Archiv für Januar 2016

Wieso Sie bei der Geldanlage die 72er Regel unbedingt kennen sollten

Mittwoch, 27. Januar 2016

 

In der Schule lernen wir lesen, schreiben, rechnen. Wir lernen viel über unserer Geschichte, über Chemie, Physik und Biologie – sogar neue Sprachen lernen wir dazu. Aber wir man sein Geld anlegt, lernen wir in der Schule leider nicht. Ein bisschen etwas geben uns unsere Eltern noch mit, aber deren Wissen ist auch meist laienhaft, zumal die Kapitalmärkte sich enorm geändert haben. Deshalb muss sich jeder sein Kapitalanlage-Wissen selbst erarbeiten. Dazu möchte ich an der Stelle ein wichtige Faustformel vorstellen, die gar nicht so viele Menschen kennen. Wahrscheinlich selbst Ihr Berater bei der Bank nicht.

 

Die 72er Regel

72er-Regel-der-KapitalanlageAlso steigen wir gleich ein, ich verrate Ihnen die Regel, die kaum jemand kennt und die sehr nützlich ist, die 72er Regel.

 

Wenn man die 72 durch die Rendite pro Jahr einer Geldanlage teilt, erhält man den Zeitraum, indem sich das Kapital verdoppelt.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsBeispiel 1: Sie legen Ihr Geld zu 10 Prozent an. Das hört sich viel an, kann aber gelingen (und außerdem rechnet es sich damit recht leicht). Nach der 72er Regel teilen Sie 72 durch 10, erhalten als Ergebnis 7,2. Ihr Kapital verdoppelt sich also in 7,2 Jahren.

 

Beispiel 2: Sie legen Ihr Geld zu 1 Prozent an – aktuell ein gar nicht so einfach zu erreichender Zins für alle, die ihr Geld bei den Banken anlegen. Dann braucht Ihr Kapital 72:1 = 72, also 72 Jahre bis zur Verdoppelung.

 

Die Regel ist nur eine Faustformel – denn letztlich müsste eigentlich eine Zinseszins-Berechnung mit Potenzrechnung durchgeführt werden. Aber sie liefert sehr brauchbare Ergebnisse.

 

Was ist mit Inflation, Steuern und Gebühren?

Die Rechnung ist immer dann korrekt, wenn Sie die tatsächlich erzielte Netto-Rendite verwenden. Angenommen Sie möchten Inflation, Steuern und Gebühren berücksichtigen, könnten Sie wie folgt vorgehen:

 

– angenommene Brutto-Rendite: 8 Prozent pro Jahr

– angenommene Inflation: 2 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich (vereinfacht) auf 6 Prozent pro Jahr

– angenommene Kosten der Geldanlage: 1 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich auf 5 Prozent pro Jahr

Besteuerung der Gewinne: sicherlich der am schwersten abzuschätzende Punkt, gerade wenn individueller Steuersatz, Freibeträge und die unterschiedliche Besteuerung von Anlageformen berücksichtigt werden soll. Nehmen wir an, die Rendite reduziert sich dadurch um 25%, dann werden aus 5 Prozent nur noch 3,75 Prozent

 

In dem Beispiel würde also gelten: 72 durch 3,75 = 19,2. Die Kaufkraft Ihres angelegten Kapitals würde sich also in ca. 19 Jahren verdoppeln.

 

 

 Gute Renditen bei hoher Sicherheit: Musterdepot Wachstum

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

RE09 Windenergie Deutschland gestartet: grüne Anleger können sich freuen

Donnerstag, 21. Januar 2016

 

In den letzten Jahren ist es für ökologisch orientierte Geldanleger ruhig geworden rund um das Thema Windkraft in Deutschland. Jetzt ist mit dem RE09 Windenergie Deutschland wieder ein klassisches Windkraftprojekt gestartet, das in Windturbinen im eigenen Land investiert. Die Konditionen sind attraktiv.

