Archiv für die Kategorie ‘Altersvorsorge’

Die beste Geldanlage für Faule

Dienstag, 21. November 2017

Cornelia Westreicher ist 38 Jahre und hat sich über die Zeit einen hübschen Betrag zusammen gespart. Ursprünglich wollte sie einmal etwas sparen, um vielleicht eine Familie zu gründen. Oder um vielleicht den Grundstock für einen Hausbau zu haben. Das mit der Familie hat sich allerdings so nicht ergeben und das geplante Haus, jetzt wo sie Single ist, wäre zwar schön, aber doch irgendwie zu kompliziert.

 

Zumal die Immobilienpreise in den letzten Jahren fulminant gestiegen sind. Eine zu ihren Vorstellungen passende Immobilie ist kaum noch zu bekommen, und wenn, dann ist der Preis unglaublich hoch.

 

Auch den Neubau hat sich Cornelia Westreicher schon überlegt. Aber das ist aufwändig und von allen Architekten wie von ihren Freunden hat sie gehört, dass die billigen Kreditzinsen durch die gestiegenen Handwerker-Kosten und die gestiegenen Baulandpreise mehr als kompensiert wurden.

 

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Investmentfonds – 10 Schritte zur nachhaltigen Geldanlage

Dienstag, 07. November 2017
Zusammenfassung: Investmentfonds sind eine interessante Form der Geldanlage. Viele nachhaltige Angebote ermöglichen Anlegern gute Erträge und leisten einen positiven Beitrag für die Umwelt. 10 x Wissenswertes zum Thema.

Schritt für Schritt die richtige Entscheidung treffen.

 

Jeder, der mit seinem Einkommen gut auskommt, kann sich – zumindest im Bereich der finanziellen Sicherheit – glücklich schätzen. Denn Geld ist nicht der alleinige Schlüssel zum Glück, aber das Gefühl von Sicherheit trägt jedoch einen wesentlichen Anteil dazu bei.

 

Doch gerade in Zeiten, in denen die Versorgung im Alter unter ganz anderen Vorzeichen steht, als noch in den vorangegangenen Generationen, sollte ein Teil des Einkommens auch für die Zukunft angelegt werden. Denn nach den Rentenreformen Anfang des Jahrtausends ist eine zusätzliche eigenverantwortliche Absicherung für das Alter für nahezu jeden unumgänglich.

 

Aber nicht nur die fernere Zukunft erfordert eine gewisse Vorbereitung. Auch Pläne, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen, erfordern ein finanzielles Polster. Unser Leben ist extrem komplex geworden – daher werden auch bei gewissenhaftester Planung immer wieder unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Und auch hier sichert die Lebensmaxime „be prepared“ eine gewisse Gelassenheit, sich auf neue Situationen einzustellen und diese erfolgreich zu meistern.

 

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Die 7 wichtigsten Punkte für einen sonnigen Ruhestand

Mittwoch, 27. September 2017

Die langjährige Niedrigzinsphase wird uns noch einige Jahre begleiten. Das zwingt viele Menschen zu Umdenken und Neu-Berechnen, denn jedes Jahr Null-Zins frisst weitere gefährliche Lücken in die privaten und betrieblichen Altersvorsorge-Lösungen.

 

Deshalb muss umfassend geprüft werden, wie der Ruhestand konkret für die einzelne Person aussieht – und zwar unter Einbeziehung aller Vermögenswerte. Mit dazu gehört die Prüfung von Themen wie Nachlassregelung und Vollmachten für den Ernstfall.

 

Mit den 7 wichtigsten Punkten für einen sonnigen Ruhestand möchten wir einen guten Überblick in das komplexe Thema geben. Sie werden sehen, dass die einzelnen Inhalte gut zu verstehen und im Einzelfall meist schnell beherrschbar sind. Bei Fragen kommen Sie gerne auf uns zu (Kontakt).

 

Abschnitt 1: Wer erbt was?

Ein Erbe: hoffentlich interessanter als dieses Fahrzeug

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer eigentlich Ihr Vermögen erben wird? Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, von wem Sie selbst noch eine Erbschaft erwarten?

 

Falls es kein Testament gibt, greift die gesetzliche Erbfolge. Falls es ein Testament gibt, gilt für die Berechnung des Pflichtteils eines Erben: mindestens die Hälfte dessen, was ihm laut gesetzlicher Erbfolge zugestanden hätte (als Barabfindung).

 

Einen Anspruch auf einen Pflichtteil haben zum einen die sogenannten Abkömmlinge. Das sind die leiblichen oder adoptierten Kinder oder – sofern diese nicht mehr leben – die jeweils nachfolgende Generation, also Enkel oder Urenkel. Ein Anrecht auf einen Pflichtteil sieht das Gesetz außerdem für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner sowie bei kinderlosen Paaren auch für die Eltern vor. Geschwister dagegen können keinen Pflichtteil geltend machen.

 

Die gesetzliche Erbfolge geht nach dem Ordnungsprinzip, oder einfacher: Das Gut rinnt wie das Blut.

 

Im einfachsten Falle erben die Kinder (oder deren Kinder), gemeisam mit dem Ehepartner, das Vermögen eines Verstorbenen. Das nennt man Erben 1. Ordnung. Ohne Abkömmlinge erbt die sogenannte 2. Ordnung, also Eltern, Geschwister und Nichten/Neffen.

 

Ein weitverbreiteter Irrtum ist die 100-Prozent Vererbung an den überlebenden Ehepartner. Wie würden Sie zum Beispiel die Frage beantworten, wer verstorben sein muss, damit er Ehepartner wirklich alles erbt?

 

Das wäre nur dann der Fall, wenn es keine Kinder / Enkel / Urenkel gibt, keine Eltern, keine Geschwister, keine Nichten/Neffen und keine Großeltern mehr. Wie wahrscheinlich ist das? Wie sähe es in Ihrem eigenen Fall aus?

 

Hier eine Tabelle zum Erbe des Ehepartners in einer Zugewinngemeinschaft (häufigste Form der Ehe in Deutschland; es gibt daneben noch die sogenannte Gütertrennung):

 

 

Zugewinngemeinschaft

1. Ordnung

(Kinder, Enkel)

2. Ordnung

(Eltern, Geschwister)

3. Ordnung

(Großeltern)

Weitere Ordnungen
Anteil des Ehegatten am Erbe 1/2 3/4 3/4  voll (1/1)

 

 

 

 

 

 

 

Abgesehen vom Pflichtteil können Sie die Erbschaft jedoch mit einem Testament nach Ihrem Willen recht frei gestalten.

 

Dabei gilt im Todesfall immer das jüngste aufgefundene Testament. Ein Testament können Sie beim Notar verfassen und hinterlegen lassen, aber auch ein selbst erstelltes, (komplett) handschriftliches Testament hat die gleiche Gültigkeit. Häufig spart man übrigens Kosten, wenn man das Testment selbst verfasst, sich jedoch von einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt beraten lässt.

 

Tipp: Bedenken Sie beim Themen Erben nicht nur das eigene Vermögen. Häufig ist auch ein Vermögen zu erwarten, das Sie als Erbe erhalten. Vielleicht von den Eltern, vielleicht von Tante oder Onkel. Gehen Sie auch diese Themen offen an und besprechen Sie mit den Vererbenden die Strategie.

 

Bei ausreichender Zeit lässt sich möglicherweise viel Erbschaftssteuer sparen. Die Freibeträge für Ehepartner (500.000 €) oder Kinder (400.000 €) sind grundsätzlich gut und werden häufig nur bei Immobilienvermögen überschritten, aber schon nicht verheiratete Lebensgefährten oder Nichten und Neffen haben nur 20.000 Euro Freibetrag.

Abschnitt 2: Den Staat beim Erbe leer ausgehen lassen

Der Staat braucht Geld … viel Geld, um seinen umfangreichen Aufgaben vom Straßenbau über die Ausbildung der Kinder bis hin zur inneren und äußeren Sicherheit nachzukommen. Entsprechend lässt er sich die Chance nicht entgehen und erhebt Steuern beim Erben (und in gleicher Höhe beim Schenken).

 

Die gute Nachricht vorweg: nahe Verwandte wie Kinder oder Ehepartner müssen häufig nichts bezahlen. Die Freibeträge sind üppig gestaltet, bei Ehepartnern zum Beispiel 500.000 Euro:

 

Verwandtschaftsgrad Freibetrag Steuersatz
(abhängig von der Höhe des Vermögens)
Ehegatten 500.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Kinder und Stiefkinder 400.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Enkel und Stiefenkel 200.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eltern im Erbfall 100.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eltern bei Schenkung 20.000 Euro 15 bis 43 Prozent
Geschwister, Nichten, Neffen 20.000 Euro 15 bis 43 Prozent
Übrige Personen (z.B. nicht eheliche Lebengefährten, Patenkinder, Freunde) 20.000 Euro 30 bis 50 Prozent

 

Lassen Sie uns ein Beispiel für Menschen betrachten, die möglicherweise gar nicht an Erbschaftssteuern dachten – und trotzdem plötzlich viel zahlen müssen:

 

Zur Immobilienfinanzierung hat ein Mann einen Risiko-Lebensversicherung über die Todesfallsumme von 200.000 Euro abgeschlossen. Seine Lebensgefährtin ist nicht mit ihm verheiratet, jedoch als Begünstigte im Vertrag eingetragen – sollte er also versterben, möchten man das Geld aus der Lebensversicherung ihr zugute kommen lassen, damit sie den offenen Kredit damit abbezahlen kann. Eine übliche Vorgehensweise.

 

Außerdem erbt sie auch das Haus, sollte ihr Partner versterben.

 

Sollte der Mann jetzt tatsächlich versterben, geht das Finanzamt wie folgt vor: Der Wert der Immobilie wird festgesetzt, zum Beispiel auf 250.000 Euro. Abzüglich der offenen Kredite von z.B. 200.000 und zuzüglich der ausgezahlen Lebensversicherung in Höhe von 200.000 Euro erbt die Lebensgefährtin also 250.000 Euro.

 

Abzüglich ihres Freibetrages als „Übrige Person“ von 20.000 Euro muss sie demnach 230.000 Euro versteuern; bei einem Steuersatz von 30 Prozent sind das 69.000 Euro alleine an Erbschaftssteuer. Möglicherweise muss sie jetzt sogar das Haus verkaufen.

 

Tipp: Bei der korrekten Gestaltung der Risiko-Lebensversicherung hätte die Steuerlast auf Null Euro reduziert werden können. Dieser und weitere Fälle lassen sich einfach so gestalten, dass Erbschafts- oder Schenkungssteuer vermieden werden. Übrigens lassen sich die Freibeträge durch Schenkung alle 10 Jahre neu ausschöpfen.

 

Abschnitt 3: Selbst bestimmen, was im Fall eines Unfalls oder Krankheit getan werden soll

 

Unfälle kommen überraschend und haben manchmal langwierige Folgen

Erst vor wenigen Wochen erreichte mich persönlich morgens im Büro eine Nachricht per WhatsApp: ein sehr guter Freund, den ich seit Kindestagen an kenne, war auf seinem Arbeitsweg verunglückt.

 

Der Fahrer eines entgegenkommendes Fahrzeuges war eingeschlafen und auf seine Fahrbahnseite geraten. Mein Freund erlitt sehr viele Knochenbrüche, auch lebensbedrohliche, und wurde in ein künstliches Koma versetzt.

 

Er als Patient war nicht mehr ansprechbar, trotzdem mussten medizinische Entscheidungen getroffen werden. Häufig geht es dabei um Fragen um Leben und Tod. Immer ist die Frage präsent: wie hätte wohl der Betroffene entschieden? Wie lässt sich hier das Recht auf medizinische Selbstbestimmung wahren?

 

Die Lösung stellt die Patientenverfügung dar; ein Dokument, in dem man in guten Tagen und wohlüberlegt festlegt, welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden sollen und welche nicht.

 

Tipp: Die Patientenverfügung sollte auf jeden schriftlich verfasst sein und unterschrieben werden. Sie ist jederzeit widerrufbar und änderbar. Damit im Notfall auch der Zugriff auf die Verfügung gewährleistet ist, sollten Kopien bei Vertrauenspersonen und dem Hausarzt hinterlegt werden.

 

Abschnitt 4: Noch einen Schritt weiter – wer darf sich kümmern wenn was passiert?

 

Im Abschnitt 3 haben wir den Fall behandelt, dass man seinen Willen nicht mehr äußern kann und medizinische Entscheidungen getroffen werden müssen.

 

Doch gerade bei länger anhaltenden Situationen, zum Beispiel bei einem langjährige Schwerstpflegefall, müssen über die direkten medizinischen Entscheidungen hinaus noch weitere Entscheidungen gefällt und Unterschriften geleistet werden.

 

Nicht selten sind zum Beispiel Immobilien für einen Pflegebedürftigen nicht mehr bewohnbar. Doch ein Verkauf der Alt-Immobilie und der Erwerb einer geeigneten Immobilie oder der Umzug in ein Pflegeheim erfordern wirtschaftlichen Sachverstand und Entscheidungsbefugnisse. Dafür reicht die Patientenverfügung nicht aus

 

Um jemanden zu bevollmächtigen, dass er in Ihrem Namen handeln darf, benötigen man eine Vorsorgevollmacht. In diese werden alle notwendigen Details geregelt.

