Autor: Carmen Junker 20. März 2018

Welttag des Wassers

Zusammenfassung: Sauberes Trinkwasser für alle Menschen und der Zugang zu sanitären Einrichtungen sind Menschenrechte. Leider werden diese Rechte weltweit gebrochen. Eine Herausforderung, der sich die Staatengemeinschaft auch in ihren Zielen zur Nachhaltigkeit stellt. Der Weltwassertag, der jährlich am 22. März begangen wird, rückt regelmäßig die Bedeutung von Wasser ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

 

 

 

Heute ist der 20. März –  Weltglückstag. Der Tag, an dem Glückssymbole verschenkt werden können. Aber auch ein Tag, um darüber nachzudenken, wie glücklich das eigene Leben verläuft. Im Allgemeinen hat jeder ein Dach über dem Kopf, ausreichend zu essen, kann seinen Weg zur Arbeit ohne lebensbedrohliche Situationen zurück legen und bedenkenlos das Wasser aus der Leitung trinken, damit duschen, Wäsche waschen und die Toilettenspülung nutzen.

 

Ein großes Glück, das bei weitem nicht jeder Mensch auf dieser Erde hat. Denn der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist in vielen Teilen der Erde keine Selbstverständlichkeit. Daher ist die Forderung auch Teil des 17-Punkte-Plans für Nachhaltigkeit. Die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG) wurden im Jahr 2015 auf den Weg gebracht. Innerhalb von 15 Jahren – also bis zum Jahr 2030 – sollen sämtliche Punkte – darunter auch der sechste Punkt „Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen“ – von der Staatengemeinschaft angegangen und gelöst worden sein.

 

Ein Zufall, aber ein durchaus interessanter Zusammenhang, dass zwei Tage nach dem Weltglückstag der Weltwassertag auf der Agenda steht.

 

 

 

Wasser – längst keine Selbstverständlichkeit mehr

Genug sauberes Trinkwasser für alle Menschen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Schließlich ist Wasser die Grundlage allen Lebens. Unsere Erde – der blauen Planet – ist immerhin zu 71 Prozent von Wasser bedeckt, ähnlich hoch ist der Anteil von Wasser im menschlichen Körper.

 

71 % der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt.

Seit dem Jahr 2010 ist das Recht auf sauberes Wasser ein Menschenrecht. Allerdings drückt dieses Grundrecht mehr Wunsch als Wirklichkeit aus. Denn zum einen ist das Recht nicht einklagbar. Zum anderen wird dieses Recht weltweit ständig gebrochen. Schätzungen zufolge leiden mehr als 780 Millionen Menschen weltweit unter Wassermangel.

 

Auch die Nachhaltigkeitsforderung nach einem Zugang zu sanitären Einrichtungen auf der ganzen Welt steht noch weit entfernt von ihrer Erfüllung. Mehr als 2,5 Milliarden Menschen müssen auf sanitäre Einrichtungen verzichten. Die Folgen sind verheerend: Seuchen und Krankheiten können sich ohne diese Minimalversorgung ausbreiten.

 

Gute Gründe also, am Weltwassertag sich dieser Problematik bewusst zu werden. Seit der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ 1992 in Rio de Janeiro rufen die Vereinten Nationen jährlich am 22. März zum Weltwassertag auf. Die Konferenz von Rio hat damit auch die Schlüsselrolle unterstrichen, die komplexe Ökosysteme beim Schutz der weltweiten Wassermenge und -qualität spielen.

 

Ziel des internationalen Aktionstags ist es, die Bedeutung zu unterstreichen und den Schutz des wertvollen Elements auch für die Zukunft zu sichern. Das geschieht durch gezielte Informationen an die breite Öffentlichkeit. Dabei geht es nicht nur darum, den globalen Blick zu schärfen, sondern auch die lokale Bedeutsamkeit dabei zu berücksichtigen. Daher empfehlen die Vereinten Nationen allen Staaten, konkrete Aktionen in den Ländern zu initiieren.

 

 

Konkrete Projekte angehen

Forschungen und Projekte zum Schutz des Wassers unterstützen.

Damit der Weltwassertag nicht zum reinen Gedenktag verkommt, stellen die Vereinten Nationen den 22. März jährlich unter ein bestimmtes Thema. Dabei werden die unterschiedlichen Aspekte des Wasserschutzes und der Wassernutzung beleuchtet. Beispielhafte Projekte werden vorgestellt, der aktuelle Stand der Entwicklung untersucht und Perspektiven für die Staatengemeinschaft aufgezeigt.

