Archiv für August 2015

RE06 Windenergie Finnland: Große Erstinvestition steht fest

Freitag, 21. August 2015

 

 

Das Hamburger Emissionshaus Reconcept hat sich seit einigen Jahren zum Finnland Spezialisten gemausert, nachdem es zunächst nur nach einer Notlösung als Ersatz für die in Deutschland kaum noch lukrativen Windkraftprojekten ausgesehen hat. Doch Finnland ist eines der letzten Länder mit der Spitzenbewertung AAA für Stabilität und Finanzkraft und hält an seinen ambitionierten Ausbauzielen für die Windkraft fest. Bis 2020 sollen 2.500 Megawatt an Windenergie installiert sein. Jetzt hat Reconcept bekannt gegeben, dass das erste Windkraftprojekt für den aktuellen Fonds RE06 Windenergie Finnland auf dem Weg sei.

 

 

RE06 Windenergie Finnland verliert Blind-Pool Status: Windpark Kuusamo soll kommen

Wie das Emissionshaus Reconcept  aktuell ankündigte, geht man von einer Investition von in den Windpark Kuusamo im Nordosten Finnlands aus. Die Nennleistung beträgt 12 MW, das Gesamtvolumen für den Erwerb liegt bei 27 Mio. Euro. Damit ist das geplant Volumen des Fonds von rund 50 Mio. Euro bereits zu mehr als 50% vergeben.

 

 

 

RE06 Windenergie Finnland Karte Windpark Kuusamo

Ausreichen Projekte für den RE06 Windenergie Finnland: das Portfolio geplanter Windprojekte in Finnland (Bild: Reconcept).

 

 

 

Bei einem guten Platzierungsstand und aktuell nur noch 2,5 Mio. restlichem, zu platzierendem Eigenkapital, eine wichtige Nachricht. Der Fonds verliert damit seinen “Blind Pool Status”, der immer dann besteht, wenn die genauen Investitionsobjekte noch nicht fest stehen.

 

Der Standort ist im dünn besiedelten Hügelland Vaara-Suomi zu finden. Die Windgeschwindigkeiten sind hoch und reichen bis zu 8 m/s. Eingesetzt werden die effizienten Windturbinen von Nordex, die  N131/3000 mit 114 Meter Nabenhöhe und 131 Meter Rotordurchmesser. Die überstrichene Rotorfläche ist 25 Prozent größer als im Vorgängermodell N117.

 

 

 

Zugriff auf weitere rund 90 Windräder gesichert

Entwickelt wird der Windpark von Tuulialfa Oy als erstes gemeinsames Projekt mit Reconcept. Im gleichen Atemzug wurde die langfristige Kooperation mit den Finnen bekannt gegeben, womit sich Reconcept den Zugriff auf rund 90 Windkraftanlagen sichert. Denn Reconcept hat bei diesen Projekten jeweils ein vertragliches Vorkaufsrecht. “Für kommenden 5 Jahre haben wir damit genügend Assets für neue Beteiligungsangebote gesichert”, so Karsten Reetz, Geschäftsführer von reconcept.

 

 

Vorgängerfonds RE03 Windenergie Finnland: Anlagen speisen Strom ein

RE03 Windenergie Finnland Vorinstallation einer Nabe

Vorgängerprojekt RE03: Vorinstallation einer Nabe der Windturbine (Bild: Reconcept)

Beim direkten Vorgänger des RE06 Windenergie Finnland, dem RE03 (die anderen RE04, RE05 wurden anderweitig vergeben), können positive Nachrichten vermeldet werden.

 

Der Windpark Ylivieska Pajukoski konnte Mitte August fertig gestellt und an das Stromnetz angeschlossen werden. So liefert der RE03 Windenergie Finnland mittlerweile die ersten sauberen Kilowattstunden an die finnische Bevölkerung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mehr-zum-re06-windenergie-finnland

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

7 Punkte die Sie bei der jeder Blockheizkraftwerk Beteiligung beachten sollten

Mittwoch, 19. August 2015

Die Energiewende weg von den traditionellen, den Klimawandel beschleunigenden Energieformen wie Kohle oder Öl, und hin zu besseren und sauberen Energieformen, kommt immer mehr ins Rollen. Fast ein Drittel haben die Erneuerbaren Energien letztes Jahr zum Energiemix Deutschlands beigetragen.

 

Die großen Energiekonzerne Deutschlands, E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW, gehören, nachdem sie die Bevölkerung jahrzehntelang aus einem Quasi-Monopol heraus mit teurer und schmutziger Energie versorgten, verlieren immer mehr an Bedeutung. Das merkt auch die Börse, der Kursverfall ist rapide. Alleine bei RWE beträgt er im Zeitraum Januar bis September 2015 rund 40%.

 

Während in Deutschland sie Solarstrom-Erzeugung in den letzten Jahren ins Hintertreffen geriet und Windkraft nach dem Bau von rund 25.000 Windkraftanlagen an seine Grenzen gerät, rückt nun immer mehr die Kraft-Wärme-Kopplung oder auch Blockheizkraftwerk genannte Technologie in den Fokus der Bevölkerung.

 

Und damit auch in den Fokus von ökologisch orientierten Geldanlegern, die ihr Kapital zukunftsgewandt und rentabel anlegen möchten. Seit einigen Jahren gibt es dazu Geldanlagemöglichkeiten, die meist attraktive Renditen und relativ kurze Laufzeiten aufweisen.

