Autor: carmenju 12. April 2019

Die 6 wichtigsten To-do’s bei einer Hochzeit

 

Zusammenfassung: Der Frühling und Sommer stehen vor der Tür, damit beginnt die Heiratssaison. Nach der Trauung stehen für Brautpaare einige Überlegungen an. Dabei gibt es wichtige To-do's hinsichtlich Geldanlagen zu gehen. Wir geben Tipps.

 

Viele Menschen träumen in Kindheitstagen bereits von ihrer Hochzeit. Bei dem ein oder anderen wird dieser Traum diesen Sommer wahr.

Nachdem Geschenke verstaut und der Rausch des Festes verflogen ist, müssen bürokratische Hürden gemeistert werden. Eine Heirat bringt jedoch auch einige finanzielle Vorteile mit sich. Ehe und Familie werden durch das Grundgesetz geschützt, daher werden Ehepartner und eingetragene Lebenspartner rechtlich besser gestellt. Sei es nun durch günstigere Steuertarife  oder gesetzliches Erbrecht. Verheiratete haben meist klare Vorteile.

 

 

Um gemeinsam den Lebensweg zu beschreiten muss einiges erledigt werden.

 

 

Neues Glück – neuer Name

 

 

Inzwischen ist es für viele vielleicht nicht mehr ganz so wichtig einen gemeinsamen Nachnamen zu führen. Doch die Möglichkeit haben Eheleute dazu. Verschiedene Varianten stehen zur Auswahl. Egal wie sie sich entscheiden. Ihre Bank, Ihre Versicherung, Ihr Strom- u. Telefonanbieter, die GEZ, Ihre Krankenkasse, Ihr Arbeitgeber und viele mehr, mit denen Sie eine vertragliche Beziehung haben müssen es wissen. Am besten Sie legen sich eine Liste an, damit Sie niemanden vergessen. Notwendig ist dafür die Eheschließungsurkunde aus der die Namensänderung hervorgeht und der neue Personalausweis. Sollte ein Umzug dazu kommen, sollte die Adressänderung auf dem Personalausweis vorgenommenen sein, bevor Sie diesen bei Ihrem Finanzanlagenberater oder den Banken vorlegen.

 

 

TO-DO: Namensänderung vornehmen

 

 

Steuern sparen dank Heirat

 

 

Dank des Ehegattensplittings können Verheiratete Steuern sparen. Dafür werden die Einkommen der Ehegatten zusammengerechnet und dann wieder halbiert. Von diesem Ergebnis wird die Einkommensteuer berechnet, die dann wieder verdoppelt wird. Wenn ein Partner mehr verdient als der andere bringt dies einen echten Steuervorteil. Wer annähernd gleich verdient, profiitert nicht sehr stark hinsichtlich einkommensteuerrechtlicher Situation. Um diese Ehegattensplittingvorteile nicht erst bei der Steuererklärung geltend zu machen, sondern gleich mehr Geld auf dem Konto zu haben, ist es notwendig die Steuerklassen ändern zu lassen. Gehen Sie zum Finanzamt und lassen Sie Ihre bisherigen Steuerklassen in IV/IV, III/V oder IV/IV mit Faktor ändern. Die Kombination III/V ist für Ehepartner ideal, bei denen einer der Partner rund 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens erwirtschaftet. Mit IV/IV liegen Paare mit etwa ähnlichem Einkommen richtig. Wenn man das Faktorverfahren dazu nutzt, wird das Ehegattensplitting schon während des Jahres berücksichtigt, so können hohe Steuernachzahlungen meist vermieden werden. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.

 

TO-DO: Finanzamt besuchen – Steuerklassen ändern

 

Wichtig zu wissen: Eine Eheschließung ist auch für die Erbschafts- und Schenkungssteuer bedeutsam. Diese Steuern entstehen, wenn Vermögen ohne Gegenleistung auf andere übertragen werden. Verheirateten steht der höchste Freibetrag von 500.000€ zu. Erst wenn dieser Betrag überschritten wird, fallen überhaupt erst Erbschafts- u. Schenkungssteuern an. Unverheiratete hingegen haben nur einen Freibetrag von 20.000€ und zahlen darüber hinaus noch einen Steuersatz von 30 bis 50 Prozent. Ehegatten hingegen nur 7 bis 30 Prozent je nach Höhe der Vermögensübertragung.

