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Wie kann ich 30.000 Euro sinnvoll investieren?

Montag, 30. Oktober 2017
Zusammenfassung: Viele Anleger stehen plötzlich vor der Entscheidung, Geld anlegen zu müssen. Aber die Banken zahlen keine Zinsen mehr. Am Beispiel 30.000 Euro Anlagesumme zeigen wir interessante Möglichkeiten zur sauberen und rentierlichen Geldanlagen auf.

 

Ein Vertrag läuft aus oder eine Erbschaft kommt und schnell stellt sich die Frage: wie kann ich Geld in der heutigen Zeit sinnvoll anlegen? Zum Beispiel 30.000 Euro.

 

Aus dem sogenannten risikolosen Zins – also den Zinsen auf Staatsanleihen oder Bankeinlagen – wurde längst das zinslose Risko; es gibt nämlich keine (spürbaren) Zinsen mehr, während spätestens seit der Finanz- und der Euro-Krise klar ist, dass auch Staaten und große Banken insolvent werden können.

 

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Monatssparen – Die einfache Art der Geldanlage

Freitag, 15. September 2017
Zusammenfassung: Sparen gilt als Tugend. Aber lohnt sich Sparen noch zu Zeiten des Niedrigzinses? Die Antwort lautet „jein“, denn Sparbuch & Co. haben in der Tat ausgedient. Dafür gibt es mittlerweile vielfältige Angebote, die monatliches Sparen attraktiv machen und gleichzeitig nachhaltig wirken.

 

 

Sparen hat teilweise an Glanz verloren.

Sparen oder nicht sparen – eine schwierige Frage in Zeiten des anhaltenden Niedrigzinses. Selten war es schwieriger, zwischen Vernunft und Spaß abzuwägen. Denn die alte Weisheit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, verliert sehr an Reiz, wenn das Ersparte am Ende weniger Wert ist als vorher. Schließlich ist die Motivation zur Sparsamkeit, für unvorhersehbare Situationen und das Alter vorzusorgen. Wenn Sparen allerdings bedeutet, heute zu verzichten und morgen dennoch wenig zu haben, dann muss Sparen neu gedacht werden.

 

Banken und Fondsgesellschaften bewerben seit je her regelmäßig ihre Sparangebote. Dennoch haben auch Ökonomen die vermeintliche Tugend Sparen durchaus kritisch gesehen. So erklärte der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass Sparen zu einer Rezession führen kann, denn ohne Konsum werden weite Teile der Wirtschaft lahm gelegt. Dagegen steht die Ansicht, dass gespartes Geld bei den Banken im Wirtschaftskreislauf erhalten bleibt und so beispielsweise Kredite ermöglicht.

 

 

Sparen – schwierig aber erstrebenswert

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant konstatierte, dass Sparsamkeit keine Tugend sei, denn zum Sparen gehöre weder Geschicklichkeit noch Talent. Kant würde sich jedoch wundern, wenn er heute eine Sparentscheidung zu treffen hätte, denn von Einfachheit ist seit einigen Jahren kaum noch etwas zu bemerken. Wer heute Geld sparen will, muss sich genau überlegen, wie das zurückgelegte Geld in einigen Jahren an Wert gewinnt und nicht verliert.

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz, Sparen ist und bleibt ein Thema, dass die Deutschen bewegt und auch weiterhin als erstrebenswert gilt. Nicht umsonst ist Deutschland wahrscheinlich das einzige Land auf der Welt, in dem es mit rund 90 Millionen Lebensversicherungen mehr Policen gibt, als Einwohner. Denn Sparen vermittelt Sicherheit und Unabhängigkeit.

 

Dass Sparen so extrem unattraktiv geworden ist, kratzt entsprechend am Selbstbewusstsein einer gesamten Gesellschaft. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ging gar soweit, deutschen Sparern zu unterstellen, dass sie ihr Geld schlichtweg ohne Zins und Verstand horten. Ein harsches Urteil, angesichts der mehr als zehn Millionen staatlich geförderter Riester-Verträge, die kaum Gewinn abwerfen – jedoch nicht ganz von der Hand zu weisen.

 

Was ist also zu tun? Der „Spiegel“ sieht  ein gesellschaftliches Problem, wenn immer mehr Menschen mit ihren Sparplänen scheitern und von der Altersarmut  bedroht sind. Entsprechend stehe die Politik in der Verantwortung.

 

 

Ein erfolgreicher Sparer – geht das überhaupt?

Erfolgreiches Sparen bedeutet, dass das zurückgelegte Geld nicht nur werterhaltend sondern auch wertsteigernd angelegt wird. Bedingt durch die anhaltende Niedrig- bis Nullzinsphase stehen Sparwillige jedoch vor einer neuen Herausforderung, denn mit dem einfachen Sparbuch ist es längst nicht mehr getan.

 

Sparplan statt planlos!

Auch der Vogelstrauß steckt nicht (immer) den Kopf in den Sand.

Dennoch sollten sich Sparer durch die komplexen Veränderungen im Finanzbereich nicht verunsichern lassen und den Kopf in den Sand stecken. Denn ein solider Sparplan ist auch ohne Wirtschaftsstudium möglich. Mit einem passenden und solide ausgearbeiteten Sparplan können die Einzahlungen individuell gestaltet werden, eben so, wie es das persönliche Budget und die aktuelle Lebenssituation zulässt.

 

Auch die Dauer des Sparens kann flexibel auf die individuellen Ziele angepasst werden. Soll das Sparvermögen beispielsweise für eine spätere Altersvorsorge dienen, ist eine langfristige Planung sinnvoll.

 

A und O eines soliden Sparplans ist die regelmäßige Einzahlung. Mit dem Sparguthaben werden unterschiedliche Fondsanteile erworben. Bei niedrigen Preisen im Markt werden mehr Anteile erworben, bei höheren Preisen wenige. Damit wir ein günstigerer durchschnittlicher Preis erzielt, als bei einem „Großeinkauf“.

