Archiv für Dezember 2012

Die solare Energiewende rechnet sich: für Anleger und die Umwelt

Freitag, 21. Dezember 2012

Die Energiewende ist in vollem Gang und die Solarkraft stellt einen immer größeren Anteil an der deutschen Stromversorgung. Diese positive Entwicklung wirkt sich auch auf die Rendite für die Anleger der Projekte Wattner SunAsset 2 und 3 aus, die sich über erhöhte Auszahlungen zum Jahresende freuen dürfen. In der zweiten Jahreshälfte liegt die Auszahlung für das Projekt SunAsset 2 bei 3,7%. Das bedeutet insgesamt für 2012 eine Rendite in Höhe von 7,4% und diese liegt somit 5,7% über der Prognose. Die Anleger des SunAsset 3 erhalten eine zweite Auszahlung von 3,6% der Einlage. Das ergibt einen Jahreswert von 7,2% welcher 2,85% über der Erwartung liegt. Die Anteilseigner des noch im Verkauf befindlichen SunAsset 4 kommen ab 2013 in den Genuss erster Renditen.

 

Die Solarbranche war einst das Vorzeigekind der deutschen Energiewende und hat inzwischen durch die plötzlichen Kürzungen der Fördermittel der Bundesregierung mit Gegenwind zu kämpfen. Durch die Erhöhung der EEG-Zulage und die damit verbundene Strompreiserhöhung für den Verbraucher wird die Energiewende und im speziellen die Solarbranche schlecht geredet. Die Energie aus der Kraft der Sonne sei noch zu teuer und nicht kokurrenzfähig. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einen Film empfehlen, der mit diesem Vorurteil aufräumt. Der TV-Journalist Frank Farenski hat die Dokumentation „Leben mit der Energiewende“ gedreht und stellt den Film „Open Source“, also frei zur Verfügung. Er möchte mit diesem Projekt die Öffentlichkeit über die Entwicklungen und die Möglichkeiten im Bereich erneuerbare Energien informieren. Ein aus unserer Sicht empfehlenswertes Projekt!

 

 

 

Kinoplakat zum Film "Leben mit der Energiewende"

Kinoplakat zum Film „Leben mit der Energiewende“

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

HydropowerINVEST IV erhält Investitionsgarantie

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Mit dem Projekt HydropowerINVEST IV investieren Anleger in 5 Wasserkraftwerke im Nordosten der Türkei. Viele potentielle Anleger fragen sich, wie sicher eine Geldanlage in solch einem Land sein kann? Schließlich ist die Türkei ein Land, das sich im Umbruch befindet und auch angesichts der aktuellen politischen Lage in Syrien eine Schlüsselrolle übernimmt. Der Anbieter Aquila Capital hat die Sorgen ernst genommen und für den Wasserfonds HydropowerINVEST IV eine Investitionsgarantie der Bundesrepublik beantragt und erhalten. Seit mehr als 50 Jahren unterstützt die Bundesrepublik mit solchen Garantien Unternehmen, die Direktinvestments im Ausland tätigen und sichert somit folgende politische Risiken ab:

 

  1. Verstaatlichung, Enteignung oder enteignungsgleiche Maßnahme
  2. Bruch rechtsbeständiger Zusagen staatlicher oder staatlich kontrollierter Stellen
  3. Krieg, kriegerische Auseinandersetzungen, Revolution, Aufruhr oder terroristische Akte
  4. Zahlungsverbote oder Moratorien

 

Um den Anlegern des Projektes HydropowerINVEST IV ein optimales Risikomanagement zu bieten, hat Aquila zusätzlich zur Investitionsgarantie der Bundesrepublik die Kraftwerksgesellschaft mit einem umfangreichen Versicherungspaket abgesichert:

 

 

Versicherte Risiken des Projektes HydropowerINVEST IV

Versicherte Risiken des Projektes HydropowerINVEST IV

 

 

Die Türkei ist ein aufstrebendes Land, welches seinen Energiebedarf zur Zeit noch zu 80% mit Rohstoffimporten deckt. Dabei verfügt das Land noch über ein riesiges, ungenutztes Potential im Bereich der Wasserkraft. Nach der Öffnung des Energiesektors für Privatunternehmen bieten sich immer mehr Anreize, Projekte in diesem Bereich zu realisieren. Über die Chancen, die die Nutzung der Wasserkraft in Europa bietet, haben wir bereits im Oktober einen Artikel veröffentlicht.

