Archiv für Mai 2018

Insektensterben – Das Ende des großen Krabbelns?

Freitag, 18. Mai 2018
Zusammenfassung: Am 20. Mai ist der Weltbienentag. Die Bedeutung von Bienen für die Ernährung der Weltbevölkerung ist bekannt. Mittlerweile setzen immer mehr Projekte für den Erhalt von Bienen ein. Aber auch ohne die unzähligen anderen Insekten sähe es nicht gut für die Menschen aus.

 

Bei Kleingärtnern unbeliebt – dennoch etwas ganz besonderes – der Maikäfer.

 

„Und ich rüttelte an Bäumen, und ich wühlte auch im Moos. Die Erfolge waren prächtig und mein Trickreichtum war groß. Würd‘ ich heut noch einmal loszieh‘n, blieb mein Schuhkarton wohl leer; Selbst ein guter Käferjäger brächte keinen Schornsteinfeger, keinen Müller, erst recht keinen Kaiser her: Es gibt keine Maikäfer mehr, es gibt keine Maikäfer mehr!“

 

Mit diesem Lied aus dem Jahr 1973 besang der Liedermacher Reinhard Mey bereits früh das Thema, das immer stärker in den Fokus der Berichterstattung gerät: Das Insektensterben.

 

Verantwortlich für dieses gigantische Artensterben – rund ein Drittel der Insekten ist bedroht – sind die immer knapperen Lebensräume verbunden mit den vielfältigen schädlichen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft und dem Einsatz vielfältiger Insektizide. Auch die drastischen Veränderungen des Klimas wirken sich auf die Biodiversität negativ aus.

 

 

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Die 72 er Regel – ein Rechentrick für Ihre Geldanlage

Mittwoch, 16. Mai 2018

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Vor einiger Zeit sorgte dieser Post einer 17-jährigen Schülerin für Aufregung in der Öffentlichkeit. Grundlos war dies nicht, denn konkretes Wissen, das im Alltag angewendet werden kann, fehlt in den schulischen Lehrplänen tatsächlich häufig.  Insbesondere wenn es um das Thema Geld geht.

 

Doch auf die Umgestaltung der Lehrpläne zu hoffen ist langwierig und bedarf Geduld. So wie wir täglich Denkabkürzungen und Vereinfachungen für unsere Alltagsentscheidungen nutzen, so gibt es auch Abkürzungen in der Finanzmathematik. Eine davon ist die 72 er Regel. Diese Fausformel sollten Sie kennen.

 

Die 72 er Regel

 

Wenn man die Zahl 72 durch die jährliche Rendite einer Geldanlage teilt, erhält man den Zeitraum, den es bedarf bis sich das Kapital verdoppelt.

 

1. Beispiel: Sie erhalten auf Ihr Festgeldkonto einen Zinssatz von 0,45 Prozent p.a. Nach der 72 er Regel dividieren Sie die 72 durch die 0,45. Macht 72:0,45=160. Es dauert 160 Jahre bis sich Ihr Kapital verdoppelt. Zugegeben 0,45 Prozent Festgeldzins ist derzeit schon am oberen Ende und kaum mehr zu erreichen.

 

2. Beispiel: Sie investieren in eine Vermögensverwaltung und erwirtschaften 5 Prozent. Ein realistischer Wert, der in einer ausgewogenen Vermögensverwaltung durchaus langjährig erzielt werden kann.  72:5=14,4.  In 14,4 Jahren verdoppelt sich das Kapital.

 

Damit wird die Dimension was geringe Zinsen bzw. Renditen tatsächlich bedeuten, erst einmal so richtig klar und deutlich. Es geht nämlich nicht um 4,55 Prozent Differenz sondern um 145 Jahre.

 

Mit der Zinses-Zins Formel Kn = K0 · (1 + p)n lässt sich es sich nachrechnen. Anhand eines Beispiels, nehmen wir an 10.000€ verdoppeln sich auf 20.000€ bei einem Zinssatz von 5%. Dann sieht es wie folgt aus:

20.000 = 10.000 x (1 + 0,05)n

Man muss für die verschiedenen Prozentsätze p die Zeit n so bestimmen, dass gilt:

(1 + p ) ^ n = 2

<=> n * ( log ( 1 + p ) = log ( 2 )

<=> n = log ( 2 ) / log ( 1 + p )

=14,21 Jahre

 

 

Die 72 er Regel ist eine Faustformel die sehr brauchbare Ergebnisse liefert ohne umständliche Potenzrechnung für die Zinses-Zins-Rechnung. Auf den Tag genau ist es nicht, doch für eine schnelle Überschlagsrechnung eignet sich die 72er Regel hervorragend.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld News

 

Was ist mit Inflation, Steuern und Gebühren?

