Autor: Carmen Junker 5. Dezember 2017

Vier Pioniere für den Klimaschutz

Zusammenfassung: Vorbilder motivieren. Gerade das Engagement von Prominenten kann viele Menschen dazu bewegen, selbst aktiv zu werden – oder sich mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen. Vier Beispiele für ein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz.

 

Positive Entwicklungen anstoßen!

 

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Weltklimakonferenz in Bonn hat es gezeigt: Auch Vorkämpfer in Sachen Klimaschutz können wie Popstars gefeiert werden. Bestes Beispiel war der Auftritt des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore. Ebenfalls für Beifall sorgte die Rede des ehemaligen Gouverneurs von Kalifornien Arnold Schwarzenegger – und es waren sicher nicht die Fans seiner früheren Terminator-Filme, die klatschten, als Schwarzenegger Kaliforniens Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien vorstellte. Für sein Enagement wurde Schwarzenegger nur wenig später mit dem Medienpreis „Umwelt-Bambi“ ausgezeichnet.

 

Die persönlichen Auftritte belegen, wie wichtig es ist, ein an sich abstraktes Thema – wie den globalen Klimaschutz – durch Beispiele und Projekte, aber auch durch Persönlichkeiten, Vorbilder und Pioniere greifbar und verstehbar zu machen.

 

 

 

Vorbilder sind keine Helden

Vorbilder geben Impulse.

Dass diese Form des Lernens und Verstehens viele Menschen anspricht, belegen auch die enormen Erfolge, die Biopics derzeit in den Kinos feiern. Menschen außerhalb der Geschichtsbücher kennenzulernen und ihre Motivation besser zu verstehen, lässt Zusammenhänge erkennen und kann zu eigener Aktivität motivieren.

 

Allerdings liegt es auch in der Psyche vieler Menschen, an Vorbildern zu kratzen. So kommentierte der Kabarettist Hagen Rether die vielen Reisen des Dalai Lama lakonisch mit den Worten, der Mann fliege ständig um die Welt, um den Einklang mit dem Kosmos zu predigen, habe aber selbst eine CO2-Bilanz wie ein Kohlekraftwerk. Diese Kritik ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Doch wer Vorbilder nicht als unfehlbare Helden verehrt, sondern als Menschen, die in einem bestimmten Bereich Außergewöhnliches leisten, kommt hier kaum in die moralische Zwickmühle.

 

Eine unglaublich große Menge Menschen trägt täglich enorm viel dazu bei, die Klimakrise unseres Planeten auszubremsen. Dazu zählen unzählige stille Helden, wie indigene Völker, die durch ihren persönlichen Lebensstil im Einklang mit der Natur leben oder auch Menschen die sich innerhalb der Industrienationen bewusst für ein klimafreundliches Leben entschieden haben.

 

Aber auch Menschen, die um die Welt jetten, können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie andere Menschen begeistern, zum Umdenken bringen und neue Wege aufzeigen. Vier dieser Personen wollen wir beispielhaft kurz proträtieren.

 

 

Elon Musk – der Daniel Düsentrieb der klimafreundlichen Mobilität

Musks bekanntestes Projekt.

Elon Reeve Musk wurde 1971 in Südafrika geboren. Musk gehört zwar noch nicht der Generation der „Digital Natives“ an, beschäftigte sich jedoch schon in den frühen achtziger Jahren mit Programmiersprachen und entwickelte früh eigene Programme und Spiele.

 

Um dem Wehrdienst während des Apartheidregimes in seinem Heimatland zu entgehen, wanderte Musk zunächst nach Kanada, später in die USA aus, wo er in Philadelphia Volkswirtschaftslehre und Physik studierte. Nachdem er 1995 nach Palo Alto in Kalifornien gewechselt war, beendete er kurzerhand sein Studium und gründete ein Internet-Unternehmen, das er bereits nach vier Jahren für 307 Millionen US-Dollar an den Computerhersteller Compaq verkaufen konnte.

 

Bekannt wurde der weltweit aktive Unternehmer allerdings vor allem durch seine Beteiligung am Online-Bezahlverfahren Paypal. Damit war für Musk der Weg zu neuen unternehmerischen Tätigkeiten geebnet, die auch Pioniergeist und visionäre Ideen zulassen.

