Archiv für August 2012

Blick hinter die Kulissen: Fondsmanager im Interview mit Grünes Geld

Freitag, 24. August 2012

 

 

 

Grünes Geld hat wieder einmal einen interessanten Nachhaltigkeitsfondsmanager befragt.

Christoph Groß, der den LBBW Nachhaltigkeit Renten -R Fonds seit Auflegung erfolgreich leitet, stellt sich unseren Fragen.

Er verfolgt mit seinem Anlagefonds einen konservativen Ansatz in Verbindung mit strengen Ausschlusskriterien, in kontroverse Unternehmen oder Geschäftsfelder wird nicht investiert. So liefert Oekom Research, ein weltweit führender Anbieter von Nachhaltigkeitsanalysen die Datenbasis dafür, dass z.B. Atomenergie, Abtreibung, Tabak, Glückspiel, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletztungen nicht investiert wird.

Bezüglich der Wertentwicklung seines Fonds braucht sich Herr Groß ebenfalls nicht zu verstecken. Die 1-Jahresperformance beträgt zum 31.07.12 6,05%.

 

Christoph Groß: Manager des Fonds LBBW Nachhaltigkeit Renten – R

 

Herr Groß, wie definiert die LBBW Asset Management den Begriff „Nachhaltigkeit“ im Bezug auf die Kapitalanlage?

 

 

CG: „Wir teilen den Ansatz des Brundland-Reports aus dem Jahr 1987. Demzufolge bedeutet nachhaltig wirtschaften, so zu leben und zu wirtschaften, dass dei Bedürfnisse aller heute lebenden Menschen befriedigt werden, ohne die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu gefährden. Konkret umgesetzt auf die Kapitalanlage bedeutet dies, bei der Auswahl neben den ökonomischen auch ökologische und sozial-ethische Kriterien anzuwenden, um dieses Ziel zu erreichen. Die LBBW Asset Management bringt man nicht unmittelbar in Verbindung mit dem Thema Nachhaltigkeit.

 

Wann sind Sie auf den „Zug“ aufgesprungen?

 

CG: Wir sehen das Thema Nachhaltigkeit nicht als Modetrend an. Schließlich beschäftigen wir uns seit über 10 Jahren mit diesem Thema. Auf Intention unserer institutionellen Kunden aus dem Spezialfondsgeschäft hatten wir bereits im Jahr 2001 damit begonnen uns intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen. Ergänzend dazu haben wir im Jahr 2007 damit begonnen, unsere Expertise in die Form von Publikumsfonds, und somit auch für Privatkunden, zugänglich zu machen.

 

Warum sind Ihre Fonds Nachhaltig?

 

CG: Im Rahmen unseres Auswahlprozesses nachhaltiger Unternehmen bzw. Staaten haben wir zwei Ansätze. Zum einen ganz klare und strenge Ausschlusskriterien und zum anderen einen Best-in-Class-Ansatz. Ausschluss bedeutet, wir auch nicht das beste Unternehmen einer bestimmten Branchen als Kandidaten für unsere Fonds zulassen. Hierzu gehören u.a. Branchen aus der Atom-, Rüstung-, oder auch Tabak- bzw. Ölindustrie.

 

Und die übrig gebliebenen Emittenten wandern dann in Form von Unternehmensanleihen, Staatsanleihen oder Aktien in den jeweiligen Aktien- oder Rentenfonds?

 

CG: Nicht automatisch. Wenn ein Emittent die bis zu 200 Kriterien der Nachhaltigkeitsprüfung bei oekom Research erfolgreich durchlaufen hat, dann übernehmen wir als LBBW Asset Management die wirtschaftliche ökonomische Prüfung des Emittenten. Wir prüfen dann neben dem makroökonomischen Umfeld auch die Bilanz- und Geldflussqualität des Emittenten, bzw. dessen Wettbewerbs- und Marktposition.

 

Seit wann sind Sie Fondsmanager?

 

CG: Seit dem Jahr 2005 bin ich als Fondsmanager auf das Thema Nachhaltigkeit fokussiert. Neben dem Publikumsfonds LBBW Nachhaltigkeit Renten (Fondsauflage im Jahr 2009) manage ich daher zusätzlich auch Spezialfondsmandate von überwiegend kirchlicher Einrichtungen aber auch mittelständischen Unternehmen und Pensionskassen, die die Wichtigkeit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Titelauswahl erkannt haben.

