Autor: Gerd Junker 15. März 2013

Inspektionsreise MillerForest, Tag 4: Abschluss der Reise und Fazit

Am letzten Tag der Inspektionsreise ging es um die Abrundung der Eindrücke durch einen Besuch eines holzverarbeitenden Betriebes sowie um den Besuch des ehemals größten Wasserkraftwerks der Welt, Itaipu, das für rund 80% der Stromversorgung Paraguays und rund 25% der Stromversorgung Brasiliens sorgt.

 

 

weiterverarbeitung-eukalyptus

Was passiert danach mit dem Holz: Zum Beispiel die Imprägnierung und die Verwendung als Mast. Hier eine einheimische Fabrik zur Imprägnierung von Eukalyptus (Foto: Grünes Geld, 15.3.2013)

 

 

Dass MillerForest und das vor Ort tätige Unternehmen Felber die Aufforstung nach neuesten Erkenntnissen und mit deutscher Gründlichkeit betreiben ist nach den vergangenen 4 Tagen klar. Aber was passiert mit den Holz nachdem es geerntet wurde? Dazu muss die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Energieholz und Wertholz gemacht werden.

 

Das Energieholz wird auf hohen Volumenzuwachs in kurzer Zeit optimiert und dann zu Hackschnitzeln verarbeitet. Die Hackschnitzel werden als Energieträger in Paraguay dringend benötigt, denn Paraguay muss alle Energieträger wie Gas oder Öl teuer importieren. Selbst auf unsere nur kurzen Stippvisite bekam der Forstingenieur Jonas Hönnebeck Anruf von Abnehmern, die nach Lieferungen fragten. MillerForest sieht hier einen langfristigen Bedarf an Holz als Energieträger und steht damit nicht alleine da. Auch andere Aufforstungen haben das Ziel, Hackschnitzel für den steigenden Energiebedarf Paraguays zu produzieren.

 

Das Wertholz hat einen anderen Absatzmarkt. Hier geht es um Eukalyptus und Kiefer zur späteren Verwendung als Nutzholz. Das wird wahrscheinlich Furnier sein, Bauholz oder Möbelholz. Vor Ort haben wir uns eine weitere Möglichkeit angesehen, nämlich die Verwendung von Eukalyptus als Holz für Strommasten. Da in Paraguay das Stromnetz fast ausnahmslos oberirdisch verläuft, werden dazu große Mengen imprägnierten Holzes für langfristige Haltbarkeit benötigt. Bei der besichtigten Fabrik wurde ausschließlich Eukalyptus-Holz hierfür verwendet.

 

 

 

Danach nutzten wir die Chance zum Besuch des zweitgrößten Kraftwerks für Erneuerbare Energien weltweit. Das 1966 zwischen Brasilien und Paraguay beschlossene und 1983 fertig gestellte Projekt Itaipu erzeugt 24-Stunden saubere Energie und wartet mit vielen Superlativen auf. Alleine durch eines der 18 im einsatzbefindlichen, weißen Rohre (siehe Bild oben) fließt mehr Wasser, als durch die gesamten, nahegelegenen Wasserfälle von Iguacu (mit 2,7 Kilometern Ausdehnung 3x so groß wie die Niagarafälle).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit der Reise

 

Die letzten Tage haben mir einen persönlichen und direkten Eindruck vom Projekt MillerForest, aber auch von der Region in Paraguay gegeben. Alle Fragen wurden mir mit großer Offenheit beantwortet und ich konnte alles ansehen, was ich wollte. Mir lagen auch die Berichte des unabhängigen Waldrat e.V. vor, in dem geschätzte 85% des Anlegerkapitals in einem unabhängigen Verein vertreten sind.

 

Und natürlich entdeckt man bei 5000 Hektar Aufforstung auch Schwächen. Gleich am ersten Tag sah ich abgestorbene Bäume.  Anpflanzungen einheimischer Arten wuchsen nicht so an, wie man es sich bei Miller zunächst vorstellte. Nicht jeder Stamm ist exakt so dick wie der seines Nachbarbaumes. Und weil man zu Beginn Probleme mit den fertigen Setzlinge hatte, setzt man mittlerweile auf eine eigene Baumschule.

 

Aber in Summe ist das Fazit klar: hier wurde mit viel Engagement von Paraguay-Kennern und Forst-Experten ein nachhaltiges Aufforstungsprojekt mit deutscher Effizienz und Gründlichkeit geschaffen. Die Bäume wachsen prächtig, die Pflege wird zuverlässig erledigt und der vor Ort lebende, von der TU München ausgebildete Forstingenieur ist ständig an Verbesserungen interessiert. Und auch das Land stellt eine stabile Basis dar. Die Wirtschaft und der Wert der Währung wachsen kontinuierlich. Schließlich sind auch die Projekt-Initatoren mit erheblichen Investments selbst dabei – das zeigt deren Zuversicht.

 

Ich bin mir sicher, dass alles getan wird, dass die versprochenen Ernte-Erträge erreicht werden. In vielen Fällen, wie zum Beispiel dem Energieholz, ist das Wachstum schon deutlich weiter als geplant. In den anderen liegt man gut im Plan. Die größten Risiken erkenne ich in heute noch nicht vorhersehbaren politischen Einflüssen oder in Währungsschwankungen, auch wenn diese bisher zu Gunsten der Investoren ausfielen.

 

Link zum Beitrag Tag 1 – hier

Link zum Beitrag Tag 2 – hier

Link zum Beitrag Tag 3 – hier

 

Angebot von MillerForest bei Grünes Geld:

Energieholz, ab 6 Jahren Laufzeit, ab 4,6 % Rendite pro Jahr

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

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3 Kommentare zu “Inspektionsreise MillerForest, Tag 4: Abschluss der Reise und Fazit”

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