Archiv für November 2013

Klimagipfel in Polen verkommt zur Farce

Mittwoch, 27. November 2013

Gerade erst wurde durch den Bericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen bekannt, dass der Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen noch höher ist als angenommen. Trotzdem kamen die Delegierten beim Klimagipfel in Polen in den vergangenen beiden Wochen über ein Minimalergebnis – das nur durch eine eintägige Verlängerung der Konferenz erreicht werden konnte – nicht hinaus.

 

 

 

Foto aus Flugzeug mit HorizontDas Klima: eine Erhöhung um mehr als 2 Grad birgt unkalkulierbare Risiken

 

 

“Diese Konferenz war ein einziger Betrug. Eigentlich sollten hier weitere Schritte zum Senken der Emissionen beschlossen werden, stattdessen ist das Gegenteil passiert: Japan hat seine Ziele gesenkt, Australien beschneidet seine Klimagesetze, Brasilien präsentiert eine rasant beschleunigtes Abholzen seiner Regenwälder. Noch dazu bedroht das vollständige Versagen der Industriestaaten, ihre bestehenden Finanzierungszusagen einzuhalten, die Ärmsten der Armen“, so Martin Kaiser, Leiter der Greenpeace-Delegation in Warschau.

 

So lässt sich das 2-wöchige Spektakel “COP” in Warschau wohl am besten umschreiben. Neben Greenpeace hatten am Donnerstag auch der WWF, BUND und Friends of the Earth die UNO-Weltklimakonferenz unter Protest verlassen.

 

Schon der Veranstaltungsort Polen rückte die Konferenz in ein negatives Bild, denn durch seine Bemühungen die heimische Kohleindustrie zu schützen gilt Polen als einer der größten Bremsklötze im Kampf gegen den Klimawandel. So konnten dann auch nur Grundzüge eines neuen Klimaschutz-Abkommens festgelegt werden. Das letzte Abkommen, das Kyoto-Protokoll, lief 2012 aus und wurde auf der letzten Konferenz bereits verlängert. Statt von “Verpflichtungen” spricht man in den neuen Abkommen auch nur noch von “Beiträgen zum Klimaschutz”.

 

Das neue Klimaschutzabkommen soll auf der nächsten Konferenz in einem Jahr in Paris zustande kommen. Zumindest solle es dann alle Länder umfassen, also auch die größten Umweltverschmutzer China und USA. Um konkrete Maßnahmen zur Vermeidung von CO2-Emissionen geht es auch kaum noch, größte Streitpunkte sind eher Zahlungen von Industrienationen zu stärker betroffenen Schwellenländern.

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Anlagecheck: Leonidas Associates XIV Wind

Freitag, 22. November 2013

Eine Kurzübersicht über die Stärken und Schwächen des neuen Windfonds des Emissionshauses Leonidas Associates GmbH aus der Nähe von Nürnberg, geben wir heute hier im Grünes Geld Blog.

 

Die Gesellschaft hat sich bereits einen ersten Windpark in Frankreich nahe dem offenen Meer gesichert, der alle Investitionskriterien vollumfänglich erfüllt. Das für den Kauf und den Bau der Türme erforderliche Eigenkapital im Leonidas XIV beläuft sich auf diese insgesamt 7,2 Millionen Euro. Somit handelt es sich nur noch um ein Semi-Blind-Pool Investment. Die Windparks werden über die französischen Betreibergesellschaft des Fonds besessen und betrieben.

 

Bei überschaubarer Investitionszeit, mit einem erstmaligen Kündigungsrecht zum 31.12.2017 ist eine Gesamtausschüttung von  124 Prozent incl. Kapitalrückzahlung prognostiziert.

Laut Emissionsprospekt kann per Gesellschafterbeschluss mit 75% Mehrheit der abgegebenen Stimmen eine Verlängerung der Gesellschaft beschlossen werden, wie wir dies häufig bei geschlossenen Fonds finden.

Der Initiator geht jedoch davon aus, dass dies nicht der Fall sein wird und kommuniziert die Laufzeit mit 3,5 Jahren.