 

Lassen Sie sich also von einem spezialisierten Anwalt dazu beraten. Es gibt jedoch auch Vorlagen, die die häufigsten Konstellationen und Fragestellungen bearbeiten – möglicherweise sind solche Vorlagen ausreichend. Bei Buchung einer Ruhestandsplanung von Grünes Geld wird Ihnen dazu eine Vorlage übergeben.

 

Tipp: Seit über 10 Jahren gibt es das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Dort können Sie Patientenverfügung und Betreuungsverfügungen eingetragen werden, so dass diese auch für im Notfall und nach vielen Jahren, in denen man gar nicht mehr an diese Papiere dachte, schnell gefunden werden.

 

Abschnitt 5: Neben Sicherheit muss in der Altersvorsorge auch die Rendite stimmen

 

Das Ausland hat für die Einstellung der Deutschen sogar einen Begriff geprägt: German Angst. Es geht um ein difuses Angstgefühl der Deutschen, was sich unter anderem in der sehr zurückhaltenden deutschen Außenpolitik äußert.

 

Die vielleicht bedeutendere Ausprägung ist das Geldanlage-Verhalten der Deutschen: vermeintliche Garantien und vermeintlich feste Zinsen werden überbewertet, langfristige Chancen damit außen vor gelassen.

 

Dabei bieten gerade die meist sehr langen Ansparzeiträume für die Altersvorsorge ideale Vorraussetzungen für schwankungsintensive Anlageformen, die dafür aber auch die höchsten Renditen erwirtschaften. Lassen Sie uns das an einem Beispiel erkennen.

 

Beispiel: Eine 37jährige Frau mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro. Davon gehen aktuell 18,7% in die gesetzliche Rentenversicherung, also 7.480 Euro jährlich. Eine grundsätzliche Faustformel besagt, von diesem Betrag 50% zu nehmen und in eine private Altersvorsorge zu investieren, also in unserem Fall 50% von 7.480 Euro, also 3.740 Euro jährlich oder 310 Euro monatlich.

 

Einzahlung 310 Euro monatlich über 30 Jahre

Altersvorsorge ohne Wertschwankungen

(klassischer Rentenvertrag, Renditeannahme 3% p.a.)

Altersvorsorge mit Wertschwankungen

(Fondgebundener Rentenvertrag, Renditeannahme 6% p.a.)

Kapital nach 30 Jahren

181.100,06 Euro

312.956,66 Euro

Ergibt monatliche garantierte Rente von

(Abschätzung, unverbindlich)

543 Euro

939 Euro

 

Übrigens gibt es gerade bei der ethisch-ökologischen Geldanlage sehr gute, langfristige Möglichkeiten im Aktienmarkt. Denn Aktien nachhaltiger Unternehmen bieten den Menschen Lösungen, die immer mehr nachgefragt und immer mehr gebraucht werden.

 

Entsprechend sollte eine günstige Geschäftsentwicklung die Folge sein, so dass die Unternehmenswerte und damit auch die Aktienkurse der Unternehmen überproportional steigen (siehe auch unser Musterdepot Wachstum).

 

Tipp: Wer die Zahlen analysiert kommt bei der langfristigen Geldanlage an Aktien nicht vorbei (mehr: Rendite-Dreieck) . Lassen Sie sich von Experten beraten, wie Sie typische Fehler bei der Aktienanlage vermeiden und gleichzeichtig die Steuern auf den Gewinn gering halten.

 

Abschnitt 6: Das fiese Geheimnis … Ihre Rente wird jährlich weniger

 

Stellen Sie sich vor, Sie haben alles richtig gemacht: Sie haben Ihre gesetzliche Rente ausgerechnet, Sie haben eine Rentenlücke identifiziert und Sie haben über Jahre hinweg monatlich etwas zur Seite gelegt, um diese Lücke zu schließen.

 

Schließlich sind Sie 67 Jahre alt und gehen in Rente. Und in der Tat, die Berechnungen waren richtig, Sie konnten Ihre Lücke schließen, alles ist perfekt. Für viele Menschen enden an dieser Stelle Ihre Überlegungen.

 

Leider begehen sie damit einen fatalen Fehler. Denn eine Frau, die mit 67 Jahren in Rente geht, hat noch laut aktueller Vorgabe (Sterbetafel 2004R) eine Lebenserwartung von weiteren 24 Jahren (!).

 

Was wird in diesen 24 Jahren geschehen? Die schleichende Inflation wird an der Kaufkraft ihrer Rente knappern.

 

In den 24 Jahren wird die Kaufkraft von zum Beispiel 100 Euro absinken, bei 2% jährlicher Inflation auf nur noch 62,17 Euro.

 

Theoretisch gibt es dafür die jährlichen Rentensteigerungen. Doch lassen Sie uns ansehen, ob diese die Inflationsraten in der Vergangenheit ausgleichen konnten:

 

Netto-Rentenentwicklung in Deutschland

Tatsächliche Rentenentwicklung nach Inflation: meist negativ (Quelle: Helvetia)

 

Das Diagramm zeigt deutlich, dass die Rente in den meisten Jahren effektiv weniger wird. Das muss auch so sein, denn immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Rentenempfängern gegenüber (Demografische Entwicklung); die Rente muss abnehmen.

 

Tipp: Um die abnehmende Renten auszugleichen sollten Sie schnell reagieren. Zwei Möglichkeiten kommen meist in Frage. Möglichkeit 1: Sie sparen einen zusätzlichen Betrag fürs Alter an. Möglichkeit 2: Sollten Sie Ihre bisherige private Altersvorsorge auf klassischen Produkten aufgebaut haben, prüfen Sie den Wechsel in Anlagen mit höherer Renditeerwartung.

 

Abschnitt 7: Verdrängt oder Problem angegangen … wahrscheinlich werden Sie pflegebedürftig.

 

Das Schöne ist, dass wir alle immer älter werden. Durchschnittlich rund 15 Jahre im Vergleich zu den Großeltern. Wurden Ihre Großeltern zum Beispiel 75 Jahre alt, können Sie schon mit rund 90 Jahren Lebensalter rechnen.

 

Das weniger Schöne ist, dass die Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Lebensalter auch deutlich zunimmt. Besonders in den Jahren ab 80 – dort ist jeder 5. von Pflegebedürftikeit betroffen. Ab dem Lebensalter 85 sind es sogar 4 von 10 Menschen.

 

Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt dabei rund 5 Jahre. Nimmt man aktuell rund 3.000 Euro für stationäre Pflege pro Monat an, kommen erhebliche Summen zusammen.

 

Beispiel: 3.000 Euro im Monat sind in der Rentenphase eine stattliche Summe. Zieht man eine staatliche Rente von z.B. 1.200 Euro ab und geht von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung von 2.005 Euro (Pflege Grad 5), berücksichtigt für die Versorgung des Partners für Mieter und Lebensunterhalt 700 Euro, bleibt eine Einkommenslücke im Pflegefall von 495 Euro.

 

Tipp: Diese Lücke kann durch spezielle private Pflegeversicherungen gedeckt werden. Der Nachteil: die Verzinsung in der Einzahlungsphase ist meist sehr gering und, sollte kein Pflegefall eintreten, hat man umsonst eingezahlt.

 

Alternativ kann der Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge in Erwägung gezogen werden. Schließlich steigt das Risiko einer Pflegebedürftigkeit erst ab dem Alter von 70 Jahren an, so dass in der Regel ausreichend Zeit für den Aufbau bleibt.

 

Die Rendite in der Ansparphase kann deutlich höher sein als bei einer Pflegeversicherung und die Auszahlung erfolgt eben auch dann, wenn nie eine Pflegebedürftigkeit auftreten sollte.

 

Moderne Verträge lassen dabei auch die Entnahmen von Einmalsummen (z.B. wegen Umbaumaßnahmen bei auftretender Pflegebedürftigkeit) zu, z.B. als sogenannte Cash-Option.

 

Wie geht’s weiter:

 

–> ZUM RUHESTANDSPLANER (ganzheitliche Ruhestandsplanung) <–

 

–> ZUM GRÜNES GELD TEST (Geldanlage, monatliches Ansparen) <–

 

–> KONTAKT ZU GRÜNES GELD (persönliches Gespräch) <–

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Altersvorsorge – Gut geplant in den Ruhestand

Dienstag, 26. September 2017
Zusammenfassung: Die Zeit nach dem Erwerbsleben wird zwar auf der einen Seite sehnlichst erwartet, auf der anderen Seite treibt auch viele Menschen die Sorge, für das Alter nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein. Hinzu kommen viele Fragen zu Testament, Versicherungen und Pflege, die am besten frühzeitig geklärt werden sollten. Eine solide Ruhestandsplanung sollte daher frühzeitig angegangen werden, am einfachsten mit dem Grünes Geld Ruhestandsplaner.

 

 

Gut geplant in den Ruhestand.

Auf das Berufsleben bereiten Schulen, Ausbildungsstätten und Hochschulen vor. Auf den Ruhestand bereitet jedoch nur die Schule des Lebens vor – und dabei gibt es keinen verbindlichen Lehrplan.

 

Ein persönlicher Plan für die Zeit nach der Erwerbsarbeit ist jedoch mittlerweile eine wichtige Aufgabe im Leben, denn kaum ein Berufsstand kommt ohne eine solide private Altersvorsorge aus. Was früher fast nur Selbstständige betraf, ist mittlerweile ein wichtiges Thema für nahezu alle Erwerbstätigen geworden.

 

 

 

Ruhestand – Grund zur Freude oder zur Sorge?

Der Ruhestand zählt zu den freiesten Abschnitten im Leben. Keine festen Verpflichtungen mehr, Zeit für die Dinge, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind, zwanglos neuen und alten Interessen nachgehen – kaum jemand, der sich nicht auf diese Zeit freut.

 

Eine bittere Pille müssen jedoch viele Schlucken: das reguläre Renteneintrittsalter ist angestiegen. Und wenn die Zahl der Beitragszahler weiter sinkt, ist es gut möglich, dass die Altersgrenze weiter angehoben wird. Wer nach 1964 geboren wurde, muss derzeit bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Dennoch verkürzt sich – statistisch gesehen – die Zeit des Ruhestands nicht. Denn die Lebenserwartung steigt weiter an. Auch führt die moderne medizinische Versorgung dazu, dass viele Menschen ihren Ruhestand bei guter Gesundheit genießen können.

 

Mind the gap – Versorgungslücken schließen.

Der Ruhestand bringt jedoch auch finanzielle Veränderungen mit sich. Das Einkommen entfällt. An seine Stelle treten Rentenzahlungen, die – je nach Art der Rente, der früheren Höhe des Einkommens und der Zeit, in der Rentenbeiträge eingezahlt wurden – höher oder niedriger ausfallen.

 

 

Wird das Geld also im Ruhestand ausreichen? – Werden mögliche Pflege- und Gesundheitskosten höher ausfallen als gedacht? Werden unvorhergesehene Ereignisse Rücklagen angreifen oder die Inflation das Sparvermögen minimieren? Wie werden sich die Kapitalmärkte entwickeln? Wird mein aufgebautes Vermögen für den Rest meines Lebens als Zusatzversorgung ausreichen?

 

Fragen, die sich viele zukünftige Rentner besorgt stellen. Sicher gibt es kaum pauschale und allgemeingültige Antworten auf diese Fragen. Dennoch sollte der Ruhestand keine Reise ins Ungewisse darstellen. Denn auch auf diesen Lebensabschnitt kann sich jeder vorbereiten. Je früher, desto besser.

 

 

Neuen Lebensabschnitt gut vorbereiten in fünf Schritten

Jeder neue Lebensabschnitt muss gut vorbereitet sein. So wie vor der Berufs- oder Studienwahl eingehende Informationen eingeholt, Perspektiven ermittelt und Vergleiche angestellt wurden. Viele werden auch bei der Familiengründung unzählige Ratgeber gelesen und Kurse besucht haben, um gut vorbereitet und kompetent in die neue Lebensphase einzutreten. Warum also nicht auch den Ruhestand in Ruhe planen?

 

 

Erster Schritt: Wieviel Geld steht mir im Ruhestand zur Verfügung?

Am Anfang der Ruhestandsplanung steht die Analyse. Dafür wird eine Finanzübersicht aus allen voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben erstellt, mit denen im Alter zu rechnen ist.

 

Frühzeitig Ordnung in die eigenen Angelegenheiten bringen.

Im Allgemeinen bestehen die Einnahmen aus der gesetzlichen Rente. Die genaue Höhe bemisst sich nach der Anzahl der erworbenen Rentenpunkte. Je nach dem, wieviele Beitragsjahre gearbeitet wurde und ob die Einkünfte oberhalb oder unterhalb des Durchschnittsverdienstes gelegen habe, werden Entgeltpunkte auf dem Rentenkonto gutgeschrieben. Wie hoch die zu erwartende Rentenzahlung voraussichtlich einmal sein wird, teilt die Deutsche Rentenversicherung ihren Mitgliedern jährlich mit, sofern sie über 27 Jahre alt sind und bereits fünf Jahre beitragspflichtig gearbeitet haben. Mit 43 Jahren kommt zudem eine Erinnerung, um die Vollständigkeit des Rentenkontos zu gewährleisten. Ein wichtiger Zeitpunkt, um fehlende Angabe ergänzen zu lassen. Außerdem besteht dann bis zum 45. Lebensjahr die Möglichkeit, auch nachträglich freiwillige Beiträge einzuzahlen, um etwa eine längere Ausbildungszeit nachzuversichern.