 

 

Gesetzgeber hatte den Markt versehentlich still gelegt

 

Windrad, Vogelperspektive, Hersteller Nordex

Nordex Windturbine (Grafik: Reconcept)

Ein großer Teil der deutschen Energiewende ist durch private Kapitalanleger geschultert worden. Über rund 15 Jahre hatten sie einen großen Anteil daran, dass mittlerweile rund 25.000 Windräder in Deutschland für knapp 15 Prozent unseres Stroms sorgen (Wert für 2015).

 

Doch solche Windkraft-Beteiligungen sind aus zwei Seiten in die Enge getrieben worden. Zum einen wurde die Einspeisevergütung stark zurück gefahren, so dass man für die erzeugte Kilowattstunde Strom einfacher weniger Geld erzielen konnte. Das hat dazu geführt, dass viele Deutsche ihr Geld in ausländische Windprojekte investiert haben, zum Beispiel in Finnland oder in Frankreich.

 

Zum anderen hat die Finanzmarktregulierung dazu geführt, dass 2014 und 2015 kaum neue Beteiligungsmodelle auf den Markt gebracht wurden. Viele traditionelle Anbieter sind aus dem Markt ausgeschieden. Nur die erfolgreichsten Anbieter haben diesen Schritt überstanden und bieten jetzt allmählich wieder neue Beteiligungen an – so wie den RE09 Windenergie Deutschland.

 

 

 

RE09 mit kurzer Laufzeit und guter Rendite

 

Nun scheint der gordische Knoten gelöst zu sein. Nur wenige Wochen nach Start des Ökorenta Neue Enerigen VIII Zweitmarktfonds präsentiert das Hamburgische Emissionshaus Reconcept den RE09 Windenergie Deutschland.

 

Er kauft oder baut Windenergieanlagen in Deutschland, betreibt diese für mehrere Jahre und verkauft sie wieder. Insgesamt will er damit seinen Anlegern 152 Prozent zurückzahlen, abzüglich der eingesetzten Einlage also ein Zuwachs von rund 52 Prozent bei einer Laufzeit von nur gut 7 Jahren.

 

Dabei beginnen die Auszahlungen an die Anleger bei 6 Prozent im ersten vollen Produktionsjahr (2017), und steigern sich dann auf 7 Prozent.

 

Besonderer Bonus für die Anleger: ab Einzahlung des Geldes bis zum Ende der Platzierungsphase erhält der Anleger einen Frühzeichnerbonus von 3 Prozent p.a. garantiert. In Zeiten von 0,1 Prozent Zinsen auf dem Tagesgeldkonto sehr attraktiv.

 

 

 

 ich-will-mehr-erfahren-re09.png

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Dienstag, 19. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraftanlagen

 

Sachwerte sind der Königsweg aus der aktuellen Nullzinsphase und der Phase der negativen Realzinsen. Von negativen Realzinsen spricht man, wenn die Differenz aus Zinsen und Preissteigerungsrate negativ ist, das Geld auf der Bank oder in Staatsanleihen also nach Berücksichtigung der Inflation an Wert verliert.

 

rohstoff-investement-braunkohle

Rohstoff-Investments: Der Abbau ist meist inakzeptabel und verlangt Mutter Erde und den Menschen viel ab. Hier: Braunkohle Abbau in Garzweiler.

 

Der grundsätzliche Vorteil von Sachwerten: ihr Wert ist unabhängig von Papierwerten wie Euro, Dollar oder Franken. Trotzdem sind Sachwerte im Jahr 2015 nicht immer eine gute Anlageidee gewesen. Zu sehr schmerzte der Preisverfall bei den Rohstoffen. Ob Öl, Nickel, Kupfer oder Gold: die Preise sind durch die Bank gesunken.

 

Der Grund dafür: die sich abschwächende Nachfrage nach Rohstoffen aus China. Dabei wächst China real weiterhin, aber eben nicht mehr so stark wie geplant. Während die Rohstoffmärkte von den Planzahlen ausgingen und entsprechend die Kapazitäten ausbauten, ging die Nachfrage zurück und die Preise sind eingebrochen.

 

Wir rechnen damit, dass sich die Preise unter hoher Volatilität stabilisieren und im Anschluss wieder teils kräftig anziehen„, so die Commerzbank. Wann jedoch der Tiefpunkt durchschritten ist, lässt sich nicht sagen.

