Archiv für Januar 2014

1. Solarfonds komplett abgeschlossen: Anleger können feiern

Freitag, 31. Januar 2014

 

In den letzten Jahren machte die Fotovoltaik-Branche einiges mit. Während die prinzipielle Technologie schon in der Raumfahrt in den 60er Jahren eingesetzt wurde, kam der Durchbruch erst durch das Erneuerbare Energien Gesetz in Deutschland. Deutschland wurde plötzlich zum wichtigsten Markt für Fotovoltaik-Anbieter und der Strom aus der Sonne steuerte in 2013 bereits 4,5% zum Strom-Mix der Bundesrepublik bei.

 

Wichtig dabei waren auch die privat finanzierten Solarparks, wie Sie auch großen Dächern, entlang der Autobahn oder auch auf ehemaligen Militärflächen häufig zu sehen sind. Diese wurden häufig über sogenannte geschlossene Fonds finanziert.

 

Wattner hat nun als erster Emittent einen Solarfonds komplett abgeschlossen. Der vor gut 5 Jahren aufgelegte Wattner SunAsset 1 konnte erfolgreich beendet werden und zahlte nun den Anlegern ihr Kapital vollständig zurück.

 

Und der wirtschaftliche Erfolg? Die Anleger erhielten über die Laufzeit Ausschüttungen von 86,1%, insgesamt also 186,1%.

 

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch an Wattner und an die frühen Anleger, die diesen tollen Erfolg möglich machten!

 

 

 

 

 

Der Wattner SunAsset 1 hat ausschließlich in deutsche Solarkraftwerke investiert. 322 Anleger legten bei ihm 5 Millionen Euro Eigenkapital erfolgreich an.

 

 

 

auszahlungen-wattner-sunasset1

Eindrucksvoller Verlauf: 186,10% in 5 Jahren

 

 

Wenn Sie sich über aktuelle Projekte für Erneuerbare Energien informieren möchten:

 

 

 Fuer-mich-interessante-Energiefonds

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie das Wertholz Ihre Ehe retten kann

Donnerstag, 30. Januar 2014

 

Welcher Verheiratet kennt das nicht – irgendwie reicht das Geld am Ende des Monats nie aus, um etwas zur Seite zu legen oder um seiner Partnerin oder seinem Partner mal etwas Besonderes schenken zu können. In unserem nicht ganz ernst gemeinten Beitrag zeigen wir Ihnen an Hand des interessanten Angebots Wertholz einmal auf, wie das Wertholz Ihre Ehe retten oder beflügeln kann.

 

 

 

Jahr 0

hochzeit-0083.gif von 123gif.de

Sie heiraten! Sie schweben im 7. Himmel. Alles ist glücklich und zufrieden, Sie wünschen sich neben vielen Hochzeitsgeschenken auch Geld. Sie investieren 7.285 € in eine Wertholz-Aufforstung. Mit Ihren 7.285 € pachten Sie einen Hektar Brachlandfläche in Paraguay, lassen die Forstfläche neu anlegen und bestreiten die Bewirtschafts- und Verwaltungskosten für die ersten 10 Jahre.

 

 

Jahr 7


geschenke-0069.gif von 123gif.de
Das verflixte 7. Jahr – laut Statistik werden im 7. Jahr die meisten Ehen geschieden (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung). Sie erhalten 1.184 € von Ihrem Bauminvestment – damit lässt sich der neue Mantel für den Gatten oder die Gattin gut finanzieren! MillerForest nimmt einen Durchforstung vor – das heißt, es werden gezielt einzelne Stämme entnommen, so dass dieimmer größer werdenden Bäume wieder Platz zum Wachsen bekommen. Ihre Auszahlung daraus: 1.184 €.

 

 

Jahr 10


blumenkoerbe-0003.gif von 123gif.de
Das 10. Jahr ist geschafft – Sie feiern die Rosenhochzeit! Schenken Sie sich und Ihrem Partner / Partnerin eine Urlaubs-Reise im Wert von 5.636 €.

 

Im 10. Jahr werden größere Durchforstungen vorgenommen. Nach Abzug der Bewirtschaftungskosten für die Jahre 11-20 werden Ihnen 5.636 € ausgezahlt.

 

 

Jahr 20

weinkuehler-0002.gif von 123gif.de Ihre Ehe ist gereift – sie schaffte nun auch mal 10 Jahre ohne Auszahlungen aus Ihrem Baumprojekt. Dafür kommen nun die Endauszahlungen: 27.479 €. Ihnen fällt bestimmt etwas Tolles ein, was Sie damit machen können!

Ihr Bäume sind groß und ausgewachsen. Sie werden geerntet und Sie erhalten wunderschöne Auszahlungen:

 

27.479 €

 

Ihre erzielte Rendite: 9,59%

 

 

 

Alles schön und gut – aber Sie wollen mehr über das Wertholz wissen. Hier finden Sie alle Angaben übersichtlich gruppiert:

 

 

button-wertholz

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Video. Green Building von Aquila Capital – nicht einfach nur Rasenfläche auf dem Dach.

Freitag, 17. Januar 2014

 

 

Unser Geschäftsführer, Gerd Junker, interviewt Stefan Parey, Director bei Aquila Capital, zum aktuellen Projekt Real EstateINVEST I. Es geht insbesondere um das Themengebiet Green Building und was ein modernes Green Building auszeichnet – nämlich mehr, als nur eine Rasenfläche auf dem Dach zu haben.

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Freitag, 17. Januar 2014

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als nie zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Die Angst vor Währungsturbulenzen oder den wirtschaftlichen Problemen der Jahre 2009 und 2010 hat die Anleger im Jahr 2012 noch in die sogenannten „Angst-Währungen“ wie Gold oder Silber getrieben. Entsprechend sind die Kurse der Edelmetalle gestiegen – vor 2013 ist Gold 12 Jahre lang jedes Jahr gestiegen. Das ist außergewöhnlich und hat in 2013 sein natürliches Ende gefunden. Der Goldpreis notierte am 31.12.2013 rund 26% unter dem Kurs zum 1.1.2013.

 

Gründe dafür sind neben Einfuhrzöllen und Steuererhöhungen in einem der wichtigsten Goldmärkte überhaupt, in Indien, auch eine breite, allgemeine Kaufzurückhaltung auf dem gesamten Globus. Sollte sich die wirtschaftliche Erholung nun auch in 2014 fortsetzen und sollten die Finanzmärkte in 2014 zur Ruhe kommen, dann wird auf Sicht von 2 bis 3 Jahren der Preis für die Edelmetalle weiter sinken. Gut so, denn der Raubbau an den natürlichen Ressourcen und die Abbaubedingungen in fast allen Goldabbaugebieten der Erde sind so bedenklich, dass aus ethisch-ökologischen Gründen keine Edelmetalle zur Geldanlage genutzt werden sollten.

