder aber auch Onkel und Tanten ohne eigene Kinder.

 

Denn während bei einem Erbe von den Eltern mit meist 400.000 Euro ein hoher Freibetrag gilt (der aber auch bei Immobilien schnell überschritten sein kann), gilt bei Vererbung von Tante / Onkel meist nur ein Freibetrag 20.000 Euro.

 

Darüber müssen Erbschaftssteuern gezahlt werden. Mit sinnvoller und rechtzeitiger Planung lassen sich diese vermeiden, ohne dass die Erblasser den Zugriff auf das Geld komplett abgeben.

 

Fünfter Schritt: Versicherungen überprüfen

Wer in Ruhestand geht, möchte im neuen Lebensabschnitt nicht nur gut abgesichert, sondern auch gut versichert sein. Daher ist es auch geboten, die laufenden Policen zu überprüfen und auf die neuen Anforderungen anzupassen.

 

Unbesorgt in die Zukunft blicken.

Ein Muss sind nach wie vor die Krankenversicherung, eine private Haftpflicht zur Abdeckung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie für alle Autobesitzer natürlich auch die KFZ-Haftpflicht.

 

Bei der Haftpflichtversicherung kann geprüft werden, ob der Umstieg auf einen Seniorentarif sinnvoll ist. Wichtig ist es auch, immer wieder zu prüfen, ob die Police noch mit der Lebenssituation zusammenpasst. Wer beispielsweise im Alter bei seinen Kindern wohnt, kann in vielen Fällen über den Versicherungsschutz der Kinder in Anspruch nehmen.

 

Ob der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall abgewogen werden. Wer über eine ausreichende Altersvorsorge verfügt, aus der über einen längeren Zeitraum zusätzliche Pflegekosten abgedeckt werden können, braucht nicht unbedingt eine private Pflegeversicherung.

 

Sinnvoll kann eine solche Police sein, wenn zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den eigenen Einkünften sowie der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Lücke klafft. Schließlich möchte kaum ein Pflegebedürftiger seine Angehörigen unnötig finanziell belasten.

 

Auch wer im Pflegefall zu Hause versorgt werden will, kann eine private Pflegeversicherung mit höheren Leistungen für ambulante Pflege abschließen. In jedem Fall ist eine gute Beratung im Vorfeld wichtig, in der die Wünsche, Vorstellungen und Möglichkeiten des Versicherungsnehmers abgeklärt werden – und das am besten so früh wie möglich, denn die Kosten der privaten Pflegeversicherung steigen drastisch mit der Höhe des Eintrittsalters.

 

Wer in Zeiten der Erwerbstätigkeit eine Rechtsschutzversicherung mit Berufsrechtsschutz abgeschlossen hat, sollte die Police mit Eintritt in den Ruhestand umstellen.

 

Ganz klar ausgedient haben mit dem Eintritt in den Ruhestand die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Krankentagegeld– bzw. Krankenhaustagegeldversicherung.

 

 

Guter Rat muss nicht teuer sein

Die Planung und Vorbereitung des Ruhestandes ist ein größeres Projekt, das frühzeitig angegangen werden sollte. Je früher, desto besser. Aber wer noch voll im Berufsleben steht, hat oft wenig Zeit und Muse, um sich diesem komplexen Thema zu stellen.

 

Zudem ist das eigene Altern mit all seinen Facetten, möglicher Pflegebedürftigkeit und Krankheitsrisiken kein Feld, dass sich völlig frei von Emotionen abarbeiten lässt. Daher gilt hier – wie in vielen Dingen des Lebens – die Devise: frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Denn ein ausgebildeter Ruhestandsexperte bietet die umfassende Kompetenz, um mit Voraussicht die finanziellen Fragen ausführlich zu klären, Lösungen für mögliche Versorgungslücken aufzuzeigen, einen umfassenden Versicherungsschutz zu planen und auf wichtige Dokumentationen, wie etwa Vollmachten und Testamente hinzuweisen.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter ethischer und ökologischer Geldanlagen, hat in diesem Bereich die Zeichen der Zeit erkannt und bietet einen unkomplizierten und günstigen Einstieg in die persönliche Ruhestandsplanung.

 

Auf Basis eines zehnminütigen Online-Tests, werden alle wichtigen Themengebiete der Ruhestandsplanung ermittelt und anschließend im Rahmen eines ein- bis zweistündigen Online-Tutorials via Internet und Telefon besprochen. Darüber hinaus bietet Grünes Geld auch einen persönlichen Termin im Aschaffenburger Büro an. Dabei zeigt sich, dass guter Rat nicht teuer sein muss: Die Online-Berartung kostet 59 Euro, für die gleiche Beratung im Büro werden 89 Euro fällig.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Grüne Oasen – Die 3 schönsten botanischen Gärten

Freitag, 22. September 2017
Zusammenfassung: Botanische Gärten eröffnen den Einblick in die faszinierende Pflanzenwelt naher und ferner Länder. Unter freiem Himmel und in Gewächshäusern präsentiert sich eine biologische Vielfalt, die weltweit immer mehr bedroht ist. Damit sind botanische Gärten auch Botschafter für Biodiversität, Umwelt- und Klimaschutz.

 

 

Ein botanischer Garten ist bei jedem Wetter schön.

Spazieren gehen, natürliche Vielfalt erleben, die Sinne schärfen, Erholung spüren und dennoch – quasi im Vorbeigehen – Neues und Interessantes über die Pflanzenwelt erfahren. – Das alles bieten botanische Gärten, die auf der ganzen Welt zu finden sind.

 

Sicher, die ausgedehnten Gartenanlagen spielen natürliche Lebensräume nur nach und sind damit – streng genommen – ein Labor, in dem einheimische und exotische Pflanzen wissenschaftlich systematisiert und nach geographischen und ökologischen Gesichtspunkten geordnet präsentiert werden.

 

Durch diese Aufbereitung machen botanische Gärten auf der ganzen Welt jedoch auch die biologische Vielfalt der Erde für viele Menschen erlebbar. Damit sind die vielfältigen Gärten auch grüne Botschafter für den Erhalt der Biodiversität, für Umwelt- und Klimaschutz.

 

 

Wissenschaft und Erholung

Viele botanische Gärten zählen durchaus zu den touristischen Attraktionen ihrer Heimatstädte und sind wahre Besuchermagneten. Kein Wunder, denn die botanischen Gärten bieten zu jeder Jahreszeit eine üppige Flora und vertreiben – beispielsweise im Tropenhaus – den drohenden „Winter-Blues“. Und wo lässt sich sonst so unkompliziert und klimaschonend eine kleine Weltreise unternehmen und die fantastische Vielfalt exotischer Pflanzen, Bäume und Sträucher aus den entlegensten Gebieten den Erde entdecken, als in einem botanischen Garten.

 

Aber nicht nur die Erholung der Stadtbewohner ist eine Aufgabe der botanischen Gärten. Seit Jahrhunderten dienen sie dazu, die Pflanzenwelt genauer zu erforschen und vom Aussterben bedrohte Arten zu bewahren – eine wichtige Aufgabe, denn aktuell ist jede fünfte Pflanzenart vom Aussterben bedroht. Entsprechend sind viele botanische Gärten Universitäten angegliedert und helfen dort, umfangreiche wissenschaftliche Sammlungen anzulegen und Antworten auf die ökologischen Fragen unserer Zeit zu finden. Vielfach tauschen die Gärten untereinander seltenes Saatgut zum Schutz der Arten sowie zur Forschung und Bildung aus. So leisten botanische Gärten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

 

Aber auch außerhalb der wissenschaftlichen Nutzung sind die botanischen Gärten ein schöner und spannender Lern-Ort für jeden, der mehr über die Vielfalt der Pflanzenwelt erfahren will.

 

 

Kleine Geschichte der botanischen Gärten

Die Pflanzenwelt ferner Länder erleben.

Was macht einen botanischen Garten aus? – Die meisten botanischen Gärten verfügen über Freiland und Gewächshäuser zur Anzucht und Präsentation der Pflanzen. Dabei werden die botanischen Lebensräume in unterschiedlichen klimatischen Bedingungen nachempfunden und typische Pflanzengesellschaften zusammengestellt.

