Archiv für Juni 2016

Bienen in Gefahr – Mensch in Gefahr

Mittwoch, 29. Juni 2016
Zusammenfassung: In den vergangenen Jahren beunruhigten mehrfach Nachrichten über das weltweite Bienensterben. Vielfach wurde der Parasitenbefall durch die Varroamilbe verantwortlich gemacht. Aber auch strukturelle Veränderungen und Pestizide machen Bienen das Leben schwer.

 

Massenhaftes Bienensterben weltweit! – Die Nachrichten der vergangenen Jahre zerstörten die heile Welt, mit der Bienen sonst in Verbindung gebracht werden. Denn kaum einem Insekt wird soviel Sympathie entgegengebracht wie der Biene. Die Honigbiene (lateinisch Apis Mellifica) ist quasi das kleinste unter den heimischen Nutztieren. Als Honig- und Wachslieferantin eine zuverlässige Partnerin. Die Eigenschaften, die diesem Tier zugeschrieben werden, sind durchweg positiv, werden sie doch mit Fleiß und Attraktivität („eine flotte Biene“) in Verbindung gebracht. Zudem bekommen Kinder schon seit Generationen den Fortbestand der Menschheit anhand des Beispiels von „Blumen und Bienen“ erklärt. Aber gerade im Zusammenhang mit dem Fortbestand der Menschheit wird aktuell vermehrt das Genie Albert Einstein zitiert: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Auch wenn die Herkunft des Zitates nicht genau belegt werden kann, die Botschaft ist einleuchtend und erschreckend zugleich.

 

Das vermehrte Bienensterben

Nahezu alle Pflanzen sind vom Überleben der Bienen abhängig.

Nahezu alle Pflanzen sind vom Überleben der Bienen abhängig.

Bienen spielen eine wichtige Rolle im Erhalt des weltweiten Ökosystems. Auf ihrer täglichen Nahrungssuche tragen sie Pollen von Blüte zu Blüte und bestäuben so rund 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen. Damit trägt die Biene entscheidend zum Erhalt der Artenvielfalt bei und sorgt für die Verbreitung von Pflanzen. Kurz gesagt zeichnet die Biene für die Nahrungsmittelversorgung der gesamten Menschheit maßgeblich verantwortlich.

In den vergangenen Jahren mehrten sich weltweit Nachrichten zum Sterben ganzer Bienenvölker. Allein in Deutschland ist nach Angaben des Deutschen Imkerbundes die Zahl der Bienenvölker seit 1952 von 2,5 Millionen auf heute weniger als eine Million zurückgegangen.

 

Parasiten und Pestizide

Wie es zum Massensterben der Bienen gekommen ist bleibt weitgehend unklar. Wahrscheinlich ist es das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren.

Stark im Fokus stand dabei der Parasitenbefall ganzer Bienenvölker durch die Varroamilbe. Die Milbe ist vermutlich Ende der siebziger Jahre mit importierten Bienen nach Europa gekommen und ernährt sich vom Blut der Bienen. Die Milben vermehren sich auf der Brut, so dass die jungen Bienen bereits beim Schlüpfen geschwächt sind und kurze Zeit später sterben. Aber Krankheitserreger sind nicht allein verantwortlich für den Rückgang der Bienenpopulationen.

Mitverursacher sind auch die Pestizide in der industriellen Landwirtschaft. Industrielles Saatgut wird oft mit Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoiden behandelt. Dieses Nervengift stellt eine tödliche Gefahr für Bienen dar. Bereits 2013 sind drei Pestizidwirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide von der EU verboten worden. Dagegen legten Anfang 2014 die Herstellerkonzerne BASF, Bayer und Syngenta bei der EU-Kommission eine Klage ein, da sie nicht ausreichende Belege für die Gefährdung der Bienen sahen. 2017 steht eine Neubewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – EFSA an.

 

Eine Welt ohne Bienen?

Wie eine Welt ohne Bienen aussehen könnte, beschreibt der kanadische Autor Douglas Coupland in seinem skurrilen Zukunftsroman „Generation A“ aus dem Jahr 2009. In seiner Geschichte sind alle Bienen weltweit ausgestorben. Obst und Gemüse sind nahezu unbezahlbare Delikatessen, denn jede Pflanze wird handbestäubt. Sämtliche Nahrungsmittel werden industriell hergestellt. In diese Welt passiert eines Tages das quasi Unmögliche: Fünf junge Menschen werden zeitgleich auf unterschiedlichen Kontinenten von Bienen gestochen.

 

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes Geld

 

 

Obgleich es sich eindeutig um einen Science Fiction handelt, steigen unweigerlich Bilder von chinesischen Wanderarbeitern auf, die vielfach durch die Medien gingen. Auch sie bestäubten, ausgestattet mit einem kleinen Pinsel, Apfelbäume mit Pollenpulver. Einzug hielten diese Bilder auch im Film „More than Honey“ des Schweizer Dokumentarfilmers Markus Imhoof aus dem Jahr 2012, in dem er sich mit dem weltweiten Bienensterben auseinandersetzt.

Bereits 2009 beschäftigte sich auch der US-amerikanischen Film „Bienen – Himmelsvolk in Gefahr“ mit dem mysteriösen Bienensterben.

Beide Filme beleuchten – neben Parasitenbefall, Pestiziden und Umweltveränderungen – auch den Beitrag der Bestäubungs-Industrie in den USA als Grund für das massenhafte Bienensterben: Bienenvölker werden quer durch Staaten gefahren, um je nach Saison verschiedene Obst-, Gemüse- oder Getreidepflanzen zu bestäuben. Die Bienen kommen so mit unterschiedlichsten Pestiziden in Berührung, werden durch Monokulturen oder künstlich ernährt und mit Chemikalien behandelt. Teilweise wird auch der enorme Stress durch den Transport für das Sterben der Bienen verantwortlich gemacht.

 

Was tun? – Bienenfreundliche Lebensräume schaffen und erhalten

Auch das generelle Wegbrechen und die starken Veränderungen der natürlichen Lebensräume tragen zum Verschwinden der Bienen bei. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schlägt daher vor, die Landschaften weltweit wieder bienenfreundlicher zu machen.

