Autor: Gerd Junker 1. Juni 2018

Vermögensverwaltungsstrategie – Zeichen der Zeit erkennen

Zusammenfassung: Sein Vermögen zu erhalten, zu mehren und gleichzeitig auch noch einen Beitrag zur nachhaltigeren Entwicklung zu leisten – kein Kinderspiel, aber auch kein Hexenwerk. Mit der Grünes Geld Vermögensverwaltung sind ethische und ökologische Investments bequem und intelligent möglich.

 

 

Vermögen erhalten – Vermögen verwalten

 

Die reichste Ente der Welt – Dagobert Duck – ist mehr als vermögend. Doch obwohl der berühmte Entenhausener stets auf der Suche ist, Schätze aufzuspüren und noch mehr Geld zu verdienen, lässt er eine mögliche Einnahmequelle vollkommen ungenutzt – nämlich sein eigenes Vermögen. Seine geliebten Talerchen diesen ihm als Geldbad, von Vermögensverwaltung ist jedoch keine Spur zu entdecken. Lieber sitzt Dagobert auf seinem Geld.

 

Bei einem so störrischen Kunden hat eine gute Vermögensberatung keinen Platz im Comic-Kosmos. Anders sieht es in der realen Welt aus. Denn sein Geld einfach nur liegen zu lassen, das kommt kaum noch jemandem in den Sinn. Sehr viel attraktiver ist es, sein Vermögen sinnvoll anzulegen um gute Erträge zu erzielen. Sein Vermögen im Geldspeicher  à la Entenhausen aufzubewahren, hat nur einen gegenteiligen Effekt – der Wert des Vermögens verringert sich durch die fortschreitende Inflation.

 

Um eine sonnvolle Vermögensverwaltung in Anspruch zu nehmen sind keine Fantastilliarden erforderlich. Schon bei Summen ab 50.000 Euro bietet es sich an, eine professionelle Vermögensverwaltung – wie beispielsweise Grünes Geld Vermögensmanagement – zu Rate zu ziehen.

 

In unserem Blog vom 11. Mai 2018 haben wir unter dem Titel „Vermögen nachhaltig verwalten“ über die Vorteile der nachhaltigen Vermögensverwaltung informiert. Heute gewähren wir Ihnen einen kleinen beispielhaften Blick hinter die Kulissen. Dabei geht es um die Fragen, was ein Unternehmen nachhaltig macht, damit wir es als Anlagemöglichkeit in Betracht ziehen. Darüber hinaus gibt es einen interessanten Überblick über Bewertungsmaßstäbe aus der Welt der Finanzen sowie über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und wie ausgewählte Unternehmen zur Zielerreichung beitragen.

 

 

 

 

 

Auf den Effekt und die Prinzipien kommt es an

Eine Geldanlage ist an und für sich nicht nachhaltig. Erst durch den Unternehmenszweck des oder der Unternehmen, in die das Geld fließt, wird die Sinnhaftigkeit einer Investition bestimmt. Wie hoch die Nachhaltigkeit einer Investition jedoch genau bewertet werden kann ist schwer zu messen.

 

Beitrag zur Erreichung der UN Nachhaltigkeitsziele

Eine Möglichkeit, eine Investition in Sachen Nachhaltigkeit besser einzuordnen, ist es, den Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele zu überprüfen. Die 17 formulierten Ziele sollen – so hat es die UN-Generalversammlung im September 2015 beschlossen – bis zum Jahr 2030 die Lebensbedingungen aller Menschen sowie der kommenden Generationen grundlegend verbessern und dem Schutz der Erde dienen.

 

Beispielsweise trägt die Investition ein Unternehmen, das Windkraftanlagen entwickelt und baut dazu bei, den „ Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle“ zu sichern (7. Nachhaltigkeitsziel der UN). Darüber hinaus dient diese Technologie als „Maßnahmen zur Bekämpfung des Klima­wandels und seiner Aus­wirkungen“ (13. UN-Nachhaltigkeitsziel).

 

Wasser – Anlagen mit Zukunft

 

Ein Unternehmen, dass sich im Bereich Recycling positioniert, trägt ebenfalls zum Klimaschutz bei. Geht es dabei um Pfandsysteme, wird auch ein Beitrag geleistet, „Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig“ zu machen (11. UN-Nachhaltigkeitsziel) und für „nachhaltige Konsum- und Produktions­muster“ zu sorgen (12. UN-Nachhaltigkeitsziel). Außerdem werden durch den Unternehmenszweck „Land­ökosysteme, Wälder, Böden und biologische Vielfalt“ geschützt (15. UN-Nachhaltigkeitsziel).

