Autor: Gerd Junker 7. März 2018

Kiri-Baum im Selbstversuch – Baum und Projekt wachsen und gedeihen

Zusammenfassung: Holzinvestments sind gut für Umwelt und Klima. Aber sind es auch ertragreiche und sichere Geldanlagen? Grünes Geld hat sich mit den Kiri-Bäumen von WeGrow ausgiebig auseinander gesetzt und  selbst einen Kiri-Baum gepflanzt.

 

Bereits seit einigen Jahren bietet das Unternehmen WeGrow Kiri-Baum-Pflanzungen als ethisch-ökologisch Geldanlage an.  Während die meisten anderen Waldinvestment-Anbieter auf Pflanzflächen in wärmeren und meist auch feuchteren  Gebieten setzen, möchte WeGrow mit einer eigenen  Kiri-Variante auch in Deutschland ausreichen Volumen-Zuwachs für eine angemessene Rendite erzielen.

 

 

Was ist Kiri-Holz?

Der Kiri-Baum stammt ursprünglich aus Japan und Südost-Asien. Sein latainischer Name ist Paulownia. Er wird in Asien als Kulturbaum mit wertvollem und hoch geschätztem Edelholz seit rund 3.000 Jahren großflächig angebaut.

 

 

 

Vor rund 100 Jahren fand Kiri wegen seines extrem starken Wachstums und der wunderschönen Blüten seinen Weg nach Mitteleuropa. Dort wurde er als Ziergehölz hauptsächlich in Parkanlagen und Botanischen Gärten angepflanzt und ist heute vor allem entlang des Rheins, in Teilen Österreichs und der Schweiz sowie in südeuropäischen Städten anzutreffen. Er war der Lieblingsbaum des Kaisers Franz Josef.

 

Seine Besonderheit: die Blätter sind außergewöhnlich groß und erreichen Durchmesser von mehr als 60 Zentimetern. Damit fangen Sie extrem viel Sonnenenergie ein. Die Folge sind überdurchschnittliche Wachstumsraten. Das Wachstum ist entsprechend rund 8 bis 10 mal größer als beispielsweisebei der Eiche. Selbst in unseren Breiten sind Zuwächse von zwei Metern  jährlich keine Seltenheit.

 

Insgesamt unterscheidet man weltweit sieben Kiribaum-Arten, zu denen jeweils eigenen Kreuzungen kommen. In Deutschland handelt es sich bis dato um die Wildform Paulownia tomentosa mit tieblauen, glockenförmigen Blüten. Diese sind jedoch aufgrund inhomogenen Stammwuchses für die kommerzielle Wertholzproduktion nicht geeignet.

 

WeGrow hat eine gradstämmige und wachstumsstarke Linie entwickelt, mit der auch  in Deutschland wirtschaftlich sinnvoll Kiri-Holz angebaut werden kann.

 

Das Holz des Kiri lässt sich bei Ernte nach sieben bis neun Jahren  als Holzwerkstoff verwenden. Typische Anwendungen sind im Möbel- oder Baubereich, als Splan-, Furnier-, OSB- oder Tischlerplatten. Bei späteren Ernten – nach zehn bis zwölf Jahren –  findet Kiri als Edelholz oder Furnier Verwendung im Möbelbau, bei Musikinstrumenten, Yachten und vielen anderen Einsatzgebieten.

 

 

Von der Theorie zur Praxis – Kiri-Baum im Selbstversuch

Die WeGrow GmbH bietet  Anlegern interessante Direktbeteiligungen zur Aufforstungen des Kiri-Baums an. Angebaut wird der geschützte und speziell für europäische Verhältnisse entwickelte Kiri-Baum der Sorte NordMax21. Dieser verträgt auch rauere klimatische Bedingungen und hat – trotzdem seines schnellen Wuchses –  sein qualitativ hochwertiges Holz behalten.

 

Wie das in der Praxis genau aussieht, haben die Geschäftsführer von Grünes Geld – Carmen und Gerd Junker – selbst ausprobiert. 

 

 

Start und Neustart: Versuch macht klug!