 

Gut versichert – Preisvorteile nutzen

 

Es macht nicht so viel Freude wie Fotos von der Hochzeit sichten, doch es ist unbedingt notwendig. Nach der Hochzeit ist es wichtig bestehende Versicherungen zu prüfen und zu ändern. So können vorhandene Hausrat- oder Haftpflichtversicherungen künftig gemeinsam geführt werden. Denn durch die gemeinsame Wohnung sind keine zwei Einzelverträge mehr notwendig. Bei der Haftpflicht wird der ältere Vertrag weitergeführt. Mit der Heiratsurkunde können Sie den jüngeren Vertrag aufheben. Der Ehepartner wird kostenfrei mitversichert oder der Vertrag auf einen kostengünstigen Familientarif, der dann auch noch vorhandene Kinder mit absichert, umgestellt. 

Sollte mit der Heirat ein Umzug vorliegen, muss unbedingt daran gedacht werden eventuell vorhandene Hausratversicherungen umzustellen.

 

Sparen kann man in der Krankenversicherung wenn einer der Ehegatten gesetzlich krankenversichtert ist und der andere nicht mehr als geringfügig beschäftigt, mit einem Verdienst von maximal 450€ im Monat. In dieser Konstellation kann der Ehepartner mit der geringen Beschäftigung in der gesetzlichen Krankenkasse kostenfrei mitversichert werden. Für Privatversicherte gibt es leider keine kostenfreie Mitversicherung. 

 

Die Heirat sollte auch genutzt werden um Absicherungslücken aufzudecken. Besonderes Augenmerkt gilt der Ausgabenabsicherung.Wie wird sichergestellt, dass man seine Ausgaben für Miete, Darlehensraten, Lebensmittel, Kleidung und andere unabwendbare Kosten gedeckt sind, wenn ein Krankheitsfall die rosige Lebensplanung auf den Kopf stellt. Eine kompetete Beratung ist hier sinnvoll, die Fülle der Informationen im Internet und die Auswahl der Möglichkeiten übersteigt oftmals die gedanklichen und zeitlichen Ressourcen. Hier jemanden um Rat zu fragen ist eine gute Investition in die Zukunft.

 

TO DO: Versicherungsordner sichten – Berater oder Gesellschaften kontaktieren – Verträge umstellen – Lücken schließen

 

Auch Unangenehmes durchdenken

 

Auch Ehegatten dürfen im Ernstfall eines Unfalles oder einer schwerwiegenden Erkrankung nicht sämtliche Entscheidungen für den Partner treffen. Sie bekommen zwar leichter Auskunft vom Arzt, doch dennoch ist es sinnvoll sich gegenseitig eine Vorsorgevollmacht zu erteilen und jeweils eine Patientenverfügung auszufüllen um die Wünsche im Ernstfall zu dokumentieren.

 

 

Wichtig unter Liebenden: Nicht nur an die rosaroten Zeiten denken.

 

 

 

TO-DO: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ausfüllen

 

 

Gemeinsames Konto oder ein Drei-Konten-Modell?

 

Manche Paare legen zum Zeitpunkt der Eheschließung alle Konten zusammen und führen fortan Gemeinschaftskonten. Anders als viele denken ändert auch bei Gemeinschaftskonten die Heirat nichts an den Vermögensverhältnissen. Das Vermögen, was zum Zeitpunkt der Eheschließung vorhanden war, behält jeder Ehegatte für sich, auch bei geseztlichem Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Der Partner haftet auch nicht für vorhandene Schulden. Die Guthaben auf den Gemeinschaftskonten gehören beiden zur Hälfte. Im Falle einer Trennung ist es später einfacher, wenn eine Dokumentation vorliegt, welches Vermögen die einzelnen Ehepartner zum Zeitpunkt der Eheschließung hatten.

