Autor: Gerd Junker 30. Januar 2018

Online Geld anlegen

Zusammenfassung: Die Digitalisierung schreitet weiter voran. Längst nutzen viele Kunden die Online-Services der Banken. Auch Geldanlagen werden immer häufiger online getätigt. Beratung bleibt dennoch auch weiterhin ein wichtiges Thema – je nach Geschmack online oder auch persönlich.

 

Online-Finanzgeschäfte sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

 

„Vertrauen ist der Anfang von allem“, „die Beraterbank“, „die Bank an Ihrer Seite“ – viele Angebote im Finanzbereich zielen darauf ab, die persönliche Beziehung zum Kunden zu unterstreichen. Doch das vertrauensvolle Gespräch zwischen Kunde und Finanzberater ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

 

Die Digitalisierung ist schon lange im Finanzbereich angekommen und hat Schritt für Schritt sämtliche Geld- und Anlagegeschäft mitgenommen.

 

 

Bargeld aus der Hauswand – Anlageberatung aus dem Rechner

Angefangen hat die Entwicklung mit den Geldautomaten – praktisch und jederzeit zugänglich. Seit den 80er Jahren werden diese alltäglichen Geldgeschäfte immer stärker vom Bankschalter an den Automaten ausgelagert. In der Folge kamen die Kunden seltener in die Filialen.

 

Mit der Einführung des Online-Bankings – anfangs noch beschwerlich über Bildschirmtext, bald aber immer komfortabler über anwenderfreundliche Internetoberflächen, wurde der Kontakt zum Geldinstitut des Vertrauens noch weiter zurückgefahren.

 

Eine durchaus angenehme Entwicklung, denn einfache Aufgaben wurden extrem vereinfacht, Finanzberater konnten sich verstärkt auf ihre Beratungskompetenz konzentrieren.

 

Aber vom Online-Banking im alltäglichen Bereich war es nur noch ein kleiner Schritt zur Geldanlage online – Beratung inklusive.

 

 

 

Inhalt:

Geld anlegen online in 3 Schritten

Die neue Sachlichkeit
Online objektiviert

Online-Services erleichtern die Arbeit

ETFs – kostengünstige Geldanlagen
Der automatisierte Fondsmanager

Der Robo-Advisor
Der internet-basierte Berater

Beratung online, persönlich oder beides

 

 

Online Geld anlegen in drei Schritten

Fakt ist, dass die Digitalisierung zwar auf breiter Ebene begrüßt wird und in vielen Punkten das Leben erleichtert – gleichzeitig werden aber in vielen Prozessen auch weiterhin „analoge Gewohnheiten“ einen Platz finden. Idealtypisch verläuft Geld anlegen online in drei einfachen Schritten:

 

  1. Festlegen eines monatlichen Betrages
  2. Auswahl eines Fonds
  3. Auswahl eines Online-Depot-Anbieters und Eröffnung des Depots

 

Das klingt einfach, ist es aber nicht immer, denn die Entscheidung, welcher Fonds Anbieter und welches Depot das passende ist, ist nicht immer leicht zu treffen. Daher sind unabhängige Beratungen auch weiterhin unentbehrlich – gleichgültig, ob diese persönlich oder über das Internet angeboten werden.

 

 

Die neue Sachlichkeit

Die Vorteile von Online-Services für die Kunden liegen auf der Hand: Finanzangelegenheiten können jetzt jederzeit erledigt werden – unabhängig von Ort und Zeit. Durch verbesserte Beratungsangebote via Internet werden darüber hinaus auch Wege gespart – ein durchaus wichtiger Punkt in einer hypermobilien Welt, die nach einem Mehr an Nachhaltigkeit sucht.

 

Während Nostalgiker die Entwicklung bedauern und weiterhin die Angebote der Banken vor Ort persönlich nutzen, begrüßen viele Verbraucher die „neue Sachlichkeit“.

 

Denn Faktoren wie Sympathie und Antipathie – die im persönlichen Beratungsgespräch oft Ursache für weitreichende Finanzentscheidungen sind und häufig unterschätzt werden – entfallen im Online-Geschäft. Natürlich versuchen Finanzdienstleister auch in ihren Online-Angeboten die Kunden zu umwerben und zu überzeugen – dennoch haben Kunden hier andere Möglichkeiten, aus einer Beratungssituation auszusteigen, weitere Informationen einzuholen, aber auch Unklarheiten unabhängig zu klären. Gewiss ist eine persönliche vertrauensvolle Kommunikation sehr positiv zu werten, doch sie taugt sicher nicht generell dazu, rationale Entscheidungen im Finanzbereich zu treffen.