Der erste Selbstversuch startete bereits im August 2013. WeGrow hatte von dieser Pflanzung abgeraten, da Ende August die Nächte bereits recht kalt sein können und den Setzling schädigen. Die Kiri-Experten hatten behielten Recht. Der erste Kiri-Setzling überelbte nicht und Familie Junker musste sich mit ihrem Experiment noch etwas gedulden.

 

Fertig eingepflanzter Nordmax 21

Auf dem Weg zum Baum – ein Kiri-Setzling.

Juni 2014: Nach der Ungeduld im Vorjahr, dominierte jetzt die Vernunft: Die etwa zehn Zentimeter großen Kiri-Setzlinge der besonders robusten Sorte “Nordmax 21” von WeGrow wurden an unterschiedlichen Standorten direkt im heimischen Garten gepflanzt. Diese Kiri-Sorte verträgt Temperaturen bis -20-Grad, eine Grenze, die in der Gegend um Aschaffenburg selten erreicht wird.

 

Frohen Mutes gräbt Familie Junker also – wie vorgeschrieben – ein rund einen halben Meter tiefes Loch und füllt es mit bester Blumenerde auf.

Pflanzloch für Kiribaum

Ganz nach Vorschrift: 50 cm tiefes Pflanzloch; um Umkreis von 50cm keine weitere Vegetation.

 

Im Umkreis von 50 Zentimetern wachsen keine andere Pflanzen, die dem Wasser oder Nährstoffe streitig machen. Nun heißt es kräftig gießen und hoffen, dass sich der Kiri-Baum wohl fühlt und gut anwächst.

 

Bereits nach drei Wochen zeigt sich durch die unterschiedlichen Standorte auch ein deutlich unterschiedliches Wachstum. Während die eine Pflanze bereits 27 cm Höhe und sichtbar größere Blätter erreicht, ist die andere Pflanze erst bei 17 cm Höhe angelangt (rund 60% höher).

 

Kiribaum 1

Kirifonds III Spanien: Kiribäume für überdurchschnittliche Erträge

Kiribaum 1 am 25. Juni 2014: rund 17 cm Höhe (Foto: Grünes Geld GmbH)

 

Kiribaum 2

Kirifonds 3 Spanien von WeGrow: Beteiligung an lukrativen Plantagen

Kiribaum 2 am 25. Juni 2014: rund 27 cm Höhe (Foto: Grünes Geld GmbH)

 

 

Acht Wochen später

Ende Juli 2014 ziehen Junkers die erste positive Zwischenbilanz: Der 1. Baum steht an einem ungünstigen Standort – dort ist die Sonne nur morgens und abends zu sehen. Die energiereichen Mittagsstunden muss dieser Kiri-Baum leider im Schatten verbringen. Entsprechend ist der Zuwachs geringer. Von 17 Zentimetern ging es innerhalb von vier Wochen auf 22 Zentimeter – ein Zuwachs von rund 30 Prozent.

 

Kiribaum 1 (wenig Sonne):

 

Kirifonds III Spanien: setzt auf Kiribäume

Kiri-Baum 1 (David): guter Zuwachs, aber zu wenig Sonne (Bild: Grünes Geld GmbH)

 

Der 2. Kiri-Baum konnte dagegen ein rasanes Wachstum hinlegen: Von ehemals 27 Zentimetern, wächst der Baum am sonnigen Standort  auf beachtliche 76 Zentimeter. Das bedeutet  einen Zuwachs von 192 Prozent innerhalb von vier Wochen. Besonders auffällig waren dabei die Blätter. Die Größe der Blätter ist ebenso erstaunlich wie ihre Eigenschaft, sie kontinuierlich der Sonne zuzuwenden. Die Blätter „wandern“ der Sonne nach. Sie stehen morgens anders als abends. Große Blätter bedeuten viel Fläche und in der Folge viel Photosynthese  – das Geheimnis für das schnelle Wachstum des Kiri-Baumes bei hoher Holzqualität.

 

Kiribaum 2 (mehr Sonne):

Kirifonds III Spanien: setzt auf Kiribaum Nordmax21

Kiribaum 2 (Goliath): mehr Sonnenlicht sorgt für enormes Wachstum (Bild: Grünes Geld GmbH)

 

 

Ein Jahr später

Mai 2015 – die Kiri-Bäume haben sich gut entwickelt und ihren ersten Winter überstanden. Der kleinere Baum – genannt David – misst jetzt 1,38 Meter. Sein Kollege Goliath überragt seine Gärtner und legt die messlatte bereits bei 2,32 Meter an.