 

 

Die goldenen Regeln des Sparens

Mit einem soliden Sparplan kann die Bildung von langfristigen Rücklagen losgehen. Dabei ist es jedoch auch wichtig darauf zu achten, dass der Plan den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht. Daher bei einem Sparvorhaben folgende Fragen vorab geklärt werden:

 

  • Erst Rücklagen bilden, dann Sparvermögen Aufbauen
    Wer gerade erst mit dem Sparen beginnt, sollte seine Pläne nicht unterbrechen, weil unvorhergesehene Anschaffungen gemacht werden müssen. Daher bietet sich die alte Faustregel an, drei Monats-Nettoeinkommen als Rücklage schnell verfügbar zu halten. Wenn diese Basis stimmt, kann mit dem langfristigen Sparen begonnen werden.

 

  • Wie viel Geld kann und will ich monatlich sparen?
    Sicher fällt das spätere Sparvermögen höher aus, wenn höhere Summen regelmäßig gespart wurden. Es ist jedoch auch nicht sinnvoll, sich im hier und jetzt in eine finanzielle Schieflage zu bringen.

 

  • Welche Summe soll erreicht werden?
    Ziele setzen und realistisch bleiben, lautet hier die Devise. Wie hoch das Sparvermögen in einigen Jahren ausfallen soll, ist allerdings von vielen individuellen Faktoren abhängig. Hier sollten sich Sparer ausführlich informieren, um beispielsweise Versorgungslücken zu ermitteln.

 

  • Wie lange wird gespart?
    Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Sparen. Generell gilt hier die Faustregel, je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto niedriger können die monatlichen Beiträge ausfallen um eine bestimmte Summe zu erreichen. Hier wirkt sich der Zinseszinseffekt positiv aus.

 

 

Keine Pauschallösung in Sicht

Wer diese Fragen für sich geklärt hat, steht noch vor einer weiteren Entscheidung: Welche Faktoren sind mir beim Sparen wichtig? Steht die Sicherheit im Vordergrund der Handlung oder das solide Wachstum des Sparvermögens. Oder eine Mischung aus Beidem. Wie auch immer ein one-size-fits-all-Lösung gibt es auch hier nicht.

 

Ein Produkte, das allen passt, gibt es selten.

 

Schade? – Eigentlich nicht, denn es gibt zwar keine Einheitslösung, wohl aber eine breite Palette an individuellen Möglichkeiten. Tipp: die meisten finden sich bei einer ausgewogenen Variante, unserem Musterdepot Balance wieder. Ab 5 Jahren Anlagedauer bei guter Sicherheit und interessanten Renditen im Bereich 4 bis 6 Prozent jährlich. Erfahren Sie mehr zum Musterdepot Balance.

 

 

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Die Welt befindet sich in Bewegung, sichere Prognosen für die Zukunft werden immer schwieriger. Unter diesem Eindruck wünschen sich viele Sparer eine sichere Art der Geldanlage.

 

Hier bietet das Sicherheit Monatssparen von Grünes Geld eine gute Lösung. Das Konzept ist einfach und überzeugend. Monatlich werden mindestens 100 Euro im Musterdepot angespart. Die empfohlene Mindestlaufzeit beträgt drei Jahre.

 

Das Musterdepot Sicherheit Monatssparen basiert auf rund 500 nachhaltigen Wertpapieren (Festverzinsliche und Aktien). Durch die breite Streuung über mehrere Nachhaltigkeitsfonds ist das Depot besonders sicher aufgestellt. Das macht sich bei der jährlichen Rendite bemerkbar. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieses Depot mit durchschnittlichen 4,7 Prozent Rendite rentabel entwickelt.

 

Konkret bedeutet das, dass ein Sparer aus monatlichen 300 Euro über zehn Jahre hinweg mit einem Sparvermögen von mehr als 45.000 Euro (gemäß BVI-Methode) rechnen kann. Ein Ergebnis, das sich positiv von den Zinsergebnissen aus Sparbüchern und Tagesgeldkonten abhebt. Gleichzeitig verfügt das Monatssparen Sicherheit über eine hohe soziale und ökologische Wirkung.

 

 

Im Gleichgewicht bleiben

Ausgewogenheit – fair und beruhigend.

Wer spart, setzt generell auf Sicherheit. Wie stark jedoch das Sicherheitsbedürfnis ist, hängt vom Anlegertyp ab. Für viele Sparer ist daher der Mittelweg in der Tat der Weg, der zum einen ausreichende Sicherheit und zugleich auch eine profitable Rendite verspricht.

 

Hier bietet sich das Balance Monatssparen von Grünes Geld an. Auch hier beginnt die monatliche Sparanlage bei 100 Euro. Um die avisierte Rendite zu erreichen, empfiehlt sich eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren, um den Zinseszins-Effekt optimal ausnutzen zu können. Es gibt jedoch keine vorgeschriebene Vertragslaufzeit, Sparer können jederzeit auf ihr Geld zugreifen oder über die empfohlene Laufzeit hinaus weiter sparen.

 

In den vergangenen fünf Jahren belief sich die Rendite im Musterdepot Balance Monatssparen auf durchschnittlich 7,8 Prozent. Wer also über zehn Jahre hinweg monatlich 300 Euro anlegt, kann mit einem Sparvermögen von rund 54.000 Euro rechnen.

 

Auch das Musterdepot Balance Monatssparen baut auf Nachhaltigkeit und kann eine hohe soziale und ökologische Wirkung für sich verbuchen. Das Geld wird dabei in einem Portfolio von mehr als 500 nachhaltigen Staaten und Unternehmen weltweit gestreut.

 

 

Wenn es etwas mehr sein darf …

Monatssparen ist einfach und bequem!