 

Für ethisch-ökologische Anleger waren die meisten Sachwertinvestments in 2015 sehr lohnend. Meist handelt sich dabei um die Erneuerbare Energien Anlagen, die aus Sonnenenergie, Windenergie oder Wasserkraft Strom erzeugen. Sowohl das Sonnenjahr als auch das Windjahr waren in Deutschland 2015 gut, so dass die geplanten Einnahmen von meist 5 bis 8 Prozent auf das Anlegerkapital erzielt werden konnten.

 

Differenzierter musste man 2015 lediglich die Holzinvestments betrachten. Die Direktinvestments für Aufforstungen von Holz oder Wald hatten ein gutes Jahr, lediglich in Einzelfällen gab es Verwerfungen wie zum Beispiel verzögerte Ernten wegen Starkregen oder niedrigere Verkaufspreise für Holz, weil die Energiepreise gesunken waren. Bei Holzfonds, die in Aktien von Holzunternehmen investierten, war 2015 ein schwächeres, wenn auch noch ein insgesamt gutes Jahr. Letztlich kamen dort 2,3 Prozent Plus zustande – in Zeiten von Nullzinsen immer noch ein ansehnliches Ergebnis.

 

 

 

Sachwerte mit regelmäßigen Rückflüssen sind gefragt

Geldanlage in Wald.

Wald: schön für Auge, Tiere und Geldbeutel

Sachwerte sind ein weiter Begriff – neben Rohstoffen und Edelmetallen geht es auch um Immobilien, Erneuerbare Energien Kraftwerke, Holzinvestments und viele weitere Kategorien. Ich möchte hier einen Blick auf den häufig genannten Sachwert Gold werfen, Immobilien habe ich im Beitrag vom 15. Januar 2016 beleuchtet, und außerdem auf die grünen Sachwertthemen Holz und Energie.

 

Sachwert Gold in 2016: An gleicher Stelle vor rund 1 Jahr habe ich die Bedeutung von Gold als Krisenwährung und Angst-Anlage hervorgehoben. Da die großen Ängste der Immobilien-, Bank- und Währungskrisen abgeklungen sind, sagte ich für 2015 Kursrückgänge für Gold voraus. Und in der Tat hat Gold rund 12 Prozent an Wert in 2015 verloren. Eine richtige Trendwende ist für mich nicht erkennbar, es könnte jedoch ein Boden gefunden sein. Gold sollte von Anlegern weiterhin nur als Notfall-Reserve, dann physisch zu Hause, in Betracht kommen. Die Abbaubedingungen sind meist so unbefriedigend für Natur und Mensch, dass Gold für sozial-ökologische Anleger darüber hinaus kaum in Betracht kommt.

 

Sachwert Holz in 2016: Langfristig ist Holz weiterhin für jeden Anleger interessant. 2015 haben Holzinvestments jedoch auch ihre negative Seite gezeigt – da Holz als Energieträger genutzt wird und die  Energiepreise in 2015 auf breiter Front gefallen sind, sind die Preise für manche Holzsorten ebenfalls gefallen. Die Zukunftsaussichten bleiben rosig für alle, die mittel- und langfristig interessiert sind – und das sollten alle Holzanleger sein. Investiert werden kann in Holzunternehmen weltweit oder in einzelne Holzanbauprojekte.

 

Windkraft, Solar, Wasserkraft: Die positiven Beschlüsse der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 geben allen Erneuerbaren Energien Auftrieb. Um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, müssen weltweit neue Kapazitäten für Kraftwerke aus nachwachsenden Energieträgern errichtet und betrieben werden. Anleger winken Renditen zwischen 5 und 10 Prozent pro Jahr. Allerdings muss der Anleger auf Streuung achten, denn Projekte tragen immer ein Projektrisiko. Interessante Projekte sind aktuelle im Bereich Blockheizkraftwerke, Windkraft oder gemischt Blockheizkraftwerke / Solar am Markt.