 

 

Bild von Wald mit schneebedecktem Boden

Geld in Bäume anlegen: ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll.

Bei den Holzinvestments (Liste aktueller Holzprojekte) war 2013 ein „langweiliges“ Jahr – also ein gutes Jahr. Die von uns empfohlenen Holzprojekte sammelten weiterhin kräftig Kapital ein und pflanzten damit Bäume in Deutschland, Bulgarien, Kolumbien, Panama oder Paraguay. Die entsprechenden Aufforstungen wuchsen kräftig, wovon ich mich persönlich bei einer Inspektionsreise überzeugen konnte (Link zum Reisebericht). Die Holzpreise unterliegen Schwankungen und waren 2013 analog zu den Ölpreisen tendenziell eher fallend.

 

Windkraft-, Solar- oder Wasserkraftinvestments müssen differenziert betrachtet werden. Nach Boom-Jahren hat die Politik in Deutschland die Investitionsbedingungen deutlich verschlechtert, so dass bereits 2013 in Deutschland kaum noch Projekte gebaut werden konnten. Schade, gerade wenn man bedenkt, dass sich Deutschland den Atom-Ausstieg und strenge Klimaschutzgrenzen beschlossen hat. Denn eines muss jedem klar sein: nicht die Erneuerbaren Enerigen selbst, sondern Fehler in der staatlichen Förderstruktur haben die Preise für Strom nach oben getrieben.

 

Entsprechend gab es bereits 2013 den Trend für Erneuerbare Energien Projekte „raus aus Deutschland“. Wasserkraftwerke in der Türkei, Windkraftanlagen in Frankreich oder Finnland und Solaranlagen in südlichen Gefilden Europas waren gefragt. Nach den Koalitionsverhandlungen und den ernüchternden Aussagen von Bayerns Minsterpräsidenten Horst Seehofer sehe ich kaum Chancen auf neue, interessante Projekte in Deutschland.

 

Entsprechend dürften in 2014 die Erneuerbare Energien Projekte erneut mehr im Ausland zu finden sein. Frankreich, Finnland, vielleicht auch Schottland sind dabei die Favoriten der Anbieter. In allen Ländern bleibt aus Anlegersicht der wichtigste Vorteil bestehen: aufgrund im Vorfeld feststehender Einspeisetarife ist die Einnahmesicherheit extrem hoch. Aktuelle Projekte dazu finden Sie durch Klick hier: Holzprojekte, Solarprojekte, Immobilienprojekte oder Bessere Welt Projekte (Verschiedene Themen).

 

Wollen Sie weiterhin auf dem Laufenden bleiben? Mit unserem monatlichen Grünes Geld Newsletter erhalten Sie exklusive Sonderangebote und aktuelle Einschätzungen immer brandaktuelle auf Ihren Computer.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grünes Geld Musterdepots Bilanz 2013 – Erneut eine erfreuliche Entwicklung

Freitag, 17. Januar 2014

Am Jahresanfang wird es Zeit zurückzuschauen, wie sich die Fonds in der jeweils vorgeschlagenen Kombination der Grünes Geld Musterdepots im letzten Jahr entwickelt haben. Die Top 3 Positionen werden von den Themenbereichen Klima, Sonne und Wasser eingenommen.

 

Jahressieger in punkto Wertentwicklung 2013 war das Themen-Muster-Portfolio Klima Einmalsparen mit einem Zuwachs von 24,7% p.a. Die Anleger , welche in diesen Bereich investieren, bevorzugen vor allem Investments in Unternehmen, die sich mit den immer größer werdenden Auswirkungen der globalen Erderwärmung auseinandersetzen. Schwerpunktmäßig gehören dazu regenerative Energien, der Wassersektor, die Baubranche, Versicherer, Versorger sowie der Anlagenbau.

 

Während 2012 die Anlage im Photovoltaikbereich über das Musterdepot Sonne die Anleger mit einem Jahreswert von –2,57%  nicht glücklich machen konnte, legte es dieses Jahr um stattliche 23,2% zu. Über den Zeitverlauf von 5 Jahren wurde eine Durchschnittsrendite von 7,4% p.a. erreicht. Hier zeigt sich, dass es gerade bei Themeninvestments wichtig ist, einen längeren Atem für die Investition mitzubringen.

 

In den Fonds des Musterdepots Wasser wird global in Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Wasseraufbereitung und -recycling sowie Wasserinfrastruktur anbieten, zum Erhalt der Qualität natürlicher Wasserspeichersysteme beitragen , die Effizienz der Wassernutzung verbessern, investiert. Die Zielunternehmen müssen zudem strenge Kriterien für ökologische, soziale und makroökonomische Nachhaltigkeit erfüllen. Mit einem Jahresergebnis von 22,59% Zuwachs freuten sich die Anleger auch über 2013, nachdem das Portfolio bereits im Vorjahr um über 18% zugelegt hatte. Seit 2009 erzielten viele Aktienmärkte weltweit Zuwächse. Insbesondere das Thema Wasser hat sich als Blaues Gold hervorragend zur Geldanlage bewährt. Kumuliert über die letzten 5 Jahre verdoppelte sich die Anlage und die Durchschnittsrendite lag über die letzten  Jahre bei 16,5% jährlich berücksichtigt ist hierbei schon das Jahr 2011 welches mit einem Minus von 13,25% zu Buche schlug.

 

Wir haben die besten Ökofonds in unseren Musterdepots für den Vermögensaufbau für Sie gebündelt. Für sicherheitsorientierte Anleger, auf Wertzuwachs bedachte Anleger oder in der goldenen Mitte. Die Grünes Geld Musterdepots arbeiten mit Ethik-Filter und sorgen damit für einen fairen Umgang der Unternehmen mit Mitarbeitern, Kunden und Umwelt. 