 

Da wir seit 15 Jahren Erfahrung sammeln und seit mehreren Jahren Blockheizkraftwerke als Anlagemodelle kennen und umpfehlen, möchte ich die wichtigsten, immer wieder gestellten Fragen dazu, aufgreifen (auf den Punkt klicken, um zur Antwort zu kommen):

 

  1. Wie funktioniert eine Geldanlage in ein Blockheizkraftwerk eigentlich?
  2. Wieso baut man nicht überall Blockheizkraftwerke?
  3. Ist die Technik überhaupt robust genug?
  4. Was passiert, wenn der Hersteller der Blockheizkraftwerke pleite geht?
  5. Kann ich damit auch Steuern sparen und die Abschreibungen gelten machen?
  6. Wie sicher ist eine Blockheizkraftwerks-Beteiligung?
  7. Welche Auswirkungen hat die Kürzung von staatlichen Förderungen?
  8. Im Bereich der Erneuerbaren Energien wurde in der Vergangenheit schon viel Geld verloren. Droht das hier auch?
  9. Sind denn die Kosten bei den Produkten nicht viel zu hoch?
  10. Wie sieht denn der Ausstieg bei Blockheizkraftwerks-Projekten aus?

 

1.) Wie funktioniert eine Geldanlage in ein Blockheizkraftwerk eigentlich?

 

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind einen Blick wert

Nicht nur in der Theorie gut: Blockheizkraftwerke

Zunächst muss man grundlegend verstehen, was ein Blockheizkraftwerk (oder auch Kraft-Wärme-Kopplung) ist: vereinfacht ausgedrückt eine Heizungsanlage, die neben Wärme auch Strom produziert. Technische Basis ist meist ein modifizierter Verbrennungsmotor, wie er in Autos, Lastkraftwagen oder Schiffen zum Einsatz kommt. Gespeist wird er in der Regeln mit Erdgas oder Holzhackschnitzeln, ein Betrieb mit anderen Kraftstoffen wie Bio-Gas ist ebenso machbar.

 

Welche prinzipiellen Vorteile hat diese Technik?

 

– durch die doppelte Nutzung der eingespeisten Energie ist der Wirkungsgrad mit bis zu 90 % sehr hoch (Wikipedia Blockheizkraftwerk)

– es entstehen fast keine Leitungsverluste, da das BHKW am Standort des Verbrauchs betrieben wird

– bei Nutzung von Erdgas oder Holz: sehr gute ökologische Bilanz

 

Die häufigste Geldanlage in BHKW’s ist die gemeinsame Investition mit anderen Anlegern in ein Projekt, welches dann Blockheizkraftwerke einkauft und mit den Strom- und Wärme-Erlösen sowie dem Verkauf des BHKW, Einnahmen erzielt. Man kann in diesem Fall von einer Direktbeteiligung an Blockheizkraftwerken sprechen, da die Anlagen direkt der Gesellschaft gehören, an der sich der Anleger beteiligt.

 

Die Geldanlage des Anlegers teilt dabei das Schicksal der Blockheizkraftwerke: läuft alles nach Plan, werden ansehnliche Renditen erzielt. Bei Projektproblemen können andererseits die Einnahmen für die Anleger kleiner oder ganz ausfallen und unter ungünstigen Umständen die Einlage gefährdet sein.

 

Die Anleger haben als Gesellschafter einer GmbH weitgehende Mitbestimmungsrechte und Informationsrechte. Unter anderem stimmen sie über die Höhe der Ausschüttungen ab und können die Geschäftsführung austausche.

 

Nicht zu verwechseln dazu sind Geldanlagen in Genussscheinen oder Anleihen. Hierbei handelt es sich um Schuldverschreibungen von Unternehmen, die auf Euro lauten und die keinerlei Mitspracherechte gewähren. Man ist von der Geschäftsführung abhängig und bei schlechtem Geschäftsverlauf oder Managementfehlern bleiben die Zahlungen einfach aus. Ein warnendes Beispiel ist der Fall des 2014 insolvent gegangenen Windkraftbetreibers Prokon, der stark auf Genusscheine setzte. Auch Währungskrisen oder hohe Inflationsraten treffen Anleger in Genussscheinen oder Anleihen.

 

2.) Wieso baut man nicht überall Blockheizkraftwerke?

 

In der Tat sehen die Ziele der Bundesregierung aggressive Ausbauziele für Blockheizkraftwerke vor. Aufgrund der Zuverlässigkeit, Grundlastfähigkeit und der bewährten Technik sind Blockheizkraftwerke eine wichtige Brückentechnologie auf dem Weg zu einer 100-prozentigen Energieversorgung mit CO2 freien Technologien.

 

Die Bundesrepublik Deutschland will eigentlich 25 Prozent des Strombedarfs durch Blockheizkraftwerke bis 2020 decken. Dieses Ziel scheint allerdings aufgrund fehlender unterstützender Maßnahmen kaum zu erreichen zu sein.

 

Der Ausbau scheitert derzeit daran, dass sich Blockheizkraftwerke finanziell nur dann lohnen, wenn eine kontinuierliche Auslastung im Jahresverlauf sichergestellt werden kann. Wichtig ist das besonders im Bereich der Wärmenutzung, denn in vielen Fällen kann die produzierte Wärme in den Sommermonaten nicht abgenommen werden.

 

In finanziell lohnenden Projekten wird das Blockheizkraftwerk also zur Deckung der Grundlast eingesetzt werden. Damit ist sichergestellt, dass auch in den kritischen Monaten Juni bis August das Blockheizkraftwerk in Betrieb sein kann.