 

 

Korrekt ist die Rechnung immer dann, wenn Sie die Netto-Rendite verwenden. Möglicherweise möchten Sie Inflation, Steuern und Gebühren berücksichtigen um zu ermitteln wann sich Ihre Kaufkraft verdoppelt hat. Dann könnten Sie wie folgt vorgehen:

 

Sie gehen von einer Brutto-Rendite von 8,2 Prozent pro Jahr aus. Dies ist der langjährige Durchschnitt einer Aktienanlage im Deutschen-Aktien-Index (DAX) in der Zeit von 1995 bis 2017. 

 

Sie reduzieren diese Brutto-Rendite um die angenommenen Kosten der Geldanlage von rund 1 Prozent. Das bedeutet Sie liegen bei 7,2 Prozent pro Jahr. Berücksichtigen Sie anschließend noch die Inflation  von 2 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich (vereinfacht) auf 5,2 Prozent pro Jahr.

 

Und schließlich hält Vater Staat die Taschen auf um Ihre Gewinne zu besteuern. Das ist der am schwersten abzuschätzende Punkt aufgrund Abgeltungssteuer oder individueller Besteuerung, Freibeträgen oder der unterschiedlichen Besteuerung der Anlageformen. Nehmen wir an die Rendite reduziert sich um rund ein Viertel. Aus Ihren 5,2 Prozent inflations- und kostenbereinigter Rendite werden 3,9 Prozent.

 

Dann gilt folgendes Beispiel:

72 durch 3,9 = 18,4.  Die Kaufkraft Ihres angelegten Kapitals würde sich also in  18,4 Jahren verdoppeln.

 

 

Nur bei positiver Rendite ein Ergebnis

 

 

Da die Formel die Verdopplung des Kapitals berechnet, ist es nicht möglich die Faustformel mit der Berücksichtigung von Inflation derzeit bei Sparguthaben oder Festgeldkonten, die einen Zinssatz von deutlich unter 2 Prozent ausweisen anzuwenden. Denn 0,5 Prozent Zins abzüglich 1,6% Inflation (Stand April 2018) ergibt -1,1 Prozent.

 

Somit erkennen Sie gleich, dass bei Geldanlagen auf dem Festgeldkonto Sie dadurch jedes Jahr an Kaufkraft verlieren. Somit sollte diese Art der Geldveranlagung nur für die Notreserve und den finanziellen Puffer gewählt werden. Für alle anderen Zwecke gibt es bessere Lösungen, damit dann auch die 72 er Regel wieder funktioniert und Sie mit einer Verdopplung des Kapitals in X Jahren rechnen können. Für Menschen die Geldanlageentscheidungen gerne delegieren bieten sich Vermögensverwaltungen an.

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

 

 

 

7 Punkte die Sie vor dem Abschluss von Vermögensanlagen beachten sollten

Montag, 14. Mai 2018
Zusammenfassung: Investitionen in nachhaltige Energien erfolgen auf unterschiedliche Art und Weise. Man kann sein eigenes Unternehmen gründen (das machen viele mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach), sich an Unternehmen beteiligen (mit Aktien, Genussrechten, KG-Anteilen) oder Unternehmen Geld leihen (Anleihen, Schuldverschreibungen, Darlehen, etc.). Ich möchte heute die 7 Punkte beleuchten, die Sie vor einer Investition in einen AIF oder Vermögensanlage beachten sollten. Wer sie konsequent befolgt, wird viel Freude an seiner Geldanlage haben.

 

 

 

 

großer-solarpark

Lukrative: Fotovoltaikparks bescheren vielen Anlegern konstante Renditen mit mehr als 4 Prozent pro Jahr.

 

 

 

 

 

Grundsätzliche Vorteile von AIF’s und Vermögensanlagen

 

 

Die früher auch als geschlossenen Fonds bezeichneten Angebote werden heute viel stärker reguliert und kontrolliert. Sie werden heute in Form von AIF’s oder sogenannten operativ tätigen Gesellschaften (Vermögensanlagen)  angeboten:

 

 

Privatpersonen können sich an Großinvestitionen beteiligen: Normalerweise sind lukrative Großprojekte nur für große Anleger wie Konzerne oder Pensionskassen finanzierbar. Durch geschlossene Fonds können sich Privatpersonen schon ab 5.000 € bis 25.000 € MIndestanlagesumme beteiligen und diese Chancen nutzen.