 

Klassische Bestandteile eines botanischen Gartens sind unter anderem das Arboretum, das auf Bäume und Sträucher beschränkt ist. Darüber hinaus stellen Tropen- und Wüstenhäuser die Pflanzenwelt äquatorialer, tropischer und subtropischer Gebiete dar. Im Alpinum werden die Pflanzen der Berglandschaft präsentiert. Die meisten botanischen Gärten verfügen über mehrere dieser Bestandteile und über zahlreiche weitere Schaugewächshäuser.

 

Derzeit gibt es weltweit rund 1.800 botanische Gärten auf allen Kontinenten außer Antarktika. In Europa existieren 400 Gärten, darunter auch der älteste botanische Garten der Welt, der Orto Botanico di Padova”. Der botanische Garten der Universität Padua/Italien wurde 1545 gegründet, befindet sich noch immer an seinem ursprünglichen Ort und ist mittlerweile zum Welterbe der UNESO. Bereits 1492 wurde das ebenfalls noch existierende Arboretum von Trsteno in der Nähe von Dubrovnik/Kroatien gegründet.

 

In Deutschland gibt es etwa 90 botanische Gärten mit mehr als 20 Millionen Besucher pro Jahr. Dort werden aktuell rund 50.000 Arten der rund 280.000 bekannten Blütenpflanzen, kultiviert und wissenschaftlich dokumentiert. Der älteste botanische Garten in Deutschland entstand 1580 in Leipzig. In den Folgejahren zogen die Universitäten Jena, Heidelberg, Gießen und Freiburg nach. Angegliedert waren die Anlagen als „Hortus Medicus“ meist der medizinischen Fakultät. Dort wurden, nach dem Vorbild klösterlicher Kräutergärten, Heilpflanzen kultiviert und deren Wirkstoffe erforscht.

 

 

Botanische Gärten – lohnende Ausflugsziele

Sowohl den Deutschen, als auch den Briten wird eine besondere Liebe zu Gärten und Parks nachgesagt. Das macht sich auch in der Top-3 der weltweit größten Botanischen Gärten bemerkbar. Neben den Royal Botanic Gardens in Kew, nahe London, zählen der Botanische Garten Rombergpark in Dortmund und der Botanische Garten Berlin zu den weltweit weitläufigsten Anlagen. Aber auch wer nicht in den Metropolen unterwegs ist, wird bei einem Ausflug in kleinere Städte Erholung und Inspiration in einem botanischen Garten finden können. Ein gute Tipp für Spaziergänge in Universitätsstädten: Hier gibt es oft eine große wissenschaftliche Einrichtung etwas außerhalb und den alten botanischen Garten, der eine Ruhe-Insel in Innenstadt-Nähe bietet.

 

Wer nun Lust auf einen Spaziergang der besonderen Art bekommen hat, sollte bei seinen nächsten Reisen, einen Abstecher in einen botanischen Garten machen. Zum Beispiel in einen der folgenden drei Gärten.

 

 

Der königliche – Royal Botanic Gardens – Kew/London

Wiese statt englischen Rasen.

Sightseeing in London beschränkt sich allzu oft auf Tower Bridge, Big Ben und Buckingham Palace. Aber die Weltmetropole hat auch ein paar Kilometer außerhalb der City einiges zu bieten. Eine knappe halbe Stunde von der Innenstadt mit der District Line nach Kew, wenige Minuten Fußweg durch das quirlige Zentrum des Vorortes und schon öffnen sich die Pforten des Kew Gardens, dem königlichen botanischen Garten Londons.

 

Jährlich besuchen ein bis zwei Millionen Menschen den botanischen Garten. Gemäß dem Leitspruch „Science and pleasure“ dient die ausgedehnte Gartenanlage sowohl der Wissenschaft, als auch dem Vergnügen und war mit dieser Philosophie richtungsweisend für die heutige Kultur der botanischen Gärten weltweit.

 

Faszinierender Baumkronenpfad – mit Blick nach London.

Die Kew Gardens zählen zu den ältesten botanischen Gärten der Welt und entstanden aus den exotischen Gärten den 17. Jahrhunderts, die sukzessive erweitert wurden. 1840 wurden die angelegten Gärten zum nationalen botanischen Garten erweitert. Es entstanden eine Bibliothek und das umfangreiche Herbarium. Aufgrund seiner umfangreichen Saatgutbank, genießt Kew heute einen hervorragenden wissenschaftlichen Ruf. In den letzten Jahren widmet sich Kew Gardens verstärkt der Umweltbildung und dem Naturschutz. Seit 2003 zählt der botanische Garten zum Unesco Welterbe.

 

Besonderheiten des Parks sind die Chinesische Pagode aus dem 18. Jahrhundert und die weltbekannten viktorianischen Gewächshäuser. Dort finden sich zahlreiche Pflanzen, die auf der nördlichen Halbkugel nicht heimisch sind. Darüber hinaus sind im Waterlily House einige der größten Wasserlilien der Welt zu finden. Der Park – die meisten Rasenflächen dürfen übrigens betreten werden – bietet aber auch außergewöhnliche Ein- und Ausblicke. Der Treetop Walkway, der Baumkronenpfad, bietet Besuchern eine außergewöhnliche Aussicht und einen nahen Einblick von oben in die Welt der Bäume.

 

 

Park und Museum – Botanischer Garten Berlin

Der Botanische Garten Berlin liegt im Bezirk Lichterfelde und ist mit einem Areal von mehr als 43 Hektar der größte botanische Garten in Deutschland. Die Anlage gehört als fakultätsunabhängige Einrichtung zur FU Berlin. Der Botanische Garten Berlin beherbergt rund 22.000 verschiedene Pflanzenarten und steht damit in Sachen Artenvielfalt weltweit an dritter Stelle.

 

Berlin ist immer eine Reise wert.

An den botanischen Garten ist das Botanische Museum Berlin Dahlem angegliedert. Beide Einrichtungen zählen jährlich rund eine halbe Million Besucher. Eröffnet wurde der Botanische Garten Berlin 1904. Seit dem hat die Anlage einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nachdem der Garten im Krieg teilweise zerstört worden war, wurde die Anlage bereits 1945 wieder eröffnet. In den Zeiten der Berlin-Blockade wurden die Flächen zum Anbau von Gemüse zur Versorgung der Bevölkerung genutzt. 1950 wurde das Victoriahaus als erstes großes Gewächshaus wiedereröffnet, 1968 folgte das Große Tropenhaus.

 

Anfang des neuen Jahrtausends kürzte der Berliner Senat drastisch die Mittel für den Botanischen Garten, die Einrichtung stand kurz vor dem Aus. Die Schließung der Anlage konnte jedoch durch eine erfolgreiche Unterschriftenaktion abgewendet werden. Mittlerweile wurde der Botanische Garten mit rund 18 Millionen Euro vom Bund, der EU und des Landes von Grund auf saniert. In den weitläufigen Anlagen lässt sich zu jeder Jahreszeit ausgezeichnet flanieren, entspannen und entdecken. Wenn das Wetter einmal doch zu garstig ist, bieten Treibhäuser mit exotischen Pflanzen eine eindrucksvolle Einsicht in die Fauna anderer Erdteile. Dabei ist das Berliner Tropenhaus bereits gute einhundert Jahre alt und gleichzeitig das weltweit größte freitragende Gewächshaus.

 

Überhaupt ist der botanische Garten in Berlin ein Park der Superlative: die älteste Pflanze im Garten ist ein 160 Jahre alter Palmfarn. Als Wachstumswunder beeindruckt der Riesenbambus, der täglich bis zu 30 Zentimeter in die Höhe wächst. Außerdem steht in Berlin als echte botanische Rarität eine Welwitschie. Dieses Exemplar der seltenen Wüstenpflanze ist das Einzige, das in einem botanischen Garten Samen produziert.

 

 

Tropisches Flair in der Bankenmetropole – Palmengarten Frankfurt/Main

Grüne Oase im Großstadtdschungel.

