Autor: Gerd Junker 17. April 2018

Runter vom Sofa – Rauf auf’s Rad!

Zusammenfassung: Natürlich gibt es viele, die sich zu jeder Jahreszeit aufs Rad schwingen. Aber Frühling und Sonnenschein laden jetzt auch die weniger Wetterfesten zur Radtour ein. Wichtigste Voraussetzung: ein verkehrssicheres Rad und eine gute Radroute – Spaß und Fitness kommen dann bei dieser klimaschonenden Aktivität von ganz allein.

 

 

Rauf auf’s Rad – Länge und Tour richten sich nach Fitness und Laune.

 

 

Die Temperaturen steigen, der 1. Mai, Pfingsten und Christi Himmelfahrt stehen bundesweit in den Kalendern. Im Süden beschert Fronleichnam einen weiteren arbeitsfreien Tag. In den kommenden Wochen bieten sich also durch zahlreiche Feiertage, Brückentage und verlängerte Wochenende unzählige Möglichkeiten für eine kleine Auszeit. Wenn zudem das Wetter weiter mitspielt, liegt der Gedanke an eine schöne Radtour nahe. Ob alleine, in einer Gruppe oder mit der Familie – Radtouren bieten sich für jede Konstellation an. Wer selten fährt oder noch jüngere Kinder dabei hat, wählt eine kürzere und steigungsarme Route. Für Sportsfreunde darf der Ausflug auch anspruchsvoller ausfallen.

 

Sehr beliebt sind mehrtägige Ausflüge. Wer dabei etwas weiter in die Ferne schweifen möchte, nimmt für die erste Etappe eine Regionalverbindung der Bahn. So kommen umweltbewusste Radler klimaschonend an den Start.  Für Übernachtungen auf dem Weg bieten sich die Häuser des Deutschen Jugendherbergswerks an. Jugendherbergen haben sich zu modernen Hostels gewandelt, die günstige und zeitgemäße Angebote für junge und ältere Reisende sowie für Familien und Gruppen bereit halten. Viele Jugendherbergen bieten darüber hinaus besondere Services für Radreisende an. Bei diesen Bett & Bike-Angeboten können die Fahrräder sicher im Haus abgestellt werden. Werkzeug für kleinere Reparaturen und Ersatzschläuche runden das attraktive Angebot ab.

 

 

 

Inhalt

Sicherheit geht vor

Nahe am Wasser unterwegs – schöne Flussradwege

Elberadeweg

Rheinradweg

Mainradweg

Durch grüne Landschaften zu Grünem Geld

 

 

Verkehrssicher und gute ausgerüstet – hier ist sogar die Matte für das Pausen-Yoga dabei.

 

 

Sicherheit geht vor

Bevor die Radtour beginnt, empfiehlt sich ein Sicherheitscheck für das Fahrrad. Das ist besonders für alle Pflicht, die Ihr Rad seit mehreren Monaten nicht mehr genutzt haben. Wer etwas Geschick für das Rad mitbringt, kann diese Arbeiten selbst erledigen. Wem für diese Prüfarbeiten Talent und / oder Zeit fehlen, sollte sich frühzeitig einen Termin in einer Fahrradwerkstatt geben lassen.

 

Was gehört zum Sicherheitscheck? – Da ist zunächst einmal die Prüfung, ob die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung am Rad vollständig und funktionstüchtig ist. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht folgende Lichttechnik am Fahrrad vor: Vorne sorgen ein weißer Scheinwerfer sowie ein weißer Rückstrahler für Sicherheit. Hinten sorgen ein rotes Rücklicht sowie einen roter Rückstrahler dafür, dass das Rad auch im Dunkeln gut zu sehen ist. Darüber hinaus sind zwei gelbe Rückstrahler – ausgerichtet nach vorne und hinten – an jedem Pedal vorgeschrieben. Jedes Rad muss außerdem entweder mit zwei gelben Rückstrahlern an den Speichen oder weißen Reflektorstreifen an den Speichen, den Felgen oder den Reifen versehen sein.

 

Das klingt erst einmal aufwändig – ist aber bei den meisten Rädern vorhanden. Wichtig ist es daher nicht nur die Anzahl sondern auch die Funktion zu prüfen. Gerade die reflektierenden Streifen nutzen sich über die Jahre ab und sind dann schlechter zu sehen. Eine „Runde um den Blick“ in der Dämmerung, verschafft Gewissheit.