 

Möglichkeiten der steuerlichen Optimierung: Zwar sind klassische Steuersparmodelle nicht mehr möglich, trotzdem kann durch typische Eigenschaften von großen Investitionen, wie z.B. Abschreibungen auf das Investitionsobjekt, letztlich ein Steuer-Stundungseffekt erzielt werden. Das heißt, dass die steuerlichen Belastungen um Jahre verschoben werden können. Wer zum Beispiel heute einen hohen Steuersatz hat, in einigen Jahren jedoch in den Ruhestand geht und dann einen niedrigeren Steuersatz erwartet, wird sich darüber freuen.

 

Hohe Transparenz: Die Investitionsobjekte stehen schon bei Zeichnung fest oder sind genau definiert. Sie können in aller Regel besichtigt werden, die wirtschaftlichen Daten liegen vor. Die Gesellschafter haben weitreichende Auskunftsrechte – die Transparenz ist also sehr hoch.

 

Geringer eigener Verwaltungsaufwand: Würde der Anleger eine ähnliche Investition selbst vornehmen (zum Beispiel den Kauf einer Eigentumswohnung), hätte er einen wesentlich größeren Aufwand – denn fast alle Verwaltungstätigkeiten werden auf Ebene des geschlossenen Fonds abgedeckt.

 

Haftungsbegrenzung ist möglich: Wenn ein Anleger selbst eine Investition tätig, wie zum Beispiel den Kauf einer Eigentumswohnung, haftet er fast immer für alle Kosten mit seinem Privatvermögen. Diese Haftung wird heute bei geschlossenen Fonds praktisch immer begrenzt, so dass das maximale Verlustrisiko die Höhe der Einlage beträgt.

 

Grundsätzliche Nachteile von AIF’s und Vermögensanlagen

 

– Wenig staatliche Kontrolle / keine Einlagensicherung: Mit der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAG) im Juli 2013 wurde dieser Punkt deutlich entschärft, denn auch Vermögensanlagen und vor allem die AIF’s unterliegen seit dem viel mehr Kontrollen und deutlich strengeren Regeln. Trotzdem können für Anleger ungünstige Vertragsklauseln vereinbart werden. Auch besteht das Risiko, dass die Geschäftsidee des Fonds nicht funktioniert. Da es keine Einlagensicherung für die Anlegergelder gibt, drohen dann Verluste bis hin zu 100% des eingesetzten Geldes.

 

– Wenig gesetzliche Vorgaben für die Qualifikation von Anbietern und Beratern: Auch an dieser Stelle haben die Neuerungen der Jahre 2012 und 2013 entscheidende Verbesserungen für die Anleger gebracht. Berater müssen mittlerweile Sachkunde nachweisen und sich registrieren. Für Anbieter gelten ebenfalls neue Regeln. Trotzdem sind die Qualitätsunterschiede sowohl bei den angebotenen Produkten als auch bei den Beratern weiterhin groß. Wählen Sie erfahren Berater und Vermittler.

 

– Lange Anlagedauern: Aus den Investitionsobjekten ergibt sich meist eine Laufzeit von 5 bis 20 Jahren. In der Zwischenzeit ist das Geld der Anleger gebunden, eine vorzeitige Rückzahlung der Einlage nicht vorgesehen. Die Anteile können zwar verkauft werden, doch selbst die dafür vorhandenen Börsen können oftmals über Wochen oder Monate keinen Verkauf sicherstellen. Speziell notleidende Beteiligungen sind nur mit hohen Abschlägen handelbar.

 

– Hohe Haftungssummen möglich: In den meisten aktuellen AIF’s und Vermögensanlagen ist die Haftung der Anleger auf seine Einlagesumme begrenzt, bei Wiederaufleben der Haftung durch nicht durch Gewinne gedeckte Rückzahlungen sogar oft auf 10% oder sogar 0,1% seiner Anlagesumme. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Haftung nicht oder nur unzureichend ausgeschlossen ist und bei denen Haftungsrisiken in unbegrenzter Höhe drohen (oft bei früher verwendeten Gbr-Modellen).

