Autor: Carmen Junker 17. November 2017

Alles öko? – Einkaufen & Kochen

Zusammenfassung: Essen ist ein Grundbedürfnis. Aber Einkaufen und Kochen sind nicht nur ein notwendiges Übel, sondern können auch Spaß machen und Entspannung in den Alltag bringen. Ökologische Beschaffung und Zubereitung schonen Nerven und Umwelt gleichermaßen.

 

 

Zuletzt erschienen in der Serie „Alles öko?“:

 

 

Kochen ist kein lästiges Übel im Haushalt!

 

Auch wenn Haushalt für viele ein leidiges Thema ist, so ist es doch auch eines, mit dem sich jeder in irgendeiner Weise befassen muss. Denn um das Einkaufen und Kochen kommt kaum jemand herum. Und auch das Putzen  und das Wäschewaschen muss erledigt werden.

 

Sicher lässt sich heutzutage vieles delegieren. Darüber hinaus erleichtern viele moderne Errungenschaften das Leben – dennoch gilt es, nahezu täglich die regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben zu bewältigen.

 

Und da ist auch gleich die Krux an der klassischen Hausarbeit: die ewige Wiederholung. Kaum wurden Kühl- und Vorratsschrank gefüllt, sind beide auch schon wieder geleert. Kaum wurde ein köstliches Essen auf den Tisch gebracht, ist es auch schon verspeist. Die Küche gibt den Pulsschlag des Lebens vor. Hier hat niemand für immer ausgesorgt!

 

Die ständige Wiederholung im Bereich Küche bringt jedoch auch eine enorme Bereicherung und Lebendigkeit in den Alltag. Denn kaum in einem anderen Bereich können neue Dinge einfach einmal ausprobiert, kleine Experimente rasch umgesetzt werden und sind Veränderungen ohne großen Aufwand möglich!

 

 

 

Kochen entspannt!

Auch wenn oft über ermüdende Hausarbeit geklagt wird, die Deutschen lieben eine Tätigkeit besonders: Nummer eins ist ganz klar das Kochen. Gut 34 Prozent aller Deutschen geben an, gerne zu kochen. Das war nicht immer so. Beflügelt durch Kochsendungen seit den neunziger Jahren, dem Trend zum bewussteren Genuss und nicht zuletzt durch professionelle technische Lösungen in den heimischen Küchen, begeistern sich immer mehr Menschen für die Zubereitung einer leckeren Mahlzeit. Ein wichtiges Thema gerade für viele Berufstätige, die im Arbeitsalltag nicht direkt etwas „zum Anfassen“ produzieren. Hier hat selbst Kochen eine sinnliche und eine kreative Komponente, die auch hilft, Stress abzubauen. Die Arbeit in der Küche erzielt damit einen echten Mehrwert gegenüber der reinen Nahrungsaufnahme – ein Stück Lebensqualität.

 

 

Umweltbewusstes Einkaufen

Ein Marktbummel regt alle Sinne an.

Die meisten Küchen sind mittlerweile professionell geplant, technisch auf dem neuesten Stand und für die Arbeitsprozesse optimal aufgebaut. Genauso professionell lassen sich auch die Beschaffungsprozesse managen. Eine vorausschauende Planung bringt dabei viele Vorteile. Denn so lassen sich Zeit und Geld sparen. Gleichzeitig kann ein ökologisches Einkaufsverhalten auch einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

 

Der Prototyp des ökologischen Einkaufens ist dabei die Fahrt mit dem Fahrradanhänger zum Wochenmarkt. Hier finden sich sämtliche Lebensmittel des täglichen Bedarfs – regional, saisonal und in vielen Fällen auch biologisch angebaut. Bei diesem Modell des Einkaufens stimmen alle Faktoren: Wege werden emissionsfrei zurückgelegt, die Ware des Vertrauens ist frisch, stammt von Händlern und – größtenteils auch von – lokalen Erzeugern, ist kaum verarbeitet und spiegelt das natürliche saisonale Angebot wider. Beruflich eingespannte Großstädter können jetzt verträumt vom ruhigen Leben träumen oder einfach nur den Kopf schütteln und feststellen, dass dieses Modell nicht in ihr Leben passt. Dennoch gibt es für jeden Möglichkeiten, ökologisch sinnvoll einzukaufen.

 

 

3 Tipps für ein ökologisches Beschaffungsmanagement

Tipp 1: Einkaufszettel – die ToDo-Liste

Entpannt und gut geplant .

Einen Einkaufszettel zu schreiben hat noch immer für viele Menschen einen etwas angestaubten Charakter – denn wo bleiben Spontaneität und Lustprinzip? Tatsächlich ist der Einkaufszettel jedoch die ToDo-Liste, die Geldbeutel und Umwelt schont. Denn wer sich darüber im Klaren ist, was benötigt wird, fällt nicht auf vermeintliche Sonderangebote und Aktionsware herein. Die Einkaufsliste ist auch ein wichtiges Hilfsmittel, um zu kalkulieren, wieviel benötigt wird. Denn wer planlos einkauft läuft schnell Gefahr, dass zuviel in den Einkaufswagen gepackt wird und verderbliche Lebensmittel im Abfall landen. Angesichts der ungleichen Verteilung von Ressourcen und dem Hunger in vielen Teilen der Welt, ein echtes ethisches Problem.