 

 

Mehrweg- und Recycling erfordern moderne Technologien

Unternehmen, die sich im Bereich der Wasserinfrastruktur und – technologie engagieren, sorgen  für ein „gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters“ (3. UN-Nachhaltigkeitsziel) und für die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitär­versorgung“ (6. UN-Nachhaltigkeitsziel). Hinzu treten die Aspekte der nachhaltigen Städte sowie dem „Aufbau einer belastbaren Infra­struktur und nachhaltiger Innovationen“ (9. UN-Nachhaltigkeitsziel).

 

Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen ist es allerdings nicht wichtig, wieviele der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen berücksichtigt werden, Vielmehr geht es hier um die Intensität und dem tatsächlichen Ergebnis. Eine ebenso wichtige Rolle spielt auch der umfassende Blick auf das Unternehmen. Denn generell sollen weder Menschen, noch Natur und Klima durch die Aktivitäten des Unternehmens ausgebeutet oder beschädigt werden.

 

 

Die Arabesque S-Ray Bewertung / GC Score

Um zu bewerten, inwieweit Unternehmen die Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen einhalten, wurde das Programm S-Ray Entwickelt. Dieses errechnet anhand einer Vielzahl von Daten, wie sozial und ökologisch ein Unternehmen aufgestellt ist. Entwickelt wurde dieses Programm von der Frankfurter Fondsgesellschaft Arabesque. Die Bewertung liefert für jedes Unternehmen eine Bewertung auf einer Skala zwischen null und hundert. Dabei gelten die Werte über 50 generell als gut.

 

Mit dem Programm S-Ray – der Name spiegelt die Strahlkraft der Nachhaltigkeit auf die Finanzwelt wider, die genauso wichtig ist, wie die Röntgen-Strahlung für die Medizin – begegnen die Entwickler des Programms den veränderten Ansprüchen der Anleger. Gerade wer ein Vermögen auf längere Sicht zu veralten hat, ist oft auch an langfristigen gesellschaftlichen Entwicklungen interessiert.

 

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit liegen dann nicht nur gute Erträge, ein ausgewogenes Risikomanagement und die gewünschte Verfügbarkeit des Geldes. Genauso wird zunehmend Wert auf eine gute Unternehmenskultur gelegt, sozialer Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Dienstleistern und der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen spielen gleichsam eine Rolle. Damit geht diese Entwicklung Hand in Hand mit den Themen der Zeit: Eine Bewertung nach Global Compact Score (GC Score) ermöglicht Transparenz und Vergleichbarkeit. Unternehmen, die nach dieser Bewertung über dem Durchschnitt liegen, nehmen Menschen- und Arbeitsrechten ernst, sind gegen Korruption immun und schützen Umwelt und Klima.

 

Erneuerbare Energien – eine solide Vermögensanlage

 

 

Der ESG Score

Einen ähnlichen Ansatz wie S-Ray verfolgt die Analyse eines Investments nach dem ESG Score. Dabei werden Punkte für die Bereiche Umweltschutz (Environmental), soziale Belange (Social) und Unternehmensführung (Gouvernance) vergeben.

 

Experten gehen davon aus, dass die ESG-Kriterien als Kennzahlen über kurz oder lang die gleiche Bedeutung haben werden, wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Höhe der Erträge. Auch beim ESG Score gelten Werte über 50 als nachhaltige Investments.

 

Das besondere an S-Ray und ESG Score ist, dass sich Nachhaltigkeit so in Zahlen ausdrücken lässt und nicht nur durch wohlmeinende Willensbekundung formuliert wird. In der Welt der Finanzen ein enormer Vorteil und eine exzellente Möglichkeit, nachhaltige Anlagen auch für Skeptiker attraktiv zu machen. Denn gerade wenn es gilt, ein größeres Vermögen sinnvoll zu verwalten, sind Kennzahlen wichtiger als ein gutes Bauchgefühl.

 

Ein weiterer Pluspunkt: die Bewertungen werden von Nachhaltigkeits-Ratingagenturen vorgenommen. Diese arbeiten zwar vielfach mit den Daten, die Unternehmen zur Verfügung stellen, trotzdem lassen sich Informationen kaum noch zurückhalten. Die umfassende Bewertung durch S-Ray baut auf einer so umfangreichen Datenmenge auf, dass die Aussagekraft kaum in Frage gestellt werden kann. Selbst konservative Finanzkonzerne messen diesen Analysen mittlerweile eine hohe Bedeutung für die weitere Entwicklung – und den Erfolg – des jeweiligen Unternehmens ein. Schätzungen zufolge berücksichtigen inzwischen gut 60 Prozent der weltweit 500 größten Investoren die Gefahren und Risiken der Erderwärmung in ihren Entscheidungen.