 

In den Umwelt- und Naturschutzverbänden in Deutschland ist das Thema bereits angekommen. Vielfach werden hier Anleitungen und Tipps für eine bienenfreundliche Garten- und Balkonbepflanzung gegeben. Aber auch der Aufbau von Insektenhotels, Hobby-Imkerei und Bienenpatenschaften befindet sich im Aufschwung. Zunehmend stellen Schulen, Unternehmen und Institutionen ihre Dächer und Gartenbereiche für Bienenstöcke zur Verfügung. Prominentes Beispiel hierfür der Kult-Fußballclub St. Pauli siedelt im April dieses Jahres zwei Bienenvölker im Stadion am Millerntor an, um auf das Bienensterben aufmerksam zu machen und seine ökologische Verantwortung zu demonstrieren.

 

Ökologische Verantwortung zu übernehmen, wird darüber hinaus auch mit ökologisch orientierten Geldanlagen ermöglicht. Mit Förderung der alternativen Landwirtschaft oder Investitionen in Unternehmen, die stark über Umweltschutzkriterien innerhalb ihrer Produktionsabläufe nachdenken, schützen wir auf indirektem Weg die Bienen.

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

ForestFinance GreenAcacia wieder verfügbar

Donnerstag, 23. Juni 2016

 

Der Hintergrund: Bafin verlangt Prospekt

 

Die Überraschung für die Anbieter von Aufforstungs-Projekten Ende letzten Jahres war groß. Nachdem man jahrelang als Immobiliengeschäft eingestuft war, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aufgrund des Kleinanlegerschutzgesetzes vom Sommer 2015 entschieden, diese Projekte als Vermögensanlagen einzustufen. Die Folge für die Anbieter: es muss ein formelles Verkaufsprospekt erstellt und von der Bafin geprüft werden. Ein teurer und aufwendiger Prozess, da alle Änderungswünsche der Bafin berücksichtigt werden müssen.

 

 

ForestFinance schafft es als erster

forestfinance-greenacaciaJetzt hat ForestFinance bekannt gegeben, dass das Verkaufsprospekt für das Angebot GreenAcacia geprüft und abgenommen worden ist. Ein wichtiger Meilenstein, denn nun können sich Anleger wieder beteiligen. Nach eigenen Angaben ist ForestFinance das erste Walddirektinvestment mit Verkaufsprospekt nach Kleinanlegerschutzgesetz.

 

Seit kurzem ist GreenAcacia damit wieder verfügbar und für alle interessierten Anleger einen Blick wert.

 

Das Angebot Green Acacia

Beim Angebot GreenAcacia werden bestehende Akazienaufforstungen in Kolumbien gekauft und mit der Zeit, durch Zwischenentnahmen nach einzelnen Jahren allmählich in wertvolle Mischwälder umgewandelt. Zum Ende hin bleiben dann keine kahlen Flächen übrig, sondern ein gesunder, junger Mischwald mit internationalen und nationalen, langlebigen Holzsorten. Durch die Durchforstungen und durch die Schlussernte kann eine interessante Rendite erzielt werden:

 

 

 

Laufzeit 12 Jahre
Zwischenernten nach 5, 7 und 9 Jahren
Renditeprognose ca. 6 %
(nicht garantiert)
Mindestanlagesumme 2.625 Euro

 

 

 

 Mehr Informationen zu MillerForest

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

MillerForest: Bericht Waldrat e.V. Mitgliederversammlung

Montag, 20. Juni 2016

 

Der Aufforstungs-Anbieter MillerForest aus dem oberschwäbischen Schlier ist der einzige Anbieter, der einen externen Anlegerverein zur Kontrolle des Wald-Investments bietet. Eine wesentliche Kontroll-Funktion und wichtiges Sicherheitsmerkmal für die Anleger. Am Samstag den 18. Juni 2016 traf sich der Waldrat e.V. zur Mitgliederversammlung. Grünes Geld war vor Ort und informierte sich über den aktuellen Stand der Aufforstungen in Paraguay.

 

Verein: konstante, positive Entwicklung

Zunächst wurden die üblichen Punkte einer Mitgliederversammlung eines Vereins besprochen. Das sind zum Beispiel der Bericht des Vorstands, der Bericht des Kassiers, des Kassenprüfers oder die Entlastung des Vorstands. Insgesamt ist der Waldrat e.V. eine Erfolgsgeschichte, denn die Mitgliederzahlen steigen konstant, die Kassenlage ist stabil und der Vereinszweck, die Kontrolle der Aufforstungen, kann in ausreichendem Maße wahrgenommen werden.

 

Im Wesentlichen geschieht das durch 2 Inspektionsreisen pro Jahr, zu denen je ein Inspektor des Waldrat e.V. nach Paraguay reist und im Zufallsprinzip Wald-Parzellen von Vereinsmitgliedern auswählt und inspiziert. In unregelmäßigen Abständen wird auch ein professioneller Forst-Experte entsendet, um noch einige Punkte professioneller zu begutachten. Generell lassen sich die Inspektionsarbeiten aber durchaus auch von engagierten Laien durchführen, geht es doch meist um gut durchführbare Punkte wie vermessen von Baumumfängen oder Baumhöhen.

 

 

Bericht der Inspekteure

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Bericht von einer Inspektionsreise: 58 Seiten detaillierte Information für Anleger bei MillerForest

Die beiden letzten Inspektionsreisen wurden Inspekteuren präsentiert, die die Reise nach Paraguay durchführten. Die Reisen sind dabei kein ausgesprochenes Vergnügen, denn zu dem Transkontinental-Flug, dem meist vielstündigen Zwischenstopp in Sao Paulo oder Rio kommen Mücken und teilweise tropische Temperaturen. Trotzdem lohnt der Aufwand, denn die persönlichen Eindrücke sind wertvoll und können auch MillerForest, beziehungsweise dem ortansässigen Partnerunternehmen FelberForestal, wichtige Hinweise geben.