 

Die Mehrzahl der Anleger hat die Vorschläge aus den Musterdepots  Vermögensaufbau Sicherheit, Standard oder Wachstum umgesetzt. Bei den Vermögensaufbau Musterportfolios handelt es sich um breit aufgestellte Investmentfondsanlagen, die je nach Risikoneigung des Anlegers unterschiedlich gewichtet und zusammengesetzt sind. Sicherheitsorientierte Anleger erzielten mit den Anlagen aus dem Grünes Geld Musterdepot Sicherheit einen Zuwachs von 2,7% p.a. in etwa vergleichbar mit der Anlage Soziale Verantwortung, welches Anlagefonds beinhaltet welche in Kleinstkredite für Menschen in Schwellenländern investieren.

 

Die beiden  Bestseller  im Jahr 2013 Grünes Geld Musterportfolio Standard und Wachstum schnitten aufgrund der stärkeren Gewichtung von ethisch-ökologischen Aktienfonds mit einer stattlichen Rendite ab.  Bei der Anlage Musterportdepot Standard, welches in Kürze umbenannt wird in Musterdepot Balance, wurden mit den ausgewählten Fonds eine Rendite von 11,78% auf Jahressicht erzielt. Bei einer Haltedauer von 5 Jahren freuten sich die Anleger, nicht nur darüber, dass durch ihre Investition Geld in Nachhaltigkeitsunternehmen floss, sondern auch über einen durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 11,3%.

 

Aufgrund des tollen Börsenjahres verzeichnete das Grünes Geld Musterdepot Wachstum, welches eine Aktienquote von etwa 80 % vorschlägt, eine Rendite von 16,8%. Wir sehen uns in den Ergebnissen bestätigt, dass eine Kapitalvermehrung auch unter der Berücksichtigung von ethisch-ökologischen Kriterien gut gewährleistet werden kann. Über die Grünes Geld Musterdepots ist es uns gelungen dies im Zeitverlauf zu beweisen. Anhand der historischen Entwicklung sehen wir hier einen ganz klaren Vorteil für Grünes Geld Anleger. Damit beweist sich, dass  die ethisch-ökologische Geldanlage sich keinesfalls verstecken muss und eine  echte Alternative zum herkömmlichen Investment bietet.

 

Da Kursrückgänge in regelmäßigen Abständen immer wieder an den Märkten auftreten, bleibt abzuwarten wie 2014 die Entwicklung erfolgen wird. Anleger und Investoren, welche die Anlagevorschläge aus den Grünes Geld Musterdepots umgesetzt haben, sollten im Jahresverlauf ihre Depots unter Beobachtung halten, gerade in den Sommermonaten sind die Aktienbörsen anfälliger für Korrekturen. Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen dürfte für 2014 ein gutes Motto sein.

 

Vor welchen Hintergründen am allgemeinen Kapitalmarkt wurden die Wertentwicklungen der Musterdepots erzielt?

 

An den meisten deutschen Privatanleger ist die Aktienhausse mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbeigerauscht. Viele  Produkte in oder mit Aktiensegmenten lieferten zwar im vergangenen Jahr hervorragende Ergebnisse., doch nur  7,5 Prozent der deutschen Privatanleger sind in Aktien und angeblich nur zehn Prozent in Aktien- oder Mischfonds investiert.  Der Durchschnittssparer spart bescheiden mit Festzinsrenditen die oftmals unterhalb der Inflationsrate liegen. Großanleger haben 2013 weiter investiert während  Privatanleger von Januar bis Oktober 2013 mehr als sechs Milliarden Euro aus Aktienfonds abzogen. Dafür investierten sie jeweils zehn Milliarden Euro netto in Renten-und Mischfonds sowie je drei Milliarden in offene Immobilienfonds und alternative Portfolios wie Absolute Return Fonds. Aktienfonds stehen also trotz der Hausse auf der Verkaufsliste des durchschnittlichen Fondsanlegers.

 

Die Entwicklung an den Anlagemärkten in 2013 war geprägt von der lockeren Geldpolitik der Notenbanken FED und EZB und der damit verbundenen hohen Liquidität an den Märkten. Das Kapital suchte seinen Weg hauptsächlich in Aktien und Immobilien.

 

Bis auf die Emerging Markets, welche 2013 ein mehrheitlich enttäuschendes Ergebnis an den Aktienmärkten brachten, konnten nahezu alle etablierten Aktienmärkte 2013 kräftige Kurszuwächse verbuchen. Der Deutsche Aktien Index (DAX) schloss am letzten Handelstag bei 9552,16.

DAX 30

Deutscher Aktien Index – Performance 2013

 

Die US-Wirtschaft litt etwas unter der politischen Uneinigkeit  der Republikaner und Demokraten um den Staatshaushalt und die Schuldengrenze. Nach einem Dynamischen Wachstum in 2012 von 2,8% schwächte sich  die konjunkturelle Dynamik ab und verblieb mit 1,7% Wirtschaftswachstum.

Im Europäischen Wirtschaftsraum gilt die seit 2011 begonnene Rezession formal als überwunden, denn im zweiten Quartal waren ein Wachstum von 0,3% zu verbuchen. Das Gesamtwachstum verlief weiterhin auf negativ mit etwa 0,4% nach 0,6% Minus im Jahr 2012. Unter den großen Volkswirtschaften im EU-Raum steht Deutschland mit 0,5% Zuwachs vergleichsweise gut da. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 1,4% und somit sogar noch unter der EZB Grenze von 2,0%.

Diese  Verläufe tragen unter anderem dazu bei, dass der Hauptrefinanzierungssatz von der Europäischen Zentralbank (EZB) zwei Mal auf inzwischen 0,25% gesenkt wurde. Weiterhin stellen die Zentralbanker unveränderte oder noch tiefere Leitzinsen in Aussicht, ein Dilemma für die Deutschen Sparer.

 

Goldpreis Chart in Euro

Goldpreis in Euro

Das neben dem Sparbuch und der Lebensversicherung, von den unter chronischer Aktienphobie leidenden Deutschen Sparern geschätzte  Edelmetall Gold, musste 2013 herbe Verluste verzeichnen. Investoren verzeichneten erstmals seit dem Jahr 2000 Rückschläge, gleichzeitig die stärksten Rückgänge seit 32 Jahren, damals 1981 verlor der Goldpreis im Jahresverlauf 33% an Wert. Negativ wirkte sich die globale Stimmungsaufhellung auf die Nachfrage nach Gold aus, stützend wirkte die Nachfrage nach Goldschmuck, –Barren und Goldmünzen aus den Schwellenländern. Diese Nachfrage war jedoch nicht stark genug um die rückläufige Spekulation aus den Industrienationen zu kompensieren.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds

Donnerstag, 16. Januar 2014

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als nie zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft (ab 17.1.2014)

 

 

Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds

 

Auch in 2014 sind die Umstände für eine Geldanlage in Immobilien zunächst gut: niedrige Zinsen, aufgrund stabiler Wirtschaftsbedingungen kalkulierbare, stabile Löhne und Gehälter, und als Sachwert sind Immobilien auch vor extremer Inflation oder Währungsturbulenzen gut geschützt.