 

 

Windkraft Beteiligungen und andere Erneuerbare Energien Investments: Exklusive Informationen und Sonderkonditionen in unserem Newsletter

 

 

3.) Ist die Technik von Blockheizkraftwerken überhaupt robust genug?

 

Die Technik von Blockheizkraftwerken ist aus anderen Einsatzbereichen abgeleitet, konkret ist die Basis meist ein Motor aus dem Bereich der Lastkraftwagen.

 

Mit solchen Motoren sind seit Jahrzehnten Erfahrungen gesammelt worden. Der Einsatz als Blockheizkraftwerk gilt dabei als relativ schonender Einsatz, da es sich um einen relativ konstanten Betrieb in optimalem Zustand handelt. Die Temperaturschwankungen der Umwelt sind deutlich niedriger als beispielsweise beim Einsatz in einem LKW.

 

Die Gesamtlebensdauer des Blockheizkraftwerkes hängt zwar von vielen Einflussfaktoren ab, eine Einschätzung des Fraunhofer-Instituts ISI geht jedoch generell von 15 oder mehr Betriebsjahren aus.

 

 

4.) Was passiert, wenn der Hersteller der Blockheizkraftwerke pleite geht?

 

Die Ausfall-Gefahr des Herstellers ist im Bereich der Blockheizkraftwerke weniger wichtig als zum Beispiel im Bereich der Windkraft-Anlagen-Bauer, da dort ein nochmals längere Betrieb vorgesehen ist und die Anbieter in der Regel eine kürzere Historie haben als bei Blockheizkraftwerken.

 

Sollte jedoch ein Anbieter der Blockheizkraftwerke aus dem Markt ausscheiden, gibt es – angelehnt an die Gegebenheiten im Kraftfahrzeugbereich – für alle wesentlichen Komponenten eine langfristige Ersatzteil-Bevorratung.

 

Das Know-How für die Reparatur der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist vielfältig in Deutschland vorhanden, so dass auch hier kein Engpass droht.

 

5.) Kann ich damit auch Steuern sparen und die Abschreibungen gelten machen?

 

Es kann mit den Blockheizkraftwerks-Beteiligungen ein Steuer-Stundungseffekt erzielt werden, man kann also die steuerliche Belastung in die Zukunft verschieben. In der Zwischenzeit „arbeitet“ das Geld, man spart also auf indirektem Wege Geld ein. Klassische „Steuersparmodelle“, wie es sie früher gab, sind durch die aktuelle Gesetzgebung unterbunden worden. Aber auch eine Steuerstundung kann sich schnell mit ein paar hundert bis einigen tausend Euro in Ihrem Geldbeutel positiv auswirken.

 

Für die KWK-Beteiligung wird in aller Regel eine Gesellschaft (oftmals GmbH & Co. KG) gegründet, innerhalb welcher die Abschreibungen der Blockheizkraftwerke steuerlich geltend gemacht werden. Insofern werden also steuerliche Mittel zur Optimierung genutzt, allerdings bereits auf Ebene der Gesellschaft.

 

6.) Wie sicher ist eine Blockheizkraftwerks-Beteiligung?

 

Jedes Projekt unterliegt typischen Projekt-Risiken, so auch Blockheizkraftwerks-Beteiligungen. Alle denkbaren und heute bekannten Risiken sind in der Beschreibung des Projekts (Verkaufsprospekt) detailliert aufgeführt.

 

Grundsätzlich sind bei Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekten jedoch einige sicherheitsförderliche Punkte vorhanden. Durch den im Vergleich zu anderen Technologien wie Photovoltaik oder Windkraft relativ niedrigen Investitionskosten pro Standort werden meist sehr viele Standorte realisiert. Wenn in einem Projekt 20 Standorte vorhanden sind, ist das Risiko einfach besser gestreut, als wenn nur 1 oder 2 Standorte vorhanden sind.

 

Auch die Abhängigkeit von staatlichen Förderungen birgt bei Blockheizkraftwerk-Projekten wenig Gefahr. Wesentliches Gesetz ist in Deutschland das “Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung”, kurz KWK-G. Während Solar- und Windkraftprojekte existenziell von staatlichen Zuschüssen (Energie-Einspeisegesetz EEG) abhängen, sind die staatlichen Vorteile bei Kraft-Wärme-Kopplungsprojekten gering. Die Anbieter gehen in den Prognosen deshalb von keiner wesentlichen Gefahr durch eine Kürzung staatlicher Hilfen aus.

 

Auch die technischen Risiken sind gering. Die Basistechnologie wird seit mehr als hundert Jahren genutzt und auch der Einsatz als Blockheizkraftwerk ist mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten erprobt.

 

Natürliche Risiken wir Schwankungen der Sonneneinstrahlung (Photovoltaik-Kraftwerke) oder Schwankungen der Windgeschwindigkeiten (Windkraft Beteiligungen) spielen bei Blockheizkraftwerken keine Rolle.

 

Kurzum: sicherlich sind Risiken vorhanden. Im Vergleich zu den Vorteilen erscheinen sie jedoch gering.

7.) Welche Auswirkungen hat die Kürzung von staatlichen Förderungen?

 

Dazu sollte man sich die grundsätzliche Erlös-Situation einer Beteiligung an Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ansehen. Die Erlöse stammen dabei hauptsächlich aus

 

– der Veräußerung thermischer und elektrischer Energie

– den damit verbundenen vermiedenen Netznutzungsentgelt- und Energiesteuererstattungen

– sowie der Kraft-Wärme-Kopplungszuschlägen.