Herr Groß, wir danken Ihnen für Ihre Zeit.

 

Sie möchten weitere Informationen zu LBBW Asset Management? Kontaktieren Sie die Grünes Geld GmbH.

 

Kontaktformuler, Telefonnummern, eMail-Adressen

 

Ein Reisebericht: Geld nachhaltig investieren und Paraguay bereisen

Donnerstag, 23. August 2012

 

Paraguay, „Wasser, das zum Wasser geht“. So wird der Name des Landes jedenfalls in der Sprache der Ureinwohner übersetzt.

 

Wo viel Wasser und Sonne ist, wachsen auch viele Bäume

 

Neben vielen tausend Hektar Waldfläche gibt es in Paraguay einige Schnellumtriebsplantagen. Eine davon ist der Energiewald von Miller Forest.

 

Dieses Holzinvestment lässt sich vor Ort besichtigen und auf Herz und Nieren prüfen.  Einer unserer Mandanten hat die Chance genutzt und ist nach Paraguay geflogen.  Herr V. Reinhild* wollte sich von der Qualität überzeugen und sich ein Bild von den äußeren Umständen vor Ort machen. Nach seiner Rückkehr hat er uns Frage und Antwort gestanden und seine Eindrücke geschildert. Wir freuen uns daher Ihnen heute einen ganz besonderen Reisebericht eines unserer Mandanten von seiner Besichtigung der Plantagen in Paraguay vorzustellen. 

Unterkunft vor Ort auf der Plantage

 

 

 

Antworten aus erster Hand

– Wie beurteilen Sie die Aufforstungen von Miller Forest aus qualitativer Sicht und in Bezug auf die Nachhaltigkeit?

 

Herr Reinhild: Augenscheinlich ist das Fachwissen der Betreibergesellschaft, Felber Forest groß. Gelegentlich der Fahrten auf den Aufforstungsflächen hat uns Herr Felber viel über Aufforstung, alte Fehler und neue Methoden berichten können.

 

In  Bezug auf Nachhaltigkeit muss man sehen, das es sich um viele Quadratkilometer große Monokulturen handelt. Es ist kein deutscher Mischwald zum Spatzieren gehen, sonder eine Plantage. Wenn man allerdings von der anderen Seite schaut, ist es so, das das Holz, wenn es fertig zur Ernte ist viel Energie liefert, die sonst aus Mineralöl erzeugt würde. Das Energieholz wird verbrannt, es trocknet Soja, welches von (un)endlich großen Plantagen stammt und den europäischen Futtermittelmarkt füttert.

 

 

 

Zur Nachhaltigkeit:

 

Nach der (Wikipedia) Definition von Nachhaltigkeit…

 

„Nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet die Betreuung von Waldflächen und ihre Nutzung auf eine Weise und in einem Maß, dass sie ihre Produktivität (einschließlich ihrer Bodenertragskraft), ihre Verjüngungsfähigkeit und Vitalität behalten oder verbessern. Damit soll gleichzeitig ihre Fähigkeit bewahrt werden, gegenwärtig und in Zukunft die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen des Waldes auf lokaler und nationaler Ebene zu erfüllen. Zusätzlich soll die nachhaltige Bewirtschaftung einer Waldfläche anderen Ökosystemen keinen Schaden zufügen.“

 

…handelt es sich nicht um nachhaltige Forstwirtschaft. Trotzdem ist es aus meiner Sicht richtig, das Mineralöl durch Holz zu tauschen.
 

– Was hat Sie insbesondere bewogen sich an dem Projekt zu beteiligen?

 

Herr Reinhild: Ausschlaggebend war die Investition außerhalb des Euroraumes in eine Anlageform, die ich bisher nicht in meinem Anlagespektrum hatte.

 

– Schildern Sie uns doch bitte einen persönlichen Reiseeindruck.

