Autor: Carmen Junker 8. Juni 2018

10 mal Wissenswertes zum Thema Blockheizkraftwerk

Zusammenfassung: Die Energiewende in Schwung bringen! Das lässt sich auf die unterschiedlichste Art und Weise bewerkstelligen. Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser – klar. Aber auch ein Blockheizkraftwerk bietet viele Vorteile. 10 mal Interessantes rund um den Zungenbrecher im Energiesektor.

 

Ein Blog-Thema wert: Blockheizkraftwerke.

 

 

Blockheizkraftwerk! – Wer beim beliebten Scrabble-Spiel mit diesem Wortungetüm aufwarten kann – immerhin 18 Buchstaben – kann sich nicht nur über satte 42 Punkte freuen sondern auch mit großer Wahrscheinlichkeit siegesgewiss zurücklehnen.

 

Wer im Leben außerhalb des Spielfeldes auf diese interessante Art der Energieerzeugung setzt, steht ebenfalls ganz klar auf der Gewinnerseite. Entweder als Nutzer der modernen Wärme- und Stromerzeugung. Oder als Anleger – beispielsweise in das Projekt Blockheizkraftwerke Deutschland 4. Oder – besonders clever – als Nutzer und Anleger. Um die Entscheidung für ein Blockheizkraftwerk – ganz gleich ob als Energie- oder Geldquelle – etwas zu erleichtern, haben wir Interessantes und Wissenswertes über das kleine Kraftwerkwunder zusammengetragen.

 

 

 

 

1. Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW)?

Ein Blockheizkraftwerk – oder kurz: BHKW – ist ein Kraftwerkt im Kleinformat. Dabei liefert der kompakte Block sowohl Wärme, als auch elektrischen Strom. Ein BHKW nutzt dabei das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

 

Bestandteile jedes BHKW sind ein Motor, ein Generator sowie ein Wärmetauscher. Der Motor, wird mit einem Brennstoff betrieben. Bereits an dieser Stelle zeigt sich die Vielfalt der BHKW: Es kann sich hier um einen Verbrennungsmotor handeln, der mit Diesel, Pflanzenöl oder Gas angetrieben wird. Teilweise werden aber auch Brennstoffzellen, Gasturbinen oder Stirlingmotoren verwendet. Die erzeugte Energie wird vom Generator in elektrischen Strom umgewandelt. Die dabei anfallende Abwärme wird mit Hilfe des Wärmetauschers nutzbar gemacht.

 

Im Vergleich zu anderen Arten der Energiegewinnung, verfügen BHKW über einen Hohen Wirkungsgrad. Je nach Größe des BHKW liegt der Wirkungsgrad der Stromerzeugung zwischen 25 und 40 Prozent. Der Wirkungsgrad der Wärmeerzeugung liegt zwischen 80 und 90 Prozent, je nach dem, ob die Abwärme vollständig und ortsnah genutzt wird.

 

 

2. Für wen eignet sich ein Blockheizkraftwerk?

Hier können Blockheizkraftwerke viel leisten: Wohnblocks.

Grundsätzlich gibt es für jeden Bedarf die passende Technologie. BHKW-Module sind mittlerweile mit sehr unterschiedlicher Leistung verfügbar.

 

Bei einer Stromerzeugung unter 50 Kilowatt spricht man von einem Mini-BHKW oder einer Mini-Kraft-Wärme-Kopplung. Diese Anlagen decken den Bedarf von Mehrfamilienhäuser oder –blocks sowie für kleinere Gewerbetreibende oder Ämter.

 

Anlagen mit weniger als zehn Kilowatt Leistung zählen zu den Mikro-BHKW oder Mikro-Kraft-Wärmekopplern. Sie eignen sich für Häuser mit ein bis zwei Familien.

 

Unterhalb von 2,5 Kilowatt Leistung gibt es darüber hinaus auch die Nano-Blockheizkraftwerke. Diese sind für einzelne Haushalte geeignet.