 

 

Tipp 2: Einkaufstage – Terminplanung

Genauso wichtig wie die Überlegung was und wieviel davon eingekauft wird, ist es auch zu planen, wie oft ein Einkauf ansteht. Denn eine gute Terminplanung spart viel Zeit, Stress und – sofern mit dem Auto zum Shoppen gefahren wird – auch eine ganze Menge des schädlichen CO2.

 

Wer feste Termine für die Einkaufstour einplant, kann eine routinierte Vorbereitung treffen. Also Einkaufstaschen einpacken, an die Leergutabgabe denken und – nach Möglichkeit – Behältnisse für einen unverpackt Einkauf  mitnehmen. Täglich für klassische „Vergessartikel“ noch einmal loszufahren, ist sicher kein klimaschonendes Verhalten. Eine mittlerweile klassische Satire auf einen – nur äußerlich – ökologischen Lebensstil ist das Beispiel des SUVs mit laufendem Motor vor dem Bioladen am Prenzlauer Berg.

 

 

Tipp 3: Option Lieferservice

Online-Shopping hat zwar das Potenzial, umweltfreundlich und klimaschonend Einkäufe zu erledigen. Durch die geringen Logistikkosten werden mittlerweile jedoch täglich Unmengen von Klein- und Kleinstartikeln einzeln und aufwändig verpackt quer durch die Welt geschickt. Gebündelt und regional gemanagt dagegen, kann ein Lieferservice eine gute Alternative zum persönlichen Einkauf darstellen. Doch obwohl die Deutschen Online-Shopping schnell in ihr Herz geschlossen haben, fällt der Mehrheit die Bestellung von Lebensmitteln noch immer schwer.

 

Dabei vereinigen sowohl die Lieferservices der Supermarktketten als auch die regionalen Bio-Bring-Dienste die Vorteile eines ökologischen Einkaufs: Sämtliche Lebensmittel können gezielt und geplant eingekauft werden. Die bequeme Online-Bestellung erlaubt es auch, rund um die Uhr die Bestellung aufzugeben, die dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt direkt ins Haus geliefert wird. Der generelle Vorteil: Es sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs. Der besondere Vorteil der Biokisten: es wird ökologisch erzeugte Ware geliefert. Viele Produkte stammten aus der Region und kommen direkt vom Erzeuger. Eine gute Alternative also für alle, die es nicht zum Wochenmarkt schaffen.

 

 

 

5 Tipps für ein umweltbewusstes Kochen

Ist die Logistik erledigt, geht es an die Lagerhaltung und Produktion – oder übersetzt auf die Küche: an Vorratshaltung und Kochen. Um umweltfreundlich zu kochen, sind nicht nur biologischen Zutaten von Bedeutung. Auch in der heimischen Küche gibt es vielfältige Möglichkeiten Energie zu sparen und damit die Haushaltskasse und das Klima zu entlasten.

 

 

Tipp 1: Eigener (Induktions)herd ist Gold wert

Induktion: Spart Energie und Zeit.

Profiköche schworen lange auf Gasherde. Mittlerweile bilden Induktionsherde die Vorteile, schnelle Hitzentwicklung und rasche Veränderung der Temperaturen, komplett ab. Darüber hinaus sind Induktionsherde auch günstig im Stromverbrauch. Verglichen mit einem Glaskeramik-Herd ist der Induktionsherd um fünf Prozent energieeffizienter, gegenüber der konventionellen Kochplatte sogar um zehn Prozent. Bis zu 50 Prozent weniger Energie benötigen die Induktionsherde beim ankochen. Damit können diese Herde auch mit dem Wasserkocher mithalten.

 

Für alle Haushalte ohne Induktionsherd, ist der Wasserkocher eine gute Möglichkeit, Strom zu sparen. Das gilt für die Zubereitung von Tee genauso, wie auch für das Erhitzen von Nudelwasser. Wer auf einem herkömmlichen Herd kocht, sollte außerdem auch die Restwärme ausnutzen und frühzeitig den Herd abschalten.

 

Ansonsten gelten beim Kochen die altbekannten Regeln: Ein Deckel auf dem Topf beschleunigt den Kochvorgang und senkt den Energiebedarf um das drei bis vierfache. Außerdem sollte stets auf die richtige Topf- und Pfannengröße und die passende Herdplatte geachtet werden.

 

 

Tipp 2: Umluft – mehr als heiße Luft

Oberhitze, Unterhitze, Umluft – am Backen scheiden sich ohnehin schnell die Geister. Ein schlagendes Argument für die Umluftfunktion ist allerdings die wirklich deutliche Energieersparnis von rund 25 Prozent. Darüber hinaus können sämtliche Schienen im Ofen gleichzeitig genutzt werden, das spart nochmals Energie, denn nicht nur Temperatur sondern auch zeit werden optimal ausgenutzt.