Energiewald Investor auf dem Zuckerhut

Unser Energiewald Investor auf dem Zuckerhut

 

Herr Reinhild:Unsere individuelle Investorenreise verlief anders herum als die von Miller Forest angepriesene. Wir flogen direkt nach Rio und verbrachten dort 2 Tage mit Spazieren gehen und Führung durch die Stadt. Zuckerhut und Jesus Kreuz nahmen wir im Nebel und Regen wahr, was unsere Stimmung nicht schmälerte. Die Verständigung auf Brasilianisch war uns kaum möglich, Englisch kann dort fast niemand. Wir hatten trotzdem unseren Spaß.

 

Die Wasserfälle von Iguassu waren im wahrsten Sinne berauschend. Hervorragend! Gerne noch einmal! Abends gute Unterkunft, gutes Frühstück am nächsten Tag. Weiter die Fälle von der brasilianischen Seite bewundert. Leider wegen der noch großen Strecke, die vor uns lag nicht mit der Ruhe, die meine gewesen wäre.

 

Die zweite Tageshälfte verbrachten wir auf der Strasse und wurden bis in die Dämmerung zum Forstprojekt gefahren.  Zwischendurch besuchten wir eine Baumschule. Diese produziert auf verschiedene Art derzeit 500.000 Bäume im Jahr, vergrößert sich aber gerade auf doppelte Produktion. Im Kopf konnte ich wegen der vielen Nullen nur schwer errechnen wie viel Fläche mit den Bäumen bepflanze werden kann. (500.000 / 1.100 (/ ha)= 454 ha). Es gibt noch mehr Baumschulen. Die Unterkunft auf der Plantage von Felber Forest ist von einem deutschen gebaut und in landestypischer Art einfach gehalten.

 

Wir haben uns 2 Tage für die Besichtigung der Aufforstungen genommen und Herr Felber selbst hat uns durch die Plantagen gefahren. Er weiß wovon er spricht, kennt die Fehler die in der Vergangenheit gemacht wurden und ist interessiert an einem ausgewogenen (hier nachhaltigen) Umgang mit den Einheimischen, den Investoren und dem Geld. Der Lohn ist für dortige Verhältnisse gut.

Unendliche Weite: die bepflanze Fläche

 

Beeindruckt hat mich die Größe der Flächen. Das Stück, welches ich inzwischen gekauft habe ist gerade bepflanzt worden. Es liegt in einer Ebene, die kein Ende hat. Auch hier sind mir die Größenordnung aufgefallen, die Paraguay zu bieten hat.

 

Seit 2 Wochen gepflanzt

 

 

Auf der Rücktour hatten wir eine Nacht in der Hauptstadt Assuncion. Es hat mir sehr gefallen. Der Flug von Sao Paulo verlief gut.

 

 @ Herr Reinhild: Vielen Dank für Ihre Berichterstattung und die Fotos.

 

Durch den kurzen Reisebericht von Herrn Reinhild konnten wir Ihnen einen kleinen Einblick einer solchen Kennenlernreise geben. Natürlich gab es noch einiges mehr zu sehen, doch wir wollen Ihnen ja nicht alle Spannung einer solchen Reise im Voraus nehmen! 🙂 Wer nun Interesse an einem solchen Investment hat, findet bei uns auf der Homepage unter „Energiewald“ mehr zum Thema. Gerne stehen wir bei Fragen auch unter der Email info@gruenesgeld.net oder der Telefonnummer +49-6021-421329 zur Verfügung.

 

 

Der Anbieter, Miller Forest bietet für interessierte Anleger die einzigartige Möglichkeit die Holz- Investition in Form einer 7-tägigen Rundreise durch Paraguay kennenzulernen. Mehr Informationen zur Reise finden Sie hier.

 

* Der Name unseres Anlegers wurde aus Datenschutzgründen geändert.

Eine Insel wird erneuerbar: Helgoland 100 % „WindWärme“

Dienstag, 21. August 2012

Helgoland auf dem Weg zu 100 % regenerativer Energie

 

Wird es auf Helgoland kalt, fangen derzeit Heizölkessel an zu feuern und stellen Wärme bereit. Die Inselbewohner sind damit nahezu komplett abhängig vom Ölpreis, was in den letzten Jahren zu häufigen Preisanpassungen nach oben geführt hat. Nicht nur im Geldbeutel schmerzt es,  auch die Umwelt leidet:

 

Bei einem Verbrauch von knapp 2 Mio. Litern Heizöl jährlich werden beträchtliche Mengen CO2 ausgestoßen. Die Abhängigkeit und Umweltverschmutzung soll nun enden. Unter dem Titel „WindWärme“ hat die Gemeinde Helgoland das zukunftsweisende Projekt für die Insel vorgestellt.