 

Weitere Informationen zum Projekt HydropowerINVEST IV finden Sie hier:

 

Aquila HydropowerINVEST IV

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Windenergie in Deutschland

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Wind als Rohstoff zur Energieerzeugung steht dauerhaft zur Verfügung. Anders als konventionelle Energiequellen wie Erdöl oder Kohle, bei denen zukünftig eine Verknappung zu befürchten ist. Die Nutzung der Windenergie ermöglicht außerdem eine größere Unabhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland,was gerade für die rohstoffarmen Länder wie Deutschland von großem Vorteil ist.

 

Tatsache ist, dass uns der Wind als Energiequelle dauerhaft, unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung steht!

 

Je stärker die Staaten in ökonomischer sowie in umwelt- und energiepolitischer Hinsicht umdenken, desto günstiger wird das Umfeld für erneuerbare Energien. Die Energiegewinnung aus Wind nimmt dabei eine besondere Stellung ein.

 

Der deutsche Windenergiemarkt konnte 2011 erneut ein deutliches Wachstum verzeichnen. Nach aktuellen Erhebungen des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) wurden 2011 in Deutschland 895 Windenergieanlagen (2010: 754) mit einer Leistung von 2.007 Megawatt (2010: 1.551 Megawatt) neu installiert. Für das Geschäftsjahr 2012 wird vom Bundesverband Windenergie e. V. ein Zubau in Höhe von 2.200 Megawatt erwartet.

 

Welche Anreize bestehen für Anleger im Bereich der Windenergie in Deutschland?

 

Deutschland verfügt über ein Vergütungssystem, dass im Vergleich zu anderen Ländern einzigartig ist. Zunächst wird über das EEG ein garantierter Vergütungssatz über einen Zeitraum  von bis zu 21 Jahren ermöglicht (das Jahr der Inbetriebnahme und 20 weitere Jahre). Die Höhe der Vergütung wird finanziert durch ein Umlagensystem, in dem der Verbraucher den Preis für den Strommix zahlt. Die Höhe der EEG-Vergütung wird somit nicht durch eine staatliche Garantie oder Subvention bezahlt, wie es in manch anderen Staaten der Fall ist.

 

Windräder Rapsfeld

 

Warum investieren institutionelle Anleger wie die Allianz AG in Windenergie?

 

Windenergieanlagen in Deutschland bieten aufgrund jahrelanger Erfahrungen bei der Erzeugung und der Vermarktung von elektrischem Strom langfristig kalkulierbare Erträge. Neben der sicheren Kalkulationsgrundlage aufgrund des EEG wird bereits heute der durch Windenergieanlagen erzeugte Strom an der Strombörse gehandelt. Die Direktvermarktung von Strom birgt das Potential, eine höhere Vergütung und somit einen höheren Ertrag als durch den regulären EEG-Tarif zu erzielen.

 

Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, dass institutionelle Investoren das Thema Windenergie für sich entdeckt haben. Fast täglich lässt sich in der Tagespresse ablesen, dass große Versicherungen, wie z. B. die Allianz oder Energieversorger wie E.ON oder internationale Investmentgesellschaften Investitionen im Windenergiebereich aufbauen wollen. So falsch kann es somit nicht sein, wenn über das Vehikel eines geschlossenen Fonds, wie z. B. mit dem „RE02 Windenergie Deutschland„, auch den privaten Kapitalanlegern dieser Markt zugänglich gemacht wird.

 

Durch die veränderte Bankenlandschaft wird es zunehmend schwieriger, an günstige Kredite zu gelangen. Gilt dieser Grundsatz auch für die Finanzierung von Windenergieanlagen?

 

Diese Frage kann für unseren Fonds „RE02 Windenergie Deutschland“ mit einem NEIN beantwortet werden. Im Vergleich zu anderen Investitionsstandorten in Europa verfügt Deutschland mit der Refinanzierungsmöglichkeit bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) über ein einmaliges Finanzierungsvehikel. Im internationalen Windenergiefinanzierungsgeschäft sind zurzeit Fremdfinanzierungssätze von mehr als 6 % p.a. keine Seltenheit. Für unser jüngstes Windenergieprojekt konnte ein Zinssatz von 1,95 % p.a. für die ersten zehn Jahre gesichert werden. Die KfW verfügt über spezielle Finanzierungsprogramme wie das ERP-Umweltdarlehen, welche der Finanzierung von Windparks dienen.

 

Die Offshore-Energie ist in aller Munde. Ihr Unternehmen beschäftigt sich dennoch primär mit der Onshore-Windenergie. Warum?

