Archiv für Februar 2010

Weshalb Oma mehr über Geldanlage weiß als wir

Freitag, 19. Februar 2010

Stellen Sie sich einen zehnjährigen Jungen vor, nennen wir ihn Peter. Peter will sich etwas kaufen und braucht dafür 10 Euro.

Er läuft zu seiner Oma und fragt Sie, ob sie ihm wohl 10 Euro leihen würde.

Was fragt seine Oma zuerst?



Sie wird fragen: „Was willst Du mit dem Geld denn machen?“. Sie will wissen, was mit ihrem Geld passiert. Sie will wissen, wofür sie einen Kredit vergibt, ob damit etwas Sinnvolles oder etwas Unsin-niges gemacht wird.

Wenn er das Geld für ein Schulbuch möchte, wird sie ihm das Geld geben. Wenn er das Geld für Naschsachen oder gar seine erste Flasche Schnaps benötigt, wird sie nein dazu sagen.

Damit nimmt die Oma Einfluss auf Peter und steuert ihn in die richtige Richtung.

Leider haben wir als Erwachsene vergessen, diese wichtige Frage zu stellen. Denn auch wir vergeben permanent Kredite: unser Girokonto, der Bausparvertrag, die Lebensversicherung, das Aktiendepot, das Sparbuch – ständig verleihen wir unser Geld. Und die anderen handeln damit. Allerdings ohne dass wir auch nur eine Ahnung davon haben, was unser Geld macht.

Jeder einzelne von uns sollte sich ganz bewusst dieselbe Frage stellen, die auch Oma stellt: Was wol-len wir mit dem Geld denn machen?

Das ist die Grundlage für grünes Investment. Allein diese Frage reicht aus, um sein Geld ethisch-ökologisch korrekt anzulegen. Damit wird sichergestellt, dass statt Rüstungskonzernen, Atom-Industrie oder Umweltverschmutzern die richtigen, die sauber arbeitenden Firmen und Organisationen Kredite bekommen und unterstützt werden. Automatisch werden Sonnen-Energie, Wald-Aufforstung oder Geldströme in benachteiligte Länder fließen.

Helfen Sie mit, stellen Sie die richtige Frage und investieren Sie so verantwortungsvoll wie ihre Oma! Geld ist die stärkste Macht der Welt – nutzen wir sie.