Autor: Gerd Junker 17. Februar 2016

Ich möchte monatlich 100 Euro sparen – wie geht das am besten?

Zusammenfassung: Welche Wege gibt es, um mit 100€ monatlich etwas Sinnvolles und Rentierliches für die Altersvorsorge zu tun? Direkte Fondsanlagen und fondsgebundene Renten bieten die besten Chancen.

Die private Altersvorsorge und das Sparen für die Zukunft ist nach wie vor Bestandteil im Leben vieler Bundesbürger. Vor allem in der zweiten Lebenshälfte, in den Lebensjahren zwischen 40 und 60, stellen sich Anleger die Frage, wie sie Geld für einen guten Lebensabend beiseite legen können. Dabei geht es vor allem darum, nicht auf den gewohnten Standard verzichten zu müssen und trotzdem die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf zu schließen.

 

Wer Geld beiseite legen und monatlich Sparen möchte, und dazu einen festen Betrag plant, der sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – aufgrund der Vielzahl der Anlagemöglichkeiten. Längst hat das alte Sparbuch, das früher so beliebt war, ausgedient und neue Wege der Geldanlage müssen gegangen werden, um für später eine gute Vorsorge zu betreiben.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage

 

 

Monatliches ansparenUm einen Betrag von 100 Euro monatlich Sparen zu können gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die vor allem eines aufweisen: unterschiedliche Sicherheiten, Laufzeiten und Renditechancen.

 

Die wichtigsten Möglichkeiten sind der Banksparplan und der Bausparvertrag, die klassische Lebensversicherung und das Tagesgeldkonto, sowie der Fondssparplan, die fondsgebundene Lebensversicherung und die fondsgebundene Rentenversicherung.

 

Im Folgenden wollen wir die Hauptmerkmale dieser Anlagemöglichkeiten für Sie unter die Lupe nehmen, um für Sie die bestmögliche Anlageart für einen regelmäßigen Betrag von 100 Euro zum monatlich Sparen zu finden.

 

 

Der Banksparplan als Vorsorgemöglichkeit?

 

 

Nachdem die Bundesbürger nachlassendes Interesse am Sparbuch zu zeigen begannen und statt dessen ihr Geld lieber auf dem Girokonto beließen, kamen die Banken auf die Idee, etwas Neues für die Sparer einzuführen. Geboren war der Banksparplan, den es mittlerweile bei fast allen Banken und Sparkassen in ganz Deutschland gibt.

 

Banksparpläne gibt es mit unterschiedlichen Konditionen und Laufzeiten, ihnen allen ist jedoch eines gemein: das regelmäßige Sparen eines (meist festen) Betrags.

 

Dabei zeichnet einen Banksparplan oft aus, dass die Zinsen, die es dafür gibt, sehr niedrig sind. Zwar steigen diese nach einer bestimmten Zeit, oder es gibt nach Ablauf eines bestimmten, mehrjährigen Zeitraums, eine Bonusverzinsung obendrauf.

 

Doch wirklich lohnenswert sind solche zwar sicheren, dafür aber mit sehr niedrigen Zinsen versehenen Banksparpläne nicht. Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie Jahr für Jahr 100 Euro im Monat auf die hohe Kante legen, aber nach mehreren Jahren, oder gar zwei Jahrzehnten, unter dem Strich kaum eine Rendite erwirtschaftet haben? Der aktuelle Zinssatz zum Beispiel der Ethikbank ist quer durch die Bank 0,0 Prozent.

 

Ein Vermögen lässt sich mit einem Banksparplan nicht aufbauen – und wirklich vorsorgen für das Alter auch nicht. Eher möglich ist dies mit der fondsgebundenen Lebensversicherung, die wir weiter unten vorstellen wollen.

 

Statt einem Banksparplan bietet sich auch ein Fondssparplan an, mit dem es wesentlich attraktivere Möglichkeiten gibt, um im Laufe der Jahre Geld für das Alter auf die hohe Kante zu legen.

 

Ein Bausparvertrag ist zum Bauen vorgesehen – nicht zum Vorsorgen!

 

Neben dem Banksparplan gibt es zum monatlich Sparen die Möglichkeit, einen Bausparvertrag abzuschließen. Früher hat sich dies noch gelohnt, denn es gab für das eingezahlte Kapital noch hohe Zinsen und die Darlehenszinsen für den Baukredit waren niedrig.

 

Inzwischen hat sich das längst geändert. Anders als bei fondsgebundenen Lebensversicherungen, fondsgebundenen Rentenversicherungen und beim Fondssparplan ist der Bausparvertrag inzwischen eine Anlageart, bei der mit den Guthaben-Zinsen niemand mehr glücklich ist. Auf der anderen Seite sind die Zinsen für Baudarlehen aus dem Bausparvertrag teilweise höher, als es die Zinsen für herkömmliche Baufinanzierungen sind.

