Autor: Gerd Junker 15. Januar 2016

Sichere Geldanlage 2016: Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds

sichere-geldanlage-2016-immobilien

Immobilien: Schöne Geldanlagen, aber Achtung: Verstand sollte immer mitentscheiden.

Das Betongold bleibt bei den Deutschen beliebt. Auch das abgelaufene Jahr 2015 zeigte spürbar mehr Nachfrage als Angebot auf dem Gebäude-Markt. Nach Berechnungen des Maklerhauses JLL wechselten in 2015 Gewerbeimmobilien für 55 Milliarden Euro den Besitzer. Das sei der höchste Wert seit der Finanzkrise gewesen.

 

Und in den nächsten Jahren ist mit keiner Änderung zu rechnen. EZB-Chef Mario Draghi sorgt mit seiner Null-Zinspolitik sowohl für Anlagenotstand, als auch für günstige Baufinanzierungen. Die Kredite bleiben billig.

 

Doch die langjährige Immobilien-Hausse macht es immer schwieriger, preiswerte Immobilien zu finden. Es sollen schon das bis zu 60fache der jährlichen Miete in Frankfurt für Premium-Geschäftshäuser gezahlt worden sein: damit sinkt die Brutto-Rendite auf 1,66 Prozent ab. Nach Kosten und Steuern wird die Rendite negativ.

 

Viele Neuerungen auf dem Immobilienmarkt in Deutschland

Das neue Jahr bringt viel Neues für den Immobilienmarkt in Deutschland. Die wesentlichen Punkte hat der Immobilienverband IVD zusammengefasst.

 

Die Energieeinsparverordnung wird verschärft

 

Für Bauherren die ab 1. Januar 2016 Ihren Bauantrag einreichen gelten die verschärften Regeln der Energieeinsparverordnung EvEV. Danach müssen neue Gebäude mindestens einen 1/4 niedrigeren Primärenergiebedarf haben als bis zum 31.12.2015. Die Gebäudedämmung muss 20 Prozent besser werden. Die Folge: die Kosten für Bauherren steigen spürbar an.

 

Die Mietpreisbremse wird häufiger genutzt

 

Seit 1. Januar 2016 gilt die Mietpreisbremse auch in Brandenburg. Zuvor hatten sie schon Berlin, Hamburg und Bremen flächendeckend eingeführt, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern in vielen Städten und Gemeinden. Thüringen und Niedersachsen sollen wohl als nächstes folgen.

 

Neue Kreditrichtlinie bis 21. März 2016

 

Nach der Versicherungsrichtlinie und der Finanzanlagenrichtlinie reguliert der Staat nun auch die Kreditvermittlung. Bis spätestens 21. März 2016 muss das entsprechenden Gesetz in Kraft treten. Ziel ist die Erhöhung des Verbraucherschutzes, indem dem Kreditnehmer mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden und höhere Anforderungen an die Finanzierungsvermittler gestellt werden. Auch an Immobilienmakler werden zukünftig höher Anforderungen gestellt: ein Sachkundenachweis und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sollen Pflicht werden. Die Folge: höhere Kosten für Immobilienkäufer.

 

Mietrechtsnovelle: zweites Paket

 

Nach der Mietpreisbremse 2015 und der Einführung des sogenannten Bestellerprinzips (wer bei Vermietungen den Makler bestellt, muss ihn auch zahlen) sollen 2016 weitere Änderungen folgen. So zum Beispiel die Verlängerung des Bezugszeitraumes zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete von vier auf zehn Jahre oder die Kappung der modernisierungsbedingten Mieterhöhung auf 8 Prozent (statt bisher 11 Prozent).

 

 

Fazit: Durch die Niedrigzinspolitik bleiben Immobilien weiterhin für viele erschwinglich. Allerdings ist der Markt schon seit Jahren in diesem Zustand: Schnäppchen sind keine mehr zu machen. Außerdem sorgen Neuerungen für mehr Kosten und schlechtere Bedingungen für Vermieter. Höhere Renditen können im Gewerbeimmobilienbereich erzielt werden – allerdings ist das meist ein Spielfeld für Profis.

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Facebook Like

Comments are closed.