Monatssparen ist einfach und bequem. Wenn einmal der passende Sparplan gefunden wurde, läuft alles eigentlich wie von selbst. Dafür bleiben die Erträge aber auch hinter den Ergebnissen anderer Geldanlagen zurück? – Nicht unbedingt! Denn auch mit Monatssparen kann eine durchschnittliche Rendite von 8,9 Prozent erreicht werden.

 

Das Musterdepot Wachstum Monatssparen von Grünes Geld beispielsweise, setzt auf voll auf den Cost-Average-Effekt und nutzt diesen optimal aus, um mit einer längeren Laufzeit – empfohlen sind mindestens sieben Jahre – mögliche Schwankungen optimal auszugleichen.

 

Entsprechend verfügt das Musterdepot Wachstum Monatssparen über einen höheren Aktienanteil. Hier wirken Geduld und Erfahrung. Bei niedrigen Kursen werden viele Anteile gekauft, bei hohen wenige. Selbstverständlich kommen auch hier nur nachhaltige Staaten und Unternehmen zum Zug. Für eine gleichmäßige Wertentwicklung sorgt außerdem noch eine Beimischung festverzinslicher Wertpapiere.

 

Wer sich über zehn Jahre hinweg für einen monatlichen Sparbetrag von 300 Euro entscheidet, kann mit einem Sparvermögen von rund 57.000 Euro rechnen. Eine sehr gute finanzielle Rendite und zugleich ein positiver Beitrag zur ethischen und ökologischen Entwicklung der Welt.

 

 

Sparen – der bewusste Umgang mit Ressourcen

Wer spart, geht bewusst mit seinem Geld um und versucht, auch morgen noch über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen. Wer so an seine Zukunft denkt, sollte auch einen Schritt weiter denken und die globale Entwicklung mit in seinen individuellen Sparplan einbeziehen. Denn Monatssparen kann nachhaltig wirken. Auch nachhaltige Fonds mehren das Sparvermögen und setzen das Geld darüber hinaus da ein, wo es eine positive soziale, ökologische oder klimaschonende Wirkung zeigt.

 

Wer also mit gutem Gewissen und guten Ergebnissen sparen will, sollte auf die Angebote von Finanzdienstleistern zurückgreifen, die Erfahrung und Expertise aufweisen können, wie beispielsweise Grünes Geld. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der ethischen und ökologischen Geldanlagen.

 

Dabei greifen die Experten von Grünes Geld zum einen auf ihre umfangreiche Kenntnisse des Marktes für nachhaltige Geldanlagen zurück, zum anderen nutzen die Berater die umfangreichen Methoden wie beispielsweise Ausschlusskriterien („Blacklist“), Positivauswahl („Whitelist“) oder den Best-in-Class-Ansatz, bei dem in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird.

 

Damit kann sichergestellt werden, dass Sparvermögen nicht durch Umweltzerstörung, Ausbeutung und Krieg erwirtschaftet wird. Genauso wichtig wie die Marktkenntnis ist aber auch die Menschenkenntnis. Daher ist eine Analyse der Kundenbedürfnisse eine essentielle Voraussetzung für die passende Lösung. Finden Sie mit uns Ihre passende Lösung und machen sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Banken und Finanzberater: Augen auf bei der Partnerwahl

Freitag, 12. Mai 2017
Zusammenfassung: Die Auswahl an Banken und Finanzberatern ist mittlerweile unübersichtlich und wächst weiter an. Der Markt bietet damit für jeden Kunden- und Anlegertyp das passende Angebot, allerdings ist es nicht immer leicht, den passenden Anbieter zu finden. Daher ist es gut, wenn Kunden genau wissen, was sie von ihren Finanzpartnern erwarten. Das gilt für Sicherheit und Ertrag der Anlage genauso wie für ethische und ökologische Werte.

 

Ohne Bankverbindung lässt sich das tägliche Leben nicht regeln.

Der Kolumnist Max Goldt beschrieb vor gut einem viertel Jahrhundert den Umgang mit Geld als das Einfachste auf der ganzen Welt. Er empfahl höchstens soviel Geld vom Konto abzuheben, wie darauf verfügbar sei und am Ende des Monats den Rest auf das Sparbuch übertrage. Dann, so Goldt, gäbe es keine Scherereien.

 

Wir wissen nicht, wie Goldt aktuell mit der Verwaltung seine persönlichen Finanzen verfährt, es ist jedoch sicher anzunehmen, dass auch er sich von dieser simplen Lösung verabschiedet hat, denn das ehemals grundsolide Sparbuch hat durch die Zinsentwicklung ausgedient und ist höchstens noch für Menschen zu empfehlen, die ihr Geld als Alternative im Safe oder unter dem Kopfkissen aufheben würden.

 

Während früher ein einfaches Konto und Sparbuch für viele Menschen ausreichte, hat sich das Leben in den vergangenen Jahrzehnten rapide verändert. Viele Impulse haben zu dieser Veränderung beigetragen. So hat die Rentenreform neue Anforderungen an die Arbeitnehmer gestellt, sich eigenverantwortlicher um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Auch die Begeisterung für Aktiengeschäfte ab Mitte der neunziger Jahre, die Einführung der Volksaktie und der Börsenboom und die anfänglichen Erfolge am Neuen Markt haben das Interesse an der Finanzwelt in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt.

 

 

Finanzwelt durchdringt den Alltag

Finanzprodukte außerhalb des üblichen Menüs aus Konto, Sparbuch, festverzinslichen Wertpapieren und Bausparvertrag feierten jetzt einen Siegeszug in die Haushalte. Waren Wertpapiergeschäfte bis dahin nur undurchsichtige Aktivitäten von Yuppies und Wohlhabenden, avancierten Börsenkurse in den späten neunziger Jahren zum allgemein akzeptierten Gesprächsthema. Nach dem Hype folgte mit dem raschen Abflauen vieler Börsenwerte eine Rückbesinnung auf sichere und solide Finanzanlagen.

