Autor: Gerd Junker 21. Februar 2018

Erbschaftssteuer: Die 5 besten Spar-Tipps

Zusammenfassung: Der Verlust geliebter Menschen ist im Leben prägend. Hinterbliebene sind jedoch nicht selten auch Erben. Plötzlich kommen neue Entscheidungen und Belastungen durch die Erbschaftssteuer auf die Hinterbliebenen zu. 5 gute Tipps zum Steuern sparen.

 

Mehr aus dem Erbe machen.

 

Am Anfang steht die Trauer. Wenn geliebte Menschen, wie beispielsweise die Eltern sterben, sehen sich viele Menschen ersteinmal stark emotional gefordert. So meldete sich beispielsweise kürzlich eine Klientin von Grünes Geld nach dem Tod ihrer Eltern. Diese waren in den Jahren des Wirtschaftswunders groß geworden und hatten stets ein bescheidenes Leben geführt. Die Eltern hatten in ihrem eigenen Haus gelebt, der Vater waren bis zu seinem Ruhestand Angestellter gewesen. Die Klientin, ein Einzelkind, erbte die für sie überraschende Summe von 1,3 Millionen Euro.

 

Erbschaftssteuer vermeiden: Ein Gespräch kann Hundertausende Euro bringen

Erben erfordert Vertrauen und Wissen

Die Summe klingt ersteinmal nach einem absoluten Glücksfall. Doch das Beispiel der Kundin stellt absolut kein Einzelfall dar. Denn gerade die Elterngeneration, die in den wirtschaftlich starken Jahrzehnten ein Vermögen aufgebaut haben, geben in diesem Jahrzehnt Schätzungen zufolge bis zu drei Billionen Euro an Ihre Erben weiter. Damit entsteht derzeit die reichste Erbengeneration aller Zeiten!

 

Doch die freude über das großzügige Erbe kann schnell geschmälert werden, denn das deutsche Erbschaftssteuer-Recht ist kompliziert und für Laien nicht leicht zu durchschauen. Die Freibeträge belaufen sich teilweise nur 20.000 Euro, so dass recht schnell selbst bei Erbschaften innerhalb von Verwandten Steuern anfallen. Auf der anderen Seite können bei guter Planung auch hohe Vermögen steuerfrei oder mit sehr geringer Besteuerung legal vererbt werden.

 

Auch die bewusste Steuerung des Erbschaftsvorgangs kann komfortabel geregelt werden. So kann beispielsweise eine Schenkung zu Lebzeiten erfolgen, ohne dass der Verschenkende die Kontrolle über sein Vermögen verliert.

 

Wir haben die fünf besten Tipps zusammengestellt, mit denen sich die Erbschaftssteuer sparen zlässt. Welcher Tipp sich für den jeweiligen Fall anbietet, muss selbstverständlich sorgfältig geprüft werden. Schließlich kann sich die Rechtslage jederzeit ändern. Vor einer Entscheidung ist es daher wichtig, einen spezialisierten Anwalt aufzusauchen. Grünes Geld berät Sie als unabhängiger Finanzdienstleister auch bei der Auswahl eines geeigenten Anwalts.

 

 

 

Inhalt:

Tipp 1: Rentenversicherung für Schenkung nutzen

Tipp 2: Berliner Testament überdenken

Tipp 3: Selbst genutzte Immobilie vererben

Tipp 4: Risiko Lebensversicherung kreuzen

Tipp 5: Schenken mit Veto-Recht

 

 

Tipp 1 gegen Erbschaftssteuer: Rentenversicherung für Schenkung nutzen

Um die Erbschaftssteuer zu vermindern, können im 10-Jahresrhythmus Schenkungen bis zur Freibetragsgrenze vorgenommen werden. Damit kann der Freibetrag gleich mehrmals genutzt werden. Aus dem Erbe wird dadurch eine Schenkung, da der Gebende ja noch lebt.