 

Ein regelmäßiger und kritischer Blick auf dieses Scheiben ist ratsam. Denn wer seine Ausgaben im Alter ermittelt hat – und diese können sehr unterschiedlich ausfallen, je nach dem, ob Miete gezahlt werden muss, regelmäßige Verpflichtungen, wie beispielsweise Unterhaltszahlungen bestehen – kann hier leicht seine Versorgungslücke ermitteln.

 

Dass eine Lücke besteht, ist zur Normalität geworden. Um die Versorgungslücke zu schließen, muss also noch geprüft werden, welche weiteren Einnahmen im Ruhestand zur Verfügung stehen. Gibt es beispielsweise eine zusätzliche betriebliche Rente und welche privaten Vorsorgeprodukte, beispielsweise eine private Rentenversicherung, wurden bereits abgeschlossen. Aus diesen Angaben kann dann errechnet werden, ob noch weiterhin eine Versorgungslücke besteht und wie groß diese ist.

 

 

Zweiter Schritt: Versorgungslücken schließen

Wer nach der Prüfung seines Finanzplans für den Ruhestand eine Einkommenslücke ermittelt hat, sollte sich umgehend mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge befassen.

Hier bieten sich dann unterschiedliche Lösungen an. Je nach dem, wieviel Geld aktuell angelegt werden kann, wie hoch die Versorgungslücke ist und wieviel Zeit bis zum Ruhestand noch bleibt.

 

Eine einfache Möglichkeit, auch mit kleinen Summen ein Sparvermögen zu erzielen, ist das Monatssparen. Auch eine fondsgebundene Lebensversicherung kann ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge sein.

 

Welches Produkt am besten passt, sollte frühzeitig mit einem unabhängigen Finanzberater geklärt werden. Dieser sollte zudem auch eine Expertise im Bereich der Ruhestandsplanung mitbringen, wie beispielsweise Gerd Junker von Grünes Geld. Denn zu einer soliden und tragfähigen Planung des Ruhestandes gehört mehr, als das gegeneinander aufaddieren von Einkünften und Ausgaben. Ebenso wichtig ist es, über die Besteuerungen von Renteneinkünften und Auszahlungen aus Versicherungen im Klaren zu sein und auch die Absicherung der Familie nicht zu vergessen.

 

 

Dritter Schritt: Nicht die Augen verschließen

Wer noch fit und agil den Ruhestand antritt, hat kaum Lust, sich jetzt ausführlich mit Krankheit und Tod zu befassen. Denn zum einen tut das niemand gern, zum anderen bekommt die freudig erwartete freie Zeit im Alter durch diese Fragen einen kleinen unangenehmen Beigeschmack. Aber wie heißt es so schön im Plattdeutschen „Wat mutt, dat mutt!“

 

Umgehen lässt sich dieses unangenehme Thema im Ruhestand, wenn es einfach vorher geklärt wird. Optimalerweise im Rahmen der Ruhestandsplanung. Denn Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind auch „Mitten im Leben“ eine sinnvolle Dokumentation, damit Ehepartner, Lebensgefährte oder Kinder im Ernstfall Entscheidungen im gewünschten Sinne treffen können.

 

 

Vierter Schritt: Erben und Vererben

Die Vorbereitung auf den Ruhestand ist nicht allein auf die grundsätzliche finanzielle Absicherung beschränkt. Denn gerade auch ausreichende finanzielle Mittel fordern Entscheidungen. Kommt es beispielsweise günstiger, sein Vermögen zu vererben oder ist eine Schenkung vorteilhafter für die Nachkommen?

 

Wer etwas zu vererben hat, sollte sich außerdem überlegen, ob die gesetzliche Nachlassregelung für die Familien- und Verwandtschaftsverhältnisse passend ist, oder ob eine abweichende Regelung getroffen werden soll. Ist dies der Fall, muss ein rechtssicheres Testament verfasst werden. Sinnvoll ist es zudem, das Schriftstück sicher zu hinterlegen. Das Testament lässt sich jederzeit wieder ändern.

 

Manch ein Ruheständler kann aber auch selbst mit einem Nachlass rechnen. Sprechen Sie rechtzeitig und offen mit den Personen, von denen Sie ein Erbschaft erwarten können: oftmals Eltern oder aber auch Onkel und Tanten ohne eigene Kinder.

 

Denn während bei einem Erbe von den Eltern mit meist 400.000 Euro ein hoher Freibetrag gilt (der aber auch bei Immobilien schnell überschritten sein kann), gilt bei Vererbung von Tante / Onkel meist nur ein Freibetrag 20.000 Euro.

 

Darüber müssen Erbschaftssteuern gezahlt werden. Mit sinnvoller und rechtzeitiger Planung lassen sich diese vermeiden, ohne dass die Erblasser den Zugriff auf das Geld komplett abgeben.

 

Fünfter Schritt: Versicherungen überprüfen

Wer in Ruhestand geht, möchte im neuen Lebensabschnitt nicht nur gut abgesichert, sondern auch gut versichert sein. Daher ist es auch geboten, die laufenden Policen zu überprüfen und auf die neuen Anforderungen anzupassen.

 

Unbesorgt in die Zukunft blicken.

Ein Muss sind nach wie vor die Krankenversicherung, eine private Haftpflicht zur Abdeckung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie für alle Autobesitzer natürlich auch die KFZ-Haftpflicht.

 

Bei der Haftpflichtversicherung kann geprüft werden, ob der Umstieg auf einen Seniorentarif sinnvoll ist. Wichtig ist es auch, immer wieder zu prüfen, ob die Police noch mit der Lebenssituation zusammenpasst. Wer beispielsweise im Alter bei seinen Kindern wohnt, kann in vielen Fällen über den Versicherungsschutz der Kinder in Anspruch nehmen.

 

Ob der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall abgewogen werden. Wer über eine ausreichende Altersvorsorge verfügt, aus der über einen längeren Zeitraum zusätzliche Pflegekosten abgedeckt werden können, braucht nicht unbedingt eine private Pflegeversicherung.

 

Sinnvoll kann eine solche Police sein, wenn zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den eigenen Einkünften sowie der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Lücke klafft. Schließlich möchte kaum ein Pflegebedürftiger seine Angehörigen unnötig finanziell belasten.

 

Auch wer im Pflegefall zu Hause versorgt werden will, kann eine private Pflegeversicherung mit höheren Leistungen für ambulante Pflege abschließen. In jedem Fall ist eine gute Beratung im Vorfeld wichtig, in der die Wünsche, Vorstellungen und Möglichkeiten des Versicherungsnehmers abgeklärt werden – und das am besten so früh wie möglich, denn die Kosten der privaten Pflegeversicherung steigen drastisch mit der Höhe des Eintrittsalters.

 

Wer in Zeiten der Erwerbstätigkeit eine Rechtsschutzversicherung mit Berufsrechtsschutz abgeschlossen hat, sollte die Police mit Eintritt in den Ruhestand umstellen.

 

Ganz klar ausgedient haben mit dem Eintritt in den Ruhestand die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Krankentagegeld– bzw. Krankenhaustagegeldversicherung.

 

 

Guter Rat muss nicht teuer sein

Die Planung und Vorbereitung des Ruhestandes ist ein größeres Projekt, das frühzeitig angegangen werden sollte. Je früher, desto besser. Aber wer noch voll im Berufsleben steht, hat oft wenig Zeit und Muse, um sich diesem komplexen Thema zu stellen.

 

Zudem ist das eigene Altern mit all seinen Facetten, möglicher Pflegebedürftigkeit und Krankheitsrisiken kein Feld, dass sich völlig frei von Emotionen abarbeiten lässt. Daher gilt hier – wie in vielen Dingen des Lebens – die Devise: frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Denn ein ausgebildeter Ruhestandsexperte bietet die umfassende Kompetenz, um mit Voraussicht die finanziellen Fragen ausführlich zu klären, Lösungen für mögliche Versorgungslücken aufzuzeigen, einen umfassenden Versicherungsschutz zu planen und auf wichtige Dokumentationen, wie etwa Vollmachten und Testamente hinzuweisen.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter ethischer und ökologischer Geldanlagen, hat in diesem Bereich die Zeichen der Zeit erkannt und bietet einen unkomplizierten und günstigen Einstieg in die persönliche Ruhestandsplanung.

 

Auf Basis eines zehnminütigen Online-Tests, werden alle wichtigen Themengebiete der Ruhestandsplanung ermittelt und anschließend im Rahmen eines ein- bis zweistündigen Online-Tutorials via Internet und Telefon besprochen. Darüber hinaus bietet Grünes Geld auch einen persönlichen Termin im Aschaffenburger Büro an. Dabei zeigt sich, dass guter Rat nicht teuer sein muss: Die Online-Berartung kostet 59 Euro, für die gleiche Beratung im Büro werden 89 Euro fällig.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Vermögenswirksame Leistungen – Kleine Geschenke, die sich lohnen

Dienstag, 19. September 2017
Zusammenfassung: Fast alle Angestellten haben ein Recht auf Vermögenswirksame Leistungen. Viele nehmen dieses Angebot des Arbeitgebers nicht wahr und verschenken so Geld, das mit einem cleveren Sparplan zu einem kleinen Vermögen wachsen kann.

 

 

Immer willkommen – kleine Geldgeschenke.

Mehr Gehalt und mehr Geld auf der hohen Kante. Das wünschen sich die meisten Menschen. Gleichgültig, in welcher Position und mit welcher Vorbildung. Aber nicht jeder Gehaltverhandlung läuft wie gewünscht. Umso verwunderlicher, dass viele Beschäftigte bei einem Geldgeschenk ihres Arbeitgebers nicht zugreifen – den Vermögenswirksamen Leistungen (VL).

 

Die Stiftung Warentest geht davon aus, dass aktuell mehr als 20 Millionen Beschäftigte einen Anspruch auf Vermögenswirksame Leistung besitzen. Dieser Zahl stehen lediglich 13 Millionen abgeschlossene Verträge gegenüber.

 

Vermögenswirksame Leistungen werden vom Arbeitgeber entweder freiwillig oder aufgrund der geltenden Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen monatlich gezahlt. Das Geldgeschenk kommt allen Mitarbeitern zu Gute – also auch schon Auszubildenden. Allerdings steht das Geld nicht als Zusatz-Bonbon zur freien Verfügung. – Jedenfalls vorerst noch nicht, denn die Sparbeträge werden frühestens nach sieben Jahren ausbezahlt. Die Vermögenswirksamen Leistungen sollen vielmehr die Mitarbeiter dazu motivieren, frühzeitig finanzielle Rücklagen – eben ein kleines Vermögen – aufzubauen. 

 

Je nach Branche und Region bewegen sich die monatlichen VL-Zahlungen des Arbeitgebers zwischen 6,65 Euro und immerhin 40 Euro. Beschäftigte in Teilzeit erhalten die Vermögenswirksamen Leistungen anteilig.

 

Darauf zu verzichten ist sicher nicht sinnvoll, vor allem nicht bei niedrigem Einkommen. Denn der Staat fördert die in Inanspruchnahme von Vermögenswirksamen Leistungen mit einer Arbeitnehmersparzulage. Auch wer nicht die vollen 40 Euro von Seiten des Arbeitgebers erhält, kann den Sparbetrag aus eigener Tasche aufstocken und so staatliche Förderungen und steuerliche Entlastung voll ausschöpfen.

 

 

„Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“

Ein kleines Detail zur Vermögensbildung!

Woher rührt also die Gleichgültigkeit gegenüber den Vermögenswirksamen Leistungen? Zugegeben, der Begriff Vermögen lässt auf mehr hoffen. Jedoch schon der griechische Philosoph Aristoteles wusste: „Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“ und auch der Volksmund besagt, dass wenig mehr ist, als nichts. – Langer Rede kurzer Sinn: Vermögenswirksame Leistungen lohnen sich für jeden.

 

Wie hoch das kleine Zusatzvermögen am Ende des Erwerbsleben ausfällt, hängt davon ab, wie lange Vermögenswirksame Leistungen bezogen wurden und natürlich auch, wie diese angelegt wurden.

 

Die Qual der Wahl?

Vielleicht ist die hohe Zurückhaltung in Sachen Vermögenswirkamen Leistungen auch darin begründet, dass erst einmal wieder eine Entscheidung getroffen werden muss, denn auch bei Vermögenswirksamen Leistungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Geld anzulegen.

 

Aber auch wenn zuerst einige Informationen notwendig sind, ist die Arbeitsteilung bei den VL für den Arbeitnehmer durchweg positiv: Denn der Arbeitnehmer entscheidet sich für einen VL-Vertrag, der Arbeitgeber zahlt dann die vertraglich zugesicherten Vermögenswirksamen Leistungen ein.

 

Bei der Wahl der passenden Anlageform für Vermögenswirksame Leistungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Bausparverträge zählen noch immer zu den beliebten Anlageformen. Wer beispielsweise bereits eine private Baufinanzierung laufen hat, kann mit den Vermögenswirksamen Leistungen einen Teil der Schulden tilgen. An Bedeutung gewonnen haben in den letzten Jahren Bank- und Fondssparpläne. Diese müssen jedoch auf für VL-Sparen geeignet sein.