 

Die Zinssituation sollte – wie in Teil 2 unserer Serie besprochen – auch in 2014 stabil bleiben oder nur leicht ansteigen. Finanzierungen für 10 Jahre lassen sich bereits für unter 2,5% p.a. erzielen, bei 15 Jahren liegt der unterste Wert bei aktuell 3,14% p.a.

 

Allerdings hält der Immobilien-Boom in Deutschland bereits seit einigen Jahren an. In Städten wie München (+48,8% seit 2008), Nürnberg (+48,2%) oder Hamburg (+47,4%) entkoppeln sich bereits seit einiger Zeit die Preisentwicklungen zum Immobilien-Kauf und den Mieten: Die Kaufpreise steigen spürbar schneller als die Mieten. Das sind Anzeichen einer Überhitzung. Hier die Entwicklung des Immobilien-Index IMX seit 2007:

 

Immobilien Index IMX von Immobilienscout24.de

Steigt spürbar: Immobilien-Index IMX (Quelle: Immobilienscout24.de)

 

Fazit: Günstige Einstiegspreise in guten Regionen sind aktuell sicher nicht geboten. Trotzdem kann aufgrund der tiefen Zinsen eine Immobilie sinnvoll sein – speziell wenn sie zum Eigengebrauch genutzt wird. Für Mietwohnungen gilt: Wer Immobilien-Fan ist und sich gerne auch um die unangenehmen Details einer vermieteten Immobilie kümmert (Mietausfall, Reparaturen, Streitigkeiten, etc. ), kann eine Immobilie auch weiterhin als Geldanlage in Betracht ziehen. Nur steht hier den Risiken wie Mietausfall oder niedriger Verkaufspreise ein realistisch gerechnete Rendite von oftmals nur 3-4% gegenüber. Das ist für ein so langfristiges Investment wie eine Immobilie kaum angemessen. Außerdem: für viele Anleger verschiebt sich die Asset-Allocation stark in Richtung Immobilien, wenn Sie ein Objekt für 100.000 €, 200.000 € oder 300.000 € erwerben. Die Vermögensverteilung wird einseitig – ein Kardinalsfehler, den man unbedingt vermeiden sollte.

 

Alternativ dazu kann sich der Anleger auch gemeinsam mit vielen anderen Anlegern zusammentun und sich an einem größeren Immobilienprojekt beteiligen. Vorteile sind die professionelle Projektbetreuung, die dem Anleger alle lästigen Immobilien-Arbeiten abnimmt, sowie die Möglichkeit, schon ab 10.000 € ein direktes Immobilien-Investment abzuschließen. Allerdings muss er den Projektverantwortlichen für viele Jahre sein Vertrauen schenken und ist von Mehrheitsbeschlüssen aller Anleger abhängig. Empfehlenswerte nachhaltige Projekte sehen wir aktuell 2 Stück am Markt:

 

Classic Value 4: GreenBuilding als Innenstadt Büro- und Geschäftszentrum in Hamburg [mehr]

Real EstateINVEST: 4 Logistik-Immobilien nach DGNB-Standard als GreenBuilding [mehr]

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Mittwoch, 15. Januar 2014

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als nie zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen

 

Dunkle Wolken über Lebensversicherungen? Bei näherer Betrachtung nicht unbeding.

Dunkle Wolken über Lebensversicherungen? Bei näherer Betrachtung nicht unbedingt.

Die Bundesbürger bauen weiterhin auf die deutschen Lebens- und Rentenversicherungen. Denn obwohl die komplette Steuerfreiheit (1.1.2005) sowie höhere Garantiezinsen (letzte Senkung zum 1.1.2012) pasé sind, bleiben einige wichtige Vorteile. So ist es weiterhin eine Möglichkeit, sehr steuerarm langfristig Kapital zur Absicherung des Lebensstandards im Alter zu schaffen. Denn bei Auszahlungen ab dem 62. Lebensjahr und mindestens 12 Jahren Vertragslaufzeit gelten weiterhin erhebliche  Steuererleichterungen, die sich oftmals auf mehrere zehntausend Euro erstrecken. Darüber hinaus können Garantien eingebaut oder Mindestverzinsungen über einen Zeitraum von 40, 50 oder 60 Jahren gegeben werden – das bieten nur Lebens- und Rentenversicherungen.

 

Doch wie wird das Jahr 2014 für diese beiden Kapitalanlagemöglichkeiten? Zunächst ist eine wichtig Unterscheidung vorzunehmen. Während es bei modernen Angeboten quasi keine Unterschiede mehr gibt, ob es eine Lebens- oder Rentenversicherung ist (beide lassen überlicherweise ein Wahlrecht zu, ob das Kapital als Rente oder als Einmalzahlung ausgezahlt werden soll), muss zwischen fondsgebundenen und klassischen Varianten unterschieden werden.

 

Bei den fondsgebunden Varianten bestimmt der Anleger selbst die eingesetzten Fonds – meist Aktien- oder Anleihefonds. Entsprechend gelten dazu meine Einschätzungen in den Teilen 1 (Aktienfonds vom 13.1.14) und 2 (Anleihefonds vom 14.1.14).

 

Interessanter ist die Frage, wie es 2014 bei den klassischen, also nicht mit einem vom Anleger wählbaren Kapitalstock ausgestatteten, Lebens- und Rentenversicherungen aus? Hier muss zunächst der Garantiezins betrachtet werden – also die Mindestverzinsung, die dem Anleger auf den Sparanteil zugesagt wird. Diese liegt seit 1.1.2012 bei 2,25%, aktuelle Diskussionen lassen auf einen weiter sinkenden Garantiezins schließen (siehe dazu auch unseren Blog vom 10. Januar 2014 über die Empfehlung der Aktuare). Dies könnte zum 1.1.2015, mit dann möglicherweise 1,25%, bevorstehen. Da der Garantiezins immer bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit der Verträge gilt, sollten Anleger also auf die Ankündigung möglicher Zinssenkungen achten und gegebenenfalls noch einen Vertragsabschluss vor dem 31.12.2014 ins Auge fassen.

