Autor: Gerd Junker 3. April 2019

3 Gründe warum Wald das bessere Gold ist

 

Zusammenfassung: Gerade die letzten Jahre mit Finanzkrise, Euro-Krise und Brexit zeigen auf, wie instabil politische Systeme sind. 10 Prozent des liquiden Vermögens in Gold anzulegen ist deshalb ein häufig gehörter Tipp. Doch der Goldabbau ist ökologisch äußerst kritisch und die Wertentwicklung von Gold enttäuscht häufig. Waldinvestments können eine Alternative sein.

 

 

Wozu in Gold oder Wald investieren?

Das meiste Geld in Deutschland wird auf Bankkonten gehalten, gleich gefolgt von Geldanlagen bei Versicherungen – meist Kapitallebensversicherungen.

 

Der große Vorteil: die Zinsen sind fest und das Geld ist sicher.

 

So denken die meisten, doch man sollte die Vergangenheit nicht ausblenden. Schließlich drohen 3 Risikofaktoren für Geldvermögen in Euro:

 

–> Risiko 1: Die Bank oder die Lebensversicherungsgesellschaft gehen in die Insolvenz (20 Bank-Insolvenzen in Deuschland von 2000 – 2015)

 

 

–> Risiko 2: Der Staat greift auf das Geld zu, zuletzt geschehen in Zypern 2013

 

 

–> Risiko 3: Das Geld verliert extrem an Wert (Hyperinflation 1923, Währungsreform 1947)

 

 

 

Vor diesem Hintergrund gibt es die grundsätzliche Empfehlung, rund 10 Prozent seines Geldvermögens in Dinge anzulegen, die nie ihren Wert verlieren.

 

Was eignet sich dazu besser als Gold, ist es doch nur in relativ begrenztem Umfang vorhanden. Aktuell spricht man ca. 200.000 Tonnen Gold auf der Erde. Würde man daraus einen Gold-Würfel bauen, hätte er nur eine Kantenlänge von 21,5 Metern.

 

Deshalb gilt Gold auch als die ultimative Währung, denn Gold hat über Jahrtausende immer einen Wert behalten. So findet man immer wieder die Aussage, dass für eine Unze Gold (ca. 31 Gramm) im antiken Rom eine gute Toga hätte gekauft werden können, und auch heute könne man für einen Unze Gold einen guten Maßanzug erwerben.

 

Die Wertschwankungen von Gold in der Zwischenzeit werden dabei allerdings nicht betrachtet. Dazu im nächsten Absatz mehr.

 

Die wahre Rendite von Gold

 

 

Richtig ist, dass Gold unabhängig von Papierwährungen bisher immer einen relativ konstanten Wert hatte. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch starken Schwankungen unterworfen, die auch Abwärtsphasen von zwei 2 Jahrzehnten (!) beinhalten können.

 

Hier ein sehr interessantes Langfrist-Diagramm zum Goldpreis in US-Dollar:

 

Dollarpreis nach Abzug der Inflationsrate, also realer Dollarpreis (Quelle: Macrotrends.net)

 

Das Diagramm zeigt den wahren Wert von Gold nach Abzug der Inflationsrate. In einer ersten Überlegung würde man erwarten, dass der Goldpreis konstant wäre, also zum Beispiel durchgängig die Höhe von 1.000 US-Dollar hätte (Dollar ist die Handelswährung von Gold), was aber mitnichten der Fall ist. Man erkennt:

 

1.) Der Goldpreis unterliegt über die Jahre starken Schwankungen

2.) Die Gold-Zyklen sind langfristiger Natur und die Abschwungphasen waren in der Vergangenheit länger anhaltend als die Aufschwungphasen

3.) Die höchsten Verluste wurden von 1980 bis 2001 mit -83 Prozent erzielt

4.) Wer 1980 Gold kaufte, ist real heute noch ca. 40 Prozent im Minus

5.) Über die letzten 100 Jahre ist Gold real rund 1 Prozent pro Jahr gestiegen

 

Fazit: Gold eignet sich als letzte Sicherheits-Währung durchaus, ist als Geldanlage jedoch wenig rational. Für rund 1 Prozent jährliche reale Rendite müssen Verlustphasen von bis zu 80 Prozent akzeptiert werden.

 

Die Rendite von Wald und Holz

 

Die Überlegung statt in Gold in Wald zu investieren kommt durch folgende Punkte:

 

1.) Ähnlich wie Gold hat auch Holz immer einen gewissen Wert, denn der Wertstoff Holz wird immer gebraucht – egal ob Staaten, Staatengemeinschaften oder Währungen auseinanderbrechen.

2.) Goldinvestoren müssen auf einen Anstieg des Goldpreises hoffen. Waldinvestoren erzielen durch den Holzverkauf planmäßigere Gewinne, sind eher an einer Wertschöpfung durch Produktion beteiligt als durch Preissteigerung.

3.) Gold ist aus ethisch-ökologischer Sicht sehr kritisch zu bewerten, der der Abbau der Natur und dem Menschen schadet. Gut organisierte Waldinvestments schaffen wertvollen Lebensraum für Tier und Mensch und entziehen der Atmosphäre den Klimakiller CO2. Sie schaffen Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten.