 

Seit 2009 Leonidas Associates platzierte 11 geschlossene Fonds aus den Bereichen Solar (5), Wasserversorgung (1) und Wind (5), die laut Leistungsbilanz 2011 eine prognosegemäße Entwicklung aufweisen können.

 

Das Gesamtfinanzierungsvolumen soll 36,53 Mio € betragen. Das Eigenkapitalvolumen ist mit 9 Mio. kalkuliert, kann jedoch auf 50 Mio. erhöht werden. Aktuell investieren Privatanleger bereits über eine Mio. (Stand Mitte Nov.) und derzeit ist eine befristete Begrenzung der einzuwerbenden Mittel auf 7,2 Mio. € ausgegeben worden, die nach Sicherung eines weiteren Projektes jedoch wieder aufgehoben wird.

Die vorläufige Mittelbegrenzung sehen wir positiv, da es immer Emissionen gibt, die anfangs viele Mittel einwerben, welche dann nur sehr zeitverzögert investiert werden oder schlimmeren Falls in Projekte, die nicht zu 100% den Investitionskriterien entsprechen. Leonidas Associates geht hier im Interesse der Anleger einen guten Weg.

 

Laut Prospekt beläuft sich das Fremdkapital auf 27,08 Mio. €, das entspricht 74,1%, welches von der französischen Betreibergesellschaft aufgenommen wird. Die Finanzierung soll über die KfW (20 Mio.) sowie eine weitere Bank abgewickelt werden. Die Kalkulation nimmt einen Darlehenszinssatz von 3,25 Prozent für das KfW Darlehen sowie 4,5 Prozent für das Bankdarlehen an. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen dürfte dies erreicht werden können.

 

Der prognostizierte Einkaufsfaktor liegt bei 7,8. Ein niedriger Wert doch er erscheint realistisch, da die Preise in Frankreich aufgrund der geringeren Förderzeiträume und höheren Bankkreditkosten  tendenziell etwas niedriger sind, da Investoren versuchen diese Kosten durch geringere verhandelte Einkaufspreise zu kompensieren versuchen.

 

Mit laufenden Kosten von 3,5% jährlich liegt der Fonds im Rahmen. Wartung, Instandhaltung, Betriebsführung und Pacht sind mit 1,5% kalkuliert. für die Fondsgeschäftsführung und Anlegerbetreuung rechnet Leonidas 2,0%.

Die Pacht für Grundstücke zur Errichtung von Windenergieanlagen liegt in Frankreich deutlich niedriger. Hier wurde mit 2.500€/MW ein vergleichsweiser geringer Wert angesetzt, in  Deutschland ist hier inzwischen vom drei- bis vierfachen auszugehen. Doch dies liegt hauptsächlich daran, dass hierzulande es aufgrund der Struktur und des bereits zügig vorangeschrittenen Ausbaus schwieriger ist, überhaupt geeignete Flächen oder Verpächter zu finden.

Die Laufzeit der Pachtverträge soll 20 Jahre betragen mit einer Verlängerungsoption von zweimal zehn Jahren. Dies ist wichtig für den späteren Verkauf, denn es wirkt sich auf die Kalkulation des späteren Investors aus. Nach gut 3 Jahren soll der Windpark an institutionelle Investoren verkauft werden. Kalkulierter Verkaufspreis zum Ende des Jahres 2017 beträgt 90% der Anschaffungskosten. Somit würden, bei der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung, für den potentiellen Investor eine jährliche Ausschüttung, nach Steuern bis zum Ende der Frist für die Einspeisevergütung, von 8 Prozent anfallen. Es erscheint realistisch zu diesen Bedingungen einen Käufer für die Anlagen zu finden.

Sollte der Verkaufspreis über den kalkulierten Preisen liegen, teilen sich die Komplementärin Leonidas Verwaltungs GmbH und die Kommanditisten den Mehrertrag 50:50.

 

Zur Kalkulation der Winderträge wurden zwei Gutachten erstellt. Das niedrigere wurde gewählt und ein Sicherheitsabschlag von insgesamt 10% vorgenommen. Branchenüblich ist den Durchschnittswert aus beiden Gutachten zu wählen und ebenfalls mit einem Sicherheitsabschlag von 10 Prozent zu versehen.