 

Während Musks Aktivitäten im Bereich der privaten Raumfahrt (seine dritte Unternehmensgründung war das Raumfahrtunternehmen SpaceX) seltsam anmuten, hat der clevere Unternehmer auch Ideen auf den Weg gebracht, die Mobilität der Zukunft und Klimaschutz miteinander vereinen. Am bekanntesten ist dabei sicher Musks Unternehmen Tesla, das der Entwicklung und Verbreitung der Elektromobilität entscheidende Impulse gegeben hat – nicht zuletzt durch die Freigabe sämtlicher Patente.

 

Um den Erfolg des Teslas zu unterstützen, investiert Musk allerdings auch in die entsprechende Infrastruktur und baut Tankstellennetze mit sauberem Solarstrom im Westen der USA aus. Mit SolarCity beschäftigt sich Musk mit dem Ausbau moderner Solarstromanlagen. In diesem Zusammenhang wurde Elon Musk auch im deutschen Dokumentarfilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomie“  von Carl-A. Fechner porträtiert.

 

Das Thema klimafreundliche Mobilität bildet ein übergreifendes Interesse in der Ideenwelt Musks. Sein Projekt Hyperloop zielt darauf, Alternativen zum Flugverkehr marktfähig zu machen. Geplant ist die Beförderung von Menschen und Gütern in geschlossenen Kapseln, die auf Luftkissen in Röhren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1220 km/h.

 

Im Rahmen seines jüngsten Projekte „The Boring Company“ plant Musk im Raum Los Angeles ein unterirdisches Tunnelsystem für den innerstädtischen Verkehr umzusetzen und auch die Nachbarstädte anzuschließen. Weitere Verbindungen nach New York, Baltimore, Philadelphia und Washington D.C. sind geplant. – Kurzum, von Elon Musk, dem Daniel Düsentrieb der klimafreundlichen Mobilität, wird sicher auch zukünftig noch viel zu hören sein.

 

 

Leonardo DiCaprio – Titanic-Star und Klimaschützer

Fans, die die Website des 1974 in Los Angeles geborenen Schauspielers besuchen, bekommen es unmittelbar mit dem Engagement des beliebten Oscar-Preisträgers zu tun. Denn bereits seit zwanzig Jahren setzt sich di Caprio für den Umweltschutz ein und gründete 1998 die „Leonardo DiCaprio Foundation“, die besonders im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung aktiv ist.

 

Der Schauspieler nutzt seine Popularität professionell, um das Thema Klimaschutz in der Gesellschaft zu verankern. Seine Fans erhalten auf der Homepage nicht nur Infos zu den aktuellen Filmprojekten, sondern auch handfeste Tipps zum Energiesparen.

 

Auch als Filmemacher bringt sich DiCaprio medienwirksam für den Klimaschutz ein. 2007 war er am Dokumentarfilm „11th Hour – 5 vor 12 als Sprecher und Autor beteiligt. Der Film beschreibt die aktuellen Umweltkrisen, die das Überleben der Menschheit bedrohen.

 

2016 brachte DiCaprio dann seinen Dokumentarfilm „Before the Flood“ in die Kinos, in dem die Auswirkungen der globalen Klimakrise an den unterschiedlichsten Orten der Erde gezeigt werden. Dabei sind nicht nur eindrückliche Bilder entstanden, sondern auch intensive Gespräche mit den Menschen vor Ort und ihren Strategien, dieser unheilvollen Entwicklung zu begegnen. Darüber hinaus konnte DiCaprio auch unterschiedlicher Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschehen für Interviews gewinnen. Zu Wort kommen unter anderem Ex-US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus.

 

Seit 2014 ist DiCaprio außerdem UN-Friedensbotschafter und betonte in seiner Auftaktrede, dass der rasante Klimawandel derzeit die größte Herausforderung der Menschheit sei und forderte die Regierungen der Welt sowie die Wirtschaft auf, deutliche Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen. Eine Botschaft, die DiCaprio 2016 beim Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) nochmals adressieren konnte.

 

Auch in seinen wirtschaftlichen Beteiligungen zeigt sich DiCaprio konsequent: 2013 stieg der Schauspieler  beim Automobilhersteller Venturi Automobiles ein. Dort gründete er das Formula E-Team. Das Rennautos mit Elektromotor entwickelt. Ziel ist es, die E-Mobilität mit klimafreundlich produziertem Strom populärer zu machen und die Nutzung von Elektroautos in den Städten weiter auszubauen.

 

 

Hannes Jaenicke – Im Einsatz für eine bessere Welt

Erderwärmung – das Eis wird dünner.