 

 

Hier die 7 Punkte, die Sie unbedingt vor Beitritt zu einem geschlossenen Fonds beachten sollten. Wer Sie beachtet, hat gute Chancen auf 4 bis 8 Prozent Rendite jährlich:

 

 

1.) Der Initiator und seine Leistungsbilanz

 

Einer der wichtigsten – wenn nicht der wichtigste Punkt – ist der Initiator, als die Gesellschaft, die den Fonds auflegt und den Anlegern anbietet. Erfahrene Initiatoren mit einer ausgezeichneten bisherigen Bilanz verstehen ihr Geschäft und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder ein neues erfolgreiches Angebot entwerfen. Sollte der Initiator noch jung sein und keine oder keiner aussagekräftige Leistungsbilanz aufweisen, ist das Management wichtig: welche Erfahrung weißt es auf, welche Erfolge in dieser Branche können vorgewiesen werden?

 

Hilfreich können auch Ratings oder Berichterstattungen in den Medien sein – doch Achtung: viele “Rating”-Agenturen werden durch die Initiatoren selbst bezahlt; eine wirkliche Unabhängigkeit ist dann kaum noch gegeben. Auch ein Blick die Suchergebnisse von Suchmaschinen können hilfreich sein. Aber auch hier Achtung: das Internet ist ein Stammtisch, an dem jeder seine persönliche Meinung kund tun kann. Viele Vorwürfe sind bewusst von Wettbewerbern gestreut. Einzelergebnisse der Suchmaschinen haben also kaum Bedeutung.

 

2.) Um welche Investition handelt es sich?

 

Natürlich sind die Aussichten auf Erfolg ganz wesentlich vom angebotenen Projekt abhängig. Dabei ist sowohl die Anlageklasse (Windkraft, Fotovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, etc.) als auch das ganz konkrete Projekt entscheidend. Es macht einen Unterschied, in welchem Land investiert wird, ob die Anlagen errichtet, betrieben, oder gehandelt werden. Ist das Projekt von staatlichen Förderungen abhängig? Diese können Stabilität und Planbarkeit bringen, bei Wegfall können Geschäftsmodelle jedoch auch an staatlichen Förderungen scheitern.

 

3.) Prognoserechnung / Prognosesicherheit

 

Eine Prognoserechnung kann viel Sicherheitspuffer enthalten oder sie kann ganz eng kalkuliert sein. Zum Beispiel Windkraft: die Windprognosen können aufgrund von einem, von zweien, oder aufgrund von drei Windgutachten erstellt werden. Wenn mehr als 1 Gutachten erstellt wird, wie wird der Prognosewert für den Wind errechnet? Nimmt der Anbieter prinzipiell das schlechteste Windgutachten oder bildet er einen Mittelwert? Wie ist ein eventueller Verkauf kalkuliert?

 

Bei der häufig verwendeten Ertragswertmethode geht man davon aus, dass ein zukünftiger Investor beim Kauf der Anlagen einen Zinssatz erzielen will von 8, 9 oder gar 10% p.a.? Darüberhinaus kann man davon ausgehen, dass staatliche Förderungen prinzipiell die Prognosesicherheit erhöhen; das ist zum Beispiel die Grundlage für viele Fotovoltaik- oder Windkraftfonds. Trotzdem kann genau dieser Punkt zu Problemen führen, wenn die staatlichen Zusagen nicht eingehalten werden. Unterschiedliche Technologien haben auch unterschiedliche Prognosesicherheiten – üblicherweise ist zum Beispiel die Sonneneinstrahlung pro Jahr konstanter als die jährliche Windernte.

 

4.) Kostenstruktur

 

Die Kostenstruktur muss gesund sein – und zwar in beide Richtungen. Sind die Kosten hoch angesetzt, schmälert das die Renditen der Anleger. Sind sie jedoch zu niedrig, kann es sein, dass der Fonds für Vermittler und Initiator uninteressant wird. Man kümmert sich nicht ausreichend um die Beteiligung und sie scheitert. Beim Vergleich der Kosten muss allerdings äußerste Vorsicht walten – schließlich sind Begriffe wie “Weichkostenquote” oder “Investitionsquote” nicht fest definiert.

 

Hier rechnen die einzelnen Anbieter genauso wie die unterschiedlichen Rating-Agenturen oder Magazine mit teilweise unterschiedlichen Modellen. Eine außerdem interessante Frage ist, wie die Vergütungen für den Initiator gestaltet sind. Welche Kosten sind variabel an die höhe des tatsächlich eingesammelten Eigenkapitals gekoppelt, welche sind fix? Erhält er eine Erfolgsvergütung z.B. für den Verkauf der Anlagen am Ende – das halte ich als Motivationsfaktor für wichtig.