 

Da diese Anlagen technisch ausgereift sind, werden die Blöcke in Serie produziert und immer häufiger in Haushalten installiert.

 

Aber auch ein höherer Bedarf an Strom und Wärme kann durch BHKW gedeckt werden: BHKW mit einer Leistung zwischen 50 Kilowatt und 5 Megawatt werden beispielsweise in größeren Wohnanlagen, Unternehmen, Krankenhäusern oder Schwimmbädern sowie in der Industrie eingesetzt.

 

Ab 5 Megawatt spricht man von Heizkraftwerken. Sie decken den Energie- und Wärmebedarf ganzer Wohnviertel.

 

 

3. Warum ist ein Blockheizkraftwerk sinnvoll?

Die Vorteile für die Nutzer von BHKW liegen auf der Hand: Die Geräte arbeiten wirtschaftlich, werden staatlich gefördert und steigern den Wert der Immobilie. Darüber hinaus leisten BHKW einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

 

Anderen modernen Energieerzeugungsanlagen, wie beispielsweise eine Phototvoltaikanlage auf dem Hausdach, produzieren entweder Strom oder Wärme, beispielsweise durch Solarthermie.  BHKW können mit beidem aufwarten. Sie koppeln diese beiden Produkte und sind so ein kleines „rund um sorglos“-Paket im Blockformat.

 

Besonders positiv wirkt sich der geringe Energieverlust der BHKW aus. Konventionelle Kraftwerke erzeugen aus den zugeführten Brennstoffen lediglich rund 40 Prozent Energie. 60 Prozent des Einsatzes gehen verloren. Das gilt übrigens auch für Photovoltaikanlagen. Da jedoch die Sonneneinstrahlung kostenfrei ins Haus kommt, spielt hier der Aspekt des anfänglichen Energieeinsatzes eine untergeordnete Rolle.

 

Dagegen ist der Wirkungsgrad von BHKW ungleich höher. Hier gehen lediglich rund 10 Prozent des eingesetzten Brennstoffs verloren. Diese enorm effiziente Nutzung durch die Kraft-Wärme-Kopplung macht BHKW auch dann noch zur sinnvollen Alternative, wenn sie mit fossilen Brennstoffen gespeist werden. Dabei hat sich die Nutzung von Erdgas bewährt, da bei diesem Brennstoff die CO2 Emissionen vergleichsweise niedrig ausfallen. BHKW stellen damit eine Brückentechnologie dar, die den holperigen Übergang zur ausschließlichen Nutzung regenerativer Energien ebnet.

 

4. Warum sind BHKW wirtschaftlich interessant?

Schreibblock: Nützlich, aber ohne Ertrag.

Eine klare Besonderheit ist – und dabei unterscheidet sich diese Technologie von anderen Arten der Energiegewinnung – dass Strom und Wärme gleichermaßen erzeugt werden. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat den Effekt, dass sich die Anschaffung eines BHKW im Allgemeinen bereits nach zehn Jahren amortisiert hat. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nach zehn Jahren die Strom- und Energiekosten – bei eigener Nutzung des BHKW – keine Rolle mehr spielen. Darüber hinaus kann überschüssig produzierter Strom ins Stromnetz eingespeist und vergütet werden.

 

Generell gilt hier die Faustregel: je höher die Leistungsfähigkeit des BHKW, desto eher macht sich die Anschaffung der Anlage bezahlt. Für Eigenheimbesitzer bedeutet das eine Rendite zwischen 6 und 15 Prozent gerechnet auf zehn Jahre. Wer BHKW größer denkt, erwirtschaftet sogar zwischen 15 und 25 Prozent innerhalb von 5 Jahren. – Diese Zahlen machen klar, dass es sich bei BHKW um ein einträgliches Geschäft handelt – für die Besitzer und die Umwelt gleichermaßen.