 

Wer sich für die eine oder andere Möglichkeit entscheidet sollte wissen, dass diese Entscheidung alle sechs Jahre neu getroffen werden kann. Denn die Verträge laufen in der Regel über sieben Jahre. Dabei werden sechs Jahre lang Beiträge einbezahlt, ein Jahr lang ruht der Vertrag beitragsfrei. In diesem siebten Jahr kann dann bereits mit einem neuen Vertrag gestartet werden. Einzige Ausnahme sind Bausparverträge. In diese muss sieben Jahre durchgehend eingezahlt werden.

 

Nach der Vertragslaufzeit kann jeder nach eigenen Vorstellungen über das angesparte Vermögen frei verfügen. Je nach Lebenssituation und den persönlichen Bedürfnissen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, das Geld auch weiter zur Vermögensbildung einzusetzen oder sich aktiv mit der Planung des Ruhestandes zu befassen.

 

 

Vier Anlageformen für Vermögenswirksame Leistungen

 

1. Die solide Lösung: Baukredite tilgen

Wer gebaut hat, erfreut sich zwar seiner eigenen vier Wände, steht aber auch erst einmal einer erheblichen finanziellen Belastung gegenüber. Hier können die Vermögenswirksamen Leistungen von Arbeitgeberseite helfen, Bauspar- und Bankdarlehen zu tilgen. Da bei Bauspardarlehen meist Sondertilgungen möglich sind, ist diese Verwendung der Vermögenswirksamen Leistungen eine gute Option.

 

Die VL-Zahlungen des Arbeitgebers können dabei direkt auf das Darlehenskonto überwiesen werden. Alternativ kann die zuständige Bank aber auch bestätigen, dass VL-Zahlungen zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden.

 

Wer seine Immobilie selbst nutzt, kann darüber hinaus eine Arbeitnehmersparzulage beantragen. Von diesem Geld vom Staat profitieren Beschäftigte mit niedrigem Einkommen. Bei einem zu versteuerndem Einkommen bis 17.900 Euro für Singles beziehungsweise 35.800 Euro für Verheiratete, zahlt der Staat 43 Euro im Jahr dazu.

 

 

Der Klassiker: Bausparen

Bausparen ist seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Schließlich verheißt die Kombination aus Sparplan und Kredit zur Immobilienfinanzierung ein eigenes Heim. Um die Vermögenswirksamen Leistungen sinnvoll anzulegen, ist ein Bausparvertrag vor allem dann interessant, wenn in näherer Zukunft eine Immobilie gekauft oder gebaut werden soll. Ebenso bietet sich diese Anlageform auch an, wenn bereits ein Haus oder eine Eigentumswohnung vorhanden sind und Geld für etwaige Renovierungen, Modernisierungen oder Umbauten gespart werden soll. Wer sich für einen VL-Bausparvertrag entscheidet, erhält bis zu einer festgelegten Einkommensgrenze eine Wohnungsbauprämie als zusätzliche staatliche Förderung, allerdings nur dann, wenn nicht bereits die Arbeitnehmersparzulage genutzt wurde.

 

Am besten schon in der Ausbildung Nägel mit Köpfen machen.

Bausparen mit Vermögenswirksamen Leistungen ist für Berufsanfänger interessant, die jünger sind als 25 Jahre. Sie erhalten einmalig eine staatliche Wohnungsbauprämie bei einer Vertragslaufzeit von sieben Jahren, auch wenn kein Eigenheim gebaut oder gekauft wird.

 

Auch wer keine Pläne für ein Eigenheim hegt, kann einen Bausparvertrag abschließen und mit den Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers bezuschussen lassen. Teilweise erhalten Sparer bei Verzicht auf ein Darlehen auch eine bessere Verzinsung ihres Guthabens. Generell sind Bausparverträge jedoch wenig renditestark. Wer also älter als 25 Jahre ist und keine Bauvorhaben oder Kaufabsichten hegt, sollte unbedingt das Potenzial eines Bausparvertrags mit den Möglichkeiten eines Sparplans für Vermögenswirksame Leistungen vergleichen.

 

 

3. Sicherheit vor Rendite: Banksparplan

Sparen hat zwar in Zeiten der Null- und Niedrigzinsen sehr an Glanz eingebüßt, wer jedoch einen seine Vermögenswirksamen Leistungen nutzen will, weitere Aktivitäten und vermeintliche Risiken scheut, sollte sich mindestens für einen Banksparplan entscheiden. Dabei schließt der Arbeitnehmer einen für Vermögenswirksame Leistungen geeigneten Banksparplan ab und lässt die Leistungen des Arbeitgebers einzahlen.

 

Wer keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hat, muss sich dabei nicht einmal an die übliche Laufzeit von sechs Jahren Einzahlung und ein Jahr Vertragsruhe halten. Klingt einfach und sicher und ist es auch. Doch auch hier lohnt der Vergleich, denn eine Verzinsung unter der ein-Prozent-Marke muss nicht sein.

 

Viele Banken bieten für ihren Kunden allerdings Verträge mit einer siebenjährigen Laufzeit an. Dann erhalten VL-Sparer zwar auch nur eine geringe Grundverzinsung, nach Ablauf des Vertrags kommt allerdings noch ein Bonus dazu. Durch diese „Durchhalteprämie“ ist ein entsprechender Banksparplan um einiges attraktiver als beispielswiese ein Festgeldkonto.

 

 

4. Modern und renditestark: Fondssparplan

Gut informiert – gut entschieden!

Wem die Rendite von Bausparvertrag und Banksparplan zu gering ist und die Schwankungen der Aktienmärkte akzeptiert, kann mit einem Fondssparplan für Vermögenswirksame Leistungen gute Ergebnisse erzielen. Wie hoch die Rendite genau ausfällt, steht zwar nicht von Anfang an fest. Durch den Anlagehorizont von sieben Jahren können jedoch Schwankungen optimal ausgeglichen werden.

 

Da nicht jeder Aktienfonds in Deutschland für die Anlage Vermögenswirksamer Leistungen zugelassen ist, sollten sich Arbeitnehmer von einem erfahrenen Finanzexperten beraten lassen. Die unabhängigen Berater, wie beispielsweise Grünes Geld, informieren nicht nur über die finanziellen Aussichten des Fondssparplans, sondern geben auch Einblick darüber, wie das Geld in den kommenden Jahren angelegt wird.

 

Denn auch Vermögenswirksame Leistungen können nachhaltig angelegt werden. Das Musterdepot Vermögenswirksame Leistungen von Grünes Geld etwa, investiert in rund einhundert Unternehmen, die nach ethischen und ökologischen Kriterien ausgewählt werden. Dabei geht es zum einen um soziale Gerechtigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz. Zum anderen profitiert aber auch der jeweilige Anleger direkt durch gute Erträge. So hat sich der VL-Fonds von Grünes Geld in den vergangenen Jahren seit 2009 mit einer Rendite von 12,5 Prozent pro Jahr im Durchschnitt sehr rentabel entwickelt.

 

Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist es jedoch wichtig, den Anlagehorizont von sieben Jahren – also sechs Jahre einzahlen, ein Jahr ruhen – nicht zu unterschreiten. Nach Ablauf dieser Zeit kann das Geld ausgezahlt oder die Anlage weiter verlängert werden. Die Mindestanlagesumme beim Musterdepot Vermögenswirksame Leistungen beträgt 34 Euro monatlich.

 

Bis zu einer Einkommensgrenze von 20.000 Euro bei Alleinstehenden und 40.000 Euro für Verheiratete, werden Anleger außerdem staatlich gefördert. Es gilt das zu versteuernde Einkommen. Die Arbeitnehmersparzulage wird über die jährliche Steuererklärung beantragt und beträgt 20 Prozent der Vermögenswirksamen Leistungen, maximal jedoch 80 Euro im Jahr. Wer Vermögenswirksame Leistungen unterhalb der Höchstgrenze von 40 Euro erhält, kann den monatlichen Arbeitgeberzuschuss aus eigener Tasche aufstocken und so sein Sparvermögen erhöhen.

 

 

Fondssparen lohnt sich

Dass sich die Anlage der vermeintlich geringen Summen Monat für Monat durchaus rentiert, zeigt sich an folgender Prognose: Bei einer Anlagedauer von zehn Jahren und einer monatlich Einzahlung von 40 Euro Vermögenswirksamer Leistungen, kann sich der Anleger über 9.352 Euro (BVI-Methode) freuen. Immerhin fast das Doppelte der Einzahlungssumme.

 

 

Nachhaltig denken – frühzeitig anlegen

Auch wenn der Betrag, den Arbeitgeber als Vermögenswirksame Leistungen auszahlen, auf den ersten Blick gering erscheinen mag – auf Dauer kommt doch einiges zusammen. Daher sollten gerade junge Menschen das VL-Sparen nicht auf die lange Bank schieben, sondern möglichst früh – am besten direkt mit Berufseintritt – mit dem Vermögensaufbau starten. Denn wer hat schon Geld zu verschenken?

 

Nachhaltige Geldanlagen bieten dabei einen optimalen Einstieg, denn hier stimmen Inhalt und Ergebnis. Aber auch erfahrene Anleger interessieren sich zunehmend für ethische und ökologische Geldanlagen, deren Wert Wertentwicklung den Vergleich mit konventionellen Anlageformen längst nicht mehr scheuen muss. So schnitten, laut einer Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule, im Vergleich nachhaltige Fonds in der Gesamtbetrachtung besser ab, als Fonds ohne Nachhaltigkeitsaspekte.

 

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Monatssparen – Die einfache Art der Geldanlage

Freitag, 15. September 2017
Zusammenfassung: Sparen gilt als Tugend. Aber lohnt sich Sparen noch zu Zeiten des Niedrigzinses? Die Antwort lautet „jein“, denn Sparbuch & Co. haben in der Tat ausgedient. Dafür gibt es mittlerweile vielfältige Angebote, die monatliches Sparen attraktiv machen und gleichzeitig nachhaltig wirken.

 

 

Sparen hat teilweise an Glanz verloren.

Sparen oder nicht sparen – eine schwierige Frage in Zeiten des anhaltenden Niedrigzinses. Selten war es schwieriger, zwischen Vernunft und Spaß abzuwägen. Denn die alte Weisheit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, verliert sehr an Reiz, wenn das Ersparte am Ende weniger Wert ist als vorher. Schließlich ist die Motivation zur Sparsamkeit, für unvorhersehbare Situationen und das Alter vorzusorgen. Wenn Sparen allerdings bedeutet, heute zu verzichten und morgen dennoch wenig zu haben, dann muss Sparen neu gedacht werden.

 

Banken und Fondsgesellschaften bewerben seit je her regelmäßig ihre Sparangebote. Dennoch haben auch Ökonomen die vermeintliche Tugend Sparen durchaus kritisch gesehen. So erklärte der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass Sparen zu einer Rezession führen kann, denn ohne Konsum werden weite Teile der Wirtschaft lahm gelegt. Dagegen steht die Ansicht, dass gespartes Geld bei den Banken im Wirtschaftskreislauf erhalten bleibt und so beispielsweise Kredite ermöglicht.

 

 

Sparen – schwierig aber erstrebenswert

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant konstatierte, dass Sparsamkeit keine Tugend sei, denn zum Sparen gehöre weder Geschicklichkeit noch Talent. Kant würde sich jedoch wundern, wenn er heute eine Sparentscheidung zu treffen hätte, denn von Einfachheit ist seit einigen Jahren kaum noch etwas zu bemerken. Wer heute Geld sparen will, muss sich genau überlegen, wie das zurückgelegte Geld in einigen Jahren an Wert gewinnt und nicht verliert.

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz, Sparen ist und bleibt ein Thema, dass die Deutschen bewegt und auch weiterhin als erstrebenswert gilt. Nicht umsonst ist Deutschland wahrscheinlich das einzige Land auf der Welt, in dem es mit rund 90 Millionen Lebensversicherungen mehr Policen gibt, als Einwohner. Denn Sparen vermittelt Sicherheit und Unabhängigkeit.

 

Dass Sparen so extrem unattraktiv geworden ist, kratzt entsprechend am Selbstbewusstsein einer gesamten Gesellschaft. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ging gar soweit, deutschen Sparern zu unterstellen, dass sie ihr Geld schlichtweg ohne Zins und Verstand horten. Ein harsches Urteil, angesichts der mehr als zehn Millionen staatlich geförderter Riester-Verträge, die kaum Gewinn abwerfen – jedoch nicht ganz von der Hand zu weisen.

 

Was ist also zu tun? Der „Spiegel“ sieht  ein gesellschaftliches Problem, wenn immer mehr Menschen mit ihren Sparplänen scheitern und von der Altersarmut  bedroht sind. Entsprechend stehe die Politik in der Verantwortung.

 

 

Ein erfolgreicher Sparer – geht das überhaupt?

Erfolgreiches Sparen bedeutet, dass das zurückgelegte Geld nicht nur werterhaltend sondern auch wertsteigernd angelegt wird. Bedingt durch die anhaltende Niedrig- bis Nullzinsphase stehen Sparwillige jedoch vor einer neuen Herausforderung, denn mit dem einfachen Sparbuch ist es längst nicht mehr getan.