 

So konnte auf Hinweise eines Anlegers über Windbruch auf seinem Grundstück der entscheidende Impuls gegeben werden, dass die Aufforstungen mittlerweile nicht mehr nur vom Boden, sondern auch per Flug-Drohne überwacht werden. Damit können etwaige Schäden noch schneller entdeckt werden.

 

Die Inspekteure zeichneten ein sehr gutes Bild der Waldbestände. Natürlich gebe es bei solch großen Flächen – von insgesamt ca. 60.000 Hektar Aufforstungen in Paraguay sind ca. 10.000 Hektar von FelberForestal – immer auch etwas zu finden. Das könne Windbruch sein (weniger schlimm, die Spitzen werden umwachsen, der Baum kann weiter leben) oder Windfall (Baum fällt komplett um und muss ersetzt werden), genauso wie Pilzbefall oder Gallmücken.

 

Bericht von MillerForest

Der Waldrat e.V. hat auch MillerForest die Möglichkeit zur Berichterstattung eingeräumt. Es berichteten Firmengründer und Gesellschaft Josef Miller als auch der Vertriebsleiter Peer Gutwein. Das Jahr 2015 war ein Rekordjahr bezüglich der verkauften Waldflächen, während man wegen der Themen mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) für 2016 kaum an diese Zahlen heran kommen könne.

 

Alle Waldprojekt-Anbieter wurden von nach Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes als Vermögensanlagen eingestuft. In der Folge müssen Bafin-genehmigte Verkaufsprospekte erstellt werden, was einen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand darstellt. In der Zwischenzeit dürfen die Projekte nicht beworben werden. Nachdem vor ca. 1 Woche ein erstes Forstprojekt bei der Bafin Erfolg mit der Genehmigung hatte, sollte auch das MillerForest-Prospekt – so die Hoffnung von Hr. Miller – in 4 bis 6 Wochen genehmigt sein.

 

Derzeit experimentiert MillerForest auch mit weiteren Verwendungsmöglichkeiten für das Holz. So werden Versuche mit in Paraguay gewonnener Holzkohle durchgeführt und erste Tests mit Sperrholz-Gewinnung durchgeführt.

 

Bericht von FelberForestal

Aus Paraguay angereist war Gründer und Geschäftsführer Carsten Felber von FelberForestal in Paraguay. Mit 190 Mitarbeitern verantwortet er die waldbaulichen Arbeiten vor Ort. In seinem Bericht wurden neben dem guten Wuchs und dem allgemein gut funktionierenden Projekt aber auch die aktuellen Herausforderungen in Paraguay dargestellt. Die bekannten und beherrschbaren Punkte sind die mittlerweile auf 2 Jahre angewachsenen Bearbeitungszeiten bei den paraguayischen Behörden für den Kauf eines Grundstücks, der Pilzbefall bei einigen Bäumen und die lange Dauer zwischen Fällung eines Baumes, Abtransport des Holzes, Erzeugung der Hackschnitzel, Verkauf der Hackschnitzel und dem letztendlichen Zahlungseingang auf den Konten der Anleger (ca. 12 Monate).

 

Wesentlicher Punkt sind die stark gesunkenen Agrarpreise in Paraguay in Folge der Wirtschaftskrise Südamerikas. Mit einer Auswahl von Agrarprodukten wie Zuckerrohr, Fleisch oder auch Holz und deren Preiseentwicklung zwischen 2014 und 2016 konnte er einen allgemeinen Rückgang der Agrarpreise von rund 30% aufzeigen. Entsprechend sind auch die Preise für Holzhackschnitzel derzeit zu gering für einen interessanten Verkauf, zumal die Preis für Fällung, Abtransport oder Verkauf eher steigen. Zusätzlich entsteht aktuell ein Überangebot, das lokale Bauern aufgrund des Preisverfalls für ihre Produkte nun auch eigene Wälder roden und das Holz auf den Markt schwemmt. Dieser Effekt könne jedoch nur begrenzte Zeit anhalten.

 

Deshalb wird die Ernte der Bäume weiterhin hinausgezögert – man nutze den natürlichen Vorteil des Holzes, bei dem mit Warten die Ware nicht schlechter wird, sondern sogar noch an Volumen zulegt. Beim Energieholz ist statt eines 5-Jahres auch ein 6-Jahres, 7-Jahres oder gar 8-Jahres-Zyklus gut möglich. Was darüber hinaus geht ist weniger sinnvoll, da sich die Bäume dann gegenseitig den Raum nehmen würden. Der Zuwachs würde zu schwach werden.

Lebensversicherung ausgezahlt – warum PayPlan die Lösung ist

Freitag, 17. Juni 2016

Erst letzte Woche kam ein Mandant mit einer für ihn neuen Herausforderung in unser Büro, die intelligent angegangen werden will und die ihm viel Grübeln und Nachdenken bereitete. Er ist Anfang 60 und bekommt nun seine Lebensversicherung ausgezahlt. Ein Teil der Summe möchte er für kleine Wünsche ausgeben doch der größte Teil des Geldes soll wieder angelegt werden. Schließlich ist absehbar, dass seine gesetzliche Rente nicht ausreicht, um seinen Lebensabend angemessen zu finanzieren. Lesen Sie hier, weshalb der Payplan die perfekte Lösung für ihn ist.

 

Lösungen von früher verbieten sich heute

 

Payplan für ausgezahlte LebensversicherungDie oben geschilderte Thematik haben Menschen früher oftmals mit ganz normalen Bankeinlagen gelöst. Man zahlte in Tagesgeld-Konten und meist verschiedenen Sparbriefen ein, und hob das Geld nach Bedarf oder über einen regelmäßigen Auszahl-Plan ab.

 

Doch viele Banken zahlen keine Zinsen mehr; andere zahlen nur noch einen symbolischen Zins von z.B. 0,05 Prozent. Selbst Bausparverträge, auch wenn sie sich hierfür noch nie wirklich empfohlen haben, wurden häufig gewählt. Aber diese Lösungen aus vergangenen Tagen verbieten sich jetzt. Zu schlecht ist die Rendite; die Rentenlücke lässt sich damit keinesfalls schließen.