 

 

5. Wird die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks noch gefördert?

Viele Leistungen und Förderungen sind in den vergangenen Jahren dem Rotstift zum Opfer gefallen. Die gute Nachricht. BHKW werden auch 2018 noch von staatlicher Seite aus gefördert. Darlehen und Zuschüsse werden beispielsweise durch die KfW vergeben. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr (BAFA-Förderung) fördert den Kauf einer Anlage.

 

Kein Wunder, schließlich haben BHKW einen maßgeblichen Anteil daran, energetisches Bauen und Sanieren attraktiv zu machen und in der folge auch positive Effekte zur Erreichung der nationalen Klimaziele zu bewirken.

 

 

6. Was passiert mit dem BHKW wenn ich mein Haus verkaufen will?

Auch gut für das Klima: Blockhäuser. Noch besser: Blockhäuser mit Blockheizkraftwerken.

Wer sich für ein BHKW in seinem Haus entscheidet, erhöht auch den Wert der Immobilie. Das BHKW ist ein fester Bestandteil des Gebäudes und verbleibt dort. Wer sich von seinem Haus trennen will, kann durch diesen energetischen Baustein mit einem gesteigerten Wert rechnen.

Auch der neue Eigentümer wird diese moderne und kostengünstige Art der Energieversorgung zu schätzen wissen.

In diesem Zusammenhang ergibt sich auch noch ein Vorteil gegenüber Photovoltaikanlagen: Während einige Zeitgenossen, Solarzellen auf Häuserdächern nicht als „schön“ empfinden, stellt sich ein BHKW erst gar nicht dieser Frage. Es wird im Keller oder Technikraum installiert und verrichtet seine Arbeit quasi unsichtbar.

Wer in ein BHKW investieren will, muss das allerdings nicht zwingend über die Anschaffung im eigenen Haus tun. Denn im eigenen Haus kann das BHKW im Sommer häufig nicht richtig genutzt werden – zu gering ist der Energiebedarf von Wohnhäusern im Sommer. Deshalb kann man sich auch an einem Gemeinschaftsprojekt beteiligen, bei dem viele Anleger gemeinsam BHKW’s in Industrieanlagen oder großen Wohnblocks finanzieren, die dann das ganze Jahr genutzt werden können. Ein gutes Beispiel ist der Blockheizkraftwerk Deutschland 4.

 

 

7. Ist ein Blockheizkraftwerk nicht unglaublich teuer?

In der Tat können die Anschaffungskosten für ein BHKW auf den ersten Blick erschrecken. Schließlich liegen hier die Preise deutlich über den Preisen von herkömmlichen Pellet-, Gas- und Ölheizungen.

 

Im Gegensatz zu diesen Heizungen jedoch, zahlt sich die anfängliche Investition nach einigen Jahren aus. Und – nicht zu vergessen – lässt sich das BHKW nicht eins zu eins mit einer Heizung vergleichen, schließlich liefert das kleine Kraftwerk auf Strom, wird zuviel Strom produziert, kann der Überschuss ins Stromnetz eingespeist werden. Dafür erhält der Stromproduzent eine Vergütung.

 

Besonders wirtschaftlich läuft ein BHKW, wenn es möglichst selten ausgeschaltet wird und damit lange Laufzeiten hat. Daher ist es im Vorfeld wichtig, den eigenen Energiebedarf genau unter die Lupe zu nehmen und das passende BHKW auszusuchen.

 

 

8. Bin ich mit einem Blockheizkraftwerk unabhängig von den Strom- und Rohstoffpreisen?

Auf dem Weg zum Blocksberg. Die Finanzierung eines BHKW ist kein Hexewerk.