Bei Paaren die schon vor der Ehe zusammen wohnen, gibt es meist schon das Gemeinschaftskonto, von dem die Kosten der Haushaltsführung bezahlt werden. In der Regel wird darüber der wöchentliche Einkauf, Miete und Nebenkosten usw. finanziert. Mit der Eheschließung bekommt die Frage nach der Kontoführung eine neue zeitliche Dimension. Wie soll es für die nächsten Jahre und Jahrzehnte weitergehen. Eine Möglichkeit ist das Drei-Konten-Modell:

Und das funktioniert so:

  1. Die gesamten Einnahmen der Partner fließen auf das Gemeinschaftskonto. Davon werden sämtliche Ausgaben, die die Gemeinschaft betreffen, bezahlt. Das sind beispielsweise Miete, Lebensmittel, Auto, gemeinsame Urlaube, gemeinsame Aktivitäten und alles, was die Kinder betrifft.
  2. Das Geld, das nach diesen Ausgaben am Monatsende übrig ist, wird 50/50 auf die jeweils eigenen Konten überwiesen. Damit steht es jedem zur freien Verfügung. Sei es nun der Kurzurlaub, der Fallschirmsprung, die Handtaschensammlung, Altersvorsorge, Kosmetik und so weiter. Was der Partner mit diesem Geld macht, bleibt ihm überlassen.

 

Da Ehegatten jedoch zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet sind, was nicht erst bei einer möglichen Scheidung eine Rolle spielt, sollte ausführlich darüber gesprochen werden, wie sich beide absichern. Denn verliert der Partner seinen Job oder kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten, muss der andere ihn im täglichen Leben finanziell unterstützen. Diese Pflicht gilt für alle Rollenverteilungen und Lebensmodelle. So sieht die Unterhaltsleistung des einen möglicherweise so aus, dass er arbeitet und Geld verdient, jedoch auch indem er die Kinder großzieht und den Haushalt führt. Wenn also ein Partner seinen Anteil auf dem Einzelkonto nur für Vergnügen ausgibt, nichts spart und auch keine Versicherungen oder sonstigen Rücklagen bildet, hat der andere Partner möglicherweise ein Problem. Während sich ein Ehegatte absichert und dementsprechend weniger Geld für Konsum- und Freizeitaktivitäten ausgeben kann, lebt der andere aus dem Vollen. Im Falle einer Trennung oder im Ernstfall unterstützt ihn der sparsame Ehegatte. Ein Punkt über den unter Erwachsenen gesprochen werden muss.

 

TO-DO: Vermögensübersicht jedes Partners zum Tag der Eheschließung erstellen

 

Gemeinsame Ziele entwickeln

 

Wer eine Ehe eingeht, glaubt an die Zukunft voller Zuversicht. Den Lebensweg künftig mit einem verlässlichen Menschen an der Seite zu beschreiten, hilft bei Herausforderungen und doppelter Freude bei Glückssituationen. Gemeinsame Ziele benötigen oftmals Kapital. Daher ist es sinnvoll, diese Ansparung frühzeitig anzugehen. Sei es nun die Wunschimmobilie, die Weltreise oder das Familienauto. Ehepaare planen für die Zukunft. Was ist es für eine Zukunft, wenn diese auf einem vom Klimawandel und der Plastikflut zerstörten Planeten stattfindet. Die Ansparung auf Ziele in der Zukunft macht nur Sinn, wenn sie das große Ziel eine lebenswerte Welt und Natur nicht konterkariert. Besser also in Klimaschutzinvestments ansparen als in fossile Energieunternehmen oder Automobilkonzerne. Sinnvoller in Wasserreinhaltung, Wasserinfrastruktur und Wassereinsparung zu investieren als in Rüstungshersteller.  Mit der ethisch-ökologischen Geldanlage finden sich hervorragende Lösungen die Finanzen zum Nutzen der Natur und Gesellschaft einzusetzen und dabei seine eigenen finanziellen Ziele zu erreichen. Wen die Fülle der Möglichkeiten überfordert findet in Grünes Geld einen langjährigen Experten der nachhaltigen Geldanlage.

 

TO-DO: ethisch-ökologische Anlagen bevorzugen und Sparplan starten

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.
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