 

Dennoch hatte diese Entwicklung dazu geführt, dass die Dienstleistungen von Banken und Beratern nun von Kunden aus nahezu allen Bevölkerungsschichten nachgefragt wurden.

 

 

Die Qual der Wahl – das richtige Bankkonto

Ein Bankkonto ist die Basis sämtlicher Geldgeschäfte. Um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, ist eine Bankverbindung mittlerweile unerlässlich. Daher hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr das Recht auf eine Kontoverbindung festgeschrieben und damit die Grundlage für ein sogenanntes Basiskonto auf Guthabenbasis geschaffen.

 

Gewinnaussichten mit hohen Risiken – Spielbank sind keine soliden Finanzpartner.

Wer heute ein Konto eröffnen will, steht vor einer nahezu unüberschaubaren Menge von Angeboten. Daher ist es wichtig, im Vorfeld zu überlegen, welche Kriterien das Konto erfüllen soll. Wem ein dichtes Filialnetz mit persönlicher Beratung wichtig ist, wird sich eher für die altbekannten Banken und Sparkassen entscheiden. Wer mehr auf Online-Banking setzt, kann aus den Angeboten der traditionellen Anbietern und der speziellen Online-Banken wählen. Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist, ob die Bank auch die Depotführung für Wertpapiergeschäfte übernehmen soll und ob Beratungsleistungen zum Vermögensaufbau beziehungsweise zur Vermögensverwaltung in Anspruch genommen werden. Gerade bei der Eröffnung des ersten Kontos sind darüber hinaus auch die Gebühren für die Kontoführung sowie für Karten und die Höhe es Kreditrahmens ein entscheidendes Kriterium.

 

Generell geht der Trend zum Führen von mehreren Girokonten. Das bringt zwar auch für den Kunden einen Mehraufwand an Verwaltung mit sich. Vielfach lassen sich so jedoch auch alltägliche Dinge in Familie und Partnerschaft leichter trennen und übersichtlich gestalten.

 

 

Geld und Ethik – Gegensätze überwinden

In den 1980er Jahren empörten sich viel Menschen über die Geschäfte der Deutschen Bank mit dem südafrikanischen Apartheitsregime. Sicher büßte die Bank einige Kunden ein und musste bei ihren Aktionärsversammlungen Vertretern der Kritischen Aktionären Rede und Antwort stehen, generell war der Bankenwechsel früher jedoch für Kunden um einiges aufwändiger als heute – zudem waren die Alternativen sehr übersichtlich. Das hat sich heute grundlegend geändert.

 

Nachhaltigkeit hat sich zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Trends der letzten Jahren entwickelt. Entsprechend sind die Ansprüche der Kunden gestiegen. Dabei endet die Orientierung an ökologischen und ethischen Werten längst nicht mehr beim Kauf von Bio-Lebensmitteln, der Nutzung von Ökostrom und der Bevorzugung fair produzierter Textilien. Auch Banken und Finanzdienstleister müssen sich an diesen Kriterien messen lassen und durch eine transparente und nachhaltige Unternehmenspolitik das Vertrauen ihrer Kunden immer wieder aufs Neue verdienen.

 

 

Bankgeschäfte erschüttern Kundenvertrauen

Keine undurchsichtige Krötenwanderung: ethische und ökologische Geldanlagen.

Kunden sind sich ihrer gewachsenen wirtschaftlichen Macht bewusst und erteilen verstärkt konventionellen Banken eine Absage. Gestärkt durch vielfältige Informationsquellen sind die Argumente gegen viele Großbanken gefestigt und basieren nicht auf einer diffusen Ablehnung gegen das „Kapital“. Eines der Hauptargumente gegen führende Banken bleibt dabei – leider bereits seit vielen Jahren – deren globale Waffengeschäfte und damit die direkte Unterstützung von Kriegen und Krisen weltweit. Ein weiteres K.O.-Kriterium bei der Auswahl eines nachhaltig arbeitenden Geldinstituts ist die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen, die zu Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöten in vielen Regionen der Welt führt. Wenig Voraussicht beweisen auch viele Banken noch, wenn es um Investitionen in Risiko-Technologien geht. Noch immer sehen viele Banken große Atomkonzerne und Betreiber von Kohlekraftwerken als wichtige Geschäftspartner. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen wie die Energiewende sollten jedoch auch von der Finanzwelt nicht ignoriert werden. Denn im Zuge einer nachhaltigen Entwicklung verändern sich auch die Geschäftspartner und deren Ansprüche und Ziele. Wer hier weiter nur auf bestehende Netzwerke setzt, kann schnell den Anschluss verlieren.

 

Neben den ethischen und ökologischen Bedenken bei den Finanzgeschäften der konventionellen Banken, stören sich aber auch immer mehr Menschen an den generell wenig sozialen Geschäftspraktiken. Immer mehr Berichte über undurchsichtige Verstrickungen in Schattenfinanzplätzen, Steuerhinterziehungen und nicht zuletzt die Enthüllungen durch die sogenannten Panama Papers haben selbst das Vertrauen langjähriger Kunden erschüttert.

 

 

Alternativen zu den traditionellen Banken

1984 gründete sich in der Bankenmetropole Frankfurt die Ökobank als eingetragene Genossenschaft. Ihr Ziel war es, als Finanzdienstleister Partner für alternative Unternehmen zu sein und Entwicklungsförderung in der Dritten Welt zu betreiben. Diese Geschäftsbereiche wurden damals von den großen Banken nicht abgedeckt. Die Ökobank geriet Anfang des Jahrhunderts in finanzielle Schieflage und gab ihre Geschäfte 2003 auf. Generell stellt jedoch die Geschichte der Ökobank die Inspiration für die heute aktiven grünen Banken und auch für die Nachhaltigkeitsbestrebungen einiger regionaler Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken dar.