 

Renten-Schenkungen werden vom Gesetzgeber anders behandelt als Geldschenkungen. Wenn eine Rentenversicherung vererbt wird, so ist als Wert dieser Versicherung die Jahresrente mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Vervielfältiger multipliziert anzusetzen. Dieser Wert ist deutlich geringer als das Kapital, das sich in der Rentenversicherung befindet. Es ist also wesentlich günstiger, eine Rentenschenkung vorzunehmen, als einen Geldbetrag oder ein Wertpapierdepot. Dazu wird das  Vermögen per Einmalbeitrag in eine private Rentenversicherung eingezahlt, bei der der Beschenkte als versicherte Person eingesetzt wird.

 

Dann verschenkt man diesen Rentenvertrag an den Erben. Jetzt muss nicht die einmalig eingesetzte Summe als Besteuerungsgrundlage angesetzt werden, sondern es wird nach einer vorgegebenen Formel ein fiktiver Wert berechnet. Dieser bildet die Grundlage zur Berechnung der Erbschaftssteuer und ist regelmäßig niedriger als der eingebrachte Wert. Nach Schenkung und Einhaltung einer Frist von einigen Monaten kann die verschenkte Rentenversicherung, soweit das der Rentenversicherungsvertrag vorsieht, in eine Kapitalauszahlung umgewandelt werden.

 

Beispiel 1:

Eine 65jährige möchte ihrem Sohn 900.000 Euro schenken

Geldschenkung   Rentenschenkung  

Betrag

900.000 Euro

Betrag

900.000 Euro

Anzusetzen

900.000 Euro

Anzusetzen
(1.895 Euro x 12 x 16,358)

372.000 Euro

persönlicher Freibetrag

400.000 Euro

persönlicher Freibetrag

400.000 Euro

Zu versteuern

500.000 Euro

Zu versteuern

0 Euro

Steuersatz

15 Prozent

Steuersatz

7 Prozent

Steuer

75.000 Euro

Steuer

0 Euro

 

Der Schenkende schließt in unserem Beispiel eine Leibrente gegen einen Einmalbeitrag ab und zahlt 900.000 Euro ein. Dafür zahlt die Gesellschaft, eine monatliche Rente  in Höhe von 1.895 Euro – bei Leibrenten bis an das Lebensende der versicherten Person, also in diesem Fall bis zum Lebensende des Beschenkten.

 

Jetzt wird nicht die eingezahlte Einmal-Beitragssumme der Rentenversicherung heran gezogen, sondern es wird der Wert der Schenkung durch Multiplikation der Jahresrente mit dem Vervielfältiger errechnet. Der Vervielfältiger ist staatlich vorgegeben und hängt von Geschlecht und Alter ab. In unserem Fall beträgt er 16,358. Damit beläuft sich die Ersparnis durch eine Rentenschenkungen gegenüber einer Geldschenkung in unserem Beispiel stolze 75.000 Euro.

 

 

Tipp 2 gegen Erbschaftssteuer: Das Berliner Testament überdenken

Das sogenannte Berliner Testament zählt zu den gängigsten und beliebtesten Nachlassregelungen bei Familien. Dabei setzen sich die beiden Ehepartner gegenseitig zum Alleinerben ein, die Kinder oder Enkel sollen erst dann erben, wenn beide Ehepartner verstorben sind. Generell eine gute Idee, verhindert es doch möglicherweise, dass einer der länger lebenden Partner durch die Erbansprüche von Kindern oder Enkeln das gemeinsam genutzte Wohnhaus verlassen muss.

 

Aus erbschaftssteuerlicher Sicht kann das Berliner Testament aber zu großen Nachteilen führen. So werden die den Kindern und Enkeln zustehenden Freibeträge beim Tod des ersten Ehepartners nicht genutzt und  verfallen. Außerdem erben die Kinder respektive Enkel später dann das komplette Vermögen und müssen darauf  – nach Abzug der Freibeträge – Steuern zahlen.

 

Aktuell gelten für Ehegatten Freibeträge von 500.000 Euro plus 256.000 Euro Versorgungsfreibetrag, für Kinder 400.000 Euro und für Enkel 200.000 Euro. Mehr dazu unter unserem Beitrag Erben & Schenken: Was sollte man wissen?

