Autor: Gerd Junker 29. Oktober 2018

Eine neue Heizung besser mieten oder kaufen?

Eine Erneuerung der Heizung ist mit hohen Kosten verbunden. Alternativ kann man auch eine Heizung mieten statt sie zu kaufen. Aber lohnt sich das wirklich?

 

Neue Heizsysteme bringen viele Vorteile mit sich

Erneuerbare Energien liegen derzeit stark im Trend, nicht zuletzt weil das Thema Nachhaltigkeit in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung zunimmt. Insbesondere Solarthermie sowie Wärmepumpen und Heizen mit Biomasse werden immer beliebter. Dabei handelt es sich bei einem Umstieg von veralteten Heizsystemen auf erneuerbare Energien um ein nachhaltiges Investment, mit dem nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch Energiekosten deutlich gesenkt werden können. Dabei kann man nicht nur mit erneuerbaren Energien ordentlich sparen, sondern man kann auch mit einer Gasheizung Kosten sparen und gleichzeitig den Energieverbrauch reduzieren. Der Heizungsbauexperte Thermondo gibt auf seiner Seite an, dass sich eine Investition von 6.000 Euro im Durchschnitt nach circa sechs Jahren amortisiert.

Prinzip des Contracting

Die Anschaffung einer neuen Heizung ist mit hohen Kosten verbunden. Inklusive Installation und Handwerkerkosten sind 10.000 Euro schnell überschritten – ohne Frage viel Geld, das nicht jeder Eigentümer aufbringen kann. Als Alternative gibt es inzwischen verschiedene Möglichkeiten, eine Heizungsanlage zu mieten. Bereits für 100 Euro im Monat kann man eine Heizung mieten. Dabei locken Energieversorger und Heizungsbauer mit attraktiven Angeboten. Beim sogenannten Contracting schließt der Kunde einen Vertrag ab und überweist monatlich einen festgelegten Grundpreis für die Anlage, der sich auf 70-100 Euro beläuft. Die Verbrauchskosten kommen zusätzlich obendrauf. In der Regel wird ein solcher Vertrag für eine zehnjährige Laufzeit abgeschlossen. Während dieser Zeit übernimmt der Anbieter die Wartung und sämtliche anfallende Reparaturkosten der Anlage. Auch für den Einbau der Heizungsanlage kommt er auf. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, worauf Eigentümer beim Contracting achten sollten. So weisen sie unter anderem darauf hin, dass man sich damit für eine lange Zeit bindet und abhängig macht. Aufgrund der hohen Investitionskosten läuft ein Mietvertrag für die Heizung um die zehn Jahre. Kündigungen sind in dieser Zeit schwierig und nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Darüber hinaus kann sich der monatliche Grundpreis im Laufe der Jahre auch ändern, sodass insgesamt höhere Kosten anfallen können als bei Vertragsabschluss vereinbart. Diese Möglichkeit sollte man vor Vertragsabschluss auf jeden Fall im Kopf haben und auch einmal hochrechnen, damit die gemietete Heizung nicht überraschend teurer wird als zunächst erwartet.

Förderungen für den Einbau einer neuen Heizung sichern

Wer sich dennoch lieber für den Einbau einer neuen Heizanlage entscheidet, kann sich dafür finanzielle Förderungen sichern. Damit soll der Austausch ineffizienter Altanlagen zugunsten ressourcenschonender neuer Heizsysteme gefördert und Eigentümern ein Anreiz zum Wechsel zu neuer Heiztechniken gegeben werden. Dabei können sogar nachträgliche Optimierungen einer bereits geförderten Anlage noch einmal bezuschusst werden.

Bild: ©istock.com/Si-Gal

 

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