 

Aktuell sind drei alternative Banken mit einem alltagstauglichen Angebot für Privatkunden im Markt aktiv: Die GLS Bank, die Ethikbank sowie die Triodos Bank. Alle drei Anbieter fühlen sich sozialen und ökologischen Werten verpflichtet, berichten transparent zu ihren Aktivitäten und veröffentlichen die Ausschluss- und Positivkriterien ihre Investments. Ihren Kunden bieten die alternativen Geldinstitute neben Girokonten und Kreditkarten auch die kostenlose Nutzung ausgewählter Geldautomaten, beispielsweise von Volks- und Raiffeisenbanken und der Sparda-Bank. Darüber hinaus werden Tages- und Festgeldkonten, sowie unterschiedliche Investmentfonds, Wertpapiere und Altersvorsorgeprodukte angeboten.

 

 

Bankenwechsel erleichtert

Kunden, die zu einer grünen Bank wechseln möchten, haben es seit dem vergangenen Jahr besonders leicht. Denn seit September des letzten Jahres sind Banken gesetzlich verpflichtet, ihren Kunden beim Wechsel zu helfen, so dass die Umstellung im Allgemeinen nach zwei Wochen vollständig durchgeführt wird. Die alte und die neue Bank erhalten dafür von ihrem Kunden den Auftrag zum Kontowechsel. Die neue Bank fordert dann sämtliche Daten von der alten Bank an und übernimmt diese in ihren Systemen. Da sämtliche Zahlungen der vergangen 13 Monate übermittelt werden, fallen auch jährlich geleistete Beiträge und Zahlungen nicht durch das Raster. So werden Unterbrechungen von Daueraufträgen und Lastschriftmandaten vermieden und die alltäglichen Geldgeschäfte laufen reibungslos weiter, denn die neue Bank informiert Zahler wie Zahlungsempfänger gleichermaßen über die neue Bankverbindung.

 

 

Bankenunabhängige Finanzberater – eine sinnvolle Ergänzung

Auch wer sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu einem Bankenwechsel durchringen kann oder will, kann sein Geld sinnvoll und nachhaltig anlegen. Denn eine Hausbank ist längst nicht mehr der alleinige Anbieter von Finanzprodukten. Bankenunabhängige Berater bilden eine wichtige Ergänzung im Bereich der Finanzdienstleistungen.

 

Gute Finanzberater bieten keine Standardlösungen sondern Kundenorientierung.

Die Zeiten von relevanten Zinserträgen für Konto- und Sparbuchguthaben sind endgültig vorbei. Moderne Geldanlage mit interessanten Erträgen erfordert allerdings auch von Sparern und Anlegern mehr Einsatz als früher. Gut, wer sich dann auch in diesem Bereich auf einen kompetenten Partner verlassen kann. Die Beratung durch einen unabhängigen Anbieter ist für alle Anleger sinnvoll, die ihr Geld ethisch und ökologisch anlegen wollen oder nach diesen Kriterien ein Vermögen aufbauen möchten. Wichtig dabei ist natürlich, dass sich Kunde und Berater auf Augenhöhe begegnen und die gleichen ethischen und ökologischen Werte teilen. Ein erfahrener Finanzberater wird dann gemeinsam mit seinem Klienten Ziele definieren und abwägen, welche Investments für den jeweiligen Anlegertypus in Frage kommen.

 

„Offenheit und Vertrauen sind hier das A und O einer guten Beratung“, weiß Gerd Junker, Gründer und Geschäftsführer von Grünes Geld. „Je mehr wir über unserer Kunden wissen, desto besser können wir die passende Anlagestrategie bestimmen. Beispielsweise gibt es auch vegane Finanzprodukte, bei denen Investments in Tierhaltung völlig ausgeschlossen werden. Um hier sinnvolle Empfehlungen auszusprechen, müssen wir nicht nur die finanziellen Verhältnisse sondern eben auch persönliche Überzeugungen kennen“, so Gerd Junker.

 

 

Aus diesem Grund ist das Beratungsgeschäft auch in Zeiten von Vergleichsportalen anspruchsvoll und spannend, denn ein erfahrener Finanzdienstleister bietet mehr als eine Renditeprognose für die kommenden drei Jahre. Kunden benötigen passgenaue Lösungen, denn stehen spezielle Präferenzen von Anfang an fest und ist klar, wie sicherheitsbewusst beziehungsweise risikofreudig der Kunde ist, kann eine solide und langfristige Anlagestrategie entwickelt werden, die nur noch bei Veränderungen leicht korrigiert werden muss.

 

So findet jeder Kunde ein Investment, das sowohl seinen persönlichen Werten entspricht, als auch generell für eine ethische und ökologische Entwicklung Eintritt. Um das zu gewährleisten werden zum einen entsprechende Projekte gefördert, beispielsweise durch die Vergabe von Mikrokrediten oder bei der Förderung von umwelt- und klimaschädlichen Maßnahmen. Zum anderen werden Investitionen in problematischen Bereichen konsequent ausgeschlossen, beispielsweise Atomkraft, Waffenhandel oder Gentechnologie.

 

Anleger, denen ökologische und soziale Werte wichtig sind und ihr Geld dennoch ertragreich investieren wollen, sind bei Spezialisten wie Grünes Geld an der richtigen Adresse, denn Grünes Geld bietet mehr als 300 interessante Geldanlagen für die unterschiedlichsten Anlegertypen.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Sparen der Zukunft: Nachhaltige Geldanlagen

Dienstag, 12. Juli 2016
Zusammenfassung: Sparen ist schwierig geworden in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses. Einfache Sparmodelle mit geringem aber sicherem Ertrag gehören der Vergangenheit an. Wer jetzt sparen will, sollte nachhaltige Geldanlagen ins Auge fassen.