 

Zukünftig sollen zwei Windkraftanlagen installiert werden, die Strom zur Wärmegewinnung erzeugen. Ab 2015 sollen die Windkraftanlagen auf der Insel ihre Arbeit aufnehmen. Damit endet die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und beträchtliche Mengen an CO2 werden eingespart. Technische nicht uninteressant ist auch der Umbau des vorhandenen Öltanks, der zukünftig als Wärmespeicher dient und zur Zwischenspeicherung der durch den Wind erzeugten Wärme genutzt wird.

 

Auch beim Strom vorbildlich

 

Ende 2009 hat die E.ON Hanse ein 50 Kilometer langes Seekabel von Büsum nach Helgoland verlegt und in Betrieb genommen. Somit ist Helgoland an das europäische Verbundnetz angeschlossen und erhält grünen Strom von umliegenden Windparks. Durch das Projekt „WindWärme“ ist der nächste Schritt zu einer 100% grünen Urlaubs-Energie-Insel getan, sagte Jörg Singer, Bürgermeister der Gemeinde Helgoland.

 

Rund zehn Millionen Euro werden die Beteiligten in das Projekt WindWärme investieren. Neben den beiden Windkraftanlagen mit zusammen zirka fünf Megawatt Leistung wird unter anderem in zwei Elektrokessel, einen Pufferspeicher und das Energiemanagement investiert. Das Projekt ist nicht nur technisch ein ganz besonderes Projekt, sondern auch wirtschaftlich. Obwohl mit den Windkraftanlagen regenerativer Strom erzeugt wird, wird es keine Förderung nach dem EEG-Gesetz geben, wie z.B. für Solarstrom auf dem eigenen Dach. Der Strom wird nicht eingespeist, sondern direkt auf der Insel genutzt. Dieses Projekt erzielt seine Wirtschaftlichkeit daher alleine aus der Substitution von Öl.

 

Ein Vorreiterbeispiel in Sachen erneuerbare Energieversorgung, wie wir finden. Die technische Realisierung und genehmigungsrechtlichen Hürden beanspruchen weiterhin große finanzielle Mittel. Projekte wie „WindWärme“ sind daher auf Private Investoren angewiesen.

 

Wer die Entwicklung von grünem Strom bzw. erneuerbarer Energien fördern, selbst aber kein Windrad oder Solaranlage bauen möchte, kann sich mit entsprechenden Investments am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligen. Weitere Informationen auf unserer Homepage oder unter info@gruenesgeld.net.

   

 

 

Foto oben rechts: Eckhard Krause , „Helgoland am Badestrand (Düne) die 3.“
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Welche Unternehmen sind transparent und welche nicht?

Freitag, 10. August 2012

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat am 10.07.2012 eine Transparenz-Rangliste der 105 größten börsennotierten multinationalen Unternehmen publiziert. Transparenz gilt als ein wichtiger Indikator für eine erfolgreiche Antikorruptionspoltitik. Zur Bewertung wurden alle öffentlich zugänglichen  Informationen der Unternehmen heranzgezogen, deren Inhalt sich auf folgende Gebiete bezieht:

 

– auf ihre Antikorruptionsprogramme

– auf ihre Töchertunternehmen, dem prozentualen Besitz an ihnen und dem Land der Registrierung dieser Töchter

– auf den Umsatz, Investitionen, Vorsteuerergebnis, Einkommenssteuer und Ausgaben für soziale Belange jeweils auf Länderebene

 

Die 105 Unternehmen können eine Punktzahl von 0 bis 10 erreichen, wobei 0 für sehr intransparent und 10 für sehr transparent steht.