 

 

 

Das dritte Jahr – aus David wird Goliath

Wer einen Baum pflanzt, muss auch etwas Geduld mit bringen und erlebt die eine oder andere Überraschung. Knapp drei Jahre nachdem die Setzlinge im Garten gepflanzt wurden sind beide Kiri-Bäume beachtlich in die Höhe geschossen. Obgleich die Bedingungen im Garten sicher nicht den Regeln eines professionellen Holzanbaus genügen, haben sich die Kiri-Setzlinge zu richtigen Bäumen entwickelt, die auch dem späten Frost im April 2017 trotzen konnten. Lediglich die bereits entwickleten Triebe fielen dem Frost zum Opfer. Erfreulicherweise entwickelten die Bäume jedoch kurze Zeit später neue Triebe.

 

Darüber hinaus hat sich der anfängliche Größenunterschied relativiert. Der kleinere Kiri misst 3,95 Meter, der größere sogar 4,05 Meter.

 

In 3 Jahren rund 4 Meter gewachsen:

Kiri-Baum am 30 Juni 2017 (Bild: Grünes Geld)

 

Die größte Überraschung: der frühere „Goliath“, also der Baum, der noch in 2016 größer war als der andere, hat durch ein neues Haus auf dem Nachbargrundstück weniger Sonne abbekommen. Die Folge: der frühere „David“, hat ihn überholt und ist jetzt dicker und höher.

   Höhe    Umfang in Brusthöhe
Baum 1 (früherer Goliath)     3,95 m  15 cm
Baum 2 (früherer David) 4,05 m  16 cm

 

Messung 27. April 2018: Zuwachs trotz schlechten Wetters

Das Jahr 2017 war von einem späten Frost geprägt. Weinberge mussten Ausfälle von 90 Prozent verkraften; befreundete Obstbauern berichteten sogar von Ausfällen von 95 Prozent. Die Kiri-Bäume haben den Frost natürlich überstanden, aber die ersten Knospen und Blätter sind verfroren. Die Folge: die eigentlich riesigen Blätter des Kiribaumes fielen deutlich kleiner aus und hatten nur 1/4 bis 1/3 der normalen Größe erreicht. Die große Vorteil, nämlich die riesigen Photosynthese-Flächen des Kiri’s, viel weg. Entsprechend war das Wachstum auch geringer:

 Messung: 27.4.2018  Höhe    Umfang in Brusthöhe
Baum 1 (früherer Goliath)     4,25 m  18 cm
Baum 2 (früherer David) 4,50 m 19 cm

 

Nun gut, dafür erfreuen wir uns an der schönen Blüte des auch Blauglockenbaumes genannten Kiri’s:

 

 

 

Holzinvestments – sichtbares Wachstum

Der Selbstversuch vor der eigenen Haustür hat gezwigt, dass die Kiri-Sorte NordMax21 der We Grow Kiri GmbH für die deutschen Klimaverhältnisse gemacht  ist und auch leichten Frost gut verträgt.

 

Genauso überzeugend war in den vergangenen Jahren nicht nur das Wachstum der Kiri-Bäume, sondern genauso die  Erfolge der drei vollplatzierten Kiri-Investments der WeGrow GmbH.

 

Wer sich Holzinvestments im Allgemeinen, und für Kiri-Holz im Speziellen interessiert, ist bei Grünes Geld an der richtigen Adresse. Der erfahrene Anbieter ethischer und ökologischer Geldanlagen prüft alle Investments sorgfältig und kann so eine optimale Beratung bieten.  Aktuell im Programm: die KiriFarm Spanien von WeGrow.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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Ein Kommentar zu “Kiri-Baum im Selbstversuch – Baum und Projekt wachsen und gedeihen”

  1. […] die Bedingungen bei uns härter sind, mussten wir im Rahmen unseres 1. Selbstversuches mit einem hier gepflanzten Kiri erfahren. Entgegen den Empfehlungen von WeGrow haben wir Ende […]

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