Mit ‘Geldanlage’ getaggte Artikel

Investmentfonds – 10 Schritte zur nachhaltigen Geldanlage

Dienstag, 07. November 2017
Zusammenfassung: Investmentfonds sind eine interessante Form der Geldanlage. Viele nachhaltige Angebote ermöglichen Anlegern gute Erträge und leisten einen positiven Beitrag für die Umwelt. 10 x Wissenswertes zum Thema.

Schritt für Schritt die richtige Entscheidung treffen.

 

Jeder, der mit seinem Einkommen gut auskommt, kann sich – zumindest im Bereich der finanziellen Sicherheit – glücklich schätzen. Denn Geld ist nicht der alleinige Schlüssel zum Glück, aber das Gefühl von Sicherheit trägt jedoch einen wesentlichen Anteil dazu bei.

 

Doch gerade in Zeiten, in denen die Versorgung im Alter unter ganz anderen Vorzeichen steht, als noch in den vorangegangenen Generationen, sollte ein Teil des Einkommens auch für die Zukunft angelegt werden. Denn nach den Rentenreformen Anfang des Jahrtausends ist eine zusätzliche eigenverantwortliche Absicherung für das Alter für nahezu jeden unumgänglich.

 

Aber nicht nur die fernere Zukunft erfordert eine gewisse Vorbereitung. Auch Pläne, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen, erfordern ein finanzielles Polster. Unser Leben ist extrem komplex geworden – daher werden auch bei gewissenhaftester Planung immer wieder unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Und auch hier sichert die Lebensmaxime „be prepared“ eine gewisse Gelassenheit, sich auf neue Situationen einzustellen und diese erfolgreich zu meistern.

 

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Börseneinstieg – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Donnerstag, 27. Juli 2017
Zusammenfassung: Anleger zweifeln ob nach einem starken Aufschwung an den Börsen noch der richtige Zeitpunkt zum Investieren ist. Die Analyse der Vergangenheit der US-Börse zeigt, das Warten auf den nächsten Einbruch kann lange dauern und so verstreichen Chancen auf Ertrag.

 

Eine geflügelte Börsenweisheit besagt: An der Börse wird nicht geklingelt! Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einstieg? Eine Frage die viele Anleger umtreibt. Leider ist es so, dass viele Anleger sich während einer längeren Aufschwungphase immer wieder vornehmen, noch zu warten und erst nach dem nächsten Crash einzusteigen.

 

Letzte Woche ist es wieder passiert. Ein Anleger der sich überlegte über Grünes Geld nachhaltig anzulegen, erkundigte sich über alle Details unseres Angebots Vermögensaufbau,  die Kosten und Renditen der Vergangenheit. Abschließend meinte er, dass das eine sehr gute Möglichkeit sei, doch da der Dax und die anderen Börsen schon auf Höchstständen notieren, würde er lieber warten und erst nach einem Crash investieren.

 

Es klingt absolut nachvollziehbar und sinnvoll. Erst zu investieren, wenn die Kurse eingebrochen sind. Grund genug, das Thema Einstieg in Aufschwungphasen einmal genauer zu beleuchten. Was auf den ersten Blick richtig erscheinen mag, trügt bei genauerem Hinsehen, wie eine Studie des US-Vermögensverwalters First Trust ergeben hat. Anhand des S&P 500 Index durch alle Marktphasen von 1926 bis Juni 2017, haben Sie die Bullen- und Bärenmarkte mit den jeweiligen Renditen und Zeiträumen untersucht. Mit dem Ergebnis:

 

  • Ein Bullenmarkt (steigende Kurse) dauerte im Schnitt 9 Jahre mit einer kumulierten Wertentwicklung von 470%
  • Ein Bärenmarkt (fallende Kurse) währte durchschnittlich 1,4 Jahre mit einem kumulierten Verlust von -41%

 

 

Quelle: First Trust

Hinweis: Dividenden inklusive; Bullenmarkt: beginnt am Tiefpunkt nach einem Abschwung von 20 Prozent oder mehr; Bärenmarkt: beginnt am Hochpunkt vor einem Abschwung von 20 Prozent oder mehr und dauert bis zum Tiefpunkt des Abschwungs; Darstellung logarithmisch, indexiert, Zeitraum: 1926 bis 06/2017.

 

 

Der längste Börsenaufschwung dauerte 15,1 Jahre mit einem Zuwachs von 935 Prozent, der längste Abschwung 2,8 Jahre mit einem kumulierten Verlust von 83,4 Prozent. Interessant an der Erhebung ist, dass es auch in Rezessionsphasen steigende Börsenkurse gab und eine Rezession nicht zwangsläufig zu fallenden Kursen führt. Dies wird in der Anlegerrealität in dieser Form oftmals nicht wahrgenommen.
Der laufende Bullenmarkt dauert 8,3 Jahre und brachte bislang einen Zuwachs von 293 Prozent. Anhand der Grafik lässt sich erkennen, dass dieser derzeitige Aufschwungmarkt nicht außergewöhlich klein oder groß ist. Aus diesem letzten Dreieck lässt sich nicht ableiten, dass ein Crash bevorsteht. Im Gegenteil, über 50 Porzent der Bullenmärkte der Vergangenheit dauerten länger, nur 3 Aufschwünge in der Vergangenheit kürzer. Verglichen mit dem längsten Börsenaufschwung liegen wir am unteren Rand, denn in der Vergangenheit haben Börsen weitaus höhere Gewinne abgeworfen als derzeit. Ein großes Risiko ist, derzeit am Rand des Spielfeldes zu stehen und das Risiko in Kauf zu nehmen Wertzuwächse zu verpassen. Verpasste Gewinne sind ebenso als Risiko einzuschätzen wie die Gefahr eines Abschwungs.

Die Börse ist wie ein Paternoster. Es ist ungefährlich durch den Keller zu fahren. Man muss nur die Nerven behalten. (John Kenneth Galbraith)

 

Je früher desto besser

Wie lange ein Börsenaufschwung noch dauern wird, ist meist nicht absehbar und für sollte für die längerfristige Anlagestrategie keine Rolle spielen. Keiner weiss wann genau der nächste Crash kommen wird – nächste Woche oder erst in 5 Jahren. Für den langfristigen und zukunftsorientierten Anleger gilt, je früher desto besser. Denn immer noch wird der Zinseszinseffekt notorisch unterschätzt. Für den Vermögensaufbau ist jedoch genau dieser Effekt entscheidend.