 

 

Sinnbild des Sparens schlechthin. Aber eine gute Geldanlage war das Sparschwein nie.

Sinnbild des Sparens schlechthin. Aber eine gute Geldanlage war das Sparschwein nie.

Sparsamkeit wird schon seit der Antike von vielen Philosophen als Tugend gesehen. Weitergetragen wird der Gedanke durch das Christentum, in der Reformationszeit besonders durch den Schweizer Johannes Calvin, der mit der Betonung der Werte Sparsamkeit und Fleiß die Arbeitsethik des Protestantismus und damit den modernen Kapitalismus entscheidend prägte. Sparsamkeit gilt auch als eine der klassischen preußischen Tugenden und bis heute als „typisch deutsch“.

 

Allgemein ist Sparsamkeit ein neutraler Begriff, der den maßvollen Umgang mit Geld aber auch mit Dingen beschreibt. Sparsamkeit bezeichnet damit die ausgewogene Strategie zwischen Geiz und Verschwendung.

 

Wer spart, denkt an die Zukunft. Das kann zum einen das Sparen für einen bestimmten Zweck sein, wie beispielsweise für eine Reise, eine größere Anschaffung oder für den Bau beziehungsweise Kauf eines Eigenheims. Zum anderen vermittelt ein Sparvermögen Handlungsfreiheiten für unvorhersehbare Ereignisse in der Zukunft. Etwas auf der sprichwörtlichen „hohen Kante“ vermittelt Sicherheit. Schließlich weiß niemand genau, was die Zukunft bringt.

 

Der klassische Ansatz in der Wirtschaftswissenschaft erklärt, dass dann gespart wird, wenn der Sparer durch die Zinsen für seinen Konsumverzicht entschädigt wird. Ein sehr einfaches Modell, dem der britische Volkswirtschaftler John Maynard Keynes Anfang des 20. Jahrhunderts widersprach. Keynes sieht Voraussicht und Vorsicht als entscheidende Sparmotive. Zum einen geht es darum, mehr oder weniger sichere zukünftige Ereignisse finanziell planbar zu machen, zum Beispiel die Altersvorsorge oder die Ausbildung der Kinder. Zum anderen sollen unvorhersehbare zukünftige Ereignisse finanziell abgefedert werden. Doch Sparen ist schwierig geworden in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses.

 

 

Sicherheitsbewusste Sparer haben es schwer

Wer vorausschaut, an die Zukunft denkt und eine sichere Sparmöglichkeit sucht, muss sich eine Strategie überlegen, sein Geld sinnvoll anzulegen. Die althergebrachten Rezepte wie Bundesanleihen und das allseits beliebte Sparbuch haben an Attraktivität stark eingebüßt.

 

Seit der Einführung von Sparbüchern vor rund zweihundert Jahren erfreute sich diese Anlageform bis vor Kurzem einer breiten Beliebtheit, schließlich handelt es sich hier um eine leicht verständliche Sparform. Der Sparer verleiht sein Geld an die Bank und erhält Zinsen, die Bank verleiht Geld und erhält Zinsen vom Kreditnehmer. Doch die fallenden Zinsen haben dieses einfache Modell zerstört. Wer also weiter auf leicht nachvollziehbare Modelle setzt, wählt Tagesgeldkonten mit etwas höheren Zinsen. Eine Möglichkeit der Geldaufbewahrung, nicht aber der Geldanlage.

 

Jahrzehntelang standen Bundesanleihen vom Staat bei sicherheitsbewussten Anlegern als seriöse Geldanlage weit oben auf der Beliebtheitsskala. Die Zinsen waren zwar vergleichsweise niedrig, flossen aber zuverlässig. Im letzten Monat wurden nun viele Anleger durch die Meldung erschüttert, dass sie jetzt praktisch Gebühren dafür zahlen, dem Staat Geld zu leihen.

 

 

Vom Sparer zum Zocker?

Die einfachen Sparmodelle mit geringem aber sicherem Ertrag gehören der Vergangenheit an. Seit den neunziger Jahren wurden sie zunehmend von aktienbasierten Anlagemodellen abgelöst. Mit der Einführung der sogenannten Volksaktie der Deutschen Telekom 1996 und den zahlreichen Börsengängen der New Economy rückte die Börse auch für kleine und mittlere Privatanleger in den Fokus. Zu verlockend waren die Möglichkeiten, hier reich zu werden. Doch auf den Börsen-Hype folgte der Crash und damit verbunden die Frage, wie eine sinnvolle Anlagestrategie aussehen kann.

 

 

Konsum statt Sparen?

Konsumieren statt sparen - keine nachhaltige Strategie.

Konsumieren statt sparen – keine nachhaltige Strategie.

„Und dann hau‘ ich mit dem Hämmerchen mein Sparschwein, mein Sparschwein kaputt . . .“ So sang Chris Howland 1961 in seiner bekannten Hämmerchen Polka. Wie Howland halten es viele derzeit. Die Konsumstimmung ist positiv. „Shoppen statt sparen“ lautet die Devise.

 

Laut dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK befinden sich aktuell die Bundesbürger in einem Kaufrausch. Ökonomen sehen hier aber auch ein kurzfristiges Phänomen, dass durch angekündigte Tarif- und Rentenerhöhungen bedingt wird. Und altbekannt ist auch die Erkenntnis, dass auf Rausch Katerstimmung folgt.

 

Umweltfreundliche Produkte fristen zwar vielfach noch ein Nischendasein, die Branche befindet sich aber durchaus im Wachstumsbereich. Wer seiner Shopping-Laune nachgeben will und an die Umwelt denkt, findet hier sicher viele Dinge, die sinnvoll sind und Freude machen. Nachhaltiges Shoppen bedeutet aber immer auch, über den langfristigen Nutzen nachzudenken und Alternativen mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Verzicht auf Unnötiges, stattdessen Geld längerfristig und nachhaltig anzulegen – ein durchaus reizvolles Kontrastprogramm.