 

 

Fazit: In der Niedrigzinsphase, die auch noch die nächsten Jahre anhalten wird, bieten Sachwerte eine gute Alternative um Vermögen aufzubauen. Bei den Sachwerten muss unterschieden werden: Gold und Rohstoffe sind spekulativ und generell kein nachhaltiges Investment, andere Formen wie Waldinvestments, Windkraft oder Wasserkraft bleiben aussichtsreich.

 

 

 

auswahl-interessanter-erneuerbare-energienkraftwerke

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds

Freitag, 15. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds

sichere-geldanlage-2016-immobilien

Immobilien: Schöne Geldanlagen, aber Achtung: Verstand sollte immer mitentscheiden.

Das Betongold bleibt bei den Deutschen beliebt. Auch das abgelaufene Jahr 2015 zeigte spürbar mehr Nachfrage als Angebot auf dem Gebäude-Markt. Nach Berechnungen des Maklerhauses JLL wechselten in 2015 Gewerbeimmobilien für 55 Milliarden Euro den Besitzer. Das sei der höchste Wert seit der Finanzkrise gewesen.

 

Und in den nächsten Jahren ist mit keiner Änderung zu rechnen. EZB-Chef Mario Draghi sorgt mit seiner Null-Zinspolitik sowohl für Anlagenotstand, als auch für günstige Baufinanzierungen. Die Kredite bleiben billig.

 

Doch die langjährige Immobilien-Hausse macht es immer schwieriger, preiswerte Immobilien zu finden. Es sollen schon das bis zu 60fache der jährlichen Miete in Frankfurt für Premium-Geschäftshäuser gezahlt worden sein: damit sinkt die Brutto-Rendite auf 1,66 Prozent ab. Nach Kosten und Steuern wird die Rendite negativ.

 

Viele Neuerungen auf dem Immobilienmarkt in Deutschland

Das neue Jahr bringt viel Neues für den Immobilienmarkt in Deutschland. Die wesentlichen Punkte hat der Immobilienverband IVD zusammengefasst.

 

Die Energieeinsparverordnung wird verschärft

 

Für Bauherren die ab 1. Januar 2016 Ihren Bauantrag einreichen gelten die verschärften Regeln der Energieeinsparverordnung EvEV. Danach müssen neue Gebäude mindestens einen 1/4 niedrigeren Primärenergiebedarf haben als bis zum 31.12.2015. Die Gebäudedämmung muss 20 Prozent besser werden. Die Folge: die Kosten für Bauherren steigen spürbar an.

 

Die Mietpreisbremse wird häufiger genutzt

 

Seit 1. Januar 2016 gilt die Mietpreisbremse auch in Brandenburg. Zuvor hatten sie schon Berlin, Hamburg und Bremen flächendeckend eingeführt, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern in vielen Städten und Gemeinden. Thüringen und Niedersachsen sollen wohl als nächstes folgen.

 

Neue Kreditrichtlinie bis 21. März 2016

 

Nach der Versicherungsrichtlinie und der Finanzanlagenrichtlinie reguliert der Staat nun auch die Kreditvermittlung. Bis spätestens 21. März 2016 muss das entsprechenden Gesetz in Kraft treten. Ziel ist die Erhöhung des Verbraucherschutzes, indem dem Kreditnehmer mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden und höhere Anforderungen an die Finanzierungsvermittler gestellt werden. Auch an Immobilienmakler werden zukünftig höher Anforderungen gestellt: ein Sachkundenachweis und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sollen Pflicht werden. Die Folge: höhere Kosten für Immobilienkäufer.

 

Mietrechtsnovelle: zweites Paket

 

Nach der Mietpreisbremse 2015 und der Einführung des sogenannten Bestellerprinzips (wer bei Vermietungen den Makler bestellt, muss ihn auch zahlen) sollen 2016 weitere Änderungen folgen. So zum Beispiel die Verlängerung des Bezugszeitraumes zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete von vier auf zehn Jahre oder die Kappung der modernisierungsbedingten Mieterhöhung auf 8 Prozent (statt bisher 11 Prozent).

