Autor: Elisabeth Jakob 12. September 2019

Der Windenergieausbau stockt, was heißt das für Investoren?

 

Die Windenergiebranche steht vor großen Herausforderungen. Angesichts  stark rückläufiger Ausbauzahlen in Deutschland sind vor allem die Turbinenhersteller und Projektierer unter Druck geraten. Der Innovationsmotor „Windkraft“ ist ganz offensichtlich ins Stottern gekommen. Was heißt dies aus Investorensicht?

 

Fakt 1: Der Windenergie-Ausbau ist in Deutschland politikgetrieben, Rahmenbedingungen werden angepasst


Tatsächlich leidet der deutsche Windenergie-Ausbau unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen.
Vor allem zwei Probleme kennzeichnen die Situation: einerseits ein Genehmigungsstau, derzeit sind Projekte mit rund 11.000 Megawatt in der Genehmigungsschleife. Andererseits zu niedrige Ausbauvolumina über die Auktionen. In der Folge zeigte der Trend 2018 nicht mehr nach oben, vielmehr ist der Ausbau im vergangenen Jahr mit nur gut 740 Windrädern und einer Leistung von insgesamt 2.400 MW stärker zurückgegangen als erwartet.

Dabei wäre ein nachhaltig höherer Ausbau der Erneuerbaren Energien logisch – begründet durch die erreichten Kostensenkungen und den angekündigten Einstieg in den Verzicht auf die Verstromung von Braun- und Steinkohle.

Hier ist nun die Politik gefragt. Mit Spannung wird daher auf Ende September geschaut, wenn Berlin über das Klimaschutzpaket entscheidet.

 

Fakt 2: Internationalisierung und Segment-Diversifikation als strategischer Investment-Trend

Aus Investorensicht bedeutet dies: Im Portfolio allein auf Deutschland zu setzen, ist risikobehaftet. Auch bei Erneuerbaren-Energien-Investments ist Diversifikation gefragt. Denn weltweit ist die Windenergie auf Expansionskurs. Und neben Investments in Wind zeigen sich Photovoltaik und Energie-Infrastrukturmaßnahmen als attraktiv. Dies bestätigte auch die jüngst erschienene Marktstudie der Commerzbank. Danach bleiben die globalen Wachstumstreiber für die Erneuerbaren Energien bestehen. Dazu zählen ein global steigender Energiebedarf, der Klimawandel, eine unsichere Versorgungslage bei Primärenergieträgern wie Gas und Öl sowie sinkende Kosten für Erneuerbare Energien.

 

 

Fakt 3: reconcept prüft internationale Anleihe-Investments

Unsere aktuelle RE14-Anleihe plant den Aufbau eines solide gestreuten Portfolios. Kombiniert werden Projekte aus den Bereichen Wind-, Wasser- und/oder Solarkraft bzw. weitere Grüne-Energien-Technologien (Multi-Asset-Strategie). Im Fokus sind baureife bzw. bereits in Betrieb befindliche Anlagen in mehreren Ländern Europas. Darunter Investments mit planbaren Stromerträgen (Cashflows) aus festen staatlichen Einspeisevergütungen (Feed-in-Tariffs/EEG-Tarife) sowie aus der Direktvermarktung von Strom über langfristige Stromabnahmeverträge, die so genannten Power Purchase Agreements, kurz PPA.

 

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