 

 

„Der oberste Zweck des Kapitals ist nicht, mehr Geld zu schaffen, sondern zu bewirken, dass das Geld sich in den Dienst der Verbesserung des Lebens stellt.“ Henry Ford

 

 

Vom nachhaltigen Shoppen zum nachhaltigen Anlegen

Wer in die Zukunft investieren will, sollte stets auch globale Umweltfaktoren mit einplanen, denn was nutzt ein Anlagevermögen in einer Welt, in der es keine gesunde Luft, kein sauberes Wasser und keine schadstofffreien Lebensmittel mehr gibt?

 

Konventionelle Finanzberater berücksichtigen vielfach nur drei Faktoren: Zum einen, wie schnell angelegtes Geld wieder verfügbar ist (Liquidität). Zweitens, wie hoch die zu erwartenden Erträge sind (Rentabilität) und schließlich, wie sicher diese Art der Geldanlage ist (Risiko). Verantwortungsvolle Anleger sollten drüber hinaus auch noch mitberücksichtigen, welche Konsequenzen ihre Geldanlage für Mensch und Umwelt hat (Nachhaltigkeit).

 

Persönliche ethische Kriterien können so auch mit der Geldanlage verbunden werden. Etwa durch die Unterstützung von Unternehmen, die sich dem fairen Handel, dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und er Förderung regenerativer Energien verpflichtet sehen.

 

 

Ökonomie und Moral schließen einander nicht mehr aus

Wer sein Geld nachhaltig anlegen will, benötigt eine gute und umfassende Beratung und einen detaillierten Einblick, welche sozialen, ethischen und ökologischen Aspekte die angebotenen Anlageprojekte genau berücksichtigen. Obgleich die Faktoren des klassischen Renditedreiecks bei nachhaltigen Anlagen erst an zweiter Stelle stehen, haben viele Anlageprojekte beim Thema Rendite genauso gut abgeschnitten wie konventionelle Investments.

 

Die Finanzberatung Grünes Geld GmbH überprüft ihre Projekte regelmäßig nach ethischen und ökologischen Kriterien. Anleger können bei ihren Investments die Themenschwerpunkte auswählen, die ihnen besonders am Herzen liegen. So gehen sie sicher, dass ihr Geld nur bei Unternehmen landet, die auch verantwortlich handeln. Dadurch wird der Einfluss dieser Unternehmen gesteigert und das Anlagekapital wächst. Sicher erfordert das Sparen durch nachhaltige Geldanlagen etwas mehr Zeit und Überblick als das einfache Sparbuch von früher. Doch durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den unabhängigen Finanzberatern, bietet dieses Sparen einen positiven Effekt für das persönliche Vermögen und für Umwelt und Klima.

 

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes Geld

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wie rechnet sich monatliches Ansparen?

Sonntag, 02. August 2015

Bereits Jugendliche und junge Erwachsene bekommen immer wieder nahegelegt, etwas monatlich auf die Seite zu legen. Eltern sparen monatlich für die eigene oder die  Zukunft der Kinder. Immer wieder taucht die Frage auf, welches denn die rentabelste Form der monatlichen Ansparung ist, denn schließlich ist es der erste Schritt zu einem kleinen oder größerem Vermögen.  Entscheidend für den Anlageerfolg und die Leistung am Ende der Ansparzeit ist die richtige Wahl der Anlageform. Möglichkeiten gibt es Zahlreiche. Die häufigsten sind: Bausparverträge, Bonussparverträge von Banken und Sparkassen oder Investmentfonds.

 

Von den genannten Varianten unabhängig sind die Anlagen für die Altersvorsorge zu sehen, denn dafür gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Darüber haben wir in anderen Blogbeiträgen bereits informiert.

 

Ein Anlass für die Gegenüberstellung der einzelnen Anlageformen ist die Veröffentlichung des Deutschen Fondsverbandes BVI – Bundesverband  Investment und Asset Management e.V . Der Verband veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Statistiken zur Wertentwicklung einzelner Fonds und der unterschiedlichen Fondskategorien. Natürlich stets in der Retrospektive, denn erst im Rückblick kann man die tatsächliche Entwicklung einer Anlage in offene Investmentfonds quantifizieren.

 

 

 

Aktueller Anlass

 

Ein zweiter Anlass ist jedoch ganz berufspraktischer Natur. In einem aktuellen Beratungsgespräch fragte mich eine Familie, die auf Empfehlung Ihrer Hausbank für die Kinder (3 und 6 Jahre) zwei Bausparverträge abgeschlossen hatten, ob dies sinnvoll sei. Sie baten mich um eine Einschätzung, ob sich die Ansparung der Verträge mit 50 € monatlich lohnen würde, denn schließlich gäbe es spezielle Boni für Kinder. Eine persönliche Meinung dazu hatte ich bereits im Vorfeld, doch wollte ich es mit harten Zahlen, Berechnungen und Fakten darlegen, denn nur so kann eine Anlageform abschließend beurteilt werden.

 

Für den Sparer stellt sich in der aktuellen Niedrigzinsphase die besondere Situation, dass er bei Garantiezinsen nicht einmal mehr ein Prozent im Jahr auf seine Anlagen erwarten kann. Wenn dann noch Kontoführungsgebühren hinzukommen, beträgt das Guthaben am Ende der Sparzeit teilweise sogar weniger als die Einzahlungssumme. Dass sich monatliches Sparen mit der richtigen Anlageform lohnen kann, belegt die aktuelle Auflistung des BVI mit realen Vergangenheitsentwicklungen.