Obwohl in Frankfurt alles gerne eine Spur größer ist – vor allem, wenn es um die Höhe der Bürogebäude geht – besticht der Frankfurter Palmengarten als vergleichsweise kleine Anlage durch einen besonderen Flair. Der 1871 eröffnete botanische Garten entstand auf Initiative der Frankfurter Bürger und ist 22 Hektar groß – und das in der begehrten Innenstadtlage der Bankenmetropole. An den Palmengarten schließt sich der Botanische Garten Frankfurt an, der zur biologischen Fakultät der Goethe-Universität gehört.

 

Der Palmengarten steht unter dem Leitmotiv „Pflanzen, Leben, Kultur“ und bietet ein breites Spektrum der weltweiten Pflanzenwelt. Angefangen beim Subantarktikhaus, über den Bambushain, die Steppenwiese, den üppigen Rosengarten, hin zum Tropicarium und Palmenhaus werden vielfältige Arten aus den unterschiedlichsten Klimazonen präsentiert. Darüber hinaus bietet der Palmengarten bereits seit 1980 für junge Besucher ein spezielles Programm als „Grüne Schule Palmengarten“. Außerdem finden im Palmengarten auch kulturelle Veranstaltungen statt. Bereits seit 1931 wird jährlich das Rosen- und Lichterfest gefeiert, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Besucher anzieht.

 

 

Grüner Daumen hoch – auch bei Finanzfragen

Botanische Gärten stehen für Vielfalt der Natur und vermitteln eine praktische Erfahrung und Begegnung mit dem Artenreichtum der Erde. Klimakrise und Umweltzerstörung bedrohen jedoch die Biodiversität und letztlich auch die Zukunft unseres Planeten. Wer darüber nachdenkt, kommt schnell auf triste Gedanken. Dagegen helfen zwei Maßnahmen. Erstens: Ein Gang durch die Natur, zum Beispiel durch einen botanischen Garten. Zweitens: nachhaltig Denken und Handeln.

 

Ganz einfach geht das zum Beispiel bei Finanzfragen, denn Geld übt eine starke und lenkende Wirkung aus. Wer also bei Geldanlagen auf ethische und ökologische Investments setzt, leistet bereits einen positiven Beitrag zu Nachhaltigkeit.

 

Wie es geht? Am besten mit einem erfahrenen Finanzdienstleister, wie beispielsweise Grünes Geld. Die Experten für nachhaltige Geldanlagen bieten passende Investments für nahezu jeden Anlegertyp und jede Anlagesumme, ob Vermögensverwaltung oder Geldanlage.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Vermögenswirksame Leistungen – Kleine Geschenke, die sich lohnen

Dienstag, 19. September 2017
Zusammenfassung: Fast alle Angestellten haben ein Recht auf Vermögenswirksame Leistungen. Viele nehmen dieses Angebot des Arbeitgebers nicht wahr und verschenken so Geld, das mit einem cleveren Sparplan zu einem kleinen Vermögen wachsen kann.

 

 

Immer willkommen – kleine Geldgeschenke.

Mehr Gehalt und mehr Geld auf der hohen Kante. Das wünschen sich die meisten Menschen. Gleichgültig, in welcher Position und mit welcher Vorbildung. Aber nicht jeder Gehaltverhandlung läuft wie gewünscht. Umso verwunderlicher, dass viele Beschäftigte bei einem Geldgeschenk ihres Arbeitgebers nicht zugreifen – den Vermögenswirksamen Leistungen (VL).

 

Die Stiftung Warentest geht davon aus, dass aktuell mehr als 20 Millionen Beschäftigte einen Anspruch auf Vermögenswirksame Leistung besitzen. Dieser Zahl stehen lediglich 13 Millionen abgeschlossene Verträge gegenüber.

 

Vermögenswirksame Leistungen werden vom Arbeitgeber entweder freiwillig oder aufgrund der geltenden Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen monatlich gezahlt. Das Geldgeschenk kommt allen Mitarbeitern zu Gute – also auch schon Auszubildenden. Allerdings steht das Geld nicht als Zusatz-Bonbon zur freien Verfügung. – Jedenfalls vorerst noch nicht, denn die Sparbeträge werden frühestens nach sieben Jahren ausbezahlt. Die Vermögenswirksamen Leistungen sollen vielmehr die Mitarbeiter dazu motivieren, frühzeitig finanzielle Rücklagen – eben ein kleines Vermögen – aufzubauen. 

 

Je nach Branche und Region bewegen sich die monatlichen VL-Zahlungen des Arbeitgebers zwischen 6,65 Euro und immerhin 40 Euro. Beschäftigte in Teilzeit erhalten die Vermögenswirksamen Leistungen anteilig.

 

Darauf zu verzichten ist sicher nicht sinnvoll, vor allem nicht bei niedrigem Einkommen. Denn der Staat fördert die in Inanspruchnahme von Vermögenswirksamen Leistungen mit einer Arbeitnehmersparzulage. Auch wer nicht die vollen 40 Euro von Seiten des Arbeitgebers erhält, kann den Sparbetrag aus eigener Tasche aufstocken und so staatliche Förderungen und steuerliche Entlastung voll ausschöpfen.

 

 

„Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“

Ein kleines Detail zur Vermögensbildung!

Woher rührt also die Gleichgültigkeit gegenüber den Vermögenswirksamen Leistungen? Zugegeben, der Begriff Vermögen lässt auf mehr hoffen. Jedoch schon der griechische Philosoph Aristoteles wusste: „Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“ und auch der Volksmund besagt, dass wenig mehr ist, als nichts. – Langer Rede kurzer Sinn: Vermögenswirksame Leistungen lohnen sich für jeden.

 

Wie hoch das kleine Zusatzvermögen am Ende des Erwerbsleben ausfällt, hängt davon ab, wie lange Vermögenswirksame Leistungen bezogen wurden und natürlich auch, wie diese angelegt wurden.

 

Die Qual der Wahl?

Vielleicht ist die hohe Zurückhaltung in Sachen Vermögenswirkamen Leistungen auch darin begründet, dass erst einmal wieder eine Entscheidung getroffen werden muss, denn auch bei Vermögenswirksamen Leistungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Geld anzulegen.

 

Aber auch wenn zuerst einige Informationen notwendig sind, ist die Arbeitsteilung bei den VL für den Arbeitnehmer durchweg positiv: Denn der Arbeitnehmer entscheidet sich für einen VL-Vertrag, der Arbeitgeber zahlt dann die vertraglich zugesicherten Vermögenswirksamen Leistungen ein.

 

Bei der Wahl der passenden Anlageform für Vermögenswirksame Leistungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Bausparverträge zählen noch immer zu den beliebten Anlageformen. Wer beispielsweise bereits eine private Baufinanzierung laufen hat, kann mit den Vermögenswirksamen Leistungen einen Teil der Schulden tilgen. An Bedeutung gewonnen haben in den letzten Jahren Bank- und Fondssparpläne. Diese müssen jedoch auf für VL-Sparen geeignet sein.

 

Wer sich für die eine oder andere Möglichkeit entscheidet sollte wissen, dass diese Entscheidung alle sechs Jahre neu getroffen werden kann. Denn die Verträge laufen in der Regel über sieben Jahre. Dabei werden sechs Jahre lang Beiträge einbezahlt, ein Jahr lang ruht der Vertrag beitragsfrei. In diesem siebten Jahr kann dann bereits mit einem neuen Vertrag gestartet werden. Einzige Ausnahme sind Bausparverträge. In diese muss sieben Jahre durchgehend eingezahlt werden.

 

Nach der Vertragslaufzeit kann jeder nach eigenen Vorstellungen über das angesparte Vermögen frei verfügen. Je nach Lebenssituation und den persönlichen Bedürfnissen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, das Geld auch weiter zur Vermögensbildung einzusetzen oder sich aktiv mit der Planung des Ruhestandes zu befassen.

