Autor: Carmen Junker 10. März 2017

Fit in den Frühling 2 – E-Bike, Pedelec & Co.

Zusammenfassung: Radfahren hält fit und schont die Umwelt. Die breite Auswahl an Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung begeistert technikaffine Radler und alle, denen aus unterschiedlichen Gründen das konventionelle Radeln zu beschwerlich ist. Besonders gut für die Umwelt ist es, wenn E-Bikes und Co. das Auto ersetzen und die Batterie mit Strom aus Erneuerbaren Energien geladen wird.

 

 

Wenn die Frühlingssonne lockt, heisst es für viele „Rauf auf’s Rad“!

Der Winter verabschiedet sich jetzt langsam aber sicher. Bewegung an der frischen Luft macht wieder Spaß. Wer sich nicht ohnehin regelmäßig auf das Fahrrad schwingt – immerhin rund 20 Prozent der Bevölkerung tun das fast täglich – hat jetzt die Gelegenheit, sich und seinen Drahtesel wieder fit für den Frühling zu machen.

 

Während in Städten wie Freiburg und Münster in Westfahlen Radfahren ganz selbstverständlich ein Teil der städtischen Mobilität darstellt, sieht es in vielen Großstädten anders aus. Hier ist Radfahren teilweise lebensgefährlich. Dennoch erobern immer mehr Radfahrer die Straßen. Im alltäglichen Verkehr gewinnt das Fahrrad vor allem bei Strecken bis 5 Kilometer an Bedeutung. Teilweise auch, um Staus und Stoßverkehr zu umgehen. Bei Strecken bis zu 20 Kilometern ist dagegen die Gruppe der regelmäßigen Radfahrer geringer. Anders sieht es bei den „Gelegenheitsradfahrern“ aus: Hier lockt eine schöne Radtour, im Zweifelfall abseits der vielbefahrenen Straßen, fast alle Altersgruppen und Fitnessgrade regelmäßig ins Grüne.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsWer allerdings in einer Gegend mit vielen Höhen und Tiefen lebt, nicht zu den sportlichsten Zeitgenossen zählt oder vielleicht auch einfach nicht mehr der Jüngste ist, kann schnell die Freude am Zweirad verlieren. Mit dem reichhaltigen Angebot an E-Bikes, Pedelecs & Co. steht einer Fahrradtour mit eingebautem Rückenwind nichts mehr im Wege. Durch viele coole Designs und technologische Finessen haben zudem Fahrräder mit Elektromotor ihr „Reha-Image“ abgelegt und sprechen jetzt Kinder, Jugendliche, technikbegeisterte Erwachsene und Senioren gleichermaßen an. Allein 2015 wurden in Deutschland mehr als eine halbe Million der E-Räder verkauft. Damit hat jedes achte Fahrrad, das in diesem Jahr über die Ladentheke ging, eine elektrische Unterstützung.

 

 

Kleine Warenkunde zu E-Bike, Pedelec & Co.

Wer sich für ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung generell interessiert, sich jedoch noch nicht tiefer mit der Materie beschäftigt hat, muss sich erst einmal durch das Fachvokabular durchkämpfen. Generell lässt sich sagen, dass die meisten sogenannten E-Bikes eigentlich Pedelecs sind. Gute und herstellerunabhängige Informationen bieten Umweltverbände wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC und der Verkehrsclub Deutschland VCD.

 

 

Pedelecs, Fahrräder mit eingebautem Rückenwind

Erfreulich: Immer mehr Städte und Gemeinden bieten kostenfreie Akku-Tankstellen.

Pedelecs, abgekürzt vom englischen Pedal Electric Cycle, sind Fahrräder, die mit einem Elektromotor mit einer maximalen Stärke von 250 Watt ausgerüstet sind. Während der Fahrer in die Pedale tritt, wird er vom Motor unterstützt. Einige Pedelecs verfügen auch über eine Anfahrhilfe. Wie stark diese Unterstützung ausfällt, kann in verschiedenen Stufen eingestellt werden und hängt außerdem ab von der Pedalkraft oder der jeweiligen Trittfrequenz. Vorschub leistet der Motor allerdings nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Wer schneller unterwegs sein will, muss seine eigene Muskelkraft einsetzen.