 

 

Infografik gibt Überblick

 

Eine Gegenüberstellung der einzelnen Sparformen zeigt die Unterschiede bei den Endguthaben sehr deutlich. Bei diesen enormen Differenzen fällt die Entscheidung leicht, welche Vertragsform in der jetzigen Zeit angebracht ist.

 

 

 Vergleich der Sparplanmöglichkeiten

 

 

Sicherheit statt Garantie mit Aktienfonds

 

Wer 10 Jahre lang 100 € in Aktienfonds mit weltweiter Streuung gespart hat, konnte sich zum Stichtag 30. Juni 2015 über eine jährliche Wertentwicklung von 7,4 Prozent oder über ein Ergebnis von 17.572 € freuen. Bei 15 Jahren Spardauer waren es schon 28.299€. Das häufiger gehörte Argument, dass noch einiges an Kosten weggehen würde, wurde in der Berechnung berücksichtigt. Alle Kosten inklusive des bei Kauf fälligen Ausgabeaufschlag wurden in der Berechnung der Wertentwicklung abgezogen.  Sparer die deutschen Aktiengesellschaften treu geblieben waren, konnten sich sogar über eine Rendite über die letzten 10 Jahre von 8,3 Prozent pro Jahr freuen.

 

Vergangenheitsentwicklungen sind zwar keine Garantie für die Zukunft, doch wenn ähnliche Entwicklungen in einer Regelmäßigkeit in der Vergangenheit auftreten, liegt die Vermutung nahe, dass eine künftige Entwicklung in der Zukunft möglich ist. Möglicherweise beträgt die Rendite dann ein oder zwei Prozent mehr oder weniger, doch die Richtung ist ähnlich. In Punkto Sicherheit kann die Aktienfondsanlage ebenfalls überzeugen, denn ein Totalverlust ist ausgeschlossen. Denn das würde bedeuten, dass eine Vielzahl von Unternehmen nicht mehr existieren würde oder ausfallen müsste. Das Motto lautet also Sicherheit statt Garantie.

 

 Sparplanergebnisse BVI

 

 

Prämiensparer ungenügend

 

Zwar können Prämiensparverträge von Banken und Sparkassen mit Garantien punkten, doch  die Rendite ist nicht ausreichend um die Anlageformen tatsächlich attraktiv erscheinen zu lassen. Als Beispiel haben wir einen üblichen Sparvertrag einer deutschen Sparkasse hergenommen. Im Grunde ist der Sparvertrag ein ganz normales Sparkonto mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Man wählt jedoch eine fixe monatliche Sparleistung von mindestens 20€. Erhöht werden können die Sparraten nicht, Reduzierungen sind möglich bis zur Mindestrate. Während der Laufzeit erhält man Zinsen, die flexibel angepasst werden können. Derzeit werden 0,15% p.a. gezahlt. Das besondere ist jedoch die Prämie, denn die Sparkasse zahlt zusätzlich zum Zins am Ende des Sparjahres, allerdings erst nach dem dritten Jahr eine verzinsliche Prämie auf den im Jahr geleisteten Sparbetrag. Bei 100€ monatlichem Sparbetrag beläuft sich die Prämie nach Ablauf des vierten Sparjahres  auf 12 Euro, im fünfzehnten Jahr das mit 25 Prozent Bonus werbewirksam herausragend dargestellt wird, auf 300€. Was sich auf den ersten Blick vielleicht viel anhört, wirkt bei näherer Betrachtung schon nicht mehr ganz so attraktiv.

 

Die tatsächliche Verzinsung des Vertrages incl. gewährter Boni beträgt 1,19 Prozent pro Jahr. Die Mehrzahl der Sparer rechnet sich vor Abschluss eines Sparvertrages nicht die Effektive Verzinsung aus denn zu deutlich werden Boni in den Werbeunterlagen dargestellt. Und die Bonussätze von bis zu 50% erscheinen verlockend.

 

Bausparvertrag größter Verlustbringer

 

Mit Bonus werben auch die Bausparkassen, vom Junior Bonus über Rendite Bonus zum Treue Bonus. Dies verdeckt die unattraktive Verzinsung und Wertentwicklung der Bauspartarife. Bausparen mag für Finanzierungen oder Menschen mit dem Wunsch in absehbarer Zeit ein Bauvorhaben zu starten sinnvoll sein. Für die Ansparung für Kinder und Enkelkinder ist es trotz Junior Bonus ungenügend. Die Verzinsung beläuft sich gegenwärtig nicht einmal auf ein Prozent, es fällt eine Abschlussgebühr an und es werden Kontoführungskosten verrechnet. Insbesondere für sehr junge Kinder, da sie eine lange Sparzeit vor sich haben, wirkt sich diese Form des monatlichen Sparens sehr nachteilig aus.

 

In unserer Modellrechnung haben wir einen Tarif zu Grunde gelegt, der insbesondere für Kinder und Enkelkinder empfohlen wird. Erstaunlich ist, dass bei einer Verzinsung von 0,25 Prozent p.a. nach 15 Jahren weniger Endguthaben vorhanden ist als eingezahlt wurde. Dies kann auch der Juniorbonus der gewährt wird, wenn der Abschluss im Alter von  0-15 Jahren erfolgte und nach mindestens 7 und höchstens 15 Jahren die Mindestansparung und die Bewertungszahl von 208 erreicht werde, nicht auffangen. Dieser Bonus ist in seiner Höhe abhängig von der Bausparsumme und beläuft sich beispielsweise auf  100 Euro Juniorbonus für Bausparsumme ab 10.000 Euro, 200 Euro ab 20.000 Euro und 300 Euro ab 30.000 Euro. Das Ergebnis nach 15 Jahren Sparzeit ist ein Verlust von 285 €.

 

Um tatsächlich Vermögen zu bilden und nicht zu vernichten mit den monatlichen Sparmöglichkeiten ist es also dringend notwendig auf die richtige Anlageform zu setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.