Autor: Carmen Junker 2. Februar 2018

Alles öko? – 4 Tipps für die eigenen 4 Wände

Zusammenfassung: Niedrigenergiehäuser, energetische Sanierung, neueste Standards – nicht jeder hat die Möglichkeiten und die Mittel, in Sachen Wohnen die besten energiesparenden Lösungen zu nutzen. Kein Grund, das Thema zu vernachlässigen, denn unsere vier Tipps für die eigenen vier Wände bieten auch kleine Lösungen mit großem Effekt.

 

Die eigenen vier Wände gestalten.

 

Zuletzt erschienen in der Serie „Alles öko?“:

 

 

„50 Ways to leave your lover“, sang einst Paul Simon, Franz Konz gibt „1000 ganz legale Steuertricks“, angesagte Musik ist in den Top Ten und auch sonst sind in vielen Artikeln die 10 besten Tipps und praktische Ratschläge zu lesen. Das zwischenzeitlich etwas angestaubte Image der früheren Haushaltstipps haben die heutigen Empfehlungen längt abgelegt. Denn die Generation You Tube hat lebensnahe Tipps und Tricks wieder modern gemacht und schließlich mit dem Titel „Life Hacks“ geadelt.

 

Auch wir greifen in unseren Blogs immer wieder gerne auf die beliebten Hitlisten der besten Tipps und Tricks zurück. Und Hand aufs Herz – auch wenn die eine oder andere Sache vielleicht schon bekannt ist – eigentlich ist eigentlich immer auch etwas Neues und Überraschendes dabei. Und auch wer wirklich schon alles kennt wird einräumen müssen, dass Listen auch Altbekanntes wieder vor Augen führen und neu entdecken lassen. Diesmal haben wir uns aber der reduzierten Lebensweise angepasst und geben lediglich  vier Tipps zum Energie sparen in den eigenen vier Wänden.

 

 

 

 

Tipps für mehr Energieeffizienz zu Hause

nachdem wir bereits im Januar die professionellen Möglichkeiten zum Energiesparen rund ums Haus rund ums Haus beschrieben haben, schauen wir im Februar auch auf die Kleinigkeiten. Denn in Ihren vier Wänden – ganz egal, ob sie selbst gebaut, gekauft oder gemietet sind – werden Sie unzählige Baustellen entdecken und beheben können. So optimieren Sie Ihre persönliche Energiebilanz, schützen Umwelt und Klima und sparen zudem noch bares Geld.

 

Inhalt:

  1. Wände
  2. Böden
  3. Fenster und Türen
  4. Möbel und Dekoration

 

 

 

1. Vliestapete – nicht unbedingt die beste Lösung

Bei Materialien auf den „Blauen Engel“ achten!

Die eigenen vier Wände! – Ein angenehmes Zuhause zu haben, gibt ein gutes Gefühl und befriedigt auch die elementaren Grundbedürfnisse nach Schutz und Sicherheit. Was an die Wände kommt, wird allerdings durch Geschmack, Geldbeutel und Zeitgeist bestimmt.

 

Waren in den siebziger Jahren noch auffällige Tapetenmuster en vogue, waren die kommenden Jahrzehnte eher durch puristische Raufasertapeten oder Anstriche direkt auf den Putz bestimmt. Mittlerweile hat das glatte Malervlies die unebene Raufaser abgelöst. Mit guten Argumenten, denn Vliestapeten können ohne einweichen direkt geklebt werden und sind formstabil. Das spart Zeit und ist für Hobby-Handwerker einfacher zu bewältigen. Und auch der Auszug gestaltet sich einfach, denn diese Tapeten können einfach trocken abgezogen werden.

 

Doch die einfach anmutenden Vliestapeten haben es in sich: Denn Vliese bestehen nicht nur aus Zellstoffen, sondern auch aus Polyester und Glasfasergarnen. Im Gegensatz zur altherkömmlichen Raufaser schon nicht mehr so natürlich. Noch problematischer allerdings sind Vliestapeten mit Strukturen. Sie sind nahezu alle mit dem problematischen Kunststoff PVC aufgeschäumt.

 

PVC ist immer mit Schadstoffen belastet. Da Tapeten in der Wohnung einen großen Raum einnehmen, beeinträchtigen Vliese das gesunde Wohnklima.

 

Die Zeitschrift Öko-Test fand in den meisten Vliestapeten neben umweltbelastenden PVC auch große Mengen an gefährlichen Weichmachern. Lediglich ein Produkt aus diesem Bereich war unbelastet, das Malervlies des traditionellen ostdeutschen Herstellers von Raufasertapeten.

