Autor: Gerd Junker 17. April 2018

Finanzielle Absicherung für pflegende Angehörige

Wer die häusliche Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen übernimmt, stellt sich damit nicht nur einer besonderen physischen und psychischen Herausforderung. In der Regel sind damit auch mehr oder weniger große finanzielle Einschränkungen verbunden, die sich bis ins eigene Seniorenalter auswirken können. Damit sich die Lücke in der Erwerbsbiografie aber nicht allzu negativ bemerkbar machte, hat der Gesetzgeber für eine gewisse soziale Absicherung von pflegenden Angehörigen gesorgt.

Für die Zukunft planen

In vielen Fällen müssen pflegende Angehörige ihre Berufstätigkeit ganz oder teilweise aufgeben, um die private Altenpflege zu Hause übernehmen zu können. Der damit verbundene Einkommensverlust macht sich nicht nur in der Gegenwart deutlich bemerkbar, sondern hat auch langfristige Folgen, da sich dadurch die Höhe der späteren Rente verringert. Um zumindest für eine mögliche Pflegebedürftigkeit vorzusorgen, übernehmen die Pflegekassen in dieser Zeit die Mindestbeiträge für die Pflegeversicherung. Allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass bei der betreuten Person Pflegegrad 2 oder höher vorliegt. Beiträge für die Rentenversicherung werden leider nicht geleistet, weshalb das Pflegeportal http://www.24-stunden-pflege.net allen pflegenden Angehörenden dazu rät, zumindest eine Teilzeitbeschäftigung zu übernehmen. Diese wirkt sich, wenn sie unter 30 Wochenstunden bleibt, nicht auf die zusätzlichen Beiträge zur Pflegeversicherung aus. Es muss lediglich gesichert sein, dass die Betreuungsperson sich an mindestens zwei tagen pro Woche für insgesamt zehn Stunden um den Pflegebedürftigen kümmert.

Absicherung für die Gegenwart

Sehr viel akuter und schmerzhafter ist aber natürlich der Verdienstausfall, der von der Pflegekasse nicht ersetzt wird. Allerdings haben Pflegebedürftige mit Pflegegrad einen Anspruch auf Pflegegeld, das sie nach eigenem Belieben verwenden können. Es kann also dafür genutzt werden, einem pflegenden Angehörigen eine finanzielle Zuwendung zukommen zu lassen, die die Finanzlücke zumindest ein wenig schließt.

 

 

  

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

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