 

 

Fazit: Durch die Niedrigzinspolitik bleiben Immobilien weiterhin für viele erschwinglich. Allerdings ist der Markt schon seit Jahren in diesem Zustand: Schnäppchen sind keine mehr zu machen. Außerdem sorgen Neuerungen für mehr Kosten und schlechtere Bedingungen für Vermieter. Höhere Renditen können im Gewerbeimmobilienbereich erzielt werden – allerdings ist das meist ein Spielfeld für Profis.

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Donnerstag, 14. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

lebensversicherung-rentenversicherungTeil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Wer sein Kapital in Lebensversicherung oder Rentenversicherungen anspart, hat in den letzten Jahren die allgemeine Zinsentwicklung auch zu spüren bekommen. Sicherlich unterschiedlich stark – wer in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzahlt muss mit weniger Einbußen rechnen als mit einer klassischen Lebensversicherung, aber auch ihn trifft die Absenkung der Zinsen.

 

Die Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus hat als Folge eine Absenkung der erzielbaren Renditen mit Staatsanleihen und festverzinslichen Wertpapieren – das wirkt sich direkt auf den sogenannten Deckungsstock der Lebens- und Rentenversicherungen aus, der hauptsächlich daraus besteht. Mit dem Deckungsstock garantiert die Versicherungsgesellschaft zum einen eine Mindestverzinsung, zum anderen erzielt sie meist Überschüsse und kann so das Kapital des Anlegers mit 3 bis 4 Prozent jährlich verzinsen.

 

Wo wird der Deckungsstock eingesetzt? Folgende Tabelle soll das verdeutlichen.

 

Art der Lebens- / Rentenversicherung

Einsatz des Deckungsstockes

Klassische Lebens- / Rentenversicherung – in der Ansparphase: Anlage des Kundengeldes
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer lebenslangen Rente – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer konstanten Geldsumme (keine Langlebigkeitsabsicherung) – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: kein Einsatz

 

 

 

Button_lang

 

 

 

Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

lebensversicherung-garantiezins

Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Wie oben dargelegt, ist die klassische Rentenversicherung oder Lebensversicherung am stärksten von Änderungen der Renditen des Deckungsstockes betroffen, denn das Kapital des Anlegers ist sowohl in der Anspar-, als auch in der Rentenphase dort angelegt.

 

Durch die zum 1.1.2015 erfolgte Absenkung des maximalen Zinssatzes, den die Versicherungen Ihren Kunden garantieren dürfen, hat diese Anlageform in den Augen vieler an Attraktivität verloren. Bei nüchterner Betrachtung stellt man allerdings fest, dass sich die Differenz zwischen dem Bankzinssatz und der Garantieverzinsung praktisch nicht verändert hat. Während früher bei einem Zinsniveau von 3 bis 3,5 Prozent ein Garantiezinssatz von 4,5 Prozent geboten wurde, wird heute bei Zinsen von praktisch 0 Prozent ein Garantiezinssatz von 1,25 Prozent angesetzt. Die Differenz bleibt praktisch gleich.

 

Teilweise wurde im Jahresverlauf 2015 schon die komplette Abschaffung des Garantiezinssatzes für Lebens- und Rentenversicherungen diskutiert. Diese Diskussion ist jedoch beendet worden, es besteht weiterhin der Garantiezinssatz von 1,25 Prozent.

 

Sollte das Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank EZB jedoch weiterhin so niedrig gehalten werden, könnte eine erneute Absenkung, vielleicht auf 1,0 oder gar 0,75 Prozent, zum 1.1.2017 ins Haus stehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Wie oben beschrieben erfolgt die Anlage der Kundengelder bei fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen nicht in dem vom Kapitalmarktzins abhängigen Deckungsstock der Versicherer, sondern in vom Kunden wählbaren Investmentfonds. Das können Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder verschiedenste Themenfonds sein.

 

Der Kunde ist damit normalerweise vom gesunkenen Zinsniveau nur in der Rentenphase abhängig. Kunden, die ältere Verträge mit höheren Garantiezinsen besitzen, können sich auf diese Zinssätze verlassen. Allerdings: ohne das Niedrigzinsumfeld hätten diese Kunden von deutlich höheren Überschüssen profitiert, während sich nach aktuellem Stand die Auszahlungen näher am Garantiezins befinden.