 

Wer bei der Gestaltung seiner Wohnwände auf Nummer Sicher gehen will, sollte also im Vorfeld Informationen über die gewünschten Produkte einholen. Generell Verlass ist aber auch auf den „Blauen Engel“ der vom Umweltbundesamt  vergeben wird und zuverlässig Auskunft über die Umweltfreundlichkeit eines Produktes gibt.

 

 

2. Bodenbeläge – Hier stehe ich und kann auch anders …

Auch Bodenbeläge sind Moden unterworfen. Während ehemals Teppichböden das Nonplusultra waren, sind heute Holzböden gefragt – oder mindestens Fußböden in Holzoptik. Für alle, die weder edles Parkett noch rustikalen Schiffsboden in ihren Wohnräumen vorfinden, bietet Laminat

https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/15-Laminatboeden-im-Test_99333_1.html

derzeit eine einfache, preisgünstige und pflegeleichte Lösung. Zudem können die beliebten Fußbodenheizungen unter den modernen Laminatböden verlegt werden und für kuschelige Atmosphäre sorgen.

 

Kein Wunder also, dass sich Laminat extrem hoher Beliebtheit erfreut. Rund 80 Millionen Quadratmeter werden pro Jahr in Häusern und Wohnungen in Deutschland verlegt – mehr als in jedem anderen europäischen Land.

 

Aber auch hier lauert der große Kunststoffangriff. Denn Laminat sieht zwar aus wie Holz, ist aber eben nur ein Dekorpapier auf einer MDF oder HDF-Platte. Versiegelt mit einer dicken Schicht aus Melamin- oder Acrylharz.

 

Wer es natürlicher und robuster bevorzugt, sollte sich für einen anderen Bodenbelag entscheiden. Eine ökologisch interessante Alternative zum hochpreisigen und pflegeintensiven Parkett, bieten Korkfußböden und Linoleum. Sie bestehen vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen, sind langlebig und angenehm warm.

 

 

3. Fenster und Türen bitte geschlossen halten

Gut isolierte Fenster schaffen Behaglichkeit.

Tür zu – es zieht. Eine einfache Erziehungsmaxime, die seit Generationen bekannt und bewährt ist, um die Kälte draußen und die Wärme drinnen zu behalten.

 

Denn Zugluft verursacht einen hohen Wärmeverlust. Damit geht viel Energie in der Wohnung verloren. Wo die geschlossene Tür noch nicht ausreichend dämmt, helfen Dichtungsbänder und Bürstendichtungen aus dem Baumarkt. Noch einfacher und schneller ist auch eine gerollte Decke am Bodenbereich der Tür hilfreich. Das sind kleine Tricks, die kostengünstig und zudem leicht in der Umsetzung sind

 

Geht es aber um die Isolierung der Fenster, ist guter Rat teuer. Denn in Mietwohnungen wird kaum ein Mieter selbst in die eigene Tasche greifen wollen, wenn der Vermieter noch keine Notwenigkeit zur energetischen Sanierung sieht.

Wer doch dazu bereit ist – nicht zuletzt, weil ein langfristiges Mietverhältnis beabsichtigt ist, der Wohnkomfort hoch bewertet wird und die Nebenkosten gering gehalten werden sollen – sollte mit dem Vermieter verhandeln. Beispielsweise könnte eine Einigung so aussehen, dass der Mieter die Kosten für einen Austausch der einfach verglasten Fenster selbst trägt, der Mieter jedoch in den kommenden Jahren keine Anpassung des Mietpreises vornimmt.

Für alle, die einfachere Lösungen benötigen, gibt es auch im Bereich der Fenster Tipps und Tricks, die für eine bessere Energiebilanz sorgen: Zunächst einmal ist es sinnvoll, regelmäßig die Dichtung der Fenster zu überprüfen. Hier lässt sich mit einfachen Mitteln schnell und preiswert ein guter Dämmeffekt erzielen.

 

Einfach verglaste Scheiben können mit Isolierfolie gedämmt werden. Die Folie ist damit eine Preiswerte Alternative zum Fensteraustausch. Aufgebracht wird die Folie innen auf dem Fenster. Durch eine dünne Luftschicht zwischen Folie und Glas wird so die Dämmung erhöht. Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass die Folien leicht Risse bekommen, unansehnlich und unbrauchbar werden und dann ausgetauscht werden müssen.

 

Wer Fenster- oder Rollläden vor den Fenstern hat, sollte diese auch bei Einbruch der Dunkelheit nutzen. Denn beide bieten eine weitere Isolierschicht von außen. Von innen können dicke Vorhänge einen zusätzlichen Nutzen bringen. Allerdings nur, wenn sie nicht gleichzeitig die laufenden Heizkörper verdecken. Wer lange Vorhänge nutzt, sollte daher unbedingt daran denken, die Heizung über Nacht abzustellen.