 

 

 

Häufig gewählt, trotzdem nur die zweitbeste Lösung: Sofortrente

 

Vielen zahlen in dieser Situation die Auszahlung aus der Lebensversicherung in eine Sofort-Rente ein. Doch was ist eine Sofortrente überhaupt?

 

Bei der Sofort-Rente wird aus der Einzahlung eine – meist monatlich ausgezahlte – Rente bis ans Lebensende gezahlt. Man kann damit das sogenannte Langlebigkeits-Risiko ausschließen. Hinter dem Wortungetüm Langlebigkeits-Risiko steckt die an und für sich gute Tatsache, dass sich unser Leben immer mehr verlängert. Wer hingegen sein Geld auf der Bank hat und aufbraucht, trägt das Risiko, dass am Ende des Geldes noch Lebenszeit  vorhanden wäre – in dieser Zeit hätte er dann eine schmerzliche Lücke.

 

Weitere Vorteil der Sofort-Rente: das angesparte Geld wird zunächst gar nicht versteuert, sondern erst, wenn eine Monats-Rente ausgezahlt wird. Bei der Monats-Rente wird der Ertragsanteil von staatlicher Seite her festgelegt und nur dieser muss versteuert werden.

 

Nachteilig bei der Sofort-Rente ist die niedrige zu Grunde liegende Verzinsung: gesetzlich gedeckelt ist die Garantieverszinsung aktuell auf 1,25 Prozent (ab 1.1.2017 möglichweise nur noch 0,9 Prozent).

 

Trotzdem spricht vieles für eine Sofort-Rente. Aber mit dem PayPlan gibt es jetzt ein Angebot, was in den meisten Fällen noch günstiger ist.

 

 

Was ist der PayPlan und wieso ist er so günstig für den Anleger?

 

Der PayPlan komibiniert zwei Auszahlungsvarianten auf intelligente Art und Weise und erzielt damit für den Anleger eine nach Steuern meist uneinholbar hohe Rentenzahlung. Dabei ist er wesentlich flexibler als normale Renten, die meist nach Beginn der Rentenzahlung keine Änderungswünsche mehr akzeptieren.

 

Wir funktioniert der PayPlan konkret? Um den PayPlan zu verstehen, muss man sich seine 2 Auszahlungsphasen ansehen:

 

 

 

Auszahlungsphase 1: Auszahlplan

 

In der ersten Auszahlungsphase bleibt Ihr Vermögen innerhalb eines Rentenversicherungsvertrages in Investmentfonds angelegt. Damit nutzen Sie die Vorteile eines Rentenversicherungsvertrages (z.B. kostenloses Wechseln der Fonds, keine Steuern auf das im Vertrag erhaltene Vermögen, etc.) und erzielen die maximale Rendite.

 

Die Auszahlung einer monatlichen Summe realisieren Sie über einen sogenannten Auszahlplan, es werden also monatlich Anteile der Investmentfonds verkauft und an Sie ausgezahlt.

 

Vorteile:

 

1.) Höhere Rendite auf Ihr Kapital.

2.) Flexibilität: jederzeit noch Kapitalentnahmen möglich.

3.) Sicherheitsbedürfnis kann gestillt werden: Statt Fonds kann auch das Kapital oder Teile davon im Sicherungsvermögen mit Garantieverzinsung angelegt werden.

4.) Steueroptimiert: nachgelagerte Besteuerung: steuerfreie Fondswechsel, kein jährlicher Steuer­abzug auf Zinsen und Dividenden. Die Auszahlungen unterliegen dem Halbeinkünfteverfahren (nach 12 Jahren, ab Alter 62 Jahre)

5.) Gute Todesfallleistung: Vertragsguthaben plus 1% der Beitragssumme

 

Auszahlungsphase 2: Lebenslange Rente

 

Zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum Beispiel zum Alter 85 Jahre, kann man dann auf eine lebenslange Rente umwechseln. Damit hat der Anleger in der ersten Phase die hohe Renditen erzielt, kann aber, nachdem ein höheres Lebensalter absehbar ist, auf die sichere Variante einer lebenslangen Rente wechseln.

 

Die lebenslange Rente wird vergleichsweise hoch sein, denn mit einem späteren Eintrittsalter (z.B. 85 Jahre statt 65 Jahre) ergibt sich bei gleichem Kapital eine deutlich höhere Rente aufgrund der niedrigeren Rest-Lebenserwartung.

 

Auch die Besteuerung wird nochmals günstiger, denn beim Ertragsanteilsverfahren bestimmt das Rentenbeginn-Alter den fiktiv festgesetzten Ertragsanteil bei der Rentenauszahlung. Je älter man zu Beginn der Leibrentenzahlung ist, umso niedriger ist der Ertragsanteil. Während er bei einem 65jährigen beispielsweise 18% beträgt, ist er bei einem 85jährigen nur noch 5%. Die Steuerersparnis ist also 83%, also erheblich.

 

Vorteile:

1.) Lebenslange Absicherung

2.) Steueroptimierung (gegenüber Abgeltungssteuer, aber auch gegenüber einem früher beginnenden Rente)

 

 

 

PayPlan-Vorteile-Nachteile

 

 

Wie wirkt sich der Payplan konkret aus gegenüber eine klassischen Rente?

 

Um einen anschaulichen Vergleich zu erhalten, haben wir einen Vergleich für eine konventionelle Sofort-Rente gegenüber einem PayPlan gerechnet:

 

 

Unverbindliche Vergleichsrechnung Payplan gegenüber klassischer Sofortrente

Unverbindliche Vergleichsrechnung Payplan gegenüber klassischer Sofortrente

 

 

 

Zunächst muss man beachten: in beiden Fällen wird eine lebenlange, konstante monatliche Auszahlung geleistet. Der Payplan ist also so berechnet, dass sowohl in der Phase 1 (Auszahlplan) als auch in der Phase 2 (Rente) immer die gleiche Summe monatlich ausgezahlt wird.