 

 

Viele Anleger möchten es nicht wissen:

 

Auf den nächsten Bären zu warten kann sehr teuer werden.

 

 

Natürlich bergen Vermögensanlagen in die Kapitalmärkte Risiken und können zu Verlusten führen. Prognosen haben keinen verlässlichen Charaker oder Garantien und vergangene Wertentwicklungen können nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden. Mit einem vernünftigen Risikomanagement lassen sich jedoch schlimmste Fehler vermeiden. Und wer die Möglichkeit hat monatlich zu investieren oder in der Baisse beherzt neu investieren kann, nutzt die Chancen die sich immer wieder ergeben. Doch aus Angst vor Kursrückgängen über Jahre Tagesgeld bei Nullzins zu horten, führt ebenfalls zu Vermögensverlusten.

 

Ein erfahrener Vermögensberater hilft die Verteilung der Anlageklassen optimal zu gestalten. Die eigenen Anlagewünsche zu entdecken und Themenfelder zu finden, die Rendite und Wirkung verbinden sind nicht immer einfach. Ein Experte wie Grünes Geld kann dabei behilflich sein. Wer auf Beratung dennoch verzichten möchte, bekommt mit der Auswertung des Grünes Geld Tests erste Handlungshinweise.

 

 

 

 

Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Carmen Junker

 

 

Sparen der Zukunft: Nachhaltige Geldanlagen

Dienstag, 12. Juli 2016
Zusammenfassung: Sparen ist schwierig geworden in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses. Einfache Sparmodelle mit geringem aber sicherem Ertrag gehören der Vergangenheit an. Wer jetzt sparen will, sollte nachhaltige Geldanlagen ins Auge fassen.

 

 

Sinnbild des Sparens schlechthin. Aber eine gute Geldanlage war das Sparschwein nie.

Sinnbild des Sparens schlechthin. Aber eine gute Geldanlage war das Sparschwein nie.

Sparsamkeit wird schon seit der Antike von vielen Philosophen als Tugend gesehen. Weitergetragen wird der Gedanke durch das Christentum, in der Reformationszeit besonders durch den Schweizer Johannes Calvin, der mit der Betonung der Werte Sparsamkeit und Fleiß die Arbeitsethik des Protestantismus und damit den modernen Kapitalismus entscheidend prägte. Sparsamkeit gilt auch als eine der klassischen preußischen Tugenden und bis heute als „typisch deutsch“.

 

Allgemein ist Sparsamkeit ein neutraler Begriff, der den maßvollen Umgang mit Geld aber auch mit Dingen beschreibt. Sparsamkeit bezeichnet damit die ausgewogene Strategie zwischen Geiz und Verschwendung.

 

Wer spart, denkt an die Zukunft. Das kann zum einen das Sparen für einen bestimmten Zweck sein, wie beispielsweise für eine Reise, eine größere Anschaffung oder für den Bau beziehungsweise Kauf eines Eigenheims. Zum anderen vermittelt ein Sparvermögen Handlungsfreiheiten für unvorhersehbare Ereignisse in der Zukunft. Etwas auf der sprichwörtlichen „hohen Kante“ vermittelt Sicherheit. Schließlich weiß niemand genau, was die Zukunft bringt.

 

Der klassische Ansatz in der Wirtschaftswissenschaft erklärt, dass dann gespart wird, wenn der Sparer durch die Zinsen für seinen Konsumverzicht entschädigt wird. Ein sehr einfaches Modell, dem der britische Volkswirtschaftler John Maynard Keynes Anfang des 20. Jahrhunderts widersprach. Keynes sieht Voraussicht und Vorsicht als entscheidende Sparmotive. Zum einen geht es darum, mehr oder weniger sichere zukünftige Ereignisse finanziell planbar zu machen, zum Beispiel die Altersvorsorge oder die Ausbildung der Kinder. Zum anderen sollen unvorhersehbare zukünftige Ereignisse finanziell abgefedert werden. Doch Sparen ist schwierig geworden in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses.

 

 

Sicherheitsbewusste Sparer haben es schwer

Wer vorausschaut, an die Zukunft denkt und eine sichere Sparmöglichkeit sucht, muss sich eine Strategie überlegen, sein Geld sinnvoll anzulegen. Die althergebrachten Rezepte wie Bundesanleihen und das allseits beliebte Sparbuch haben an Attraktivität stark eingebüßt.

 

Seit der Einführung von Sparbüchern vor rund zweihundert Jahren erfreute sich diese Anlageform bis vor Kurzem einer breiten Beliebtheit, schließlich handelt es sich hier um eine leicht verständliche Sparform. Der Sparer verleiht sein Geld an die Bank und erhält Zinsen, die Bank verleiht Geld und erhält Zinsen vom Kreditnehmer. Doch die fallenden Zinsen haben dieses einfache Modell zerstört. Wer also weiter auf leicht nachvollziehbare Modelle setzt, wählt Tagesgeldkonten mit etwas höheren Zinsen. Eine Möglichkeit der Geldaufbewahrung, nicht aber der Geldanlage.

 

Jahrzehntelang standen Bundesanleihen vom Staat bei sicherheitsbewussten Anlegern als seriöse Geldanlage weit oben auf der Beliebtheitsskala. Die Zinsen waren zwar vergleichsweise niedrig, flossen aber zuverlässig. Im letzten Monat wurden nun viele Anleger durch die Meldung erschüttert, dass sie jetzt praktisch Gebühren dafür zahlen, dem Staat Geld zu leihen.

 

 

Vom Sparer zum Zocker?

Die einfachen Sparmodelle mit geringem aber sicherem Ertrag gehören der Vergangenheit an. Seit den neunziger Jahren wurden sie zunehmend von aktienbasierten Anlagemodellen abgelöst. Mit der Einführung der sogenannten Volksaktie der Deutschen Telekom 1996 und den zahlreichen Börsengängen der New Economy rückte die Börse auch für kleine und mittlere Privatanleger in den Fokus. Zu verlockend waren die Möglichkeiten, hier reich zu werden. Doch auf den Börsen-Hype folgte der Crash und damit verbunden die Frage, wie eine sinnvolle Anlagestrategie aussehen kann.

 

 

Konsum statt Sparen?

Konsumieren statt sparen - keine nachhaltige Strategie.

Konsumieren statt sparen – keine nachhaltige Strategie.

