Autor: Gerd Junker 7. Dezember 2017

Bitcoin bricht ein und Frauen top – die Überraschungen 2018

Zusammenfassung: Auch in diesem Jahr gibt's wieder eine Liste mit 10 Dingen, die nächstes Jahr bestimmt nicht passieren werden. Falls doch, können Sie durch diese Liste entspannter mit den Überraschungen umgehen.

 

Diese 10 Punkte kommen nächstes Jahr garantiert nicht … oder vielleicht doch? Was passiert, wenn das Undenkbare doch eintritt? Leider haben wir in den letzten Jahren schon öfter das Undenkbare erlebt. Am prominentesten sicher beim Ja der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union oder bei der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.

 

Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 7. Dezember 2017 berichtet, hat sich der Chefvolkswirt der dänischen Saxo Bank, Steen Jakobsen, wieder Gedanken über das Undenkbare gemacht. Folgende 10 Punkte könnten die Welt und damit auch die Finanzmärkte nächstes Jahr überraschen:

 

 

 

 

1.) Bitcoin bricht ein. Die digitale Währung erreicht, so seine These, 2018 in der Spitze einen Kurs von 60000 Dollar und einen Marktwert von über eine Billion Dollar, da Derivate die  Kryptowährung für Investoren attraktiver machten. Doch Russland und China spielen nicht mit und verbieten jede Form von Kryptowährungen in ihren Ländern. Es kommt zum Crash  und 2019 notiert die Währung nahe der Produktionskosten von 1000 Dollar.

2.) Ostländer bestimmen EU. Das Auseinanderdriften der EU-Kernländer und der skeptischeren  neuefeß Mitglieder führt zu einer unüberbrückbaren Kluft. Das politische Zentrum bewegt sich vom Duo Deutschland / Frankreich in Richtung Osteuropa. Die institutionelle Blockade führt zum Abstieg des Euros in Richtung Parität zum Dollar.

3.) Fed verliert Eigenständigkeit. Bei den Midterm-Wahlen zur Hälfte von Trumps erste, Präsidentschaft in den USA 2018 gewinnt der Populismus an Gewicht. Es mangelt an Haushaltsdisziplin, der Einnahmeausfall durch die Steuerkürzungen führt die USA in Richtung Rezession. Auf schwächere Wirtschaft, steigende lnfIationund Zinsen weiß die Notenbank Fed‘ keine‘ Antwort. Die Märkte spielen verrückt, und die Ungleichheit zwischen Arm und Reich wächst. Das Finanzministerium übernimmt die Führung und erzwingt von der Fed einen maximalen Zins von 2,5 Prozent für langlaufende US-Staatsanleihen, um einen Bond-Crash zu verhindern.

4.) Japan startet Zinskontrolle. Die Bank of Japan sieht sich steigender Inflation und Zinsen gegenüber. Der Lösungen vom 06.12.18: die Notenbank lockert die Geldpolitik, und der Wechselkurs fällt auf 100 Yen/Dollar.

5.) China führt Petro-Yuan ein. Vom größten Ölimporteur China lassen sich viele Ölf6rderer in Yuan bezahlen. Angesichts des US-Machtverfalls und erfolgreicher Rohstoffderivate in  Yuan wird die Entscheidung der Energiebörse Schanghai, einen Ölfuture in Yuan einzuführen, ein Riesenerfolg, der sich in der Währung niederschlägt. Erstmals müssen je Dollar weniger als sechs Yuan bezahlt werden.

6.) Volatilität steigt. Historisch niedrige Kursschwankungen überraschten 2017. Doch im nächsten Jahr bricht der S&P 500-Aktienindex plötzlich um 25 Prozent ein. Fonds, die  auf Volatilität in kurzer Zeit setzen, gehen pleite, wer in langlaufende Schwankungen investiert, gewinnt 1000 Prozent und mehr.

7.) USA rutschen nach links. Junge Menschen haben enormen Einfluss auf die Midterm-Wahlen 2018. Trump lehnen sie ab, ebenso wie die Steuerreform. Eine neue Generation von Demoktaten steigt dagegen auf, die ihr Scheckbuch für die Massen öffnen will. Das Defizit ist kein Problem mehr. Der Zins für 30jährige Staatsbonds fällt unter fünf Prozent.

8.) Frühling in Afrika. Nach dem Abgang von Simbabwes Präsident Robert Mugabe erfolgt der demokratische Umbau in Afrika mit Südafrika als Gewinner. Der Rand wird zum Liebling in den Schwellenländern.

9.) Tencent verdrängt Apple. Die Wachstllinsgeschichte Chinas spiegelt sich bei den Technologie-Aktien in der Marktkapitalisierungwider. Tencent profitiert 2018 massiv davon, steigt um 100 Prozent und verdrängt mit einem Wert von über einer Billion Dollar Apple vom ersten Platz des wertvollsten Konzerns weltweit.

10.) Frauen top. Bereits heute schließen mehr Frauen ihr Studium mit einem Bachelor in den USA ab. Sie erschließen ihr Potenzial auch in Führungspositionen und schütteln die „old boys clubs“ durcheinander. Ende 2018 werden mehr als 60 der umsatzstärksten 500 Topkonzerne in der Welt von Frauengeführt

 

 

Was sagen Sie dazu? Gibt’s Punkte, die tatsächlich so kommen werden? Schreiben Sie uns dazu!

 

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.
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