Autor: Gerd Junker 14. Februar 2018

Das Auto von morgen

Elektromotoren, Gesten- und Sprachsteuerung, LED-Technik: Die Wandel in der Automobilbranche sind enorm. In Zukunft bewegen wir uns autonomer, umweltfreundlicher, sicherer und komfortabler fort. Das jedenfalls ist der Plan der Hersteller, die intensiv neue Technologien erforschen und für das Auto der Zukunft nutzbar machen wollen. 

 

Moderne Technik, hohe Kosten: das autonome Auto

Während der Elektromotor vor dem Hintergrund von Klimawandel und Luftverschmutzung längst Wirklichkeit ist, liegt ein besonderes Augenmerk bei den Entwicklern vor allem auf dem autonomen Fahren. Schon heute entwickeln die Automobilhersteller Systeme, die den Wagen von alleine steuern. Dadurch sollen der Verkehr sicherer, die Rate von Unfallverletzten und Verkehrstoten verringert werden. Ein Anfang ist getan: Sehr bald können Fahrer mit leichtem Fingerdruck Telefonate oder Radio steuern, ohne ihre Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Ermöglicht wird das durch hochmoderne Infrarot-Sensoren. Die Technik dahinter hat es in sich – und auch der finanzielle Aufwand. So gibt Daimler Kosten von 4.000 Euro an, Tesla schätzt sie auf 6000 bis 8.000 Euro. Experten schätzen die Investitionen sogar auf rund 5.000 bis 10.000 Euro pro Wagen. 

 

Entscheidungen in Echtzeit und vernetztes Fahren

 

Doch hinter der Funktionsweise des autonomen Fahrsystems stecken immense technische Anforderungen. Vor allem muss das System in Echtzeit das Geschehen auf der Straße beobachten und darauf aufbauend Entscheidungen treffen. Kameras reichen längst nicht aus. Neben Mono- und Stereokameras mit einer Reichweite von bis zu 150 Metern kommen deshalb Ultraschallsensoren und Radar zum Einsatz. Sie sollen aufzeichnen, was während der Fahrt vor, hinter und neben dem Wagen vor sich geht. Nur so kann der Fahrmodus bremsen oder langsamer fahren. Auch Wetter und Verkehrsmeldungen muss er miteinbeziehen. Aus diesem Grund basteln die Entwickler mehr denn je am vernetzten Auto. In naher Zukunft soll jeder Neuwagen mit dem Internet verbunden sein. Darüber beziehen Fahrer und Systeme nicht nur nützliche Daten wie Staumeldungen und Straßensperrungen. Es ermöglicht es dem Fahrer, problemlos via Car2home oder Car2Enterprise mit Familie, Kunden oder Arbeitgeber zu sprechen. Autonomes und vernetztes Fahren sind längst nicht die einzigen Zukunftsvisionen. 

 

Gestensteuerung & Holografie – das Auto wird zum Raumschiff

 

Und weitere Ideen nehmen in den Werkstätten Form an: So sollen bald Moosfilter im Armaturenbrett den Feinstaub aus der Luft filtern. Solarzellen an Türen, Heck und Dach des Wagens erzeugen Energie, mit der das Auto länger fahren kann. Geplant ist das Solarzellendach für 2018. Auch Head-Up-Displays, automatische Bremssysteme und Einparksysteme sollen das Fahren vereinfachen. BMW hat im Bereich Gesten- und Sprachsteuerung schon Erfolge vorzuweisen: Den Bayerischen Motorenwerken ist es gelungen, vier Bewegungen festzulegen, die ein Fahrer während der Fahrt nutzen kann: U.a. kann er mit Fingertippen in die Luft einen Anruf annehmen und diesen über seitliches Wischen mit der Hand ablehnen. Malt er einen Kreis in die Luft, regelt er die Lautstärke. Auch im ästhetischen Bereich sollen außergewöhnliche Stilelemente irgendwann zum Einsatz kommen. Doch bevor Holografiefolie 3D-Effekte erzeugt und Lackierungen ihre Farbe ändern, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen.

 

 

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