„Und dann hau‘ ich mit dem Hämmerchen mein Sparschwein, mein Sparschwein kaputt . . .“ So sang Chris Howland 1961 in seiner bekannten Hämmerchen Polka. Wie Howland halten es viele derzeit. Die Konsumstimmung ist positiv. „Shoppen statt sparen“ lautet die Devise.

 

Laut dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK befinden sich aktuell die Bundesbürger in einem Kaufrausch. Ökonomen sehen hier aber auch ein kurzfristiges Phänomen, dass durch angekündigte Tarif- und Rentenerhöhungen bedingt wird. Und altbekannt ist auch die Erkenntnis, dass auf Rausch Katerstimmung folgt.

 

Umweltfreundliche Produkte fristen zwar vielfach noch ein Nischendasein, die Branche befindet sich aber durchaus im Wachstumsbereich. Wer seiner Shopping-Laune nachgeben will und an die Umwelt denkt, findet hier sicher viele Dinge, die sinnvoll sind und Freude machen. Nachhaltiges Shoppen bedeutet aber immer auch, über den langfristigen Nutzen nachzudenken und Alternativen mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Verzicht auf Unnötiges, stattdessen Geld längerfristig und nachhaltig anzulegen – ein durchaus reizvolles Kontrastprogramm.

 

 

„Der oberste Zweck des Kapitals ist nicht, mehr Geld zu schaffen, sondern zu bewirken, dass das Geld sich in den Dienst der Verbesserung des Lebens stellt.“ Henry Ford

 

 

Vom nachhaltigen Shoppen zum nachhaltigen Anlegen

Wer in die Zukunft investieren will, sollte stets auch globale Umweltfaktoren mit einplanen, denn was nutzt ein Anlagevermögen in einer Welt, in der es keine gesunde Luft, kein sauberes Wasser und keine schadstofffreien Lebensmittel mehr gibt?

 

Konventionelle Finanzberater berücksichtigen vielfach nur drei Faktoren: Zum einen, wie schnell angelegtes Geld wieder verfügbar ist (Liquidität). Zweitens, wie hoch die zu erwartenden Erträge sind (Rentabilität) und schließlich, wie sicher diese Art der Geldanlage ist (Risiko). Verantwortungsvolle Anleger sollten drüber hinaus auch noch mitberücksichtigen, welche Konsequenzen ihre Geldanlage für Mensch und Umwelt hat (Nachhaltigkeit).

 

Persönliche ethische Kriterien können so auch mit der Geldanlage verbunden werden. Etwa durch die Unterstützung von Unternehmen, die sich dem fairen Handel, dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und er Förderung regenerativer Energien verpflichtet sehen.

 

 

Ökonomie und Moral schließen einander nicht mehr aus

Wer sein Geld nachhaltig anlegen will, benötigt eine gute und umfassende Beratung und einen detaillierten Einblick, welche sozialen, ethischen und ökologischen Aspekte die angebotenen Anlageprojekte genau berücksichtigen. Obgleich die Faktoren des klassischen Renditedreiecks bei nachhaltigen Anlagen erst an zweiter Stelle stehen, haben viele Anlageprojekte beim Thema Rendite genauso gut abgeschnitten wie konventionelle Investments.

 

Die Finanzberatung Grünes Geld GmbH überprüft ihre Projekte regelmäßig nach ethischen und ökologischen Kriterien. Anleger können bei ihren Investments die Themenschwerpunkte auswählen, die ihnen besonders am Herzen liegen. So gehen sie sicher, dass ihr Geld nur bei Unternehmen landet, die auch verantwortlich handeln. Dadurch wird der Einfluss dieser Unternehmen gesteigert und das Anlagekapital wächst. Sicher erfordert das Sparen durch nachhaltige Geldanlagen etwas mehr Zeit und Überblick als das einfache Sparbuch von früher. Doch durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den unabhängigen Finanzberatern, bietet dieses Sparen einen positiven Effekt für das persönliche Vermögen und für Umwelt und Klima.

 

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes Geld

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wieso Sie bei der Geldanlage die 72er Regel unbedingt kennen sollten

Mittwoch, 27. Januar 2016

 

In der Schule lernen wir lesen, schreiben, rechnen. Wir lernen viel über unserer Geschichte, über Chemie, Physik und Biologie – sogar neue Sprachen lernen wir dazu. Aber wir man sein Geld anlegt, lernen wir in der Schule leider nicht. Ein bisschen etwas geben uns unsere Eltern noch mit, aber deren Wissen ist auch meist laienhaft, zumal die Kapitalmärkte sich enorm geändert haben. Deshalb muss sich jeder sein Kapitalanlage-Wissen selbst erarbeiten. Dazu möchte ich an der Stelle ein wichtige Faustformel vorstellen, die gar nicht so viele Menschen kennen. Wahrscheinlich selbst Ihr Berater bei der Bank nicht.

 

Die 72er Regel

72er-Regel-der-KapitalanlageAlso steigen wir gleich ein, ich verrate Ihnen die Regel, die kaum jemand kennt und die sehr nützlich ist, die 72er Regel.

 

Wenn man die 72 durch die Rendite pro Jahr einer Geldanlage teilt, erhält man den Zeitraum, indem sich das Kapital verdoppelt.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsBeispiel 1: Sie legen Ihr Geld zu 10 Prozent an. Das hört sich viel an, kann aber gelingen (und außerdem rechnet es sich damit recht leicht). Nach der 72er Regel teilen Sie 72 durch 10, erhalten als Ergebnis 7,2. Ihr Kapital verdoppelt sich also in 7,2 Jahren.

 

Beispiel 2: Sie legen Ihr Geld zu 1 Prozent an – aktuell ein gar nicht so einfach zu erreichender Zins für alle, die ihr Geld bei den Banken anlegen. Dann braucht Ihr Kapital 72:1 = 72, also 72 Jahre bis zur Verdoppelung.

 

Die Regel ist nur eine Faustformel – denn letztlich müsste eigentlich eine Zinseszins-Berechnung mit Potenzrechnung durchgeführt werden. Aber sie liefert sehr brauchbare Ergebnisse.

 

Was ist mit Inflation, Steuern und Gebühren?