 

Gerade bei älteren Gebäuden befinden sich die Heizkörper häufig in Nischen unterhalb der Fenster – und damit an der Außenwand. In der Folge geht viel Wärme verloren. Um dieses Manko zu beseitigen, hilft wieder ein Besuch im Baumarkt. Denn mit Dämmstoffplatten lässt sich die Wand hinter dem Heizkörper optimal abdichten. Je nach dem, wie die Heizkörper montiert sind und wieviel – beziehungsweise wie wenig Raum zwischen Wand und Heizung bleibt, ist das eine kniffelige Angelegenheit. Als Alternative bietet sich auch hier eine Folie an, die auch von Laien leicht anzubringen ist. Die speziellen Reflektorenfolien strahlen die Wärme der Heizung zurück in den Raum – das schont die Umwelt und senkt die Nebenkostenabrechnung.

 

 

4. Möbel und Dekoration

Für Hobby-Dekorateure ein Paradies: Flohmärkte.

„Wohnst Du noch, oder lebst Du schon?“ – Diese Frage stellt uns regelmäßig ein beliebtes schwedisches Möbelhaus. Die Antwort geben die zahllosen Kunden gerne.

 

Möbel werden längst nicht mehr für die Ewigkeit angeschafft. Immer wieder neue Ideen zum Umräumen, neu Einrichten und zum Dekorieren sind beliebt und liegen im absolut im Hygge-Trend , der die skandinavische Gemütlichkeit und die besondere Geborgenheit zu Hause beschwört.

 

Was auf den ersten Blick durchaus einen Öko-Chic trägt, ist auf den zweiten Blick auch ein äußerst sorgloser Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Denn alles, was neu angeschafft wird, hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck. Besonders tief ist die Spur, wenn überflüssige Dinge angeschafft werden – oder neue Dinge, die noch funktionstüchtigen vorhandenen Gegenstände und Geräte ersetzen.

 

Deko-Freunde werden argumentieren, dass es sich oft nur um Kleinigkeiten handelt, angesichts der enormen Mengen von Kleinigkeiten, summiert sich die Liebe zu neuem Mobiliar und Dekorationsobjekten doch schnell auf einen gewaltigen Berg zusätzlich produzierter Waren.

 

Natürlich soll niemand die Freude an einem schönen und individuell gestalteten Heim verlieren. Doch wer es mit Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ernst meint, sollte auch beim Kauf von Möbeln und Dekorationsartikeln zweimal hinschauen.

 

Generell ist es sinnvoll, natürliche – sprich nachwachsende – Materialien zu bevorzugen. Langlebigkeit und die Möglichkeit zur Reparatur oder Aufarbeitung sollten genauso wichtige Faktoren bei der Kaufentscheidung spielen.

 

Gerade im Dekorationsbereich werden viele Artikel angeboten, die nur eine Saison überstehen. Nachhaltiger ist es, die Dinge zu nutzen, die bereits vorhanden sind und diese um Naturmaterialien der jeweiligen Jahreszeit zu ergänzen und zu arrangieren.

 

Wer gerne nach neuen Ideen stöbert, findet oft Anregungen auf dem Flohmarkt. Hier kommen Kauflust und Nachhaltigkeit zusammen, denn bereits vorhandene Produkte erhalten so ein zweites Leben eingehaucht und landen nicht auf dem Müll. Doch auch hier gilt die alte Regel – weniger ist mehr.

 

 

Auch in Sachen Finanzen im grünen Bereich

Alles im grünen Bereich!

Alles öko Zuhause? – Sehr gut, aber wie sieht es im Finanzbereich aus? Auch bei der privaten Altersvorsorge, bei Fondssparplänen, Geldanlagen und im Versicherungsbereich sollte alles im grünen Bereich sein.

 

Nachhaltige Geldanlagen werden zunehmend stark nachgefragt, denn immer mehr Menschen wollen wissen, wie und wo ihr Geld zu welchem Zweck verwendet wird.

 

Entsprechend der gestiegenen Nachfrage, werden auch immer mehr mehr Finanzprodukte im Markt angeboten. Und nicht immer steckt in einer vermeintlich grünen Geldanlage nur das, was sie verspricht.

 

Gut, wer sich in diesem Bereich auf einen kompetenten und erfahrenen Partner verlassen kann. Grünes Geld, einer der Pioniere der ethischen, sozialen und ökologischen Geldanlagen hilft Ihnen dabei, die passenden Produkte zu finden und richtigen Entscheidungen zu treffen.

 

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

 

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