 

Dabei geht die Kalkulation typischerweise von Veräußerungspreisen der elektrischen Energie an Endkunden in Höhe von 15 bis 20 Cent / kWh aus.

 

Strom, der nicht direkt vor Ort verbraucht, sondern in das lokale Stromnetz des örtlichen Energieversorgers eingespeist wird, gibt es die vermiedenen Netznutzungsentgelt- und Energiesteuererstattungen. Hintergrund ist, dass der örtliche Energieversorger bei dem üblichen Bezug des Stroms über die bundesweiten Mittel- und Höchstspannungsnetze Nutzungungsentgelte entrichten muss, die ihm beim Strom aus den BHKW’s entfallen. Auch diese Entgelte schwanken, können aber mit 0,5 bis 1,5 Cent pro eingespeister kWh Strom angenommen werden.

 

Die thermische Energie wird zu einem Preis von 4 bis 6,5 Cent pro kWh abgeben.

 

Im Verhältnis mit diesen Einnahmen ist der staatliche Zuschuss eines KWK-Zuschlags zu setzen. Dieser beträgt heute, abhängig von der Anlagengröße, zwischen 1,8 Cent und 5,4 Cent pro kWh. Er beträgt also nur einen verhältnismäßig kleinen Teil der Einnahmen des Gesamtprojektes.

 

Sollte dieser KWK Zuschlag also gekürzt werden, wäre das für die Blockheizkraftwerke-Projekte recht gut verkraftbar (anders als zum Beispiel einen Kürzung im Bereich Windkraft-Anlagen, wo die Zuschüssen teilweise 80% der Einnahmen ausmachen).

 

 

 

8.) Im Bereich der Erneuerbaren Energien wurde in der Vergangenheit schon viel Geld verloren. Droht das hier auch?

 

Die Geschichte der Erneuerbaren Energien in Deutschland reicht bis zum Anfang der 90er Jahre zurück. Viel Pionierarbeit wurde geleistet und viel musste getestet und erprobt werden.

 

Dabei gingen auch Projekte schief oder erzielten nicht die ursprünglich erhofften Gewinne.

 

Ein anderer Fall liegt bei dem durch die Medien gegangenen Insolvenzfall des Windkraftbetreibers Prokon (Anfang 2014). Dort wurde die Insolvenz weniger durch die Windkraftanlagen, sondern viel mehr durch eine Reihe von Management-Fehlern ausgelöst, unter anderem wurde viel Kapital in Projekte außerhalb des Windkraftsektors investiert. Es zeigte sich in der Folge allerdings die Werthaltigkeit der insgesamt 318 Windkraftanlagen, denn den Anlegern bliebe trotz Insolvenz rund die Hälfte Ihres Kapitals erhalten (Stand August 2015).

 

Meine Erfahrung aus den letzten 15 Jahren und der Vermittlung von fast 100 verschiedenen Erneuerbaren Energien Projekten zeigt jedoch, dass sich mittlerweile die ganz überwiegende Anzahl der Projekte sich so entwickelt, wie man das geplant hat. Entsprechend kann man auch bei den aktuellen Blockheizkraftwerk-Projekten davon ausgehen, dass einer prognosegemäßen Entwicklung nichts im Wege steht.

 

 

9.) Sind denn die Kosten bei den Produkten nicht viel zu hoch?

 

 

In der Tat wird immer wieder vor hohen Kosten bei Beteiligungen und Projekten gewarnt. Die Erstellung von aussagefähigen Prospekten, von Gutachten und die Punkte wie Verwaltung & Vertrieb kosten in der Tat viel Geld.

 

Aufgrund der Investitionsvolumen von mehreren Dutzend Millionen Euro, teilweise mehr als 100 Millionen Euro, relativieren sich diese Kosten allerdings.

 

Letztlich sind die in Aussicht gestellten Renditen bei Blockheizkraftwerks-Beteiligungen von 6 bis 11 Prozent eine Betrachtung „nach Kosten“ und im Vergleich zum eingegangenen Risiko attraktiv.

 

10.) Wie sieht denn der Ausstieg bei Beteiligungen an Blockheizkraftwerken aus?

 

In der Regel wird bei aktuellen Blockheizkraftwerks-Projekten der Ausstieg über eine angenommene Veräußerung der Blockheizkraftwerke nach einer Laufzeit von zum Beispiel 6 Jahren oder 10 Jahren angenommen. Der dann zu erzielende Veräußerungserlös ist nicht genau bestimmbar. Manche Anbieter gehen zum Beispiel von pauschal 20% des Anschaffungspreises aus, andere zinsen zukünftig zu erwartende Erlöse auf den Verkaufszeitpunkt ab.

 

 

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen einige wichtige Fragen zur Geldanlage in Projekte mit Blockheizkraftwerken beantworten. Ich stehe Ihnen gerne für weitere Fragen, für eine Erweiterung der Liste oder für Kommentare und Anmerkungen zur Verfügung. Rufen Sie bei uns an unter 06021-369 29-19 oder schreiben Sie uns:

 

 

 

Für mich interessante Windkraft Projekte

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Zukunftsenergie Deutschland 4 gestartet: Plus 63% in zehn Jahren geplant

Donnerstag, 13. August 2015

 

 

Neitzel & Cie hat ein neues Beteiligungs-Modell an dem operativ tätigen Zukunftsenergien Deutschland 4 gestartet. Es besitzt eine einzigartige Eigenschaft: Es streut das Risiko durch eine Investition in 2 Technologien – Blockheizkraftwerke und Photovoltaik-Anlagen.