Die Rechnung ist immer dann korrekt, wenn Sie die tatsächlich erzielte Netto-Rendite verwenden. Angenommen Sie möchten Inflation, Steuern und Gebühren berücksichtigen, könnten Sie wie folgt vorgehen:

 

– angenommene Brutto-Rendite: 8 Prozent pro Jahr

– angenommene Inflation: 2 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich (vereinfacht) auf 6 Prozent pro Jahr

– angenommene Kosten der Geldanlage: 1 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich auf 5 Prozent pro Jahr

Besteuerung der Gewinne: sicherlich der am schwersten abzuschätzende Punkt, gerade wenn individueller Steuersatz, Freibeträge und die unterschiedliche Besteuerung von Anlageformen berücksichtigt werden soll. Nehmen wir an, die Rendite reduziert sich dadurch um 25%, dann werden aus 5 Prozent nur noch 3,75 Prozent

 

In dem Beispiel würde also gelten: 72 durch 3,75 = 19,2. Die Kaufkraft Ihres angelegten Kapitals würde sich also in ca. 19 Jahren verdoppeln.

 

 

 Gute Renditen bei hoher Sicherheit: Musterdepot Wachstum

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Freistellungsaufträge ohne Steuer-ID werden ab 2016 ungültig

Donnerstag, 01. Oktober 2015

Eine wichtige Änderung zum 01.01.2016 müssen Geldanleger beachten. Alle Freistellungsaufträge die keine korrekte Steuer-Identifikationsnummer enthalten, werden zum 01.01.2016 ungültig. Das bedeutet für die Sparer, dass dann ab dem ersten Euro Zins oder Dividende, ohne Berücksichtigung eines Freibetrages, die Kapitalertragssteuer von den Kreditinstituten an den Fiskus abgeführt werden muss.

 

Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

 

Welche Änderungen gibt es ab 01.01.2016 bei den Freistellungsaufträgen?

 

Zum 1. Januar werden alle Freistellungsaufträge unwirksam wenn der Kunde seinem Kreditinstitut die Steuer-Identifikationsnummer noch nicht mitgeteilt hat. Das bedeutet für die Sparer, dass ab dem ersten Euro Zins oder Dividende Kapitalertragssteuer von den

Kreditinstituten an den Fiskus abgeführt werden muss. Die Höhe der Steuer beläuft sich auf 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Nur wenn ein Freistellungsauftrag mit Steuer-ID vorliegt, bleiben jährliche Kapitalerträge bis zu 801€ bei Alleinstehenden und 1602 € bei Eheleuten steuerfrei.

 

Frreistellungsaufträge ab 2016 ohne Steuer ID nicht mehr gültig

künftig ohne Steuer ID nicht mehr gültig

Wurde die Steuer-ID nicht bisher schon zwingend abgefragt?

 

Eigentlich schon, zumindest bei Anträgen die nach dem 01. Januar 2011 gestellt wurden. Freistellungsaufträge die schon älter sind, wurden noch ohne Angabe der Steuer-ID angenommen. In diesen Fällen sollte also

jederprüfen ob tatsächlich für alle erteilten Freistellungsaufträge die Steuer-ID nachgereicht wurde. Oftmals ist der Freibetrag auf mehrere Institute verteilt, daher gilt es jeden einzelnen zu überprüfen.

 

Gibt es für Ehepaare Besonderheiten?

 

Wichtig ist, dass beide Steuer-IDs vermerkt sind, fehlt eine Nummer, so ist der Auftrag ebenfalls nicht wirksam.

 

Wozu ist die Steuer-ID wichtig?

 

Mit der Steuer-ID lässt sich durch die Finanzbehörden besser überprüfen, ob mehr Freistellungsaufträge erteilt werden als der Freibetrag ist. Auch können Namensverwechslungen damit ausgeschlossen werden, da jede Steuer ID einmalig ist und dem

Steuerpflichtigen von Geburt bis Tod individuell zugeordnet ist.

 

Was wenn die Steuer-ID nicht auffindbar ist?

 

Die Nummer findet sich normalerweise auf den Einkommensteuerbescheiden oder auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Online kann sie auf der Internetseite der BZSt beantragt werden. Zugestellt wird sie aber nicht online sondern per Post aus

Datenschutzgründen.

 

Was wenn die Steuer-ID der Bank aus anderen Gründen gemeldet wurde?

 

Wenn die Nummer nicht auf dem Freistellungsauftrag vermerkt war, dem Kreditinstitut dennoch vorliegt, so kann die Bank diese auch für den Freistellungsauftrag verwenden. Abgefragt wurden die Steuer ID Nummern in vielen Fällen 2014 da seit 2015

die Banken auch zum Abzug der Kirchensteuer auf Zinserträge verpflichtet sind. Dazu hat die Bank prüfen müssen ob der Kunde überhaupt kirchensteuerpflichtig ist, dies geschah durch eine Abfrage beim BZSt mittels Steuer ID.

 

Ist es Pflicht der Bank die Steuer-ID einzuholen?

 

Es ist Sache der Kunden die Steuer-ID zu melden. Die Institute sind nicht verpflichtet sie einzuholen, es sei denn die mitgeteilte ID Nummer war fehlerhaft, dann ist es Aufgabe des Kreditinstituts auf den Kunden zuzugehen. Dies stößt nicht auf Freude bei den

Kreditinstituten, entsteht hier doch erneuter großer Aufwand, der nicht vergütet wird.

 

Was wenn die Steuer-ID bis 2016 nicht mitgeteilt wurde?

 

Es wird ein Abzug der Kapitalertragssteuer vorgenommen, den Freibetrag kann der Steuerpflichtige dann in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Es lohnt sich also zu prüfen, ob man seinen Pflichten nachgekommen ist und die Steuer-ID allen Kreditinstituten mit denen man eine Geschäftsverbindung unterhält mitgeteilt hat.

 

Ich bin Mandant bei Grünes Geld. Was muss ich tun?

 

Freistellungsaufträge werden in aller Regel bei Grünes Geld nur für die Depots mit Aktien-, Renten- oder Mikrofinanz-Fonds benötigt. Wenn Sie in Waldinvestments, Windkraft- oder Photovoltiak-Projekte investiert haben, werden normalerweise keine Freistellungsaufträge benötigt.

Wenn Sie bei Grünes Geld ein Depot bei der FIL Fondsbank (FFB) und einen Freistellungsantrag eingereicht haben, ist in aller Regel die Steuer-Identifikationsnummer bereits abgefragt worden. In den Fällen, in denen die Steuer-ID noch fehlt, wurde Ihnen von der FFB automatisch ein Brief per Post zum Thema zugesendet, in dem Sie aufgefordert wurden, die Steuer-ID nachzuliefern.