 

Die klassische Lebensversicherung hat längst ausgedient

 

 

Es gab Zeiten, da wurden den Versicherungsgesellschaften die so genannten Kapitallebensversicherungen regelrecht aus der Hand gerissen. Es war ja auch sinnvoll, die Absicherung im Todesfall mit der Möglichkeit, für spätere Zeiten monatlich Sparen zu können, zu kombinieren.

 

Die Zeiten hoher Zinsen sind bei Lebensversicherungen jedoch längst Geschichte. Bei Neuverträgen gibt es oft gar keinen Garantiezins mehr, die Überschusszinsen gingen nach unten, und der Beteiligungsüberschuss ist deutlich geringer als früher.

 

Das bedeutet: wer heute eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, muss viel dafür bezahlen, monatlich Sparen zu können, um am Ende unter dem Strich wenig dafür zu erhalten. Stattdessen bietet sich die fondsgebundene Lebensversicherung an, bei der während der Laufzeit die getätigten Investments gewechselt werden können und spürbar höhere Renditen erzielbar sind.

 

Tagesgeldkonto zum monatlich Sparen nutzen?

 

Neben dem Girokonto, für das es nur sehr selten Zinsen gibt, ist das Tagesgeldkonto eine der beliebtesten Anlagearten überhaupt geworden. Ein Tagesgeldkonto ist auf den ersten Blick praktisch, da das Geld darauf jederzeit zur Verfügung steht und diese Anlagemöglichkeit für den Sparer keine (sichtbaren) Kosten aufwirft.

 

Der Nachteil: in Zeiten eines allgemein niedrigen Zinsniveaus, wenn der Leitzins für die Euro-Zone die Sparzinsen nach unten drückt, gibt es für Tagesgeldkonten in den meisten Fällen nur noch sehr niedrige Zinsen – womit sich die Tagesgeldkonten kaum mehr lohnen.

 

Außerdem wird, und dies ist ein weiterer wichtiger Faktor, bei einem Tagesgeldkonto das regelmäßige Sparen nicht belohnt, wie es beim Fondssparplan und der fondsgebundenen Lebensversicherung der Fall ist. Dort entfalted der Cost-Average-Effekt nämlich seine volle Wirkung, bei Banksparplänen nicht.

 

 

Festgeldkonto nicht zum monatlichen Sparen geeignet

 

 

 

Während ein Tagesgeldkonto bedingt für das regelmäßige Sparen geeignet ist, bietet das Festgeld eine solche Möglichkeit nicht. Bei Festgeldanlagen wird ein fester Betrag über eine vorab bestimmte, feste Laufzeit anlegt.

 

 

Fondssparplan zum monatlichen Sparen sehr gut geeignet

 

 

SparschweinEine Möglichkeit, monatlich Geld anzulegen, und im Laufe der Zeit eine schöne Summe anzusparen, bietet der Fondssparplan.

 

Schön dabei: es gibt in diesem Bereich zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Die Auswahl ist komfortabel groß.

 

Bei einem Fondssparplan wird nicht auf ein Bankkonto eingezahlt, und dort gespart, sondern die regelmäßigen Einzahlungen fließen in einen Investmentfonds.

 

Durch das regelmäßige Sparen, das je nach Sparplan bereits ab wenigen Euro monatlich möglich ist, ergibt sich im Laufe der Zeit eine angesparte Summe, mit welcher dann „gearbeitet“ wird. Die Gewinne ergeben sich, anders als beim Banksparplan, nicht aus einer vorab festgelegten Verzinsung, sondern aus der Wertentwicklung der im Investmentfonds enthaltenen Wertpapiere. Dies können Kursgewinne sein, aber auch Dividenden oder Zinszahlungen, falls beispielsweise in Aktienfonds investiert wird.

 

Ein Fondssparplan kann aus ganz unterschiedlichen Fonds bestehen, wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Mischfonds, Garantiefonds oder Indexfonds. Dazu wird beim Fondssparplan oft in vorab konfigurierte Musterdepots investiert, so dass bereits ideale Zusammensetzungen bestehen, ohne dass der Anleger das Rad nochmals neu erfinden müsste.

 

Ein großer Vorteil des Fondssparen liegt neben den Ertragschancen darin, dass die Verteilung der Investments im Laufe der Dauer des Sparplans verändert werden kann. Damit kann den jeweiligen Trends auf den Kapitalmärkten gefolgt werden, beispielsweise wenn bestimmte Papiere eine ganze Zeitlang nur Verluste schreiben, oder sich neue Wertpapiere in einem Fonds auftun, die größere Renditechancen bieten.