 

 

Wer eine objektive und unabhängige Finanzberatung sucht, findet im Internet vielfältige Informationen. Das unangenehme Gefühl, etwas „aufgeschwätzt“ zu bekommen oder komplexe Begrifflichkeiten und Zusammenhänge nicht sofort zu verstehen, kann online entfallen. Doch auch hier gilt es – wie bei allen Finanzangelegenheiten – zu prüfen, ob der jeweilige Anbieter die gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

 

 

Schließlich ist die Auswahl an Online-Banken und –Finanzberatungen aktuell kaum noch zu überblicken. Wie Sie die passende Bank und den richtigen Finanzberater finden, lesen Sie hier.

 

Vor dem Bankschalter Schlange stehen ist kaum noch vorstellbar.

 

 

Online-Services erleichtern die Arbeit

Die Digitalisierung der Finanzbranche hat die Bankenwelt verändert. Zum einen bieten die traditionellen Banken und Finanzdienstleister nun ihre Dienste auch online an, zum anderen haben sich neue Direktbanken etablieren können, die vollständig auf Niederlassungen verzichten. Durch den Wegfall der Standortkosten für ein weitreichendes Filialnetz und die entsprechend dünnerer Personaldecke, können so Kunden günstige Konditionen angeboten werden.

 

Allerdings empfinden viele Kunden auch weiterhin das Fehlen von persönlichen Ansprechpartnern als Manko. Entsprechend ergänzen viele Direktanbieter ihr Angebot um die Möglichkeit einer telefonischen Honorarberatung. Diese Beratungsleistung wird vom Kunden bezahlt und erhält dafür im Gegenzug persönliche und unabhängige Empfehlungen.

 

Wer sich für eine Direktbank entscheidet, tut gut daran, sich intensiv mit den Anbietern und ihren Konditionen im Vorfeld auseinander zu setzen. Auch die Verbraucherzentralen halten zu diesem Thema Informationen vor und veröffentlichen regelmäßig Tests und Vergleiche.

 

Generell ist Vorsicht vor unbekannten Anbietern geboten, denn teilweise bieten diese keine Haftung für die anvertrauten Gelder. Das gleiche gilt für ausländische Finanzdienstleister, die nicht den hiesigen bankaufsichtsrechtlichen Bestimmungen unterliegen und nicht dem erweiterten Einlagensicherungsfonds angehören.

 

 

ETFs – kostengünstige Geldanlagen

Gerade Anleger mit eher kleinen und mittleren Einkommen wurden in der Vergangenheit von vielen Formen der Geldanlage regelrecht abgeschreckt. Denn obwohl viele Angebote, wie beispielsweise Fondssparpläne auch schon für kleines Geld zu haben sind, vermittelten viele Finanzdienstleister ihren potenziellen Kunden das Gefühl, dass ihre Anlagesumme nicht auf den großen Finanzplätzen der Welt mitspielen kann.

 

Die Tage der teuren Anlageempfehlungen sind mittlerweile jedoch gezählt. Zu dieser Entwicklung hat zum einen das breite Angebot einfacher Fondssparpläne beigetragen. Denn in Zeiten des andauernden Niedrigzinses entdecken immer mehr Kunden diese einfache und rentable Art der Geldanlage, die sich zudem bequem über ein Online-Depot verwalten lässt.

 

Einen weiteren wichtigen Impuls haben zum anderen die ETFs in den Markt gebracht. Denn die ETFs (Exchange Trades Funds) bilden eine sehr kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen. Der Grund für die niedrigen Nebenkosten der ETFs liegt darin, dass diese Fonds ohne einen Fondsmager aus Fleisch und Blut auskommen. Der Kostenfaktor Mensch entfällt, stattdessen schöpfen dieses Fonds die technischen Möglichkeiten vollständig aus und bilden die Entwicklung der führenden Börsenindices ab.

 

Mit dieser Methodik konnten sich ETFs gut im Markt etablieren und machen heute bereits ein Viertel der in Fonds angelegten Gelder aus. Mittlerweile werden bereits alle Anlageklassen über ETFs angeboten. Wer sich für nachhaltige Geldanlagen entscheidet, findet auch hier entsprechende ETF-Angebote. Dennoch sollten Kunden auch hier nicht vergessen, dass die Finanzmärkte auch mit Risiken behaftet sind. ETFs sind sicher eine interessante, zeigemäße und kostengünstige Möglichkeit der Geldanlage. Wichtig bleibt es zu beobachten, wie sich ETFs generell und speziell n fallenden Märkten entwickeln werden.

 

 

Schöne neue Anlage-Welt? – Der Robo-Advisor

Die Komplexität beherrschen.

Während bei den ETFs die Stelle der Fondsmanager von Algorithmen eingenommen werden, spart der Robo-Advisor gleich den ganzen Berater ein.

 

Die Bezeichnung Robo-Advisor setzt sich aus den Begriffen „Roboter“ und Advisor“ (Berater) zusammen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich Kunden in Zukunft einen „C3PO“ im Beratungsgespräch gegenübersehen. Vielmehr ist Robo-Advisor auch nur ein Begriff für komplexe Rechenprozesse. Denn die Algorithmen des Robo-Advisors sollen Anlegern helfen, eine professionelle und für sie optimale Anlageentscheidung zu treffen – ohne persönliche Beeinflussung und Emotionen.