 

 

Kontakt zu Grünes Geld

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Geldanlage Vergleich 2017 / 2018: Wie kann ich sicher Geld anlegen?

Donnerstag, 09. April 2015

Wer sucht nicht eine Kapitalanlage, die bei hoher Sicherheit hohe Renditen erzielt? Gerade seit die Zinsen bei Null und für die Großanlager sogar schon unter Null sind, ist dieser Wunsch jedoch immer schwerer erreichbar geworden. In den Jahrzehnten zuvor konnte man relativ viele Geldanlagen finden, mit denen sich sicher Geld verdienen ließ. Festgeld oder die Geldanlage in Lebensversicherungen waren dazu die beliebtesten Möglichkeiten.

 

Sicher Geld anlegen und dann schöneren Dingen zuwenden.

Doch mittlerweile erfordert die sichere Geldanlage mehr Nachdenken. Das gilt sowohl für die kurzfristige Geldanlage 2017 wie auch für die mittelfristige Geldanlage 2018 und oder die langfristige Geldanlage auf 10 und mehr Jahre. Die Anleger müssen sich, um Geld sicher anzulegen, auch mit neuen Themen wie Einlagensicherung, finanzieller Repression, Kapitalertragssteuer, und ähnlichen Themen, auskennen.

 

Um ihr Geld sicher anzulegen und müssen heute private und professionelle Investoren viel mehr bedenken und wissen als noch vor einigen Jahren. Die Anlagestrategie muss umfangreicher und flexibler sein als früher (Beispiel: der unerwartete Januar-Crash in 2016, Brexit, Wahl Donald Trumps).

 

Eine risikolose Geldanlage mit guter Verzinsung ist nicht mehr erhältlich, seit die Rendite vieler Staatsanleihen negativ geworden ist. Die Frage bleibt: Geld anlegen, aber wie?   Glücklicherweise ist die Auswahl an Anlagemöglichkeiten in den letzten Jahren für Privatanleger reichhaltiger geworden. Die individuell beste Geldanlage kann dabei aus Waldfonds, Immobilien, Wasserfonds, Aktien, Rentenfonds, Festgeld, Mikrofinanzen, oder vielen anderen Anlagen bestehen.

Dabei sollte der Anleger immer die Grundlagen einer sicheren Geldanlage beachten:

 

Kapitalerhalt ist wichtiger als der letzte Zehntelpunkt Rendite

Nie  alle Eier in einen Korb legen (die Geldanlage sollte immer in verschiedene Anlageklassen, Währungen und Länder gestreut werden)

Der Privatanleger sollte nur in Produkte sein Geld anlegen, die er auch versteht

 

 

Sichere Geldanlagen mit niedriger oder negativer Verzinsung

Tagesgeld

– selbst genutzte Immobilie

Staatsanleihen im Euro-Raum von Ländern bester Bonität

Unternehmensanleihen im Euro-Raum mit bester Bonität

 

 

Interessante Geldanlagen mit höherer Rendite

Hier eine Liste mit interessanten, aber risikoreicheren Investments:

Aktien

Aktienfonds

Denkmalschutz Immobilien

Diamanten

Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium, seltene Erden)

Erneuerbare Energien Fonds

Geschlossene Fonds (Projekte)

Holzprojekte

Immobilien

Lebensversicherungen / Rentenversicherung

Mikrofinanz

Oldtimer

Private Equity

Rentenfonds

Rentenpapiere (Anleihen)

Rohstoffe

Sparplan

Uhren

Unternehmensbeteiligungen

Wasser

Wein

Windkraft

 

Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der als sicher geltende Geldanlagen keine Rendite erzielen, die nach Abzug der Steuern die Preissteigerung ausgleichen würde. Um einen Kapitalverlust zu vermeiden, müssen die Sparer und Geldanleger in Anlageklassen investieren, die ein höheres Risikoprofil aufweisen und die auch erstmal verstanden werden wollen.

 

 

Die Basis: Das Einmaleins der Geldanlage

Wer sein Geld anlegen möchte verleiht sein Geld an eine Bank (zum Beispiel im grünen Bereich die GLS Bank, Ethikbank oder Umweltbank) oder an ein Unternehmen, um nach einer bestimmten Zeit seine Einlage zusammen mit Zinsen zurück zu erhalten (Grundsatz jeder Geldanlage). Dabei spielen die Höhe der Zinsen, die Laufzeit der Geldanlage und die Bonität (Kreditwürdigkeit) des Empfängers des Geldes eine Rolle. Bei uns als Unternehmen Grünes Geld wird zusätzlich zu diesen 3 Dimensionen noch die 4. Dimension berücksichtigt, die tatsächliche Verwendung des Geldes [bei uns: in ethisch-ökologisch sinnvolle Geldanlagen].

 

 

Laufzeit von Geldanlagen: Kurzfristig, mittelfristig oder langfristig

Ganz entscheidend für die Geldanlage ist, wie lange man das Geld entbehren kann. Der natürliche Wunsch des Anlegers ist die kurzfristige Laufzeit. Die  Qualität der Geldanlagen, also die Sicherheit und die  Rendite, steht dem jedoch entgegen. Je mehr Zeit der Anleger für die Geldanlage mit bringt, um so höhere Renditen bei umso höherer Sicherheit kann er erzielen.

1. Kurzfristige Geldanlage

Gründe für die eigentlich ungünstige Form, für die kurzfristige Geldanlage, können sein:

– Das angelegte Geld wird in einer absehbaren Zeit für einen bestimmten Zweck gebraucht, zum Beispiel für die Rückzahlung eines Darlehens für eine Immobilie.

– Der Geldanleger geht von kurzfristigen Marktverwerfungen und Marktrückgängen aus, zum Beispiel von Einbrüchen am Aktienmarkt. In dieser Zeit möchte er die Börse meiden und parkt sein Geld für einige Monate.

– Eine gut strukturierte Geldanlage besteht aus unterschiedlichen Anlagezielen in Bezug auf Anlageklassen, Länder, Regionen oder Währungen. Außerdem muss sie verschiedene Anlagezeiträume abdecken, dabei ist unter anderem eine kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserve vorzusehen.

