Autor: Carmen Junker 13. Oktober 2017

7 schöne Herbstwanderungen

Zusammenfassung: Wandern ist ein beliebter Freizeitsport bei Jung und Alt. Naturnähe, Entdeckerfreude und Entspannung gehen hier Hand in Hand. Auch die Tourismusregionen in Deutschland begegnen diesem Dauertrend und entwickeln immer wieder neue und reizvolle Wanderwege. Positiv für Umwelt und Klima: Beim Wandern werden meist nahe Ausflugsziele gewählt. Bei weiteren Entfernungen ist meist eine umweltschonende Anreise, beispielsweise mit der Bahn, möglich.

 

… auf in den goldenen Herbstwald!

 

Schon Altmeister Goethe wusste „Willst du immer weiter schweifen? – Sieh, das Gute liegt so nah.“ – Vielleicht hatte er bei seinen Worten den Taunus vor Augen, von dessen höchster Erhebung, dem Großen Feldberg, sich ein herrlicher Panoramablick bis zu seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main bietet.

Vielleicht hatte Goethe auch den Thüringer Wald bei Weimar im Blick und wünschte sich ausgedehnte Wanderungen in Richtung Ilmenau. Wo immer der Dichterfürst auch gewandelt sein mag, dass das „Gute“ nahe liegt, zeigt die immense Zahl der regionalen Wanderwege, die in den Tourismusregionen Deutschlands stetig weiter ausgebaut werden. Dabei lockt nicht nur der rund 28 Kilometer lange Goethewanderweg, der von Weimar bis Großkochberg führt und auf dem der junge Dichter häufig gewandert sein soll.

 

 

Dauertrend Wandern

Wandern ist seit vielen Jahren der Dauerbrenner unter den proklamierten Trendsportarten. Und das mit einigem Recht, denn kaum eine andere Freizeitsportart bietet für nahezu jede Altersgruppe und jede Kondition so vielfältige Möglichkeiten. Darüber hinaus ist Wandern kostengünstig und umweltschonend, wirkt entschleunigend und beruhigend. Durch das gemäßigte Tempo beim Wandern lassen sich die vielfältigen Eindrücke der Landschaft sowie die Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt genießen.

 

Je nach Zeit und Geschmack, lassen sich Wanderungen von wenigen Stunden angefangen auf ganze Urlaubswochen ausdehnen. Ob spontan im heimischen Wald oder gut vorbereitet auf Wanderwegen – zu Fuß die Welt entdecken, ist auf viele Arten möglich.

 

 

Wandern ist gesund

Wer bereits diverse Wandertouren hinter sich hat, wird mit der Vorbereitung wenig Mühe haben. Das A und O sind dabei das angemessene Schuhwerk. Wanderschuhe sollten bei längeren Spaziergängen oder im Alltag bereits gut eingelaufen und dem Gelände und der Jahreszeit angemessen sein. Aber auch Barfußwandern hat sich in den letzten Jahren zum Trend entwickelt.

 

Wer nicht zu einer größeren Treckingtour aufbricht, sollte außerdem auf leichtes Gepäck achten. Immer mit dabei sein sollte jedoch eine Trinkflasche, denn Durst ist schlimmer als Heimweh. Auch ein Schutz gegen Regen und Sonne gehört in den kleinen Wanderrucksack. Außerdem ist eine kleine Notfallapotheke mit Verbandszeug, Blasenpflaster, einem Mittel gegen Insektensticke sowie einer Alu-Decke sinnvoll.

 

Wanderstöcke sind eine Geschmacksfrage, für Wanderanfänger aber durchaus empfehlenswert, denn sie entlasten die Gelenke. Wer zum ersten Mal – oder zum ersten Mal nach langer Zeit – eine größere Tour plant, sollte sich nicht gleich zuviel zumuten. Zehn bis 15 Kilometer sind für Anfänger mehr als ausreichend. Schließlich soll Wandern einen angenehmen Ausgleich in der Freizeit schaffen und nicht zu einem Gewaltmarsch ausarten. Viele Touren lassen sich nach den eigenen Bedürfnissen abkürzen, aber auch verlängern.

 

 

Hinterlasse nichts außer Fußspuren

Bunt sind schon die Wälder …

Wandern wirkt sich kaum invasiv auf die Umwelt aus. Und das ist auch gut so. Wanderer sollten außer ihren Fußspuren nichts auf dem Weg hinterlassen, Schutz- und Ruhezonen respektieren und etwaige Abfälle mitnehmen.

 

Gut für Natur- und Klima ist es auch, wenn der Weg zur Wanderstrecke möglichst Emissionsarm bewältigt werden kann. Wandergruppen sollten entsprechend Fahrgemeinschaften bilden. Außerdem bietet die Bahn mit der Aktion Fahrtziel Natur eine gute Möglichkeit, klimaneutral interessante Wandergebiete zu erreichen.