 

 

Vier Anlageformen für Vermögenswirksame Leistungen

 

1. Die solide Lösung: Baukredite tilgen

Wer gebaut hat, erfreut sich zwar seiner eigenen vier Wände, steht aber auch erst einmal einer erheblichen finanziellen Belastung gegenüber. Hier können die Vermögenswirksamen Leistungen von Arbeitgeberseite helfen, Bauspar- und Bankdarlehen zu tilgen. Da bei Bauspardarlehen meist Sondertilgungen möglich sind, ist diese Verwendung der Vermögenswirksamen Leistungen eine gute Option.

 

Die VL-Zahlungen des Arbeitgebers können dabei direkt auf das Darlehenskonto überwiesen werden. Alternativ kann die zuständige Bank aber auch bestätigen, dass VL-Zahlungen zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden.

 

Wer seine Immobilie selbst nutzt, kann darüber hinaus eine Arbeitnehmersparzulage beantragen. Von diesem Geld vom Staat profitieren Beschäftigte mit niedrigem Einkommen. Bei einem zu versteuerndem Einkommen bis 17.900 Euro für Singles beziehungsweise 35.800 Euro für Verheiratete, zahlt der Staat 43 Euro im Jahr dazu.

 

 

Der Klassiker: Bausparen

Bausparen ist seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Schließlich verheißt die Kombination aus Sparplan und Kredit zur Immobilienfinanzierung ein eigenes Heim. Um die Vermögenswirksamen Leistungen sinnvoll anzulegen, ist ein Bausparvertrag vor allem dann interessant, wenn in näherer Zukunft eine Immobilie gekauft oder gebaut werden soll. Ebenso bietet sich diese Anlageform auch an, wenn bereits ein Haus oder eine Eigentumswohnung vorhanden sind und Geld für etwaige Renovierungen, Modernisierungen oder Umbauten gespart werden soll. Wer sich für einen VL-Bausparvertrag entscheidet, erhält bis zu einer festgelegten Einkommensgrenze eine Wohnungsbauprämie als zusätzliche staatliche Förderung, allerdings nur dann, wenn nicht bereits die Arbeitnehmersparzulage genutzt wurde.

 

Am besten schon in der Ausbildung Nägel mit Köpfen machen.

Bausparen mit Vermögenswirksamen Leistungen ist für Berufsanfänger interessant, die jünger sind als 25 Jahre. Sie erhalten einmalig eine staatliche Wohnungsbauprämie bei einer Vertragslaufzeit von sieben Jahren, auch wenn kein Eigenheim gebaut oder gekauft wird.

 

Auch wer keine Pläne für ein Eigenheim hegt, kann einen Bausparvertrag abschließen und mit den Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers bezuschussen lassen. Teilweise erhalten Sparer bei Verzicht auf ein Darlehen auch eine bessere Verzinsung ihres Guthabens. Generell sind Bausparverträge jedoch wenig renditestark. Wer also älter als 25 Jahre ist und keine Bauvorhaben oder Kaufabsichten hegt, sollte unbedingt das Potenzial eines Bausparvertrags mit den Möglichkeiten eines Sparplans für Vermögenswirksame Leistungen vergleichen.

 

 

3. Sicherheit vor Rendite: Banksparplan

Sparen hat zwar in Zeiten der Null- und Niedrigzinsen sehr an Glanz eingebüßt, wer jedoch einen seine Vermögenswirksamen Leistungen nutzen will, weitere Aktivitäten und vermeintliche Risiken scheut, sollte sich mindestens für einen Banksparplan entscheiden. Dabei schließt der Arbeitnehmer einen für Vermögenswirksame Leistungen geeigneten Banksparplan ab und lässt die Leistungen des Arbeitgebers einzahlen.

 

Wer keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hat, muss sich dabei nicht einmal an die übliche Laufzeit von sechs Jahren Einzahlung und ein Jahr Vertragsruhe halten. Klingt einfach und sicher und ist es auch. Doch auch hier lohnt der Vergleich, denn eine Verzinsung unter der ein-Prozent-Marke muss nicht sein.

 

Viele Banken bieten für ihren Kunden allerdings Verträge mit einer siebenjährigen Laufzeit an. Dann erhalten VL-Sparer zwar auch nur eine geringe Grundverzinsung, nach Ablauf des Vertrags kommt allerdings noch ein Bonus dazu. Durch diese „Durchhalteprämie“ ist ein entsprechender Banksparplan um einiges attraktiver als beispielswiese ein Festgeldkonto.

 

 

4. Modern und renditestark: Fondssparplan

Gut informiert – gut entschieden!

Wem die Rendite von Bausparvertrag und Banksparplan zu gering ist und die Schwankungen der Aktienmärkte akzeptiert, kann mit einem Fondssparplan für Vermögenswirksame Leistungen gute Ergebnisse erzielen. Wie hoch die Rendite genau ausfällt, steht zwar nicht von Anfang an fest. Durch den Anlagehorizont von sieben Jahren können jedoch Schwankungen optimal ausgeglichen werden.

 

Da nicht jeder Aktienfonds in Deutschland für die Anlage Vermögenswirksamer Leistungen zugelassen ist, sollten sich Arbeitnehmer von einem erfahrenen Finanzexperten beraten lassen. Die unabhängigen Berater, wie beispielsweise Grünes Geld, informieren nicht nur über die finanziellen Aussichten des Fondssparplans, sondern geben auch Einblick darüber, wie das Geld in den kommenden Jahren angelegt wird.

 

Denn auch Vermögenswirksame Leistungen können nachhaltig angelegt werden. Das Musterdepot Vermögenswirksame Leistungen von Grünes Geld etwa, investiert in rund einhundert Unternehmen, die nach ethischen und ökologischen Kriterien ausgewählt werden. Dabei geht es zum einen um soziale Gerechtigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz. Zum anderen profitiert aber auch der jeweilige Anleger direkt durch gute Erträge. So hat sich der VL-Fonds von Grünes Geld in den vergangenen Jahren seit 2009 mit einer Rendite von 12,5 Prozent pro Jahr im Durchschnitt sehr rentabel entwickelt.

 

Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist es jedoch wichtig, den Anlagehorizont von sieben Jahren – also sechs Jahre einzahlen, ein Jahr ruhen – nicht zu unterschreiten. Nach Ablauf dieser Zeit kann das Geld ausgezahlt oder die Anlage weiter verlängert werden. Die Mindestanlagesumme beim Musterdepot Vermögenswirksame Leistungen beträgt 34 Euro monatlich.

 

Bis zu einer Einkommensgrenze von 20.000 Euro bei Alleinstehenden und 40.000 Euro für Verheiratete, werden Anleger außerdem staatlich gefördert. Es gilt das zu versteuernde Einkommen. Die Arbeitnehmersparzulage wird über die jährliche Steuererklärung beantragt und beträgt 20 Prozent der Vermögenswirksamen Leistungen, maximal jedoch 80 Euro im Jahr. Wer Vermögenswirksame Leistungen unterhalb der Höchstgrenze von 40 Euro erhält, kann den monatlichen Arbeitgeberzuschuss aus eigener Tasche aufstocken und so sein Sparvermögen erhöhen.

 

 

Fondssparen lohnt sich

Dass sich die Anlage der vermeintlich geringen Summen Monat für Monat durchaus rentiert, zeigt sich an folgender Prognose: Bei einer Anlagedauer von zehn Jahren und einer monatlich Einzahlung von 40 Euro Vermögenswirksamer Leistungen, kann sich der Anleger über 9.352 Euro (BVI-Methode) freuen. Immerhin fast das Doppelte der Einzahlungssumme.

 

 

Nachhaltig denken – frühzeitig anlegen

Auch wenn der Betrag, den Arbeitgeber als Vermögenswirksame Leistungen auszahlen, auf den ersten Blick gering erscheinen mag – auf Dauer kommt doch einiges zusammen. Daher sollten gerade junge Menschen das VL-Sparen nicht auf die lange Bank schieben, sondern möglichst früh – am besten direkt mit Berufseintritt – mit dem Vermögensaufbau starten. Denn wer hat schon Geld zu verschenken?