 

Sparplan statt planlos!

Auch der Vogelstrauß steckt nicht (immer) den Kopf in den Sand.

Dennoch sollten sich Sparer durch die komplexen Veränderungen im Finanzbereich nicht verunsichern lassen und den Kopf in den Sand stecken. Denn ein solider Sparplan ist auch ohne Wirtschaftsstudium möglich. Mit einem passenden und solide ausgearbeiteten Sparplan können die Einzahlungen individuell gestaltet werden, eben so, wie es das persönliche Budget und die aktuelle Lebenssituation zulässt.

 

Auch die Dauer des Sparens kann flexibel auf die individuellen Ziele angepasst werden. Soll das Sparvermögen beispielsweise für eine spätere Altersvorsorge dienen, ist eine langfristige Planung sinnvoll.

 

A und O eines soliden Sparplans ist die regelmäßige Einzahlung. Mit dem Sparguthaben werden unterschiedliche Fondsanteile erworben. Bei niedrigen Preisen im Markt werden mehr Anteile erworben, bei höheren Preisen wenige. Damit wir ein günstigerer durchschnittlicher Preis erzielt, als bei einem „Großeinkauf“.

 

 

Die goldenen Regeln des Sparens

Mit einem soliden Sparplan kann die Bildung von langfristigen Rücklagen losgehen. Dabei ist es jedoch auch wichtig darauf zu achten, dass der Plan den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht. Daher bei einem Sparvorhaben folgende Fragen vorab geklärt werden:

 

  • Erst Rücklagen bilden, dann Sparvermögen Aufbauen
    Wer gerade erst mit dem Sparen beginnt, sollte seine Pläne nicht unterbrechen, weil unvorhergesehene Anschaffungen gemacht werden müssen. Daher bietet sich die alte Faustregel an, drei Monats-Nettoeinkommen als Rücklage schnell verfügbar zu halten. Wenn diese Basis stimmt, kann mit dem langfristigen Sparen begonnen werden.

 

  • Wie viel Geld kann und will ich monatlich sparen?
    Sicher fällt das spätere Sparvermögen höher aus, wenn höhere Summen regelmäßig gespart wurden. Es ist jedoch auch nicht sinnvoll, sich im hier und jetzt in eine finanzielle Schieflage zu bringen.

 

  • Welche Summe soll erreicht werden?
    Ziele setzen und realistisch bleiben, lautet hier die Devise. Wie hoch das Sparvermögen in einigen Jahren ausfallen soll, ist allerdings von vielen individuellen Faktoren abhängig. Hier sollten sich Sparer ausführlich informieren, um beispielsweise Versorgungslücken zu ermitteln.

 

  • Wie lange wird gespart?
    Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Sparen. Generell gilt hier die Faustregel, je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto niedriger können die monatlichen Beiträge ausfallen um eine bestimmte Summe zu erreichen. Hier wirkt sich der Zinseszinseffekt positiv aus.

 

 

Keine Pauschallösung in Sicht

Wer diese Fragen für sich geklärt hat, steht noch vor einer weiteren Entscheidung: Welche Faktoren sind mir beim Sparen wichtig? Steht die Sicherheit im Vordergrund der Handlung oder das solide Wachstum des Sparvermögens. Oder eine Mischung aus Beidem. Wie auch immer ein one-size-fits-all-Lösung gibt es auch hier nicht.

 

Ein Produkte, das allen passt, gibt es selten.

 

Schade? – Eigentlich nicht, denn es gibt zwar keine Einheitslösung, wohl aber eine breite Palette an individuellen Möglichkeiten. Tipp: die meisten finden sich bei einer ausgewogenen Variante, unserem Musterdepot Balance wieder. Ab 5 Jahren Anlagedauer bei guter Sicherheit und interessanten Renditen im Bereich 4 bis 6 Prozent jährlich. Erfahren Sie mehr zum Musterdepot Balance.

 

 

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Die Welt befindet sich in Bewegung, sichere Prognosen für die Zukunft werden immer schwieriger. Unter diesem Eindruck wünschen sich viele Sparer eine sichere Art der Geldanlage.

 

Hier bietet das Sicherheit Monatssparen von Grünes Geld eine gute Lösung. Das Konzept ist einfach und überzeugend. Monatlich werden mindestens 100 Euro im Musterdepot angespart. Die empfohlene Mindestlaufzeit beträgt drei Jahre.

 

Das Musterdepot Sicherheit Monatssparen basiert auf rund 500 nachhaltigen Wertpapieren (Festverzinsliche und Aktien). Durch die breite Streuung über mehrere Nachhaltigkeitsfonds ist das Depot besonders sicher aufgestellt. Das macht sich bei der jährlichen Rendite bemerkbar. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieses Depot mit durchschnittlichen 4,7 Prozent Rendite rentabel entwickelt.

 

Konkret bedeutet das, dass ein Sparer aus monatlichen 300 Euro über zehn Jahre hinweg mit einem Sparvermögen von mehr als 45.000 Euro (gemäß BVI-Methode) rechnen kann. Ein Ergebnis, das sich positiv von den Zinsergebnissen aus Sparbüchern und Tagesgeldkonten abhebt. Gleichzeitig verfügt das Monatssparen Sicherheit über eine hohe soziale und ökologische Wirkung.

 

 

Im Gleichgewicht bleiben

Ausgewogenheit – fair und beruhigend.

Wer spart, setzt generell auf Sicherheit. Wie stark jedoch das Sicherheitsbedürfnis ist, hängt vom Anlegertyp ab. Für viele Sparer ist daher der Mittelweg in der Tat der Weg, der zum einen ausreichende Sicherheit und zugleich auch eine profitable Rendite verspricht.

 

Hier bietet sich das Balance Monatssparen von Grünes Geld an. Auch hier beginnt die monatliche Sparanlage bei 100 Euro. Um die avisierte Rendite zu erreichen, empfiehlt sich eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren, um den Zinseszins-Effekt optimal ausnutzen zu können. Es gibt jedoch keine vorgeschriebene Vertragslaufzeit, Sparer können jederzeit auf ihr Geld zugreifen oder über die empfohlene Laufzeit hinaus weiter sparen.

 

In den vergangenen fünf Jahren belief sich die Rendite im Musterdepot Balance Monatssparen auf durchschnittlich 7,8 Prozent. Wer also über zehn Jahre hinweg monatlich 300 Euro anlegt, kann mit einem Sparvermögen von rund 54.000 Euro rechnen.

 

Auch das Musterdepot Balance Monatssparen baut auf Nachhaltigkeit und kann eine hohe soziale und ökologische Wirkung für sich verbuchen. Das Geld wird dabei in einem Portfolio von mehr als 500 nachhaltigen Staaten und Unternehmen weltweit gestreut.

 

 

Wenn es etwas mehr sein darf …

Monatssparen ist einfach und bequem!

Monatssparen ist einfach und bequem. Wenn einmal der passende Sparplan gefunden wurde, läuft alles eigentlich wie von selbst. Dafür bleiben die Erträge aber auch hinter den Ergebnissen anderer Geldanlagen zurück? – Nicht unbedingt! Denn auch mit Monatssparen kann eine durchschnittliche Rendite von 8,9 Prozent erreicht werden.

 

Das Musterdepot Wachstum Monatssparen von Grünes Geld beispielsweise, setzt auf voll auf den Cost-Average-Effekt und nutzt diesen optimal aus, um mit einer längeren Laufzeit – empfohlen sind mindestens sieben Jahre – mögliche Schwankungen optimal auszugleichen.

 

Entsprechend verfügt das Musterdepot Wachstum Monatssparen über einen höheren Aktienanteil. Hier wirken Geduld und Erfahrung. Bei niedrigen Kursen werden viele Anteile gekauft, bei hohen wenige. Selbstverständlich kommen auch hier nur nachhaltige Staaten und Unternehmen zum Zug. Für eine gleichmäßige Wertentwicklung sorgt außerdem noch eine Beimischung festverzinslicher Wertpapiere.

 

Wer sich über zehn Jahre hinweg für einen monatlichen Sparbetrag von 300 Euro entscheidet, kann mit einem Sparvermögen von rund 57.000 Euro rechnen. Eine sehr gute finanzielle Rendite und zugleich ein positiver Beitrag zur ethischen und ökologischen Entwicklung der Welt.

 

 

Sparen – der bewusste Umgang mit Ressourcen

Wer spart, geht bewusst mit seinem Geld um und versucht, auch morgen noch über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen. Wer so an seine Zukunft denkt, sollte auch einen Schritt weiter denken und die globale Entwicklung mit in seinen individuellen Sparplan einbeziehen. Denn Monatssparen kann nachhaltig wirken. Auch nachhaltige Fonds mehren das Sparvermögen und setzen das Geld darüber hinaus da ein, wo es eine positive soziale, ökologische oder klimaschonende Wirkung zeigt.

 

Wer also mit gutem Gewissen und guten Ergebnissen sparen will, sollte auf die Angebote von Finanzdienstleistern zurückgreifen, die Erfahrung und Expertise aufweisen können, wie beispielsweise Grünes Geld. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der ethischen und ökologischen Geldanlagen.

 

Dabei greifen die Experten von Grünes Geld zum einen auf ihre umfangreiche Kenntnisse des Marktes für nachhaltige Geldanlagen zurück, zum anderen nutzen die Berater die umfangreichen Methoden wie beispielsweise Ausschlusskriterien („Blacklist“), Positivauswahl („Whitelist“) oder den Best-in-Class-Ansatz, bei dem in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird.

 

Damit kann sichergestellt werden, dass Sparvermögen nicht durch Umweltzerstörung, Ausbeutung und Krieg erwirtschaftet wird. Genauso wichtig wie die Marktkenntnis ist aber auch die Menschenkenntnis. Daher ist eine Analyse der Kundenbedürfnisse eine essentielle Voraussetzung für die passende Lösung. Finden Sie mit uns Ihre passende Lösung und machen sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Qualifikation zum Ruhestandsplaner (HLA) abgeschlossen

Montag, 04. September 2017

 

Die Ruhestandsplanung war früher eine einfache Sache. Wer wie üblich gearbeitet hatte konnte sich mit gesetzlicher Rente und einer eventuellen Betriebsrente ganz entspannt zurück lehnen. Die Situation hat sich mittlerweile drastisch geändert.

 

Bereits vor ca. 20 Jahren hat der Staat bekannt gegeben, dass die gesetzlichen Systeme nur noch eine Grundsicherung abdecken können. Bildlich ausgedrückt reicht die Rente nur noch für Wasser und Brot. Wer weiterhin leckeres Gemüse, Nudeln und gute Soßen genießen wolle, müsse selbst vorsorgen. Die private Altersvorsorge wurde damit zur Pflicht für alle.

 

Doch heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. Die Menschen leben glücklicherweise immer länger, die jungen Generationen werden schwächer und vor allem, die Null-Zinsphase drückt die Renditen.

 

Die Folge: die Ruhestandsplanung der meisten Bundesbürger wird durcheinander gewürfelt.

 

Prüfung erfolgreich bestanden: Zertifikatsübergabe an Gerd Junker (re.) am 1. September 2017 in Frankfurt durch Dozent Jens Patze (HLA).

Viele weitere Punkte neben der rein finanziellen Absicherung kommen jedoch hinzu. Wie sieht es zum Beispiel bei Ihnen mit Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht aus? Kennen Sie sich im Erbschaftsrecht aus? Ist die Liquiditätsplanung aktuell?

 

Um über all diese Punkte noch besser informieren und beraten zu können hat sich Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker weitergebildet zum zertifizierten Ruhestandsplaner (HLA). In der  mehrtägigen Weiterbildung mit Abschlussprüfung wurden folgende Punkte behandelt:

 

  • Erben & Schenken
  • Vorsorgevollmacht
  • Liquiditätsplanung
  • Patientenverfügung
  • Krankenversicherung der Rentner
  • Pflegefallabsicherung
  • Todesfall
  • Steuern
  • Inflation

 

Haben Sie Fragen zu den oben genannten Themen – nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lebensversicherung kündigen? – 5 Alternativen!

Freitag, 25. August 2017

Zusammenfassung: Durch hohe Stornokosten ist die Kündigung einer laufenden Lebensversicherungspolice kaum rentabel. Alternativen zu diesem letzten Schritt können unter anderem Verkauf, Beitragsfreistellung oder Beleihung sein. Die beste Lösung generell bleibt jedoch, sich bereits vor Vertragsabschuss – und gegebenenfalls vor einer Kündigung – umfassend beraten zu lassen, um teure Fehler zu vermeiden.

 

 

Finanzielle Sorgen sind belastend.

Knapp bei Kasse? – Eine unangenehme Situation, in der niemand gerne ständig stecken möchte. Also gilt es zu überlegen, wie mehr Geld in die Kasse kommen oder weniger ausgegeben werden könnte. Eine Lösung: Regelmäßige Ausgaben auf den Prüfstand stellen und neu entscheiden, welches Abonnement, welche Mitgliedschaft oder auch welche Versicherung vielleicht nicht mehr in die aktuelle Lebenssituation passt.