 

Das Ergebnis der Bewertung ist nur teilweise zufriedenstellend. Insbesondere die Transparenz über Gewinne und Steuerzahlungen in den Ländern, in denen die Unternehmen aktiv sind, ist im Durchschnitt niedrig. Beim Großteil der multinationalen Unternehmen ist die Berichterstattung über ihre Antikorruptionsprogramme mangelhaft. Mehr als die Hälfte aller Betriebe gibt nicht an, ob und wie viel sie an Parteien und Politiker leisten. Lediglich 45 Unternehmen erstatten lückenlos über ihre Tochterunternehmen Bericht.

 

Die Berichterstattung ist insbesondere beim Finanzsektor in Bezug auf Geschäftsaktivitäten in einzelnen Ländern sehr intransparent. Bei den 24 multinationalen Banken und Versicherungen liegt der durchschnittliche Punktwert bei sehr niedrigen 4,2. In der Rohstoffindustrie schwankt die Leistung der einzelnen Unternehmen enorm. Während Statoil, BHP Billiton und Rio Tinto in der Rangliste sehr weit oben vertreten sind, findet man Unternehmen wie PetroChina oder Gazprom im unteren Bereich der Transparenz-Rangliste.

 

Von den sieben deutschen vertretenen Unternehmen ist ein eher positiver Eindruck zu verzeichnen. Alle Unternehmen befinden sich im ersten Drittel der Rangliste und es ist erfreulich, dass sie alle tadelos über ihre Töchterunternehmen berichten. Negativ ist jedoch auch bei ihnen die Berichterstattung zu Kennzahlen auf Ebene der Länder. Keines gibt Auskunft darüber, welche Summen an Steuern ihre Töchterunternehmen in den jeweiligen Ländern zahlen, in denen sie aktiv sind.

 

Als Fazit kann man somit festhalten, dass in Bezug auf das Berichtwesen von den Regierungen etwas getan werden muss. Regulierungen und verbindliche Berichtstandards – insbesondere im Finanzsektor – sind dringend notwendig.

 

Eine Auswahl an Unternehmen aus der Rangliste:

 

1.     Statoil (8,3)
2.     Rio Tinto (7,2)
3.     BHP Billiton (7,2)
7.     BASF (6,7)
10.   Allianz (6,6)
17.   Siemens (6,3)
24.   Bayer (6,1)
29.   Deutsche Telekom (6,0)
30.   E.ON (6,0)
35.   SAP (5,8)
69.   PetroChina (4,1)
92.   Bank of America (3,2)
93.   Commonwealth Bank (3,1)
95.   Google (2,9)
98.   Gazprom (2,8)
101. Berkshire Hathaway (2,4)
103. Honda Motor (1,9)
104. Bank of Communications (1,7)
105. Bank of China (1,1)

 

Weitere Informationen bezüglich der Rangliste finden Sie hier. Wenn Sie sich für weniger Korruption und mehr Gleichberechtigung in unserer Welt einsetzten wollen empfehlen wir Ihnen in soziale Fonds bzw. nachhaltige Investments anzulegen.

Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft

Donnerstag, 09. August 2012

Elektroautos entlasten die Umwelt und die Energieversorgung.

Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich mit der Elektromobilität beschäftigt und zeigt die Chancen und Risiken auf, die sich bei einem Wandel zu Elektroautos hin ergeben werden und welche Auswirkungen es auf auf das Energiesystem und die Energieversorgung geben wird.

 

Wie lange es dauern wird, bis sich Elektroautos auf dem Markt durchgesetzt haben werden ist laut Forschern schwer abzuschätzen, da es abhängig von vielen Faktoren ist. Mit der Annahme, dass die Marktentwicklung erfolgreich ist, rechnen Experten damit, dass bis 2050 insgesamt 28% aller Fahrzeuge rein batteriebetrieben und 34% Hybridfahrzeuge sind. In Deutschland wären das ca. 27 Millionen Elektrofahrzeuge, welche etwa 53,5 Terrawattstunden Strom pro Jahr verbrauchen. Dieser Verbrauch entspricht rund 10% des Gesamtverbrauchs von Deutschland.

 

Doch auch wenn der Stromverbrauch durch die Einführung der Elektrofahrzeuge enorm steigen würde, ist insgesamt eine Entlastung der Umwelt zu erwarten, da strombetriebene Fahrzeuge um ein vielfaches effizienter sind als Autos mit einem Verbrennungsmotor. Im Vergleich zum Jahr 2010 würde der Energieverbrauch durch den Individualverkehr um rund zwei Drittel weniger werden. Unter der Voraussetzung, dass die Elektrofahrzeuge mit Strom aus erneuerbaren Energien angetrieben werden, würde der CO2-Ausstoß der PKWs um 80% sinken.