 

 

Fazit: Allen Unkenrufen zum Trotz haben Renten- und Lebensversicherungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Fondsgebundene Versicherungen erzielen die Renditen unabhängig vom Zinsniveau und auch klassische Lebensversicherungen konnten den Abstand zu den allgemeinen Zinsen praktisch konstant halten. Und schließlich locken die steuerfreie Ansparphase, die steuergünstige Auszahlphase und kostenlose Fonds-Tausch-Möglichkeiten nach wie vor. Und die Sicherheit deutscher Lebensversicherungen kann weiterhin als sehr hoch eingestuft werden.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Mittwoch, 13. Januar 2016

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

Anleihen oder Anleihefonds

Bieten Sicherheit: Anleihen

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Mit Anleihen ist das so eine Sache: Sie haben viele Namen und sind prinzipiell eine gut kalkulierbare Sache. Trotzdem können Verluste auftreten und die Beurteilung ist im Detail ist gar nicht so einfach wie man denkt.

 

Anleihen, englisch auch „Bonds“ genannt oder in Deutschland auf „Rentenpapiere“ oder „festverzinsliche Papiere“ sind aus Anlegersicht Kredite an Unternehmen oder Staaten. Meist mit fester Laufzeit und fester Verzinsung. So wird die Bundesrepublik Deutschland am 13. Januar 2016 eine 10jährige Bundesanleihe herausgeben, die dem Anleger 0,5 Prozent Zinsen jährlich auszahlt (sogenannter Kupon). Wer diese Bundesanleihe 10 Jahre hält, erhält jährlich, erstmalilg zum 17.2.2017, seine Zinsen und am Ende der Laufzeit sein Geld zurück. Details zu dieser Anleihe finden Sie hier.

 

Während diesen 10 Jahren lässt sich die Anleihe jedoch an den Börsen verkaufen. Theoretisch immer zu 100%, wer also 10.000 Euro angelegt hat, würde auch 10.000 Euro wieder erhalten. Aber in der Praxis schwankt der tatsächliche Verkaufswert täglich, denn die Käufer beobachten die aktuelle Situation. So könnte zum einen sein, dass man befürchtet, die Anleihe würde am Ende der Laufzeit nicht zurück gezahlt werden. Das war in den letzten Jahren häufiger bei griechischen Staatsanleihen der Fall. Die Folge: der Kurs der Anleihe notierte nicht bei 100%, sondern viel niedriger.

 

Zum anderen ist das Zinsniveau für Bankeinlagen sehr wichtig. Beim aktuellen Zinsniveau werden 0,5% Kupon geboten. Wenn jedoch das Zinsniveau generell steigen würde, wären die 0,5% Kupon nicht mehr so attraktiv – die Preise für die Anleihe an den Börsen fallen. Mit dem niedrigeren Einkaufspreise könnte ein Käufer an der Börse das kompensieren.

 

Daraus lässt sich die wohl wichtigste Regel für Anleihen ableiten:

 

Steigt das allgemeine Zinsniveau, sinken die Kurse für Anleihen und umgekehrt.

 

Der Anleihe-Besizter wünscht sich also fallende Zinsen, um damit höher Anleihekurse zu erzielen (es sei denn, er hält die Anleihen bis zum Ende, dann erhält er die vereinbarte Einlage zurück).

 

Button_lang

 

 

Wie werden sich die Zinsen in 2016 entwickeln?

 

Die Zinsen sind von den Entscheidungen der Zentralbanken, in den USA also von der FED, in Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB), abhängig. Verleihen die Zentralbanken ihr Geld an die Geschäftsbanken nur noch zu höheren Zinssätzen, müssen in der Folge auch die Geschäftsbanken Ihre Zinsen anheben – sowohl für Sparbücher, Sparbriefe oder Tagesgeldkonten, also auch für zu vergebende Kredite.

 

In Amerika hat die FED Mitte Dezember 2015 erstmals seit 7 Jahren den Leitzins erhöht. Die Spanne wurde von 0 bis 0,25 Prozent auf 0,25 bis 0,5 Prozent angehoben. Das ist eine moderate Anhebung und ein behutsamer Umgang mit den weltweiten Börsen. Ein nächster Zinsschritt könnte zur Mitte des Jahres 2016 kommen, hängt aber von der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2016 in den USA ab.