 

Der Vorteil ist beachtlich: währen die konentionelle Rente bei nur 511 Euro monatlicher Auszahlung liegt, kommt der Playplan auf 672 Euro, also ein Plus von 31,5 Prozent.

 

Doch es wird noch besser, wenn man die Nach-Steuer-Situation ansieht, denn es müssen insgesamt niedrigere Steuern beim Payplan abgeführt werden:

 

 

Unverbindliche Beispielrechnungen für Steueroptimierung durch Payplan.

 

Es gibt also zunächst bereits einen leichten Steuervorteil in der Phase bis 85 (562 Euro). Aber 85 reduziert sich die jährliche Steuerlast von ca. 290 Euro auf ca. 80 Euro, also 210 Euro Ersparnis pro Jahr. Bei 5 Jahren Lebensdauer also eine Ersparnis von mehr als 1.050 Euro.

 

 

 

 

Mehr-zum-Payplan-Erfahren

 

 

Weshalb Sie jetzt in Wind-Zweitmarktfonds investieren sollten

Mittwoch, 15. Juni 2016

Tauziehen beendet – EEG Reform auf den Weg gebracht

Die Bundesregierung hat nach monatelangem Tauziehen mit Kabinettsbeschluss vom 8. Juni 2016 die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf den Weg gebracht. Maßgeblich daran ist der Umstieg von bisherigen festen Vergütungssätzen für den erzeugten Ökostrom auf ein Ausschreibungsmodell. Künftig erhält derjenige den Zuschlag für den Neubau von Anlagen, der die geringste Förderung verlangt.

Während die Gesetzesnovelle die Branche der Erneuerbaren insgesamt vor große Herausforderungen stellt, können Zweitmarkt-Fonds aufgrund ihrer speziellen Investitionsstrategie davon profitieren. Weshalb dies so ist, lesen Sie hier.

 

 

Reihe von Windkrafträdern im Sonnenuntergang

Investieren in Erneuerbare Energien – dem Niedrigzins ein Schnippchen schlagen

 

Zweitmarkt-Investitionsstrategie nutzt bestehende hohe EEG-Bestandsvergütung weiterhin

 

Ein erfahrener und gut positionierter Anbieter von Zweitmarktfonds ist die ÖKORENTA AG. Besonderheit der ÖKORENTA-Fonds sind ihre Energieportfolios. Sie investieren breit diversifiziert in Gesellschaften, die Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen betreiben. Nach diesem System sind ÖKORENTA-Portfoliofonds bis heute an rund 250 Energieparks beteiligt. Dabei setzen sie schwerpunktmäßig auf Energieanlagen, die zum Teil bereits seit Jahren am Netz sind. Das ist aus vielen Gründen vorteilhaft: Risiken, die mit der Genehmigung und dem Bau verbunden sind, können ausgeschlossen werden. Außerdem ermöglicht die Ertragshistorie belastbare Prognosen für die zukünftige Entwicklung. Als günstig erweist sich das Konzept jetzt vor allem vor dem Hintergrund der EEG-Novelle: Während Neubauprojekte zukünftig unter mehr Bürokratie, zusätzlichen Kosten und Vergütungsdegression zu leiden haben werden, gelten für die Bestandsanlagen weiterhin die alten, hohen Vergütungssätze. Das macht die ÖKORENTA-Konzeption jetzt noch attraktiver.

 

Aktueller Fonds ÖKORENTA Erneuerbare Energien VIII auf der Zielgeraden

 

Profitieren können Anleger von hohen Bestandsvergütungen durch ihre Beteiligung am aktuellen Fonds ÖKORENTA Erneuerbare Energien VIII. „Die Platzierung ist jedoch schon auf der Zielgeraden. Rund 11 Mio. EUR Eigenkapital sind bereits im Fonds. Wer sich noch ein Kontingent sichern will, sollte nicht lange zögern“, so der Hinweis von Jörg Busboom, Vertriebsvorstand der ÖKORENTA. Anleger können sich derzeit noch eine attraktive Vorabverzinsung in Höhe von anteilig 3% p.a. sichern. Der Alternative Investmentfonds (AIF) ist nach dem neuen Kapitalmarktrecht reguliert und erfüllt alle Vorgaben des Anlegerschutzes. Zum Beispiel die laufende externe Bewertung des Fondsportfolios oder die unabhängige Verwahrstelle für die Vermögenswerte.

 

Fondskonditionen

 

Die Beteiligung ist ab einer Mindestzeichnung von 10.000 EUR zzgl. 5% Agio möglich. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren wird eine Auszahlung von 157% vor Steuern inkl. Rückzahlung des eingesetzten Kapitals prognostiziert. Das Fondsvolumen beträgt 15 Mio. EUR. Es ist kein Fremdkapital vorgesehen. Die Investitionsquote liegt bei 90%.

 

Erfolgsgeheimnis

 

Das Erfolgsgeheimnis der ÖKORENTA-Portfoliofonds liegt u.a. in dem komplexen Bewertungssystem, das jedem Anteils-Ankauf vorgeschaltet ist. Es ermöglicht eine belastbare Einschätzung der weiteren Leistungsentwicklung der Anlagen und führt zu reellen Ankaufspreisen. Dabei können auch Anteilskäufe von Energieparks lukrativ sein, die bisher zum Teil weit unter ihrem Soll performt haben. Oft stehen hier die fetten Jahre noch bevor. Dann nämlich, wenn die erfolgte Tilgung der Darlehen weit fortgeschritten und für die folgenden Jahre somit freie Liquidität zu erwarten ist. Hierzu ein Beispiel: ein Windpark hat aufgrund schlechter Windverhältnisse in den ersten 11 Jahren seiner Laufzeit erst 5% (!) an seine Investoren ausgezahlt. Allerdings wurden Zins und Tilgung immer plangemäß bedient. Selbst wenn man die schlechten Windverhältnisse der Vergangenheit für die verbleibenden 9 Jahre des EEG-Förderzeitraumes weiterhin unterstellt, wird dieser Windpark nach kurzfristig erfolgter vollständiger Tilgung der Darlehen noch ca. 121% an seine ersten Investoren auszahlen können. Solche Beteiligungen sind häufig sehr günstig zu bekommen und stellen somit über den Zweitmarkt eine hoch attraktive Investition dar. Letztendlich gilt hier der alte Kaufmannsgrundsatz: im Einkauf liegt der Gewinn.