Auch für den deutschen Schauspieler Hannes Jaenicke ist Klima- und Artenschutz ein besonderes Anliegen, das weit über eine Charity-Abendveranstaltung hinaus geht. Daher setzt sich der 57jährige Schauspieler persönlich für Tierarten ein, die durch Umwelt- und Klimakrise bedroht sind.

 

Dazu zählen unter anderem die Orang-Utans auf Borneo, die vor allem unter den enormen Brandrodungen und dem Anbau von Palmölplantagen in Monokultur zu leiden haben. Aber auch das Überleben der Eisbären, deren Lebensraum sich ständig verkleinert, der Haie und Gorillas liegen Jaenicke am Herzen.

 

Neben mehreren Fernsehreportagen zum Thema, bringt sich der Schauspieler auch als Buchautor ein. Sein erstes Werk erschien 2010 unter dem Titel „Wut allein reicht nicht. Wie wir die Erde vor uns schützen können“ und landete auf Anhieb in den Bestsellerlisten. Darüber hinaus veröffentlicht Jaenicke diverse Weltverbesserungs-Listen zum Thema Energiesparen, Müllvermeidung und ökologischem Konsum.

 

Außerdem beteiligte er sich als Künstler an den Hamburger Lesetagen „Lesen Ohne Atomstrom“. Besonders sympathisch, der Schauspieler behält das übergeordnete Thema Klima- und Umweltschutz im Blick und engagiert sich – auch projektweise – für einzelne Aktionen. Aktuell ist Jaenicke bei der Kampagne „Goodbye Plastic Bottles“ aktiv. Mit einer Petition fordert die Initiative das Komplettverbot von PET-Einwegflaschen als einem – mit jährlich 17 Milliarden PET-Flaschen und sieben Millionen Tonnen Plastikmüll – der aktuell größten Müllprobleme.

 

 

Emma Watson – Fair geht vor

Bekannt wurde sie als Hermine Granger, der schlammblütigen Hexe der erfolgreichen Harry-Potter-Verfilmungen. Mittlerweile ist die britische Schauspielerin Emma Watson erwachsen, hat neben der Schauspielerei und Model-Jobs ihr Studium der englischen Literatur abgeschlossen und engagiert sich leidenschaftlich für Menschenrechte im allgemeinen, Frauenrechte im besonderen sowie für Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes.

 

Seit 2014 ist Watson UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte. In dieser Funktion sprach sie auch 2015 beim Weltwirtschaftsforum in Davos über die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. Außerdem beteiligte sich Watson nach der Amtseinführung von US-Präsident Trump im Januar 2017 am Womens’s March on Washington.

 

Dass vielfältige Engagement von Emma Watson spiegelt auch die Komplexität der Nachhaltigkeitsthematik und ihren unzähligen Facetten wider. Bereits die Nobelpreisträgern Wangari Maathai hatte durch ihre Arbeit in Afrika gezeigt, wie eng die Themen Gleichberechtigung, Klimaschutz und Überwindung der Armut zusammenhängen.

 

In diesem Sinne nutzt Emma Watson ihre Rolle perfekt und verkündete im vergangenen Jahr, dass sie auf dem roten Teppich nur noch nachhaltige und fair produzierte Mode tragen werde. Zur Unterstreichung ihrer Rede trug die Schauspielerin ein Upcycling-Kleid und erklärte, dass auch dazu gehöre, Kleidung möglichst lange zu nutzen.

Die perfekte Welt gibt es (noch) nicht!

 

Selbst Vorbild sein

Jeder kann ein Vorbild sein – zum Beispiel in der eigenen Familie, durch sein persönliches Engagement und im Freundes- und Bekanntenkreis. Denn gerade das gute Beispiel in der näheren Umgebung wirkt auf viele Menschen motivierend und zeigt, dass Veränderungen möglich sind.

 

Dass ökologisches Engagement und Finanzberatung miteinander zu vereinbaren sind, war vor einigen Jahrzehnten noch ein unglaublicher Gedanke. Der Widerspruch zwischen Geld und Umwelt war fest verankert und brach nur sehr zögerlich auf. Einer der Pioniere der nachhaltigen Geldanlagen ist Grünes Geld. Die erfahrenen Finanzexperten leben den Nachhaltigkeitsgedanken und helfen ihren Kunden dabei, ihr Geld ökologisch und sozialverantwortliche anzulegen und zugleich auch gute Erträge zu erwirtschaften. Durch die hohe Steuerungsfunktion, die Geld weltweit ausübt, nehmen Anleger so mit Einfluss auf eine positive Entwicklung von Klima, Umwelt und Gesellschaft.

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

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