 

Die Rendite von Holzinvestments ist entsprechend von 2 Faktoren abhängig, nämlich von einer Steigerung des Holzpreises als auch von der Wertschöpfung beim Umgang mit Holz, also beispielsweise vom unternehmerischen Gewinn bei der Aufforstung von Wäldern oder bei der Produktion von Holzmöbeln.

 

Für die Steigerung des Holzpreises dürfte sich ein ähnliches Bild wie beim Goldpreis ergeben. Das Gut ist relativ knapp, denn die weltweiten Waldflächen nehmen von Jahr zu Jahr ab. Die Waldflächenverluste liegen bei rund 5 Millionen Hektar jährlich. Auf der anderen Seite nehmen die Nachfrager, also die Menschen auf der Erde, jährlich zu. Bis 2050 sollen laut UNO fast 10 Milliarden Menschen die Erde bevölkern.

 

Zu den Preissteigerungen des Holzes kommen die unternehmerischen Gewinne der Holzwirtschaft. Die allgemeinen Gewinne aller Unternehmen liegen langfristig im Bereich 6 Prozent jährlich. Die relativ gut kalkulierbare und damit risikoarme Holzwirtschaft sollte knapp darunter liegen.

 

Addiert man beide Rendite-Faktoren, erwartet man eine langfristig erzielbare Rendite im Wald- / Holzbereich von 4 bis 6 Prozent jährlich.

 

Lassen Sie uns jetzt die realistischerweise möglichen Holz- und Waldinvestments untersuchen. Denn die direkte Möglichkeit, wie zum Beispiel der eigene Wald in Deutschland, kommt als Investment kaum in Betracht. Zu selten werden Waldflächen überhaupt veräußert, zu groß sind die Investitionssummen, um wirtschaftlich rentabel Wälder in Deutschland betreiben zu können.

 

Waldinvestments 1: Aktien von Holzunternehmen

Die einfachste Form sich an einem Unternehmen zu beteiligen ist die börsengehandelte Aktie. Wer sich also Aktien von Branchengrößen wie Weyerhaeuser, Rayonier oder PotlatchDeltic kauft ist direkt im Holzmarkt aktiv. Er muss sich jedoch intensiv mit den Unternehmen, der Geschäftsentwicklung und den Aktienmärkten beschäftigen.

 

Leichter geht es für den Privatanleger, wenn er das von Fondsmanagern erledigen lässt. Einen Holzfonds zu kaufen und dann möglichst lange liegen und entwickeln lassen ist dann das Motto; beispielsweise den Pictet Timber Fonds. Mehr zum Fonds und wie Sie ihn beziehen können erfahren Sie auf unserer Seite zum Musterdepot Holz.

 

Hier die langfristige Wertentwicklung dazu:

 

Langfristige Kursentwicklung Pictet Timber (Quelle: Comdirect, ohne Gewähr)

 

 

Unter den für Aktien typischen Kursschwankungen konnten über den dargestellten Zeitraum 9,2 Prozent jährliche Rendite erzielt werden. Die Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine direkten Schlüsse auf zukünftige Wertentwicklungen zu; trotzdem kann man davon ausgehen, dass ein langfristig orientierter Anleger damit glücklich werden dürfte.

 

Durch die breite Streuung ist die Sicherheit hoch, das Geld ist börsentäglich verfügbar (Wertschwankungen beachten!).

 

Der Anleger unterstützt mit diesem Investment aktiv den wertvollen Naturstoff Holz und positioniert sich gegen die Umweltschmutzung mit Materialen wir Kunststoff.

 

Waldinvestments 2: Direktinvestments

Während die Anlage in Aktien so manchem als Geldanlage gut bekannt ist, ist die Direktanlage in Aufforstungsprojekte nur einem kleinerer Kreis vertraut. Um so interessanter kann die Anlage in dieser Nische sein.

 

Bei Aufforstungsprojekten werden Bäume gepflanzt und gepflegt. Durch die Ernte der Früchte (z.B. Kakao) oder der Entnahme von Baumstämmen werden Verkaufserlöse erzielt, die dem Anleger Renditen im Bereich 4 bis 6 Prozent prognosegemäß bescheren.

 

Häufig werden damit direkt Naturwälder geschützt, denn Holz, das Aufforstungen entnommen wird, braucht nicht den über Jahrhunderten gewachsenen Naturwäldern entnommen werden. Die entstehenden Aufforstungen sind aus ökologischer Sicht natürlich nicht so wertvoll wie Urwälder, aber sie bieten deutlich mehr Pflanzen und Tieren ein zu Hause als Brachlandflächen. Häufig sind sie die einzige Möglichkeit, aus verdichteten oder degenerierten Böden wieder fruchtbares Land zu machen, das überhaupt eine Ackerbau ermöglicht.

 

Klicken Sie hier um zu einer ständig aktuellen Übersicht interessanter Wald-Direktinvestments zu gelangen.

 

 

Wenn noch Fragen offen sind

Holz- und Waldinvestments sind für viele Anleger ein neuer Investitionsbereich. Sie eignen sich meist für eine Beimischung; 10 Prozent des Geldvermögens in Holz zu halten ist eine interessante Idee. Rufen Sie uns an wenn Sie mehr dazu wissen möchten oder vereinbaren Sie einen Termin für eine Internet-Präsentation.

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.
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