 

Des Weiteren kann auch das Stromversorungssystem von den Elektroautomobilen profitieren. Unter der Voraussetzung, dass der Ladevorgang der Autobatterie gesteuert wird, können die Fahrzeuge durch die primäre Aufnahme von Wind- und Photovoltaik-Strom überschüssige Strommengen verringern und aufgrund geringer Lastspitzen die Stromproduktion aus fossilen Kraftwerken senken. Prognosen zufolge könnten dadurch 4 TWh pro Jahr an überschüssigen Strom genutzt werden. Im Jahr 2050 könnten Elektroautos die Überschüssleistung um bis zu 20GW verringern.

 

Den kompletten Bericht können Sie hier nachlesen.

 

Wenn auch Sie einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt beitragen möchten, ist es sinnvoll in Erneuerbare Energien Fonds zu investieren, welche von Umweltbanken angeboten werden.

Olympische Ausmaße bei der Ausbeutung von Näherinnen

Dienstag, 07. August 2012

Zu einem Hungerlohn und zu unmenschlichen Arbeitsbedingungen müssen Näherinnen in China T-Shirts produzieren.

Sommer 2012: Es laufen die Olympischen Spiele in London. Sportunternehmen wie beispielsweise Adidas zahlen zu dieser Zeit immense Summen an Sponsonren. Gleichzeitig in China und ähnlichen Ländern nähen Frauen T-Shirts für diese Sportunternehmen für einen Hungerlohn von im Durchschnitt ein Euro pro Stunde, der kaum für eine Lebensexistenz ausreichen kann.

 

Vor Beginn der Olympischen Spiele startete Fairplay eine Kampagne, bei der 175 Näherinnen aus 10 Fabriken aus den Ländern China, Sri Lanka und Philippinen über ihre aktuelle Situation befragt wurden. Aus den Fabriken beziehen namenhafte Unternehmen wie Adidas, Nike, New Balance oder Speedo ihre Waren. Das Ergebnis der Befragung ist erschütternd:

In den Fabriken herrschen Hungerlöhne und erzwungene Überstunden, gewerkschaftliche Aktivitäten werden unterbunden und die Arbeitsverhältnisse sind oftmals gesundheitsgefährdend. Mitarbeiter, die gegen diese Verhältnisse protestieren setzen ihren Job aufs Spiel.

 

Damit in einer chinesischen Fabrik das Arbeitsziel erreicht werden kann, müssen die Näherinnen von 8 Uhr frühs bis 10Uhr abends arbeiten. Eine Frau, welche bei einer Betriebskontrolle von den Arbeitszeiten erzählte, wurde anschließend gekündigt. Über Fabriken auf den Philippinen wurde berichtet, dass Frauen sogar entlassen wurden, weil sie mit anderen Kolleginnen während der Arbeitszeit geredet haben.

 

Grund für diese unmenschlichen Arbeitsverhältnisse ist die Ungleichmäßige Verteilung des Geldes der Sportunternehmen, denn Geld an sich ist genügend vorhanden bei den Konzernen. Während in Vermarktung und Image viele Millionen Euro fließen, wird bei der Produktion bis auf ein Minimum hin gespart.

 

Doch gerade bei den Olympischen Spielen könnte ein Zeichen gesetzt werden, indem Nationen ihre Bekleidung aus sozialen und ökologischen Produktionsstätten beziehen. Das Österreichische Olympische Comite´ hatte sich bereits 2008 für solch eine Beschaffung ausgesprochen, hat es aber dieses Jahr bei den Spielen immer noch nicht in die Tat umgesetzt. Wir hoffen, dass sich das bei den nächsten Olympischen Spielen ändern wird und viele weitere Nationen den selben Schritt gehen.

 

Wenn Sie selbst auch einen Beitrag zu mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit beitragen wollen, ist es sinnvoll in soziale Fonds und ökologische Fonds zu investieren, welche Ihnen bei Umweltbanken angeboten werden.