 

Investitionsphase hat bereits begonnen

 

Parallel zur Einwerbung des Kapitals sind für das Fondsportfolio des ÖKORENTA Erneuerbare Energien VIII bereits erste Ankäufe getätigt worden, damit die Anlegergelder schnell ihre Arbeit aufnehmen. Von den derzeit rund 11 Mio. EUR im Fonds sind bereits 6,5 Mio. EUR in attraktive Projekte investiert und für 2,1 Mio. EUR verbindliche Kaufverträge abgeschlossen. Dabei handelt es sich um Beteiligungen an Bestandsanlagen in Wind- und Solarparks und um Repoweringprojekte, das heißt um den Austausch alter durch leistungsstärkere Windkraftanlagen der neuesten Generation. Das Portfolio ist damit schon jetzt lukrativ bestückt und regional sehr gut diversifiziert.

Weitere Informationen: www.gruenesgeld24.de

 

Derzeitiges Portfolio ÖKORENTA Erneuerbare Energien VIII

 

Aktuelle Meldungen

                                                                      (Bildquelle: efonds24.de)

 

Die wichtigsten Fakten des Fonds:

 

Zahlen, Daten Fakten zum ÖKORENTA Erneuerbare Energien VIII

  •   Investitionsfokus Windenergie/Bestandsanlagen
  •   Die Beteiligung am Fonds ist ab einer Mindestzeichnung von 10.000 EUR möglich
  •   Das Agio beträgt 5%
  •   Bei einer Laufzeit von 10 Jahren wird eine geplante Auszahlung von 157% vor Steuern inkl. Rückzahlung des eingesetzten Kapitals   erwartet (Prognose)
  •   Die Investitionsquote liegt bei 90%
  •   Die Investition in Gesellschaften nach deutschem Recht bietet Rechtssicherheit
  •   Das Fondsvolumen beträgt 15 Mio. Euro

 

Risikohinweis:

Diese Mitteilung ersetzt keine anlegergerechte Beratung. Alle Risiken finden Sie ausschließlich in den Emissionsunterlagen zum Download: http://www.gruenesgeld24.de/tarif/infopdf/file/Infopaket_Neue_Energien_VIII_V1.0.pdf.

Wie bei allen geschlossenen Beteiligungen kann das Totalverlustrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden.

 

 

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Deutsche Bank und Volkswagen unter Top 15 der kontroversesten Unternehmen der Welt

Dienstag, 14. Juni 2016

Während Deutschland gerne mit dem erhobenen Zeigefinger auf andere Länder zeigt, sind aktuell 2 unserer größten Konzerne in der Liste der 15 kontroversesten und umstrittensten Unternehmen zu finden. Der Platz auf der schwarzen Liste ist für die Deutsche Bank wenig überraschend, aber der Eintritt von Volkswagen sogar in die Top 5 der Liste wäre vor einem Jahr noch undenkbar gewesen. Doch der Skandal um Abgas-Schummelsoftware bringt den RepRisk Index von Volkswagen auf 67 von 100 Punkten.

 

Wie werden die kontroversesten Unternehmen bestimmt?

kontroverse-unternehmen-deutschebank-volkswagenBasis der Auswertung ist der RepRisk Index (RRI), der es auf Zahlenbasis ermöglicht, Kritik und Anschuldigungen an Unternehmen zu bestimmen. Hierbei geht es ums ESG-Risiken, also Enviromental, Social und Governance Risiken (Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung). Er misst nicht die Reputation eines Unternehmens, sondern ist eine Kennzahl zur Bestimmung des Risikos eines Unternehmens das aus dem Bereich ESG erwachsen kann. Insbesondere kann mit dem RRI ein Vergleich zu anderen Unternehmen der gleichen Branche angestellt werden.

 

Der RRI kennt folgende Abstufungen:

 

RRI Bereich Gefährdungsgrad durch ESG Risiken
0 bis 25 niedrig
26 bis 50 moderat
51 bis 75 hoch
76 bis 100 Sehr hoch

 

Anbieter des RRI ist die RepRisk AG aus Zürich. Sie sammelt seit 10 Jahren über 50.000 Unternehmen Medienberichte, juristische Urteile und Studien von Umweltschützern oder Menschenrechtlern in einer Datenbank. Es folgt eine Auswertung von RepRisk nach ökologischen und ethische-sozialen Punkten. Daraus errechnet sich der RRI, dessen Werte von 0 (keine ESG-Risiken) bis 100 (maximales Risiko) reichen können. Üblich sind Werte von 20 bis 70.

 

Was sind die wesentlichen Verschiebungen?

 

Spitzenreiter dieser Negativ-Liste ist der Malayische Staatsfonds “1Malaysia Development Berhad” mit einem Wert von 90 der maximal möglichen 100 Punkte. Er ist Dreh- und Angelpunkt beim Korruptionsskandal rund um die Familie des dortigen Premierministers Najib Razak. Der Ecoreporter dazu:

 

Unter anderem soll der Sohn des Politikers mehrfach Millionenbeträge aus dem Fonds entnommen haben, um sich privat zu bereichern. Zudem gab es laut der RepRisk-Datenbank seit 2015 fortlaufend kritische Berichte über die Verstrickungen des Fonds in Schmiergeldzahlungen, Geldwäsche und Korruptionsfälle, die zum Teil bis ins Jahr 2009 zurückreichen. Die schweizerische Finanzmarktaufsicht FINMA ermittelte in diesem Zusammenhang gegen die eidgenössische Bank BSI AG: „Die BSI AG hat mit Geschäftsbeziehungen und Transaktionen im Umfeld der Korruptionsaffäre des malaysischen Staatsfonds 1MDB schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen und das Gewährserfordernis verstoßen.“, hielt die Behörde Ende Mai 2016 ein zentrales Ermittlungsergebnis fest. „Im Fall von 1MDB hatte die Bank über mehrere Jahre zahlreiche große Transaktionen mit undurchsichtigen Zwecken ausgeführt und trotz offensichtlichen Verdachtsmomenten die Hintergründe nicht abgeklärt“, so die FINMA weiter.