 

Eine häufig genutzte Möglichkeit des Fondssparen ist das Balance Monatssparen, bei dem das monatliche Sparen bereits ab 100 Euro möglich ist. Das Balance Monatssparen ist eine „grüne Geldanlage“, bei der die Anleger nicht nur profitieren, sondern gleichzeitig etwas Gutes tun. Dieses grüne Monatssparen bietet in Sachen Geldanlage die goldene Mitte, was heißt: obwohl es nur moderate Kursschwankungen nach unten und oben gibt, ist unter dem Strich eine gute Rendite möglich.

 

Der Vorteil des Fondssparplans Balance Monatssparen ist die Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Anders als bei einem Banksparplan, wo das Geld über Jahre oder gar Jahrzehnte angelegt bleiben muss, um einen wirklichen Ertrag zu erwirtschaften, bietet dieser Fonds eine börsentägliche Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Dennoch empfehlen die Anbieter für grünes Fondssparen eine Mindestanlagedauer von fünf Jahren, um Schwankungen besser ausgleichen zu können.

 

Fest vorgeschriebene Vertragslaufzeiten gibt es beim Fondssparen Balance Monatssparen nicht, doch je länger die erwirtschafteten Zinsen investiert werden, umso größer ist natürlich auch der Zinseszinseffekt.

 

 

Sorgenfreier-Lebensabend

 

Fondsgebundene Rentenversicherung

 

 

Eine weitere Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen, und monatlich 100 Euro zu sparen, ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Mit dieser Art von Versicherung wird gezielt für das Rentenalter vorgesorgt, indem Geld in einer Privatrente angelegt werden.

 

Dadurch ist es möglich, die Deckungslücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf im Ruhestand, zu schließen, um später nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen.

 

Eine solche fondsgebundene Rentenversicherung ist die „Grüne Privatrente“, deren Mindestanlagesumme bei 50 Euro liegt. Großer Vorteil: statt jährlich 25 Prozent an Abgeltungssteuer zu zahlen, bleibt die Versteuerung in der Anzahlungsphase bei Null. In der Auszahlphase greift die sehr günstige Ertragsanteilsbesteuerung.

 

Bei der fondsgebunden Rentenversicherung wie der grünen Privatrente gibt es verschiedene Auswahl-Möglichkeiten. Die Versicherten können sich aussuchen, ob sie ihr Kapital lieber sicherheitsorientiert anlegen wollen, ausgewogen oder wachstumsorientiert.

 

Die Anlagen werden dann in entsprechende ethisch-ökologisch Geldanlagen getätigt, wodurch der Anleger auch noch etwas Gutes für die Welt tut und sein Geld für positive Dinge arbeiten lässt.

 

Die Steuerbefreiung bei der fondsgebundenen Rentenversicherung mit einer Laufzeit ergibt den großen Vorteil gegenüber allen anderen monatlichen Sparformen. Dadurch ist während der Dauer der Laufzeit ein starker Zinseszinseffekt möglich, bei dem die Zinsen immer wieder im Vertrag angelegt werden und nachfolgend neue Erträge mit sich bringen.

 

Die Grüne Privatrente bietet außerdem den Vorteil, dass trotz der langen Vertragslaufzeit jederzeit flexible Auszahlungen möglich sind. Dies ist auch bei den Einzahlungen der Fall, wodurch es dem Anleger selbst überlassen ist, wie viel Geld er zu Beginn, und während der Dauer der Anlage in den Vertrag einlegen möchte. Dadurch können auch höhere Beträge, die kurzfristig zur Verfügung stehen, in die fondsgebundene Rentenversicherung eingezahlt werden.

 

 

Fazit: Die beste Anlageart für sich selbst wählen

 

Möglichkeiten, 100 Euro monatlich anzulegen, um für später Geld auf der hohen Kante zu haben, gibt es viele. Doch nicht alle sind gleich gut und haben nennenswerte Renditechancen. Unter allen genannten Anlagearten, dem Banksparplan, dem Bausparvertrag, der klassischen Lebensversicherung, dem Tagesgeldkonto, dem Fondssparplan, der fondsgebundenen Lebensversicherung und der klassischen Rentenversicherung, haben wir festgestellt, dass die Anlagearten, bei denen Investments in Fonds getätigt werden, heutzutage weitaus mehr Renditechancen bieten als herkömmliche Anlagearten.

 

Das niedrige bis sehr niedrige Zinsniveau, das für alle Geldanlagen ohne Risiko gilt, fordert Anleger dazu heraus sich andere, an Risiko reichere, aber dafür zugleich an Ertragschancen stärkere, Anlagearten zu suchen.

 

Die für sich beste Anlageart zu wählen, bedeutet heutzutage auch, das Risiko nicht zu scheuen, und das Geld der monatlichen Sparrate auch entsprechend gewinnbringend einzusetzen. Mit dem Anlegen in Investmentfonds mittels fondsgebundener Versicherungen und dem Fondssparen ist dies auch in diesen Zeiten möglich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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