Die typische Anlageform für die kurzfristige Geldanlage sind dabei Tagesgeldkonten oder Geldmarktfonds. Alternativ dazu gibt es Angebote mit etwas höheren Renditen wie  zum Beispiel Geld Grün Parken, bei dem man auf Sicht von 12 bis 24 Monaten mit einer Rendite zwischen 2 und 4 Prozent rechnen kann (bei täglicher Verfügbarkeit, keine Garantie).

 

2. Mittelfristige Geldanlage

Bei der mittelfristigen Geldanlage geht man von einer Anlagedauer von 3 bis 5 Jahren aus. Das Angebot dafür ist schon wesentlich breiter als bei der kurzfristigen Geldanlage. Im Bereich der Banken – wir empfehlen im nachhaltigen Bankensektor Triodos, Ethikbank, Umweltbank oder GLS Bank – gibt es Festgeld im Bereich bis 5 Jahren. Das Beispiel „Mäusekonto“ der Ethikbank, 5 Jahre Laufzeit, zeigt jedoch, welche Zinsen gezahlt werden: 0,00% Zinsen pro Jahr (Stand: 03.02.2017).

 

Wem diese Angebote zu niedrig sind, kann nachhaltige Geldanlagen mit höheren Renditen wählen:

Geld Grün Parken (ab 2  Jahren, rund 2 bis 4 Prozent Renditeprognose, leichte Kurs-Schwankungen)

Soziale Verantwortung (ab 3 Jahren, rund 3 bis 4 Prozent Renditeprognose, kaum Schwankungen)

Musterdepot Sicherheit (ab 3 Jahren, rund 3 bis 5 Prozent Renditeprognose, leichte Schwankungen)

Musterdepot Balance (ab 5 Jahren, rund 4 bis 6 Prozent Renditeprognose, mittlere Schwankungen)

 

 

3. Langfristige Geldanlage

Die meisten Auswahlmöglichkeiten bestehen bei der langfristigen Geldanlage ab 5 Jahren. Dabei benötigt der Kapitalanleger das Geld für einen längeren Zeitraum nicht, möchte aber vielleicht eine  regelmäßige Ausschüttung erzielen (siehe dazu auch unseren Beitrag zur 4%-Regel). So gibt es Anlage-Formen, die eine jährliche, vierteljährliche oder monatliche Ausschüttung bieten. Letztlich möchte der Geldanleger eine höhere Rendite erzielen, die auch in Form einer großen Schlussauszahlung erfolgen kann.

 

Natürlich ist das Engagement des Geldanlegers bei langfristigen Geldanlagen höher, denn er muss über einen sehr langen Zeitraum auf das Geld verzichten. Die Geldanlage wird dadurch teilweise auch schlechter kalkulierbar, da sich manche Entwicklungen langfristiger Natur nur schwer vorher sehen lassen. Wie bei Festgeld oder bei Bundesanleihen unterschiedlicher Laufzeit ersichtlich, kann man dafür aber eine spürbar höhere Renditen erwartet.   Bei grünen Geldanlagen empfehlen sich Musterdepots wie das Wachstumsdepot, oder, falls es um die Altersvorsorge geht, auch eine fondsgebundene private Rente.

 

 

Zahlungsfähigkeit des Geld-Empfängers

Der Zinssatz oder die Rendite einer Geldanlage werden ganz wesentlich davon bestimmt, an wen man das Geld verleiht. Geld-Empfänger bester Bonität können sich über die niedrigsten Zinsen freuen. Beste Bonität bietet zum Beispiel der Deutsche Staat: entsprechend sind die Zinsen auf seine ausgegebenen Staatsanleihen auch sehr niedrig, im Moment bei kurzen Laufzeiten sogar negativ.

 

Schlechtere Schuldner hingegen müssen mehr Zinsen zahlen. Während bei Staaten die Beurteilung der Bonität noch relativ einfach ist, da es professionelle Rating-Agenturen gibt, wird es bei Festgeld oder Fonds schon deutlich schwieriger. Hier ist die Urteilskraft des Geld-Anlegers selbst gefragt. Für manchen ist zum Beispiel die Anlage in ein Aufforstungsprojekt sehr sicher, der andere hält Windkraft oder Tagesgeld oder Aktien für sicherer.

 

 

Was ist beim Geld anlegen zu beachten?

Bei jeder Geldanlage geht es um die grundlegenden Punkte Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit. Daraus kann man das magische Dreieck der Geldanlage entwickeln,  das diese 3 Punkte als Ecken besitzt. Eine ausgewogene Geldanlage befindet sich dabei in der Mitte, die Entfernung zu den Eckpunkten des Dreiecks ist also jeweils  gleich. Wünscht man sich mehr Rendite, entfernt man sich automatisch vom Ziel Sicherheit und/oder Verfügbarkeit des Geldes:

 

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Magisches Dreieck der Geldanlage: hier ausgewogene Geldanlage (Grafik: Grünes Geld GmbH)

Neue Situation durch Euro Krise: Verfügbarkeit wichtig

Im Rahmen der Immobilienkrise (2008), der Staatsschuldenkrise (2012) und der Währungskrise des Euro (2013) hat sich die Ausrichtung der Geldanlagen verändert. Der Punkt Verfügbarkeit ist besonders wichtig geworden; man möchte nicht mehr für 10, 15 oder 20 Jahre sein Geld aus den Händen geben. Denn letztlich ist die Bewertung der Sicherheit und gan z besonders, der langfristigen Sicherheit, immer schwieriger geworden. Während früher Bankkonten und Tagesgeld als sicher galten, hat die Zypern Krise 2013 gezeigt, dass auch Bankeinlagen unsicher geworden sind – dort sind rund 50% des auf Banken angelegten Geldes für viele Anleger verloren gegangen. Der erste Schuldenschnitt in Griechenland 2012 hat gezeigt, dass gleiches auch für Staatsanleihen gilt, obwohl diese zuvor als sehr sicher eingestuft waren.

Das aktuelle magische Dreieck der Geldanlage sieht deshalb für viele Anleger so aus:

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Magisches Dreieck der Geldanlage 2017 & 2018: neue Situation bei der Geldanlage (Grafik: Grünes Geld GmbH)

Geldanlage muss neu strukturiert werden, sonst verlieren Deutsche immer mehr

Bei deutschen Sparern ist die aktuelle Zins-Wirklichkeit noch nicht angekommen. Anders ist es nicht zu erklären, dass weiterhin hohe Summen an Spareinlagen, aktuell rund 2 Billionen Euro, existieren. Gerade Spareinlagen erbringen für den Geldanleger kaum noch Zinsen, oft 0 Prozent pro Jahr. Zieht man dann noch die auf die Zinsen fälligen Steuern von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent ab, ist praktisch kein Kapitalzuwachs zu erzielen. Zumindest der Wechsel von Tagesgeld auf Festgeld wäre also für die meisten Sparer ein deutlicher Zinsgewinn. Allerdings sind auch Festgelder im Moment nicht zu empfehlen, denn die Zinsen sind zu niedrig. (Festgeldalternative: Geld Grün Parken).

