Autor: Gerd Junker 16. Juni 2017

Grüne Kredite: Was bedeutet das eigentlich?

Die Themen Nachhaltigkeit und Ethik haben in der Finanzwelt enorm an Bedeutung gewonnen. Seit der großen Bankenkrise vor nunmehr zehn Jahren sehen immer mehr Menschen das Geschäftsgebaren der großen Banken kritisch, die in ihrer Jagd auf Rendite vor keiner dubiosen Investition haltmachen. Heute ist es nicht nur möglich, das eigene Geld nach ethischen Prinzipien anzulegen, sondern auch umwelt- und sozialverträgliche Kredite zu erhalten.

Was bedeutet es, wenn ein Kredit grün ist?

Der Begriff „Grüne Kredite“ kann Verschiedenes bedeuten: Kredite einer ethisch verantwortlichen Bank für Privatpersonen zum Beispiel oder Kredite zur Finanzierung energieeffizienter Bauprojekte. Auch im Bereich Crowdfunding ist das Thema grüner Kredit schon angekommen: Hier können Unternehmer ihre nachhaltigen Geschäftsideen präsentieren, um Kapital einzusammeln.

Wer sich nicht auf den Schwarm verlassen will, kann die derzeit günstigsten Kredite über einen Kreditvergleich, beispielsweise https://www.scorekompass.de/#!kreditvergleich, online abrufen. Allerdings listen die Vergleichsportale Angebote aller Banken. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte sich über die Prinzipien der jeweiligen Bank informieren. Auf der anderen Seite haben Vergleichsportale den Vorteil, das hier auch kleine Anbieter auftauchen, die in der Öffentlichkeit weniger bekannt sind und sowohl durch nachhaltiges Wirtschaften als auch durch günstige Zinssätze auffallen.

Fairer Umgang mit Kunden bei grünen Krediten

Engagierte kleine Finanzinstitute und ethische Banken bieten nicht unbedingt bessere Zinssätze als die großen Banken, doch sie zeichnen sich durch einen respektvollen Umgang mit ihren Kunden aus. Die mangelnde Kundenfreundlichkeit der Banken ist seit Jahren Thema in der Gesellschaft – ganz gleich, ob es um überhöhte Dispozinsen geht, falsche oder schlechte Beratung zu Investitionen oder um fehlende Transparenz allgemein.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass auch die nachhaltigen Banken die bei der Kreditvergabe üblichen Spielregeln einhalten: Wer einen grünen Kredit beantragt, muss dennoch eine ausreichende Bonität und entsprechende Sicherheiten (z. B. ein regelmäßiges Einkommen und/oder Immobilienbesitz) nachweisen können.

Grüne Kredite für den Hausbau

Als grüne Kredite werden aber auch die öffentlichen Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezeichnet. Allerdings sind diese fast immer an bestimmte Bauvorhaben geknüpft: Wer beispielsweise ein Nullenergiehaus bauen möchte oder das vorhandene Haus energieeffizient sanieren möchte, kann bei der KfW einen Zuschuss in Höhe von bis zu 100.000 Euro beantragen.

Nicht zuletzt sind öffentliche Kredite zum Ausbau erneuerbarer Energien ebenfalls grüne Kredite: Dabei handelt es sich um Beispiel um die Finanzierung neuer Windkraft- und Solaranlagen, Wasserkraftprojekte, ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und vieles mehr.

Bild: © istock.com/freemixer

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