 

Gut zu wissen: Generell werden die Erben in Deutschland in Ordnungsklassen eingeteilt. Zunächst wird das Erbe an die Mitglieder der Ordnungsklasse 1 (Kinder, Enkel) vererbt. Nur wenn niemand aus 1. Ordnung vorhanden ist, erben die Mitglieder der 2. Ordnung (Eltern, Geschwister, Nichten/Neffen). Ist auch dort niemand vorhanden, erben die Mitglieder 3. Ordnung (Großeltern, Tanten/Onkel, Cousins/Cousinen). Ehepartner stehen außerhalb dieser Ordnung und erhalten 1/4 neben Erben 1. Ordnung, 1/2 neben den Erben 2. Ordnung. Lebten die Partner in der üblichen Zugewinngemeinschaft, erhält der Ehepartner ein weiteres 1/4 dazu.

 

 

Beispiel 2: Erblasser mit Vermögen 1.200.000 Euro.

Die Steuerersparnis gegenüber dem Berliner Testament beläuft sich in unserem Beispiel auf 155.520 Euro.

Berliner Testament   Gesetzliche Erbfolge / Vermächtnis  

Betrag

1.200.000 Euro

Betrag Ehepartner

800.000 Euro

Persönlicher Freibetrag Ehepartner

500.000 Euro

Persönlicher Freibetrag Ehepartner

500.000 Euro

Versorgungsfreibetrag

256.000 Euro

Versorgungsfreibetrag

256.000 Euro

Restbetrag

444.000 Euro

Restbetrag

44.000 Euro

Steuersatz

15 Prozent

Steuersatz

7 Prozent

Steuer Ehepartner

66.600 Euro

Steuer

3.080 Euro

       
   

Betrag Kind

400.000 Euro

   

Persönlicher Freibetrag Kind

400.000 Euro

   

Restbetrag Kind

0 Euro

   

Steuersatz

keiner

 

 

Steuer Kind

0 Euro

       

Betrag 2 (Todesfall des 2. Ehepartners)

1.200.000 Euro

Betrag 2 (Todesfall des 2. Ehepartners)

800.000 Euro

Persönlicher Freibetrag Kind

400.000 Euro

Persönlicher Freibetrag Kind

400.000 Euro

Restbetrag 2

800.000 Euro

Restbetrag 2

400.000 Euro

Steuersatz 2

19 Prozent

Steuersatz 2

15 Prozent

Steuer 2 (Kind)

152.000 Euro

Steuer 2 (Kind)

60.000 Euro

       

Steuer gesamt

218.600 Euro

Steuer gesamt

63.080 Euro

       

 

 

 

Tipp 3 gegen Erbschaftssteuer: Eine selbst genutzte Immobilien vererben

Früher wurden Immobilien bei Erbschaften nicht mit dem reellen Verkehrswert, sondern mit einem bis zu 50 Prozent reduzierten Abschlage gerechnet. Dieses Privileg wurde abgeschafft.

 

Dafür gilt ein neues Privileg für Wohnraum, den der Verstorbene bis zum Tod selbst genutzt hat. Wird dieses Haus oder diese Wohnung nämlich für mindestens 10 Jahre von Ehepartnern oder Kindern, die als Erbe eingesetzt sind, selbst genutzt, so bleiben bis zu 200 qm Wohnfläche von der Erbschaftssteuer befreit. Nur was darüber hinaus geht, muss zum Verkehrswert angesetzt und mit Erbschaftssteuer versehen werden. Übrigens greift eine nachträgliche Besteuerung, sollte der Erbe doch nicht die geforderten 10 Jahre in der Immobilie bleiben. Ausnahmen sind nur in zwingenden Gründen, zum Beispiel im Falle der Pflegebedürftigkeit, möglich.

 

Beispiel 3: Eine Immobilie mit 400 qm Wohnfläche wird an das Kind vererbt.

Immobilie (400 qm)

1.200.000 Euro

Freibetrag 200 qm

-600.000 Euro

persönlicher Freibetrag

-400.000 Euro

==================== =====================

zu versteuern (Erbschaftssteuer):

200.000 Euro

 

Bei Erbschaftssteuerklasse I für Kinder gilt bei Vermögen bis 600.000 € ein Steuersatz von 15 Prozent. In unserem Beispiel ist also eine Erbschaftssteuer von 30.000 Euro zu entrichten.

