Autor: Carmen Junker 26. Februar 2018

Monatlich Geld anlegen

Zusammenfassung: Monatlich eine bestimmte Summe anzulegen ist vernünftig. Die unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten bringen allerdings unterschiedliche Erträge. Natürlich spielen auch die Höhe der Anlagen und die Laufzeiten eine wichtige Rolle. Ein kleiner Vergleich der Möglichkeiten des Monatssparens.

 

 

 

„Warum ist am Ende des Geldes so viel Monat übrig?“ – So formulierte ein Sponti-Spruch der achtziger Jahre die Schwierigkeit, mit dem regelmäßigen Einkommen auszukommen.

 

Sicher ist es auch heutzutage für viele Menschen schwierig, regelmäßig Geld zurückzulegen. Fakt ist aber auch, dass ein finanzielles Polster wichtiger ist denn je. Schließlich erfordert die Rentenreform eine aktive private Vorsorge. Und auch für viele andere Ereignisse im Leben ist es durchaus geboten, eigenes Kapital zu haben, etwa wenn der Erwerb von Wohneigentum geplant ist.

 

Aufgrund unseres Lebensrhythmus passt eine monatliche Rücklage für die meisten Menschen am besten. Schließlich werden Gehälter ebenfalls monatlich ausgezahlt. Auch viele Verpflichtungen sind monatlich fällig. So bietet sich eine monatliche Rücklage durchaus an. Doch in Zeiten des Null- und Niedrigzinses ist es durchaus eine besondere Herausforderung, eine sinnvolle monatliche Geldanlage zu finden, die mehr Erträge bietet, als einen knappen Inflationsausgleich. 

 

 

 

Inhalt:

  1. Fragen über Fragen: Warum – wieviel –wie lange?
  2. Welche Möglichkeiten bieten sich an?
  3. Sicher aber kaum rentabel – Tagesgeldkonto, Festgeld und Banksparplan
  4. Darf es etwas mehr sein? – Monatssparen mit Fonds

 

 

Sparen hatte auch schon mal ein besseres Image. Wegen der aktuell anhaltend niedrigen Zinsen überlegen viele Menschen, ganz im hier und jetzt zu leben und auf das Sparen völlig zu verzichten.

 

Auf der anderen Seite können Sparwillige aus einem breiten Angebot an Geldanlagen auswählen. Doch die Entscheidung für das richtige – oder besser gesagt passende – Finanzprodukt ist gar nicht so einfach. Wann ist ein Sparplan die richtige Lösung, wann bieten sich Fonds an, wann Aktien und wie lohnend sind Versicherungspolicen?

 

 

1. Fragen über Fragen: Warum – wieviel –wie lange?

Die generell Antwort auf die Frage: „Warum soll ich monatlich etwas sparen?“ ist jedoch am leichtesten zu beantworten: Zum einen lohnt sich Sparen immer noch – auch wenn die Erträge natürlich höher ausfallen könnten, zum anderen entstehen durch regelmäßiges Sparen Rücklagen. Und das gibt nicht nur ein sicheres und gutes Gefühl sondern auch eine solide Basis zur Verwirklichung vielfältigster Lebenspläne.

 

Fausregel: Wer länger anspart, erreicht auch mit geringeren Beträgen sein Ziel!

 

Wieviel Geld jeder im Monat zurücklegen kann, lässt sich nicht pauschal beantworten. Schließlich ist Mix zwischen der Höhe des jeweiligen Einkommens und der Summe der Verpflichtungen bei jedem Menschen anders. Generell sollten sich aber auch Geringverdiener überlegen, ob eine kleine regelmäßige Summe realisierbar ist. Viele Beispielrechnungen beginnen zwar bei 100 Euro, oft sind aber auch schon rentable Anlagen für geringere regelmäßige Einzahlungen realisierbar.

 

Wichtig bleibt jedoch die Vorüberlegung, welche Summe auf längere Sicht hin realistisch ist. Denn wenn der Sparwille sehr viel größer ist als das tatsächliche Budget, werden die Sparpläne über kurz oder lang sicher scheitern.

 

Apropos „auf längere Sicht“. – Natürlich sollten sich Sparer auch im Vorfeld die Frage stellen, über welchen Zeitraum hinweg sie Geld anlegen möchten. Auch hier gibt es kein Patentrezept. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass ein Jahr sicher keine geeignete Zeitspanne ist, die sich für eine solide Geldanlage anbietet. Experten empfehlen einen Zeithorizont von minimal drei Jahren.

 

Um die Frage nach der Anlagedauer jedoch seriös zu beantworten, ist es auch wichtig, nach dem Sparziel zu fragen.