 

Zur Fahrtüchtigkeit gehört auch zwingend die Funktionstüchtigkeit von zwei Bremsen, unabhängig voneinander wirken. Hier ist Sicherheit lebenswichtig. Sollte beim betätigen beider Bremsen das Rad nicht leicht zum Stillstand kommen, lohnt sich der gang in die Werkstatt. Gerade Felgenbremsen leiden unter Verschleiß, aber auch Scheibenbremsen benötigen ab und an neue Bremsbeläge. Nicht vergessen werden sollte der Check der Seilzüge der Bremsen. Bei Knicken und Beschädigungen sollten diese ausgetauscht werden. Eventuell ist auch ein Schmiermittel gefragt. In diesem Zuge sollten auch die Seilzüge der Schaltung geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

 

Klimaschonende und kostengünstig – Gruppenausflug mit dem Rad.

 

Apropos Schmiermittel – Gerade die Fahrradkette zählt zu den stark beanspruchten Teilen des Rade. Daher muss sie regelmäßig gesäubert und mit Kettenfett oder einem Fahrradöl gepflegt werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist außerdem eine helltönende Klingel, um auch sich aufmerksam zu machen und Konfliktsituationen mit Fußgängern vorzubeugen.

 

Obgleich viele Sportradler das Herz ihres Rades in der Schaltung vermuten – ohne Reifen wäre das Rad nur ein Gestell! Daher gehört die Prüfung der Reifen zwingend zum Frühjahrscheck. Vor der ersten Radtour ist es sinnvoll den Mantel zu prüfen, denn Risse oder zu dünnes Gewebe erfordern einen Austausch. Wenn hier alles in Ordnung ist, geht es ans Aufpumpen – ob die Schläuche funktionstüchtig und frei von Löchern sind lässt sich dabei im Handumdrehen herausfinden.

 

Am Ende des Sicherheitschecks steht der kritische Blick auf das Große und Ganze. Sind Höhe und Ausrichtung von Lenker und Sattel korrekt? Weißt der Rahmen Beschädigungen auf? Quietscht und klappert etwas bei der Proberunde? Natürlich sollten bei einer Probefahrt Bremsen und Schaltung ebenfalls ausgiebig getestet werden – auch wenn das Rad in der Werkstatt geprüft wurde.

 

Wenn diese Liste abgearbeitet wurde, steht der Radtour – gleich, ob kurz oder lang – fast nichts mehr im Wege. Denn natürlich soll ein schöner Ausflug nicht dadurch getrübt werden, dass winzige Kleinigkeiten auf der Tour gefehlt habe. Was genau ins Gepäck kommt, ist individuell. Nicht fehlen sollten eine Wasserflasche, Flickzeug, ein kleines Erste Hilfe- Set sowie Sonnen- und Regenschutz. Und jetzt heißt es: Helm auf und rauf aufs Rad!

 

 

Nahe am Wasser unterwegs – schöne Flussradwege

Zu den beliebtesten Radwegen in Deutschland zählen die Radwege entlang der größeren und kleineren Flüsse. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer immer am Ufer entlang radelt, muss nicht mit leidigen Steigungen rechnen. Auch wer sich mit der Orientierung schwer tut, ist entlang der Uferwege gut aufgehoben. Darüber hinaus führen die Flüsse an vielen interessanten Sehenswürdigkeiten und Städten entlang. bieten unterschiedlichste Landschaften und entsprechend vielfältige Naturerlebnisse.

 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC hat fast 50 Qualitätsrouten für Radfahrer entwickelt. Auch hier sind die Flusswege sehr beliebt. Ansonsten erhalten die Radrouten Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ausgezeichnete Bewertungen.

 

 

Elberadweg

Dauerbrenner unter den beliebtesten Flussrouten ist der Elberadweg. Der Elberadweg beginnt im Riesengebirge im Norden Tschechiens und führt 1.220 Kilometer bis Cuxhaven, wo die Elbe in die Nordsee mündet. Der deutsche Teil des Elberadwegs ist rund 840 Kilometer lang und insofern nicht an einem verlängerten Wochenende zu bewältigen, aber auch viele Teilstrecken sind sehr reizvoll und haben den Elberadweg so bleibt gemacht.

 

Eine Besonderheit der gesamten Strecke ist die Abwechslung und Verbindung von extremen Landschaften auf der einen und kulturell interessanten Städten auf der anderen Seite. So führt der Elberadweg entlang der bizarren Felsformationen in der Sächsischen Schweiz. Ebenso reizvoll für Naturliebhaber ist der Abschnitt durch die Elbauen. Diese sind ein UNESCO-Biosphärenreservats und bieten damit einen naturbelassenen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Wer neben dem Radeln in der Natur auch das Stadtleben erkunden will, findet auf dem Elberadweg vielfältige Möglichkeiten, Sport und Kultur miteinander zu verbinden. Wer beispielsweise an der Elbmündung in Cuxhaven in Richtung Hamburg radelt, kann im Allgemeinen mit Rückenwind rechnen und wird nach der sportlichen Anstrengung mit dem pulsierenden Großstadtleben der Freien und Hansestadt belohnt. Interessant sind auch die Abschnitte in Richtung Magdeburg, Zentrum der „Straße der Romanik“ oder eine Tour durch das Elbsandsteingebirge mit einem Abstecher nach Dresden.