 

 

 

Tipp 4 gegen Erbschaftssteuer: Risikolebensversicherung kreuzen

Risikolebensversicherungen kosten nicht viel, sind im Zweifel aber Gold wert. Üblicherweise versteht man in Deutschland unter einer Lebensversicherung einen Versicherungsvertrag, bei dem sowohl das Leben eines Person abgesichert ist, aber gleichzeitig auch Kapital gebildet wird. Man nennt das eine Kapitallebensversicherung.

 

Zahlt beispielsweise ein 30jähriger Mann monatlich 100 Euro in eine Kapitallebensversicherung ein, bekommt er mit 67 Jahren entweder das verzinste Kapital ausgezahlt oder lebenslang eine monatliche Rente überwiesen.

 

Lebensversicherung ist jedoch nicht gleich Lebensversicherung. Um Erbschaftssteuer zu sparen, bietet sich eine sogenannte Risiko-Lebensversicherung. Verstirbt die versicherte Person, erhält der in der Versicherung begünstigte  einen vereinbarten Geldbetrag, zum Beispiel 200.000 Euro.  Die Beitragszahlungen sind dabei überschaubar, ein 30jähriger Mann kann für unter 20 Euro im Monat eine Todesfallsumme von 200.000 Euro versichern.

 

Risikolebensversicherungen werden häufig von Banken gefordert, wenn es um einen Immobilien-Finanzierung geht. Würde zum Beispiel einer der beiden Ehepartner, die die Immobilienfinanzierung aufnehmen, versterben, könnte der Gehaltsausfall oder ein sonstiges Problem mit der Auszahlung aus der Risiko-Lebensversicherung aufgefangen werden. Es käme nicht zu einer Versteigerung oder einem Notverkauf des Hauses.

 

Aber auch ohne den Hintergrund einer Hausfinanzierung ist die Risikolebensversicherung immer dann empfehlenswert, wenn andere Menschen, zum Beispiel Kinder oder Partner, finanziell versorgt werden sollen.

 

Gehen wir vom häufigen Fall aus: Ehepartner schließen eine Risikolebensversicherung ab. Dabei sind also zwei Personen im Spiel:

a) die versicherte Person: Um diesen Menschen geht es – sollte er versterben, wird das Geld ausgezahlt

b) der Versicherungsnehmer: Das ist der Vertragspartner der Versicherungsgesellschaft. An ihn wird die Versicherungssumme ausgezahlt.

 

In vielen Fällen wird für beide eine Person eingesetzt, die versicherte Person ist also gleich dem Versicherungsnehmer. Im Beispiel eines Ehepaares bedeutet das im Todesfall: Die Todesfallsumme wird ausgezahlt und zwar auf den Namen des Verstorbenen. Danach wird diese Summe auf den Ehepartner vererbt und verursacht damit möglicherweise Erbschaftssteuer.

 

Anders ist die Situation bei einer gekreuzten Lebensversicherung: Ehepartner 1 wird als versicherte Person eingesetzt, Ehepartner 2 als Versicherungsnehmer. Verstirbt Ehepartner 1, wird das Kapital direkt an den hinterbliebenen Ehepartner 2 ausgezahlt. Es gibt keinen Erbschafts-Fall!

 

Beispiel 4: Ein Ehepaar schließt eine Risikolebensversicherung über 200.000 Euro ab.

Normale Gestaltung

 

Gekreuzte Risikolebens-versicherung

 

Auszahlung aus Lebensversicherung

200.000 Euro

Auszahlung aus Lebensversicherung

200.000 Euro

Freibeträge ausgeschöpft

0 Euro

Freibeträge ausgeschöpft

0 Euro

       

Zu versteuern

200.000 Euro

Zu versteuern

0 Euro

Steuersatz (Schätzung)

11 Prozent

Steuersatz

Keiner

Erbschaftssteuer

22.000 Euro

Erbschaftssteuer

0 Euro

 

Die Steuerersparnis bei der Erbschaftssteuer beträgt bei diesem Beispiel mit gekreuzten Verträgen 22.000 Euro. Ein weiterer Vorteil der gekreuzten Lebensversicherung: der Auszahlungsbetrag fällt nicht in die Erbmasse, etwaige Pflichtteilsansprüche können also nicht gelten gemacht werden.