 

Rechtlich gesehen sind Pedelecs ganz normalen Fahrrädern gleichgestellt. Ein Pedelec darf also jeder fahren, gleichgültig, wie alt er ist und ob er über einen Führerschein verfügt. Entsprechend gibt es keine besondere Zulassung oder ein Versicherungskennzeichen. Ein Helm ist nicht verpflichtend, aber in jedem Fall sinnvoll.

 

 

S-Klasse Pedelecs – wenn es etwas schneller gehen soll

Pedelecs der S-Klasse unterstützen ihren Fahrer mit einem elektrischen Motor mit einer maximalen Leistung von 500 Watt. Im Grunde funktioniert alles wie bei einfachen Pedelecs, jedoch stellt die S-Klasse ihre Unterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ab.

 

Durch die hohe motorisierte Geschwindigkeit zählt die S-Klasse im rechtlichen Sinne nicht mehr zu den Fahrrädern. S-Klasse Pedelecs sind, genauso wie Mokicks, Mopeds und Roller, Kleinkrafträder. Daher muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Die S-Klasse Pedelecs müssen vom Kraftfahrbundesamt zugelassen sein und benötigen ein Versicherungskennzeichen. Außerdem besteht eine Helmpflicht. Ob noch ein Fahrradhelm ausreicht, liegt in einer rechtlichen Grauzone. Fakt ist jedoch, dass die schnellen Pedelecs keine Radwege befahren dürfen.

 

 

E-Bikes – das sportliche Mofa

E-Bikes unterscheiden sich von Pedelecs dahingehend, dass der Fahrer in die Pedale treten kann, es aber nicht zwingend tun muss, um voranzukommen. Der Elektroantrieb erlaubt auch das Fahren ohne eigene Mitarbeit. Diese Unterstützung gilt allerdings nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Wer flotter ans Ziel kommen möchte muss selbst strampeln. Auch beim E-Bike beträgt die Höchstleistung des Motors 500 Watt.

 

Für das E-Bike benötigt der Fahrer eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und eine Mofa-Prüfbescheinigung, für die man mindestens 15 Jahre alt sein muss. Eine Helmpflicht besteht bei den E-Bikes nicht.

 

 

Mehr Lebensqualität durch umweltfreundliche Mobilität

Fahrräder mit elektrischer Unterstützung können Fahrradtouren in der Freizeit erleichtern oder die Ziele erweitern. Darüber hinaus kann die neue Rad-Generation eine ökologische, flexible und im Stadtverkehr auch durchaus schnelle Alternative zum Auto darstellen. Damit sind die elektrisch unterstützten Räder eine ausgezeichnete Möglichkeit, um klimaschonend und mit Spaß unterwegs zu sein.

 

Gleichzeitig setzten Pedelecs und E-Bikes neue Impulse in der Mobilität. Die technisch aufgerüsteten Räder sprechen neue Gruppen an. Durch die erweiterte Gruppe der Radler rückt das umweltfreundliche Radfahren verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung. Besonders die große Beliebtheit der Pedelecs bei älteren Menschen verstärkt die Akzeptanz und manifestiert das Rad als relevanten Teil des Verkehrsmix.

 

 

Akku-Tanken nicht vergessen

Der kleine Nachteil des E-Bikes – es ist im Allgemeinen teurer und schwerer. Schließlich müssen Akku und Elektronik mitfinanziert und -transportiert werden. Wer klimafreundlich Radeln will, setzt auch beim Aufladen des Akkus auf Strom aus Erneuerbaren Energien. Natürlich belastet auch die Produktion des Akkus die Umwelt. Laut Umweltbundesamt sind allerdings die klimaschädlichen Emissionen bereits nach 100 Kilometern mit dem Rad wieder ausgeglichen, vorausgesetzt, das Rad wird als Alternative zum Auto eingesetzt.

 

 

Radfahren schont Umwelt und Finanzen

Wer das Auto öfter einmal stehen lässt und sich auf das Rad schwingt, schont Umwelt, Klima und letztlich auch seine Finanzen. Grünes Geld, erfahrener Experte für soziale und ökologische Geldanlagen, hilft Ihnen, auch Ihre Finanzen fit für den Frühling zu machen. Machen Sie einen Finanz-Fitness-Check mit unserem Grünes Geld Test.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

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