 

Wichtiger ist jedoch die Gesamtverzinsung, d.h. also die tatsächlich für den Anleger erzielte Verzinsung. Diese ist von der allgemeinen Zinssituation abhängig und ganz eng an die Zinsen der Anleihen gekoppelt. Schließlich investieren Versicherer das Kapital zu einem sehr großen Teil in Anleihen.

 

Da das allgemeine Zinsniveau sinkt beziehungsweise sehr niedrig ist, ist auch die Gesamtverzinsung am fallen. Hier die ganz aktuelle Assekurata Studie (Januar 2014) zur laufenden Verzinsung privater Rentenversicherung in %:

 

Unternehmen
Garantiezins in %
2014
1,75
2013
1,75
2012
1,75
AachenMünchener
Lebensversicherung AG
3,50 3,75 4,20
Allianz
Lebensversicherungs-AG
3,60 3,60 4,00
ALTE LEIPZIGER
Lebensversicherung a.G.
3,35 3,35 3,85
ARAG
Lebensversicherungs-AG
  3,50 3,50
Asstel
Lebensversicherung AG
3,30 3,50 3,80
Axa
Lebensversicherung AG
3,40 3,65 3,80
Barmenia
Lebensversicherung a.G.
3,25 3,75 4,00
Basler Lebensversicherungs AG (Ehemals
Deutscher Ring
Lebensversicherungs-AG)
3,40 3,50 4,00
Bayern-Versicherung Lebensversicherung
Aktiengesellschaft
3,00 3,10 3,50
Concordia
Lebensversicherungs AG
3,50 3,60 4,00
Condor
Lebensversicherungs-AG
3,20 3,50 3,85
Continentale
Lebensversicherung AG
3,50 3,85 4,15
Cosmos Lebensversicherungs-AG 3,65 3,85 4,05
DBV Deutsche
Beamtenversicherung Lebensversicherung
3,40 3,65 3,80
Debeka
Lebensversicherungsverein
auf Gegenseitigkeit
3,60 3,70 4,10
Deutsche
Ärzteversicherung AG
3,55 3,85 4,05
DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft 3,50 4,00 4,10
DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G. 3,65 4,00 4,10
DIREKTE LEBEN
Versicherung AG
    4,00
ERGO Direkt
Lebensversicherung AG
3,40 3,60 4,00
ERGO
Lebensversicherung AG
3,20 3,20 3,80
EUROPA
Lebensversicherung AG
3,75 4,00 4,35
Familienfürsorge
Lebensversicherung AG
im Raum der Kirchen
3,00 3,25 4,00
GENERALI
Lebensversicherung AG
3,15 3,50 3,60
Gothaer
Lebensversicherung AG
3,30 3,50 3,80
Hannoversche
Lebensversicherung AG
3,25 3,55 3,75
HanseMerkur
Lebensversicherung AG
3,40 3,65 4,00
HDI
Lebensversicherung AG
  3,25 3,50
Heidelberger
Lebensversicherung AG
4,00 4,00 4,00
Helvetia Schweizerische Lebensversicherungs-AG 3,20 3,60 3,80
HUK-COBURG-
Lebensversicherung AG
3,50 3,75 4,00
IDEAL
Lebensversicherung a.G.
4,00 4,00 4,00
IDUNA
Vereinigte Lebensversicherung aG
für Handwerk, Handel und Gewerbe
3,25 3,60 4,00
INTER
Lebensversicherung AG
3,30 3,60 3,75
InterRisk
Lebensversicherungs-AG
3,85 4,05 4,40
Itzehoer
Lebensversicherungs-AG
3,25 3,50 4,00
Karlsruher
Lebensversicherung AG
3,50 3,75 4,00
Lebensversicherung von 1871 a.G. München   3,20 3,50
LVM
Lebensversicherungs-AG
3,50 3,75 4,00
Mecklenburgische
Lebensversicherung AG
3,50 3,80 4,00
MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung a.G.      
mylife Lebensversicherung AG
(ehemals Ageas)
4,05 4,05 4,35
Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG 3,60 3,80 3,80
neue leben
Lebensversicherung AG
3,50 3,75 4,20
NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG 3,50 4,00 4,00
NÜRNBERGER
Lebensversicherung AG
3,75 4,00 4,00
oeco capital 
lebensversicherung AG *
3,10 3,10 3,50
Öffentliche
Lebensversicherung
Berlin Brandenburg AG
3,00 3,10 3,30
Öffentliche
Lebensversicherung Braunschweig
3,30 3,50 3,80
Öffentliche
Versicherungen Oldenburg
3,05 3,25 3,80
ÖSA – Öffentliche Lebensversicherung Sachsen Anhalt 3,25 3,60 4,00
PB
Lebensversicherung AG
3,60 3,80 4,20
Provinzial NordWest Lebensversicherung Aktiengesellschaft 3,25 3,50 3,80
Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG 3,10 3,30 3,50
R+V
Lebensversicherung a. G.
3,55 4,00 4,00
R+V
Lebensversicherung AG
3,40 3,60 3,85
RheinLand Lebensversicherung Aktiengesellschaft      
SAARLAND
Lebensversicherung AG
3,00 3,10 3,60
Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG 3,05 3,05 3,40
Stuttgarter
Lebensversicherung a.G. *
3,60 4,00 4,20
Süddeutsche
Lebensversicherung a.G.
3,10 3,40 3,90
SV SparkassenVersicherung
Lebensversicherung AG
3,05 3,05 3,55
Swiss Life AG,
Niederlassung für Deutschland
3,00 3,30 3,50
TARGO
Lebensversicherung AG
4,00 4,30 4,60
Uelzener
Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
     
uniVersa
Lebensversicherung a.G.
3,50 3,50 3,50
VGH Provinzial
Lebensversicherung Hannover
3,25 3,50 4,00
VHV
Lebensversicherung AG
3,50 3,75 4,00
VOLKSWOHL BUND
Lebensversicherung a. G.
3,65 3,65 4,05
VPV
Lebensversicherungs-AG
     
WGV-Lebensversicherung AG 3,50 3,70 4,00
Württembergische
Lebensversicherung AG
3,25 3,25 3,50
WWK
Lebensversicherung a.G.
     