Steigt immer weiter: Geldvermögen der Deutschen

Die Deutschen sind ein fleißiges und reiches Volk. Obwohl die Kapitalanlage der Deutschen zu vorsichtig und rendite-arm ist, wächst das Geldvermögen kontinuierlich weiter. Der langfristige Trend, ersichtlich an der nachfolgenden Grafik der Deutschen Bundesbank seit 1990, ist intakt. Von 1,75 Billionen Euro 1990 stieg das Geldvermögen der Deutschen auf mittlerweile mehr als 5,2 Billionen Euro 2015.

Der Anstieg ist kontinuierlich und gleichmäßig. Erkennbar als kurze Unterbrechungen des Wachstumspfads sind das Platzen der sogenannten Dotcom-Blase zu Beginn des Jahrtausends und die weltweite Finanzkrise in 2008.

Geldvermögen der Deutschen steigt langsam und kontinuierlich (Grafik: Deutsche Bundesbank)

Deutsche verschenken riesige Mengen Geld auf Tagesgeldkonten und bei Festgeld

Die Deutschen legen besonders viel Wert auf den Erhalt ihrer Ersparnisse. Allerdings kümmern Sie sich wenig darum und treffen aus Unkenntnis oder Faulheit falsche Anlageentscheidungen. Milliarden Euro gehen den deutschen Sparen dadurch Jahr für Jahr durch die Lappen.   Geht man aktuell von 0,2 Prozent Guthabenzins auf einem Tagesgeldkonto im Gegensatz zu den 4,1 Prozent Rendite, die zum Beispiel in einem Rentendepot in den letzten 5 Jahren nach Kosten erzielt werden konnten, bedeutet das eine Zinsdifferenz von 3,9 Prozent pro Jahr. Bei der Anlagesumme von ca. 615 Milliarden Euro (kurzfristig) entspricht das einem Verlust der deutschen Sparer von: 23,98 Milliarden Euro jährlich.

Besser informierte Anleger schichten um

Wer diese Zahlen einmal beleuchtet und sich intensive Gedanken darüber macht, wird Tagesgeld und Festgeld meiden. Denn neben der niedrigen Verzinsung ist die Sicherheit  bei Bankeinlagen ein meist unterschätztes Risiko.

 

Noch jede Papiergeld-Währung ist wieder von der Bildfläche verschwunden, meist auf dem Wege der Inflation und damit der Geldvernichtung für den Sparer. Beispiele sind in Deutschland die Hyperinflation von 1923 oder die Entwertung der Reichsmark bis 1948. Auch Euro-Anleger haben bereits  zwei mal massiv Geld verloren: dem Schuldenschnitt Griechenlands 2012 folgte 2013 die Halbierung der Bankeinlagen, oberhalb von 100.000 Euro in Zypern.

 

Wer auf die staatliche 100.000 Euro Garantie setzt könnte ebenfalls schwer enttäuscht werden. Die entsprechenden Garantiezusagen von Bundeskanzlerin Merkel wurden nie schriftlich fixiert und sind nicht einklagbar. Die europaweit geltenden Garantien werden nicht durch die Staaten gewährt, sondern durch private Sicherungssysteme der Banken. Diese verkraften meist nur den Ausfall eines Bank-Instituts. Systemweite Krisen oder der Zusammenbruch mehrerer Banken überfordert sie praktisch immer. Dann würde möglicherweise der Staat einspringen (auf freiwilliger Basis). Dass in diesem Fall noch die 100.000 Euro Marke gelten würde, ist äußerst unwahrscheinlich. Der grüne Spitzenpolitiker Jürgen Tritin hat da eher eine schutzwürdige Größenordnung von 25.000 Euro als Schwelle abgeschätzt.   Es gilt deshalb, dass gut informierte Anleger umschichten. Weg von Festgeld, weg von Tagesgeld, hin zu schwankungsarmen Depotlösungen.

Wie legt man 10.000 Euro, 50.000 Euro oder 100.000 Euro sicher und rentierlich an?

Aufgrund der mit der Kapitalanlage verbundenen Kosten und des Informations-Aufwands sind hochwertige Geldanlagen erst ab bestimmten Schwellwerten sinnvoll machbar. Einzig wer in Holzprojekte investiert, kann bereits ab 5.000 Euro sinnvoll anlegen. Ansonsten gelten 10.000 Euro als Einstiegsgröße für eine gut diversifizierte, mit guter Sicherheit versehene Geldanlage.   Dort sind breit angelegte Investmentfonds eine gute Lösung für die meisten Anleger. Wer kurzfristig anlegen möchte und keine Schwankungen verträgt, ist mit Rentendepots gut bedient. Mittelfristig orientierte Anleger, die rund 5 Jahre Zeit mitbringen, werden bei ausgewogenen Depots fündig. Wer hingegen langfristig ab 7 Jahren anlegt und zwischenzeitliche Kurseinbrüche gut verkraftet, wird mit Aktiendepots glücklich werden.

 

 

Sichere und rentierliche Geldanlage 2017

Die Aussichten für Geldanlagen für das 2. Halbjahr 2017

Das erste Halbjahr 2017 war für die Kapitalmärkte eher gut. Die Wahlen in Europa haben rechte Tendenz eingedämmt und auch US-Präsident Trump kann besser eingeschätzt werden. Trump bleibt jederzeit ein Risikofaktor, doch Beispiele wie das Umschwenken auf die Linie seiner Berater bei der Afghanistan-Frage oder die Trennung von rechtspopulistischen Einflüssterern wie Bannon geben Hoffnung. Auch die im Wahlkampf so wichtige Mauer nach Mexiko ist weiterhin nicht begonnen.

 

Für Anleger war das 1. Halbjahr oftmals enttäuschend, das der Euro zur Mitte des Jahres rund 13 Prozent hinzugewonnen hat. Wer in Dollar notierte Aktien, Rohstoffe oder Anleihen im Depot hatte, konnte also nur von Währungs-Verlusten, nicht von Währungs-Gewinnen sprechen. Doch das wird sich mittelfristig wieder ausgleichen.