 

Sollte sich die Konjunktur und die Arbeitslosenrate nicht positiv entwickeln, wäre auch der Verzicht auf eine weitere (moderate) Anhebung gut vorstellbar. Schließlich ist in den USA Präsidentschaftswahljahr, und in solchen Jahren möchte man die Konjunktur nicht mit höhern Zinsen belasten.

 

 

Rentenfonds: fleißige, konstante Arbeiter für Ihr Depot

Rentenfonds: fleißige, konstante Arbeiter für Ihr Depot

 

In Europa sieht das Bild anders aus. Die EZB hat im Januar 2015 angekündigt, massiv Staatsanleihen zu kaufen und hat dieses Programm im Herbst 2015 sogar noch etwas ausgeweitet. Die Zinsen bleiben deshalb noch lange Zeit, mindestens 2016, auf dem extrem niedrigen Niveau bestehen. Eine Anhebung des Zinssatzes ist für 2016 also nicht zu befürchten. Die Anleihemärkte in Europa dürften also gut bleiben, auch wenn das niedrige Zinsniveau für sehr niedrige Zinskupons geführt hat.

 

Insgesamt hatten Anleihen und entsprechend auch die Anleihefonds in 2015 einen schwierigen Stand. Die meisten nachhaltigen Anleihefonds schnitten mit einem leichten Kursminus in 2015 ab, nachdem sie bis ca. April 2015 stiegen, dann abprupt abfielen, und seit Mai 2015 leicht gestiegen sind.

 

Fazit: Die seit vielen Jahren anhaltenden guten Kursentwicklungen von Anleihefonds konnte in 2015 nicht fortgesetzt werden. Die Kurse steigen jedoch seit Mai 2015 wieder moderat an, so dass 2016 mit leichten Gewinnen gerechnet werden kann. Zinserhöhungen in den USA könnten jedoch ab Mitte 2016 zu fallenden Kursen führen. Die kurz- und mittelfristigen Aussichten für Anleihen und Anleihenfonds sind durchwachsen.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die keine Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank gibt. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% im Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind die ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit oftmals zweistelligen Renditen (in 2015:  5,6 Prozent) und guten Aussichten auch in 2016.

 

 

 

 nachhaltige-geldanlage-2016

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 1 Aktien- und Aktienfonds

Montag, 11. Januar 2016

 

ausblick-2016-nachhaltige-kapitalanlagenIn den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 1 – Sichere Geldanlage in Aktien und Aktienfonds

Das abgelaufene Jahr 2015 hat deutsche Anleger gut abschneiden lassen. Der wichtigste Deutsche Aktienindex DAX  legte um 9,6 Prozent zu – ein ordentliches Plus im Vergleich zu den praktisch null Prozent Zinsen auf den Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Die internationalen Börsen waren in der jeweiligen Landeswährung meist deutlich schlechter – aber, aufgrund der Euro-Abwertung im Jahresverlauf, konnten deutsche Anleger auch mit ausländischen Aktien eine Rendite im Bereich von fünf Prozent erreichen.

 

Hier der Chart des weltweiten, breiten Nachhaltigkeitsindex Dow Jones Sustainability für 2015:

 

World

Wertentwicklung in 2015 negativ, aber dank Euro-Abwertung für deutsche Anleger interessant

 

 

Wie alle Indizes hat auch der Dow Jones Sustainability Index bis April / Mai kräftig zugelegt, um dann im weiteren Jahresverlauf nachzugeben. Der August 2015 bot Tage mit extremen Verlusten, die aber im letzten Quartal des Jahres 2015 weitgehend wieder aufgeholt werden konnten.

 

Button_lang

 

 

Wichtig für die weltweiten, also auch für die nachhaltigen, Aktienmärkte sind die Zinsen. Dabei gilt, dass hohe Zinsen eher Gelder der Anleger aus den Aktienmärkten heraus in die Zinsprodukte fließen lassen, also tendenziell nachteilig für die Aktienmärkte sind. Während die Europäische Zentralbank EZB die Zinsen in 2015 niedrig hielt und ein Anleihekaufprogramm installierte, hat die amerikanische Notenbank FED die Zinsen erstmals wieder – sehr moderat – um 0,25 bis 0,5 Prozent angehoben.