 

5.) Marktumfeld

 

Wie der Markt rund um das angestrebte Investitionsobjekt aussieht ist eine wichtige, wenn auch schwer zu beantwortende Frage. Meist ist es nämlich so, dass zur Auflegung eines Beteiligungsmodelles das Marktumfeld bestens aussieht. Während der Laufzeit über teilweise bis zu 20 Jahre kann sich dies aber ändern. Typisch sind Immobilieninvestitionen, die zu Beginn gut aussehen, sich beim sogenannten “Exit”, also dem Verkauf zum Ende des Projektes mit einem deutlich niedrigeren als dem gedachten Verkaufspreis der Immobilie überraschen.

 

Bei Erneuerbare-Energien-Fonds ist dieses Risiko teilweise geringer, da die Einnahmen über staatliche Einspeisevergütungen fest garantiert sind – bei über 20 Jahre kalkulierten Projekten oftmals überhaupt nicht vorhanden (man geht von einer Betriebsdauer von genau 20 Jahren, als der Förderdauer, aus und kalkuliert dann den Rückbau der Anlagen). Bei kürzeren Erneuerbare-Energien-Projekten, die einen Verkauf der Anlagen zum Beispiel nach 3,4, 8 oder 10 Jahren vorsehen, ist der zu erzielenden Verkaufspreis allerdings auch vom Marktumfeld (zum Beispiel der Zinssituation) abhängig.

 

6.) Rechtliches Konzept / Anlegerrechte

 

Wenn die Projekte wie geplant laufen, sind die rechtliche Konzepte weniger spannend. Es interessiert den Anleger dann meist nur die steuerliche Ausgestaltung. Kann die angestrebte Steuerart – zum Beispiel “Einkünfte aus Kapitalvermögen” und damit die meist günstigere Abgeltungssteuer – erreicht werden? Gilt für das Projekt wirklich das versprochenen Doppelbesteuerungsabkommen, so dass in Deutschland keine oder eine deutlich niedrigere Besteuerung Anwendung findet?

 

Wichtiger werden die rechtlichen Konzepte jedoch, falls Probleme im Projektverlauf auftreten. Dann stellen sich Fragen wie Gesellschaftsform und daraus sich ergebende Haftungshöhen oder Nachschusspflichten; auch wenn aktuelle Beteiligungen an dieser Stelle meist kaum noch wirkliche Risiken aufweisen.

 

7.) Die in Aussicht gestellten Renditen

 

Am einfachsten zu Überprüfen und für die meisten Anleger ein wichtiger Orientierungspunkt sind die prognostizierten Renditen. Allerdings ist die Vergleichbarkeit an dieser Stelle nicht trivial. Denn wenn zum Beispiel in den Jahren 3,4 und 5 jeweils 5% gezahlt werden, so ist das anders zu bewerten, als wenn die Beteiligung (AIF / Vermögensanlage) nach 5 Jahren einmalig 15% ausschüttet.

 

Vergleichbarkeit wird hier mit der internen Zinsfußmethode geschaffen (IRR), doch diese ist für die meisten Anleger nicht verständlich. Außerdem ist der konkrete Auszahlungszeitpunkt wichtig: es gibt Fonds die regelmäßig pro Quartal eine Ausschüttung leisten. Andere Fonds planen eine Ausschüttung pro Jahr, lassen diese jedoch nicht gleich zu Beginn des Folgejahres, sondern erst in der Mitte des Folgejahres dem Anleger zukommen. Das drückt die tatsächliche Rendite, denn bis dahin sind weitere Monate ins Land gegangen. Die Berücksichtigung des Agio’s (meist 5%) oder eines eventuellen Frühzeichnerbonuses findet auch in vielen Fällen nicht statt.

 

 

Wer diese 7 Punkte beachtet und mit Leben füllt, hat mehr Erfolg mit Beteiligungsmodellen als die meisten Menschen. Er hat ein gutes Fundament, um die richtigen und aussichtsreichsten AIF’s und Vermögensanlagen zu finden. Es muss jedoch jedem klar sein, dass die höheren Renditen dieser Anlageklasse nur mit dem eingegangenen unternehmerischen Risiko zu erzielen sind. Beteiligungen sollten entsprechend immer nur eine Beimischung im Vermögensaufbau darstellen. Wer dies beherzigt und möglicherweise auch noch eine Streuung über 3-5 geschlossene Fonds realisiert, wird langfristig viel Freude mit seinem Sach-Investment haben.