 

Wenn die schwachen Sommermonate und der September vorüber sind, sollten die Aktienmärkte bis Ende des Jahres noch leicht zulegen. Auch Gold und Rohstoffe legen leicht zu. Eine Straffung der Geldpolitik könnte in kleinen Mengen sowohl in den USA (Zinserhöhung) also auch im Euro-Raum (Rückfahren des Anleihe-Kaufprogramms) noch anstehen und die Märkte belasten.

 

Literatur und Bücher zu Geldanlagen

Van K. Tharp, D.R. Barton, S. Sjuggerud, u.a.: Sichere Wege zur finanziellen Freiheit

Max Deml: Grünes Geld: Das Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen

Stefanie Kühn: Geldanlage für Fleißige, 2. aktualisierte Auflage

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Nachhaltige Banken: Girokonto jetzt auch bei Triodos

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Seit der Wirtschaftskrise haben Nachhaltige Banken einen starken Zulauf. Viele Kunden möchten ganz genau wissen, wie mit ihrem Geld gearbeitet  und in welche Anlagen oder Projekte investiert wird. Finanzunternehmen wie die GLS Bank, EthikBank, UmweltBank oder die Triodos Bank legen sehr viel Wert auf Transparenz und arbeiten mit sogenannten „Negativ- und Positiv-Kriterien“. Das bedeutet, dass beim Einsatz des zur Verfügung gestellten Geldes ethische, soziale und/oder ökologische Aspekte zu Grunde gelegt werden. Investitionen in Rüstungs- und Atomgeschäfte sind zum Beispiel genauso ausgeschlossen, wie Spekulationen mit Lebensmitteln. Weitere, typische Ausschlußkriterien sehen wie folgt aus:

 

– Verletzung von Menschenrechten
– schlechte Arbeitsbedingungen
– Kinderarbeit
– Tierversuche
– Einsatz von Gentechnik
– umweltschädliche Arbeitsweise

 

Demgegenüber stehen positive, fördernswerte Aspekte, die je nach Unternehmen bzw. Projekt variieren können. Eine sozial-ökologische Ausrichtung ist in der Regel Grundvoraussetzung und wird ergänzt durch besonderes Engagement in punkto Klimaschutz, Bildung,  einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen oder zum Beispiel mit Förderung von entwicklungspolitischen Zielen. Bei einigen der aufgeführten Banken können die Kunden sogar ganz gezielt festlegen, in welchem Themenbereich mit ihrem Geld gearbeitet wird.

 

Kornfeld, ökologische Landwirdschaft

Die Umweltbank  finanziert ausschließlich Umweltprojekte, wie zum Beispiel ökologischen Landbau.

 

Die Banken bieten unterschiedliche Produkte an, meist von klassischen Bankprodukten über Projektbeteiligungen bis hin zu Riesterverträgen und Basisrenten. Jedoch ist die Auswahl durchaus unterschiedlich und wird kontinuierlich angepasst.

So bietet seit kurzem  auch die Triodos Bank die Möglichkeit an, ein Girokonto zu eröffnen. Damit gibt es jetzt bei drei der vier wichtigsten, nachhaltigen Banken in Deutschland die Möglichkeit, ein Girokonto zu führen. Hier die aktuellen Konditionen für Privatkunden im Vergleich:

 

 
  GLS Bank EthikBank UmweltBank Triodos Bank
Kontoführungsgebühr 2,- €/mtl.
5,- €/mtl.
kein Girokonto verfügbar 3,50 €/mtl.
Kontoführung online, telefonisch, schriftlich
online, telefonisch online, telefonisch
Bankkarte 15,- € p.a.
inklusive 15,- € p.a.
Kosten f. Online-Banking
keine keine keine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens, wem die Zinsen auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto doch zu niedrig sind, kann sich auch gerne mal ein Sicherheitsdepot von uns ansehen. Dort ist auch eine tägliche Verfügbarkeit gegeben und die Verzinsung liegt trotzdem höher. Man sollte das Geld aber schon 2-3 Jahr im Depot lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt seit Oktober 2012 Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – auch beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist.“

Antrieb Zukunft

Montag, 04. Juli 2011

Als wir am Wochende in Berlin waren, trafen wir, am Rande der Zukunftskonferenz „Antrieb Zukunft“ am 02.07.2011, auf folgendes Bild:

 

Greenpeace Protest

Greenpeace Protest vergangenes Wochenende in Berlin

Greenpeace fordert unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel zum aktiven Leadership gegen den Klimawandel auf. Dies ganz an prominenter Stelle. Direkt neben dem Hotel Adlon auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor.

 

Einige Passanten beobachteten die Aktion, bei der sich Greenpeace Aktivisten an Seilsicherungen an der Hausfassade herabließen um ein riesiges Plakat zu befestigen. Im Gebäude nebenan fand der zweite Petersberger Klimadialog statt. Frau Merkel und 35 Minister wollen bei ihrem Treffen neue Wege finden, wie die imens angestiegenen Klimakillergase bis Ende dieses Jahrzehnts deutlich verringert werden können. Das Treffen dient auch als Abstimmung der EU Teilnehmer für die Weltklimakonferenz in Durban im Dezember 2011.

 

Wenn die EU gemeinsam mit China, Indien und Brasilien mit ehrgeizigeren Klimaschutzzielen aufwarten würde, könnte vielleicht sogar der Klimasünder USA zum Umdenken bewogen werden. Noch immer weigern sich die USA das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen und stellen sich damit weiter gegen ein rechtsverbindliches Abkommen.

 

Für alle die nicht auf unsere Politiker warten wollen und aktiv etwas gegen den Klimawandel tun möchten. Hier eine hochinteressante Möglichkeit:

Spannend bleibt was Bolivien und Equador in die Klimaverhandlungen in Durban, Südafrika einbringen werden. Diese beiden Länder sind die einzigen weltweit, die die Natur und Mutter Erde verfassungsrechtlich geschützt haben.

 

Während man bei uns und den meisten Staaten immer noch darüber nachdenkt den Schaden zu begrenzen, wagen diese beiden Länder ein neues positives Denken. Buen Vivir – ein gutes Leben ist eben mehr als Schadensbegrenzung bei Umweltverschmutzung und Wohlstand aufgrund BIP – Zuwächsen.