 

Nachhaltige Geldanlagen bieten dabei einen optimalen Einstieg, denn hier stimmen Inhalt und Ergebnis. Aber auch erfahrene Anleger interessieren sich zunehmend für ethische und ökologische Geldanlagen, deren Wert Wertentwicklung den Vergleich mit konventionellen Anlageformen längst nicht mehr scheuen muss. So schnitten, laut einer Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule, im Vergleich nachhaltige Fonds in der Gesamtbetrachtung besser ab, als Fonds ohne Nachhaltigkeitsaspekte.

 

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Monatssparen – Die einfache Art der Geldanlage

Freitag, 15. September 2017
Zusammenfassung: Sparen gilt als Tugend. Aber lohnt sich Sparen noch zu Zeiten des Niedrigzinses? Die Antwort lautet „jein“, denn Sparbuch & Co. haben in der Tat ausgedient. Dafür gibt es mittlerweile vielfältige Angebote, die monatliches Sparen attraktiv machen und gleichzeitig nachhaltig wirken.

 

 

Sparen hat teilweise an Glanz verloren.

Sparen oder nicht sparen – eine schwierige Frage in Zeiten des anhaltenden Niedrigzinses. Selten war es schwieriger, zwischen Vernunft und Spaß abzuwägen. Denn die alte Weisheit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, verliert sehr an Reiz, wenn das Ersparte am Ende weniger Wert ist als vorher. Schließlich ist die Motivation zur Sparsamkeit, für unvorhersehbare Situationen und das Alter vorzusorgen. Wenn Sparen allerdings bedeutet, heute zu verzichten und morgen dennoch wenig zu haben, dann muss Sparen neu gedacht werden.

 

Banken und Fondsgesellschaften bewerben seit je her regelmäßig ihre Sparangebote. Dennoch haben auch Ökonomen die vermeintliche Tugend Sparen durchaus kritisch gesehen. So erklärte der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass Sparen zu einer Rezession führen kann, denn ohne Konsum werden weite Teile der Wirtschaft lahm gelegt. Dagegen steht die Ansicht, dass gespartes Geld bei den Banken im Wirtschaftskreislauf erhalten bleibt und so beispielsweise Kredite ermöglicht.

 

 

Sparen – schwierig aber erstrebenswert

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant konstatierte, dass Sparsamkeit keine Tugend sei, denn zum Sparen gehöre weder Geschicklichkeit noch Talent. Kant würde sich jedoch wundern, wenn er heute eine Sparentscheidung zu treffen hätte, denn von Einfachheit ist seit einigen Jahren kaum noch etwas zu bemerken. Wer heute Geld sparen will, muss sich genau überlegen, wie das zurückgelegte Geld in einigen Jahren an Wert gewinnt und nicht verliert.

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz, Sparen ist und bleibt ein Thema, dass die Deutschen bewegt und auch weiterhin als erstrebenswert gilt. Nicht umsonst ist Deutschland wahrscheinlich das einzige Land auf der Welt, in dem es mit rund 90 Millionen Lebensversicherungen mehr Policen gibt, als Einwohner. Denn Sparen vermittelt Sicherheit und Unabhängigkeit.

 

Dass Sparen so extrem unattraktiv geworden ist, kratzt entsprechend am Selbstbewusstsein einer gesamten Gesellschaft. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ging gar soweit, deutschen Sparern zu unterstellen, dass sie ihr Geld schlichtweg ohne Zins und Verstand horten. Ein harsches Urteil, angesichts der mehr als zehn Millionen staatlich geförderter Riester-Verträge, die kaum Gewinn abwerfen – jedoch nicht ganz von der Hand zu weisen.

 

Was ist also zu tun? Der „Spiegel“ sieht  ein gesellschaftliches Problem, wenn immer mehr Menschen mit ihren Sparplänen scheitern und von der Altersarmut  bedroht sind. Entsprechend stehe die Politik in der Verantwortung.

 

 

Ein erfolgreicher Sparer – geht das überhaupt?

Erfolgreiches Sparen bedeutet, dass das zurückgelegte Geld nicht nur werterhaltend sondern auch wertsteigernd angelegt wird. Bedingt durch die anhaltende Niedrig- bis Nullzinsphase stehen Sparwillige jedoch vor einer neuen Herausforderung, denn mit dem einfachen Sparbuch ist es längst nicht mehr getan.

 

Sparplan statt planlos!

Auch der Vogelstrauß steckt nicht (immer) den Kopf in den Sand.

Dennoch sollten sich Sparer durch die komplexen Veränderungen im Finanzbereich nicht verunsichern lassen und den Kopf in den Sand stecken. Denn ein solider Sparplan ist auch ohne Wirtschaftsstudium möglich. Mit einem passenden und solide ausgearbeiteten Sparplan können die Einzahlungen individuell gestaltet werden, eben so, wie es das persönliche Budget und die aktuelle Lebenssituation zulässt.

 

Auch die Dauer des Sparens kann flexibel auf die individuellen Ziele angepasst werden. Soll das Sparvermögen beispielsweise für eine spätere Altersvorsorge dienen, ist eine langfristige Planung sinnvoll.

 

A und O eines soliden Sparplans ist die regelmäßige Einzahlung. Mit dem Sparguthaben werden unterschiedliche Fondsanteile erworben. Bei niedrigen Preisen im Markt werden mehr Anteile erworben, bei höheren Preisen wenige. Damit wir ein günstigerer durchschnittlicher Preis erzielt, als bei einem „Großeinkauf“.

 

 

Die goldenen Regeln des Sparens

Mit einem soliden Sparplan kann die Bildung von langfristigen Rücklagen losgehen. Dabei ist es jedoch auch wichtig darauf zu achten, dass der Plan den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht. Daher bei einem Sparvorhaben folgende Fragen vorab geklärt werden:

 

  • Erst Rücklagen bilden, dann Sparvermögen Aufbauen
    Wer gerade erst mit dem Sparen beginnt, sollte seine Pläne nicht unterbrechen, weil unvorhergesehene Anschaffungen gemacht werden müssen. Daher bietet sich die alte Faustregel an, drei Monats-Nettoeinkommen als Rücklage schnell verfügbar zu halten. Wenn diese Basis stimmt, kann mit dem langfristigen Sparen begonnen werden.

 

  • Wie viel Geld kann und will ich monatlich sparen?
    Sicher fällt das spätere Sparvermögen höher aus, wenn höhere Summen regelmäßig gespart wurden. Es ist jedoch auch nicht sinnvoll, sich im hier und jetzt in eine finanzielle Schieflage zu bringen.

 

  • Welche Summe soll erreicht werden?
    Ziele setzen und realistisch bleiben, lautet hier die Devise. Wie hoch das Sparvermögen in einigen Jahren ausfallen soll, ist allerdings von vielen individuellen Faktoren abhängig. Hier sollten sich Sparer ausführlich informieren, um beispielsweise Versorgungslücken zu ermitteln.

 

  • Wie lange wird gespart?
    Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Sparen. Generell gilt hier die Faustregel, je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto niedriger können die monatlichen Beiträge ausfallen um eine bestimmte Summe zu erreichen. Hier wirkt sich der Zinseszinseffekt positiv aus.

 

 

Keine Pauschallösung in Sicht

Wer diese Fragen für sich geklärt hat, steht noch vor einer weiteren Entscheidung: Welche Faktoren sind mir beim Sparen wichtig? Steht die Sicherheit im Vordergrund der Handlung oder das solide Wachstum des Sparvermögens. Oder eine Mischung aus Beidem. Wie auch immer ein one-size-fits-all-Lösung gibt es auch hier nicht.

 

Ein Produkte, das allen passt, gibt es selten.

 

Schade? – Eigentlich nicht, denn es gibt zwar keine Einheitslösung, wohl aber eine breite Palette an individuellen Möglichkeiten. Tipp: die meisten finden sich bei einer ausgewogenen Variante, unserem Musterdepot Balance wieder. Ab 5 Jahren Anlagedauer bei guter Sicherheit und interessanten Renditen im Bereich 4 bis 6 Prozent jährlich. Erfahren Sie mehr zum Musterdepot Balance.