 

Fluss-Radwege locken noch bis in den Herbst.

 

Rheinradweg

Der internationale Rheinradweg  startet in den Schweizer Alpen und führt rund 1.320 Kilometer bis in die Niederland zur Rheinmündung. Der gilt als Inbegriff eines deutschen Flusses und bietet auf seinem Weg eine breite landschaftliche Vielfalt und einen guten Überblick über die mitteleuropäische Kulturgeschichte. Besonders beliebt ist der Streckenabschnitt durch das Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal.

 

Dieser Weg von Bingen (linksrheinisch) beziehungsweise Rüdesheim (rechtsrheinisch) führt bis Koblenz entlang dem sagenumwobenen Loreleyfelsen sowie unzähligen Burgen und Schlössern der Rheinromantik. Rheinisches Schiefergebirge und steile Weinberge garantieren eine unvergessliche Radtour. Die meisten Bereiche des Rheinradweges sind übrigens auf beiden Seiten des Flusses gut befahrbar. Wer hier Übernachtungen in Jugendherbergen plant, sei jedoch gewarnt: die meisten sind liegen jedoch am Hang – also etwas Restenergie einplanen – der steile Weg lohnt sich besonders in Koblenz. Dort befindet sich die Herberge auf der Feste Ehrenbreitstein. Wer seinen Radweg etwas ruhiger angehen will, sollte sich mit der 14. Etappe des Rheinradwegs befassen. Diese rund 80 Kilometer lange Strecke führt von Düsseldorf nach Xanten.

 

 

 

Mainradweg

Der rund 600 Kilometer lange Fernradweg – von den Quellen des Roten und des Weißen Mains, über deren Zusammenfluss bei Kulmbach, quer durch das bayerische Frankenland, entlang der Finanzmetropole Frankfurt, bis hin zur Mündung des Mains in den Rhein bei Mainz/Wiesbaden – zählt ebenfalls zu den schönsten und beliebtesten Radwegen entlang deutscher Flüsse.

 

 

Dabei lässt sich der Mainradweg einfach und treffend beschreiben als kurvenreich und vielfältig. Wer an der Quelle starten will, muss bereits die erste Wahl treffen. Entweder er beginnt die Tour an der Quelle des Roten Mains in der Fränkischen Schweiz oder im bayerischen Teil des Fichtelgebirges an der Quelle des Weißen Mains. Die Radwege sind zu größten Teilen frei vom Autoverkehr und führen durch durch das Fränkische Weinland und entlang den dichten Wäldern des Spessarts. Rasten und Einkehren lohnt sich an vielen Punkten der Strecke. Bierliebhaber machen einen Abstecher nach Kulmbach oder Bamberg. Dort kommen übrigens auch alle anderen mindestens kulturell auf ihre Kosten. Weinliebhaber orientieren sich auf der Strecke zwischen Würzburg und Aschaffenburg (Sitz von Grünes Geld). Hier lohnen sich auch Stadtrundgänge. Wer mehr im nördlichen Teil des Mains unterwegs ist und einen Städteausflug plant, kann in Frankfurt und Mainz ebenfalls vielfältige Eindrücke sammeln. Auch wenn es die Bemerkungen zu den alkoholischen Spezialitäten entlang des Mains es vielleicht anders nahe legen: Der Mainradweg zählt zu den familienfreundlichsten Strecken und ist auch für jüngere Kinder bereits gut zu bewältigen.

 

 

Nach einer ordentlichen Anstrengung folgt eine ordentliche Pause.

 

 

Durch grüne Landschaften zu Grünem Geld

Es gibt viele interessante Möglichkeiten, umweltfreundlich und positiv sein Leben und seine Freizeit zu gestalten. Radtouren durch den Frühling, entlang an naturbelassenen Flusswegen oder durch abwechslungsreiche Kulturlandschaften, sind sicher eine gute Möglichkeit. Denn Radtouren halten fit und schonen Klima und Geldbeutel gleichermaßen.

 

Wenn Sie diesen Weg auch in Finanzfragen einschlagen wollen, steht Ihnen Grünes Geld zur Seite. Als erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Geldanlagen, haben wir mehr als 300 nachhaltige Finanzprodukte im Angebot. Dabei liefern diese Investments eine doppelte Rendite. Zum einen durch die Förderung nachhaltiger und klimaschonender Projekte und Unternehmen. Zum anderen durch attraktive Erträge, die sich hinter den Erwartungen konventioneller Finanzprodukte längst nicht mehr verstecken müssen.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

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