 

Die Onshore-Energie nutzt, insbesondere durch die Ausschreibung von neuen Windvorrangflächen noch lange nicht ihr volles Potential. Während die Offshore-Energie per heute unkalkulierbare Risiken (z. B. Verankerung des Fundaments in Wassertiefen größer 10m; ungeklärte Versicherungsfrage bei Ausfallzeiten aufgrund von Witterung und damit verbundener nicht möglicher Wartung der Anlagen) birgt. Windenergieanlagen an Land haben sich als Energieproduzent über viele Jahre bewährt. Ein erhebliches Mehrertragspotential ergibt sich auch durch das sogenannte Repowering, d. h. den Austausch alter mit neuen, leistungsstärkeren Anlagen am gleichen Standort. Hier gibt es überaus positive Erfahrungswerte.

 

Fazit:

 

Ein Investment in Windenergie rentiert sich über den Strompreis zukünftig nicht nur aufgrund der staatlichen Fördersätze, sondern auch über den Marktpreis in einem freien Wettbewerb – und damit ist es ein wirtschaftlich attraktives und vor allem zukunftsfähiges Investment geworden.

 

 Hier finden Sie nochmal alle Informationen zum Projekt RE02 Windenergie Deutschland:

 

Mehr Informationen zum Projekt RE02 WIndenergie Deutschland

 

 

 

Bernd Prigge mini

Verfasser des Beitrages

Bernd Prigge wechselte als gelernter Sparkassenfachwirt von der Niederlassungsleitung in den Bereich der geschlossenen Beteiligungen. Er begleitete als Vertriebsmitarbeiter mehrere Schiffsbeteiligungen und Auslandsimmobilienfonds bei einem renommierten Hamburger Emissionshaus. Seit Anfang 2010 steht er bei der reconcept Vertriebspartnern kompetent beratend zur Seite.

Bahn bei der Sicherheit weiterhin an erster Stelle

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Kurz vor Weihnachten und den Schulferien zeigt es sich wieder: verstopfte Autobahnen und überfüllte Züge. Wenn dann noch der „plötzliche Wintereinbruch“ zuschlägt, kracht es auch vermehrt auf den Straßen. Trotz gut gefüllten Zügen lohnt es sich nicht nur aus ökologischen Gründen, vermehrt auf die Bahn umzusteigen. Züge gelten nach wie vor als sicherstes Verkehrsmittel. Daran ändern auch schwere Zug-Unfälle, wie bei Hordorf in Sachsen-Anhalt nichts. Bei diesem Unglück Anfang 2011 sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Viel erschreckender klingt dagegen folgende Zusammenfassung des Vorsitzenden des Automobil-Club Verkehr, Horst Metzler: „Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus!“. Im Jahr 2010 habe es in Europa 31.000 Tote gegeben, die durch den Straßenverkehr verursacht wurden. Im Jahre 2011 hat alleine in Deutschland der Straßenverkehr 4000 Opfer gefordert, davon sind 614 der getöteten Personen Fußgänger gewesen. Statistisch gesehen ist das Todesrisiko der Personen im Straßenverkehr 55 mal höher als das der Bahnfahrer. Das Risiko bei einer Autofahrt verletzt zu werden liegt sogar 105 mal höher. Somit ist die Bahn mit Abstand das sicherste Verkehrsmittel.

 

Nicht nur sicherer, sondern meist auch stressfreier: Im Zug entspannen statt im Stau stehen.

Nicht nur sicherer, sondern meist auch stressfreier: Im Zug entspannen statt im Stau stehen.

 

Auch in puncto Ökologie und Nachhaltigkeit hat die Bahn gegenüber dem Straßenverkehr die Nase eindeutig vorne. Die Deutsche Bahn hat Ende November angekündigt, dass rund 5 Millionen Bahncardbesitzer und Zeitkarteninhaber ab 01. April 2013 ohne Aufpreis im Fernverkehr (in den ICE-, Intercity- und Eurocity-Zügen der DB) zu 100 % mit Ökostrom reisen. Somit verdreifacht das Unternehmen den Anteil regenerativer Energien im Fernverkehr. Auch in vielen Bereichen des Güterverkehrs ist die ökologische Bilanz des Transports per Schienenverkehr gegenüber dem LKW-Transport deutlich positiver zu sehen. Lediglich im Containerverkehr kann der Abstand der Bahn zum LKW sich verringern, wenn größere Vor- und Nachläufe mit dem LKW und mehrere Umladevorgänge erforderlich sind.