 

So wurde im vergangenen Jahr beispielsweise die Bedeutung und Nutzung von Abwasser behandelt. Weitere Themen der vergangenen Jahre waren unter anderem die richtungsweisende Energiegewinnung durch Wasserkraft. Die maßgebliche Bedeutung von Wasser zur Bekämpfung des Hungers und zur Erhaltung der Gesundheit, wurde bereits wiederholt thematisiert. Aber auch speziellere Themen wie etwa die Bedeutung des Grundwassers und des Wasserkreislaufs wurden näher untersucht.

 

 

Weltwassertag 2018

In diesem Jahr steht der Weltwasserstag 2018 unter dem Motto Nature for Water. Zeitgleich veröffentlichen die Vereinten Nationen einen umfangreichen Report zum Thema. Dabei steht 2018 im Mittelpunkt, die natürlichen und naturnahen Potenziale von Ökosystemen stärker zu berücksichtigen und für moderne Lösungen im Gewässermanagement zu nutzen.

 

Klingt kompliziert, lässt sich jedoch an einfachen Beispielen verdeutlichen: Ökosysteme, wie Wälder, Wiesen, Auen und feuchtgebiete sind unentbehrliche Wasserspeicher und Wasserfilter in der Natur. Darüber hinaus unterstützen diese Gebiete als multifunktionale Ökosysteme auch die vielfältigen Dienstleistungen der Natur. Dazu zählen beispielsweise der Schutz vor Hochwasser, die Bereitstellung eines gesunden Lebensraums für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Damit tragen Wälder, Wiesen und andere „grüne Infrastrukturen“ können vielfach technische Bauwerke mit ihren Eingriffen in die Natur ersetzen oder diese zumindest sinnvoll ergänzen und dabei die Auswirkungen auf die Umwelt abmildern.

 

 

Sauberes Wasser – auch ein Thema für NGOs

Nicht nur die Vereinten Nationen engagieren sich für den globalen Zugang zu sauberem Wasser. Um das Recht auf Wasser auch Realität werden zu lassen, sind unzählige nicht-staatliche Organisationen seit Jahren aktiv und geben der offiziellen Politik wichtige Impulse. Durch das vielfältige Engagement und unzählige Beispiele aus der Lebenswelt der Menschen, die nur unter Anstrengungen und Mühen an Wasser kommen, wird das weltweite Problem für die Öffentlichkeit erlebbarer.

 

Auch sind Praxisbeispiele wichtig, wie beispielsweise dem Wassermangel durch den Bau von Brunnen entgegengewirkt werden kann, um mehr Verständnis und Interesse erreichen zu können. Auch Lösungen, wie der Wassertransport erleichtert werden kann sind für die Weltbevölkerung interessant. Schließlich müssen in vielen Ländern Kinder und Frauen für Wasser sorgen und dabei oft lange und gefährliche Wege auf sich nehmen.

 

Organisationen, die sich für „Wasser für alle“ einsetzen, sind beispielsweise die klassischen Entwicklungshilfeorganisationen, Kirchen aber auch junge Initiativen wie Viva con Agua, die auf Rockkonzerten Pfandbecher als Spende sammeln und damit helfen, den Durst der Welt zu stillen. Mittlerweile verkauft die Organisation selbst Wasser – allerdings nicht in trockenen Regionen, sondern in Clubs und Lokalen, um eine weitere sprudelnde Geldquelle für ihre Projekte zu haben.

 

 

Aktion „Dreh den Hahn auf“ sorgt für Wasserfilter

Sprudelndes Lebenselexier!

Während gesunde Ökosysteme das Wasser natürlich Filtern, helfen Wasserfilter Menschen in aller Welt sich selbst mit dem notwendigen Trinkwasser zu versorgen. Denn noch immer ist das Wasser aus verseuchten Flüssen und Teichen eine der wichtigsten Ursachen von Krankheiten wie Cholera und Typhus sowie Durchfallerkrankungen.

 

Das christliche Hilfswerk „Geschenke der Hoffnung“  hat daher anlässlich des Weltwassertages eine Aktion ins Leben gerufen, um der Wasserkrise wirksam zu begegnen. Ziel ist es in diesem Jahr, innerhalb von zehn Tagen 1.000 Wasserfilter für Menschen in Kambodscha zu finanzieren und vor Ort sanitäre Systeme zu installieren.