 

 

Ebenfalls wenig überraschend ist der 2. Platz von Mossack Fonseca, dem angeschuldigten Wirtschaftsprüfer des Panama Papers Skandals. Die Süddeutsche Zeitung hatte in Kooperation mit rund 400 anderen Medien auf der ganzen Welt eine gewaltige Menge an Dokumenten (11,5 Millionen Dateien) geprüft und die Offshore-Aktivitäten von Sport-Stars, Politikern und Unternehmern offen gelegt.

 

Platz drei geht an ein Öl- und Gasunternehmen. Neben der Finanzindustrie ist Öl & Gas die zweite große Gruppe an Unternehmen, die stark kritisiert werden und immer wieder mit Raubbau, Umweltzerstörung und korruptem Verhalten auffallen. Konkret geht’s hier um Unaoil aus Monaco. Unaoil ist ein Beratungsunternehmen, welches beschuldigt wird, seinen Kunden aus dem Öl- & Gasgeschäft und aus der Baubranche mit Hilfe von Bestechung Aufträge besorgt zu haben.

 

 

Mit Deutscher Bank und Volkswagen 2 deutsche Konzerne in der Top-15 Liste

In Deutschland ist man stolz auf Umweltschutz und Menschenrechte, prangert gerne Missstände in USA, Russland oder der Türkei an. Trotzdem sind aktuell 2 Unternehmen aus Deutschland unter den Top 15 der umstrittensten Unternehmen der Welt gelistet. Während Deutschlands Anteil an der weltweiten Wirtschaft nur 4,9 Prozent ist, stellt Deutschland derzeit mehr als 13 Prozent der Unternehmen in der Top 15 Liste.

 

 

 

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Unternehmen in den Top 15 der kontroversesten Unternehmen der Welt (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

Zu erwarten war die Platzierung der Deutschen Bank. Kaum ein Skandal der letzten Jahre, in der die Deutsche Bank nicht verwickelt war. Ob Goldpreis-Manipulation, Schummeleien beim Referenzzinssatz Libor und Euribor, CO2-Zertifikatehandel oder Geldwäsche in Russland: die Liste ist lang. Die Wirtschaftswoche hat sich die Mühe gemacht, die Skandale aufzulisten.

 

Vor einem Jahr noch kaum denkbar ist der 5. Platz auf der Negativ-Liste von Volkswagen. In vielen Rankings sogar als nachhaltig eingestuft, konnte Volkswagen in weniger strengen Nachhaltigkeits-Fonds bis zum Ausbruch des Skandals um manipulierte Steuersoftware, immer noch gefunden werden. Fonds, die Automobile-Branche komplett ausschließen, war hier auf der sicheren Seite. Wenig überraschend: der Nachhaltigkeits-Fonds der Deutschen Bank Tochter “Deutsche Asset Management” namens “FOS Rendite und Nachhaltigkeit” hielt zum letzten Jahresbericht noch über 17 Millionen Euro an Volkswagen-Anleihen.

 

Die volle Liste der 15 kontroversesten Unternehmen finden Sie im kostenpflichten Angebot des Ecoreporters.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Goldfirmen verklagen Kolumbien wegen Nationalpark

Donnerstag, 09. Juni 2016
Zusammenfassung: Der Staat Kolumbien möchte zwei Bergbaukonzernen aus den USA und Kanada verbieten, Gold aus einem Nationalpark abzubauen. Vor einem privaten Schiedsgericht verklagen diese nun den Staat auf umgerechnet 14,5 Milliarden Euro Schadensersatz  oder auf Genehmigung des Goldabbaus.

 

Im Amazonasregenwald in Kolumbien an der Grenze zu Brasilien leben sieben indigene Völker. Es besteht eine außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Mikroökosystemen. Die Einwohner des Nationalparks Yaigoje Apaporis teilen sich den Lebensraum im Südosten Kolumbiens unter anderem mit Pumas, Tapiren, Ameisenbären, Amazonas-Manati und Amazonasdelfinen. Lange Jahre kämpften die Indigene mit Unterstützung der Naturschutzorganisation Gaia Amazonas dafür,  dass der Staat ihr Land als Schutzgebiet anerkennt.

 

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Amazonas-Delfine Urheber: LollyKnit from Maryland, USA wikimedia commons

 

 

Auch das kanadische Berbauunternehmen Cosigo Ressources begann sich für die Region zu interessieren. Ein heiliger Ort für die Einwohner des Gebietes. Für das Unternehmen Cosigo Ressources ist es jedoch die Bergbaukonzession Taraira Süd. Die Behörden erteilten dem Unternehmen die Genehmigung zur Bodenerkundung. Unter den Bergen rund um den Apaporis-Fluß lagert Gold. Cosigo entdeckte den Schatz unter dem Boden des Amazonas Regenwaldes. Die Zustimmung der Regenwaldbewohner zur Goldsuche sollte mit Geldzahlungen erkauft werden. Beauftragte von Cosigo besuchten die Dorfbewohner und sorgten für Unruhe und soziale Probleme. Die Bestrebungen der Dörfer die Region zu einem Naturschutzgebiet zu machen, gingen jedoch unvermindert weiter.