 

 

Per Pedes in den goldenen Herbst

Gerade der Herbst bietet sich als Wanderzeit an. Gemäßigte Temperaturen und wunderbare Farbspiele in den heimischen Mischwäldern versprechen Wohlfühlerblebnisse in der Natur. Ob Fernwanderwege, beziehungsweise Teilstrecken, ausgewählte Tagestouren, Pilger – oder Themenwege – Wandern ist eine Einladung des Lebens, die man nicht ausschlagen sollte. Oder, um noch einmal Johann Wolfgang von Goethe zu bemühen: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“

 

Viele Tourismusregionen in Deutschland entwickeln immer wieder neue und reizvolle Wanderwege und stellen dazu vielfältiges Karten- und Informationsmaterial zusammen. Aus der großen Anzahl der Wanderangebote lassen sich schwer die schönsten herausziehen, denn Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Daher präsentieren wir sieben schöne Wanderwege aus unterschiedlichen Regionen – längere und kürzere Strecken, von Norden nach Süden, von Westen nach Osten, zum neu- und wiederentdecken. Wir wünschen einen goldenen Herbst.

 

 

1. Start im hohen Norden: Der Heidschnuckenweg

Heidschnucken – das etwas andere Schaf.

Wie der Name schon hoffen lässt, dieser Wanderweg führt an mehr als 30 Weideflächen von Heidschnucken vorbei. Die äußerst genügsame Schafrasse ist typisch für den Norden und ein beliebter lebendiger Landschaftspfleger.

 

Start des insgesamt 223 Kilometer langen Themenwegs ist Hamburg-Fischbeck. Von dort aus schlängelt sich der Heidschnuckenweg durch die Lüneburger Heide. Besonders reizvolle Punkte auf der Strecke sind der Wilseder Berg bei Bispingen – mit 169 Metern über dem Meeresspiegel immerhin die höchste Erhebung in der ansonsten recht flachen Heidelandschaft, entlang an Mooren und Findlingen. Weiteres Highlight der Strecke ist das romantische Müden an der Örtze. Der weitläufige Wild- und Abenteuerpark lässt auch die Herzen kleinerer Wanderer höher schlagen. Der Weg führt auch durch den Wacholderwald bei Müden, einer Fläche, die durch den baumartig gewachsenen Wacholder Seltenheitswert genießt. Ziel des Heidschnuckenwegs ist die alte Fachwerk- und Residenzstadt Celle, 2017 immerhin als erste Stadt Norddeutschlands als „Nachhaltig Destination“ zertifiziert.

 

 

2. Naturparkroute im Nord-Osten: Märkische Schweiz

Bezaubernde Libellenvielfalt.

Der Marketingbegriff Schweiz steht bei immerhin 105 Gegenden in Deutschland für besondere landschaftliche Schönheit. Eine der bekanntesten ist dabei die Märkische Schweiz im Herzen Brandenburgs. Schon Theodor Fontane schwärmte für die Gegend und setzte ihr in seinem Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein literarisches Denkmal.

 

Eine reizvolle Tageswanderung bietet sich auf der Naturparkroute Der zertifizierte Wanderweg beginnt am Schermützelsee und führt durch wilde Schluchten, Hügel und Täler. Dabei bietet die heimische Pflanzen – und Tierwelt unbeschreibliche Eindrücke, denn der Wanderweg führt durch das Reich von Bibern, Schwarz- und Weißstörchen, Seeadlern und Kranichen. Darüber hinaus sind um den See herum mehr als 50 Libellenarten beheimatet.

 

 

3. Gruseliges – nicht nur für Halloween: Der Harzer-Hexen-Stieg

Eigentlich ist der Harz das klassische Ausflugsziel zur Walpurgisnacht am 30. April jeden Jahres. Aber auch im Herbst bieten die Etappen des knapp 100 Kilometer langen Harzer-Hexen-Stiegs zauberhafte Erlebnisse durch die Bergwelt des Nationalparks Harz. Eine besonders schöne Etappe ist die 32 Kilometer lange Südliche Brockenumgehung. Hier führen relativ ebene Wanderwege um den höchsten Berg des Harzes. Start ist am Nationalpark Besucherzentrum Torfhaus. Von dort geht es durch lichten Hochwald über den Märchenweg in Richtung St. Andreasberg. Hier lädt die Grube Samson ein, mehr über den historischen Silberbergbau zu erfahren.

 

 

4. Irgendwo im Nirgendwo: Der Eifelsteig

Ziel der Wanderung: Trier.

Im Westen Deutschlands stellt die Eifel ein gelungenes Beispiel für die umweltgerechte Konversion eines ganzen Landstrichs dar. Einst riesiges militärisches Sperrgebiet und Truppenübungsplatz der NATO, heute attraktiver Nationalpark mit hoher Freizeitqualität und intakter Natur.