 

 

 

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In 2015 wieder ein Thema: Solarkraftwerke in Deutschland. Bisher die zuverlässigste Technik für Geldanleger.

 

Zukunftsenergie Deutschland 4: zu rund 1/3 in Blockheizkraftwerke

 

Blockheizkraftwerke oder auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind vereinfacht ausgedrückt Heizungsanlagen, die neben Wärme auch noch Strom produzieren. Der Vorteil: die zugeführte Energie wird fast komplett ausgenutzt, es geht kaum Energie verloren (Wirkungsgrad oberhalb von 90 Prozent erreichbar).

 

Damit wird die Umwelt wirkungsvoll entlastet, denn ein höhere Wirkungsgrad bedeutet weniger Schadstoffausstoß. Dabei werden moderne Blockheizkraftwerkte (kurz: BHKW) meist mit Erdgas betrieben, was per se weniger Treibhausgase bei der Verbrennung emittiert als andere fossile Brennstoffe.

 

Blockheizkraftwerke stehen außerdem für ein dezentrale Stromerzeugung. Statt Strom in riesigen, teilweise gefährlichen Energieerzeugungsanlagen zu produzieren und dann verlustträchtig über lange Strecken zu transportieren, wird der Strom bei BHKW’s dort erzeugt, wo er verbraucht wird. Noch ein Pluspunkt für die Umwelt.

 

Wirtschaftlich betrachtet bieten BHKW’s zwei Vorteile: Wenn eine gute Auslastung der Systeme über das Jahr verteilt sicher gestellt ist, also auch im Sommer Wärme abgenommen wird, erzielen sie sehr gute Renditen auf das eingesetzte Geld. Der zweite Vorteil ist, dass sie kaum auf staatliche Hilfen und Zusagen angewiesen sind. Ein Sicherheitsplus in Zeiten klammer Staatskassen, denn es wäre nicht das erste Mal, dass der Staat gemachte Zusagen wieder revidiert.

 

Zukunftsenergie Deutschland 4: zu rund 2/3 in Solaranlagen in Deutschland

 

Der größere Anteil der Investitionen, rund 2/3 der Gelder, werden in Solaranlagen in Deutschland investiert. Solaranlagen zeigen immer wieder eine beruhigende Eigenschaft für die Geldanleger: die Technik funktioniert zuverlässig, die Sonneneinstrahlung ist recht konstant, die finanziellen Ergebnisse deutscher Solaranlagen sind praktisch immer gut.

 

Die im Verkaufsprospekt vorgestellten Solaranlagen-Projekte in Deutschland wurden bereits vor ein paar Jahren, meist 2011, in Betrieb genommen. Entsprechend sind die tatsächlichen Ergebnisse bereits gut bekannt. Typische Neu-Projekt-Risiken wie abweichende Sonneneinstrahlungen gegenüber den Prognosen, entfallen entsprechend.

 

Übrigens gilt für Solar wie für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen: alle Anlagen müssen vor Kauf durch das Projekt Zukunftsenergien Deutschland 4 bereits komplett fertig gestellt sein, alle staatlichen Hürden müssen übersprungen worden sein, Abnahmen durch Gutachter müssen erfolgt sein.

 

 

Die Rendite überzeugt beim Zukunftsenergie Deutschland 4

 

Stellen Sie sich vor, sie würden einen 10-Jahresvertrag für Festgeld bei einer Bank abschließen. Der Zinssatz dafür beträgt aktuell, am 13. August 2015, 0,50 % (Ethikbank). Ihr Ergebnis für 10.500 Euro nach 10 Jahren: 11.025 Euro.

 

Im Vergleich dazu der Zukunftsenergie Deutschland 4 mit einem Gesamtmittelrückfluss von 163 Prozent – Ergebnis für 10.000 Euro Anlage zzgl. 5 Prozent Agio nach 10 Jahren: 16.300 Euro.

 

 

 

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Die High-Lights des Zukunftsenergie Deutschland 4:

 

 

– 6 % p. a. Auszahlung (ansteigend auf bis zu 8 %)

– Potenzielles Startportfolio besteht, die erste Investition steht bevor

– Alle Energieerzeugungs-Anlagen jederzeit handelbar (Verkauf)

– Keine Fertigstellungsrisiken

– Klare Investitionskriterien

– Hohe Investitionsquote von ca. 93 % inkl. einer Liquiditätsreserve von ca. 4 %

– Kompetenzteam bestehend aus kaufmännischer und technischer Betriebsführung, Sachverständigen, Ingenieurbüros und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

– Politisch gewollte und gesetzlich beschlossene Förderung (EEG und KWKG)

– Anlagedauer von rund 10 Jahren geplant

– Externe Mittelverwendungskontrolle in der Investitionsphase sowie laufende Liquiditätsflusskontrolle während der Betriebsphase durch unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

 

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Die Weltbevölkerung explodiert – Wasser und Nahrungsmittel fehlen

Dienstag, 11. August 2015

Die UNO hat ihre bisherige Wachstumsprognose für die Weltbevölkerung nach oben korrigiert. Danach werden bis zum Jahr 2050 werden etwa zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben.

 

Während die Bevölkerungszahl in Deutschland in den kommenden Jahren zurückgeht, steigt die Zahl der Weltbevölkerung nach neuesten Schätzungen der UNO auf 9,7 Milliarden Menschen. Vor allem Afrika erlebt ein überdurchschnittliches Wachstum.