 

 

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Die Welt befindet sich in Bewegung, sichere Prognosen für die Zukunft werden immer schwieriger. Unter diesem Eindruck wünschen sich viele Sparer eine sichere Art der Geldanlage.

 

Hier bietet das Sicherheit Monatssparen von Grünes Geld eine gute Lösung. Das Konzept ist einfach und überzeugend. Monatlich werden mindestens 100 Euro im Musterdepot angespart. Die empfohlene Mindestlaufzeit beträgt drei Jahre.

 

Das Musterdepot Sicherheit Monatssparen basiert auf rund 500 nachhaltigen Wertpapieren (Festverzinsliche und Aktien). Durch die breite Streuung über mehrere Nachhaltigkeitsfonds ist das Depot besonders sicher aufgestellt. Das macht sich bei der jährlichen Rendite bemerkbar. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieses Depot mit durchschnittlichen 4,7 Prozent Rendite rentabel entwickelt.

 

Konkret bedeutet das, dass ein Sparer aus monatlichen 300 Euro über zehn Jahre hinweg mit einem Sparvermögen von mehr als 45.000 Euro (gemäß BVI-Methode) rechnen kann. Ein Ergebnis, das sich positiv von den Zinsergebnissen aus Sparbüchern und Tagesgeldkonten abhebt. Gleichzeitig verfügt das Monatssparen Sicherheit über eine hohe soziale und ökologische Wirkung.

 

 

Im Gleichgewicht bleiben

Ausgewogenheit – fair und beruhigend.

Wer spart, setzt generell auf Sicherheit. Wie stark jedoch das Sicherheitsbedürfnis ist, hängt vom Anlegertyp ab. Für viele Sparer ist daher der Mittelweg in der Tat der Weg, der zum einen ausreichende Sicherheit und zugleich auch eine profitable Rendite verspricht.

 

Hier bietet sich das Balance Monatssparen von Grünes Geld an. Auch hier beginnt die monatliche Sparanlage bei 100 Euro. Um die avisierte Rendite zu erreichen, empfiehlt sich eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren, um den Zinseszins-Effekt optimal ausnutzen zu können. Es gibt jedoch keine vorgeschriebene Vertragslaufzeit, Sparer können jederzeit auf ihr Geld zugreifen oder über die empfohlene Laufzeit hinaus weiter sparen.

 

In den vergangenen fünf Jahren belief sich die Rendite im Musterdepot Balance Monatssparen auf durchschnittlich 7,8 Prozent. Wer also über zehn Jahre hinweg monatlich 300 Euro anlegt, kann mit einem Sparvermögen von rund 54.000 Euro rechnen.

 

Auch das Musterdepot Balance Monatssparen baut auf Nachhaltigkeit und kann eine hohe soziale und ökologische Wirkung für sich verbuchen. Das Geld wird dabei in einem Portfolio von mehr als 500 nachhaltigen Staaten und Unternehmen weltweit gestreut.

 

 

Wenn es etwas mehr sein darf …

Monatssparen ist einfach und bequem!

Monatssparen ist einfach und bequem. Wenn einmal der passende Sparplan gefunden wurde, läuft alles eigentlich wie von selbst. Dafür bleiben die Erträge aber auch hinter den Ergebnissen anderer Geldanlagen zurück? – Nicht unbedingt! Denn auch mit Monatssparen kann eine durchschnittliche Rendite von 8,9 Prozent erreicht werden.

 

Das Musterdepot Wachstum Monatssparen von Grünes Geld beispielsweise, setzt auf voll auf den Cost-Average-Effekt und nutzt diesen optimal aus, um mit einer längeren Laufzeit – empfohlen sind mindestens sieben Jahre – mögliche Schwankungen optimal auszugleichen.

 

Entsprechend verfügt das Musterdepot Wachstum Monatssparen über einen höheren Aktienanteil. Hier wirken Geduld und Erfahrung. Bei niedrigen Kursen werden viele Anteile gekauft, bei hohen wenige. Selbstverständlich kommen auch hier nur nachhaltige Staaten und Unternehmen zum Zug. Für eine gleichmäßige Wertentwicklung sorgt außerdem noch eine Beimischung festverzinslicher Wertpapiere.

 

Wer sich über zehn Jahre hinweg für einen monatlichen Sparbetrag von 300 Euro entscheidet, kann mit einem Sparvermögen von rund 57.000 Euro rechnen. Eine sehr gute finanzielle Rendite und zugleich ein positiver Beitrag zur ethischen und ökologischen Entwicklung der Welt.

 

 

Sparen – der bewusste Umgang mit Ressourcen

Wer spart, geht bewusst mit seinem Geld um und versucht, auch morgen noch über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen. Wer so an seine Zukunft denkt, sollte auch einen Schritt weiter denken und die globale Entwicklung mit in seinen individuellen Sparplan einbeziehen. Denn Monatssparen kann nachhaltig wirken. Auch nachhaltige Fonds mehren das Sparvermögen und setzen das Geld darüber hinaus da ein, wo es eine positive soziale, ökologische oder klimaschonende Wirkung zeigt.

 

Wer also mit gutem Gewissen und guten Ergebnissen sparen will, sollte auf die Angebote von Finanzdienstleistern zurückgreifen, die Erfahrung und Expertise aufweisen können, wie beispielsweise Grünes Geld. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der ethischen und ökologischen Geldanlagen.

 

Dabei greifen die Experten von Grünes Geld zum einen auf ihre umfangreiche Kenntnisse des Marktes für nachhaltige Geldanlagen zurück, zum anderen nutzen die Berater die umfangreichen Methoden wie beispielsweise Ausschlusskriterien („Blacklist“), Positivauswahl („Whitelist“) oder den Best-in-Class-Ansatz, bei dem in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird.

 

Damit kann sichergestellt werden, dass Sparvermögen nicht durch Umweltzerstörung, Ausbeutung und Krieg erwirtschaftet wird. Genauso wichtig wie die Marktkenntnis ist aber auch die Menschenkenntnis. Daher ist eine Analyse der Kundenbedürfnisse eine essentielle Voraussetzung für die passende Lösung. Finden Sie mit uns Ihre passende Lösung und machen sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

So erkennen Sie einen nachhaltigen Kreditanbieter

Donnerstag, 14. September 2017

Wer sich in diesen Tagen auf der Suche nach einem Kredit befindet, wird schnell auf zahlreiche Angebote aufmerksam. Hinzu kommen die niedrigen Leitzinsen, die eine Fremdfinanzierung besonders günstig möglich machen. Doch woran ist ein seriöser und nachhaltiger Kreditanbieter zu erkennen, dessen Angebot mit gutem Gewissen genutzt werden kann?

Im Kontrast zur oft rücksichtslosen Welt der Großfinanz gründeten sich inzwischen kleine Banken, welche die Nachhaltigkeit zu einem Kern ihres Geschäftsmodells machen. Auch Privatpersonen, die sich auf der Suche nach einem Kredit befinden, können so auf eine verträgliche Basis zurückgreifen. Doch auch in der Branche nachhaltiger Kredite, die aktuell noch als Nische bezeichnet werden kann, gibt es inzwischen zahlreiche konkurrierende Unternehmen. Um sich also noch einen Überblick über den Markt verschaffen zu können, sind vor allem Vergleichsseiten das Mittel der Wahl. Hier gelangen Sie zur Webseite von www.guenstigekredite.info, wo es möglich ist, einen Kredit auf diesen Bedingungen zu suchen.

 

 

 

 

 

 

Ein Blick auf die Konditionen

Natürlich ist die Maxime bereits klar gesetzt, wenn die Nachhaltigkeit bei der Wahl des Kredits im Fokus stehen soll. Dennoch ist es wichtig, auch die Wirtschaftlichkeit des Angebots genau in den Blick zu nehmen, um zu einem detaillierten und objektiven Urteil zu kommen. Zunächst ist dabei zu betonen, dass selbst der aktuelle Kurs der EZB die preislichen Schwankungen zwischen einzelnen Kreditanbietern nicht aus der Welt schaffen konnte. Aus diesem Grund ist es weiterhin von großer Bedeutung, diese Entscheidung gut zu überdenken und sie auch von der finanziellen Grundlage der Angebote abhängig zu machen. Je höher die Kreditsumme ist, die dabei in den eigenen Blickpunkt rückt, desto größer ist auch die Bedeutung der passenden Auswahl. Ansonsten entsteht schnell die Gefahr, dass die Wahl auf einen Anbieter fällt, der dieses wichtige Kriterium nicht zu erfüllen weiß.