 

 

Tipp 3: Cool bleiben – Kühlschrank richtig nutzen

Tür zu!

Gerade bei der Energieeffizienz von Kühlschränken hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Dennoch gehören die Geräte zu den Stromfressern im Haushalt. Mit einfachen Tricks lässt sich jedoch der Energieverbrauch reduzieren. Besonders wirkungsvoll ist es, den Kühlschrank gut zu füllen. Denn Leerstand verbraucht unnötig Energie. Das bedeutet aber nicht, dass unnötig eigekauft werden muss. Lücken im Kühlschrank lassen sich einfach durch Getränkeflaschen auffüllen.

 

Viele Menschen kennen das Problem von einer anderen Seite: im Kühlschrank ist eigentlich viel zu wenig Platz für die gesammelten Einkäufe. Hier lohnt sich ein kritischer Blick, denn viele Obst- und Gemüsesorten sind besser an einem nicht zu warmen Plätzchen außerhalb des Kühlschranks aufgehoben. Auch der Standort des Kühlschranks kann helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren. Der Backofen ist als nächster Nachbar kaum sinnvoll. Generell gilt die Faustregel: je kühler der Standort, desto geringer der Energieverbrauch. Doch nicht nur die äußere Kühlung übt einen Spareffekt aus. Wer Tiefkühlkost im Kühlschrank langsam auftauen lässt, senkt den Verbrauch beträchtlich. Im Gegenzug gilt: nur gut abgekühlte speisen in den Kühlschrank stellen.

 

Wer diese Tipps beherzigt, kann sich über geringe Stromkosten freuen. Selbstverständlich sollte außerdem sein, die Kühlschranktür stets nur kurz zu öffnen, regelmäßig abzutauen und nicht zu kalt einzustellen. Sieben Grad sind für die meisten Haushalte ausreichend.

 

 

Tipp 4 – Weniger ist mehr

Viele Küchengeräte erleichtern das Leben. Welche das aber genau sind, bleibt umstritten. Während sich die einen ein Leben ohne den legendären Thermomix nicht mehr vorstellen können, schwören die anderen auf die elektrische Brotschneidemaschine. Egal wie die Entscheidung ausfällt: Jedes elektrische Küchengerät verbraucht Strom, wurde produziert und trägt damit auch einen mehr oder weniger großen ökologischen Rucksack. Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, bei der Anschaffung eines neuen „Helferleins“ zu überlegen, ob es wirklich den Alltag erleichtert und welche Alternativen bereits im Haushalt vorhanden sind. Aufgrund ihres geringen Preises lagern mittlerweile Unmengen ungenutzter Haushaltsgeräte.

 

 

Tipp 5: Überraschend sparsam: Spülmaschinen

Ein Haushaltsgerät überzeugt seit Jahren nicht nur aufgrund der Lebensqualität, die es bietet, sondern auch hinsichtlich seines Strom- und Wasserverbrauchs: die Spülmaschine. Sie entlastet vom lästigen Abspülen nach dem Essen und ist mittleerweile extrem energieeffizient. Wer seine Warmwasserbereitung über Solar- oder Geothermie bezieht, kann darüber hinaus die Maschine direkt an die Warmwasserversorgung anschließen uns spart zusätzlich Energie. Natürlich gibt es auch bei der Spülmaschine weitere Einsparungspotenziale. So sollte das Gerät erst vollständig beladen gestartet werden, um die eingesetzte Energie voll auszunutzen. Zusätzlicher Wasserverbrauch durch Vorspülen ist bei modernen Maschinen unnötig.

 

 

Alle Bedürfnisse im Blick

Einkaufen und Kochen – diese Tätigkeiten befriedigen die elementaren menschlichen Grundbedürfnisse des Menschen. Darüber hinaus kann Kochen mit Freunden auch die sozialen Bedürfnisse nach Austausch und Miteinander erfüllen. Wer darüber hinaus Einkauf und Kochen ökologisch gestaltet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und sichert damit auch das Bedürfnis nach einer sicheren und lebenswerten Zukunft.

 

Doch neben diesen Dingen ist es auch ein wichtiges menschliches Bedürfnis, materiell gut abgesichert zu sein. Dass dieses Bedürfnis auch ethisch und ökologisch optimal befriedigt werden kann, zeigt das breite Angebot nachhaltiger Investments, das der erfahrene Finanzexperte Grünes Geld anbietet.

 

„Uns ist Nachhaltigkeit im persönlichen Leben wie auch im professionellen Bereich wichtig“, erklärt Gerd Junker, Gründer und Geschäftsführer von Grünes Geld. „Deshalb können wir unsere Kunden umfassend beraten und ihnen die positiven Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr Geld sozial und ökologisch sinnvoll angelegt werden kann und dennoch auch gute Erträge bringt.“

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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