 

Auswahl der Anlageschwerpunkte

Ein nachhaltiges Vermögensmanagement erfordert eine genauso ausgeklügelte Strategie wie jede konventionelle Vermögensverwaltung auch. Der Unterschied liegt nicht nur in der Auswahl der Anlagen, sondern auch darin, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die Entwicklungen relevanter Märkte zielsicher vorauszudenken und aus den vorhandenen Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Entsprechend können dann die Anlageschwerpunkte gesetzt werden.

 

Im vergangenen Jahr bildeten Unternehmen rund um das Thema Wasser einen wichtigen Schwerpunkt der Grünes Geld Vermögensverwaltung. Ein extrem relevantes Thema innerhalb der globalen Entwicklung. Schließlich bedrohen absinkende Grundwasserspiegel in den Ländern des Südens, steigender Meeresspiegel, verseuchte Gewässer, Abschmelzen der Polkappen und viele kleinere und größere Umweltprobleme das Überleben des gesamten Planeten.

 

Daher ist der Zugang zu ausreichendem und sauberem Wasser  sowie die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser im Allgemeinen ein grundlegendes Anliegen und so auch als dringliches Ziel in den UN-Nachhaltigkeitszielen formuliert.

 

Kein Wunder also, dass unter den drei Top Werten aus dem Jahr 2017 gleich zwei Werte aus dem Bereich Wasser zu finden waren: Miura und Xylem, auf die im Folgenden noch genauer vorgestellt werden.

 

Dritter im Bund war übrigens das norwegische Unternehmen Tomra Systems ASA. Der Hersteller von Leergutrücknahmeautomaten konnte bereits vor einigen Jahren mit der Einführung des Dosenpfands in Deutschland enorme Erfolge verzeichnen. Mittlerweile wächst der weltweite Marktführer von Leergut-Rücknahme-Systemen in erster Linie im Bereich der Sortiersysteme. In dieser Sparte konnte das Unternehmen 2017 seinen Umsatz um mehr als 75 Prozent steigern.

 

Nachhaltiger als ein Geldbad

 

Miura Group

Die japanische Miura Group bietet komplette Lösungen aus dem Bereich Energieeinsparungen und Umweltschutz. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist dabei der Bereich Heizkessel, sprich energieeffizienten Wasserboilern. Diese Produkte leisten einen hohen Beitrag für eine saubere Umwelt. Gemäß der Bewertungen nach dem GC Score erreicht Mirua einen Wert von 64, gemäß dem ESG Score einen Wert von 63.

 

Mirua ist in Japan quasi ein Traditionsunternehmen mit rund einhundert Jahren Firmengeschichte. Im vergangenen Jahr übernahm Mirua die Anteile der Inax Inamoto Holding, was dem unternehmen eine Umsatzsteigerung von fast 18 Prozent einbrachte. Auch wenn Mirua in Europa weithin unbekannt ist, erzielt das Unternehmen in China und Südkorea ausgezeichnete Gewinne, die sich im Kursanstieg der Aktie manifestieren.

 

 

Xylem Inc.

Xylem Inc. ist weltweit in mehr als 150 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist weltweit führend im Bereich der effizienten und nachhaltigen Wassertechnologie. Dabei bietet Xylem intelligente Lösungen zur Analyse der Wasserqualität, der Aufbereitung von Schmutzwasser, Wasser- und Abwassertransport und zur Erschließung von Wasserressourcen.

 

Xylem hat seinen Hauptsitz in den USA und ist der einzige frei gehandelte Konzern ab der Börse, die ausschließlich im Bereich Wasser aktiv ist. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 4,7 Milliarden US-Dollar. Der Aktiengewinn lag zwischen 2,82 und 2,97 US-Dollar pro Aktie.

 

 

Vermögen plus fünf Prozent

Die Grünes Geld Vermögensmanagement GmbH baut auf ein solides Know-how aus dem Bereich der nachhaltigen Finanzprodukte. Die tiefgehende Expertise aus dem Bereich der ethische und ökologische Geldanlagen, erreichten Kunden des Unternehmens im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Rendite von fünf Prozent. Dabei handelt es sich um den tatsächlichen Ertrag, denn anfallende Steuern und Kosten sind hier bereits abgezogen.

 

Bereits ab einem Vermögen von 50.000 Euro kann die spezialisierte Vermögensverwaltung aktiv werden. Kunden profitieren von der breiten Erfahrung in nachhaltigen Geldanlagen und nutzen zugleich ein bequemes, intelligentes und – nicht zuletzt – rentables Vermögensmanagement.

 

 

 

  

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

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