 

Am 27.Oktober 2009 führten sie zum Erfolg und die Regierung Kolumbiens stellte das 12.000 Quadratkilometer große Regenwaldgebiet unter Naturschutz. Kurze Zeit darauf kam jedoch die Ernüchterung. Die Bodenschätze im Untergrund gehören dem Staat, er hat auch weiterhin ein Verfügungsrecht darüber und so mussten die Bewohner erkennen, dass ihnen das Territorium nicht ganz gehört. Kaum zwei Tage später nach Gründung des Nationalparks erhielt Cosigo dennoch vom geologischen Dienst einen Bergbautitel für Taraira Süd. Der Nationalpark stand nun dem Geschäft des Bergbaukonzerns im Weg. Cosigo Vertreter unterwanderten die Einwohner, indem sie einige von ihnen überzeugten eine neue Vereinigung zu gründen und gegen den Beschluss der Nationalparkgründung zu klagen. Der Anführer dieser Gruppe, ein ehemaliger Polizeibeamter, erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Nationalparkgründung, mit dem Argument dass nicht alle der Indigenen vor der Gründung konsultiert worden seien. Daraufhin erstreckte sich ein fünf Jahre langer Rechtstreit bis hin zum Verfassungsgericht in Bogotá.

 

Schließlich gab der Klageführer zu, dass der Bergbaukonzern Cosigo sie zu dem Prozess angeregt, diesen organisiert und bezahlt habe.  Ende August 2015 bestätigte das höchtste Gericht Kolumbiens die Rechtmäßigkeit des Nationalparks und forderte die sofortige Einstellung aller Bergbauaktivitäten.

 

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Regenwald vor den Eingriffen zur Goldsuche

 

Nur das Verfassungsgericht und die Regierung haben seit Beschluss des Freihandelsabkommens mit USA und Kanada nicht mehr die Hoheit darüber zu entscheiden.  Am 19. Februar 2016 reichte Cosigo zusammen mit seinem US-amerikanischen Partner Tobie Mining and Energy bei einem privaten Schiedsgericht in Texas die Klage gegen den Kolumbianischen Staat mit der Begründung, sie würden unrechtmäßig enteignet und betrogen, ein.  Damit hebeln diese Konzerne die Souveränität der Justiz aus, ohne Möglichkeit der Berufung. Die Rechtslage ist derzeit, dass entweder die Regierung den Goldabbau genehmigt oder eine Schadensersatzzahlung von umgerechnet 14,5 Milliarden Euro leistet. Dies entspricht dem Wert des Goldes, den die Konzerne mittels Bergsprengung und hochgiftiger Zyanidlauge, ausbeuten wollten.

 

Möglich wird dies, da Freihandelsabkommen regeln, dass Firmen den Staat vor privaten Schiedsgerichten verklagen können, weil ihre Profite durch Arbeits-, Umwelt- oder Sozialstandards geschmälert werden.

 

Neben dem Yaigoje Nationalpark stehen in Kolumbien 30 weitere Schutzgebiete vor der Gefahr der Ausbeutung, da sich diese ebenfalls mit Bergbaulizenzen überlappen. Unter anderem das Wasserschutzgebiet Páramo Santurbán in den Hochanden. Hier hat die kanadische Eco Oro Minerals eine Konzession zum Goldabbau vor dem privaten Weltbank-Schiedsgericht durchsetzen können, obwohl das Verfassungsgericht Bergbau in Wasserschutzgebieten untersagt hat.

 

Nachher

Regenwald nach Eingriffen zum Goldabbau

 

Derzeit laufen nach dem ICSID 573 Verfahren von Konzernen aufgrund von Freihandelsverträgen an privaten Tribunalen. Immer mehr Länder wollen die Verträge kündigen, doch selbst nach Kündigung falls diese überhaupt möglich sind, bleiben die Verträge 15 bis 20 Jahre lang gültig. Bolivien, Ecuador, Venezuela, Indonesien, Südafrika und Indien sind bereits aus den Abkommen mit den USA ausgestiegen. Argentinien und Russland gegen die Schadenersatzzahlungen erwirkt wurden, weigern sich zu bezahlen. Die Folgen für diese beiden Länder sind nicht angenehm.

 

Kolumbien bietet vielleicht einen Vorgeschmack auf TTIP und CETA. Die Verhandlungen werden derzeit, durch Vertreter der Europäischen Union mit Verhandlungspartnern aus den USA, streng geheim geführt. Honi soit qui mal y pense  (Ein Schelm wer Böses denkt…..)

Aktien von  Bergbau- und Minenkonzerne finden sich als Anlageobjekt in nahezu jedem Fondsriesterprodukt oder nahezu jedem Aktienfonds. Die nachhaltige Geldanlage bietet die Möglichkeit diese Konzerne auszuschließen. Ein guter Grund Geldwäsche zu betreiben und zukünftig nur noch sauber anzulegen!

 

 

 

 

 

 

Quelle: Rettet den Regenwald e.V.

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Kiribaum im Selbstversuch: aktuelle Situation Juni 2016

Freitag, 03. Juni 2016

Sie möchten mehr wissen?
Artikel vom 30.6.17
Artikel vom 26.6.14
Artikel vom 22.7.14

Bilder vom 28.5.15

 

Unser Selbstversuch mit den im eigenen Garten gepflanzten Kiri-Bäumen verläuft weiter nach Plan. Klar, die Zuwachsraten wie sie unter professionellen Bedingungen erzielt werden, können wir nicht erreichen. Der Boden ist nicht optimal, die Sonnen-Stunden pro Tag wegen Schattenwurf der umstehenden Gebäude viel zu gering. Trotzdem erstaunen uns und unsere Besucher die Bäume immer wieder. Was vor 2 Jahren (Bericht vom 26.6.2014) mit 17 cm Höhe startete, ist mittlerweile zu einem jungen Baum mit 3,5 Metern Höhe herangewachsen:

 

Kiribaum nach 2 Jahren

In 2 Jahren rund 3,5 Meter gewachsen: Kiri-Baum (Bild: Grünes Geld)

 

Die im Bild gezeigten Bäume sind dabei Kiri’s der Sorte NordMax21® für die die We Grow Kiri GmbH in Deutschland bereits 2012 für 30 Jahre den Bundessortenschutz erhalten hat. Sie sind auch für die deutschen Klimaverhältnisse gemacht und vertragen leichten Frost.

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.