 

Wer Beispielsweise eine Summe von 100.000 Euro erreichen will, muss bei einem Anlagehorizont über 30 Jahre mit monatlich rund 175 Euro rechnen. Voraussetzung für diese Beispielrechnung sind durchschnittliche Zins- und Zinseszinserträge in Höhe von drei Prozent.

 

Wer sich für die gleiche Summe dagegen nur zehn Jahre Zeit nehmen kann oder will, muss monatlich tiefer in die Tasche greifen und rund 715 Euro beiseite legen. Bei einer dreimal so kurzen Zeit also  Einzahlungen, die mehr als vier mal höher liegen.

 

Auch wenn viele Faktoren beim Monatssparen individuell abgestimmt werden müssen – eine Regel gilt für alle: je länger gespart wird, desto geringer können die Einlagen ausfallen.

 

2. Welche Möglichkeiten bieten sich an?

 Wer einen durchdachten Sparplan verfolgt und die passenden Anlageprodukte auswählt, kann sich auch bei der aktuellen Zinsentwicklung über eine attraktive Rendite freuen. Doch vor diesem Sparerfolg sollten zwei wichtige Punkte innerhalb der persönlichen Finanzplanung eindeutig geklärt sein:

  1. Wer Schulden hat, sollte diese dringend begleichen, bevor es ans Sparen geht.
  2. Wer noch keine sonstige finanzielle Rücklage gebildet hat, sollte dieses Projekt vor einem langfristigen Sparplan angehen. Denn kostspielige Reparaturen reißen schnell ein großes Loch in den Geldbeutel. Und es wäre doch schade, einen soliden Sparplan zu unterbrechen, um auf die Schnelle an Bares zu kommen.

 

Damit die Saat aufgeht: Gute Voraussetzungen für einen soliden Sparplan schaffen.

 

Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, kommt das eigentliche Kunststück, die Auswahl der passenden Finanzstrategie für die kommenden Jahre. Dabei ist die Entscheidung gar nicht so einfach – selbst gut informierte Laien kommen hier schnell an ihre Grenzen. Gut, dass niemand diese Entscheidungen ganz für sich alleine treffen muss. Ein erfahrener unabhängiger Finanzberater, wie beispielsweise die Experten von Grünes Geld, hilft beim passenden Finanzkonzept und kann darüber hinaus auch wichtige Informationen zu den Hintergründen der Finanzprodukte liefern. Schließlich sollte eine langfristige Geldanlage die Erträge nicht auf Kosten von Mensch, Natur und Klima erwirtschaften. Sehr viel positiver sind daher nachhaltige Geldanlagen, die Ausbeutung, Kriegswirtschaft und umweltzerstörerische Unternehmungen von vornherein ausschließen und stattdessen in ökologisch und soziale sinnvolle Projekte und Branchen investieren.

 

 

3. Sicher aber kaum rentabel – Tagesgeldkonto, Festgeld und Banksparplan

 

Tagesgeldkonto – gute Lösung für Rücklagen – schlechte Lösung für langfristige Anlagen

Nicht jedes angebotene Produkt taugt für das Modell des langfristigen Monatssparens. Ungeeignet, weil nur minimale Erträge erwirtschaftet werden, ist das Tagesgeldkonto. Dieses bietet sich jedoch an, um ein kleines finanzielles Polster zu verwalten, auf da jederzeit zugegriffen werden kann. Denn der Vorteil des Tagesgeldkontos ist eben zum einen der unkomplizierte Zugriff, zum anderen die Verzinsung, die im allgemeinen über den Erträgen des Auslaufmodells Sparbuch liegen.

 

Festgeld – nichts für Wiederholungstäter

Festgeldkonten bieten sich für Monatssparpläne nicht an, denn ihr Prinzip basiert darauf, einen festen Betrag über einen festgelegten Zeitraum hinweg anzulegen. Die Verzinsung ist extrem niedrig, einige Banken verlangen mittlerweile sogar Gebühren für das festgelegte Geld, sogenannte Negativzinsen.

 

Banksparplan – Sparbuch 2.0

Die zeitgemäße Alternative zum altgedienten Sparbuch ist der Banksparplan. Mit diesem Angebot der Banken, können einen monatlich festgelegten Betrag regelmäßig einzahlen. Dieser wird verzinst, der Zinssatz bleibt jedoch deutlich hinter den Möglichkeiten moderner Anlageformen, wie beispielsweise Fondssparen, zurück.