 

Die Tatsache, dass sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr per Schiene große Vorteile gegenüber dem Straßenverkehr hat, findet auch den Zuspruch der Politik und somit investiert der Bund bis 2014 pro Jahr 2,5 Mrd. Euro in den Ausbau und Erhalt des Schienennetzes. Das bietet interessante Optionen für nachhaltige Kapitalanleger. Einen der wichtigsten Aspekte im Schienenverkehr stellen die Lokomotiven dar. Das Emissionshaus Paribus bietet mit dem Umweltfonds Rail Portfolio II die Möglichkeit in einen Pool von neuen und gebrauchten Lokomotiven zu investieren. Insbesondere private Eisenbahnunternehmen greifen gerne und häufig auf Miet- oder Leasinglokomotiven zurück. Aus den Miet- und später Verkaufserlösen erwirtschaftet der Fonds seine Rendite für die Anleger. Das Projekt „Rail Portfolio II“ kann noch bis Ende des Jahres gezeichnet werden. Genaue Informationen erhalten Sie hier:

 

Zum Rail Portfolio II

 

 

 

 

 

 

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Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Green City Energy berichtet über den Platzierungsverlauf des Projektes „Wasserkraft Frankreich“

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Der Wasserkraftfonds Frankreich der Green City Energy bündelt mehrere Kleinwasserkraftwerke in Frankreich und bietet diese sachwertorientierten Anlegern als ökologische Geldanlage zur Beteiligung an. Jetzt gibt es einen aktuellen Bericht zum Platzierungsverlauf des Wasserkraftfonds.

 

Platzierungsverlauf

Aktuell sind rund 500 Anleger mit insgesamt 8,5 Millionen Euro beteiligt. Somit sind 85 Prozent des prognostizierten Volumens von 10 Millionen Euro erreicht und die durchschnittliche Zeichnungshöhe liegt bei 16.000,- Euro.

 

Wasserkraftwerk Lempdes-sur-Allagnon

Nach unterdurchschnittlichen Niederschlägen im November hat es in der Auvergne wieder begonnen zu regnen, sodass das voll funktionstüchtige Wasserkraftwerk Erträge liefert, die mit dem attraktiven Wintertarif vergütet werden.

 

Wasserkraftwerke La Chapelle/Villognon

Im Oktober wurde mit den Erdarbeiten bei den beiden Wasserkraftwerken begonnen. Da die Genehmigungsbehörde Umplanungen verlangt, verzögern sich die weiteren Baumaßnahmen. Dem Projekt entsteht dadurch allerdings kein Nachteil, da die Green City Energy und der Projektvermittler für die Verzögerung einstehen und den Ertragsausfall für den Fonds ausgleichen.

 

 

 

 Zum Wasserkraft Frankreich

 

 

 

 

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Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Klimagipfel in Doha – Ergebnis unserer Meinungsumfrage

Freitag, 07. Dezember 2012

Morgen endet der Klimagipfel in Doha und mit den Aussichten auf effektive Zielsetzungen sieht es trübe aus. In den Fragen zur Fortführung des Kyoto-Protokolls ab 2013 oder wie das neue Klima-Protokoll ab 2020 aussehen soll, scheint es zu keiner Einigung zu kommen. Lediglich in Bezug auf die Klimahilfen für Entwicklungsländer hat es einen kleinen Fortschritt gegeben. Die europäischen Staaten haben für 2013 zusammen ca. 6 Milliarden Dollar zugesagt – das ist deutlich mehr als bisher. Andere große Geberstaaten wie die USA oder Japan werden in Doha dazu keine Zahlen vorlegen. Die Kyoto-Arbeitsgruppe ist bislang ohne Ergebnis geblieben und auch ein Scheitern des Gipfels wird sogar von einigen Teilnehmern nicht mehr ausgeschlossen.

 

Zu Beginn des Gipfels haben wir Sie in drei Punkten um Ihre Meinung gebeten. Hier nun die Ergebnisse:

 

1. Die EU und 10 weitere Staaten wollen sich für zweite, acht Jahre dauerende Phase des Kyoto-Protokolls bis 2020 verpflichten. Glauben Sie, dass das auf dem Gipfel zustande kommt?

 

 

2. Die EU fordert von Staaten wie den USA und China, dass in der Zeit bis 2020 zusätzliche Klimaschutz-Zusagen getroffen werden. Wird das gelingen?

 

 

3. Besonders vom Klimawandel betroffene Staaten sollen von 2020 an Hilfen von bis zu 100 Miliarden Dollar erhalten. Wird hierzu eine Einigung erzielt?