Geheuchelte Nachhaltigkeit

Leider gibt es inzwischen einige Kreditinstitute auf dem Markt, die sich mit dem Prädikat der Nachhaltigkeit schmücken, jedoch nichts weiter unternehmen, um diesem Status auch gerecht zu werden. Das sogenannte „Green washing“, wie es in der Welt der Wirtschaft bezeichnet wird, dient dabei vor allem als Lockmittel für potenzielle Kunden. Ein nachhaltiger Kreditanbieter, der seinen Worten auch Taten folgen lässt, wird dagegen genauere Informationen zu seinem Geschäftsmodell preisgeben. Daraus gehen dann zum Beispiel einige Projekte hervor, die mit dem der Bank zur Verfügung stehenden Geld finanziert werden konnten. So erhalten auch die Kunden einen direkten Einblick in die logistischen Möglichkeiten, über die das Unternehmen verfügt.

Der Sinn des Projekts

Häufig sind nachhaltige Banken nicht dazu in der Lage, ihren Kunden so attraktive Angebote zur Finanzierung zu unterbreiten, wie dies bei klassischen Instituten der Fall ist. Dies lässt sich auf die Tatsache zurückführen, dass sich das Geschäftsfeld in dieser Hinsicht etwas verengt und nicht mehr alle Tätigkeiten gezielt in den Blick genommen werden können. Wer als Kunde jedoch dazu bereit ist, einen etwas höheren Zinssatz in Anspruch zu nehmen, der meist noch immer günstig ist, setzt damit ein kleines aber bedeutendes Zeichen. Der enorme Zulauf, den nachhaltige Banken bereits in den letzten Jahren verzeichnen konnten, macht diese Qualität besonders deutlich. So könnte sich aus der anfänglichen Idee noch ein ausschlaggebender Faktor entwickeln, der sich langfristig positiv auf die Welt auswirkt.

Impressionen: MillerForest aus Paraguay

Mittwoch, 13. September 2017
Seit vielen Jahren vermitteln wir das Aufforstungsprojekt von MillerForest aus Schlier in Oberschwaben. Heute Impressionen von den Aufforstungsanlagen in Paraguay. Sie können Bilder von Baum-Erntern, Hackschnitzel-Verladung, Bodenvorbereitung und anderem sehen. Alle Bilder stammen frisch aus Paraguay.

 

 

 

 

Mehr zum aktuellen Angebot? Klicken Sie auf den Button:

 

 

 

MillerForest Energieholz

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

5 nachhaltige Städte weltweit – ein Kennenlernen wert

Dienstag, 12. September 2017

Zusammenfassung: Nachhaltige Entwicklung ist ein globales gesellschaftliches Ziel. Jedoch ist Nachhaltigkeit auch ein komplexer Ansatz, so dass kaum alle Ansprüche auf einmal umgesetzt werden können. Vorbildfunktion haben daher besondere und nachahmenswerte Projekte einzelner Städte. Ein Blick auf fünf Städte von fünf Kontinenten.

 

 

Der Weg zur nachhaltigen Entwicklung ist durchaus steinig.

Das Zeitalter der nachhaltigen Entwicklung ist angebrochen! – Sicher, es liegen noch lange und steinige Wege auf den vielfältigen und verschlungenen Pfaden der praktischen Umsetzung. Aber die dringende Notwendigkeit, weltweit umzudenken, um den Fortbestand des Planeten und der Menschheit zu sichern, ist durchaus in den Köpfen angekommen.

 

Und es ist auch höchste Zeit. Der ehemalige US-Präsident John F. Kennedy hatte zwar bereits vor gut einem halben Jahrhundert konstatiert, dass die Menschheit die Macht besitzt, sowohl alle Arten menschlicher Armut, als auch alle Arten des menschlichen Lebens zu zerstören. Sich auf einen Plan einer nachhaltigen Entwicklung für die gesamte Menschheit zu einigen, dauerte es allerdings noch Jahrzehnte.

 

2015 haben die Vereinten Nationen 17 globale Nachhaltigkeitsziele für alle Staaten der Erde definiert. Mit dieser Zielvorgabe sollen bis zum Jahr 2030 die Länder der Welt die Grundlagen für eine zukunftsfähige wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung schaffen.

 

Kernpunkte des Programms sind, die Spaltung der Gesellschaft zwischen Arm und Reich aufzuhalten und Chancen- und Bildungsgleichheit voran zu bringen. Außerdem sind die Staaten gefordert, für saubere und bezahlbare Energie zu sorgen und die Ernährung sowie den Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung zu sichern.

 

Eine Utopie? – Vielleicht, dennoch gehen viele Länder beherzt daran, ihren Anteil an einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten – auch wenn nicht alle Punkte sofort umsetzbar sind.

 

 

Die Welt verstehen – die Welt erhalten

Nachhaltige Entwicklung, so erläutert der US-Ökonom Jeffrey D. Sachs, ist eine Methode, um die Welt mit ihren vielfältigen Zusammenhängen und Wechselwirkungen zu verstehen. Zugleich ist Nachhaltigkeit aber auch die Methode, um die Welt zu retten. Denn Nachhaltigkeit steht für einen ganzheitlichen Ansatz, der die wirtschaftliche Entwicklung, Bildungssysteme, Gleichberechtigung, Ernährungssicherheit, Gesundheitsfürsorge, Klimakrise, Erneuerbare Energien, Biodiversität und Urbanisierung gleichermaßen berücksichtigt.

 

 

Vorbilder schaffen – nachhaltige Städte

Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema!

Pläne zur nachhaltigen Entwicklung sind extrem komplexe Aufgaben. Daher sind Leuchtturmprojekte wie eine vorbildliche Nachhaltigkeitspolitik einzelner Staaten genauso motivierend, wie gelungene nachhaltige Stadtentwicklungen.

 

Ein weltweites Ranking nachhaltiger Städte ist jedoch schwierig. Denn die Ausgangssituationen sind sehr unterschiedlich. Indigene Völker beispielsweise, die im Einklang mit der Natur leben und durch ihre Art des Wirtschaftens einen kaum sichtbaren ökologischen Fußabdruck produzieren, würden in einem strengen Ranking für Nachhaltigkeit zwar hervorragend abschneiden, entziehen sich jedoch komplett den Bewertungen von Faktoren, wie beispielsweise ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

 

Während europäische Städte häufig Konversionsprojekte nachhaltig umsetzen und umweltfreundliche Verkehrskonzepte integrieren, verstehen rasant wachsende Mega-Cities in Asien unter Nachhaltigkeit Maßnahmen, die für ausreichenden Wohnraum ihrer Bevölkerung sorgen. Beiden Konzepten gemein ist der Anspruch, möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen und nur minimal in die Umwelt einzugreifen. Nachhaltigkeit in den Industrienationen ist auch immer der Spagat zwischen einem ökologischen Lebensumfeld und einer soliden wirtschaftlichen Basis der Stadt. Daher liegt es auf der Hand, dass die Metropole Ökotopia vorerst nur ein Modell bleiben wird, von dem Teilstücke realisiert werden.

 

In Deutschland gibt es bislang nur eine Bewertung der Nachhaltigkeit von Städten durch die Allianz Umweltstiftung. Diese vergibt in jedem Jahr drei Preise für die nachhaltige Entwicklung einer Großstadt, einer mittleren Stadt und einer Gemeinde.

 

Die Bewertung der nachhaltigen Entwicklung weltweit ist dagegen um einiges diffiziler. Denn global existieren unterschiedliche Rankings und Bewertungen. So zeichnet die Europäische Union seit 2010 jährlich eine europäische Metropole mit dem European Green Capital Award aus – in diesem Jahr übrigens die Ruhrmetropole Essen.