 

Doch während beispielsweise die Kündigung eines Zeitschriftenabonnements lediglich die Einstellung der regelmäßigen Lieferung zur Folge hat und sicher nur Vereine und Mitgliedschaften aufgekündigt werden, die ohnehin kaum oder selten genutzt werden, sieht das mit der Kündigung einer Versicherung schon ganz anders aus. Konsequenz Nummer eins: der Versicherungsschutz erlischt.

 

Bei einer Risikolebensversicherung bedeutet das, dass die Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell nicht abgesichert sind. Bei einer Kapitallebensversicherung oder einer fondsgebundenen Lebensversicherung kommen zusätzlich als zweite Konsequenz hohe Stornokosten hinzu. Keine Angst – diese Kosten bilden keine zusätzliche Belastung – sie werden stattdessen vom aktuellen Rückkaufswert der Versicherung abgezogen. In der Praxis bedeutet das: Wer eine Lebensversicherung aufkündigt, verschenkt Geld, denn die Versicherungspolice verliert durch die vorzeitige Beendigung des Vertrags erheblich an Wert. Nach Abzug der Stornokosten bleibt da nicht viel übrig.

 

 

Vielfältige Gründe für und gegen eine Lebensversicherung

Lebensversicherungen gehören in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Policen. Schließlich zählt Sicherheit bei vielen Sparern weiterhin zu den wichtigsten Ansprüchen und entscheidendsten Faktoren für eine Lebensversicherung, die auch zur privaten Altersvorsorge dient.

 

Wenn der Milchschaum abgeschöpft ist, bleibt nicht viel …

Aktuell laufen rund 94 Millionen Verträge. Die Kehrseite dieser Popularität: Oft werden noch immer Verträge abgeschlossen, die mittel- oder langfristig nicht zur persönlichen und finanziellen Situation des Versicherungsnehmers passen. Fehlentscheidungen mit teuren Folgen. Fast jede zweite Versicherungspolice wird vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit gekündigt. Das bedeutet, dass das eigentliche Ziel – der Aufbau einer soliden finanziellen Vorsorge für das Alter – nicht erreicht wurde.

 

Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig. Teilweise macht sich während der Laufzeit eine Frustration über die geringe Rendite der Versicherungspolice breit, denn in den vergangenen Jahren sind die Überschussbeteiligungen bei vielen Versicherungsgesellschaften gesunken. Während ehemals Versicherte mit Erträgen von teilweise über sechs Prozent rechnen konnten, ist aktuell Bescheidenheit angesagt. Das anhaltende Niedrigzinsniveau macht auch vor den Lebensversicherern nicht Halt. Kunden können derzeit nur noch mit einer Rendite zwischen drei und vier Prozent rechnen. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

 

Auch der weiter abgesenkte Garantiezins hat sich zu einem Argument gegen die Lebensversicherungspolice entwickelt. Denn die hohe Beliebtheit der kapitalbindenden Lebensversicherungen basierte zu einem großen Teil auf der gebotenen Sicherheit und auf der garantierten Verzinsung, die bis zur Jahrtausendwende bei satten vier Prozent lag. Die rasante Talfahrt des Garantiezinses hat allerdings dazu geführt, dass mit aktuell 0,9 Prozent eigentlich nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen werden kann. Zwar sind bei laufenden Verträgen die jeweils im Abschlussjahr gültigen Zinsen auch weiterhin garantiert. Die ehemals beliebte klassische Lebensversicherung zur Altersvorsorge entwickelt sich allerdings immer mehr zum Auslaufmodell.

 

 

Kündigung ist keine Seltenheit – aber nicht alternativlos

Wer frühzeitig kündigt, verschenkt Geld.

Die unzähligen Gründe, die zur Kündigung der Lebensversicherung führen, bewegen sich also auf dem weiten Feld zwischen persönlichen Lebensumständen und strukturellen Entwicklungen.

 

Kündigung bedeutet in diesem Fall, dass die vereinbarte Mindestlaufzeit der Police vorzeitig beendet wird. Denn im Allgemeinen kann nach Ablauf der Mindestlaufzeit der Vertrag vier Wochen zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Das bedeutet, dass die Vertragslaufzeit reduziert wird. Reduziert werden kann auch die Versicherungssumme der Police. Dadurch sinken die monatlichen Beiträge. Nachteil dieser Variante: Im Todesfall verringert sich auch die Auszahlung an die Hinterbliebenen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, kann auch den Vertrag in Richtung einer Risikolebensversicherung ändern. Damit reduzieren sich allerdings auch die Ablaufleistungen zur Altersvorsorge.

 

Die Versicherung vorzeitig zu beenden ist meist keine gute Lösung. Aber es gibt Alternativen, die vielen Versicherten unbekannt sind und den Geldbeutel schonen.

 

 

Alternative 1: Verkaufen

Abgesehen von der klassischen Risikolebensversicherung, die immer noch das eigene Leben versichert und die jeweils im Vertrag begünstigten Hinterbliebenen absichert, verfolgen Lebensversicherungen heute vor allem den Zweck, eine finanzielle Vorsorge für das Leben in den kommenden Jahren zu treffen.

 

Entsprechend investieren Versicherungsgesellschaften die Prämien, um später eine entsprechende Rendite gewährleisten zu können. Das bedeutet, dass die Lebensversicherungspolice einen Wert an sich besitzt. Allerdings ist dieser Wert erst nach Ablauf der Laufzeit auch wirklich attraktiv.

 

Auch wenn der Versicherte nicht warten kann und lieber jetzt als gleich das Geld benötigt, andere haben einen längeren Atem und können abwarten: spezielle Ankaufunternehmen und andere Investoren.

 

Verkauf bringt Geld in die Kasse.

Daher bietet es sich an, die Versicherungspolice an diese Interessenten zu verkaufen. Das Ankaufunternehmen führt dann den Vertrag bis zur Fälligkeit weiter. Das bedeutet, dass die fälligen Beiträge gezahlt werden und für den Verkäufer weiterhin ein Versicherungsschutz besteht. Wird dann die Versicherung nach Ablauf der Laufzeit fällig, erhält das Ankaufunternehmen sämtliche Auszahlungen und Beteiligungen.

 

Die Vorteile für den Verkäufer liegen auf der Hand. Da bei einem Verkauf die hohen Stornokosten der Versicherung entfallen, hält sich der Verlust in Grenzen. Im Allgemeinen erhält der Verkaufswillige dann einen Preis, der etwa ein bis fünf Prozent über dem aktuellen Rückkaufswert der Police liegt und kann sofort über den Betrag verfügen.

 

Auch Ankaufangebote sorgfältig prüfen

Die renommierte Stiftung Warentest warnt jedoch davor, allzu blauäugig den Verkauf anzugehen und die Angebote zum Ankauf der Lebensversicherungspolice sorgfältig zu prüfen. Denn Vergleich lohnt sich auch hier.

 

Außerdem sollte der Versicherungsnehmer auch darauf achten, ob Steuern beim Verkauf der Police anfallen. Entscheidend dafür ist das Jahr des Vertragsabschlusses. Wer eine Police mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren vor dem Jahr 2005 abgeschlossen hat und diesen Vertrag mindestens fünf Jahre bedient hat, zahlt beim Verkauf keine Steuern. Wurden weniger als fünf Jahre Beiträge bezahlt, muss die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den eingezahlten Beiträgen versteuert werden.

 

Für Verträge die ab 2005 abgeschlossen wurden, wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent fällig. Außerdem muss der Solidarzuschlag gezahlt werden. Versteuert wird auch hier der Gewinn, also der Betrag, der nach Abzug der Beiträge vom Kaufpreis übrig bleibt.

 

 

Alternative 2: Policedarlehen

Wer kurzfristig Geld benötigt, sich aber nicht von der Versicherungspolice trennen will, kann den Wert der Lebensversicherung nutzen und den Vertrag beleihen. Auf diese Weise kann eine vorzeitige Auflösung des Vertrags, die in der Regel mit hohen finanziellen Verlusten verbunden ist, elegant umgangen werden.

 

Versicherungspolicen können eine sichere Bank sein.

Dabei haben sich verschiedene Finanzdienstleister auf dieses lukrative Feld spezialisiert. Schließlich stellt die Kapitallebensversicherung eine sehr solide Sicherheit für die Kreditgeber dar. Entsprechend liegen die Zinsen für diese Policedarlehen im Allgemeinen unter den Angeboten der Banken und werden mit meist flexiblen Rückzahlungsmodalitäten angeboten. Besonders interessant ist dabei, dass die ansonsten obligatorische Schufa-Anfrage und – Eintrag entfällt.

 

Ein weiterer Vorteil des Policedarlehens ist, dass der vertragliche Versicherungsschutz weiterhin ununterbrochen bestehen bleibt und sich nichts an den geplanten Ablaufleistungen ändert. Damit ist die Beleihung der Lebensversicherung eine interessante Alternative für alle, die zwar dringend Geld benötigen, jedoch weiter an ihrer privaten Altersvorsorge weiter arbeiten wollen.

 

 

Alternative 3: Beitragsfreistellung

Wenn die regelmäßigen Beiträge zur Lebensversicherung eine Belastung darstellen jedoch der Verkauf oder die Beleihung der Police nicht drängt, ist die Beitragsfreistellung des Vertrags eine solide und simple Lösung. Der Versicherte stellt dafür einen Antrag auf Beitragsfreistellung bei der Versicherungsgesellschaft und muss dann keine Versicherungsbeiträge mehr leisten. Gleichzeitig werden jedoch die bereits eingezahlten Sparanteile weiter verzinst. Nach Vertragsablauf fallen die Auszahlungen dann zwar entsprechend geringer aus als bei einer regelmäßig bedienten Police, die Verluste sind jedoch überschaubarer als bei einem Verkauf des Vertrags. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative: Wenn sich die persönliche finanzielle Situation verbessert, kann der Vertrag wieder aufgenommen werden.

 

Nachteilig kann es sein, wenn an der Lebensversicherung weitere Zusatzversicherungen hängen, wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn der Versicherungsschutz entfällt während der Beitragsfreistellung.

 

 

Alternative 4: Stundung der Beiträge

Freiberufler und Selbstständige können ein Lied davon singen, um die Zahlungsmoral steht es nicht immer zum Besten. Wer also theoretisch die Beiträge seiner Versicherung bezahlen kann, praktisch aber noch nicht über das Geld verfügt, kann die Beiträge bei der Versicherung auch vorübergehende stunden lassen. Die versäumten Beiträge müssen dann komplett nachgezahlt werden. Diese Variante bietet den Vorteil, dass sich die Versicherungssumme nicht verändert, die Sparanteile voll verzinst werden und der kurzzeitige finanzielle Engpass überbrückt werden kann.

Alternative 5: Beiträge aus Überschüssen bezahlen

Wer bereits eine ganze Weile die Lebensversicherung bedient hat, kann als Alternative zur Kündigung auch die laufenden Beiträge aus dem bereits angesparten Vertragskapital begleichen. Der Versicherte leiht sich quasi das Geld für die Beiträge von sich selbst. Die Nachteile sind gering, die Ablaufleistungen der Police verringern sich entsprechend.

 

 

Beratung – vor Vertragsabschluss und vor einer Kündigung

Beratung wirkt besser als Sorgenfresser.

Es gibt einen Weg, einen unpassenden Vertrag von Anfang an zu vermeiden und – wenn das Kind dann doch in den Brunnen gefallen ist – eine verlustreiche Kündigung der Police zu umgehen. Dieser Weg ist die vertrauensvolle Beratung mit einem unabhängigen Finanzdienstleister.

 

Wir von Grünes Geld, ermitteln gemeinsam mit unseren Kunden nicht nur die aktuelle finanzielle und persönliche Situation, sondern arbeiten auch heraus, welche Werte Ihnen wichtig sind und welche Finanzprodukte zu Ihnen passen. Dann wer eine kurzfristige Geldanlage sucht, wird kaum mit einer kapitalbindenden Lebensversicherung glücklich werden, gleichgültig, wie attraktiv die Erträge einmal sein werden.

 

Neben der vertrauensvollen Zusammenarbeit verbindet uns jedoch noch ein weiterer wichtiger Punkt mit unseren Klienten: Seit mehr als zehn Jahren stellen wir mit unserem Unternehmen unter Beweis, dass nachhaltige Geldanlagen gute Erträge erzielen.

 

Durch Geldanlagen in ökologisch und soziale sinnvolle Projekte machen wir Stück für Stück die Welt etwas besser und erwirtschaften dennoch gute Erträge für unsere Kunden. Mit mehr als 300 interessanten Anlageprodukten, finden wir für jeden Anlegertyp die passende Lösung – vom unkomplizierten monatlichen Sparen bis hin zur grünen Lebensversicherung.

 

 

 

 

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

7 x Wissenswertes über nachhaltige Geldanlagen

Freitag, 18. August 2017

Zusammenfassung: Nachhaltige Geldanlagen werden zunehmend beliebter. Teilweise werden die Investments in soziale und ökologische Projekte jedoch auch noch mit Misstrauen betrachtet und mit Spenden verwechselt. Höchste Zeit, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und die Vorteile der grünen Geldanlagen in den Vordergrund zu rücken.

 

 

Nachhaltig die Welt verändern.

„Geld regiert die Welt“ – so heißt es oft lapidar, wenn eine weltpolitische Entwicklung mal wieder vollkommen fehl läuft, wirtschaftliche Interessen zu ökologischen Schieflagen führen und Menschenrechtsverletzungen aus ökonomischen Interessen billigend in Kauf genommen werden.