 

Die Fondsnebenkosten liegen mit Gesamtweichkosten von 17,2% im Mittelfeld, Für die Konzeption sind 3 Prozent, für die Eigenkapitalvermittlung 7 Prozent (ohne Agio), für die Fremdkapitalvermittlung 0,4% sowie für sonstiges 0,6 Prozent, angesetzt. Das Agio beträgt 5 Prozent, die Mindestzeichnungssumme beläuft sich auf 10.000 €.

 

Die Beteiligung beinhaltet die üblichen Risiken die einem Anleger, der in geschlossene Fonds investiert geläufig sein müssen. Auch hier ist es nicht sinnvoll vorzeitig aus der Gesellschaft auszusteigen. Laut Gesellschaftsvertrag erhält er nur 70% des Verkehrswertes seiner Beteiligung als Abfindung bei einem vorzeitigen Ausscheiden. Mögliche Interessenskonflikte, da  zwischen Fondsgeschäftsführung und Treuhänder typischerweise Verflechtungen bestehen, können nicht ausgeschlossen werden. Auch Verzögerungen bezüglich Inbetriebnahme oder Baufortschritt können zu Verzögerungen der Inbetriebnahme führen. Und last but not least, der Investitionsstandort Frankreich könnte problematisch werden, wenn sich die Schuldenkrise auf unser Nachbarland ausweitet und dies dann dort zu anderen politischen oder steuerlichen Voraussetzungen führt. Da leider inzwischen auch die Mitgliedschaft in der EU keine Rechtssicherheit mehr vor rückwirkenden Gesetzesänderungen, siehe Spanien, bewirkt, besteht dieses Risiko inzwischen in allen Ländern, da nahezu jedes EU Land unter angespannten Finanzhaushalten leidet. Seit 2012 hat Frankreich bereits eine Steuer für Windparks eingerichtet, die auch für bestehende Windparks gilt, je nach politischem Gusto, könnte diese erhöht werden.

 

Die erwartete jährliche Strommenge für den Windpark soll 67,8 Mio. kWh betragen. Rechnerisch gesehen würde dies 17.500 durchschnittliche Haushalte mit Strom versorgen. Eine Einsparung zu konventionellen Kraftwerken von 37.000 Tonnen CO2 pro Jahr ist eine tolle ökologische Wirkung. Frankreich hat insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien deutlich Nachholbedarf, bisher beträgt der Windstromanteil nur 3 Prozent. Bei einer Energieamortisationszeit, d.h. wie lange benötigt die Anlage um den Strom zu erzeugen, der zu ihrer Herstellung notwendig war, von knapp 10 Monaten, besteht auch dazu kein Zweifel, dass es richtig ist die Stromerzeugung durch Windkraftanlagen darzustellen.

 

 

 

 

 

 

Smiley                   Stärken

 

    • Erfahrung am französischen Markt
    • Inflationsanpassung der Einspeisevergütung
    • definierte Investitionskriterien
    • preisgünstiger Einkaufsfaktor

 

          Trauriges Smiley             Schwächen

 

    • Semi-Blindpool
    • Fremdfinanzierung noch nicht vertraglich gefixt
    • Bauherren- u. Inbetriebnahme Risiko

 

Daumen hoch                  Chancen

 

  • höherer Verkaufspreis
  • höhere Stromerträge

Daumen runter                         Risiken

 

  • Energieertragsschwankungen
  • Investitionsstandort Frankreich
  • niedrigerer Verkaufspreis

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Letztmalig von kurzen Laufzeiten und jährlichen Rückzahlungen profitieren: GreenAcacia läuft aus

Dienstag, 12. November 2013

ForestFinance ist einer der langjährigsten und erfahrensten Anbieter von wirklich nachhaltigen ForstInvestments. In mehrern Ländern auf mehreren Kontienenten bieten die Bonner Aufforstungen an, die Mischwälder entstehen lassen, CO2 binden und der einheimischen Bevölkerung gute Arbeit bieten. Das beliebteste Angebot dabei ist stets das GreenAcacia gewesen – wenn es denn verfügbar war. Denn das Ausnahmeangebot verbindet die Kompetenz von ForestFinance mit einer kurzen Laufzeit von nur 7 Jahren und mit jährlichen Auszahlungen bereits ab 2014. Das ist bei Bauminvestments sehr selten, üblicherweise laufen die Projekte 20 bis 30 Jahren und können nur zum Ende hin Auszahlungen an die Anleger aufweisen.