 

Wir kennen den Markt nun bereits seit 2001 und haben uns sehr viele geschlossene Fonds angesehen. Wer unsere aktuellen Tipps sehen möchte, kann hier klicken:

 

Windkraft und weitere

Fotovoltaik

Waldinvestments

grüne Immobilien

 

 

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Vermögen nachhaltig verwalten!

Freitag, 11. Mai 2018
Zusammenfassung: Eine Auszahlung, ein Erbe, ein Verkauf - mit 50.000 Euro ist niemand automatisch reich. Dennoch lohnt es sich, hier eine Vermögensverwaltung in Anspruch zu nehmen. Denn so wird das Vermögen nicht nur bewahrt sondern auch vermehrt. Gut für Umwelt und Erträge: Nachhaltige Geldanlagen wählen.

 

 

„Wenn ich einmal reich wär“ – singt Milchmann Tevje im Erfolgsmusical Anatevka („Fiddler on the roof“) und wünscht sich nur ein kleine Summe, die ihn von den alltäglichen finanziellen Sorgen befreit.

 

Schatzkisten – keine nachhaltige Vermögensverwaltung.

 

Der Unterschied zwischen reich und vermögend

Von einem solchen „kleinen Plus“ träumen viele. Aber Reichtum ist im sozialen Leben relativ. In der Welt der Finanzen dagegen unterscheiden klare Zahlen zwischen den Superreichen, Vermögenden und Wohlhabenden. – Diese Kundengruppen werden akribisch eingeteilt und mit speziellen Angeboten umworben.

 

De facto ist die Geldmenge, die einen Menschen reich macht nicht exakt definiert. Armut dagegen wird im allgemeinen mit der Faustregel definiert, weniger als durchschnittlich einen Dollar pro Tag zum Leben zur Verfügung zu haben. Dass diese Definition nur eine sehr grobe Richtung angibt, zeigt sich schon durch einen Blick auf die extrem unterschiedlichen Lebenshaltungskosten rund um den Globus.

 

Für Reichtum haben sich mittlerweile grobe Grenzwerte etabliert: Ab einer Million Dollar gehört man dazu. Vorausgesetzt, das Geld ist als liquides Vermögen vorhanden und steckt nicht in Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen. Schätzungen der Unternehmensberatung Boston Consulting Group nach, nehmen immerhin rund 386.000 Menschen in Deutschland diese Hürde. – Und sind damit eine interessante Zielgruppe für Vermögensverwalter. Viele Private Banking Beziehungen fangen erst ab dieser Anlagesumme an. Schließlich ist das Geschäft aufwändig – und sehr lukrativ.

 

 

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KakaoDirektinvest 6 – Geld wächst doch auf Bäumen

Freitag, 04. Mai 2018
Zusammenfassung: ForestFinance bietet seit mehr als zwanzig Jahren nachhaltige Geldanlagen aus dem Bereich der ökologischen und fairen Forst- und Landwirtschaft an. Mit dem neuesten Produkt – KakaoDirektinvest 6 – kommen auch Anleger zum Zug, die kürzere Laufzeiten bevorzugen.

 

Lesen Sie am 25. Mai 2018 alles über Güteklassen und Qualitäten von Schokolade: „KakaoDirektinvest 6 – Edel statt bitter“

 

 

Geld wächst doch an Bäumen,

 

 

Kakao ist eine süße Sache. Für viele Arbeiter auf den Plantagen ist Kakao jedoch eine bittere Sache: Spätestens seit dem aufsehen erregenden Dokumentarfilm „Schmutzige Schokolade“ ist breiten Kreisen bekannt, dass Kakao nicht nur eine Schokoladenseite hat. Bei geringem Verdienst wird schwere Arbeit verrichtet – oft schon von Kindesbeinen an. Gleichzeitig wird nicht selten durch Monokulturen und wenig weitblickenden forstwirtschaftlichen Plänen auch ein Raubbau an der Natur betrieben.

 

Dass es auch anders geht, beweist das Emissionshaus ForestFinance schon seit vielen Jahren. Wenn es um den Anbau von Kakao geht, stehen für die „Waldmacher“ von ForestFinance Fairness und Ökologie an erster Stelle.

 

 

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