Autor: carmenju 16. Mai 2014

Finanzexperten treffen sich: Mr. Dax und Mrs. Grünes Geld

Carmen Junker, Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH informierte sich bei Dirk Müller, Deutschlands bekanntestem Finanzexperten, über die Finanzmärkte 2014. Müller sprach auf Einladung der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg am 15.05.2014 im voll besetzten Bürgerzentum Elsenfelds. Mr. Dax und Mrs. Grünes Geld führten im Anschluss an die Veranstaltung ein zwangloses Fachgespräch.

 

Die Nachhaltige Geldanlage hängt, ebenso wie die Anlage ohne ethischen und ökologischen Ausschlusskriterien von der Entwicklung der Märkte ab. Aus diesem Grund ist es für Investoren im Grünen Investment interessant, was Mr. Dax über die Finanzmärkte derzeit zu berichten hat. Dirk Müller jedoch auf reine Finanztipps beschränken zu wollen, wäre ihm gegenüber nicht fair. Er findet auf seiner Internetseite www.cashkurs.com  und in Interviews und Talkshows, deutliche Worte gegen genmanipuliertes Saatgut, dem Lobbyismus, der Bespitzelung durch die NSA oder äußert sich kritisch gegenüber des aktuellen Freihandelsabkommens TIPP der EU mit USA. Er fordert auf, immer kritisch auf die üblichen Berichterstattungen zu schauen und sich seine eigene Einschätzung zu bilden. “Qui bono?”  – Wem nützt es? Die zentrale Frage um sich eine Meinung zu bilden und im Geiste einigermaßen objektiv zu bleiben.

 

 

Der Vortrag fand an einem besonderen Tag statt. Der Deutsche Aktien Index knackte kurzeitig die Marke von 9.800 Punkten um dann im Tagesverlauf um 17.30 Uhr doch nur knapp über 9.645 Punkte zu landen.

Die positive Stimmung beruht laut Müller auf den Hoffnungen auf Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), der inzwischen sogar über Negativzinsen für Banken nachdenkt, wenn diese Geld bei der EZB anlegen möchten. Die Gefahr die jedoch von dem Konflikt in der Ukraine ausgeht. Dieser tauchte als Schwarzer Schwan, also als unvorhergesehenes Ereignis, am Anlegerhimmel auf. 70 Jahre Politik der Annäherung und der Aussöhnung werden nun aufgrund Machtinteressen zweier Blöcke USA vs. Russland innerhalb kürzester Zeit beschädigt oder gar ruiniert. Darunter wird vor allem der Euroraum und insbesondere Deutschland leiden, denn während die USA nur sehr geringen Außenhandel mit Russland betreiben, ist die Russische Föderation einer der wichtigsten Außenhandelspartner der Bundesrepublik. Über 6000 Unternehmen unterhalten engste Beziehungen mit Russland und auch die Gasversorgung Deutschlands und Europas hängt in großem Ausmaß von Russland ab. Qui bono? Wem nutzt es, wenn es zu einer weiteren Verschärfung des Konflikts kommt? Sicherlich nicht Europa. Die Ukraine Risiken gelten derzeit nicht eingepreist in die Kurse der Märkte. 

href=“http://www.blog.gruenesgeld.net/wp-content/uploads/2014/05/Dirk-Mller.jpg“>Dirk Müller

Dirk Müller sieht Chancen im Bereich der Deutschen Industrie, diese haben die Krise 2008 genutzt sich solide aufzustellen und zu verschlanken. Daraus wird jetzt profitiert. Insbesondere die Automobilbranche und der Maschinenbau sind stark aufgestellt. Wir können stolz auf die Unternehmer sein, die hier Deutschland nach vorne bringen und gute Arbeit geleistet haben.

Positiv stimmt für die Märkte die optimistische Prognose des IWF bezüglich des Wachstums der Weltwirtschaft mit 3,6% für 2014. Und auch dass die Arbeitslosigkeit in den USA rückläufig ist und überraschenderweise Griechenland einen sog. Primärüberschuss ausweist, wirkt sich positiv aus.

 

Die freudige Stimmung will jedoch gleich verschwinden, als der Finanzexperte ausführt, dass die Arbeitslosigkeitsdaten in den USA mittels Telefoninterview erhoben werden und wer länger als 2 Jahre arbeitslos war, zur Gruppe der “Frustrierten” gehört und aus der Statistik der Arbeitslosen herausfällt. Und auch der Primärüberschuss Griechenlands hält dem genauen Blick nicht stand.