 

Aber nicht das Geld regiert die Welt, sondern die Menschen, die das Geld besitzen – und hier fängt die Schieflage schon an. Denn der Oxfam Armutsbericht  bringt es immer wieder auf den Punkt: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Aktuell verfügt ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens.

 

Weitere 20 Prozent der Weltbevölkerung verfügen fast vollständig über die andere Hälfte des Vermögens. Lediglich fünf Prozent des Vermögens verteilt sich auf die verbleibende Mehrheit von fast 80 Prozent der Menschen.

 

Eine eklatante Ungleichheit, die es zu bekämpfen gilt. Und dieses Ziel haben sich auch die Vereinten Nationen gesetzt und in ihren 17 Nachhaltigkeitszielen festgeschrieben,  die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 erreichen will.

 

Kann diese Ungleichheit wirklich gestoppt werden und wie? – Viele Wege führen zum Ziel. Dazu zählen ein fairer Welthandel, faire Entlohnung der Arbeit, Förderung von bezahlbaren und sauberen Energien, Zugang zu Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe und so vieles mehr.

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist dabei auch immer die Finanzierung der Projekte. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die Entwicklung mit voranzutreiben sind daher nachhaltige Geldanlagen, denn sie nutzten das Kapital als Hebel zur Veränderung. Bei aktuell ca. 5,85 Billionen Geldanlagen der Deutschen ein gewaltiger Hebel.

 

Das Leben ist zwar kein Hollywood-Streifen, aber es wäre doch trotzdem schön, wenn am Ende „die Guten“ gewinnen würden. Auf dem Weg zu diesem „Happy End“ helfen die folgenden 7 Fakten zu nachhaltigen Geldanlagen, den Weg konsequent zu beschreiten und möglichst viele Anleger von den Vorteilen dieser Investments zu überzeugen.

 

 

1. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Spende

Geldanlagen sind keine Spenden.

Vielfach werden nachhaltige Geldanlagen noch als Nischenprodukt für „Gutmenschen“ angesehen und nicht als Möglichkeit, Geld sinnvoll und dennoch sicher anzulegen. Denn die Investments sind keine Spende. Zwar wird das angelegte Geld – wie auch viele Spendengelder – für vielfältige ökologische, ethische und soziale Projekte verwendet, damit hört die Gemeinsamkeit aber auch schon auf. Denn statt einer Spendenbescheinigung erhalten Anleger attraktive Rendite und bringen eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg.

 

 

2. Nachhaltige Geldanlagen sind vielseitig

Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikro-Kredite.

Die Idee der Mikrofinanz-Systems ist vielen Menschen bekannt – nicht zuletzt durch die Verleihung des Friedensnobelpreis 2006 an Muhammad Yunus aus Bangladesch, der die Idee der Anschubfinanzierung zur Selbsthilfe in den armen Regionen der Welt stark belebt hat.

 

Mikrofinanz-Kredite sind auch definitiv eine Möglichkeit, Geld nachhaltig anzulegen, aber sicher nicht die Einzige. Der Markt an nachhaltigen Geldanlagen umfasst heute nahezu sämtliche gängigen Finanzprodukte. So gibt es nachhaltige Sparpläne für die unterschiedlichen Anlegertypen, Fonds, Sachwerte, wie beispielsweise Windkraftanlagen oder Forstbeteiligungen und vieles mehr.

 

Wenn Sie sich näher für Geldanlagen in Mikrofinanzen interessieren, sehen Sie sich unser entsprechendes Musterdepot Soziale Verantwortung an.

 

 

 

3. Nachhaltigkeit ist mehr als „öko“

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Schlagwort entwickelt, das zwar positiv besetzt ist, jedoch keine verbindliche inhaltliche Aussage macht. Ursprünglich entstammt der Nachhaltigkeitsbegriff aus der Forstwirtschaft und bezeichnete das Wirtschaften, bei dem nur so viel Holz dem Wald entnommen wird, wie auch nachgepflanzt wird.

 

Heute bezieht sich die Bezeichnung der Nachhaltigkeit im Allgemeinen auf die Auswirkungen einer Handlung oder eines Produktes auf Umwelt und Klima. Diese sollen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dauerhaft ausgeglichen werden.

 

Auch für den Begriff der nachhaltigen Geldanlagen existiert keine gesetzliche oder allgemein anerkannte Definition. Die Bewertung eines Investments als nachhaltig kann nach 200 bis 300 Kriterien geschehen. Dabei werden vielfältige Faktoren des Umweltschutz sowie soziale und ethische Aspekte der generellen Unternehmensführung berücksichtigt.

 

Generell werden unter nachhaltigen Geldanlagen Investments verstanden, die nicht nur klassische finanzielle Ziele wie Werterhalt, Sicherheit und gute Erträge verfolgen, sondern auch gleichzeitig einen Beitrag zu einer positiven ökologischen, ethischen und sozialen Entwicklung leisten. Entsprechend dieser Werte, dienen nachhaltige Geldanlagen dem Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, stehen für gerechte und existenzsichernde Bezahlung und wenden sich gegen Kinder- und Zwangsarbeit. Nachhaltige Projekte richten sich gegen Diskriminierungen, sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Ebenso werden mit dem nachhaltig angelegten Geld keine Waffen und Kriegsgüter unterstützt.

 

Die nachhaltigen Unternehmen herausfiltern.

Um diese Kriterien sicher zu stellen und zu gewährleisten, nutzen Anbieter nachhaltiger Geldanlagen einen sogenannten Ethik-Filter. So wird etwa bei Wertpapieren mit Ethik-Filter überprüft, ob die Unternehmen, in die investiert werden soll, den strengen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen. Im Allgemeinen werden so Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, Teile der Chemie- und Pharmabranche und konventionelle Energie-Anbieter ausgeschlossen. Unternehmen, die Mitarbeiter diskriminieren oder auf Kinderarbeit setzen, finden sich ebenfalls nicht in den Geldanlagen wieder. Ob und wie der Ethik-Filter angewendet wird, erfahren Anleger von ihrem Finanzberater sowie aus den Verkaufsprospekten ihres Investments.

 

Allgemein nachhaltige Geldanlagen finden Sie in unseren Musterdepots Vermögensaufbau.

 

 

4. Nachhaltige Geldanlagen können auch persönliche Werte abbilden

In vielen Bereichen, sind die Ansprüche an eine nachhaltige Entwicklung Konsens. Nahezu alle Anleger in diesem Bereich können sich darauf einigen, dass Kriege, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in keiner Weise finanziell unterstützt werden sollen.

 

Aber viele Anleger haben darüber hinaus auch noch einen persönlichen Wertekanon, nach dem sie handeln und investieren wollen. Beispielsweise wollen Veganer kaum ihr Geld in Unternehmen investieren, die mit der Massentierhaltung in Verbindung stehen, sei es aus ethischer Überzeugung oder aus Gründen des Klimaschutzes. Auch werden praktizierende Katholiken  einer Geldanlage in Unternehemen wenig abgewinnen können, die Verhütungsmittel herstellen oder im Bereich der Gen- und Stammzellenforschung aktiv sind.

 

Hier können erfahrene Anbieter nachhaltiger Geldanlagen umfassend beraten und eine entsprechende Blacklist zusammenstellen, die Branchen und Bereiche definiert, in die nicht investiert werden darf.

 

 

5. Nachhaltiges investieren kann Werte durchsetzten

Stimm- und Rederechte effektiv nutzen.

Ausschlusskriterien sind eine Seite Medaille der nachhaltigen Geldanlagen. Die andere Seite ist eine aktive Herangehensweise, die auf das Verhalten von Unternehmen einen direkten Einfluss nehmen will. Dieser Engagement Ansatz, baut auf die Macht des Geldes.

 

Investoren versuchen dabei, beispielsweise durch die Ausübung ihrer Stimmrechte bei Aktionärsversammlungen, auf den Kurs des Unternehmens Einfluss zu nehmen. Neben der Hauptversammlung ist dies auch durch einen direkten Dialog mit der Unternehmensführung möglich. Obgleich dieser Weg in der harten Wirtschaftswelt etwas träumerisch klingen mag, kann auch dieser dynamische Prozess Erfolge verzeichnen. Schließlich haben zunehmend mehr Unternehmen ein Interesse daran, ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu unterstreichen.

 

 

6. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Modeerscheinung

Ausgewogen und ausbalanciert.

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit einem Plus von rund dreißig Prozent ist der Markt im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz überproportional gewachsen. In den drei Ländern wurden gemäß der Jahresstatistik des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen ökologische und ethische Investments im Wert von 420 Milliarden Euro getätigt. Darüber hinaus wurden rund vier Billionen Euro in Anlagen investiert, die einzelne Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

 

In Deutschland konnte in 2016 ein Zuwachs von rund 15 Prozent im Markt für nachhaltige Geldanlagen verzeichnet werden. Die Entwicklung wurde zum einen von einer wachsenden Anzahl privater Investoren getrieben, die ihre persönlichen Werte auch zum Maßstab ihrer Geldanalagen machen, zum anderen haben – eben angestoßen durch diese Bewegung – immer mehr institutionelle Anleger das Potenzial der nachhaltigen Werte entdeckt.

 

Das rasant gestiegene Interesse an den ökologischen und sozialen Investments mag vielleicht den Gedanken an eine Modeerscheinung Nahe legen, Fakt ist jedoch, dass die Entwicklung und der Erfolg der nachhaltigen Geldanlagen bereits auf ein Erfolgsgeschichte von fast einem Viertel Jahrhundert zurückblicken kann.

 

Wenn heute rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen  stammt, ist das nicht zuletzt der Erfolg privater Anleger, die seit den neunziger Jahren mit großem Engagement in Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Biogasprojekte investiert haben – also in Unternehmen, die mittlerweile in Deutschland mehrere hunderttausend Arbeitsplätze stellen und die beschlossene Energiewende entscheidend mittragen.

 

 

7. Nachhaltige Geldanlagen bieten Sicherheit und solide Erträge

Nachhaltige Investments lösen den ewigen Widerstreit zwischen Geld und gutem Gewissen ein für allemal auf. Beides ist möglich und nötig, um eine positive Entwicklung voranzubringen. Nachhaltig investieren bedeutet also keinesfalls, auf unsichere oder unrentable Anlagen zu setzen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben sich – vor allem aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach ökologischen und ethischen Investments – tiefergehend mit Anlagen auseinandergesetzt und kommen mehrheitlich zum Ergebnis, dass nachhaltige Geldanlagen in der Rendite nicht zurückstehen. Wer also nachhaltig investiert kann mit soliden und marktüblichen Erträgen rechnen.

 

Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche.

Vorsicht ist – wie auch bei allen konventionellen Geldanlagen – geboten, wenn überdurchschnittliche Rendite versprochen wird, denn auch im Markt der nachhaltigen Geldanalgen tummeln sich mittlerweile schwarze Schafe.

 

Wer sich also für eine grüne Geldanlagen entscheidet, geht keine erhöhten Risiken aufgrund der Nachhaltigkeit ein. Genauso, wie bei einer konventionellen Geldanlage, müssen sich Anleger allerdings im Vorfeld generell damit auseinandersetzen, wie hoch die Rendite ausfallen soll, welche Risiken eingegangen werden und wann das angelegte Geld zur Verfügung stehen soll.

 

Wenn diese Fragen geklärt sind, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, in nachhaltige Projekte zu investieren. Wer auf höhere Rendite und langfristige Geldanlagen zielt, findet in nachhaltigen Direktinvestments eine gute Möglichkeit, hohe Erträge zu erwirtschaften und zugleich eine sehr transparente Form der Geldanlage mit einer hohen Wirkung zu realisieren.

 

Wer sich mehr Sicherheit und Flexibilität wünscht, investiert in ausgewählte Umweltfonds, die in unterschiedlich zusammengestellten Musterdepots angeboten werden. Das ist nicht nur mit großen Summen möglich, sondern kann auch über einen individuellen monatlichen Sparplan verlaufen, der es auch bei noch geringem Einkommen ermöglicht, bereits in jungen Jahren ein kleines Vermögen aufzubauen.

 

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, ist bereits seit 2001 im Markt aktiv und beweist mit seinem Erfolg, dass ökologische, soziale und ethische Investments absolut keine Modeerscheinung sind. Anleger können hier sicher gehen, dass ihr Geld gemäß festgelegten ethischen und ökologischen Kriterien investiert wird und entsprechend einen wertvollen Beitrag für Umwelt, Klima und Gesellschaft leisten.

 

Bei Grünes Geld finden alle Anlegertypen, ihre passende nachhaltige Geldanlage. Sei es im Bereich der Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds oder Mikrofinanzfonds.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Rückkaufswert der Lebensversicherung – Verluste vorprogrammiert

Freitag, 11. August 2017
Zusammenfassung: Lebensversicherungen sind Verträge, die auf einen langen Zeitraum ausgerichtet sind. Wenn jedoch die regelmäßigen Beiträge zur Belastung werden, denken Versicherte über eine Auslösung des Vertrags nach. Der jeweilige Rückkaufswert gibt Auskunft über den aktuellen Wert der Police. Generell ist die vorzeitige Beendigung des Vertrags wirtschaftlich nicht vorteilhaft.

 

 

Beliebte Geldanlage: Kapitallebensversicherungen.

Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt, geht eine langfristige Bindung ein. Schließlich gehen dem Vertragsabschluss persönliche Überlegungen und Planungen sowie eine ausführliche Beratung voran.

 

Im Allgemeinen beträgt die Laufzeit der Lebensversicherung mindestens zwölf Jahre. Teilweise bieten sich auch längere Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren an, um eine höhere Rendite zu erzielen und den Zinseszinseffekt voll auszunutzen.

 

 

Langfristige Verträge in kurzlebigen Zeiten

Ein norddeutsches Sprichwort besagt: „Zeit, Ebbe und Flut wartet auf niemand.“ Und die Umstände, unter denen einstmals eine Lebensversicherung abgeschlossen wurde, verändern sich über die Jahre rasch. Schließlich sind die teilweise gewählten zwölf Jahre in unserer schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit; wer schon bei den Kindern an die Rente denkt kann auch schnell einen über viele Jahrzehnte laufenden Vertrag erhalten.

 

Auch bei solider Planung – die Zukunft ist ungewiss.

Innerhalb dieser kleinen Ewigkeit verändern sich Lebensumstände radikal. Ehen werden geschlossen – und das längst nicht mehr für die Ewigkeit, denn das Scheidungsrisiko steigt bereits nach drei Ehejahren signifikant an und ebbt erst nach elf Jahren wieder ab. Darüber hinaus verändern Kinder die Lebenssituation. Auch berufliche Wechsel oder gar der Verlust der Arbeitsstelle können eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Situation verursachen – und plötzlich ist nichts mehr so, wie es bei Vertragsbeginn einmal gewesen ist. Aber, wie schon der legendäre Fußballtrainer Dragoslav Stepanovic sagte: „Lebbe geht weider!“

 

Auch wenn der Blick in die Zukunft generell schwierig ist, gut ist es in jedem Fall, die persönlichen Finanzen im Blick zu behalten. Dazu gehört es auch, den Wert – in diesem Falle Rückkaufswert – seiner Lebensversicherung zu kennen – auch wenn Kündigung und Rückkauf ein Verlustgeschäft darstellen.

 

Viele Versicherungsnehmer ziehen diesen Schritt dennoch in Betracht, um einen raschen Ausweg aus finanziellen Engpässen zu finden. Immerhin endet rund jeder dritte Lebensversicherungsvertrag im Rückkauf. Eine stolze Zahl, bei immerhin rund 90 Millionen laufender Verträge in Deutschland. Insgesamt wurden im Jahr 2015 Policen im Wert von rund 13 Milliarden Euro beendet.

 

 

Rückkaufsrechte – gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart

Wer – aus welchen Gründen auch immer – seine Kapitallebensversicherung aufgeben will, hat die rechtlich zugesicherte Möglichkeit, die Police an die Versicherungsgesellschaft zurück zu verkaufen. Der Versicherer kauft also dem Versicherungsnehmer die Rechte ab, die er durch den Abschluss der Police einmal erworben hat.

 

In Deutschland wird der Rückkauf von Lebensversicherungsverträgen konkret durch das Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Darin sieht der Gesetzgeber vor, dass Versicherte generell ein Rückkaufsrecht haben – vorausgesetzt, es besteht zu diesem Zeitpunkt ein echter Rückkaufswert. Unter diese gesetzliche Regelung fallen damit die klassischen Kapitallebensversicherungen sowie die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in der Zeit zwischen Vertragsbeginn und Rentenzahlung, der sogenannten Aufschubzeit.

 

Bei anderen Verträgen kann ein Rückkaufsrecht vertraglich vereinbart werden. Ohne Rückkaufrecht sind in der Regel Risikolebensversicherungen. Außerdem Rentenversicherung, die bereits ausgezahlt werden sowie Rentenversicherungen in der Aufschubzeit ohne vereinbarte Todesfallleistung.

 

 

Rückkaufswert – der Zeitwert der Lebensversicherung

Rückkauf bedeutet Verluste – Geduld lohnt sich …

Versicherungsgesellschaften informieren ihre Kunden jährlich über die Höhe des angesparten Rückkaufswertes der Versicherungspolice ihrer Lebensversicherung. – Ein Standardbrief, der unter normalen Umständen schnell in der Ablage verschwindet. Es sei denn, der Kunde überlegt aktuell tatsächlich sich von seinem Versicherungsvertrag zu trennen. Zum Beispiel, weil die monatlichen Belastungen nicht in die derzeitige Lebens- und Finanzsituation passen (auch wenn dann die Beitragsfreistellung die passendere Lösung wäre…).

 

Der Rückkaufswert beschreibt damit dem Zeitwert der Versicherungspolice. Die Versicherungsgesellschaft garantiert damit das Recht, die Police zurückzugeben und dem Versicherten die zugeteilten Überschussanteile und – seit 2008 – die Hälfte der Bewertungsreserven anteilig auszuzahlen.

 

Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – für den Rückkauf seiner Lebensversicherung entscheidet, muss wissen, dass dieser Schritt – vor allem am Anfang der Laufzeit – nicht gerade lukrativ ist. Das gilt nicht nur für den Versicherungsnehmer, sondern auch für die Versicherungsgesellschaft. Schließlich plant diese mit den laufenden Beiträgen langfristige Anlagen, um optimale Erträge zu erwirtschaften.

 

Ein weiterer Nachteil beim Rückkauf von Lebensversicherungen: Der aktuelle Rückkaufswert fällt nie höher aus, als die Auszahlung im Todesfall. Sollte der Rückkaufswert über der vertraglich vereinbarten Todesfallleistung liegen, verwendet die Versicherungsgesellschaft das Geld für die Bildung beitragsfreier Versicherungen.

 

 

Keine Steuererleichterung bei Rückkäufen

Wer seine Lebensversicherung vor Ablauf der Mindestlaufzeit von zwölf Jahren zurückgibt, verliert nicht nur Geld durch fehlende Überschussbeteiligungen und Erträge, sondern lässt sich auch steuerliche Vorteile entgehen.

 

Rückkauf bedeutet auch Steuern.

Denn seit 2005 gelten für neu abgeschlossene Lebensversicherungen, neue Regelungen. Waren vormals die Erträge der private Renten- oder Kapitallebensversicherungen  bei einer einmaligen Auszahlung steuerfrei, müssen diese Gelder aktuell versteuert werden. Betroffen sind dabei sämtliche privaten Lebens- und Rentenversicherungen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit werden die Erträge nach den Regelungen des Alterseinkünftegesetz vorgelagert versteuert. Da die Beiträge zu diesen Versicherungen auf bereits versteuertem Einkommen stammen, greifen hier Erleichterungen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Die Versicherungsnehmer erhalten im Rahmen ihrer Einkommenssteuererklärung Geld zurück, je nach Steuerklasse bis zu 50 Prozent der vorgelagerten Besteuerung . Allerdings nur, wenn die Mindestlaufzeit eingezahlten wurde. Wer sich für einen Rückkauf entscheidet, muss die entsprechenden Erträge voll versteuern.

 

 

Neu: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen ab 2008

Schlechtes Geschäft hin oder her – manchmal mag kein Weg am Rückkauf vorbei führen. Gute Nachricht für Versicherte, die ihren Vertrag ab 2008 abgeschlossen haben: für den Rückkauf dieser Policen sieht der Gesetzgeber generell einen Mindestrückkaufswert  vor. Dabei gilt für Kapitallebensversicherungen die Faustregel: der Rückkaufswert entspricht dem Deckungskapital der Versicherung, aus dem normalerweise die Lebensversicherung nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausbezahlt wird.

 

Beim Rückkauf werden entsprechend der Sparanteil der geleisteten Beiträge sowie die für den Versicherungszeitraum zugeteilten Überschussbeteiligungen und Zinsen ausgezahlt. Allerdings werden von diesem Betrag auch noch anteilig Vertriebs- und Abschlusskosten sowie weitere Aufwendungen für die Verwaltung abgezogen. Auch ein Stornoabschlag ist möglich, muss aber angemessen und vertraglich vereinbart worden sein.

 

Die gesetzliche Neuregelung für Verträge ab 2008 bietet den Vorteil, dass die Abschlusskosten der Versicherung auf die ersten fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden und seit 2015 zudem begrenzt sein müssen.

 

Versicherte profitieren von der Regelung, denn wer bislang mehr Beiträge eingezahlt hatte als der aktuelle Rückkaufswert betrugt – und das war in den ersteSonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsn fünf Jahren die Regel – machte mit dem Rückkauf nur Verluste, denn der Wert der Police belief sich im Allgemeinen auf Null.

 

Grund dafür war die Abschlussprovision – also die Vertriebskosten – der Versicherung. Durch den Abzug dieser Kosten vom Rückkaufswert der Police, begann quasi jede Lebensversicherung mit einem negativen Wert. Durch die neue gesetzliche Regelung hat jede Lebensversicherung, die ab 2008 abgeschlossen wurde einen positiven Rückkaufswert, denn die Kosten werden gezillmert. Hinter diesem Begriff, der auf den Versicherungsmathematiker August Zillmer zurückgeht, steht die Verrechnung der Abschlusskosten auf die Versicherungsbeiträge. Während allerdings Zillmer im 19. Jahrhundert noch von einem Jahresbeitrag zur Deckung der Abschlusskosten ausging, sieht die aktuelle gesetzliche Regelung seit 2015 einen Prozentsatz von maximal 2,5 Prozent der gesamten Beiträge – also auch aller künftigen – vor.

 

 

Alt: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen vor 2008

Im Allgemeinen steigt der Rückkaufswert der Lebensversicherung an, je länger die Police bereits läuft. Daher ist es wichtig, auch die Regelungen zum Rückkaufswert für Versicherungsverträge vor 2008 genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Gemäß der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) gilt für Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden die Regelung, dass der Rückkaufswert der Police mindestens der Hälfte des Deckungskapitals entspricht. Dabei wird das Deckungskapital nicht gezillmert. Entsprechend werden von diesem Betrag zwar Verwaltungskosten abgezogen, nicht aber die Abschluss- und Vertriebskosten. Ebenso entfallen Storno- und Kündigungsgebühren.

 

 

Rückkauf von fondsgebundenen Lebensversicherungen

Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat und sich für einen Rückkauf entscheidet, kann mit ähnlichen Regelungen wie bei anderen Versicherungspolicen rechnen. Bei Verträgen seit 2008 wird der Rückkaufswert nach dem Wert der Fondsanteile. Auch hier gilt, dass die Vertriebs- und Abschlusskosten der Police gleichmäßig auf die ersten fünf Jahre der Laufzeit verteilt werden müssen.

 

Für Policen, die vor 2008 abgeschlossen wurden hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass sich die Höhe des Rückkaufswertes mindestens an der Hälfte des Fondsguthabens bemisst. Dabei dürfen die Versicherer zwar Verwaltungskosten abziehen, nicht jedoch die hohen Vertriebskosten.

 

 

Erst Beratung – dann Entscheidung

Entscheidungen gemeinsam treffen!

Der Rückkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung sollte gut überlegt sein. Schließlich handelt es sich hier um ein Verlustgeschäft, denn der Versicherte verliert nicht nur den vereinbarten Versicherungsschutz, sondern verzichtet auch auf große Teile seine Ansprüche aus Schlussüberschüssen. Zudem muss er die Erträge aus dem frühzeitig beenden Vertrag voll versteuern. Viel bleibt dann oft nicht übrig.

 

Wer also finanziell in der Klemme steckt und kurzfristig Geld benötigt, sollte zunächst einen kühlen Kopf bewahren und seine persönliche Situation genau analysieren. Am besten mit zusammen mit Profis.

 

Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden auch als unabhängiger Finanzexperte Lösungen zur privaten Altersvorsorge an und verfügt über eine weitreichende Erfahrung in diesem Bereich. Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld rät daher: „Die Entscheidung für einen Rückkauf der Lebensversicherung sollte nicht allein im stillen Kämmerlein passieren. Wichtig ist es, mit einem Finanzexperten die Situation zu besprechen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.“

 

Die vorzeitige Beendigung des Vertrags mit den entsprechenden finanziellen Einbußen kann so in vielen Fällen abgewendet werden. Kunden profitieren dann weiter von einem Versicherungsschutz, geplanten Auszahlungen und steuerlichen Vorteilen.

 

Gerade wenn eine Police bereits länger als fünf Jahre läuft, sind unnötige Verluste vorprogrammiert. Je nach Situation des Kunden ergeben sich zum Rückkauf unterschiedliche Alternativen, die ebenfalls aus einem finanziellen Engpass heraushelfen können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. So kann eine Beitragsfreistellung eine gute Lösung sein, wenn der Vertrag zwar gute Erträge liefert, die Beiträge jedoch nicht aufgebracht werden können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag zu beleihen oder einen teilweisen Rückkauf durchzuführen und damit nur einzelne Teile des Vertrags kündigen.

 

Auch der Verkauf der Police an einen professionellen Ankäufer ist meist lukrativer als der Rückkauf. Dabei werden alle Rechte auf Auszahlungen nach Ablauf des Vertrags verkauft. Neben dem daraus direkt verfügbaren Geld profitiert der Versicherte weiterhin vom Versicherungsschutz, denn im Todesfalle erhalten die Hinterbliebenen die festgesetzte Todesfallsumme.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.