 

Das Projekt „Dreh den Hahn auf“ setzt dabei auf Bio-Sand-Wasserfilter. Mit Hilfe dieser Filter können Keime und Bakterien im Wasser zu 95,5 Prozent vernichtet werden. Innerhalb von einer Minute kann ein Liter Wasser entkeimt werden. So wird aus verunreinigtem Wasser zu Trinkwasser. Das verbessert die Lebensqualität der Menschen in Kambodscha und senkt die Kindersterblichkeit vor Ort.

 

Das Projekt wirkt darüber hinaus auch nachhaltig, in dem für die Installation der Wasserfilter lokale Materialien verwendet werden und Arbeitskräfte aus der Region für den Bau und die langfristige Wartung beschäftigt werden.

 

 

 

Deutschland – Wasser nicht nur aus dem Hahn

Der Zugang zu sauberem Wasser ist in Deutschland kein Problem. Trinkwasser aus dem Wasserhahn ist das am strengsten und umfassendsten kontrollierte Lebensmittel überhaupt – kostengünstig und stets verfügbar.

 

Dennoch ist Gewässerschutz durchaus ein Thema, das auch hierzulande nicht vernachlässigt werden darf. Dabei geht es nicht nur um die Reinhaltung der großen Flüsse und dem Schutz des Grundwassers, sondern genauso auch die Bewahrung von Gewässern geringerer Ordnung und der dazugehörigen Landschaften.

 

Schließlich zählen auch Flüsse, Seen und Küstengewässer zu den wichtigen ökologischen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen und damit zu den Garanten einer reichen Biodiversität.

 

Insgesamt werden in Deutschland aktuell – gemäß der Wasserrahmenrichtlinie des Bundesumweltamtes – sämtliche Gewässertypen in 25 Fließgewässer, 14 Arten von Seen und 11 verschiedene Küsten- und Übergangsgewässer unterschieden. Insgesamt also 50 verschiedene Typen.

 

Um dieses Thema stärker in den Fokus zu rücken, stellt das Umweltbundesamt jährlich einen speziellen Gewässertyp vor. 2018 ist der „sandige Tieflandbach“ der „Gewässertyp des Jahres“. Diese kommen vor allem als kleinere Bäche in den sandigen Tieflandregionen vor und sind vor allem in den nördlichen Bundesländern von Nordrhein-Westfalen und Sachsen bis in den Norden Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns zu finden.

 

 

Wasser – das umkämpfte Gut

 

Der Welttag des Wassers ist weit mehr, als eine Reflexion über die Vielseitigkeit des Elementes Wasser. Der Tag hat eine absolut politische Dimension. Denn die Weltbevölkerung wächst rapide an und der Wassermangel nimmt weiter zu.

 

Dieses Problem bedroht derzeit vor allem die Menschen in den armen Ländern des Südens. Neben den Auswirkungen der Klimakrise, kommen hier auch noch ausbeuterische Industrien hinzu, die den Menschen immer mehr das Wasser abgraben – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Abgesehen von der globalen Verantwortung der Staatengemeinschaft gegenüber den Ländern mit Wassermangel: Ohne ein gezieltes Gegensteuern weltweit, werden auch die reichen Länder von der Wasserknappheit eingeholt werden. Schließlich verschlechtert sich die Wasserqualität in vielen Teilen der Welt und die Süßwasservorräte der Erde werden stetig knapper. Damit wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser eine überlebenswichtige Frage und Wasser zu einem wertvollen und umkämpften Gut.

 

 

 

Wasser – glasklar eine gute Investition

Transparent & sprudelnd – Wasser ist auch als Investition eine gute Entscheidung.

Die Ressource Wasser effektiv schützen und bewahren, ist das Gebot der Stunde. Daher sind Investitionen in das kostbare Nass nicht nur unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten glasklar eine gute Entscheidung. Mit Wasserinvestments lassen sich auch ausgezeichnete Erträge erzielen. So profitieren Anleger und Umwelt gleichermaßen.

 

Unkompliziert sind beispielsweise Geldanlagen in  Wasserfonds. Dabei wird das angelegte Geld in Unternehmen und Technologien investiert, die innovative Lösungen gegen den Wassermangel entwickeln und die Trinkwasserqualität sichern. Das können beispielsweise Hersteller von Filtersystemen und Reinigungsanlagen sein. Aber auch Meerwasserentsalzungsanlagen fallen in diesen Bereich.

 

Wer in Wasser investiert, fischt nicht im Trüben. jedenfalls nicht, wenn er sich für solide und nachhaltige Finanzprodukte entscheidet.  Grünes Geld, einer der Pioniere im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen , berät umfassend und unabhängig – und das nicht nur zum Thema Wasser. Mit dem Grünes Geld Test findet jeder Anleger die passenden Produkte.

 

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

 

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