 

 

 

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Immer mehr Menschen auf unserem Planten: hier Tokio

Afrika kann damit Asien als den bisher bevölkerungsreichsten Kontinent überholen. Die Folgen sind auch für Europa spürbar. Die Zahl der Flüchtlinge steigt kontinuierlich, Europa kann sich nicht abschotten. Von daher ist es wichtig, dass Menschen aus Afrika legal die Möglichkeit bekommen, einzuwandern und in Europa zumindest einer befristeten Beschäftigung nachzugehen, fordert nicht nur der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik.

 

Europa hat hier auch eine soziale Verantwortung. Bei uns leben wegen der geringen Geburtenzahlen bis Mitte des Jahrhunderts nur noch 650 Millionen Menschen. Der explosionsartige Bevölkerungszuwachs konzentriert sich im Wesentlichen auf neun Länder, von denen allein fünf in Afrika liegen.

 

Afrikas grüner Gürtel wird schmäler

 

Die wachsende Zahl der Bevölkerung geht mit einem steigenden Bedarf an Lebensmitteln und Wasser einher. In Afrika erfolgt schon jetzt eine unkontrollierte Abholzung der Wälder, um Acker- und Farmland daraus zu machen. Ein Sprecher der nationalen Forstbehörde (NFA) warnt: Wenn die Wälder mit der gleichen Geschwindigkeit wie bisher zur Abholzung kommen, ist bis Mitte des Jahrhunderts kein Wald mehr da.

 

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen ruft aktuell zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den natürlichen Ressourcen auf. Läuft alles so weiter, wie bisher, braucht die Menschheit im Jahr 2050 drei Planeten, um sich zu versorgen. In Afrika schreitet wegen der Bevölkerungsexplosion die Zerstörung der Umwelt besonders stark voran.

 

Der steigende Wassermangel und fehlende Nahrung hat schlimme Folgen, nicht nur für die Bevölkerung in Afrika. Das Problem geht uns am Ende alle an.

 

Wie deutsche Sparer sich engagieren können

 

Wir alle können etwas tun, um dem düsteren Szenario für die Zukunft etwas zu entgegnen. Legen Sie Ihr Geld bewusst „ökologisch“ an. Grüne Geldanlagen sind im Trend und bringen nebenbei attraktive Renditen.

 

Investieren Sie in ethisch-ökologische Geldanlagen. Werden sie Ihrer sozialen Verantwortung gerecht, beteiligen Sie sich an Wasserfonds und tätigen Sie Wasserinvestments in Unternehmen aus dem Wasser-Sektor. Schon 2006 wurde die Idee der Mikrofinanzen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Damit gehen Kleinstkredite in Schwellenländer zur Anschaffung von Tieren oder Haushaltsgeräten – auch hier können Sie Gutes zu tun und dabei Geld zu verdienen.

 

 

 

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Blockheizkraftwerke Deutschland 3: Geschäftsführer Banasiak spricht von punktuellen Verbesserungen bei der erfolgreichen Serie

Donnerstag, 06. August 2015

 

Seit einigen Wochen ist das neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekt Luana Capital Blockheizkraftwerke Deutschland 3 verfügbar. Die beiden Vorgängerprojekte Blockheizkraftwerke Deutschland 1 und Blockheizkraftwerke Deutschland 2 schütten wie geplant an die Anleger aus. Entsprechend groß sind auch die Erwartungen an den Blockheizkraftwerke Deutschland 3, der nur in wenigen Punkten gegenüber dem Vorgänger verändert wurde.

 

 

 

blockheizkraftwerke-deutschland-3-interview-gruenesgeld-luana-capital

Unterlagen gemeinsam durchgehen, Fragen stellen: Luana Geschäftsführer Banasiak (rechts) stellt bei Grünes Geld

 

 

 

Grünes Geld traf sich mit Herrn Marc Banasiak, Geschäftsführer des Emittenten, zu einem Austausch über das Projekt.

 

 

Herr Banasiak, Sie bieten aktuell Ihre bereits dritte Blockheizkraftwerke-Beteiligung an. Was sind Blockheizkraftwerke (BHKW) und welche Vorteile haben diese gegenüber Wind und Solar?

 

 

Ein Blockheizkraftwerk („BHKW“) besteht im Prinzip aus einem Verbrennungsmotor mit angekoppelten Generator sowie ein paar Applikationen und produziert dadurch gleichzeitig Wärme und Strom. BHKW stellen somit eine sehr ausgereifte Technologie dar, da sie speziell von der über hundertjährigen Motorenentwicklung elementar profitieren. Aufgrund hoher Nutzungsgrade von über 90% (i.d.R. ca. 60% Wärme und 30% Strom) lassen sich durch ihren Betrieb in erheblichem Maße fossile Brennstoffe einsparen, was dazu führt, dass der Übergang von der fossilen Energieerzeugung zu einer rein regenerativen Energieversorgung außerordentlich wirkungsvoll unterstützt werden kann.

Neben der hohen Effizienz bieten BHKW weitere entscheidende Vorteile. Zum einen erfolgt die Installation in der Regel dezentral; was bedeutet, dass die Erzeugung der Energie dort stattfindet, wo sie auch verbraucht wird, sodass aufwendige Strom- und Wärmenetze entfallen. Zum anderen können Sie bedarfsweise zu- und abgeschaltet werden. Sowohl bei Sonne als auch Wind ist dies unmöglich.

 

 

Die Bundesregierung hatte das Ziel für Deutschland gesetzt bis 2020 mindestens 25% Strom aus KWK-Anlagen zu produzieren. Wie ist Ihre Einschätzung hinsichtlich der Erreichbarkeit dieser Ziele?