Zurich
Lebensversicherung AG
  3,00 3,35

 Quelle: Assekurata Studie 2014; mit * gekennzeichnete Versicherer: empfehlenswerte Nachhaltigkeits-Angebote

 

 

Trotz des sinkenden Niveaus schaffen es die Versicherer noch, ein gegenüber dem aktuellen Bankzins oder den Renditen von Staatsanleihen, attraktive Ergebnisse zu erzielen. Und letztlich gilt natürlich, dass Rentenversicherungsverträge eine Laufzeit von meist mehreren Jahrzehnten haben – und über die nächsten z.B. 30 Jahre bin ich mir sicher, dass wir auch wieder höhere Zinsen sehen werden. Dann gilt, dass auch in den Rentenversicherungen wieder höhere Zinsen ausgezahlt werden.

 

 

Fazit: Die Renten- und Lebensversicherungen bleiben weiterhin für die Altersvorsorge eine gute Wahl. Fondsgebundene Varianten bieten langfristig die höheren Renditen, klassische Varianten können mit einer über Jahrzehnte geltenden Garantieverzinsung punkten. Ethisch-ökologisch orientierte Anleger werden bei einigen fondsgebunden Angeboten von Gesellschaften wie Conti, Volkswohl Bund oder Stuttgarter oder, für Freunde klassische Varianten, bei der Stuttgarter oder der Oeco Capital, fündig.

 

 

 Unverbindliche Angebote anfordern können Sie hier:

* Private Rentenversicherung

* Basisrente

* Riesterrente

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Dienstag, 14. Januar 2014

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als nie zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds

 

 

Anleihen: stabile Zugpferde fürs Depot

Anleihen: stabile Zugpferde fürs Depot

 

Die Emittenten bieten nur soviel Zinsen an, wie sie zahlen müssen. Die Anleihezinssätze hängen also direkt am allgemeinen Zinsniveau, das ja von den Zentralbanken (in Europa die Europäische Zentralbank EZB, in den USA die Federal Reserve System FED) bestimmt wird.

 

Auch 2013 blieb das allgemeine Zinsniveau sehr niedrig. Hintergrund ist zum einen, dass niedrige Zinssätze Investitionen erleichtern und damit die wirtschaftliche Erholung fördern. Zum anderen sind niedrige Zinsen aber auch notwendig, um den hoch verschuldeten Staaten wie Griechenland, Portugal, Spanien, Italien oder aber auch den USA, die Finanzierung der Staatsschulden möglichst günstig zu machen.

 

Gegen Ende des Jahres 2013 hat die FED allerdings die lockeren Zügel bei der Geldpolitik etwas angezogen und die Aufkäufe von Staatsanleihen leicht reduziert. Die Zinsen blieben zunächst noch niedrig.

 

In der Folge gehen laut einer Umfrage des amerikanischen Anlegermagazins “Barron’s” von 10 befragten Experten alle 10 davon aus, dass die Zinsen in 2014 nicht fallen werden. Sie bleiben also konstant oder werden leicht ansteigen.

 

Ansteigende Zinsen sind für Anleihen jedoch zunächst schlecht. Zwar bekommen Käufer neuer Anleihen dann auch höhere Zinsen geboten. Die Tageskurse von Anleihen, die in der Vergangenheit ausgegeben wurden, werden aber fallen. Denn letztlich ist der Zinssatze der “alten” Anleihe gegenüber den Bankzinsen nun unattraktiver geworden.

 

Fazit: Man muss also in 2014 von einem schwierigen Umfeld für Anleihen ausgehen. Trotzdem bleiben nachhaltige Anleihefonds, die das Anlegergeld auf vielleicht 100 oder noch mehr Anleihen nachhaltig wirtschaftender Unternehmen und Staaten verteilen, als stabilisierende Komponente eines gut strukturierten Depots konkurrenzlos. Denn wie 2013 zeigt, was ein ebenfalls schon schwieriges Anleihejahr war, können solche Fonds zumindest die Inflationsrate ausgleichen.

 

Innerhalb der unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Beim Musterdepot “Sicherheit” ist der Anteil nachhaltiger Anleihefonds am höchsten. Entsprechend wird ein voraussichtlich eher schwaches Anleihejahr auch zu einem schwächeren Abschneiden dieses Musterdepots führen – wohl in etwa auf dem Niveau wie 2014 (Rendite 2014: 2,4%). Für den sicherheitsorientierten Anleger, der wenig Schwankungen wünscht beziehungsweise nur eine kurze Anlagedauer zur Verfügung hat, also weiterhin die bessere Alternative zur Bankanlage.

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Standard bzw. Balance-Depots): Die Balance-Depots als Alleskönner dürften auch in 2014 eine solide Performance zeigen. Ob sie die sehr angenehmen 11,7% des Jahrs 2013 erreichen hängt von Unwägbarkeiten sowohl im Anleihe- als auch im Aktiensegment ab, doch ist das gerade das Erfolgsgeheimnis der Balance-Musterdepots: laufen Anleihen schlecht, gibt es in der Regel ein gutes Aktienjahr. Laufen Aktien schlecht, gibt es in der Regel ein gutes Anleihejahr.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 1 Aktien und Aktienfonds

Montag, 13. Januar 2014

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren gut zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als je zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds 
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

 

Teil 1 – Sichere Geldanlage in Aktien und Aktienfonds

 

Nachhaltige Aktien und Aktienfonds hatten in 2013 das erwartet gute Jahr. Rund um den Globus konnten die nachhaltigen Indizes kräftig zulegen, wie man an den Charts gut erkennen kann:

 

 

charts-nachhaltige-indizies-weltweit

Nachhaltige Börsenindizes: in 2013 überall kräftig zugelegt.

 

 

Nach dem Einbruch 2011 konnten mit 2012 und 2013 nun 2 Jahre in Folge gute Gewinne erzielt werden. Da historisch gesehen in 4 Börsenjahren üblicherweise 1 Abschwung-Jahre dabei ist, steigen die Risiken in 2014 zwar, es könnte jedoch auch nochmal ein gutes Börsenjahr werden. Langfristig bleiben breit aufgestellte Aktienfonds eine sichere Geldanlage.

 

Wichtig dazu ist die Frage, wie viel Geld ist vorhanden das an den Aktienmärkten investiert werden kann. Hier ist im Moment noch ausreichend Liquidität vorhanden, denn die Notenbanken weltweit bieten niedrige Zinsen und kaufen weiterhin Staatsanleihen in großem Maße auf. Allerdings hat die wichtigste Notenbank FED in den USA gegen Ende 2013 angekündigt, das Anleihe-Kaufprogramm allmählich und sanft zurückfahren zu wollen. Statt jeden Monat für 85 Milliarden US-Dollar Anleihen zu kaufen hat sie die Rate auf immer noch hohe 75 Milliarden gekürzt. Im Moment ist also noch weiterhin ausreichend Liquidität vorhanden, das an den Aktienmärkten investiert werden kann und die Kurse in die Höhe treibt.

