Autor: Gerd Junker 9. Januar 2018

Sichere Geldanlage 2018: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Die Geldanlagen haben ein außergewöhnlich gewöhnliches Jahr 2017 erlebt. Es gab kaum negative Überraschungen, nach dem turbulenten Jahr 2016 (Brexit, Trump-Wahl) kehrte 2017 glücklicherweise mehr Normalität ein. Wie es im Jahr 2018 möglicherweise weitergeht möchte ich Ihnen in 5 Teilen zu unterschiedlichen Anlageklassen vorstellen.  Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds (unten)
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft 

 

 

 

 

 

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

 

Nicht viel Neues gibt es für Freunde festverzinslicher Wertpapiere (Anleihen). Wie schon im letzten Jahresausblick für 2017 richtigerweise voraus gesagt, ist auch die Situation für 2018 in diesem Bereich schwierig.

 

Denn zum einen ist das Zinsniveau weiterhin niedrig, was zu niedrigen Koupons (Zinsen) der Anleihen führt. Zum anderen bewegen wir uns in einem Umfeld tendenziell steigender Zinsen, was wiederrum dazu führt, dass einmal emittierte Anleihen unattraktiver werden. Ihr Kurs sinkt.

 

 

Allerdings muss man unterscheiden. Die USA sind im Zyklus voraus. Das Anleihekaufprogramm der USA wurde zum 30. Oktober 2014 bereits beendet; das war damit das Ende des Gelddruckens in Amerika. Mittlerweile ist man schon erheblich weiter und hat bereits 5 Zins-Erhöhungsschritte hinter sich.

 

In den Euro-Staaten ist die Situation anders. Die Europäische Zentralbank EZB  hat gerade mal angekündigt, die Anleihekäufe von monatlich 60 Milliarden Euro auf 30 Milliarden zu reduzieren. Das soll wohl noch bis Herbst 2018 in dieser Höhe so bleiben. Eine erste Leitzinserhöhung dürfte laut Commerzbank-Analyst C. Weil jedoch erst Mitte 2019 auf der Tagesordnung stehen.

 

Der deutsche Anleger muss sich also umstellen. Sichere Staatsanleihen bringen nur noch Risiko ohne Rendite. Alternativen sind Anleihen in ausländischer Währung, doch wer in 2017 zum Beispiel auf Dollar-Anleihen setzte, musste schon rund zehn Prozent Verlust alleine aufgrund der Währungsschwankungen akzeptieren.

 

Es bleiben höher verzinste Anleihen von weniger stabil eingeschätzten Unternehmen und Staaten. Für den nachhaltigen Anleger fallen schlecht geratete Staatsanleihen allerdings aus: kaum ein Land mit schlechter Finanzlage und entsprechend hohen Zinsen ist als nachhaltig einzustufen.

 

Bleiben also die höher verzinsten Unternehmensanleihen, womit aber natürlich das Risiko steigt. Streuung ist das Gebot der Stunde.

 

Vielleicht sind auch Wandelanleihen und Wandelanleihenfonds eine Alternative. Sie können zum Ende der Laufzeit in Aktien des emittierenden Unternehmens getauscht werden. In der Folge steigen Wandelanleihen einer Faustregel zu Folge mit 2/3 der Aktiengewinne, fallen jedoch nur mit 1/3 der Aktienverluste. Ein grundsätzlich gutes Geschäft.

 

Fazit: Die Aussichten für Anleihen bleiben bescheiden. Nur Unternehmensanleihen und Wandelanleihen sind für ethisch-ökologisch orientierte Anleger eine überlegenswerte Alternative. Staatsanleihen nachhaltiger Staaten sind zu schlecht verzinst. Steigen die Zinsen, ist das langfristig für Anleihen gut. Kurzfristig sorgt es für fallende Anleihe-Kurse und damit auch zu Verlusten.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die möglichst wenig Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es sie auf der Bank geben würde. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 70 bis 80 Prozent im Depot.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind die ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit langfristig interessanten Renditen und guten Aussichten auch in 2018.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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