 

Wer monatlich 100 Euro im Rahmen eines Banksparplans einzahlt, kann nach zehn Jahren mit einer Auszahlungssumme von etwa 12.600 Euro rechnen. Das entspricht einem Verzinsung von rund einem Prozent – oder anders formuliert: nicht viel. Zum Vergleich: bei einer Verzinsung von vier Prozent, belaufen sich die Erträge statt auf 600 Euro immerhin auf 2.700 Euro. Noch drastischer wird der Unterschied bei einer langfristigen Anlage über 30 Jahre deutlich, dann beträgt der Unterschied bereits mehr als 25.000 Euro!

 

 

4. Darf es etwas mehr sein? – Monatssparen mit Fonds

Fondssparen: Wenn es etwas mehr Erträge sein dürfen!

 

Auch wenn viele noch den extrem einfachen Geldanlagen nachtrauern, attraktive Erträge sind derzeit in erster Linie mit Fondssparplänen zu realisieren. Dabei sollten Anleger keine Scheu vor diesen Angeboten haben und sich bei Unsicherheiten und Fragen einfach an den Finanzberater ihres Vertrauens wenden. Denn durch eine kundenspezifische Beratung lassen sich viele Fragen im Vorfeld klären und die Anlagestrategie optimal an die Bedürfnisse jedes Anlegertypus anpassen.

 

Generell bieten Fondssparpläne eine attraktive Möglichkeit, um regelmäßig angespartes Geld mit guten Erträgen langfristig zu mehren. – Ideal also für den Vermögensaufbau und zur Privaten Absicherung für das Alter.

 

Ein Grund, warum viele Anleger noch immer skeptisch dieser Anlageform gegenüberstehen, liegt darin, dass durchaus die Anlageformel „höhere Rendite erfordert ein höheres Risiko“ zutrifft.

 

Wer hier kein Risiko eingehen will, kann sich für bieten Fondssparpläne mittlerweile auch sehr sichere Varianten des monatlichen Fondssparens entscheiden. Darüber hinaus sind auch ausbalancierte Fondssparpläne eine gute Lösung um sowohl das Sicherheitsbedürfnis, als auch die Renditeerwartung zu befriedigen.

 

Ein breit gestreuter Fonds ist aktuell die optimale Lösung, um langfristig monatliche Geldanlagen mit guten Erträgen zu einem kleinen Vermögen zu verwandeln.

 

So können Monatssparer beispielsweise mit dem Wachstum Monatssparen von Grünes Geld innerhalb von zehn Jahren mit einer monatlichen Anlage von 300 Euro eine Summe von rund 57.000 Euro ansparen. Dabei wird in fünf unterschiedliche nachhaltige Investmentfonds investiert.

 

Wer sich für das Sicherheit Monatssparen entscheidet, konnte in den vergangenen zehn Jahren mit dieser monatlichen Anlagesumme mit einem Ergebnis von rund 46.000 Euro rechnen. Diese Fondssparvariante basiert auf einer breiten Streuung über rund 500 nachhaltige Anlagen, welche die Schwankungen untereinander ausgleichen.

 

Mischtypen unter den Fondsanlegern finden sich am ehesten im Balance Monatssparen von Grünes Geld wider. Hier können Anleger mit einer monatlichen Anlage von 300 Euro über zehn Jahre rund 54.000 Euro erwirtschaften. Auch hier wird auf eine breite Streuung im Portfolio geachtet, die dennoch sehr gute Erträge verspricht.

 

Auch wenn die Beispielrechnungen auf einem monatlichen Sparbetrag von 300 Euro bei einer Anlagedauer von zehn Jahren basieren – die Fondssparpläne zum Monatssparen sind generell ab einer monatlichen Einlage von 100 Euro besparbar. Dabei ist die Anlagesumme jederzeit verfügbar. „Um gute Erträge zu erzielen, empfehlen wir allerdings eine Mindestanlagedauer von fünf Jahren“, erklärt Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld.

 

 

„Wer gute Erträge Will, kommt am Thema Fondssparen nicht vorbei!“

Wer beim Monatssparen vor allem die private Altersvorsorge im Blick hat, sollte sich über die Möglichkeiten einer fondsgebundenen Rentenversicherung informieren. Diese bietet eine gute und sichere Möglichkeit, eine festgelegte Summe monatlich anzusparen und dabei gute Erträge zu erzielen. Sie ist damit auch eine rentable Alternative zur klassischen Kapitallebensversicherung, die wegen der anhaltend niedrigen Zinsen keine empfehlenswerte Geldanlage darstellt.

 

„Wer sein Geld regelmäßig und gewinnbringend anlegen will, kommt heutzutage am Thema Fondsparen nicht mehr vorbei“, so Finanzexperte Gerd Junker. „Gerade an Nachhaltigkeit interessierte Anleger profitieren hier doppelt, denn sie erhalten nicht nur attraktive Erträge, sondern fördern zugleich soziale und ökologische Projekte durch ihr Investment.“

 

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

 

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