 

Wie Ken Fisher im Focus Money schreibt, ist daraus aber kurzfristig nichts Negatives für die Aktien zu erwarten. Seit 1933 hat die erste Zinserhöhung im Rahmen eines Aufschwungs niemals einen Börsencrash ausgelöst. Im Gegenteil: nach der ersten Zinserhöhung hielten die steigenden Börsenmärkte im Schnitt noch weitere 3,3 Jahre an.

 

Ein Börsencrash wird immer von Euphorie oder unvorhersehbaren Großereignissen (z.B. Terror-Anschläge 2001) ausgelöst. Lässt man die Großereignisse weg, da sie ohnehin nicht planbar sind, muss man die Euphorie betrachten. Davon ist an den Aktienmärkten zu Beginn des Jahres 2016 überhaupt nichts zu spüren – ausgelöst durch erneute China-Ängste waren die ersten Handelstage des Jahres deutlich negativ. Die Folge: keine Euphorie, kein Börsencrash. Aktienkurse steigen entlang der Mauer der Angst.

 

Fazit: Auch im 5. Jahr nach der negativen Aktienjahr 2011 bleiben die Aussichten für Aktien und Aktienfonds in Takt. Es gibt weiterhin billiges Geld der Zentralbanken und von Aktien-Euphorie, die regelmäßig vor großen Kurszusammenbrüchen auftritt, ist nichts zu spüren.

 

Innerhalb unserer Musterdepots sehen wir die Entwicklung wie folgt:

 

Wasserinvestments: Hersteller von Meerwasserentsalzungsanlagen, Wasserfiltern oder Rohrleitungssystemen bleiben weiterhin wichtig, um das globale Wasserproblem zu lösen. Nach dem Zuwachs unseres Wasserdepots von 6,1 Prozent in 2015 sollte auch 2016 ein ordentliches Jahr auf gleichem Niveau für Wasserinvestments werden.

 

 

Holzinvestments: Das Musterdepot Holz konnte mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent in 2015 aufwarten. Damit wurden die hohen Zuwächse der Vorjahre nicht erreicht. Die langfristigen Perspektiven für diesen Natur-Werkstoff bleiben sehr positiv, der Ausblick auf 2016 ist durchschnittlich.

 

 

Erneuerbare Energien (Sonne-Musterdepots): Die auf nachwachsenden Energien spezialisierten Musterdepots Sonne zeigten sich nach schwächeren Vorjahren von Ihrer Sonnenseite: plus 8 Prozent am Ende des Jahres 2015 wurden erreicht. Die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 sollten für die langfristig steigende Kurse sorgen. Wir bleiben auch für 2016 optimistisch.

 

 

Klimaschutz: Mit einer weniger starken Konzentration auf die Erneuerbaren Energien, dafür auch mit Anbietern von Dämmstoffen oder Infrastrukturprojekten, bleiben die Klimaschutz-Depots für die meisten Anleger attraktiver als die Sonne-Depots. Die Wertentwicklung in 2015 erreichte 9,25 Prozent. Ähnlich wie bei den Sonne Musterdepots sollten auch die Klimaschutz-Depots ein gutes Jahr 2016 vor sich haben.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Wachstums-Depots): Die Wachstums-Depots setzen auf nachhaltige Unternehmen aller Branchen weltweit. Nach einem ordentlichen Jahr 2015 mit einem Plus von 6,6 Prozent sollte auch 2016 ein moderates und ansehnlich positives Ergebnis erreicht werden. Denn besonders für diese breit anlegenden Lösungen gelten die Ausführungen von oben: ein Crash-Grund ist nicht in Sicht, Aktien werden 2016 wohl überzeugen.

 

 

 

Was ist nun mein Tipp für das Jahr 2016 – Klicken Sie hier und kommen Sie direkt zu meinem aussichtsreichsten 2016-Tipp!

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.