 

Der insgesamt 313 Kilometer lange Eifelsteig führt vom Aachener Kaiserdom bis zur Porta Nigra in Trier. Unter dem Motto erweist „Wo Fels und Wasser dich begleiten.“, führt der Eifelsteig durch das Hochmoorgebiet Hohes Venn, durch Waldgebiete und die Vulkaneifel mit ihren imposanten Maaren. Für eine Tagestour bietet sich die 17 Kilometer lange Schlussetappe des Eifelsteigs an. Mit einem leichten Auf und Ab verläuft die Strecke durch das Butzerbachtal, entlang kleiner Wasserfälle über eine – absoluter Höhepunkt des Weges – 30 Meter lange Seilhängebrücke. Auf dem weiteren Weg nach Trier treffen Wanderer nicht nur auch faszinierende Naturschönheiten, sondern begegnen Relikten aus der Römerzeit.

 

 

5. Mehr als nur Schafe: Die Rhön

Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe/Rhön.

Wie die Eifel, hatte auch die Rhön als eher strukturschwaches Gebiet mit seinem Ruf zu kämpfen. Die engagierten Bemühungen um Umweltschutz und naturnahen Tourismus zahlen sich jedoch in beiden Gegenden mittlerweile aus. Wer bei der Rhön immer noch nur an Schafe denkt, schränkt seine Sicht stark ein, denn das Mittelgebirge, das sich über die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt, hat sehr viel mehr zu bieten.

 

Auf dem rund 180 Kilometer langen Premiumwanderweg Hochröhner erleben Wanderer eine wunderbare Mischung aus Grünland, Buchenwäldern, Basaltseen und Hochmooren. Als Tagestour bietet sich die 14 Kilometer lange Teilstrecke durch die Kuppenrhön an. Entlang an der Quelle der Fulda, führt der Weg auch zum höchsten Berg Hessens, der Wasserkuppe, dem Berg der Segelflieger.

 

 

6. Unterwegs im „Ländle“: Der Albsteig

Während die nördlichen Mittelgebirge noch mit gemäßigten Steigungen aufwarten, wird Wanderern in Süddeutschland etwas mehr abgefordert. Ein Klassiker außerhalb des alpinen Raums ist dabei der 350 Kilometer lange Albsteig. Der Wanderweg führt von Tuttlingen über die nördliche Steilstufe der Schwäbischen Alb bis nach Donauwörth.

 

Wer unterwegs neben der Natur auch gerne auch geschichtliches genießt, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Albsteig führt über einige romantische Burgen und Schlösser. Unbedingt sehenswert ist dabei die Burganlage der Hohenzollern, an der die 13. Etappe des Albsteigs von Jungingen bis Albstadt vorbeiführt.

 

 

7. In der bayerischen Wildnis: Das Altmühltal

Ein kleiner Abstecher in den Kletterwald.

Zwar auch in Süddeutschland, doch nahezu eben, sind die Pfade im bayerischen Altmühltal. Der rund 200 Kilometer lange Altmühltal-Panoramaweg führt von Gunzenhausen bis Kelheim und bietet eine Vielzahl von reizvollen Teilstrecken und Rundwanderwegen, so dass für nahezu jeden Wanderer ein besonderes Naturerlebnis möglich ist.

 

Eine Besonderheit des Altmühltals sind die naturbelassenen Buchenwälder und die wilden Steinbrüche und Feldformationen am Weg. Sehr geeignet für Familien ist der neun Kilometer lange Rundweg bei Pappenheim, der durch den Pappenheimer Weinberg in den Wald zu einem Klettergarten führt.

 

 

Der Weg ist das Ziel

Wissen, wo es lang geht!

Die besondere Beliebtheit des Wanderns liegt in der ausgewogenen Bedeutung von Weg und Ziel. Ankommen ist schön, unterwegs sein aber auch. Um nicht das Ziel vor den Augen zu verlieren, haben die regionalen Tourismusverbände ausgezeichnete Wegzeichen und umfangreiches Informationsmaterial entwickelt.

 

Schön wäre es, wenn es in allen Lebensbereichen so klare Wegweiser gäbe. Gerade bei komplexen Entscheidungen, wie beispielsweise bei der Altersvorsorge und dem Vermögensaufbau wünschen sich viele Menschen mehr Orientierung. Denn,  „welche Anlageform passt zu mir“ und „wie wirkt mein Geld sinnvoll ökologisch und sozial“ – das sind Fragen, die heute viele Anleger umtreibt.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen hat dazu einen ersten Wegweiser entwickelt: den Grünes Geld Test. So kann jeder unverbindlich eine erste Orientierung erhalten und dann den gewünschten Weg einschlagen.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Facebook Like

Comments are closed.