 

Darüber hinaus hat das Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Centre for Economics and Business Research in einer Untersuchung 50 Städte aus 31 Ländern untersucht und hinsichtlich ihrer geographischen Lage, wirtschaftlichen Entwicklung und ausgewählter Nachhaltigkeitsanforderungen untersucht. Top drei des Sustainable Cities Index waren dabei im letzten Jahr Zürich, Singapur und Stockholm.

 

Auch zahlreiche nationale Projekte wie das dänische Projekt Sustainable Cities und zahllose Blogs beschäftigen sich mit aktuellen Städtebau- und Entwicklungsprojekte.

 

Auswahl und Objektivität fallen daher schwer – aber Vorbilder sind überall zu finden, daher stellen wir fünf beispielhafte Großstädte aus fünf Kontinenten vor.

 

 

Europa: Zürich / Schweiz

Sauber und nachhaltig – Zürich.

Schon beim Ranking der aktuell nachhaltigsten Staaten konnte die Schweiz mit Rang 5 punkten. In dem wohlhabenden Land stimmen die Rahmenbedingungen, was die soziale Grundversorgung der Bevölkerung angeht. Darüber hinaus die Alpenrepublik durch ihre gewachsene Nähe zur Natur auch traditionell stark im Umweltbereich.

 

Aber wie wird die Finanzmetropole Zürich mit ihren enorm hohen Lebenshaltungskosten den Ansprüchen an eine nachhaltige Großstadt gerecht? Da ist zum einen das richtungsweisende und klimafreundliche Verkehrskonzept der Stadt, das in bester Schweizer Tradition steht, schließlich verfügt die Eidgenossenschaft über das dichteste Eisenbahnnetz der Welt. Vom gut vernetzten und vertakteten öffentlichen Nahverkehr profitieren Einwohner und Pendler gleichermaßen. Die Stadt versinkt nicht im täglichen Verkehrskollaps und kann so CO2-Emissionen reduzieren.

 

Den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase möglichst gering zu halten, ist auch das Ziel weiterer Bemühungen der Stadt. Per Volksabstimmung – auch typisch für die demokratischen Schweizer – hat Zürich bereits 2008 beschlossen, den CO2-Ausstoß pro Kopf bis 2050 auf eine Tonne zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich Zürich auf den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft gemacht. Das bedeutet, dass der Energieverbrauch pro Einwohner ebenfalls bis 2050 auf 2.000 Watt sinken soll. Ermöglich werden sollen diese Ziele durch eine verbesserte Energieeffizienz sowie durch die konsequente Förderung erneuerbarer Energien. Atomstrom soll zukünftig nicht mehr genutzt werden.

 

 

Afrika: Abuja/Nigeria

Die afrikanischen Staaten haben es aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation ungleich schwerer, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dennoch gibt es auch hier Städte, die als Vorbild für Städte in der Region dienen können, wie beispielsweise die nigerianische Hauptstadt Abuja.

 

Die 1,5 Millionen Metropole Nigerias ist eines der ersten Projekte für eine nachhaltige Stadt in Afrika. Allerdings unterscheidet sich die Abuja auch von anderen afrikanischen Städten der Region dahingehend, dass Abuja in den siebziger Jahren als Planstadt nach westlichem Vorbild auf dem Reißbrett entstanden ist und die alte Hauptstadt Lagos ablösen sollte. Finanziert wurde der Neubau durch Erdölexporte.

 

Obgleich Abuja bestrebt ist, sichere und preiswerte Wohnviertel weiter auszubauen, wachsen die Vorstädte mit Armutsvierteln ebenfalls rasant an. Schätzungen zufolge könnte sich so die Einwohnerzahl in den kommenden zehn Jahren auf bis zu 20 Millionen Menschen erhöhen. Zahlreicher Problem zum Trotz, ist Abuja auf dem Weg zur Green City und entsprechend bestrebt, die Stadt zu begrünen und nachhaltig auszubauen. Da die Versorgung mit Elektrizität schwierig ist, gibt es einen großangelegten Versuch, Straßenlaternen in der Stadt mit Solarenergie zu betreiben.

 

 

Asien: Singapur

Singapur: Von der Glitzerstadt zur grünen Oase.

Wer an den Stadtstaat Singapur denkt, hat nicht unbedingt als erstes Bilder einer nachhaltigen Entwicklung im Kopf. Aber der Dschungel kehrt in die Metropole mit rund 5,6 Millionen Einwohner zurück.

 

Zunehmend überwuchert wieder Grün die Glas- und Betonbauten der Stadt. Das Projekt Singapur zur grünen Mega-City zu verwandeln, wird derzeit von einem Architekten-Team umgesetzt, das sich auf vertikale Begrünung spezialisiert hat.

 

Denn Platz ist durchaus ein Problem der wachsenden Stadt. Daher findet sich die Bepflanzung vor allem an den Hauswänden – auch an den Wolkenkratzern – wider. Ziel der Regierung Singapurs ist dabei die Verbesserung des Klimas. Um das zu erreichen, unterstützt der Staat nicht nur die Bauherren bei der Begrünung und übernimmt die Hälfte der Kosten, sondern geht noch einen Schritt weiter: Ohne das staatliche Zertifikat wird keine Baugenehmigung mehr erteilt. Dabei endet die Nachhaltigkeitsbestrebung nicht bei der Fassadenbegrünung, sondern schließt auch die Nutzung von Sonnenlicht und Regenwasser mit ein. Der Energieverbrauch soll so – auch durch den Verzicht der ansonsten üblichen Klimaanlagen – zurückgefahren werden.

 

 

Australien: Moreland Solar City/Melbourne

Moreland, der nördliche Teil der australischen Metropole Melbourne hat ein besonderes Projekt zur nachhaltigen Entwicklung ins Leben gerufen: Moreland Solar City. Im Rahmen des Programms, das von der australischen Regierung entwickelt wurde, soll die flächendeckende Nutzung der Solarenergie weiter ausgebaut werden. Dabei arbeiten Industrie und Handel eng mit der Kommune zusammen. Ziel ist es, Treibhausemissionen drastisch zu reduziert.

 

Neben diesem Leuchtturmprojekt, bezeichnet sich Melbourne selbst als Stadt, die sich neu erfindet und bietet regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit an.

 

 

USA: Portland/Oregon

Portland/Oregon – mehr als nur Leutturmprojekte.

Die USA und Nachhaltigkeit – ein Thema, dass in den letzten Monaten immer mehr an Spannung gewonnen hat. Aber die USA sind groß und gerade Städte und Gemeinden im legendären Cascadia leben eine völlig andere Realität – abseits der Regierung Trump.

 

Immer wieder als eine der nachhaltigsten Städte apostrophiert wird Portland im Bundesstaat Oregon. Die Stadt gilt weit über die Grenzen der USA hinaus als Vorbild einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Dabei ist Portland nicht nur im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv, sondern verfügt auch über einen soliden öffentlichen Nahverkehr, eine wachsende Radfahrkultur und ein vorbildliches Recyclingsystem.

 

Darüber hinaus fördert die Stadt nachhaltiges Bauen. Dabei geht Portland über die ökologische Bauweise hinaus und betreibt eine nachhaltige Stadtentwicklung, die zur Planung von Vierteln und dem Ausbau der Infrastruktur auch die Bevölkerung in Nachbarschaftssitzungen in die Entscheidungsprozesse aktiv einbezieht. Ganz gemäß dem Slogan der Stadt: Innovation, Zusammenarbeit, praktische Lösungen.

 

 

Blick über den Tellerrand

Blick über den Tellerrand lohnt sich …

Der globale Blick über den Tellerrand zeigt: Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit kennt größere und kleinere Schritte. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist lohnenswert.

 

Auch in Sachen Finanzen lohnt es sich, nachhaltig zu denken und zu handeln, denn Investitionen in zukunftsfähige Projekte verbessern das Leben vieler Menschen weltweit. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, hat viele interessante Angebote im Programm, mit denen Sie einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten und gleichzeitig interessante Rendite erwirtschaften. Machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.