 

 

Im Moment kann man davon ausgehen, dass dieses Ziel der Bundesregierung verfehlt wird. Unter anderem das im Vorjahr novellierte EEG, mit der Maßgabe der gestaffelten EEG-Umlage auf Eigenstrom, hat den Markt der Neuinstallationen von BHKW im Rahmen des Eigenbetriebes rückläufig werden lassen. Auch die zuletzt faktische Beendigung der Biomasse-KWK sorgte für eine Stagnation.

Schaut man sich allerdings nicht zuletzt die Entwicklung der Photovoltaik und der Windenergie der letzten Jahre, insbesondere der Boomzeiten in Deutschland an, dann war dieser immense Wachstumsschub unter anderem auch dadurch möglich, dass zahlreiche Finanzierungsoptionen vorhanden waren. Nicht zuletzt Geschlossene Fonds, Private-Equity-Häuser, Banken, Pensionskassen und/ oder Family Offices haben diesen Märkten große Mengen an Kapital zur Verfügung gestellt und so die Entwicklung erst möglich gemacht. Im Bereich BHKW ist dieses Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Man kann sagen der Kapitalmarkt hat den BHKW-Markt noch nicht für sich entdeckt.

 

 

Vielen Dank für diesen interessanten Markteinblick. Wie funktioniert Ihre neue Beteiligung „Blockheizkraftwerke Deutschland 3“ und wo liegen Änderungen zum Vorgänger?

 

 

Die Beteiligung wird wiederum an deutschen Standorten BHKW erwerben, betreiben und die Endkunden mit Wärme und Strom versorgen. Insofern bleibt das grundsätzliche Konzept zunächst gleich.

 

 

Einfluss auf den Prospekt hatten die Regelungen des Kleinanlegerschutzgesetzes sowie der Entwurf des neuen IDW-S4. Wir hatten bei unserem Vorgänger eine sehr gute Resonanz und konnten etwa dreimal so viel Kapital einsammeln wie ursprünglich geplant. Insofern haben wir keine wesentlichen Änderungen vorgenommen, sondern versucht uns punktuell zu verbessern, z.B. in der Weichkostenstruktur innerhalb der Beteiligung. Gerade für Wiederanleger wird die neue Beteiligung also keine Überraschung darstellen sondern hoffentlich einen weiteren Beweis dafür liefern, dass Rendite und effiziente Energie sich nicht ausschließen.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie rechnet sich monatliches Ansparen?

Sonntag, 02. August 2015

Bereits Jugendliche und junge Erwachsene bekommen immer wieder nahegelegt, etwas monatlich auf die Seite zu legen. Eltern sparen monatlich für die eigene oder die  Zukunft der Kinder. Immer wieder taucht die Frage auf, welches denn die rentabelste Form der monatlichen Ansparung ist, denn schließlich ist es der erste Schritt zu einem kleinen oder größerem Vermögen.  Entscheidend für den Anlageerfolg und die Leistung am Ende der Ansparzeit ist die richtige Wahl der Anlageform. Möglichkeiten gibt es Zahlreiche. Die häufigsten sind: Bausparverträge, Bonussparverträge von Banken und Sparkassen oder Investmentfonds.

 

Von den genannten Varianten unabhängig sind die Anlagen für die Altersvorsorge zu sehen, denn dafür gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Darüber haben wir in anderen Blogbeiträgen bereits informiert.

 

Ein Anlass für die Gegenüberstellung der einzelnen Anlageformen ist die Veröffentlichung des Deutschen Fondsverbandes BVI – Bundesverband  Investment und Asset Management e.V . Der Verband veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Statistiken zur Wertentwicklung einzelner Fonds und der unterschiedlichen Fondskategorien. Natürlich stets in der Retrospektive, denn erst im Rückblick kann man die tatsächliche Entwicklung einer Anlage in offene Investmentfonds quantifizieren.

 

 

 

Aktueller Anlass

 

Ein zweiter Anlass ist jedoch ganz berufspraktischer Natur. In einem aktuellen Beratungsgespräch fragte mich eine Familie, die auf Empfehlung Ihrer Hausbank für die Kinder (3 und 6 Jahre) zwei Bausparverträge abgeschlossen hatten, ob dies sinnvoll sei. Sie baten mich um eine Einschätzung, ob sich die Ansparung der Verträge mit 50 € monatlich lohnen würde, denn schließlich gäbe es spezielle Boni für Kinder. Eine persönliche Meinung dazu hatte ich bereits im Vorfeld, doch wollte ich es mit harten Zahlen, Berechnungen und Fakten darlegen, denn nur so kann eine Anlageform abschließend beurteilt werden.

 

Für den Sparer stellt sich in der aktuellen Niedrigzinsphase die besondere Situation, dass er bei Garantiezinsen nicht einmal mehr ein Prozent im Jahr auf seine Anlagen erwarten kann. Wenn dann noch Kontoführungsgebühren hinzukommen, beträgt das Guthaben am Ende der Sparzeit teilweise sogar weniger als die Einzahlungssumme. Dass sich monatliches Sparen mit der richtigen Anlageform lohnen kann, belegt die aktuelle Auflistung des BVI mit realen Vergangenheitsentwicklungen.

 

 

Infografik gibt Überblick

 

Eine Gegenüberstellung der einzelnen Sparformen zeigt die Unterschiede bei den Endguthaben sehr deutlich. Bei diesen enormen Differenzen fällt die Entscheidung leicht, welche Vertragsform in der jetzigen Zeit angebracht ist.