 

 

 

 

„Wir werden die Welt schon in Ordnung bringen! Wir sind ja schließlich keine Menschen.“ Dieses Zitat stammt aus Erich Kästner´s „Konferenz der Tiere“. Vielleicht hätte man dieses Buch zu Beginn der Klimakonferenz in Doha als Pflichtlektüre an alle Teilnehmer verteilen sollen.

 

 

 

 

 

 

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Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Süße Weihnachtsversuchung mit negativem Beigeschmack

Donnerstag, 06. Dezember 2012

 

Heute ist Nikolaus und zahlreiche Schokladen-Nikoläuse werden an Kinder verschenkt. Bereits seit Wochen wandern unzählige Leckereien aus Schokolade über die Ladentheken, und bis zum – von Kindern sehnlichst erwarteten – Heiligen Abend wird sicher noch einiges mehr umgesetzt. Beim Kauf des süßen Goldes sollten wir allerdings nicht nur an unsere eigenen Kinder denken, sondern auch an die Kinder welche oftmals an der Ernte der Kakaobohnen beteiligt sind. Die hierzulande verkaufte Schokolade stammt meist aus Westafrika. Der Welthandelsorganisation zufolge ist hier jedes zweite Kind zwischen fünf und 14 Jahren von Kinderarbeit – im speziellen bei der Ernte der Kakaobohnen – betroffen. Der sinkende Kakaopreis für die Bauern in den letzten Jahren sorgt dafür, dass immer mehr Kakaobauern verarmen und somit keine Erntehelfer mehr einstellen können. An dieser Stelle kommen von Skeptikern oft Einwände, dass auch bei hiesigen Bauern oftmals die Kinder den elterlichen Betrieb unterstützen. Der Unterschied liegt allerdings in der Ausbeutung: die betroffenen Kinder in Südamerkika oder Westafrika, wie zum Beispiel an der Elfenbeinküste müssen bis zur Erschöpfung arbeiten und können keine Schule besuchen.

 

Kakaoschote

Kakao war in Mittel- und Südamerika schon vor 3500 Jahren bekannt.

 

Fair-Trade ist das Stichwort

 

In vielen Kulturen ist es völlig normal, dass auch Kinder arbeiten gehen. Für die meisten Familien ist dies schlichtweg wirtschaftlich notwendig. Die Alternativen sind Hunger oder Straßenstrich. Laut Terre des Hommes ist es wichtig, die Familien sozial abzusichern. Wenn auf dem Weltmarkt faire Preise bezahlt werden, die die Kosten für angemessene Löhne von Erwachsenen und soziale bzw. ökologische Standards abdecken können, kann die Kinderarbeit eingedämmt werden. Dass dies möglich ist, zeigt das Projekt CacaoInvest von ForestFinance in Peru. Hier wird in tropischen Mischwäldern Edelkakao angebaut – beides in der Aufforstung. Kakaobäume wachsen so im Schutz von schattenspendenden Bäumen auf, zwischen denen auch (auf ebenso ökologisch-nachhaltige Art und Weise) Edelhölzer aufgeforstet werden. Nach der Ernte des Edelkakaos kann ein fairer Preis erzielt werden, von dem alle profitieren. Somit ist diese Art des Anbaus und des Handels für alle beteiligte ein Gewinn: für die fair bezahlten Arbeiter, für die Umwelt durch den Verzicht auf Agrochmikalien und Gentechnik und letztendlich auch und erst Recht für die Kinder, die Dank der verbesserten Sozialstruktur die Schule besuchen können, anstatt sich an der Kakaoernte beteiligen zu müssen. Das ist möglich, weil hier kein Massenprodukt, sondern hochwertiger Kakao angebaut wird, der auf dem Markt faire Preise erzielt.

 

Doch nicht nur für Menschen im Anbau vor Ort ist das Projekt ein Gewinn, auch für die Anleger hier, die das Geld dafür bereitstellen ist die Investition lohnend. Mit einer prognostizierten Rendite bis 8,5% ist die Anlage auch finanziell interessant.

Fair Trade Schoko-Nikoläuse

 

Und übrigens, wenn Sie genau hinschmecken, ist die Fair-Trade Schokolade ein noch größerer Genuß als herkömmliche Schokolade, mit dem faden Beigeschmack der Kinderarbeit. Probieren Sie es doch einfach beim nächsten Süßigkeitenkauf einmal aus. In diesem Sinne wünschen wir allen noch einen schönen Nikolaus-Abend und eine faire Vorweihnachtszeit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“