 

Die nächste wichtige Frage ist, ob Aktien mittlerweile zu teuer sind. Wichtigster Gradmesser hierfür ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), also die Antwort auf die Frage, den wievielfachen Jahresgewinn man für die Zahlung einer Aktie bereit ist zu investieren. Bei hohen KGV’s spricht man von einem “teuren Markt”, bei niedrigen KGV’s von einem “billigen Markt” – bei dem es sich zu kaufen lohnt. Wie die Grafik von boerse.de zeigt, liegt der DAX aktuell mit einem KGV von 13,58 (Stand 13.1.2014) noch unter seinem langjährigen Durchschnitt. Die Märkte sind zwar nicht mehr besonders billig, aber auch weit von einer Überhitzung oder einer Blase entfernt. Hier droht also zumindest in den nächsten Monaten noch keine Gefahr.

 

Fazit: Die Märkte sind am steigen und folgen einem Aufwärtstrend, es ist ausreichend Liquidität vorhanden und die Aktien sind fair bepreist. Zumindest für die nächsten Monate sollten die Kurse also weiter nach oben gehen. Lediglich die allenthalben vorhandene, vielleicht zu gute Stimmung könnten die Aufstieg bremsen. Denn wenn alle gute Stimmung haben, sind alle investiert, und dann gibt es keine neuen Käufer mehr. Der Markt kippt.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld News

 

Innerhalb der unserer Musterdepots sehen wir die Entwicklung wie folgt:

Wasserinvestments: Bleiben attraktiv. Nach 21,81% Wertentwicklung unserer Musterdepots im letzten Jahr auch für 2014 ein Favorit.

 

Holzinvestments: Hatten mit +11,1% ein gutes, aber kein überragendes Jahr 2013. In 2014 möglicherweise wieder auf der Überholspur.

 

Erneuerbare Energien (Sonne-Musterdepots):  Im Mittel 19,7% im vergangenen Jahr. Die Branche könnte die Konsolidierungsphase 2014 komplette überwinden. Musterdepots im Bereich “Sonne” bleiben aber spekulativ.

 

Klimaschutz: Wir letztes Jahr vorhergesagt ist meist ein “Klimaschutz”-Musterdepot sinnvoller als die enge, nur auf Erneuerbare Energien spezialisierten Auswahl der “Sonne”-Musterdepots. Letztes Jahr 21,6% und für 2014 eine positive Prognose. Sie sollten den Markt schlagen können.

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Wachstums-Depots): Die Alleskönner unter den Musterdepots bieten in den Abstufungen Sicherheit, Standard und Wachstum Zuwächse in der Größenordnung wie 2013 (Sicherheit: 2,4%, Balance: 11,7%, Wachstum: 15,9%). Nur das “Sicherheitsdepot” hatte unter schwachen Anleihemärkten zu leiden und könnte 2014 etwas bessere Leistungen zeigen.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Ausverkauf im Ackerland?

Montag, 13. Januar 2014

Welche Ressource ist neben Wasser unabdingbar, um die Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung zu sichern? Land – vorzugsweise fruchtbares Land! Doch dieses ist knapp und somit beginnt ein Wettrennen um profitable Agrarflächen. Denn die Bevölkerungszahl und somit die Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln wächst kontinuierlich und damit auch die Aussicht auf Profit. Auch private Anleger können sich an Investitionen im Agrarsektor beteiligen. Doch können solche Anlagen ethisch und ökologisch vertretbar sein? Die Studie „Agrarland in Entwicklungs- und Schwellenländern als neues Anlageprodukt“ von Südwind nimmt dieses Thema genauer unter die Lupe.

 

Direkte oder indirekte Investition?

 

Zunächst muss man sich ansehen, auf welche Art und Weise private Investoren an solchen Anlagen beteiligt werden können. Das kann zum einen indirekt und in den meisten Fällen relativ intransparent sein. Denn die Banken arbeiten mit unserem Geld, welches wir ihnen zur Verfügung stellen. Dieses wird unter anderem in Form von Krediten oder auch in Form von Beteiligungen z. B. über Aktien an Firmen weitergegeben. In der Regel hat der Kunde keinen Einfluss darauf, wie die Bank mit seinem Geld arbeitet und nur selten wird über die konkreten Investitionen transparent Auskunft erteilt. Nur einige wenige Umwelt- oder Ethikbanken geben dem Kunden hier ein Mitspracherecht, in welchem Bereich sein Geld eingesetzt werden darf.

Weiterhin gibt es inzwischen auch einige Wertpapierfonds im Agrarsektor. Hier veröffentlichen die Investmentgesellschaften halbjährlich umfangreiche Berichte  über die im Fonds enthaltenen Wertpapiere. Somit kann der Anleger klar erkennen, in welche Unternehmen der Fonds investiert.

 

Wertvolles Ackerland

Mit Zunahme der Weltbevölkerung steigt auch der Bedarf an wertvollen Agrarflächen.

 

Chancen und Risiken

 

Über private und institutionelle Anleger fließen Milliarden in die Landwirtschaft von Entwicklungsländern. Grundsätzlich ist das zu begrüßen, da hier Verbesserungen im Agrarsektor oft dringend notwendig sind. Allerdings wird meist der Schwerpunkt auf hohe Erträge nach Vorbild der Intensivlandwirtschaft auf der Nordhalbkugel gelegt und die Bedürfnisse und Interessen der Länder, im Besonderen der Landbevölkerung werden viel zu wenig berücksichtigt. Landgrabbing stellt vor allem in afrikanischen Ländern die Einwohner vor große Probleme. Formal hat meist der Staat die Rechte am Land. Praktisch wird dieses aber meist ohne jegliche Verträge von Kleinbauern verwaltet, bewirtschaftet (meist von Bäuerinnen) und bewohnt und stellt so deren Existenzgrundlage dar. Wird dieses Land jetzt vom Staat an Investoren verkauft oder verpachtet, wird die dort ansässige Bevölkerung vertrieben und deren Einkommensgrundlagen vernichtet. Entstehende Arbeitsplätze reichen aufgrund der industriellen Intensivwirtschaft der meist in Monokultur entstehenden Plantagen nicht aus, um die landlos gewordenen Bauern und Bäuerinnen zu beschäftigen. Und gerade Frauen werden auf den Farmen weniger angestellt als Männer. Eine Möglichkeit zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft besteht meist nicht und so werden vor allem Frauen in extreme Armut gedrängt. Ein weiteres Problem ist, dass meist nur für den Export angebaut wird und somit die lokale Ernährungssicherung gefährdet wird.