 

Grüne Mischwälder: Ergebnis des Projekts GreenAcacia 

 

Bei GreenAcacia hingegen werden Flächen mit bereits mehrjährigen Akazienbäumen genutzt, die Jahr für Jahr zu Mischwäldern gewandelt werden. So können auch jedes Jahr Holzverkäufe durchgeführt werden, die für regelmäßig Renditen bei den nachhaltigen Anlegern führen.

 

Allerdings gehen die Flächen, bei denen dies umsetzbar ist, dem Ende zu. Der erste Standort Vietnam ist bereits seit 30. Oktober 2013 ausverkauft. Der zweite Standort in Kolumbien hat ebenfalls nur noch ein Kontingent von 300 Hektar, das in den letzten Wochen des Jahres wohl verkauft werden wird.

 

Das Nachfolgeangebot ab 2014 soll dann eine Laufzeit von 12 Jahren haben – also wesentlich länger als die jetzigen 7 Jahre. Denn dann müssen neue Flächen aufgeforstet werden, was Zeit kostet.

 

Alle Vorteile von GreenAcacia des aktuellen Jahrgangs:

+ Kurze Laufzeit: ca. 6,5 Jahre

+ Erste Auszahlungen aus Durchforstungen bereits im 1. Quartal 2014

+ Ökologisch wertvolle Umwandlung von Monokulturen in Mischwälder

 

 

Ausführliche Informationen zu GreenAcacia
 

Marktplatz der guten Geschäfte 2013

Freitag, 08. November 2013

wir freuen uns, Ihnen nun den Film zum “Marktplatz Gute Geschäfte 2013” zeigen zu können. Auch die Grünes Geld GmbH hat sich an der gelungenen Aktion im September beteiligt und im Rahmen der guten Geschäfte Vereinbarungen geschlossen, unter anderem mit dem Mehrgenerationenhaus Mosaik.

 

Die Initiative „Marktplatz Gute Geschäfte“ ist Mitte der Neunziger Jahre in den Niederlanden entwickelt worden. Von der Bertelsmann Stiftung aufgegriffen und weiterentwickelt ist sie in fast 100 deutschen Städten ein beliebtes Instrument, um Unternehmen und Gemeinnützige zusammenzubringen. Unternehmen und Gemeinnützige Organisationen treffen sich zwei Stunden um Kooperationsprojekte und gute Geschäfte zu vereinbaren. Es wird alles gehandelt außer Geld. Gegenstand der Tauschgeschäfte können Helfende Hände, Sachspenden oder Know-How sein.

Die Region Bayerischer Untermain vereinbarte besonders rege: 72.000 Euro zeigte nach gut 90 Minuten Handelszeit die Tafel an. Zum Vergleich: In anderen Städten gelten Beträge von 40.000 Euro bereits als sehr erfolgreich. Dieses für einen neuen Marktplatz ungewöhnliche Ergebnis machte sich auch in der Stimmung bemerkbar. Dafür sorgten die an der Leinwand ständig aktualisierten und von der Moderatorin kommentierten Zwischenstände. 42 teilnehmende Organisationen zählte diese erste Veranstaltung am Untermain: Auf der einen Seite 21 gemeinnützige Vereine und Initiativen, auf der anderen Seite 21 Unternehmen. Insgesamt wurden 76 Engagementvereinbarungen getroffen.

 

Da die Veranstaltung des ersten Marktplatzes 2013 bei der ZENTEC in Grosswallstadt von allen Teilnehmern sehr gelobt wurde, bereiten der Bundesverband mittelständische Wirtschaft und  die CSR Agentur, ermutigt von den Ergebnissen , gemeinsam den Marktplatz 2014 vor.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und wünschen den Organisatoren bereits viel Freude beim Vorbereiten.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.