 

Somit kein leichtes Umfeld für die optimale Geldanlage. Und genau damit muss sich kurzfristig gesehen auch die nachhaltige Geldanlage auseinandersetzen. Kernproblematik ist das Schuldgeldsystem, denn jeder ausgegebenen Münze steht eine Schuldverpflichtung und somit auch eine Zinsbelastung gegenüber. Wie allen bekannt sein dürfte hat sich die Geldmenge der FED, EZB und der anderen Notenbanken in den letzten Jahren massiv aufgebläht. In der klassischen Volkswirtschaftslehre wird hier der Zusammenhang mit Inflation hergestellt. Auch wenn wir derzeit real noch relativ wenig Inflation verspüren, hat diese stattgefunden. Hier deckt sich Müller’s Aussage mit den Einschätzungen der Grünes Geld GmbH, dass die Kurse an den Anleihemärkten deutlich überteuert sind. Die Inflation gibt es im Bereich der Anleihen, dort sind die Kurse ins Extreme gestiegen. Dort schlummert riesiges Verlustpotential. Sollte das Vertrauen in die Geldtitel abnehmen, führt dies zu starkem Kapitalabfluss und fallenden Kursen. Die flüssigen Mittel drängen dann in die Sachwerte, dort kommt es zu einer schnell wachsenden Preissteigerung. Die Frage ist nicht ob es kommen wird sondern nur wann. Hier wird sich niemand finden, der einen genauen Zeitpunkt abzuschätzen weiß. Es gilt sein Depot zu beobachten und mit Neuinvestitionen in diesen Bereich vorsichtig zu sein.

 

Was tun also mit dem Geld?

10-20% des Vermögens in physische Edelmetalle tragen zur Beruhigung bei. Auch wenn es hier mehr um den Werterhalt ginge. Es lässt ruhiger Schlafen mit dem Wissen für die vorhandene Goldmünze immer was zu Essen kaufen zu können, auch wenn dies wahrscheinlich niemals notwendig sein würde. Doch wichtiger noch:

Deutschlands Finanzexperte bricht eine Lanze für die Aktie. Auch wenn man diese nicht zu jedem Kurs kaufen muss! Er mahnt, der Markt ist verrückt. Die Anleger sollen die Zeit zum Kauf nutzen, wenn Hysterie herrscht, Kurse eingebrochen sind und dann bei den Werten zuschlagen, die sie sich vorher in Ruhe ausgesucht haben. Auch ist es wichtig dem Markt nicht hinterherzulaufen, denn die nächste Chance kommt bestimmt.

Langfristig in gute Unternehmen investieren und kurzfristige Trends nicht dann aufgreifen, wenn diese auf der Rentnerbravo oder in der größten deutschen Zeitung, mit den vier Buchstaben, stehen. Wenn es dem Anleger nicht gelingt in der ganz frühen Phase einzusteigen, sollte er die Konsolidierungsphase abwarten. Die Unternehmen, welche die Zeit der Insolvenzen, Subventionskürzungen, Auftragsausfälle und –rückgänge überstehen, sind langfristig gute Kandidaten für das Depot. Und hier freut es uns besonders, dass Müller den Chart von dem Windkraftturbinenhersteller Vestas an die Wand wirft. Denn dieses ist ein Unternehmen, welches die Krise stärker überstanden hat und sicher den nachhaltigen Anlegern noch Freude bereiten wird.

Er ruft auch zu mehr Risikofreude auf, denn 100% Sicherheit gibt es im ganzen Leben nicht!  Sicherheitsmaßnahmen nutzen und dann sinnvoll investieren.

Dirk Müller sprach mit der Main-Echo Reporterin Ruth Weitz die ihn unter anderem fragte, wie er aus der professionellen Sicht eines Börsenmaklers Anlagen mit grünem Hintergrund bewertet.

Die Aussage hat uns besonders gefreut, dass auch aus der Sicht eines Börsenmaklers, diese Anlageformen zu begrüßen sind. Man dürfe jedoch auch die fachliche Seite nicht vergessen. Es würden sich auch hier einige „Schweinehunde“ tummeln. Es gelte genau zu prüfen, ob die Geldanlage halten kann was versprochen wird und ob es seriös sei. Wie beim Autokauf solle man genau hinschauen und nicht blind kaufen. „Grünes Geld ist eine ganz tolle Sache“ meint der Finanzexperte Müller.

 

Das finden wir auch, deshalb gibt es bei uns nur grüne Geldanlagen. Von Experten geprüft, um die Metapher Autokauf von Müller zu bemühen, so wäre das Team der Grünes Geld GmbH die Kfz-Sachverständigen, die Sie zum Autokauf mitnehmen könnten.

Hier geht es zum gesamten Artikel:

»Der Euro hat sehr viele Nachteile«

mehr auf www.main-netz.de

 

Mehr Informationen über Dirk Müller finden Sie unter www.cashkurs.com und mehr Informationen über eine sinnvolle, nachhaltige Geldanlage auf www.gruenesgeld24.de

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

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