 

Auch die negativen, ökologischen Auswirkungen dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Nicht oder kaum genutztes Land wird nach der Übernahme durch Investoren intensiv genutzt, was zu einem wesentlich höheren Wasserverbrauch führt. Die Böden werden zudem durch massiven Einsatz von Dünger und Pestiziden ausgelaugt und belastet. Auf lange Sicht zerstört dies die Fruchtbarkeit des Landes und die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf das lokal betroffene Gebiet. Wasserentnahme aus Flüssen oder Seen zur intensiven Bewässerung der Felder kann die Wasserversorgung von entfernteren Gemeinden negativ beeinflussen. Das benötigte Wasser wird knapp und durch die Rückführung von durch Agrochemikalien belastetem Abwasser stark verunreinigt bis unbrauchbar.

 

Plantagen in Monokultur für zum Beispiel Palmöl vernichten besonders sensible Ökosysteme wie den Regenwald. Dreiviertel des produzierten Palmöls kommen aus Indonesien oder Malaysia. Dafür werden bislang unberührte Regenwälder zerstört und ganze Arten wie zum Beispiel der Orang Utan in ihrer Existenz bedroht. Doch auch Südamerika rückt zunehmend in den Fokus von Palmöl-produzierenden Firmen. Zudem wird durch die Rodung der Urwälder extrem viel CO2 freigesetzt, welches durch den Anbau der neuen Plantagen nicht wieder ausgeglichen werden kann. Besonders in der Kritik steht hier der Konzern Wilmar, seines Zeichens weltweit führender Hersteller und Händler von Palmöl. Obwohl Mitglied des RSPO und somit als nachhaltiger Palmöllieferant zertifiziert, prangern Umweltorganisationen immer wieder die Arbeitsweise des Konzernes an. Illegale Brandrodungen und Überfälle auf die indigene Bevölkerung, um diese aus ihrem Lebensraum zu vertreiben gehören demnach zum Alltag von Wilmar.

 

Durch Brandrodung ist der Orang Utan vom Aussterben bedroht.

Palmölplantagen in Monokultur zerstören den Lebensraum zahlreicher Arten, wie z. B. den des Orang Utans. (Bildquelle: regenwald.org / Fausto Dembinki, pixelio.de)

 

Es gibt aber auch positive Beispiele. Denn die Thematik der wachsenden Weltbevölkerung führt durchaus dazu, dass es einen immensen Bedarf an Investitionen im Agrarsektor gibt. Sollen bis 2050 weltweit die erwarteten 9 Mrd. Menschen ernährt werden können, wird bis zu diesem Zeitpunkt 70 % mehr landwirtschaftliche Produktion nötig sein. Dies bedeutet jährlich zusätzliche 83 Mrd. US-Dollar an Investitionen, um die Reduktionsziele in puncto Armut und Hunger zu erreichen. Abgesehen davon, dass dies mit dem derzeitigen Konsum in den westlichen Ländern und dem steigenden Wachstumshunger in den Schwellenländern wie China oder Indien kaum zu bewältigen ist, ist es durchaus sinnvoll, Entwicklungsländer im Aufbau eines nachhaltigen Agrarsektors zu unterstützen, um die Nahrungsmittelversorgung und die Erwerbstätigkeit der einheimischen Bevölkerung zu sichern. Fakt ist, dass es aktuell keinen wirklich nachhaltigen, empfehlenswerten Agrarfonds gibt, da es derzeit zu wenige Firmen gibt, die diesem Anspruch gerecht werden können. Allerdings gibt es Projekte, initiiert von Alternativbanken, welche z. B. kleinbäuerliche Kooperativen oder faire Modelle wie Managementverträge unterstützen. Ein ökologischer Landbau und die Anwendung von sozialen Kriterien nach Fair-Trade Vorgaben werden bei solchen Projekten vorangetrieben. Ein positives Beispiel dafür ist die SEKEM-Gruppe in Ägypten, an der seit 2007 auch die GLS und die Triodos-Bank beteiligt sind.

 

Ebenso wichtig sind Investitionen in eine nachhaltige Wasserversorgung der Landwirtschaft. Das indische Unternehmen Jain Irrigation zum Beispiel ist einer der führenden Hersteller für Bewässerungssystemen, im Speziellen für Tröpfchen- und Mikrobewässerungssysteme für die Landwirtschaft. Diese sind besonders wasser- und energiesparend und somit können bis zu 50 % des herkömmlichen Wasserverbrauchs eingespart werden. Wird diese Bewässerungstechnik eingesetzt, kann dementsprechend Dünger eingespart werden, was sich nicht nur finanziell positiv auswirkt, sondern auch den Boden weniger belastet. Gerade in Regionen, welche jetzt schon unter Wassermangel  leiden und die sich im Zuge des Klimawandels noch größeren Herausforderungen ausgesetzt sehen, können solche Bewässerungssysteme eine Basis für eine Zukunftssicherung darstellen.

 

Soziale und ökologische Verträglichkeit vor Rendite

 

Wir sind der Auffassung, dass Investitionen für einen landwirtschaftlichen Strukturwandel in Entwicklungs- und Schwellenländern dringend notwendig sind. Diese dürfen sich allerdings nicht an reinen Profiterwartungen orientieren, sondern müssen sich den örtlichen Gegebenheiten der Landwirtschaft und der Bevölkerung orientieren. Auch mittelfristig führen hohe Renditeerwartungen von Investoren dazu, dass eine Entwicklung in Richtung einer ökologischen und sozial verträglichen Landwirtschaft kaum möglich sein wird. Ein wichtiger Punkt, um diesen Prozeß zu unterstützen ist mit Sicherheit auch die Bildung der Einheimischen. Bildung und Wissen verschafft die Möglichkeit zu einer unabhängigen Meinungsbildung und Selbstbewusstsein. Dies sind Eigenschaften, welche für die Bevölkerung in Entwicklungsländern von unschätzbarem Wert sein können, wenn es darum geht, ihre Rechte gegenüber skrupellosen Großinvestoren zu verteidigen. Wenn wir Ihnen also keinen Agrarfonds mit gutem Gewissen empfehlen können, so sind doch Mikrofinanzkredite eine gute Möglichkeit, den Strukturwandel dort, wo er dringend benötigt wird voranzutreiben.

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”