 

Der Robo-Advisor stellt also das optimale Portfolio zusammen, überwacht die laufenden Prozesse und passt die Anlagen den aktuellen Gegebenheiten an. Durch die Automatisierung des an sich aufwändigeren Beratungsprozesses, können Gebühren gesenkt werden, was letztlich wieder dem Kunden zu gute kommt.

 

Darüber hinaus profitieren die Anleger von der Einfachheit und Transparenz seines Anlagemanagements. Außerdem ermöglich es die extrem effiziente Beratung durch den Robo-Advisor auch, die Mindestanlagebeträge deutlich geringer zu halten.

 

Schöne neue Welt? – Im Prinzip ja, in der Praxis hat es sich bislang herausgestellt, dass bei weitem nicht alle Robo-Advisor so genial sind, wie gewünscht. Und nicht zu vergessen – auch Robo-Advisor verlangen Gebühren. Diese fallen zusätzlich zu den laufenden Kosten der Fonds an.

 

Generell werden derzeit zwei Modelle der automatisierten Berater von verschiedenen Anbietern verwendet:

 

Zum einen der aktive Robo-Advisor. Dieser kann jederzeit auf Marktentwicklungen reagieren und das Portfolio des Kunden umschichten. Bei diesem Modell besteht die Möglichkeit, eine bessere Rendite zu erwirtschaften. Auf der anderen Seite der passive Robo-Advisor, der nach der Depoteröffnung keine Änderungen mehr selbstständig vornimmt. Bei diesem Modell sind die Erträge vom Marktwachstum abhängig.

 

Robo-Advisor können also helfen, ein Portfolio online individuell zusammenzustellen. Noch leisten die Robo-Advices im Markt jedoch noch eine sehr unterschiedliche Beratung, deren Umfang – je nach Anbieter – sehr stark voneinander abweichen kann. Das beginnt bei der einfachen Auswahlhilfe von Fondsprodukten und geht bis hin zur komplexen Vermögensverwaltung online.

 

Wie weit Anleger der Beratung des internetbasierten Anlage-Roboters vertrauen wollen, ist eine Gewissensfrage. Finanzprofis kommen bis zu einem gewissen Punkt gut ohne Robo-Advisor zurecht. Neulinge im Anlagebereich müssen dagegen abwägen, ob nicht eine Beratung in sensiblen Finanzdingen lieber persönlich zu bevorzugen ist.

 

 

Beratung online, persönlich oder beides

Der Faktor Mensch spielt weiterhin eine Rolle.

Wer sich für nachhaltige Geldanlagen interessiert, kann viele interessante Finanzangebote online nutzen und gleichzeitig dabei bereits nachhaltig handeln.

 

Denn viele Online-Services tragen dazu bei, beispielsweise Papierberge oder unnötige Reisen zu vermeiden. Natürlich verbrauchen auch Online-Services Ressourcen, beispielsweise Energie. Durch die Nutzung sauberer Energieträger, wie Sonne, Wind und Wasser, werden jedoch Umwelt und Klima geschont.

 

Die unabhängige Finanzberatung Grünes Geld beispielsweise, hat errechnet, dass im täglichen Beratungsgeschäft durch Fahrleistungen rund 40.000 Kilometer pro Jahr und Berater anfallen. Daraus würden sich CO2-Emissionen von 7,2 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases ergeben. Zuviel für ein Unternehmen, das sich als Experte für nachhaltige Geldanlagen positioniert hat. Daher haben sich die Experten von Grünes Geld dafür entschieden, ihre Mandanten online zu betreuen.

 

„Der Trend zu nachhaltigen Geldanlagen hält zwar weitern an, dennoch gibt es nur wenige ausgewiesene Experten in diesem Bereich“, erklärt Carmen Junker, Gründerin und Geschäftsführerin von Grünes Geld. „Entsprechend betreuen wir unsere Mandanten bundesweit online.“

 

Je nach Präferenz des Kunden, kann die Beratung auch telefonisch erfolgen, die meisten Mandanten kommen jedoch mit der Online-Beratung sehr gut zurecht.

 

Auch wer sich zum ersten Mal mit sozialen und ökologischen Investments auseinander setzt, kann über den Grünes Geld Test schnell und unkompliziert sein Anlegerprofil ermitteln und so kostenlos und klimaneutral  die passende Geldanlage finden.

 

Beim diesem speziell entwickelten Test geben Neukunden ihre Meinung zu ökologischen und ethischen Fragen ab und geben Auskunft über ihre Renditeerwartungen und ihre persönlichen Anlagepräferenzen. Der Grünes Geld Test basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen und ermöglicht es den erfahrenen Finanzexperten, die passenden Anlagevorschläge zu entwickeln.

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Facebook Like

Comments are closed.