 

Die Über-Kreuz-Gestaltung von Lebensversicherungen ist auch für kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen sinnvoll, um möglicherweise Erbschaftssteuer zu sparen. Hier sind wegen der gleichzeitigen Kapitalbildung, also letztlich wegen der Frage, was passiert im Erlebensfall, jedoch weitere Überlegungen anzustellen.

 

Insgesamt eine verblüffend einfache Gestaltung, die sich durch einfaches Eintragen von zwei Personen auf dem Versicherungsantrag kinderleicht anwenden lässt.

 

 

Tipp 5 gegen Erbschaftssteuer: Schenken mit Veto-Recht

„Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen“ – so lautet ein alter Kinderpruch. Und dier Reim beinhaltet einen wahren Kern: Wer bereits zu Lebzeiten sein Hab und Gut verschenkt, gibt auch schnell sämtliche Rechte ab. Wer sicher gehen will, dass die Beschenkten das Vermögen im Sinne des Gebers verwenden benötigt ein hohes Maß an Vertrauen.

 

In der Praxis zeigt sich das aber immer wieder als große Herausforderung. Da die Freibeträge für Schenkungen nach 10 Jahren wieder zurück gesetzt werden, könnte ja alle 10 Jahre ein Betrag bis maximal zur Freibetragsgrenze (bei Kinder 400.000 Euro) verschenkt werden – damit wird ein großer Teil der  Erbschaftssteuer gespart. Trotzdem ist dieses Verfahren in der Praxis selten, denn wer kann sich schon sicher sein, dass die Loyalität des Beschenkten auch nach Übertragung des Vermögens noch so hoch ist wie vorher.

 

Ein interessante Kniff ist daher das Schenken mit Veto-Recht. Damit ist sichergestellt, dass das Vermögen bereits jetzt verschenkt werden kann um möglicherweise Erbschaftssteuer zu sparen, aber trotzdem der Verschenkende immer noch ein Mitspracherecht über das Vermögen behält.

 

Wie funktioniert das? Beipielsweise möchte ein Opa seiner Enkelin 50.000 Euro schenken und sicherstellen, dass das Geld nur für “sinnvolle Dinge” verwendet wird. Er zahlt dazu das Geld in eine Rentenversicherung ein. Das kann eine klassische oder fondsgebundene Variante sein. Die versicherte Person ist die Enkelin, der Versicherungsnehmer  – also Vertragspartner der Versicherung – ist der Opa.

 

Die Besonderheit: Nach zum Beispiel einem Monat überträgt der Opa 99 Prozent der Versicherung an die Enkelin, er selbst bleibt zu einem Prozent Besitzer der Police. Aus steuerlicher Sicht findet eine Schenkung in Höhe der verschenkten 99 Prozent statt.

 

image

Schenken mit Veto-Recht. 99 % werden verschenkt, 1 % sorgt für Mitspracherecht (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

Ab sofort besitzt die Enkelin also 99 Prozent des Vermögens. Um jedoch darüber verfügen zu können, zum Beispiel indem sie eine Teilauszahlung vornimmt und ein Teil des Geldes entnimmt, muss sie die Unterschrift beider Versicherungsnehmer vorlegen. Der Opa muss, obwohl er nur ein Prozent besitzt, der Entnahme zustimmen. Er besitzt also ein Veto-Recht.

 

 

Fazit: Man kann hervorragend Erbschaftssteuer sparen

Die Tipps und Beispielrechnungen zeigen, dass im Bereich der Erbschaftssteuer-Optimierung einiges getan werden kann. Aus Erfahrung wissen wir, dass die gezeigten Tipps gegen die Erbschaftssteuer auch unter Profis nicht jedem bekannt sind. Um die Tipps jedoch gut durchzuführen, ist es sinnvoll, sich von einem versierten Finanzberater, wie Beispielsweise Grünes Geld, beraten zu lassen.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Facebook Like

Comments are closed.