Ein BHKW bietet ein hohes Maß an Energieautonomie. Doch es bietet keine hundertprozentige Unabhängigkeit. Schließlich bildet das BHKW die Brückentechnologie auf dem Weg zur den vollständig erneuerbaren Energien. Wer sich für ein BHKW entscheidet, muss auch weiterhin den Motor des Kraftwerks zum Laufen bringen. Beispielsweise durch das Verheizen von Pellets oder – herkömmlich – mit Öl und Gas. Dafür bietet das BHKW jedoch eine ungleich höhere Energieeffizienz der eingesetzten Mittel und liefert Strom und Wärme gleichermaßen. Kommt es zu Stromausfällen im öffentlichen Netz, produziert das BHKW dennoch weiter

 

Zum Stichwort Energieautonomie noch ein interessanter Aspekt: Auch Photovoltaik- oder Windkraftanlagen bieten keine vollständige Autonomie. Hier besteht eine direkte Abhängigkeit von der Menge der Sonneneinstrahlung beziehungsweise von der Windmenge. Hier zeigt sich das BHKW sehr überlegen. Kraft und Wärme werden produziert, solange der Motor läuft. Das BHKW dezentrale System sind, Strom und Wärme also nur sehr kurze Wege zu überwinden haben, kommt es kaum zu Übertragungsverlusten.

 

 

9. Welchen Mehrwert liefern Blockheizkraftwerke für Umwelt und Klima?

Ein BHKW ist modernes High Tech-Produkt. Denn mit dieser Anlage wird die Energieversorgung automatisiert. Basierend auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, liefern BHKW Strom und Wärme auf extrem kurzem Wege dahin, wo sie gebraucht werden, ins eigene Haus, in größere private oder öffentliche Einrichtungen, sogar in große Industrieanlagen. Gerade letztere profitieren von einem gewissen Maß an Autonomie in der Energieversorgung und sparen damit auch hohe Kosten.

 

Darüber hinaus profitieren auch Umwelt und Klima vom groß angelegten Einsatz der BHKW. Denn durch den hohen Wirkungsgrad der Anlagen, werden die eingesetzten Ressourcen extrem effektiv und effizient genutzt. Durch den hohen Wirkungsgrad von BHKW von rund 90 Prozent, kann gut die Hälfte der eingesetzten Primärenergie eingespart werden.

 

Dass sich durch diese Technologie auch der klimaschädliche CO2-Ausstoß reduziert, liegt auf der Hand. Experten gehen davon aus, dass die CO2-Emissionen die durch BHKW verursacht werden, rund ein Drittel geringer ausfallen, als einer getrennten Strom- und Wärmeversorgung.

 

Klimaschutz ist eines der wichtigsten Themen der Zeit. Aber auch die Vermeidung von Lärm zählt zu den Aufgaben eines umfassenden Umweltschutzes. Auch in diesem Bereich können sich BHKW sehen lassen. Die Motorengeräusche überschreiten im Allgemeinen nicht die üblich Zimmerlautstärke.

 

 

10. Welchen Mehrwert liefern Blockheizkraftwerke für Anleger?

BHKW sind nicht nur eine gute und zeitgemäße Möglichkeit, die eigenen vier Wände mit einer effizienten und umweltschonenden Energieversorgung auszustatten. Blockheizkraftwerke sind auch eine interessante Geldanlage.

 

Beispielsweise bietet das Projekt Blockheizkraftwerke Deutschland 4 Anlegern die Beteiligung an Blockheizkraftwerken an mehreren Standorten in Deutschland. Die BHKW werden etwa sechs Jahre lange betrieben und anschließend verkauft. Anleger profitieren vom Verkauf der erzeugten Energie und vom Verkauf der Anlagen. Eine Beteiligung ist ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro möglich. Die prognostizierte Gesamtauszahlung liegt bei 151 Prozent.

 

Ein starkes Team: Kraft und Wärme!

 

In zwei Wochen (22. Juni 2018) stellen wir Ihnen an dieser Stelle die interessante Geldanlage Blockheizkraftwerk Deutschland 4 ausführlich vor.

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

 

 

 

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