 

 

 Vergleich der Sparplanmöglichkeiten

 

 

Sicherheit statt Garantie mit Aktienfonds

 

Wer 10 Jahre lang 100 € in Aktienfonds mit weltweiter Streuung gespart hat, konnte sich zum Stichtag 30. Juni 2015 über eine jährliche Wertentwicklung von 7,4 Prozent oder über ein Ergebnis von 17.572 € freuen. Bei 15 Jahren Spardauer waren es schon 28.299€. Das häufiger gehörte Argument, dass noch einiges an Kosten weggehen würde, wurde in der Berechnung berücksichtigt. Alle Kosten inklusive des bei Kauf fälligen Ausgabeaufschlag wurden in der Berechnung der Wertentwicklung abgezogen.  Sparer die deutschen Aktiengesellschaften treu geblieben waren, konnten sich sogar über eine Rendite über die letzten 10 Jahre von 8,3 Prozent pro Jahr freuen.

 

Vergangenheitsentwicklungen sind zwar keine Garantie für die Zukunft, doch wenn ähnliche Entwicklungen in einer Regelmäßigkeit in der Vergangenheit auftreten, liegt die Vermutung nahe, dass eine künftige Entwicklung in der Zukunft möglich ist. Möglicherweise beträgt die Rendite dann ein oder zwei Prozent mehr oder weniger, doch die Richtung ist ähnlich. In Punkto Sicherheit kann die Aktienfondsanlage ebenfalls überzeugen, denn ein Totalverlust ist ausgeschlossen. Denn das würde bedeuten, dass eine Vielzahl von Unternehmen nicht mehr existieren würde oder ausfallen müsste. Das Motto lautet also Sicherheit statt Garantie.

 

 Sparplanergebnisse BVI

 

 

Prämiensparer ungenügend

 

Zwar können Prämiensparverträge von Banken und Sparkassen mit Garantien punkten, doch  die Rendite ist nicht ausreichend um die Anlageformen tatsächlich attraktiv erscheinen zu lassen. Als Beispiel haben wir einen üblichen Sparvertrag einer deutschen Sparkasse hergenommen. Im Grunde ist der Sparvertrag ein ganz normales Sparkonto mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Man wählt jedoch eine fixe monatliche Sparleistung von mindestens 20€. Erhöht werden können die Sparraten nicht, Reduzierungen sind möglich bis zur Mindestrate. Während der Laufzeit erhält man Zinsen, die flexibel angepasst werden können. Derzeit werden 0,15% p.a. gezahlt. Das besondere ist jedoch die Prämie, denn die Sparkasse zahlt zusätzlich zum Zins am Ende des Sparjahres, allerdings erst nach dem dritten Jahr eine verzinsliche Prämie auf den im Jahr geleisteten Sparbetrag. Bei 100€ monatlichem Sparbetrag beläuft sich die Prämie nach Ablauf des vierten Sparjahres  auf 12 Euro, im fünfzehnten Jahr das mit 25 Prozent Bonus werbewirksam herausragend dargestellt wird, auf 300€. Was sich auf den ersten Blick vielleicht viel anhört, wirkt bei näherer Betrachtung schon nicht mehr ganz so attraktiv.

 

Die tatsächliche Verzinsung des Vertrages incl. gewährter Boni beträgt 1,19 Prozent pro Jahr. Die Mehrzahl der Sparer rechnet sich vor Abschluss eines Sparvertrages nicht die Effektive Verzinsung aus denn zu deutlich werden Boni in den Werbeunterlagen dargestellt. Und die Bonussätze von bis zu 50% erscheinen verlockend.

 

Bausparvertrag größter Verlustbringer

 

Mit Bonus werben auch die Bausparkassen, vom Junior Bonus über Rendite Bonus zum Treue Bonus. Dies verdeckt die unattraktive Verzinsung und Wertentwicklung der Bauspartarife. Bausparen mag für Finanzierungen oder Menschen mit dem Wunsch in absehbarer Zeit ein Bauvorhaben zu starten sinnvoll sein. Für die Ansparung für Kinder und Enkelkinder ist es trotz Junior Bonus ungenügend. Die Verzinsung beläuft sich gegenwärtig nicht einmal auf ein Prozent, es fällt eine Abschlussgebühr an und es werden Kontoführungskosten verrechnet. Insbesondere für sehr junge Kinder, da sie eine lange Sparzeit vor sich haben, wirkt sich diese Form des monatlichen Sparens sehr nachteilig aus.

 

In unserer Modellrechnung haben wir einen Tarif zu Grunde gelegt, der insbesondere für Kinder und Enkelkinder empfohlen wird. Erstaunlich ist, dass bei einer Verzinsung von 0,25 Prozent p.a. nach 15 Jahren weniger Endguthaben vorhanden ist als eingezahlt wurde. Dies kann auch der Juniorbonus der gewährt wird, wenn der Abschluss im Alter von  0-15 Jahren erfolgte und nach mindestens 7 und höchstens 15 Jahren die Mindestansparung und die Bewertungszahl von 208 erreicht werde, nicht auffangen. Dieser Bonus ist in seiner Höhe abhängig von der Bausparsumme und beläuft sich beispielsweise auf  100 Euro Juniorbonus für Bausparsumme ab 10.000 Euro, 200 Euro ab 20.000 Euro und 300 Euro ab 30.000 Euro. Das Ergebnis nach 15 Jahren Sparzeit ist ein Verlust von 285 €.

 

Um tatsächlich Vermögen zu bilden und nicht zu vernichten mit den monatlichen Sparmöglichkeiten ist es also dringend notwendig auf die richtige Anlageform zu setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.